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Schlagwort-Archiv: Normandie

Stern für David Goerne

Nach unserem Besuch 2014 habe ich folgendes Fazit gezogen:

Fazit: David Goerne ist nach unserer Auffassung auf dem Weg zum Stern. Ein Menü ohne Schwachpunkte.

Heute, 01.02.2016, hat Guide Michelin France den Stern über Caudebec-en-Caux und David Goerne erstrahlen lassen. Ich gratuliere recht herzlich und freue mich auf den nächsten Besuch.

https://alwisgenussreisen.com/2014/06/23/restaurant-g-a-caudebec-en-caux/

https://alwisgenussreisen.com/2011/06/16/restaurant-g-a-caudebec-en-caux-normandie/

01 Manoir

 

Normandiefahrt 2015 Dritter Tag Teil 1

Den dritten Tag in der Normandie muss man in vier Abschnitte unterteilen.

  1. Stadtrundgang mit den Schülerinnen und Schüler der THS
  2. Mittagessen bei Ginette und André
  3. Gedenkfeier in der Kathedrale und am Uhrenturm
  4. Partnerschaftsabend

Es wird ein langer Tag werden. Wir gehen daher den 8. Mai sehr geruhsam mit einem französischen Frühstück an.

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Wie bei Gillette und André seit langem üblich, gibt es zum Frühstück einen großen Pott Kaffee mit Milch, Baguette und Croissants. Dazu Honig und selbst hergestellte Marmelade.

Um 10:00 Uhr ist Treffpunkt am Tourismusbüro Normandie am Square de la Résistance. Wir teilen die doch sehr große Gruppe auf. Ich selbst übernehme die Schülerinnen und Schüler der THS und Sonja den Rest.

Direkt am Tourismusbüro das am 06. Juni 2014 enthüllte Denkmal zur Erinnerung an die über 500 Zivilopfer bei der Bombardierung des 6.Juni 1944.

Vire 2012 - 11 083

Zuerst geht es in die Rue des Déportés. Hier steht klein und unscheinbar die protestantische Kirche für die Bocage. Diese Kirche wurde erst nach 1945 errichtet. Protestantische Gläubige die nach dem Krieg aus dem Elsass in die Normandie kamen, erbauten diese Kirche. Ich selbst habe allerdings in den vielen Jahren noch nie gesehen, dass hier auch Gottesdienste abgehalten werden. Ein besonderes Kleinod der Stadt Vire steht gegenüber dieser Kirche.

Chronik Vire 2007 158

Es handelt sich um die Reste der Saint Thomas Kirche. Diese Kirche ist das älteste Heiligtum der Stadt. (11.Jahrhundert). Die Kirche wurde im romanischen Stil erbaut und zuerst dem Erzengel Michael geweiht, später im Jahre 1180 dem heiligen Thomas. Im Jahre 1944 wurde die Kirche zerstört. Sie wurde auch nach dem Krieg nicht wieder aufgebaut und anstelle des Kirchenschiffes befinden sich Grabsteine eines Friedhofes, der im Jahre 1783 geschlossen wurde.

Rathaus Vire

Weiter geht es in Richtung Rathaus. Das „Hotel de Ville“ ist ein Beispiel der Nachkriegsarchitektur in Vire.  Das heutige Rathaus steht auf dem Gelände, wo auch das alte Rathaus stand. Dies wurde im Juni 1944 stark beschädigt. Im Jahre 1953 begann der Wiederaufbau und wurde am 21. Juni 1956 vom damaligen Präsidenten des Rates Guy Mollet eröffnet. Das zur damaligen Zeit sehr moderne Design ist das Werk des Pariser Architekten Claude Herpe. Im Rathaus befindet sich auch ein nachgebautes Modell von Vire im Mittelalter. Seit 2011 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.

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Unser Spaziergang führt uns weiter in Richtung Saint Anna Kirche. Auf dem Weg dorthin sehen wir zwei Türme der alten Stadtbefestigung. Es handelt sich einmal um das Saint Sauveur Tor und in den Turm der Laubfrösche. Dieser Turm verdankt seinen Namen den zahlreichen Geräuschen, die früher den Teich an der Schleuse bewohnten.

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Die Kirche Saint Anne wurde 1860 im neuromanischen Stil erbaut und ersetzte die zu klein gewordene Kirche neben dem Hospital.

Wir überqueren die Straße und kommen zum Museum. Das ehemalige Krankenhaus, vor dem elften Jahrhundert gegründet und war ein Asyl für Pilger, Passanten und Kranke. Im 18. Jahrhundert wurde das Gebäude neu konstruiert und beherbergt das Museum, das jedes Jahr Ausstellungen organisiert.

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Unser Weg führt uns weiter in Richtung Schleuse. Dieses Wasserreservoir wird von der Vire versorgt und ist seit dem zehnten Jahrhundert bekannt. Diese Wasserreserve trug im 14. Jahrhundert erheblich zur Entwicklung des Handels und dem Zuwachs der Bevölkerung bei. Im Tal der Vire wurden Mühlen, Gerbereien und Tuchfabriken errichtet.

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Gegenüber der Schleuse wurde 1985 ein kleiner Park eingerichtet. Der Score Baunatal erinnert an die Städtepartner-schaft zwischen den Städten Vire und Baunatal die 1983 beschlossen wurde. Auf dem Granitstein ist folgender Spruch von Friedrich von Schiller zu lesen.

Wir sind eines Herzens und gemeinsam wollen wir handeln.

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Chronik Vire 2007 349

Über einen kleinen Hohlweg geht es Berg auf in Richtung Bergfried.

Chronik Vire 2007 355

Dieser viereckige Bergfried wurde nach Anweisung Henri I. 1123 aus Stein erbaut. Er spielte eine große Rolle im Hundertjährigen Krieg und wurde bereits 1630 auf Befehl Richelieus zerstört. Der große Schlossplatz vor dem Bergfried dient heute als Park- bzw. Rummelplatz.

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Es geht wieder in Richtung Innenstadt und wir kommen an der Kirche Notre-Dame vorbei. Der Baubeginn stammt aus dem 13. Jahrhundert, allerdings auf den Grundmauern einer romanischen Kapelle aus dem zwölften Jahrhundert. In den folgenden Jahrhunderten wurde diese Kirche im Spätgotik Stil erweitert und 1872 unter Denkmalschutz gestellt während der Bombardierung im Juni 1944 wurde sie zerstört und 1948 wieder aufgebaut.

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Das im Jahre 1996/97 erbaute Theater ist die nächste Anlaufstelle. Dieser Bau, ist mit den modernsten Technologien versehen und ist eines der Kleinodien der Kultur der Bass Normandie. Im rechten Teil des Gebäudes befindet sich das Theater „Le Préau“  und im Untergeschoss befinden sich zwei Kinosäle.

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Wir sind fast am Ende unserer Stadtbesichtigung. Wegen des aufkommenden Regens verzichten wir doch auf einige noch interessante Stellen in der Stadt. So zum Beispiel dem Bereich des Europaparks und des Schwimmbades.

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Die Mediathek wurde im November 2006 eröffnet. Ein interessantes Beispiel, wie man Altbau und Neubau sinnvoll miteinander verbinden kann.

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Den Abschluss unserer Tour macht das Wahrzeichen der Stadt Vire. Der Uhr- und Wachturm ist das Haupttor der Stadt im 13. Jahrhundert. Ein fast perfektes Beispiel der Militärarchitektur des Mittelalters. Im Durchgang des Turmes befindet sich ein Mahnmal zur Erinnerung an die Bombardierung des 6. Juni 1944.

Fahrt von Honfleur nach Saint Lo

Fahrt von Honfleur nach Saint Lo
Nach dem sehr guten „aufgewerteten“ französischen Frühstück im Hotel führt uns die Fahrt weiter in Richtung „Invasionsküste“.

Die Küstenstraße (D513) von Honfleur in Richtung Deauville und Trouville sur Mer ist umgeben von Hecken, Bäumen und dem saftigen Grün der Wiesen. Eine schöne und idyllische Straße, jedenfalls an diesem frühen Freitagmorgen. Ich möchte nicht wissen, wie der Autoverkehr in den Monaten Juli und August hier aussieht. Zahlreiche alte Manoirs und Chateaux säumen den Weg und das Meer ist ebenfalls immer Begleiter.
Nachdem wir Trouville sur Mer und Deauville durch fahren haben, führt uns die Straße durch eine Reihe von kleinen typisch normannische Orte. Schließlich fahren wir auf der D514 weiter in Richtung „Pegasus Bridge.“

P1080814Die Pegasusbrücke bei Bénouville gelegen, hatte während des D-Day eine besondere strategische Bedeutung. Im Verlauf der Operation Tonga wurde, von der britischen 6. Luftlandedivision unter dem Befehl von Major John Howard, diese Brücke erobert.
Eine neue Brücke wurde 1994 anlässlich des 50. Jahrestages der Invasion eingeweiht. Die Brücke ist 42,20 Meter lang, 9,70 Meter breit und 11 Meter hoch. Die alte Brücke ist im Außenbereich des 150 m östlich der Brücke liegenden Luftlandemuseum „Pegasus Bridge“ zu besichtigen.

Weiter geht die Fahrt in Richtung Courseulles sur Mer.

Sword, Juno, Gold, Omaha, Utha… 80 km Strand in der Normandie, der in die Weltgeschichte einging. Hier befand sich die schwache Stelle im Atlantikwall von Feldmarschall Rommel, die Alliierten bereits 1943 erkannt hatten, während man auf deutscher Seite mit einer Landung der Alliierten im Norden Frankreichs, gegenüber von Großbritannien, rechnete. Den 6. Juni wählten die Generäle Eisenhower und Montgomery aufgrund des Mondscheins und der Wettervorhersage.

Courseulles-sur-Mer ist heute ein beliebtes Touristenziel in Basse Normandie. Die Stadt kann in den Sommermonaten bis zu 15.000 Urlauber aufnehmen. Eine große Anzahl von Sommerhäusern ist im Besitz von Bürgern aus Paris. Courseulles-sur-Mer ist schließlich mit dem Auto nur 2 Stunden von Paris entfernt.

P1080817Courseulles-sur-Mer lag aber auch während der Operation Overlord im Landungsgebiet des Juno Beach. Östlich der Stadt gingen am frühen Morgen des 6. Juni kanadischen Truppen der Royal Winnipeg Rifles an Land. Am 14. Juni ging u.a. auch General de Gaulle hier an Land, heute erinnert dort ein Lothringer Kreuz in den Dünen an diese Ereignisse und an die schweren Kämpfe der damaligen Zeit.

P1080822Der künstliche Hafen von Arromanches und Asnelles.
Bei trübem Wetter geht es weiter in Richtung Asnelles. Hier ist ein kleiner Strandspaziergang angesagt. Dabei blickt man auf die Reste eines künstlichen Hafens.

„Wenn wir landen wollen, müssen wir unsere eigenen Häfen mitnehmen” hatte Winston Churchill erklärt … So entstand 1943 unter größter Geheimhaltung (keiner der 20 000 Arbeiter wusste, wozu die hergestellten Teile dienen würden) in den Werken von London die Komponenten des so genannten „Mulberry”, eine Glanzleistung des militärischen Ingenieurbaus, die der Heranführung von Verstärkungen und Nachschub der alliierten Truppen dienen sollte. In nur einer Woche wurde eine 12 km lange, dem Strand von Arromanches vor gelagerte Reede fertig gestellt. Der künstliche Hafen sollte in der Lage sein, unabhängig vom Tidenhub täglich 12 000 Tonnen Fracht und 2 500 Fahrzeuge in Empfang zu nehmen. Die Überreste dieses Hafens ragen noch heute als stumme Zeugen aus dem Wasser.

P1080829In Asnelles wird ein kleiner Halt eingelegt. Direkt an der Straße in Richtung Arromanches gibt es ein kleines Bistro. Wir haben „La Barak’a“ in den letzten Jahren häufiger besucht, mittlerweile gibt es neue Besitzer. Man darf sich vom äußerem nicht täuschen lassen. Geboten wird eine traditionelle Küche der Normandie, vor allem Fisch und Meeresfrüchte.
Arromanches ist leider wieder einmal völlig überlaufen. Am Ortsrand zähle ich 15 große Busse. Also Weiterfahrt auf der D514 in Richtung Colleville sur Mer und dem amerikanischen Soldatenfriedhof.

P1080830Der 1956 vom französischen Staatspräsidenten Coty und dem amerikanischen General Marshall eingeweihte Normandy American Cementery liegt inmitten eines 70 Hektar großen Terrains, das von Frankreich an die Vereinigten Staaten abgetreten wurde. 9 386 perfekt aneinander gereihte Grabsteine und der „Garten der Vermissten“ mit den eingravierten Namen von 1557 Soldaten überragen den Strand Omaha Beach.

P1080833Auch die beiden Söhne von Präsident Roosevelt, die bei der Schlacht in der Normandie (6. Juni – 22. August 1944) ums Leben kamen, haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Jeden Abend werden zu Ehren der toten Soldaten die Glocken geläutet.

Wir fahren zurück auf die D 514 und dann in Richtung St. Laurent. In der Ortsmitte führt die D 517 in Richtung Meer. Dieser Strandabschnitt zwischen Saint Laurent sur Mer und Vierville sur Mer ist in die Weltgeschichte eingegangen. US amerikanische Truppen landeten am 6. Juni 1944 (D-Day) im Rahmen der Operation Overlord an dieser Landungszone, für den die Stadt Omaha in den USA Namensgeberin war. Omaha Beach war der mit mehr als zehn Kilometer Länge ausgedehnteste Invasionsstrand. Direkt auf dem Sandstrand von Omaha Beach bei Saint-Laurent-sur-Mer steht das von der Künstlerin Anilore Banon erstellte stählerne Mahnmal „ Monument Les Braves“ zu Ehren der „Tapferen“, die hier bei der Landung am D-Day im Jahre 1944 ihr Leben ließen.

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Pointe du Hoc
Sicher einer der beeindruckendsten Orte unserer Besichtigungstour! Wir stellen unser Auto auf dem großen Parkplatz ab und gehen zuerst in das Informationsgebäude. Parkplätze und Gebäude wurden 2004 zum 60jährigen Jubiläum der Landung in der Normandie neu hergerichtet und den USA übereignet. Zwischen 2004 und 2010 sind große Erhaltungsarbeiten durchgeführt worden. Die USA versuchen das Gelände im Zustand von 1944 zu erhalten. In den letzten 60-70 Jahren sind ca. 10 Meter der Felsenküste erodiert. Es wurde daher beschlossen, dieses historische Gelände zu retten. Besonders der Feuerleitstand der Batterie war durch das Abbröckeln des Felsen darunter gefährdet in die Tiefe zu rutschen. Seite Ende 2010 ist der Bunker wieder zu besichtigen.

Die deutsche Bunkerstellung war von der Organisation Todt gebaut worden. 1944 war sie zwar noch nicht vollständig beendet, aber dennoch außerordentlich gut befestigt. Es gab zahlreiche Maschinengewehrstellungen und Flakgeschütze, die durch Stacheldraht gesichert waren. Besetzt war die Batterie vom 1260. Heeres – Küstenregiment.

P1080835Auf alliierter Seite spielte das 2. Ranger Bataillon unter der Führung von Colonel (Oberst) James E. Rudder eine besondere Rolle. Mit Raketenleitern und Strick- und Holzleitern sowie Steigeisen versuchten 225 Rangers unter Colonel Rudder die dreißig Meter hohe Steilwand einzunehmen Die Kämpfe dauerten 2 Tage und nur 90 der 225 Ranger waren noch kampfähig und rund 80 ihrer Kameraden haben ihr Leben am Pointe du Hoc gelassen.
Es gelang aber nicht, die massiven Unterstände vollständig zu zerstören. Noch heute zeugen die tiefen Granatentrichter und zerstörten Bunker von der Härte des Kampfes.
Seit Ende des Krieges wurde am Pointe du Hoc nichts geändert und unter dem Grasbewuchs ruhen noch heute zahlreiche deutsche und amerikanische Soldaten.

Unsere weitere Fahrt führt uns auf der D514 und D199 weiter nach la Cambe und zum deutschen Soldatenfriedhof.

P1080839Dieser ca. 7 ha große Friedhof wurde 1961 fertiggestellt und eingeweiht. Vom Dorf la Cambe kommend durchfährt man den Friedenspark und gelangt zum Parkplatz und dem Besucherzentrum. Dieses wurde in den 1990iger Jahren gebaut und liegt zwischen Friedhof und Autobahn. Am Eingang des Friedhofs ist eine Gedenkkapelle errichtet. Den Friedhof selbst erreicht man durch eine recht schmale Tür. Von hier gehen zwei Gedenkräume ab.

P1080841Der Friedhof ist als rechteckige Rasenfläche angelegt. In der Mitte ein Tumulus mit einem gewaltigen Basaltlavakreuz. Von hier aus hat man einen guten Überblick über das beeindruckende Gräberfeld mit seinen gruppenweise angeordneten Kreuzen und Grabplatten. Insgesamt wurden 21.222 deutsche Soldaten auf dem Soldatenfriedhof von La Cambe beerdigt. 207 unbekannte und 89 identifizierte Soldaten wurden in Massengräbern bestattet. Geht man durch die Grabfelder sieht man den Wahnsinn des Krieges auch an Jahreszahlen. Viele der gefallenen Soldaten waren gerade mal 20 Jahre alt. Geboren 1923 – 1924 oder 1925, gefallen Juni – Juli – August 1944.

Von la Cambe führen uns schmale Departement Straßen durch eine Reihe von kleinen typischen normannische Orte in Richtung Saint Lo.

P1080851Im Vorort Agneaux wird im Château d’Agneau die nächste Nacht verbracht und im Restaurant La Table de Louis erwarten uns normannische Spezialitäten.

Honfleur

04.09.2014
Honfleur

Wieder einmal ging die Fahrt in die Normandie und in unsere Partnerstadt Vire. Grund war der Prix cycliste du Jumelage Vire. Die Mannschaft des Regio Teams SF hat dabei hervorragend abgeschnitten. Ich hatte mit Wolfgang und seiner Frau zwei Personen dabei, die das erste Mal die Normandie besuchten. Neben Honfleur wurde dabei die gesamte Küste zwischen Honfleur und der Vire-Mündung sowie der Mont St. Michel besucht.

Ein Besuch in Honfleur gelegen an der Seine Mündung.

JENOPTIK DIGITAL CAMERANach ca. 8 h Autofahrt über die Autobahnen von Deutschland, Belgien und Nordfrankreich erreichen wir die bezaubernde Stadt Honfleur an der Seine Mündung. Besonders anstrengend war diesmal die Fahrt durch Belgien. Bei früheren Fahrten benötigten wir ca. 2 Std. für die 200 km, diesmal war die Fahrtzeit wegen den vielen Baustellen fast dreieinhalb Stunden.

Von Osten kommend, wird über die Pont de Normandie die ca. 8 000 zählende Stadt im Departement Calvados erreicht. Bei der Pont de Normandie, eine interessante Brückenkonstruktion als Schrägseil-brücke, ist das Beleuchtungssystem interessant. Bei Dunkelheit leuchtet die Brücke in Blau und Weiß.

Über die D 580 erreichen wir die Stadt und checken im Hotel ibis Styles, 3 Quai de la Tour, ein. Das Auto wird auf dem kostenpflichtigen Parkplatz zwischen dem „Bassin de L’ Est“ und der Straße „Quai de la Tour“ abgestellt. Das Hotel liegt sehr zentral, die wichtigsten Touristenattraktionen sind alle leicht zu Fuß zu erreichen.

Honfleur hat heute etwa 8000 Einwohnern und wurde im elften Jahrhundert zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Die Stadt hat sich zu einer kleinen Touristenattraktion der Normandie entwickelt. Einige interessante Sehenswürdigkeiten, die Fachwerkarchitektur und die Geburtsstätten der impressionistischen Kunst locken Urlauber heute nach Honfleur.

Nach einer kleinen Ruhepause beginnen wir unseren Spaziergang über den Quai de la Quarantaine zum Vieux Bassin. Entlang der Straße reiht sich ein Restaurant an das andere. Das interessanteste ist für mich das „ L‘ Absinthe“. Hier wird für den Abend auch ein Tisch reserviert. Das alte Hafenbecken, heute Ankerplatz für Freizeitschiffe und Yachten, wird auf der Ostseite, dem Quai St-Etinne, von zweistöckigen Häusern und gegenüber am Quai Ste-Catherine von bis zu siebenstöckigen Häusern, umrahmt. Hier sind Restaurants aller Stilrichtungen, Boutiquen und Galerien untergebracht.

Bei einem Glas gut gekühlten Cidre kann man die vorbei schlenderten Gäste aus aller Welt beobachten.

Nach dieser kleinen Pause geht es weiter am ehemaligen Haus des Stadtgouverneurs, dem „La Lieutenance“ vorbei in das Zentrum des Stadtviertels auf den Place Ste-Catherine. In diesem Stadtviertel mit vielen Fachwerkhäusern in kleinen schmalen Gassen steht die Kirche „Èglise Ste – Catherina“ Die wohl älteste Holzkirche in Frankreich, errichtet im 15./16. Jahrhundert, hat einen getrennten Glockenturm und dient unter anderem als Museum für religiöse Kunst.

Chronik Vire 2007, Nov.07 020

Die Kirche ist vollständig aus Holz errichtet, die Fundamente natürlich ausgenommen, der Turm mit Holzschindeln verkleidet. Durch enge Gassen mit viel Kopfsteinpflaster erreichen wir das „Musée Eugene Boudin. Hier werden Werke der Maler aus dem Gebiet der Stadt gezeigt, herausragend natürlich die Sammlung des Namensgebers. Auch ein Besuch des „Maison Satie“ in der Rue Haute ist zu empfehlen.

Bevor es zum Hotel zurückgeht, wird noch ein kleiner Abstecher in die Rue de la Ville gemacht. Hier gibt es zwei interessante Läden mit Calvados Raritäten.

Sowohl in „Compagnie des Calvados“ als auch im “La Cave Normande“ hat man eine Auswahl von über 80 Sorten von Calvados. Flaschen von ca. 2 Jahren bis zum Jahrgang 1865 sind im Angebot. Letztere allerdings für den Preis eines Kleinwagens.

Für ein Mittagessen (natürlich auch für den Abend) wären z.B. die Restaurants „Le Bréard“, Au P’tit Mareyeur, Entre Terre Et Mer und Restaurant La Fleur de Sel zu empfehlen. Sie liegen alle im Herzen der Stadt. Vom Hafen sind es jeweils nur ca. 2-3 min. zu Fuß.

Wer über Nacht bleibt, könnte im „Les Maisons de Lea „ Place Ste-Catherine (gut und teuer) oder, so wie wir, im Hotel ibis Styles (preiswert für Honfleur) übernachten.

JENOPTIK DIGITAL CAMERAIst man in der Zeit von Donnerstag bis Sonntag in Honfleur und hat rechtzeitig gebucht sollte man bei Alexandre Bourdas im zwei Sternerestaurant Sa. Qua. Na zu Abend essen. Leider hatte ich nicht rechtzeitig gebucht, so dass auch diesmal kein Besuch möglich war.

Vire 1944 -2014

Der Uhrenturm in Vire am 06.06.1944 und am 06.06.2014

02 Uhrenturm Vire 06.06.1944

01 Uhrenturm Vire 06.06.2014

Les Nymphéas – Rouen

Les Nymphéas

Ein normannisches Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert ist Heimstätte des Restaurants Les Nymphéas. Das Restaurant befindet sich, etwas versteckt, am westlichen Ende des  Place du Vieux-Marché.  Bis 2010 leuchtete ein Michelin Stern über dem Restaurant.

Man betritt über einen kleinen Innenhof die Restauranträume, die im normannischen Stil eingerichtet sind. Dunkel-Braune Holzbalken, heller Putz, eine dezente Beleuchtung und weiß eingedeckte Tische prägen den Raum.

Eine freundliche Servicemitarbeiterin nimmt uns in Empfang, nimmt uns die Jacken ab und führt uns zu unserem Tisch. Die Tische im Restaurant werden durch zwei mächtige Holzsäulen in zwei Bereiche unterteilt. Der vordere mit Blick auf Eingang und Innenhof, der hintere mit großer Glasfront auf eine Terrasse.

Wir  bestellen diesmal kein Aperitif und erhalten daraufhin, die vom Format her recht große Speisekarte gereicht. Darin finden wir neben einer Auswahl von Vorspeisen, Fisch und Fleischgerichte auch vier Menüs. Wir entscheiden uns für das „Menü Gastronomique“ mit 6 Gängen.

Dazu je eine halbe Flasche Montagnay( weiss) sowie Savignay les Beaune (rot).  Das Menü kostet 54 €, die Weine zusammen 54 €. Wir bezahlen zum Schluss für zwei Personen 168.50€ ohne Trinkgeld.

Aus dem Menü wurde ausgewählt:

Während wir noch mit der  Speisekarte beschäftigt sind und die Auswahl unserer 6 Gänge diskutieren, erhalten wir zur Einstimmung verschiedene Sorte Brot und Brötchen mit normannischer Salzbutter.

Als Amuse Bouche folgt eine Art „Himmel und Erde“.

Aus dem Menü wählten wir wie folgt:

Ravioles de Ris de Veau et Foie Gras, Velouté de Volailles au Parfum de Truffes

Filet de Bar Rôti, Artichaut et Cébettes, Vinaigrette Tiéde aux Câpres et Tomate

Sorbet Pommes au Calvados

Dos de Canette Rôti, Sauce Rouennaise, Rigatonis Farcis

Notre Plateau de Fromages

Millefeuille à la vanille et aux Framboises et son Coulis

Besucht am 01.11.2012 (abends)

Rouen – Impressionen Markthalle

 

 

 

Hotel Les Vieux Carré – Rouen

Hotel  Les Vieux Carré.

Donnerstag 01.11.2012

Trotz modernsten Navi war das Hotel nicht so einfach zu finden. Schließlich landeten wir in einer Tiefgarage, Von dort aus machten wir uns auf, das Hotel in einer Fußgängerzone von Rouen zu suchen. Kaum 100 m von der Tiefgarage entfernt standen wir vor einem verschlossenen Tor. Erst nach einem Anruf mit dem Handy wurde uns das Tor geöffnet.

 

Ein wunderschönes romantisches dunkelrotes Fachwerkhaus mit üppiger Vegetation in einem kleinen Innenhof stand vor uns. Dieser erste positive Eindruck verstärkte sich noch, als wir den Empfangsraum betraten. Eine kleine Salonecke mit angrenzendem Bistrobereich gehen ineinander über. Hier wurde auch das Frühstück eingenommen.

Die Zimmer nicht gerade groß, aber praktisch eingerichtet. Sehr niedrige Betten und leider fehlt wie so oft eine vernünftige Kofferablage. Auch das Bad mit Badewanne, Waschbecken und WC ist sehr eng aber sauber.

Das Zimmer kostet 68 €, das Frühstück 8 €. Kaffee, Orangensaft, Baguette, Butter, Marmelade und Jogurt. Nach dem üppigen Abendessen ausreichend, aber zu teuer.

 

Fazit: Angenehmes Hotel in einer Fußgängerzone, nett eingerichtet. Die Altstadt mit den Sehenswürdigkeiten ist schnell zu erreichen. Würde jederzeit wieder buchen.

Zwischenstopp in Rouen

 Donnerstag 01.11.2012

Zwischenstopp in Rouen

Auf dem Weg nach Vire wurde in Rouen ein Aufenthalt eingeplant. Ursprünglich hatte ich Honfleur als Halt vorgesehen um im Zweisterne Restaurant SaQuaNa endlich einmal einzukehren. Ich hatte allerdings nicht bedacht, dass der 1. Nov. (Allerheiligen) Feiertag in Frankreich ist. Bezahlbare Hotels in Honfleur zu bekommen war aussichtlos. Auch das Restaurant war ausgebucht. Also wurde umgeplant und Rouen als neuen Zwischenstop festgelegt. Der letzte Besuch in Rouen lag auch schon einige Jahre zurück.

Aber auch hier hatte ich Pech mit der Reservierung von Restaurants.  Gill, das Zweisterne Restaurant hatte am Feiertag geschlossen. Das Einsterne Restaurant Origine war leider ausgebucht.

Ich entschied mich dann für das Les Nymphéas in der des Marktplatzes. Übernachtet wurde im Hotel  Les Vieux Carré.

Manoir de Rētival – Caudebec en Caux – Normandie

Manoir de Rētival (05.06-06.06.2011)

Retival 01
Retival 01
2 Rue Saint Clair – 76490 CAUDEBEC en Caux

Tél : 0034 (0)6 61 66 46 02 

Mail: david@restaurant-ga.fr

Webseite: http://www.restaurant-ga.fr

Etwas außerhalb von Caudebec en Caux, nicht weit von der „Ponte de Brotonne“, steht auf einem Hügel, das Manoir de Rētival.  Das Manoir blickt auf eine lange Geschichte zurück. Funde von Scherben, Gebrauchsgegenständen, Kochgegenständen und Münzen belegen, dass hier sowohl keltische als auch römische Siedler gelebt haben.

Im frühen Mittelalter diente das Rētival als Versammlungsort der Tempelritter. Das klassifizierte historische Monument, das „Kreuz der Tempelritter“, stammt aus dem 12. Jahrhundert und steht am heutigen Eingang des Manoirgeländes.

Retival
Retival
Vor etwa 300 Jahren wurde das alte Gebäude durch ein neues Gebäude ersetzt. Vor 150 Jahren wurde das Manoir dann erweitert, es erhielt die beiden Seitenflügel. Aus dieser Zeit stammt auch die Kapelle St Clair.  Das Herrenhaus besticht durch seine architektonische Vielfalt  und seinem  Charme.

Von der Südseite hat man einen wunderbaren Blick auf die Seine, während auf der Nordseite sich ein steiler Hang mit einem verwilderter Wald anschließt.

Bereits früher diente das Manoir als Restaurant. Jean-Luc Tartarin, der heute in La Havre ein Sternerestaurant betreibt, hat vor über 12 Jahren das Haus verlassen. Nach einer Phase des Leerstandes begannen von privater Seite die Renovierung des Gebäudes und ein Neuanfang.

David Goerne, ein junger Deutscher aus Hamburg, nahm die Herausforderung an und eröffnete im Juni 2009 das Manoir de Rētival und sein Restaurant G.a.

Im Erdgeschoss befindet sich das Restaurant G.a. mit seinen Nebenräumen, das erste Geschoss wird privat genutzt und im Dachgeschoss befinden sich zwei Studios.

Das Gebäude wird von einer hohen Mauer umgeben. Als wir ankamen, öffnete sich ein Tor automatisch. David Goerne eilte herbei und begrüßte uns herzlichst. Das Manoir wird nicht als Hotel geführt. Übernachten wie bei Freunden ist angesagt. Daher ist eine  Reservierung unbedingt erforderlich.  Nach einem kurzen Gespräch bot er an, die Koffer auf das Zimmer zu tragen. Ich lehnte ab, hätte ich allerdings gewusst was auf mich zu kam, ich hätte nicht abgelehnt. Über eine schmale Wendeltreppe müsste ich unser Gepäck über zwei Etagen nach oben tragen. Obwohl recht sportlich, bin ich doch am Ende der Treppe nach fast 45 steilen Stufen außer Atem gewesen. Wer also hier Übernachtet, das Gepäck von David nach oben tragen lassen.  

 

Retival Zimmer 1

Retival Zimmer 1

Das gebuchte Studio  „Tour de la Foret“ besteht aus  zwei Zimmern, Bad, WC und Balkon. Vom Eingang her erreicht man das separate WC. Über einen kleinen Stichflur wird nach rechts das Bad und nach links  das kleinere Zimmere erschlossen. Geradeaus erstreckt sich über die gesamte Hausbreitewird das große Zimmer. Die großzügige Terrasse, direkt am Waldrand, erreicht man über das große Zimmer. Das Bad ist mit einer recht großen Dusche und einem Waschbecken  ausgestattet. Komfort bringt aich eine  zusätzliche Fußbodenheizung. Eine kleine Küchenzeile bietet die  Möglichkeit zur Kaffee- und Teezubereitung. Eine Kochmöglichkeit ist allerdings nicht vorhanden.

Bad

Bad

 

Das Studio ist geschmackvoll eingerichtet. Alter Holzfußboden und eine Wand aus nicht geputztem Mauerwerk bringen eine gewisse Rustikalität.

In den Zimmerpreisen sind Frühstück, Minibar, einschließlich Sherry,  sowie Kaffee- und Teezubereitung enthalten.

Außer diesem Studio stehen noch zwei weitere Studios zur Verfügung. Auch im Dachgeschoss gelegen das Studio „Tour de la Petite Chapelle“

Dieses Studio besteht aus drei Zimmern, einer Küchenpantry, einem modernen Bad mit Dusche, einer separaten Toilette, einem eigenen Eingang mit Flur, einer großen Terrasse zum Wald und zur Kapelle hin und einer zweiten Gartenterrasse mit Panoramablick auf die Seine.

Das Gartenzimmer ist in einem Nebengebäude untergebracht.

Fazit: Es war bestimmt nicht der letzte Besuch, wir haben uns sehr wohl gefühlt.  Siehe auch Restaurant G.a.

Retival Seine
Retival Seine
Blick vom Studio auf die Seine. Wir hatten an diesem Sonntag typisches Normandie Wetter. Graue Wolken, Regen und Sonnenschein, alles war dabei.
Blick von der Terrasse.

Blick von der Terrasse.

Blick von der Terrasse auf das Kirchlein St. Clair und den Wald.