alwisgenussreisen

Genuss, Kochen, Reisen und mehr

Veränderungen

Das neue Jahr bringt Veränderungen. Bisher war mein Blog https://alwisgenussreisen.com/ ein Gemischtwarenblog. Dies wird sich ändern. Ab sofort werden Reisebericht und Restaurantbesuche weiterhin in diesem Blog erscheinen.

Kochen am eigenen Herd, Einkaufen usw. wird im neuen Blog https://alwikocht.wordpress.com/   publiziert.

Tirso – Palma de Mallorca

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Kurztripp auf die Insel Mallorca. Dabei stand allerdings die Kulinarik nicht im Vordergrund. Trotzdem zwei interessante Adressen:

Tirso, Plaça del Mercat und C/Unió

Las Sirenas, Sporthafen Arenal

Gut 300 Meter vom Place Mayor liegt an der Straßenecke Plaça del Mercat und C/Unió diese seit gut zwei Jahren eröffnete  Tapas Bar. Man kann draußen auf dem Bürgersteig an Terrassentischen essen oder im Erdgeschoss die lebhafte Atmosphäre spüren und die Köche in Aktion in der offenen Küche beobachten. Das Obergeschoss ist in grauen Farbtönen gehalten und hat ein schickes Dekor – freiliegende Rohre, Wandfliesen, Tafeln, etc.

Wir haben auf der kleinen Terrasse Platz genommen. Sehr ruhig sitz man hier allerdings nicht. Auf der einen Seite die vielbefahrene Straße und auf der anderen der Bürgersteig.

Neben den interessanten Tapas und Pinxos bietet das Tirso auch ein wöchentliches Drei-Gang-Menü an (hier kann man zwischen 2 Gerichten pro Gang wählen), das zu einem sehr fairen Preis von  14.90 € serviert wird und Wasser oder ein Glas Wein enthält. Alle Gerichte kann man auch als Degustationsmenü für 21.90 € bestellen.

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Vorzüglich der erste Gang, knusprige Ravioli gefüllt mit Seeteufel, dazu einen kleinen Salat mit Soja Emulsion abgeschmeckt.

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Die Hauptspeise dann eine Art „Kohlroulade. Diese war gefüllt mit Kalbfleisch und Paprika. Diese „Piquille“ Paprika schmeckte vollmundig und hatte ein fruchtiges Aroma ohne jegliche Schärfe. Verführerisch süß und unwiderstehlich lecker. Eine Mandarinensauce brachte etwas süße an das Gericht

 03 Sorbet

Zum Abschluss ein zart schmelzendes Erdbeersorbet.

Fazit: Eine interessante Empfehlung aus dem FEINSCHMECKER 4/2016. Für den Preis ein ordentliches Mittagessen. Der Service war aufmerksam und freundlich und die zusätzlich bestellte Flasche Wein (ein Sauvignon blanc von der Insel)  hatte einen fairen Preis (23 €).

Aqua – Wolfsburg

Das Haar in der Suppe habe ich diesmal nicht gefunden. Es passte an diesem Abend alles perfekt zusammen. Wir betreten gegen 18:45 Uhr das in sehr dezenten Grautönen gehaltene Restaurant und bekommen einen Tisch an der großen Fensterfront.

 Wir  werden von Maitre Jimmy Ledemazel recht herzlich begrüßt, die Auswahl zum Aperitif überlässt er allerdings einer jungen Servicekraft. Dieser erläutert sehr gekonnt die vorhandene Auswahl und wir entscheiden uns 1. klassisch für ein Glas Champagner bzw. 2. für einen Wermut von Dorst & Consorten.

Schnell steht auch etwas Brot und Butter auf dem Tisch. Bei der Butter wird besonders erwähnt, dass diese aus der näheren Region, vom Bauernhof Banse, stammt.

Zwei Menüs stehen zur Auswahl. Wir entscheiden uns nach dem Motto: Wenn schon, dann genießen wir richtig, für das Menü Impressionen mit neun Gängen. Lediglich beim Hauptgang wähle ich aus dem Menü Visionen die Taubenbrust aus.

Bei den Weinen verzichte ich diesmal auf die große Weinreise. In Abstimmung mit Sommelier Marcel Runge werden fünf Weine aus der Weinreise ausgesucht.

Bereits bei den „Einstimmungen“ werden kulinarische Maßstäbe gesetzt. Besonders der Mini Burger „Hessisch“ eine Reminiszenz an die hessische Heimat von Sven Elverfeld stach dabei noch einmal heraus.

Fazit: Nach gut für viereinhalb Stunden stehen wir begeistert auf. Service, die Abfolge der Speisen, die Weine haben Maßstäbe gesetzt. Die Menüfolge ist wohl durchdacht und Steigerungen bis hin zum Dessert werden gezielt gesetzt. Besonders gefallen hat uns der warm marinierte Saibling mit Fetter Henne sowie das geschmorte Schweinekinn mit Kaiser Granat. Im letzten halben Jahr haben wir 3 Restaurants mit jeweils drei Sternen besucht. Im September „The Table“ Hamburg, im Oktober Bras in Frankreich und eben jetzt Sven Elverfeld. Jeder dieser Besuche hatte seinen eigenen Charakter, alle Restaurants waren wie im Michelin beschrieben eine Reise wert. Sollte ich eine Bewertung vornehmen müssen, so würde ich das Aqua mit leichtem Vorsprung auf Platz eins setzen.

01 Aqua Restaurant

18.45 Uhr Blick in das Restaurant, um 20.00 Uhr sind 2 Tische nicht belegt.

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Aperitif  Auswahl

04 Amuse Bouche 1

Einstimmungen

Karamellisierte Kalamata Olive , Grüner Apfel, Gänseleber, Crispy Hühnerhaut & Zuckerschoten

04 Amuse Bouche 2

Marinierter Hamachi, Mojito & Gemüsecreme „Mechouia“
Pastrami-Sandwich „hessisch“ – Handkäse, Krautsalat, Gurke & Gewürzsenf

04 Amuse Bouche 3

Gillardeau Auster, Artischoke & Algenöl

Menü

05 Makrele

Bretonische Makrele – mariniert & gebraten, Gepickelter Rettich, würziger Schinkenschaum, Savora Senf & Kräutercreme

06 Jacobsmuschel

Jakobsmuschel – in Nussbutter gebraten , Junger Lauch, Guacamole, Kiwi & Imperial Kaviar

07 Saibling

Tainacher Saibling , Pinienkern-Velouté, Broccoli, Fette Henne & gepickelte Tomate

08 Aal

Geräucherter Aal „Grün“ & Kalbskopf, Gurke, Meerrettich, Lauch, Jalapeños, Wacholderbeeren, Pistazien & Limette

09a Schweinekinn

Geschmortes Schweinekinn & warm marinierter Kaisergranat, Fermentierte Karotten, Krustentiermayonnaise, Koriander & Ingwer

10 Sorbet

Champagner Cremesorbet „Edition Ruinart Rosé“

11 Taube

Taubenbrust „Jean Claude Miéral“ , Aubergine, Avocado, Soya, Pak Choi, gerösteter Knoblauch & Bergamotte

12 Käsewagen

Rohmilchkäse vom Wagen
13 Meine Käseauswahl

Meine Auswahl

14 Rhabarber

Rhabarber, Mohn & Sauerampfer

15 Süsses Finale 1

15 Süsses Finale 2

Süßes Finale

Hagebutte, Staudensellerie, Quinoa & Orange
Cheesecake, Apfel & Fichtensprossensorbet
Macaron – grüner Szechuan-Pfeffer & Cassis

15 Süsses Finale 3

Pralinen

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02 Blick aus dem Restaurant

Blick aus dem Restaurant

Voit- Kassel

jetzt auch vom FEINSCHMECKER entdeckt.

2016 Voit Kassel

Slow Food – Ratskeller Spangenberg

Slow Food-Gasthof Hack

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Aufnahme in den Slow Food Genussführer 2016

v. L. Gerhard Schneider-Rose -Convivienleiter Nordhessen,   Katja Hack, Wilfried Albrecht –  Slow Food Nordhessen

Gasthof Hack – Kerstenhausen

 

Es ist bestimmt nicht einfach in einer  kulinarischen Diaspora eine gehobene, regional und saisonal geprägte Landhausküche anzubieten. Den Spagat, von Stammtisch, Biertheke und Stammgästen sowie Gästen die ein mehrgängiges Menü speisen wollen, schafft Katja Hack aber mit Bravour. Die Heimat von Katja Hack ist das  600 Seelen Dorf Kerstenhausen im Schwalm Eder Kreis, ca. 35 km südlich von Kassel. Gearbeitet hat sie unter anderen bei Manfred Schwarz im Deidesheimer Hof, bei Björn Freitag und als Küchenchefin bei Frank Buchholz in seinem Mainzer Restaurant. Nach diesen Lehr-und Wanderjahren in der deutschen Sterne Gastronomie ist Katja Hack in das elterliche Gasthaus zurückgekehrt. Hin und wieder bricht sie aus der Enge des Dorfes aus und macht Gastspiele bei befreundeten Köchen, u.a. bei den „Fliegenden Köchen“ in Kassel.

01 Gasthof Hack

Von außen ein normales Dorfgasthaus und auch im Inneren hat sich auf den ersten Blick nicht viel geändert. Nach wie vor ist der Tisch neben der Theke als Stammtisch deklariert und die Männer des Dorfes genießen am Abend an der Theke ihr Feierabendbier. Schritt vor Schritt wird aber das Ambiente des Gasthofes verändert. Geht man durch diesen Thekenbereich kommt man in eine nett eingerichtete Stube. In dieser Stube ist Platz für ca. 20-25 Personen.

An der Theke und im Service sind die Eltern von Katja Hack noch immer präsent. Die Speisekarte, die von der Mutter mit freundlichem Lächeln gereicht wird, ist erfreulicherweise relativ klein gehalten. Die in dieser Region üblichen Schnitzel sind von der Speisekarte verbannt. Die Speisekarte wird häufig gewechselt. Die Jahreszeiten spielen dabei eine wichtige Rolle.

Zwei Suppen, vier Zwischengerichte davon zweimal vegetarisch, zwei Fischgerichte, fünf Hauptgerichte sowie drei Desserts wurden diesmal angeboten. Sonntags wird zusätzlich ein Drei-Gang-Menü angeboten. Die Preise sind ländlich moderat. Auch die Stammgäste werden mit „Ahler Wurst“, Bratwurst oder Strammen Max nicht vergessen.

03 Brot

Zum Auftakt gibt es selbstgebackenes Brot und Schnippchen, ein typisch Nordhessischer Brotaufstrich. Bereits beim Brot merkt man, wir sind in keiner normalen Dorfgaststätte. Im Brot sind Rosinen und Nüsse eingebacken und ich schmecke Bockshornklee heraus.

04 verlorenes Ei

Verlorene Eier im Knuspermantel mit Kasseler Grüner Soße und Pellkartoffeln.

05 Ziegenkäse

Warmer Ziegenkäse mit Feigensenf auf Salatbett mit Karamell-Äpfeln und Waldnüssen

06Kaninchen

Geschmorte Kaninchenkeule in Weißweinssahne, Kartoffel-Gnocchi und Frühlingssalat

07 Zander

Gebratenes Zanderfilet mit Kasseler Grüner Soße, Pellkartoffeln und Blattsalat.

08 Sorbet

Hausgemachtes Sorbet

Fazit: Bekanntes wird behutsam erneuert. Nach ihren eigenen Aussagen verwendet sie regionale Zutaten soweit es irgendwie geht. Fleisch und Wild bezieht sie von einem Metzger aus dem Nachbarort, der noch selbst schlachtet. Käse kommt vom Kellerwaldhof, einem Biohof aus Bad Zwesten. Katja Hack schafft es, mit ihrer Küche, den weißen Fleck auf der kulinarischen Landkarte Nordhessens etwas kleiner werden zu lassen. Sie bringt frischen Wind in die nordhessische Gastroszene.

02 Gasthof Hack

Gasthof Hack, Hoheneicher Str. 2, 34582 Borken -Kerstenhausen Tel.: 05682 – 9960

Öffnugszeiten : Montag-Samstag ab 17 Uhr, Küche bis 21 Uhr, Sonntags von 12 Uhr bis 14 Uhr, Dienstag Ruhetag

 

 

 

Bamira Gran Canaria

Bamira, Los Pinos 11, 35100 Playa del Aguila, San Augustun

Tel.0034/ 928 76 76  66, www.bamira.com

Mittwoch Ruhetag, In den Sommermonaten ca. 10 Wochen geschlossen.

01 Aussenwerbung

Der aus Österreich stammende Herbert Eder mit Frau Anna und Mannschaft bieten eine überraschend abwechslungsreiche und hervorragende  Gastronomie. Neue Ideen bringt die Familie Eder aus den Reisen rund um die Welt mit, wenn im Sommer das Restaurant geschlossen ist.

Der spanischen Restaurantführer Guía Campsa verleiht seit Jahren dem Restaurant Bamira 2 von 3 Sonnen.

Herbert Eder ist nicht nur Chefkoch sondern auch Raumgestalter und Künstler. Seine Bilder schmücken die Wände des Restaurants und sind Ausdruck seiner Philosophie einer  Interessanten Küche, dazu kreative Kunst in lockerer Atmosphäre.  Ehefrau Anna Eder  hat die entsprechenden Weine passend zu den einzelnen Gängen im Keller. Dabei ist die Auswahl  für sie schwierig, da sie nicht  genau weiß, was am Ende aus der Küche kommt. Die Aufgabe bewältigt sie aber mit Bravour

Bei unseren Urlaubsaufenthalten auf Gran Canaria wird auch immer wieder dieses interessante Restaurant aufgesucht. Der erste Besuch fand im Jahre 2005 statt und wir waren damals, wie auch in den späteren Jahren von der Küche und dem Service der Familie Éder begeistert.

Bei dem diesjährigen Aufenthalt im April entschieden wir uns für ein Vier Gang Menü plus Dessert und überließen Herbert Éder die Auswahl. Dieses Degustations  Menü entsteht bei Herbert Éder während der Arbeit am Herd. Die Gerichte, mit der außergewöhnlichen Dekoration, sind Ausdruck der vielen interessanten Reisen die Eders durch die verschiedenen Kontinente und Länder machen. Hier kann Österreich auf Spanien oder Nordafrika auf Thailand treffen.

04 Amuse Bouche

Zum Auftakt zwei Amuse Bouches. Zum ersten ein kleines Stück geröstetes Brot mit Rucolacreme und einer Scheibe Chorizo. Das zweite Amuse hat schon Tradition. Fast immer kommt ein warmes Süppchen auf den Tisch. Diesmal von der Entenleber mit Kräutern und Gewürzen. Serviert wird dies aus einer „Kaffeekanne“ und wird in kleine Tassen gegossen.

05 Tabule vom Pulpo und Bulga

Tabula von Pullpo und Bulga. Dieses aus der nordafrikanischen Küche entliehene Gericht spielt mit den verschiedenen Texturen und interessanten Gewürzen.

06 Bauerngeröstl

Beim nächsten Gang  ist die  gesamte Bandbreite der Küche von Herbert Éder spürbar. Die alte und neue Heimat geben sich hier die Hand. Bauerngröstl von Calamar, Chorizo, Morzilla, Speck und Ei.

07 Langostinocremesuppe

Mit der Langostinocremesuppe mit Thaigewürzen, Orangenöl und Langostino geht es in Richtung Fernost.

08 Ente

Ein kleiner Schwachpunkt war der nächste Gang. Die Entenstreifen waren  wohl sehr schön süß pikant gewürzt, aber völlig durchgebraten. Das gut gewürzte Gemüse rettete aber dieses kleine Missgeschick.

09 Schokotörtchen

Das Dessert dann nach meinem Geschmack, ein Schokotörtchen und ein wohl schmeckend Parfait, diesmal mit Bailey abgeschmeckt.

03 Blick in die winzige Küche

Fazit: Die Küche ist in den letzten Jahren noch interessanter und vor allen Dingen in der Zubereitung noch leichter geworden.    Die Menüs sind „einzigartig“, da sie bei H. Eder während der Arbeit am Herd entstehen. Wiederholungen finden kaum  statt. Man muss aber auch den Mut haben, die verschiedenen Gewürze, Gerichte der Kontinente und Länder  zu kosten. Präsentiert werden Gerichte mit überraschenden und  außergewöhn-lichen Texturen.

Ratskeller Spangenberg

 

Frischer Wind ist in den altehrwürdigen Ratskeller von Spangenberg eingezogen. Michael Mueller-Propf und Thomas Mueller-Propf sind die neuen Pächter des Spangenberger Ratskellers am Marktplatz. Für den richtigen Geschmack ist der  Morschener Küchenmeister  Thomas Raabe verantwortlich. Raabe war  bis 2014 in der Poststation „Zum alten Forsthaus“ in Morschen verantwortlicher Küchenchef. Von hier hat er auch das Credo für seine neue Wirkungsstätte mitgebracht. Der Slow Food Gedanke, gut, sauber, fair ist hier angesiedelt. Michael Mueller-Propf als gelernter Koch, Restaurantfachmann und Weinliebhaber, in der nordhessischen Gastroszene bestens bekannt, leitet mit einer Mitarbeiterin gekonnt den Service.

In den im Oktober 2015 renovierten Gasträumen herrschen die Farben Anthrazit, Grau, Weiß und Creme vor.  Akzente werden durch die expressionistischen Bilder der Künstlerin Claudia Neubauer gesetzt. Der alte Saal mit neuester Technik ausgestattet, kann auch als Tagungsraum genutzt werden.

Bei meinem Besuch, wir waren eine größere Gruppe, stellten wir Service und Küche vor einige Herausforderungen. Es wurde kreuz und quer durch die Karte bestellt. Bereits vorab kann man sagen, die Herausforderung wurde bestens gelöst. Lediglich beim Besteckauflegen kam die weibliche Servicekraft hin und wieder ins Schleudern. Sie war allerdings nicht allein schuldig, auch die Gäste trugen eine gewisse Mitschuld. Hin und wieder wusste der eine oder andere nicht mehr genau was er eigentlich bestellt hatte.

 01 Schwarzwurzel

 Storzenieren mit Pilzen

Viele werden sich fragen was sind Storzenieren. Der „seltsame“ Name leitet sich her von der botanischen Bezeichnung für Schwarzwurzeln: Scorzonera hispanica. Daraus machte der Volksmund dann Storzenieren.

Ein gelungener Auftakt, die Schwarzwurzeln noch mit leichtem Biss, dazu gebratene Pilze, die ebenfalls aus der Region, von der Pilzzucht in Wabern, stammen. Ich persönlich hätte mir allerdings eine etwas kräftigere Würzung vorstellen können.

02 eubacher Poularde

Eubacher Poularde

Der Biohof Hirschle aus Eubach, einen Ortsteil von Morschen, belieferte Thomas Raabe bereits in den Poststuben zu Morschen. Die Poulardenbrust war von ausgezeichneter Qualität, allerdings war sie für meinen Geschmack doch etwas zu trocken geraten. Der Jahreszeit entsprechend gab es dazu Grünkohl und eine Rollade von der Gerste.

03 Kirchhof Käse

Käse vom Kirchhof

Ausgezeichnet und auf den Punkt gereift eine Variation von Rohmilchkäse vom „Kirchhof“ aus dem nahen Oberellenbach. Dazu Butter und Haus gebackenes Brot.

04 Dessert

Überraschung Dessert.

Eine ausgezeichnete Überraschung. Eine Mousse au Chocolat mit kräftigem Schokoladengeschmack, Ananassorbet und ein Strudel von Apfel und Walnuss waren Abschluss eines ausgezeichneten Menüs. Ob allerdings Ananas in Nordhessen wächst darf ich bezweifeln.

Fazit: Die Pächter Thomas und  Michael Mueller-Propf sowie Küchenchef Thomas Raabe sind auf einem guten Weg. Sie halten ihr Versprechen nach einer regionalen, saisonalen und frischen Marktküche überwiegend ein. Auch Bioprodukte aus der Region kommen auf den Teller. Wie Küchenchef Thomas Raabe bei einen Tischgespräch erläuterte, hat er hin und wieder Probleme frische Zutaten aus der Region für seine Küche zu bekommen, dann muss er leider auf seinen überregionalen Zulieferer den Rungis Express, von hier bekommt er auch seine Fische und Krustentiere angeliefert, ausweichen.

Der Ratskeller Spangenberg mit neuem modernem Gesicht, ist jedenfalls eine Bereicherung für die nordhessische Gastroszene.

David Goerne

Ein deutscher Sternekoch in der Normandie
http://www.zdf.de/ZDFmedi…/hauptnavigation/sendung-verpasst…
Wir haben ihn bereits zweimal besucht. Immer empfehlenswert.

Restaurant G.a. – Caudebec en Caux

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Roland Trettl und die Fliegenden Köche.

Roland Trettl bei den Fliegenden Köchen in Kassel.

Im Februar eines jeden Jahres landen Chefkapitän Christoph Brand und seine „Fliegende Mannschaft“ in Kassel und werden sesshaft. In der großen „Workshop Küche“ fällt dann Deutschlands Kochprominenz ein und das Hauptquartier wird dann Restaurant.

An diesem Abend war der Südtiroler Roland Trettl Gastkoch. Trettl ist nicht nur bekannt als ehemaliger  Exécutive Chef im Restaurant Ikarus im Hangar 7 am Flughafen Salzburg, sondern war auch fast 20 Jahre rechte und linke Hand von Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann. Wer es bei diesem begnadeten Koch so lange aushält, muss selbst gut, ja sehr gut kochen können. Dieses Können stellte er an diesem Abend auch unter Beweis. Unterstütz von Christoph Brand und seinen „Fliegende Köchen“ wurde ein 5 Gang Menü plus Amuse Bouche serviert.

Interessant seine Küchenphilosophie. Kein Brot vorweg, keine Amuse Bouche Orgie und das Hauptgericht als ersten Gang. Kennen gelernt hat er dies bei Susur Lee in Toronto. In seinem Buch „Serviert“ schreibt er auf Seite 183:

Ich zitiere.

Susur hat sich gedacht: Ich gebe meinen Gästen den größten Gang, wenn sie den größten Hunger haben und wenn der erste Hunger besiegt ist, machen wir den Genuss in allen Finessen weiter- und beenden das Menü vor dem Dessert mit einem leichten Salat.

Ende des Zitates.

Probleme dürfte es bei dieser Herangehensweise bei der Weinauswahl geben, wenn rotes Fleisch als Hauptgang serviert wird. Oder doch nicht?

Trettl servierte als ersten Gang 3mal Reh mit Schalotten, Aubergine und Quinoa und als Wein einen 2015 Grüner Veltliner Stein, Kamptal DAC. Man kann feststellen, dass auch ein Weißwein, der eine gewisse frische und Pfeffrigkeit hat, gut zum Reh passt. Beim Fleisch muss ich allerdings eine kleine Einschränkung machen. Mir fehlte ein wenig die Würze, eine Meinung die im Übrigen am Tisch geteilt wurde.

Höhepunkt des Menüs war der dritte Gang.  Wallerleber. Ich gestehe, ein Produkt welches ich bisher noch nicht Genießen dürfte. Auf den Punkt gegart, leichter Schmelz und die übrigen Zutaten, die leicht säuerliche Artischocke und der knusprige Wildreis, rundeten diesen Gang ab.

Beim Saibling, mit gut abgeschmecktem Kräutersud, hätte ich mir etwas mehr Mut von den Köchen gewünscht. Laut Karte gehörte auch Tripa (Kutteln) zum Gericht. Diese waren aber kaum zu spüren oder zu schmecken. Oder war es Absicht?

Ein leicht säuerliches Dessert (Grapefruit) beendete ein beeindruckendes Menü.

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Trettl und Brand und die „Fliegende“ Kochmannschaft. Diesmal aber am Boden geblieben.

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Mini Hamburger mit Trüffel und Taleggio

03 Reh

3mal Reh-Schalotten-Aubergine-Quinoa

04 Ravioli

Wachtel Topinambur Ravioli – Hühnerhaut Currysud – Brie de Meaux.

05 Wallerleber

Wallerleber-Erdnuss Sojasauce-Reis Ingwer Vinaigrette- Artischocke-Wildreis

06 Saibling

Saibling-Trauben-Bouchotmuscheln-Tripa-Kräuter

14

Grapefruit-Edamame-Weisse Schokolade-Fenchel

12

Roland Trettl bei der Arbeit.

https://speisekarten.wordpress.com/2016/02/05/fliegendes-menue-trettl-brand-kassel/

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