Sternschnuppenbox G.a.

Schon der erste Hinweis von David macht Spaß auf das kommende.

Wichtig ist-zuallererst den Champagner kalt stellen.

Warum eine Box mit zubereiteten Speisen aus der Normandie? Seit Jahren, ja seit Jahrzehnten fahre ich in die Normandie und in Zeiten der Pandemie fehlten mir die Landschaft, die Menschen und das Essen der Normandie. Seit 17 Monaten war ich nicht dort. Die Landschaft und die Menschen hoffe ich schnell wieder zu sehen. Wann wird das sein? Ich hoffe Ende Oktober 2021 zur Fete de Andouille de Vire. Für das Essen gab es nun die Möglichkeit bei David Goerne eine Sternschnuppenbox zu bestellen. Wer ist David Goerne?

Ein Hamburger Jung, der nach abgebrochenem Studium seine Kochleidenschaft zum Beruf gemacht hat. Seit 2009 betreibt er nun das Restaurant G.a. im Manoir de Revital in Caudebec-en-Caux, direkt an der Seine gelegen. Wir haben David 2011 und 2014 im Restaurant besucht und konnten seine ausgezeichnete Küche  genießen. 2015 bekam er den wohlverdienten Stern im Michelin.

Die Lieferung: bestellt in der 13. KW für Karfreitag. Eigentlich war der Ostersonntag vorgesehen, aber die damalige Lage, evtl. Ostern alles dicht, ließ dies nicht zu. Bestellt wurde das „Grand Menü“ mit 8 Gängen. Von David kam die zusage , am Gründonnerstag um 13.00 Uhr ist das Paket da. Tatsächlich, der Termin wurde von David und Bos Food eingehalten, um 12.45 Uhr wurde das Paket bis vor die Küchentür gebracht.

Ich habe es ausgepackt und überprüft. Es war noch gut gekühlt und die einzelnen Gänge in beschrifteten Tüten verpackt. Mit den Tüten wurde alles im Kühlschrank zwischengelagert. Am nächsten Morgen wurde alles ausgepackt und in der Reihenfolge der Gänge auf einem Tisch ausgebreitet.

Die beiliegende Anleitung sah wie folgt aus.

Bevor es los geht, nachstehend einige Hinweise zur Zubereitung:

Wichtig  zuallererst den Champagner kaltstellen.

Bitte bereite einen großen Topf mit Wasser (ca. 80 l) vor und erhitze diesen auf 90°, d.h. das Wasser beginnt zu dampfen. (Ich habe dazu meinen Sous Vide Geräte zum Einsatz gebracht)

Bitte den Backofen auf 200°vorheizen und pro Person bitte tiefe Teller und einen Hauptgangteller warmstellen.

Zur Sicherheit eine Bratpfanne auf dem Herd bereithalten.

Alle Vakuumbeutel bleiben während der Zubereitung im Wasserbad geschlossen.

Bitte vorab prüfen, ob die Vakuumbeutel nach wie vor verschlossen sind. Sollte dieses nicht der Fall sein, bitte melden. (War alles verschlossen)

Zum Öffnen der Vakuumbeutel benötigt ihr eine Schere.

Bitte bereithalten: Haushaltspapier, Salz und Pfeffer.

Ich hatte zwei Portionen bestellt, es reichte für 4 und hatten kleine Probleme alles zu schaffen.

Es konnte also losgehen. Um 13.00 Uhr wurde die Champagnerflasche geöffnet und der Kaffee und die beiliegende Schokolade gegen 17.30 Uhr verzehrt. Es waren angenehme Stunden und was David und seine Mannschaft geliefert hat war sternewürdig.

Die Weinauswahl habe ich im Weinhaus Hospitals – Kellerei in Kassel getroffen.

Kalt geräuchert, Label Rouge Lachsfilet mit Kaviar und Pfefferblüte von Szechuanpfeffer
Foie Gras, Cassis, Amaranth, Popcorn – ein Klassiker aus dem G.a.

Die Foie Gras auf einem mittelgroßen Teller anrichten, etwas Cassis und Popcorn beigeben.

Langustinen mit Krustentiernage

Den Vakuumbeutel mit der Krustentiernage im Wasserbad ca. 5 Minuten erhitzen.

Langustinen roh im heiße, tiefen Teller anrichten, die Krustentiernage darüber gießen.

Kräutersalat

Den Salat habe ich als separaten Gang serviert und noch ein wenig aufgehübscht.

Geangelter Wolfsbarsch mit einem Safran-Fenchel-Sud und Fenchelpüree.

Den Fisch im Kochbeutel ca. 12 Min. erwärmen und auf Wunsch in einer beschichteten Pfanne auf der Hautseite nachbraten und mit Butter arrosieren. Die Soße und das Püree 5 Min. im Wasserbad erwärmen. Das Püree im tiefen erhitzten Teller anrichten, den Fisch mittig platzieren und die Soße angießen.

Trüffel im Ganzen, mit einer Trüffelfarce und Blattspinat umgeben, dazu Trüffeljus und Parmesanschaum.

Den Trüffel im Kochbeutel 30 Min. im Wasserbad erhitzen. Den Beutel aufschneiden. Die Parmesansoße 5 Min. im Wasserbad erhitzen. Im Tiefen Teller die Soße angießen und den Trüffel mittig platzieren.

Anmerkung: Im Trüffelbeutel war soviel Soße, dass der Schaum fast unterging.

Risotto mit grünem Spargel, Morcheln, Erbsen und Bärlauch

Den Beutel mit dem Risotto 10 Min. im Wasserbad erhitzen. Das Gemüse bitte nur 5 Min. erhitzen. In einem tiefen Teller das Risotto anrichten und das Gemüse beigeben.

Anmerkung: Bei dieser Zubereitung war das Risotto nicht „schlotzig“ genug. Man müsste es mit heißer bereitgestellter Brühe aufbessern.

Lammrücken aus dem Paulliac mit einem einer Estragon-Tomaten Fondu, Taboule Salat und Mini Ratatouille

Das Lamm im Wasserbad 10 Min. erhitzen. Das Estragon-Tomaten Fondu und Ratatouille 5 Min. erhitzen. Auf einem großen Hauptgangsteller anrichten.

Anmerkung: Ich habe das Lamm in einer heißen Pfanne noch nachgebraten und der Salat war nirgends zu finden.

Camembert au Lait Cru mit Trüffel gereift

Den Käse bitte auf einem Teller anrichten und kurz im Backofen erwärmen-min. bei Zimmertemperatur verzehren

Cheesecake mit Erdbeeren

Das Dessert wurde in zwei Weckgläser geliefert. Da wir ja 4 Personen waren, habe ich es natürlich geteilt und auf tiefe Teller serviert.

Die Weine

Zum Abschluss ein Calvados Jahrgang 1993 und die G.a. Pralinen.

08.Mai – Feiertag ?

Esther Bejarano (96), Vorsitzende des Auschwitz-Komitees, forderte den 8. Mai als „Tag der Befreiung vom NS-Regime“ zum gesetzlichen Feiertag zu erklären. Dieser Feiertag sollte den großen Hoffnungen der Menschen „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Schwesterlichkeit“ gewidmet werden. Kann ich nur unterstützen.

Dann aber bitte als europäischer Gedenktag.

Reise nach Vire Normandie 3. Tag

Das Frühstück wird eingenommen im Café Le Central, 13 Place du 6 Juin 1944. Wie in Vire üblich mit großem Topf Café au lait sowie Croissant und Pain au Chocolat.
Danach geht es in Richtung Granville. Ich nehme die D524 in Richtung Villedieu-les-Poêles und anschließend die D924 nach Granville. Hier besuche ich unsere Freundin Ginette. Nach dem Tod von Andre hat Ginette Vire leider verlassen und wohnt nun in einem Vorort von Granville. Nach einer kurzen Stippvisite in ihrer Wohnung fahren wir nach Granville um hier zu Mittag Zuspeisen. Im Restaurant La Citadelle wird eine „Le plateau de fruits de mer avec homard de Chausey env.“ bestellt und wir haben einige Probleme alles au zu essen.

Nach dem Abschied verbunden mit einigen Tränen, geht die Fahrt zurück nach Vire. Hier wird das Auto mit Wein und Champagner beladen und es geht zu rück ins Hotel. Den Abend wollen wir im Restaurant „Manoir de la Pommeraie“ verbringen.

Zurück in die Wirklichkeit und nicht virtuell.

Wie ich gerade erfahre ist Gerard Lepage am 28.10.2020 im Alter von 81 Jahren verstorben. Gerard war Leiter des Akkordeon-Orchester in Vire. Er war oft mit dem Orchester in Baunatal und hatte eine innige Freundschaft mit Dieter Thier. Ruhe in Frieden.

Das Abendmenü im Restaurant „Manoir de la Pommeraie“
Carpaccio von Languste und Mango, Limone und Koriander.
Lammhaxe mit Schmorgemüse und Bratkartoffeln
Käse
Zweierlei von der Schokolade

Reise nach Vire Normandie 2. Tag

Nach dem doch üppigen Abendessen begnüge ich mich beim Frühstück mit einem großem Topf Café au lait sowie Croissant und Pain au Chocolat. Ich starte von Caudebec-en-Caux so rechtzeitig, dass ich um 11.00 Uhr bei der Eröffnung der Messe im Hippodrom in Vire anwesend bin.
Bevor es zur Messe geht, wird noch schnell der Wochenmarkt besucht.
Am Uhrenturm vorbei geht es zum Hippodrom.
Wie gut, dass ich keine Funktionen habe, der Stand ist fertig aufgebaut und die Besichtigung beginnt. An der Spitze Monsieur Marc Andreu Sabater, Bürgermeister der Stadt Vire Normandie und für Baunatal meine Nachfolgerin Magalie Kiepe.
Bei meiner „Freundin“ Nathalie Genestal fülle ich meinen Weinvorrat auf, besonders die 0,375 l Flaschen werden gekauft.
Auch mein Champagner Vorrat wird aufgestockt.
Auch die Andouille  de Vire wird gekauft. Als Mitglied der Bruderschaft etwas normales.
Zum Abendessen geht es in das Restaurant Vrai Normand. Seit fast 30 Jahren führt Chefkoch Michael Wahl das Haus in der Innenstadt von Vire. Wir essen u.a.
Natürlich darf die Spezialität der Stadt Vire nicht fehlen. Andouille chaude sur fondue de poireaux.  
Es ist Jakobsmuschel Saison. Dann muss man natürlich zugreifen.
Als Dessert Apfeltarte mit schmelzenden Karamelleis.
Zum Abschluss wird natürlich ein Calvados getrunken.

Reise nach Vire Normandie 1. Tag

Eine virtuelle Reise nach Vire Normandie

Es ist Ende Oktober, es wird wieder einmal Zeit nach Vire zu fahren. Ein Besuch bei „La foire à l’andouille de Vire Normandie“ steht an. Wegen Corona diesmal leider nur virtuell.

Die Abfahrt in Baunatal so gegen 07.30 Uhr. Es wird Zeit den ersten Halt zu machen. Die Füße ein wenig zu vertreten und ein Kaffee zu trinken.
Nach gut 5 Stunden haben wir Frankreich erreicht, noch knapp 45 Min. und wir machen die nächste Pause.

An der Raststätte mit Einkaufszentrum „Assevillers Est Coeur de Haut de France“ wird der nächsten Rast gemacht. Ein Café au lait sowie ein Pain au Chocolat und die Fahrt geht auf der A 29 weiter in Richtung Honfleur.

Kurz vor Honfleur geht es auf der D131 über Yvetot nach Caudebec-en-Caux. Hier hätte ich David Goerne wieder einmal einen Besuch im Restaurant Ga abgestattet. Haben großartige Erfahrungen in den Jahren 2011 und 2014 gemacht.
und natürlich auch übernachtet.
Es wird Zeit zum Abendessen.

Amuse-Bouche beginnt mit Thunfisch und ein Gläschen Champagner. Diesen Gang nehmen wir, wenn es vielleicht auch etwas kühl ist, auf der vorgelagerten Terrasse des Restaurants ein. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf Seine und die Pont de Brotonne.
Danach eine überbackene Auster, David legt zusätzlich ein Austernblatt auf den Teller.
Vielleicht auch Seeteufel auf Spinat und Schnecken, dazu ein 1999 Pouilly Fuisse
Als Hauptgericht Taube rosa gebraten mit Erbsen und Pfifferlingen, dazu einen leicht gekühlten Bordeaux.
Als Dessert ein Soufflé
Zum Abschluss

Restaurant „Le Pave d’ Auge“.

10 alte Markthalle

Beuvron-en-Auge gehört zu den schönsten Dörfern Frankreich und einige der Gebäude  des Ortes stehen unter Denkmalschutz. In der Mitten des Dorfes ist die ehemalige Markthalle im normannischen Fachwerk angesiedelt und beheimatet das Sterne Restaurant „Le Pave d’ Auge“.

Es war 1990, als wir das Haus zum ersten Male besuchten.

Hier die Speiskarte.

1990 Pave d' Auge 01.JPG   1990 Pave d' Auge 02

Danach waren wir noch 2mal Gast in diesem Sternerestaurant. Letztmalig 2007.

Wir hatten für 4 Personen über das Internett reserviert. Dies war, wie es sich herausstellten sollte , auch notwendig. An diesem Mittwochabend vor Himmelfahrt, war das Restaurant bis auf den letzte Platz belegt.

11 Restaurant Le pave d'Auge innen.jpg

Mit dem Betreten des Gastraumes taucht man ein in ein typisch normannisches Gebäude mit massiven Holzbalken, große Pflastersteinen und Steinwänden. Eine dezente Beleuchtung zeigt die Schönheit der normannischen Architektur. Die Tische, man hat haben einen guten Abstand zum jeweiligen Nachbar, sind weiß eingedeckt und auf dem Tisch liegt erfreulicher Weise die Aperitifkarte.

Der Abend ist der Auftakt zu einem besonderen Veranstaltungswochenende. Unsere Partnerstadt Vire, ca. 100 km von Beuvron entfernt hat zu einem Europafest geladen. Dazu später mehr.

Wir beginnen mit einem Glas Champagner 12 cl für 13.50€. Der Chef selbst nimmt das Menü auf. Wir entscheiden uns für das Degustations Menü, lediglich der Hauptgang, Lamm, wird von uns festgelegt. Auch das Weinmenü, 4 Gläser 12 cl, wird bestellt und wir fahren nicht schlecht damit. Die Weine passen zu den Gerichten, sind gut gekühlt und man schenkt großzügig ein.

12 Amuse Bouche.jpg   13 Amuse Bouche Espuma

Die gereichten Amuse Bouches waren leider sehr Aromen- und ausdrucksarm. Warum man in der Normandie ein Ratatouille Espuma servieren muss, ist mir schleierhaft.

14 Foie gras

Gebratene Foie Gras, Erdbeeren und Rhabarber süß und sauer, warm und kalt serviert. Leider sehr unhandliches Geschirr. Wie auch beim nächsten Gang.

15 Hummer

In einem Nori Blatt eingerollte Geflügelfarce und Hummer, dazu gegrillter Hummer , eingelegtes Gemüse und Hummer Cappuccino.

16 Steinbutt

Steinbutt vom Grill, frisches Gemüse (Erbsen) und Steinbuttjus.

17 Lamm

Milchlamm, Scheibe von der Keule, gefüllte Haxe und Gemüse. Sehr guter Lammjus.

18 Käse

Käse der Normandie, leider zu kalt serviert und waren auch nicht richtig durchgereift.

19 Souffle

Soufflé von Grand Marnier, Erdbeer- und Orangen Eis. Habe selten ein so gutes Soufflé verspeist. Leicht, locker und ist nicht zusammen gefallen.

Fazit: Bis auf die Amuse Bouches ein sehr gutes Menü. Überwiegend saisonale und regionale Produkte. Sehr guter Service, ausschließlich von Herren in dunklen Anzügen.

6. Juni

Donnerstag, 6. Juni 2019, ein besonderen Tag, D-Day, der längste Tag, 75zigste Jahrestag der Invasion,  für viele der letzte Tag. Ein Gedenktag für Frieden in Freiheit.

Häuser aus Granit in kleinen Seebädern prägen das Bild der normannischen Küste. Diese Küste hat aber auch viel Leid gesehen und Geschichte geschrieben. Da ist erstens die Eroberung Englands durch die Normannen mit König Wilhelm dem Eroberer im Jahre 1006 zu nennen. Der Teppich von Bayeux erzählt in eindrucksvollen Bildern diese Eroberung in allen Details.

Die Namen Utah, Omaha, Gold, Juno, Sword sind in die Weltgeschichte eingegangen. Ca. 80 km Strand der Normandie und „der längste Tag“ haben die Befreiung Europas gebracht. Der 6. Juni 1944 steht für diese Befreiung Europas und damit auch Deutschlands vom Hitler Regime. Bevor man die Strände besichtigt, sollte man an einer der vom Mémorial de Caen organisierten Führungen teilzunehmen. Diese Führungen erklären ausführlich und eindrucksvoll die Ereignisse des „D Day” (Codename „Operation Overlord”).

Mahnung 03

 

Rückblick 04

Am Sonntag den 16.10. 1983 fand die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden zwischen Vire und Baunatal im Rathaus statt. Passend dazu im „Hochzeitssaal“ .

83 unterschrift1

Der Tag begann um 10.00 Uhr mit einem Gottesdienst in der Kirche Notre Dame. Das Mittagessen wurde dann in der Familie eingenommen und man konnte erleben, dass man in Frankreich tatsächlich für das Essen sich viel Zeit nimmt und es mit den offiziellen Zeiten und Terminen nicht so genau nimmt.

Um 15.30 Uhr sollte der Umzug durch Vire stattfinden, wir saßen aber noch um 15.30 Uhr beim Hauptgericht, Käse und Nachtisch mussten aber auch noch serviert werden. Ich saß wie auf heißen Kohlen, Ginette und André waren aber die Ruhe selbst. Gegen 16.15 Uhr wurde aufgebrochen, und siehe da, auch die anderen Familien hatten ein anderes Zeitgefühl. Die Offiziellen Termine wurden also ca. 1 Stunde später als geplant zur Zufriedenheit aller durchgeführt.

Das Abendessen in der Familie werde ich nie vergessen. Nach dem offiziellen Teil, schon hier gab es reichlich Champagner, Cidre und Calvados, wurde dann im großen Kreis von Freunden im Haus von Ginette und André der Aperitif eingenommen. Nach und nach verschwanden die Freunde und um 21.00 Uhr begann endlich dann das Menü und endete erst gegen 02.00 Uhr.

Zur Feier des Tages hatte Ginette ein phantastisches Menü vorbereitet. Dies sah wie folgt aus:

Als Aperitif Champagner und kleine Blätterteighäppchen mit Fisch bzw. Fleisch gefüllt. Auch Scheiben von der Andouille de Vire  wurden serviert.

Als 1. Gang dann eine normannische Fischsuppe, dazu Weißwein von der Loire .

Der 2. Gang war ein im Ganzen gebratenes Perlhuhn und grünen Bohnen.

Zur damaligen Zeit war mir Perlhuhn unbekannt. Ein 1976 Bordeaux begleitete den Hauptgang.

Der Käsegang bestand aus Camembert, Livaro und Pont Eveque, dazu entkorkte André schon wieder einen anderen Bordeaux.

Als Dessert wurde eine von Ginette selbst hergestellte „Creme de Caramel“ serviert.

Zwischen jeden der Gänge schenkte Andre einen von seinen Vater selbst gebrannten Calvados ein. Die Jahrgänge wurden immer älter. Ein Kaffee und ein Calvados Jahrgang 1944 beendeten das Abendessen.

83 Erstbesuch

Das Aufstehen am frühen Morgen des 17.Oktober fiel dann auch besonders schwer. Ich „schwor mir“ an diesem Tag keinen Alkohol zu trinken. Es kam aber natürlich ganz anders. Davon später mehr.