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David Goerne

Ein deutscher Sternekoch in der Normandie
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Wir haben ihn bereits zweimal besucht. Immer empfehlenswert.

https://alwisgenussreisen.com/2014/06/23/restaurant-g-a-caudebec-en-caux/

05a Garten

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Stern für David Goerne

Nach unserem Besuch 2014 habe ich folgendes Fazit gezogen:

Fazit: David Goerne ist nach unserer Auffassung auf dem Weg zum Stern. Ein Menü ohne Schwachpunkte.

Heute, 01.02.2016, hat Guide Michelin France den Stern über Caudebec-en-Caux und David Goerne erstrahlen lassen. Ich gratuliere recht herzlich und freue mich auf den nächsten Besuch.

https://alwisgenussreisen.com/2014/06/23/restaurant-g-a-caudebec-en-caux/

https://alwisgenussreisen.com/2011/06/16/restaurant-g-a-caudebec-en-caux-normandie/

01 Manoir

 

David Goerne-Normandie

Im neuen Essen und Trinken (Ausgabe 09/14) gibt es einen Artikel über die Normandie. Für einen Normandiekenner etwas enttäuschend. Erwähnt wird allerdings auch David Goerne. Überschrift „Unser Highlight“.2014-08-12 Normandie  Goerne

Restaurant G.a. – Caudebec en Caux

Restaurant G.a. Caudebec en Caux

Und auf dem Weg in die Normandie liegt immer irgendwo ein mit Michelin Sternen geadeltes Restaurant auf dem Weg. So in einem Bericht in der HNA vor einigen Jahren über mein Hobby.

Auch diesmal lag natürlich für uns ein Restaurant auf dem Weg nach Vire. Ein Stern leuchtet wohl zurzeit noch nicht über Caudebec en Caux, es dürfte aber nur noch eine Frage der Zeit sein, bis im G.a. der Stern angekommen ist.
Der erste Besuch bei David Goerne lag exakt 3 Jahre zurück. In dieser Zeit hat sich einiges geändert im Hause Goerne, das gute Essen und die herzliche Gastfreundschaft ist aber geblieben.

David Goerne hat nicht nur geheiratet, sondern hat auch den Betrieb erweitert. Zusätzlich ist in einem separaten Gebäude ein Bistro sowie zwei zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen worden. Im Bistro wird eine einfacherer regionale Küche zu günstigen Preisen (3 Gang Menü für 39€) angeboten, währen im Restaurant G.a. weiterhin auf sehr hohen Niveau gekocht wird. Auch Lucas, ein junger deutscher als Souschef und zwei heimische Küchenhelfer helfen ihm die Arbeit zu bewältigen.

 03 Blick auf die SeineDas Abendmenü beginnt mit Thunfisch und Champagner. Diese und die nächsten Gänge nehmen wir auf der vorgelagerten Terrasse des Restaurants ein. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf Seine und die Pont de Brotonne.

08 Amuse 01 Thun mit wilden SpargelErster Küchengruß: kurz angebratenes Thunfischsteak mit Rhabarber Schuppen, grünen Spargel und Sezuan Pfeffer. Dazu selbst gebackenes Baguette. Einmal mit Safran und einmal mit Kümmel gewürzt.

09 Amuse 02 AusterDanach eine überbackene Auster, David legt zusätzlich ein Austernblatt auf den Teller.

10a StopfleberGänsestopfleber a la Maison und  Mousse, dazu eingelegte Feigen in Rotwein, dazu ein Glas Sauternes

11 HummerHummer mit zwei Saucen, mit einer dunklen Kalbsjus-Hummersauce sowie eine Fenchelsauce.

14 KabeljauKabeljau mit Brokkoli, Rotwein- und Weissweinsauce

16 Makrele15 Weisswein 1999Seegurke und Makrele in einem Zitronengrassud dazu ein 1999 Pouilly Fuisse

17 LotteSeeteufel auf Spinat und Schnecken

19 TaubeTaube rosa gebraten mit Erbsen und Pfifferlingen

21 PorcSchweinrücken mit Trüffeln

22 Dessert22a zum DessertSchokolade und Erdbeeren. dazu 1977 Vintage Port

23 der süsse AbschlussEspresso und süsses zum Abschluss.

Fazit: David Goerne ist nach unserer Auffassung auf dem Weg zum Stern. Ein Menü ohne Schwachpunkte. Besonders hervorzuheben die Seegurke mit Makrele sowie der Taubengang. Alles geschieht in sehr lockerer Atmosphäre im Küchenraum. Eine Servicekraft ist daher nicht erforderlich. Sehr gute Weinbegleitung. Angefangen von Champagner zum Aperitif und Sauternes zur Foie gras bis zum 1977 Port zum Dessert. Außerdem Sauvigon blanc zum Hummer, hervorzuheben 1999 Pouilly Fuisse, der ausgezeichnet zur Makrele und zur leichten Säure des Zitronengrassudes passte. Zur Taube dann einen leicht gekühlten Bordeaux.

01 FrühstückAm nächsten Morgen dann ein ausgiebiges Frühstück auf der Terrasse.

 

 

Restaurant G.a.- Caudebec en Caux – Normandie

2 Rue Saint Clair – 76490 CAUDEBEC en Caux

Tél : 06 61 66 46 02 Tel.: 06 61 66 46 02

Mail: david@restaurant-ga.fr

Webseite: http://www.restaurant-ga.fr

G.a. Küche

G.a. Küche

Eine Reservierung ist unabdingbar, auch eine Übernachtung sollte eingeplant werden.

David, der im Jacob’s (Hamburg) gelernt und u.a. auch als Sous Chef im Restaurant „Alter Meierhof“ bei Dirk Luther gearbeitet hat, bietet zwei  Menüs an. Das  kleine Menü für 98 € und ein Überraschungsmenü für 148 €, serviert werden beide mit korrespondierenden Weinen.

Wir hatten uns für das große Menü entschieden und  es gibt, nach unserer Auffassung, keine Anhaltspunkte für Kritik an dem zu üben, was David Goerne auf die Teller gebracht hat. Goerne steht allein an seinem Molteni Herd und seine Küche kommt frisch und visionär daher. Gespeist wird in der Küche an einem bis zu 12 Personen fassenden Tisch. Für größere Gesellschaften gibt es natürlich noch ein Speisesaal. Bei unserem Besuch saß noch ein französisches Paar, der Bürgermeister mit Ehefrau von  Caudebec en Caux, mit am Tisch.

Texturen und Aromen wechseln sich während der Speisefolge perfekt ab. Herzhaft gewürzt wie  beim Gazpacho Andaluz, folgt eine milde  Infusion von Lakritze. Der nächste Gang- Makrele – dann wieder mit kräftigen Gewürzen und bissfesten Beilagen. Dies setzt sich auch bei den nachfolgenden Gängen fort. Goerne setzt auf Qualität und Frische bei seinen Produkten. Wenn möglich wird alles aus der Region beschafft.  Das Meer ist kaum 50 km entfernt. Sein Menü: Handwerklich perfekt, kreativ und mit überraschende Geschmackseindrücken, auch optisch ein Genuss.  Die Region soll man sehen und schmecken.

Fazit: Wir kommen wieder. Wir waren vier Tage vorher bei Bau in Perl, sehr gut, aber der Besuch bei David wird  stärker bei uns in Erinnerung bleiben.

01. Amuse Bouche 1

01. Amuse Bouche 1

Gazpacho Andaluz  mit Basilikumsorbet

Zum Auftakt ein erfrischender Genuss, dabei herzhaft gewürzt und ein schmelzendes Sorbet.

02. Amuse Bouche

02. Amuse Bouche

Lakritze – Infusion

Nach dem herzhaften das milde, leichter Lakritzegeschmack, lauwarm serviert.

03. Amuse Bouche

03. Amuse Bouche

04. Amuse Bouche

04. Amuse Bouche

05. Amuse Bouche

05. Amuse Bouche

Scholle- Schnecke – Kräuterbutter – Kalbsjus

 Der Fisch wieder gebraten, dazu kräftige Kräuterbutter.

06. Amuse Bouche

06. Amuse Bouche

Rochenbacken – Fenchel – Olivenöl

Haben zum ersten Male Rochenbacken gegessen, schönes festes Fleisch.Dazu passte perfekt der Fenchel und das Olivenöl.

07. Amuse Bouche

07. Amuse Bouche

Hals vom Wagyurind – Alioli

 Schlicht, einfach, wunderbar. Das Fleisch langzeit gegart und dadurch butterzart.

Zu diesen Vorspeisen auf der vorgelagerten Terrasse mit Blick auf die Seine, gab es Champagner bis zum abwinken.

1 G.a. - Foie gras maison

1 G.a. – Foie gras maison

Foie gras de maison

Crème brûlée – Terrine – Eis

Das Eis war einsame Spitze, wunderbar cremig, schmeckte nach mehr.

2  G.a. La Truite

2 G.a. La Truite

La Truit St. Wandrille

Forelle – sein Kaviar – Champagnersauce

Die Forelle war nicht nur optisch ein Genuss.

3 G.a. St.Pierre

3 G.a. St.Pierre

St.Pierre

St. Pierre – Weißwein – Eigelb – Trüffel

Mit Trüffeln wurde nicht gespart und man schmeckte auch den Trüffelgeschmack. Das Eigelb als Onsenei.

4 G.a. Safran

4 G.a. Safran

Safran

Safranrisotto – Bar de Ligne – Tintenfisch – Gambas – Muscheln – Pesto

Für mich der beste Gang des Abends. Die Wohlgerüche des Meeres lagen über den Teller. Dazu ein „schlotziges Risotto mit viel Safrangeschmack.

5  G.a. Rouget

5 G.a. Rouget

Rouget

Rotbarbe – Kalbskopf – Estragonsauce

6 G.a. Filet

6 G.a. Filet

8 G.a. Wagyu

8 G.a. Wagyu

 

9 G.a. Dessert

9 G.a. Dessert

 

Manoir de Rētival – Caudebec en Caux – Normandie

Manoir de Rētival (05.06-06.06.2011)

Retival 01
Retival 01
2 Rue Saint Clair – 76490 CAUDEBEC en Caux

Tél : 0034 (0)6 61 66 46 02 

Mail: david@restaurant-ga.fr

Webseite: http://www.restaurant-ga.fr

Etwas außerhalb von Caudebec en Caux, nicht weit von der „Ponte de Brotonne“, steht auf einem Hügel, das Manoir de Rētival.  Das Manoir blickt auf eine lange Geschichte zurück. Funde von Scherben, Gebrauchsgegenständen, Kochgegenständen und Münzen belegen, dass hier sowohl keltische als auch römische Siedler gelebt haben.

Im frühen Mittelalter diente das Rētival als Versammlungsort der Tempelritter. Das klassifizierte historische Monument, das „Kreuz der Tempelritter“, stammt aus dem 12. Jahrhundert und steht am heutigen Eingang des Manoirgeländes.

Retival
Retival
Vor etwa 300 Jahren wurde das alte Gebäude durch ein neues Gebäude ersetzt. Vor 150 Jahren wurde das Manoir dann erweitert, es erhielt die beiden Seitenflügel. Aus dieser Zeit stammt auch die Kapelle St Clair.  Das Herrenhaus besticht durch seine architektonische Vielfalt  und seinem  Charme.

Von der Südseite hat man einen wunderbaren Blick auf die Seine, während auf der Nordseite sich ein steiler Hang mit einem verwilderter Wald anschließt.

Bereits früher diente das Manoir als Restaurant. Jean-Luc Tartarin, der heute in La Havre ein Sternerestaurant betreibt, hat vor über 12 Jahren das Haus verlassen. Nach einer Phase des Leerstandes begannen von privater Seite die Renovierung des Gebäudes und ein Neuanfang.

David Goerne, ein junger Deutscher aus Hamburg, nahm die Herausforderung an und eröffnete im Juni 2009 das Manoir de Rētival und sein Restaurant G.a.

Im Erdgeschoss befindet sich das Restaurant G.a. mit seinen Nebenräumen, das erste Geschoss wird privat genutzt und im Dachgeschoss befinden sich zwei Studios.

Das Gebäude wird von einer hohen Mauer umgeben. Als wir ankamen, öffnete sich ein Tor automatisch. David Goerne eilte herbei und begrüßte uns herzlichst. Das Manoir wird nicht als Hotel geführt. Übernachten wie bei Freunden ist angesagt. Daher ist eine  Reservierung unbedingt erforderlich.  Nach einem kurzen Gespräch bot er an, die Koffer auf das Zimmer zu tragen. Ich lehnte ab, hätte ich allerdings gewusst was auf mich zu kam, ich hätte nicht abgelehnt. Über eine schmale Wendeltreppe müsste ich unser Gepäck über zwei Etagen nach oben tragen. Obwohl recht sportlich, bin ich doch am Ende der Treppe nach fast 45 steilen Stufen außer Atem gewesen. Wer also hier Übernachtet, das Gepäck von David nach oben tragen lassen.  

 

Retival Zimmer 1

Retival Zimmer 1

Das gebuchte Studio  „Tour de la Foret“ besteht aus  zwei Zimmern, Bad, WC und Balkon. Vom Eingang her erreicht man das separate WC. Über einen kleinen Stichflur wird nach rechts das Bad und nach links  das kleinere Zimmere erschlossen. Geradeaus erstreckt sich über die gesamte Hausbreitewird das große Zimmer. Die großzügige Terrasse, direkt am Waldrand, erreicht man über das große Zimmer. Das Bad ist mit einer recht großen Dusche und einem Waschbecken  ausgestattet. Komfort bringt aich eine  zusätzliche Fußbodenheizung. Eine kleine Küchenzeile bietet die  Möglichkeit zur Kaffee- und Teezubereitung. Eine Kochmöglichkeit ist allerdings nicht vorhanden.

Bad

Bad

 

Das Studio ist geschmackvoll eingerichtet. Alter Holzfußboden und eine Wand aus nicht geputztem Mauerwerk bringen eine gewisse Rustikalität.

In den Zimmerpreisen sind Frühstück, Minibar, einschließlich Sherry,  sowie Kaffee- und Teezubereitung enthalten.

Außer diesem Studio stehen noch zwei weitere Studios zur Verfügung. Auch im Dachgeschoss gelegen das Studio „Tour de la Petite Chapelle“

Dieses Studio besteht aus drei Zimmern, einer Küchenpantry, einem modernen Bad mit Dusche, einer separaten Toilette, einem eigenen Eingang mit Flur, einer großen Terrasse zum Wald und zur Kapelle hin und einer zweiten Gartenterrasse mit Panoramablick auf die Seine.

Das Gartenzimmer ist in einem Nebengebäude untergebracht.

Fazit: Es war bestimmt nicht der letzte Besuch, wir haben uns sehr wohl gefühlt.  Siehe auch Restaurant G.a.

Retival Seine
Retival Seine
Blick vom Studio auf die Seine. Wir hatten an diesem Sonntag typisches Normandie Wetter. Graue Wolken, Regen und Sonnenschein, alles war dabei.
Blick von der Terrasse.

Blick von der Terrasse.

Blick von der Terrasse auf das Kirchlein St. Clair und den Wald.