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Schlagwort-Archiv: Vire

2016 Normandie Impressionen

Fahrt vom 28.Okt. – 01. Nov. 2016 anl. der 26.Foire à l‘ Andouille de Vire

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Santa Catharina – Honfleur

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Honfleur – Hafen

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Uhrenturm – Vire

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Messestand

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Abendessen im Vrai Normand. Dank an Service und Küche.

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Wer an Europa zweifelt, sollte Soldatenfriedhöfe besuchen.

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Le MontSaintMichel

 

 

 

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Normandie Fahrt 2015

Ohne Kommentar der Bericht  einer Schülerin der THS über die Fahrt.

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01 Calvadosküste

02  Calvadosküste

07  Calvadosküste

Normandiefahrt 2015 Dritter Tag Teil 1

Den dritten Tag in der Normandie muss man in vier Abschnitte unterteilen.

  1. Stadtrundgang mit den Schülerinnen und Schüler der THS
  2. Mittagessen bei Ginette und André
  3. Gedenkfeier in der Kathedrale und am Uhrenturm
  4. Partnerschaftsabend

Es wird ein langer Tag werden. Wir gehen daher den 8. Mai sehr geruhsam mit einem französischen Frühstück an.

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Wie bei Gillette und André seit langem üblich, gibt es zum Frühstück einen großen Pott Kaffee mit Milch, Baguette und Croissants. Dazu Honig und selbst hergestellte Marmelade.

Um 10:00 Uhr ist Treffpunkt am Tourismusbüro Normandie am Square de la Résistance. Wir teilen die doch sehr große Gruppe auf. Ich selbst übernehme die Schülerinnen und Schüler der THS und Sonja den Rest.

Direkt am Tourismusbüro das am 06. Juni 2014 enthüllte Denkmal zur Erinnerung an die über 500 Zivilopfer bei der Bombardierung des 6.Juni 1944.

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Zuerst geht es in die Rue des Déportés. Hier steht klein und unscheinbar die protestantische Kirche für die Bocage. Diese Kirche wurde erst nach 1945 errichtet. Protestantische Gläubige die nach dem Krieg aus dem Elsass in die Normandie kamen, erbauten diese Kirche. Ich selbst habe allerdings in den vielen Jahren noch nie gesehen, dass hier auch Gottesdienste abgehalten werden. Ein besonderes Kleinod der Stadt Vire steht gegenüber dieser Kirche.

Chronik Vire 2007 158

Es handelt sich um die Reste der Saint Thomas Kirche. Diese Kirche ist das älteste Heiligtum der Stadt. (11.Jahrhundert). Die Kirche wurde im romanischen Stil erbaut und zuerst dem Erzengel Michael geweiht, später im Jahre 1180 dem heiligen Thomas. Im Jahre 1944 wurde die Kirche zerstört. Sie wurde auch nach dem Krieg nicht wieder aufgebaut und anstelle des Kirchenschiffes befinden sich Grabsteine eines Friedhofes, der im Jahre 1783 geschlossen wurde.

Rathaus Vire

Weiter geht es in Richtung Rathaus. Das „Hotel de Ville“ ist ein Beispiel der Nachkriegsarchitektur in Vire.  Das heutige Rathaus steht auf dem Gelände, wo auch das alte Rathaus stand. Dies wurde im Juni 1944 stark beschädigt. Im Jahre 1953 begann der Wiederaufbau und wurde am 21. Juni 1956 vom damaligen Präsidenten des Rates Guy Mollet eröffnet. Das zur damaligen Zeit sehr moderne Design ist das Werk des Pariser Architekten Claude Herpe. Im Rathaus befindet sich auch ein nachgebautes Modell von Vire im Mittelalter. Seit 2011 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.

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Unser Spaziergang führt uns weiter in Richtung Saint Anna Kirche. Auf dem Weg dorthin sehen wir zwei Türme der alten Stadtbefestigung. Es handelt sich einmal um das Saint Sauveur Tor und in den Turm der Laubfrösche. Dieser Turm verdankt seinen Namen den zahlreichen Geräuschen, die früher den Teich an der Schleuse bewohnten.

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Die Kirche Saint Anne wurde 1860 im neuromanischen Stil erbaut und ersetzte die zu klein gewordene Kirche neben dem Hospital.

Wir überqueren die Straße und kommen zum Museum. Das ehemalige Krankenhaus, vor dem elften Jahrhundert gegründet und war ein Asyl für Pilger, Passanten und Kranke. Im 18. Jahrhundert wurde das Gebäude neu konstruiert und beherbergt das Museum, das jedes Jahr Ausstellungen organisiert.

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Unser Weg führt uns weiter in Richtung Schleuse. Dieses Wasserreservoir wird von der Vire versorgt und ist seit dem zehnten Jahrhundert bekannt. Diese Wasserreserve trug im 14. Jahrhundert erheblich zur Entwicklung des Handels und dem Zuwachs der Bevölkerung bei. Im Tal der Vire wurden Mühlen, Gerbereien und Tuchfabriken errichtet.

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Gegenüber der Schleuse wurde 1985 ein kleiner Park eingerichtet. Der Score Baunatal erinnert an die Städtepartner-schaft zwischen den Städten Vire und Baunatal die 1983 beschlossen wurde. Auf dem Granitstein ist folgender Spruch von Friedrich von Schiller zu lesen.

Wir sind eines Herzens und gemeinsam wollen wir handeln.

 Kopie von P1020916

Chronik Vire 2007 349

Über einen kleinen Hohlweg geht es Berg auf in Richtung Bergfried.

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Dieser viereckige Bergfried wurde nach Anweisung Henri I. 1123 aus Stein erbaut. Er spielte eine große Rolle im Hundertjährigen Krieg und wurde bereits 1630 auf Befehl Richelieus zerstört. Der große Schlossplatz vor dem Bergfried dient heute als Park- bzw. Rummelplatz.

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Es geht wieder in Richtung Innenstadt und wir kommen an der Kirche Notre-Dame vorbei. Der Baubeginn stammt aus dem 13. Jahrhundert, allerdings auf den Grundmauern einer romanischen Kapelle aus dem zwölften Jahrhundert. In den folgenden Jahrhunderten wurde diese Kirche im Spätgotik Stil erweitert und 1872 unter Denkmalschutz gestellt während der Bombardierung im Juni 1944 wurde sie zerstört und 1948 wieder aufgebaut.

Chronik Vire 2007 362

Das im Jahre 1996/97 erbaute Theater ist die nächste Anlaufstelle. Dieser Bau, ist mit den modernsten Technologien versehen und ist eines der Kleinodien der Kultur der Bass Normandie. Im rechten Teil des Gebäudes befindet sich das Theater „Le Préau“  und im Untergeschoss befinden sich zwei Kinosäle.

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Wir sind fast am Ende unserer Stadtbesichtigung. Wegen des aufkommenden Regens verzichten wir doch auf einige noch interessante Stellen in der Stadt. So zum Beispiel dem Bereich des Europaparks und des Schwimmbades.

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Die Mediathek wurde im November 2006 eröffnet. Ein interessantes Beispiel, wie man Altbau und Neubau sinnvoll miteinander verbinden kann.

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Den Abschluss unserer Tour macht das Wahrzeichen der Stadt Vire. Der Uhr- und Wachturm ist das Haupttor der Stadt im 13. Jahrhundert. Ein fast perfektes Beispiel der Militärarchitektur des Mittelalters. Im Durchgang des Turmes befindet sich ein Mahnmal zur Erinnerung an die Bombardierung des 6. Juni 1944.

Normandie Fahrt 2015. Zweiter Tag.

Zweiter Tag.

Der zweite Tag unseres Normandie Aufenthaltes begann mit einem ausgiebigen Frühstück. Besonders zu erwähnen, besonders gut Baguette, Croissants und die selbst hergestellten Marmeladen. Ich stelle mir schon seit langem die Frage, warum können die deutschen Bäcker Baguette und  Croissant in dieser Qualität nicht liefern.

Dann ging die Fahrt kreuz und quer über die Departementstraßen des Pays d’Auge und der Route de Cidre. Erste Anlaufstation war das Örtchen Ouilly du Houley.

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Hier steht am Straßenrand das Restaurant La Paquine. Dies war eine Empfehlung im Tagebuch des Sterne Koch Vinzenz Klink. Leider war es viel zu früh um hier unser Mittagessen einzunehmen, für mich allerdings eine neue Adresse, die ich bei einem der nächsten Aufenthalte (noch 2015) in der Normandie aufsuchen werde. Die Fahrt ging dann weiter in Richtung Beuvron en Auge.

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Diese Gemeinde hat gerade einmal 240 Einwohnern, gehört aber zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Fachwerkhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert säumen die kleine Dorfstraße. Mitten im Ort die restaurierte Markthalle. Hier ist unter anderen auch das Sterne Restaurant „le Pavé d’Auge“ untergebracht. Wir haben dieses Restaurant in den letzten Jahren einige Male besucht. Aus Zeitgründen mussten wir allerdings diesmal auf die gute normannische Küche verzichten.

03 Beuvron en Auge

Bevor dann die Partnerstadt angefahren wurde, wurde noch ein kleiner Abstecher in eine Calvados Destillerie eingeplant. Allerdings in keine der großen Destillerien, sondern eine kleine Bauernhof Destillerie in Cerisy –Belle- Etoile   war unser Ziel. Hier hatte ich im Internet entdeckt, dass man auch ältere Calvados Jahrgänge zum Kauf anbot.

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Gekauft habe ich dann Cidre und ein Calvados der 50 Jahre im Fass gereift war.

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Die Fahrt führte und dann nach Vire und zu unseren Freunden Ginette und André. Seit Beginn der Partnerschaft sind wir befreundet und ist immer wieder angenehm bei beiden Gast sein zu dürfen.

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Für 19:30 Uhr war die Ankunft der beiden Busse aus Baunatal geplant. Durch einen Stau in Caen verzögerte sich die Ankunft dann um ca. eine halbe Stunde. Wie immer eine herzliche Begrüßung und man bekam im „Sale du Vaudeville“ einen kleinen Willkommenstrunk. Danach ging es in die Familien und Ginette hatte wie bei all unseren Besuchern ein Vier Gang Menü vorbereitet. Müde und satt vom guten Essen und Rotwein lagen wir dann gegen 23:00 Uhr im Bett.

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Vire 1944 -2014

Der Uhrenturm in Vire am 06.06.1944 und am 06.06.2014

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01 Uhrenturm Vire 06.06.2014

Vire, ein Stadtrundgang

Vire Stadtplan

Vire Stadtplan

Wir beginnen und beenden unseren Stadtrundgang am

Rathaus Vire

Rathaus Vire

(01) Rathaus    

Das 1956 eingeweihte Rathaus ist ein Beispiel der Nachkriegsarchitektur in Vire. Auf der rechten Seite befinden sich im Obergeschoss der Stadtratssaal und links der Hochzeitssaal.            

Auf dem Parkplatz vor dem  Rathaus findet der „kleine Markt“ statt. Hier bieten dienstags und freitags Bauern aus der Umgebung ihre Waren an.

Kleiner Bauernmarkt

Kleiner Bauernmarkt

 

Die Bar Vivaldie   gegenüber dem Rathaus bietet sich für einen ersten Aperitif in Vire an.

die leicht abfallende Rue Armand –Gaste ist seit  dem Bau der Umgehungsstraße  wieder eine Einkaufsstraße geworden.

Rue Armand Gaste-Vire

 

Als Beispiel sei das das Restaurant  Au Vrai Normand genannt.

 

Speisekarte

Speisekarte

 

Aus regionalen Produkten aus der Region Normandie werden traditionelle Gerichte und Menüs serviert. Chefkoch Michael Wahl hat natürlich auch die Spezialität von Vire auf dem Küchenzettel. Die Andouille de Vire wird in verschiedenen Zubereitungsarten angeboten. Auch Kutteln nach Art von Caen werden angeboten.

Restaurant Au Vrai Normand

14 rue Armand Gasté 14500 VIRE

Tel. 02 31 67 90 99

http://www.au-vrai-normand.com/

die Rue Armand –Gaste geht in den  „Saint Annaplatz“  über. Hier steht die  Kirche

(02) Saint Anne. Sie wurde 1860 im Neuromanischen Stil erbaut,  um die alte, zu klein gewordene Kirche  neben  dem Hospiz zu ersetzen.           

Vire St. Anna
Vire St. Anna

gegenüber der Kirche liegt das (03)Museum

 

Vire Museum Eingang

Vire Museum Eingang

 

Das Museum liegt in dem alten städtischen  Krankenhaus. Dieses Museum zeigt schöne  Möbel und Gegenstände aus der Normandie. Die Kollektionen erinnern an den Lebensstil der Landschaften der Bocage im 19. Jahrhundert.

Außerdem Landschaftsbilder und Werke des Karikaturist Charles Léandre (1862-1934) Eine Führung dauert ca.  45 Minuten.

Über die Rue Armand-Gasté gehen wir links in die Rue de Valhérel und kommen zum  

Turm „Aux Raines“

 

Laubfroschturm

Laubfroschturm

 

Aux Raines- die Laubfrösche.  Dieser Turm verdankt seinen Namen den zahlreichen Fröschen, die früher den Teich an der Schleuse bewohnten.

 weiter durch die Rue de Valhérel liegt linker Seite die 04)Schleuse.

Dieses Wasserreservoir, sprich  „Moulins du Roi“ wird von der Vire versorgt und ist  seit dem 10. Jahrhundert bekannt. Dank dieser Wasserreserve konnte man in ab dem 14. Jahrhundert im Tal mehrere Fabriken bauen. (Tuchfabrik, Gerbereien) Hat heute allerdings nicht mehr diese Bedeutung.

Schleuse

Schleuse

gegenüber der Schleuse liegt der (05)Square de Baunatal                                              

der 1987 angelegte Platz erinnert an die 1983  vereinbarte Partnerschaft beider Städte.

Square de Baunatal

Square de Baunatal

Der Granitblock aus einem Steinbruch in der Nähe von Vire, hat eine glatte Granitplatte mit nachfolgender Aufschrift in deutscher und französischer Sprache.

Wir sind eines Herzens und einig wollen wir handeln.

Nous sommes un seul et meme cœur et d‘ un commun accord nous voulons agir.

F. Schiller .Wilhelm Tell

Das auf dem Granitblock stehende Wikingerschiff ist leider gestohlen worden. Es zeigte auf beiden Seiten sieben Schilder. Sie sollten den Bezug zu den sieben Stadtteilen der Stadt Baunatal zeigen.

Hohlweg

Hohlweg

 Üer einen steilen Gehweg hinter dem Square de Baunatal gelangen wir auf den Place de Château mit dem

Bergfried- Le Donjon

Bergfried- Le Donjon

 

Bergfried.

Dieser viereckige Bergfried wurde nach Anweisung Henri I. Beauclerc 1123 aus Stein erbaut. Er spielte eine große Rolle im Hundertjährigen Krieg und wurde 1630 auf Befehl Richelieus zerstört.

 Üer den Place de Château und dem Place de Nationale geht es zur  Kirche Notre Dame

 

Notre Dame Vire

Notre Dame Vire

 

Der Baubeginn stammt aus dem 13. Jahrhundert (Stil Frühgotik) auf den Grundmauern einer romanischen Kapelle aus dem 12. Jahrhundert. Während der folgenden Jahrhunderte wurde diese Kirche im Spätgotikstil erweitert und 1862 unter Denkmalschutz gestellt. Sie wurde während der  Bombardierung im Juni 1944 zerstört. 1948 restauriert und ist nun wieder ein Juwel der Stadt.

2010 wurde der Vorplatz und Eingangsbereich neu gestaltet.

De leicht ansteigende Rue Notre Dame führt auf den Place  Castel und wir stehen vor dem

Theater Vire

Theater Vire

Theater.

1996 wurde der Pariser Architekt Morisseau beauftragt, das Kino und das Theater „ Le Basselin“ neu zu gestalten. Dieser Bau, mit den neuesten Technologien versehen, ist eines der Kleinodien der Kultur der Stadt Vire und der Basse Normandie. Im rechten Teil befindet sich das Theater „Le Preau“ und im Untergeschoss befinden sich zwei Kinosäle.

Gegenüber, am Place Castel Nr.6, liegt das La café du théatre  in dem wir eine kleine Pause einlegen.

Bar-Cafe

Bar-Cafe

Rede zum Volkstrauertag 15.11.2009

Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker. …

Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der Monat November hat viele Gedenktage für unsere Verstorbenen: Allerseelen, Allerheiligen, der Totensonntag und dazwischen der Volkstrauertag. Wir trauern an diesem Tag nicht nur um Verstorbene allgemein, sondern um jene Verstorbenen, an deren Tod wir Menschen – nicht individuell, aber grundsätzlich – schuldig sind.

Mit dem heutigen Beisammensein wird eine lange gepflegte Tradition fortgesetzt. Wir versammeln uns alljährlich hier am Ehrenmal um an die in den beiden Weltkriegen gefallenen Soldaten und Zivilbürgern zu gedenken. Welche Bedeutung hat diese alljährliche Zusammenkunft für die Gegenwart und Zukunft.

Von dem italienische Dichter und Gelehrte Francesco Petrarca. stammen folgende Sätze:

„Fünf große Feinde des Friedens wohnen in uns: nämlich Habgier, Ehrgeiz, Neid, Wut und Stolz. Wenn diese Feinde vertrieben werden könnten, würden wir zweifellos ewigen Frieden genießen.“

Diese Sätze stammen nicht etwa aus der heutigen Zeit sondern bereits aus dem 14. Jahrhundert. Ist Petrarcas scharfsinnige Analyse richtig, dann wird wohl auch Astrid Lindgrens Behauptung zutreffen:

„Über den Frieden sprechen heißt über etwas sprechen, das es nicht gibt.“ Hoffen wir, dass Astrid Lindgren irgendeinmal widerlegt wird und Frieden in Freiheit in aller Welt möglich ist.

…Wir gedenken derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde.

Wir leben seit über 60 Jahren in einer relativ stabilen Demokratie und in Frieden und Freiheit. Wir leben in einem Europa, das friedliche Nachbar-schaft und immer mehr Gemeinsamkeit anstrebt. Dies war gerade im ver-gangenem Jahrhundert nicht immer so. Wir sind von vielen Krisenherden umgeben, wir hören täglich von neuen Gewaltaus-brüchen irgendwo auf der Welt. Weil die Welt immer mehr zusammenwächst, bekommen wir es auch immer mehr mit. Weil die Welt immer mehr zusammenwächst, betrifft es uns aber auch immer mehr.

Ob Afghanistan, der Sudan, der Irak, oder für die vielen anderen Staaten, die man in diesen Regionen nennen könnte, sind Frieden und Freiheit nur eine Hoffnung, dort sind blutige Auseinandersetzungen und Unterdrückung Alltag. Wir können nicht so tun, als ginge uns das nichts an. Umso dringlicher ist es, neue Formen zur Bewältigung der Konflikte zu finden. Denn ich denke, eine Lehre kann aus allen Konflikten und Krisen der Vergangenheit und Gegenwart gezogen werden: Gewalt erzeugt neue und vor allem Gegengewalt.

Die Botschaft des heutigen Tages kann deshalb nur lauten: den Teufelskreis der Gewalt zu durchbrechen, denn der Friede hat ebenso viele Siege aufzuweisen wie der Krieg, aber weit weniger Denkmäler!

…Wir gedenken derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft leisteten, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder ihrem Religion festhielten.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger Nicht wenige von denen, die heute nicht hier sind, sind vielleicht der Meinung, eine Ehrung dieser Art passe nicht mehr in unsere Zeit. Sie sei rückwärts gewandt und könne unter-bleiben, weil die Erinnerung an die Toten verblasse und unser Leben nicht mehr betreffe. Wer so denkt irrt sich Leider denkt vor allem ein großer Teil unserer jüngeren Generation so. Einer Generation, die in Frieden und Freiheit und Wohlstand aufgewachsen ist und die schrecklichen Erlebnisse eines Krieges und deren Folgen nur noch aus Medienberichten kennt. Für viele unserer Mitmenschen sind die Weltkriege und das NS-Regime ferne Zeiten

Wer begreift, was Krieg und Gewalt bedeuten, wird die Welt danach mit anderen Augen sehen. Er wird erkennen, dass sein Leben in unserem Land, das in Frieden mit seinen Nachbarn lebt und das die Menschenrechte wahrt, dass dieses Leben ein Geschenk ist. Ein Geschenk, das freilich auch eine Verpflichtung enthält.

 …Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Opfer sinnloser Gewalt, die bei uns Schutz suchen. um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräften die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.

Ein Leben in Frieden und in Freiheit ist nicht selbstverständlich und muss immer wieder von neuen erarbeitet werden, gestern, heute und morgen.

Lassen sie mich aus der Rede von Dr. Bernhard Rousseau, Arzt in unserer Partnerstadt Vire in der Normandie und Organisator des Friedensfestes am 8. Mal 1995 zitieren:

„Der Krieg ist eine Krankheit.“

und Dr. Rousseau weiter

und erlauben Sie bitte dem Arzt, der ich bin, Ihnen sagen zu müssen, versuchen Sie alles diese Krankheit nicht zu bekommen, denn Sie ist fast immer tödlich und sollten Sie Lebend aus dieser Krankheit kommen, hinterlässt sie immer fürchterliche Narben. Wir können nur wünschen, dass die Menschen, die unter diesen Folgen leben müssen, akzeptieren und den Vorschlag annehmen, „auf den Frieden zu bauen“. Ende des Zitates.

Soldatenfriedhöfe, Ehrenmale wie dieses und Kriegsgräber sind Orte der Erinnerung und des Gedenkens. Aber eben nicht ausschließlich. „Sie sind auch Ausgangspunkt für Verständigung, Versöhnung und Freundschaft für die Menschen ehemals verfeindeter Länder. Die Gräber mahnen zum Frieden“,

…Wir trauern mit den Müttern und mit allen, die Leid tragen, um die Toten.

…Doch unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der Welt.

Zum Schluss erlauben Sie mir für mich diesen Satz von dem französischen Schriftsteller Jean Giorno zu zitieren:

„Was mich an dem Krieg so ekelt, ist sein Schwachsinn.“

Ich liebe das Leben.

Diese Rede habe ich in meiner Eigenschaft als Stadtrat (Ehrenamtlich) bei einer Gedenkfeier im Stadtteil Altenritter gehalten

Herstellung der ANDOUILLE de VIRE

Andouille de Vire 01

Andouille de Vire 01

 

ANDOUILLE heisst «geräucherte Wurst aus Gedärmen vom Schwein ».

Im Volksmund aber auch jemand der Unsinn macht und sich dümmer stellt als er ist (Trottel).

Herstellung :

Die Andouille  wird  manuell (von Hand) hergestellt und besteht aus Innereien des Schweins: Magen, Dünndarm und Dickdarm

Zuerst  wird der Dünndarm geöffnet und gereinigt, dann in Salz, Pfeffer und Wasser eingelegt, der  Dickdarm wird in 3 Teile zerteilt und die Robe    ” (Kleid) wird für spätere Verwendung aufgehoben.

Der  Magen wird mit dem Messer in Streifen geschnitten und gereinigt. Die verschiedenen Teile werden eine Woche in Salz eingelegt.

Zusammenstellung (Montage) der Andouille

Die Darmstreifen werden auf einer Leinenschnur befestigt – die Andouille wiegt ca. 2,5 kg

Anschließend  wird das “Kleid“ aus dem Dickdarm über die Wurst gestülpt, am unteren Ende wird die  Wurst geschlossen und mehrmals mit der Gabel eingestochen um Wasser und Fett zu verlieren.

Räucherkammer

Die  Würste werden in mehreren Etagen aufgehängt, jeden Tag wird mit Buchenholz eingeheizt und bei ganz niedriger Temperatur werden die Würste 3 – 4 Wochen geräuchert. Die  Wurst bleibt roh und verliert ca. 1 kg des Gesamtgewichts. (1,5 kg)

 Garen

Die  geräucherten Würste werden 24 Stunden zur Feuchtigkeitsversorgung in Wasser gelegt, dann werden sie ca. 8 Stunden bei 96°C mit Thymian und Lorbeer gekocht.

Nach  dem Kochen wiegen sie nur mehr 0,50 kg.

Das  Fett wird in Fässern gelagert und für die Kosmetik verwendet

65 % des  Umsatzes ist Privatverkauf, 35 % des Umsatzes : Metzgereien, Restaurants

Vakuumverpackt ist die Andouille 90 Tage haltbar.

Andouille de Vire

Andouille de Vire

 

Toast a la Vire

Toast a la Vire als Amuse Bouche

Mit Zutaten aus unserer Partnerstadt Vire wird dieser Toast zubereitet,

Grundlage ist ein Stück Lebkuchen mit Feige, darauf eine dünne Scheibe Andouille de Vire. Dies wird abgedeckt mit einer Apfelspalte. Camembert de Normandie bildet den Abschluss. Kurz vor dem Servieren das ganze kurz unter den Grill bis der Käse beginnt zu schmelzen. Zusammen mit Cidre servieren.

Toast a la Vire als Amuse Bouche

Toast a la Vire als Amuse Bouche

Restaurant „La Table Viroise“ im Hotel de France – Vire

Nach einem langen Arbeitstag mit Standdienst wurde dann das Abendessen im Hotel de France eingenommen. Obwohl ich seit über 25 Jahre nach Vire fahre, habe ich in den  letzten 10 Jahren nicht mehr im Hotel de France gegessen. Bei Besuchen in Vire wird halt privat übernachtet und demnach auch privat gegessen.  Das Restaurant bietet drei verschiedene Menüs für 16€ sowie für 27€ und 29€ an. Außerdem werden 5 a la Carte Gerichte angeboten. Das Kindermenü mit Hauptgang und Dessert kostet  7€.

Ich wählten  aus dem Menü „Saveur et Terroir“ folgende Gänge.

Gratin Andouille, pommes, camenbert

Gratin Andouille, pommes, camenbert

Gratin de véritable Andouille de Vire sur lit de pommes fruits au sabayon et camembert

Ein Gang mit regionalen Produkten eindrucksvoll interpretiert. Der Rauchgeschmack der Wurst passte sehr gut  zur Süße des Apfels und der Geschmack vom Camembert  rundete diesen Gang ab.

Poularde mit Reis

Poularde mit Reis

 

Suggestion du marché

Eine Poulardenbrust mit Reis und Pilzen. Leider war die Brust zu trocken geraten. Insgesamt aber auch hier ein gelungener Gang mit regionalen Produkten.

Dessertteller
Dessertteller

Assiette gourmandise du Pâtissier «Plaisir et saveur»

« Fromage blanc » mit Früchten, dazu Profiteroles mit warmer Schokolade sowie Crème brulée  bildeten den süßen Abschluss. Allerdings erreichte er nicht die Klasse der beiden vorgenannten Gänge.