2×300 km, 1 Hotel, 2 Restaurants, 6 Sterne. Sonntag 17.09.2023 mittags
Mehr als drei Sterne gehen nicht. Ein absoluter Höhepunkt meiner Gourmet Reisen seit über 45 Jahren.


















Genuss, Reisen und mehr
2×300 km, 1 Hotel, 2 Restaurants, 6 Sterne. Samstag 16.09.2023 mittags



Amuse Bouche

Das Trüffelei




Rosace von der Gänseleber mit Schafskäse, karamelisierten Bucheckern und Pfeffereis

Pochierte Felsenrotbarbe mit „kaviari kristal“ Kaviar, Banane und Kardamom-Rieslingsud

Tranche vom wilden Steinbutt mit Pistazienpraline, grünem Apfel und Blüten-Heu-Aufguss

In der Schale gegrillter Hummer aus Saint-Malo mit Schweinebauch, Kapern und Grapefruit Bouillon

Eifler Rehrücken mit Innereiencroustillant auf gebeiztem Kürbis mit Eisenkrautsalat und Rooibosjus

Rondell von der Mara des Bois Erdbeere mit Rucola Sorbet und Süppchen

Delice von der schwarzen Johannisbeere






Die Weine.
Wir übernachten im Hotel Nassauer Hof, so dass wir die lockere und entspannte Atmosphäre der Ente in vollen Zügen genießen können. Beim Betreten des Gastraumes fällt einen sofort die recht junge Servicebrigade auf. Mit einer Ausnahme und es ist ein bekanntes Gesicht. Jimmy Ledemazel ist seit August 2023 Restaurantleiter. Zuvor war er Leiter des Sky-Restaurant Überland in Braunschweig und von Mitte 2008 bis zum Frühjahr 2019 war für die Serviceleitung des Aqua in Wolfsburg verantwortlich.
Kaum haben wir Platz genommen, kommt natürlich sofort die Frage nach einem Aperitif. Letztendlich entscheiden wie uns doch wieder für einen Champagner.
Auf die vorgeschlagenen Menüs verzichte wir diesmal und wählen a la Carte. Dabei kommen auch Vorschläge von Jimmy Ledemazel , nach Rücksprache mi der Küche, die nicht auf der Karte stehen. So z. B. die Entenleber und die rosa gebratene Challans-Entenbrust. Auch die vorgeschlagenen Weine, im Übrigen alle aus dem Rheingau, konnten gefallen.
Fazit: Ein wunderbarer Abend und wir konnten, wie auch bei unseren vorherigen Besuchen in der Ente, ein positives Fazit ziehen. Der Service ist stets zur Stelle und agiert in perfekter Manier, ohne steif und aufgesetzt zu wirken. Die Souveränität von Maître Jimmy Ledemazel ist von einer herzlichen Offenheit. Chefkoch Michael Kammermeier und seine Küchenbrigade entführte uns in ein kulinarisches Erlebnis von feiner geradliniger Küche mit französischem Einschlag.





Amuse Bouche

Ceviche von der Garnele

Entenleber

Steinbutt

Challans-Entenbrust

Der Käsegang. Serviert vom Käsewagen. Mittlerweile leider sehr selten.

Oliven-Vanilleeis


Zum Abschluss ein Espresso, etwas Süßes und ein Marillenbrand
Besucht am 20.10.2023 (abends)
Ilyssia Kassel
Große Fans der griechischen Küche waren wir eigentlich nie. Nach unserem Urlaub 2022 auf Rhodos hat sich dies etwas gewandelt. Allerdings wurde in den von uns besuchten Restaurants nicht die typische Küche der Insel serviert, sondern eher eine mediterrane Küche.
Die Frage für mich war also, wo kann ich diese Art von Küche auch in Kassel und Umgebung finden. Nach Suche im Internet bin ich dann auf das Restaurant Ilyssia in Kassel gestoßen. Die Speisekarte ist übersichtlich und listet frischen Fisch, Meeresfrüchte wie Pulpo sowie Lammspezialitäten auf. Griechische Kost im herkömmlichen Sinne muss man wirklich suchen auf der Karte. Also wurde für 4 Personen reserviert.
Mit einem geschmackvolles Ambiente präsentiert sich das Restaurant „Ilyssia“, u.a. mit einem großen Gastraum und einer schönen Sonnenterrasse. Bei schönem Sommerwetter wurde auf der Terrasse Platz genommen. Sehr herzliche Begrüßung und sie da, den einen oder die andere kannten wir aus einem anderem Restaurant in Kassel.
Schnell wurde Olivenöl, Butter und Dips auf den Tisch gestellt. Aus der Karte wurde folgendes gewählt.

Meeresfrüchte Variationen mit Garnelen, Oktopus und Calamari Fritti. Hier muss der Oktopus erwähnt werden. Sehr schmackhaft und auf den Punkt gegart. Kann man auch auf Rhodos nicht besser machen.

Danach Moussaka. Die Portion wurde auf den Tisch gestellt und ich habe das Gericht geteilt. Für ein Zwischengang genau die richtige Größe.

Als Hauptgang für die Männer Lammkottelet mit La Ratte Kartoffeln und Bohnen. Die Kottelets auf den Punkt gebraten. Ich hätte mir allerdings eine andere Anrichtungsart vorstellen können. Leider auch hier wieder die modernen tiefen Teller.

Für die Damen aus der Tagesempfehlung Seeteufel.
Zum Dessert dann „Loukoumades, Hefebällchen mit Eis, Honig und Zimt. (Leider ohne Bild)
Die Weinauswahl habe ich dem Service überlassen. Viel Ahnung vom griechischen Wein habe ich leider noch nicht. Auf den Tisch kam ein gut gekühlter Sauvignon Blanc und zum Lamm dann ein Glas Rotwein. Nicht übel, es aber gibt bestimmt noch besser auf der Karte und im Keller.
Fazit: Sehr schöner Abend mit gehobener mediterrane Küche, griechischen Elementen flossen mit ein. Für Kassel ein Gewinn.
JM Westerland
Urlaub auf Sylt, da darf ein Besuch bei Jörg Müller (JM) natürlich nicht fehlen. Wir haben nicht nur ausgezeichnet gespeist, sondern haben auch diesmal im Hotel übernachtet. Vom Empfang bis zur Verabschiedung war alles ohne Fehl und Tadel. Man fühlte sich gut aufgehoben. Das Frühstück muss man hervorheben. Alles hausgemacht, lediglich das Brot wird von der Bäckerei Lund aus Hörnum geliefert. Besonders die Fischvariationen und die Meeresfrüchte waren Klasse. Alles wurde rechtzeitig nachgereicht und Frau Wuller war die Freundlichkeit in Person.
Auch ohne Auszeichnungen immer wieder ein Genuss. Der Service, angeführt von Schwiegersohn Ben Birkholz (Big Ben), Tochter Jane Müller und dem übrigen Personal, die teilweise seit Jahren ihren Job bei JM machen, man kann nur loben. Die kreativen Sylter Frischeküche mit französischem Einschlag sorgt dafür, dass wir uns im ehemaligen „Gourmetrestaurant“ sehr wohlgefühlt haben.
Originell seit Jahren das Amuse – Bouche: Frisches Gemüse mit Dips. Völlig anderes zum Auftakt als sonst üblich. Uns hat es gefallen.
Ob Tatar mit Reibekuchen, Ceviche vom Dorsch oder die Seezungenvariationen wie das gratinierte Seezungenfilets „Noilly Prat“ oder die Seezunge im Ganzen serviert ist bodenständig und klassische Küche zugleich. Auch hat er den Mut, die bei vielen verpönte Gänseleber auf die Karte zusetzen.
Der obligatorische Abschluss des Urlaubes dann mit Lammbratwurst, Maultaschen und Käseplatte. Mit einem Gläschen „Zibärtle“ wurde auf einen gelungenen Urlaub angestoßen. Der nächste Sylt Urlaub kommt bestimmt.
Fazit: Jörg Müller, ist der „geniale Klassiker“ unter den Top-Köchen auf Sylt und darüber hinaus , Er hat seit 2014 Abschied genommen von bestimmten Luxusritualen der gehobenen Gastronomie. Auch wenn er auf Punkte und Sterne verzichtet, ist Küche und Service weiterhin auf hohem Niveau. Der Betrieb ist fest in Familienhand: Seine beiden Kinder und deren Partner sind dort beschäftigt. Leider ist Frau Barbara im März überraschend verstorben. Hervorheben möchte ich Big Ben, der in seiner ruhigen und bedächtigen Art wunderbare Weine aus der oft prämierten Weinkarte zaubert. Uns hat z.B. der 2012 „Paris Lodron“ vom Mönchsberg der Stadt Salzburg gefallen. Ein feines Säurespiel, elegante, cremige Texturen und eine zarte Fruchtsüße zeichnete diesen Wein, der in der Magnumflasche serviert wurde, aus.
JM lässt sich nicht nehmen seinen abendlicher Rundgang durch das Restaurant zu führen und mit seinen Gästen zu sprechen. Keine Pflicht, sondern Kür nach einem anstrengenden acht bis zehn Stundentag in der Küche und dass mit knapp 76 Jahren. Chapeau.











Meeresfrüchteplatte bei Gosch List

Austern in List bei Dittmeyer’s List

Reblaus in Keitum – Spaghetti, Garnelen, Trüffel

Fisch Hüs, Westerland – Dreierlei Fisch

JM Westerland – Tatar mit Reibekuchen

Avocado bei Tipken’s by Nils Henkel

Mittags bei Johannes King- Keitum. Lachs auf Reibekuchen

Abends Samoa, Pulpo und Jacobsmuschel

JM Westerland – Lachs auf Zitronenrisotto

Ente in der Vogelkoje

Salatgurke im Söl’ring Hof

Hausaperitif bei JM Westerland


Noch einmal Austern bei Dittmeyer’s, List

Carpaccio im Web Christl

Zum Abschluss Seezunge bei Jörg Müller
Söl’ring Hof
Kulinarischer Höhepunkt war auch bei unserem diesjährigen Sylt Aufenthalt wieder zweifelsfrei der „Söl’ring Hof“ in Rantum. Nach dem freundlicher Empfang von Restaurantleiterin Frau Bärbel Ring wurden wir von ihr ins Restaurant begleitet. Anschließend fuhr ein junge Dame (Auszubildende?) den Aperitifwagen vor und erläuterte die guten Sachen auf dem Wagen. Trotz ihrer anzumerkenden Nervosität brachte sie ihren Part sehr gut über die Runden. Nach einigen Diskussionen am Tisch, entschieden wir uns für ein 6 Gang Menü. Davor gab es noch 5 kleine „Häppchen“ und im Anschluss des Menüs noch 5 kleine Süßigkeiten. Auch Sky, der zum ersten Male in einem Sternerestaurant war, entschied sich auch für dieses Menü. Bis auf den „Dreizack“ hat er alles ohne Probleme gegessen.
Die Philosophie des Söl’ring Hof zeigte sich bereits bei den „Häppchen“. Man bleibt auf der Insel und serviert Zutaten von den Salzwiesen und dem Meer. Saisonale und regionale Produkte dominieren die Karte. Die Gänge sind oft sehr komplex und mit überraschenden Zutaten.
Obwohl alle Gänge hervorragend waren, muss man den Helgoländer Hummer mit Ochsenherztomate sowie das Huhn mit Erbse und Liebstöckel besonders hervorheben.
Fazit: Ein wunderbarer Abend, mit Enkel Sky, der nicht billig war. Das war uns aber bekannt und es war jeden Cent wert.

Das Haus auf der Düne

Die offene Küche

Was erwartet mich heute Abend? Sky Luis, unser Enkel, zum ersten Male in einem Sternerestaurant und dann gleich 2 Sterne






Queller – Forellenrogen – Dreizack – Miesmuschel – Strandportulak

Kartoffelbrot – Sauerrahmbutter

Makrele

Helgoländer Hummer

Seezunge

Perlhuhn

Reh






Sylter Rose – Aprikose – Heidelbeere – Söl’ring Hof Kuss – dunkle Schokolade

Seepferdchen 08.07.2023
Statt der Sansibar wurde auch diesmal das Samoa Seepferdchen besucht. Eine Abendreservierung war leider nicht möglich, ausgebucht bis Ende August. Für Spätnachmittag (2. Sitzung) konnte für Innen reserviert werden. Allerdings mit der Maßgabe, dass um 19.30 Uhr der Tisch wieder frei gemacht werden musste. Die 2 ½ Std. reichten aber auch völlig aus.
Wir entschieden uns für Jacobsmuscheln mit Pulpo bzw. Garnelenpfanne als Vorspeise und als Hauptgang 4x Labskaus (Vorspeisengröße). Als Getränk diesmal kein Wein, sondern ein Glas Craftbeer. Zum Abschluss noch Espresso und was Hochprozentiges.
Fazit: Der Service war gut drauf, sehr locker und ganz wichtig sehr aufmerksam. Die Küche ist regional geprägt, aber auch kreative mediterranere Ansätze sind erkennbar.

Pulpo, Jacobsmuscheln, Linsen

Garnelenpfanne

Labskaus
Sylt
Nein, Nils Henkel kocht nicht auf Sylt. Er kocht weiterhin im „Bootshaus“ in Bingen. Im Severin Hof in Keitum ist er im „Tipken’s by Nils Henkel“ verantwortlich für das Gesamtkonzept sowie die Kreation der Menüs. René Verse, ein langjähriger Mitarbeiter von Henkel, ist als Küchenchef verantwortlich für die Umsetzung von Henkels Idee von „Fauna“ und „Flora“
Auf der Terrasse unter den großen „Sonnenschirmen“, haben wir ein sehr gutes Menü genießen können. Der Nachhaltigkeitsgedanken mit Fokus auf saisonale und regionale Produkte wurde in allen Gerichten umgesetzt.
Der Eigengeschmack der erstklassigen Produkte steht immer an erster Stelle. Wilde Kräuter aus der Region stehen als Bestandteile seiner Flora-Gerichte im Mittelpunkt. Fisch und Fleisch sind eher Begleitung statt Hauptzutat.
Fazit: Herzlicher Empfang und fachlich perfekter Service. Das Menü by Nils Henkel war sehr gut. Entenbrust und Reh perfekt in Qualität, Anrichten und Geschmack. Lediglich der Gang mit der Melone war der Schwachpunkt des Abends. Durch die Verarbeitung der Melone in verschiedenen Schritten wurde das Produkt „Lederartig“. Man hatte Probleme die Melone zu schneiden. Sehr Interessant war das „Dessert“. Die Karotte als süße Komponente und das Giersch Sorbet mit einer leichten Bitterkeit. Hier hätte man allerdings den Giersch Geschmack noch besser hervorheben können.

Amuse Bouche 1 – Gemüse Gazpacho und Krustentierfond

Amuse Bouche 2 – Linsencracker mit Entenleber


Wassermelone – geräucherte Frischkäse – Mandeln – Zitronenverbene

Felsenrotbarbe – Tintenfisch – Fenchel

Gewürzente – Szechuan Pfeffer – Entenzunge – Spitzkohl

Rehbock – Fichtenessigjus – Pfifferlinge – Gundermann

Möhren – Giersch Sorbet – Ziegenjoghurt – Berberitzen

Süßer Abschluss