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Schlagwort-Archiv: Städtepartnerschaft Baunatal-Vire

Normandie Fahrt 2015

Ohne Kommentar der Bericht  einer Schülerin der THS über die Fahrt.

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01 Calvadosküste

02  Calvadosküste

07  Calvadosküste

Normandie Fahrt 2015. Dritter Tag Teil 3

Dritter Tag Teil 3

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Mit einem Gottesdienst in der Kathedrale Notre-Dame begann um 15:00 Uhr die Gedenkfeiern anlässlich des Kriegsende vor 70 Jahren. Vor der Kathedrale hatten sich normannische Veteranen mit ihren Traditionsfahnen aufgestellt. Zusammen mit den Veteranen marschierte dann auch die „politische Prominenz“ der Region in das gut gefüllte Kirchenschiff.

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Nach Ende des Gottesdienstes wurde unter musikalischer Begleitung des Musikzuges des GSV Eintracht Baunatal der kurze Weg zwischen Kathedrale und Uhrenturm zurückgelegt. Hier fand der offizielle Festakt anlässlich des Kriegsendes statt. Was dann stattfand war, ein Stück Geschichte und es waren sehr bewegende Momente in der Geschichte unserer Städtepartnerschaft.

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Im Beisein von Veteranen des Zweiten Weltkrieges erklang am Uhrenturm das Deutschlandlied sowie die Europahymne gespielt von Musikzug des GSV. Nach der Kranzniederlegung durch die beiden Bürgermeister der Städte Vire und Baunatal sowie offiziellen Vertretern der Region Normandie erklang dann, gespielt von der Stadtmusik Vire, die Marseillaise.

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Der nächste Höhepunkt folgte im Hochzeitssaal des Rathauses von Vire. Neben den Reden der beiden Bürgermeister sowie den Vorsitzenden der Partnerschaftskomitees folgte ein Vortrag der Klasse 9A der THS. Die Schülerinnen und Schüler zeichneten mit Texten auf Französisch und Deutsch nach, wie es zu den beiden Weltkriegen und zum Naziterror kam. Sehr bewegende auch die beiden Gesangseinlagen über den Frieden von Schülerinnen und Schülern der Musikschule von Vire.

Siehe auch den Bericht einer Schülerin  über den Besuch in Vire.

Normandiefahrt 2015 Dritter Tag Teil 1

Den dritten Tag in der Normandie muss man in vier Abschnitte unterteilen.

  1. Stadtrundgang mit den Schülerinnen und Schüler der THS
  2. Mittagessen bei Ginette und André
  3. Gedenkfeier in der Kathedrale und am Uhrenturm
  4. Partnerschaftsabend

Es wird ein langer Tag werden. Wir gehen daher den 8. Mai sehr geruhsam mit einem französischen Frühstück an.

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Wie bei Gillette und André seit langem üblich, gibt es zum Frühstück einen großen Pott Kaffee mit Milch, Baguette und Croissants. Dazu Honig und selbst hergestellte Marmelade.

Um 10:00 Uhr ist Treffpunkt am Tourismusbüro Normandie am Square de la Résistance. Wir teilen die doch sehr große Gruppe auf. Ich selbst übernehme die Schülerinnen und Schüler der THS und Sonja den Rest.

Direkt am Tourismusbüro das am 06. Juni 2014 enthüllte Denkmal zur Erinnerung an die über 500 Zivilopfer bei der Bombardierung des 6.Juni 1944.

Vire 2012 - 11 083

Zuerst geht es in die Rue des Déportés. Hier steht klein und unscheinbar die protestantische Kirche für die Bocage. Diese Kirche wurde erst nach 1945 errichtet. Protestantische Gläubige die nach dem Krieg aus dem Elsass in die Normandie kamen, erbauten diese Kirche. Ich selbst habe allerdings in den vielen Jahren noch nie gesehen, dass hier auch Gottesdienste abgehalten werden. Ein besonderes Kleinod der Stadt Vire steht gegenüber dieser Kirche.

Chronik Vire 2007 158

Es handelt sich um die Reste der Saint Thomas Kirche. Diese Kirche ist das älteste Heiligtum der Stadt. (11.Jahrhundert). Die Kirche wurde im romanischen Stil erbaut und zuerst dem Erzengel Michael geweiht, später im Jahre 1180 dem heiligen Thomas. Im Jahre 1944 wurde die Kirche zerstört. Sie wurde auch nach dem Krieg nicht wieder aufgebaut und anstelle des Kirchenschiffes befinden sich Grabsteine eines Friedhofes, der im Jahre 1783 geschlossen wurde.

Rathaus Vire

Weiter geht es in Richtung Rathaus. Das „Hotel de Ville“ ist ein Beispiel der Nachkriegsarchitektur in Vire.  Das heutige Rathaus steht auf dem Gelände, wo auch das alte Rathaus stand. Dies wurde im Juni 1944 stark beschädigt. Im Jahre 1953 begann der Wiederaufbau und wurde am 21. Juni 1956 vom damaligen Präsidenten des Rates Guy Mollet eröffnet. Das zur damaligen Zeit sehr moderne Design ist das Werk des Pariser Architekten Claude Herpe. Im Rathaus befindet sich auch ein nachgebautes Modell von Vire im Mittelalter. Seit 2011 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.

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Unser Spaziergang führt uns weiter in Richtung Saint Anna Kirche. Auf dem Weg dorthin sehen wir zwei Türme der alten Stadtbefestigung. Es handelt sich einmal um das Saint Sauveur Tor und in den Turm der Laubfrösche. Dieser Turm verdankt seinen Namen den zahlreichen Geräuschen, die früher den Teich an der Schleuse bewohnten.

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Die Kirche Saint Anne wurde 1860 im neuromanischen Stil erbaut und ersetzte die zu klein gewordene Kirche neben dem Hospital.

Wir überqueren die Straße und kommen zum Museum. Das ehemalige Krankenhaus, vor dem elften Jahrhundert gegründet und war ein Asyl für Pilger, Passanten und Kranke. Im 18. Jahrhundert wurde das Gebäude neu konstruiert und beherbergt das Museum, das jedes Jahr Ausstellungen organisiert.

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Unser Weg führt uns weiter in Richtung Schleuse. Dieses Wasserreservoir wird von der Vire versorgt und ist seit dem zehnten Jahrhundert bekannt. Diese Wasserreserve trug im 14. Jahrhundert erheblich zur Entwicklung des Handels und dem Zuwachs der Bevölkerung bei. Im Tal der Vire wurden Mühlen, Gerbereien und Tuchfabriken errichtet.

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Gegenüber der Schleuse wurde 1985 ein kleiner Park eingerichtet. Der Score Baunatal erinnert an die Städtepartner-schaft zwischen den Städten Vire und Baunatal die 1983 beschlossen wurde. Auf dem Granitstein ist folgender Spruch von Friedrich von Schiller zu lesen.

Wir sind eines Herzens und gemeinsam wollen wir handeln.

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Über einen kleinen Hohlweg geht es Berg auf in Richtung Bergfried.

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Dieser viereckige Bergfried wurde nach Anweisung Henri I. 1123 aus Stein erbaut. Er spielte eine große Rolle im Hundertjährigen Krieg und wurde bereits 1630 auf Befehl Richelieus zerstört. Der große Schlossplatz vor dem Bergfried dient heute als Park- bzw. Rummelplatz.

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Es geht wieder in Richtung Innenstadt und wir kommen an der Kirche Notre-Dame vorbei. Der Baubeginn stammt aus dem 13. Jahrhundert, allerdings auf den Grundmauern einer romanischen Kapelle aus dem zwölften Jahrhundert. In den folgenden Jahrhunderten wurde diese Kirche im Spätgotik Stil erweitert und 1872 unter Denkmalschutz gestellt während der Bombardierung im Juni 1944 wurde sie zerstört und 1948 wieder aufgebaut.

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Das im Jahre 1996/97 erbaute Theater ist die nächste Anlaufstelle. Dieser Bau, ist mit den modernsten Technologien versehen und ist eines der Kleinodien der Kultur der Bass Normandie. Im rechten Teil des Gebäudes befindet sich das Theater „Le Préau“  und im Untergeschoss befinden sich zwei Kinosäle.

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Wir sind fast am Ende unserer Stadtbesichtigung. Wegen des aufkommenden Regens verzichten wir doch auf einige noch interessante Stellen in der Stadt. So zum Beispiel dem Bereich des Europaparks und des Schwimmbades.

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Die Mediathek wurde im November 2006 eröffnet. Ein interessantes Beispiel, wie man Altbau und Neubau sinnvoll miteinander verbinden kann.

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Den Abschluss unserer Tour macht das Wahrzeichen der Stadt Vire. Der Uhr- und Wachturm ist das Haupttor der Stadt im 13. Jahrhundert. Ein fast perfektes Beispiel der Militärarchitektur des Mittelalters. Im Durchgang des Turmes befindet sich ein Mahnmal zur Erinnerung an die Bombardierung des 6. Juni 1944.

Je suis Charlie

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Andouille-Messe in Vire

Baunataler stand 2014

Bürgermeister Marc Andreu Sabater (3.v.l.) begrüßt die Baunataler zur diesjährigen
Andouille-Messe in Vire

Baunataler bei der Andouille-Messe in Vire
Deutsche Spezialitäten fanden reichlich Abnehmer

Traditionell waren die Baunataler auch in diesem Jahr bei der „Foire a l’Andouille“ in der französischen Partnerstadt

Vire. Mit Unterstützung der Mitglieder des französischen Partnerschaftsarbeitskreises gewohnt großen Anklang bei den Besuchern der Messe. Um die Gäste mit deutschen Spezialitäten zu verwöhnen hatten Petra Flöter, Andrea Dittmar, die Auszubildende Viktoria Lang, und der FSJler aus den Jugendzentrum … Platt, der kräftig bei der Einrichtung des Standes mit anpackte. Sie Baunataler hatten eine große Auswahl an deutschen Spezialitäten wie Weihnachtsstolle und Vollkornbrot der Bäckerei Döhne, Ahle Wurst von der Metzgerei Krug und ein Fässchen Bier von der Hütt-Brauerei, das gern gekostet wird. Im Gegensatz zu den Deutschen, für die eine “Blume” auf dem opfengetränk nicht fehlen darf, mögen die Franzosen keinen “Mousse”, und warten bis sich der Schaum “gesetzt hat”.
Ganz begeistert von der Gastfreundschaft und herzlichen Aufnahme war auch Martina Mempel-Burjan, die zum ersten Mal dabei war und neben Amelie Diekhoff bei Sprachschwierigkeiten als Dolmetscherin einsprang. „Es war ein tolles Erlebnis“, schwärmt sie, „ich habe viele Leckereien wie Cidre, Wein, Kekse, Schokolade und natürlich Käse mit nach Hause gebracht.“ An zwei Abenden saßen Gastgeber und Gäste mit gegenseitiger Einladung bei musikalischer Unterhaltung gemütlich zusammen. Unter den Gästen war auch Baunatals Partnerschaftskreisvorsitzender Wilfried Albrecht, der in Frankreich quasi ein „Heimspiel“ hatte.
Zum Vormerken für den Kalender: Die nächste Partnerschaftsfahrt der Baunataler nach Vire ist vom 07. – 10. Mai 2015. (BN 12.11.2014)

Vire – September 2014

Vire

Nach der Kür die Pflicht.

Nach einem sehr guten Frühstück im Château d’Agneau fuhren wir bereits um 8:00 Uhr in Richtung unserer Partnerstadt Vire. Hier war um 9:30 Uhr eine Gesprächsrunde mit den beiden Bürgermeistern der Partnerstädte, den Vorsitzenden der Partnerschaftenkomitees und Vertreter von Vereinen der Stadt Vire terminiert.

12 im Rathaus
Eine sehr interessante Gesprächsrunde und ich hege die Hoffnung, dass neue Kontakte in der Partnerschaft geknüpft werden können.

2014-09-17 BNUm 11:00 Uhr gab es dann den gemeinsamen Startschuss von den Bürgermeistern und den Partnerschaftsvorsitzenden für das Radrennen „Prix cycliste du Jumelage Vire“.

Danach hatte Bürgermeister Marc Andreu Sabatier zum Mittagsessen im Hotel de France eingeladen.
Über das Restaurant habe ich ja bereits mehrmals berichtet, so dass ich mir Einzelheiten diesmal erspare.

Ich wählte ein drei Gang Menü aus. Hier war besonders der erste Gang interessant. Spezialitäten der Stadt Vire und der Normandie wurden hier eindrucksvoll von Chefkoch Jean-Michel Coccalotto verarbeitet.

02 Hotel de FranceGratin de véritable Andouille de Vire sur lit de pommes fruits au sabayon et camembert

03 Hotel de FranceSuggestion du marché

04 Hotel de FranceTrilogie de dessert maison
Crème brûlée et meringue, panna cotta et sa langue de chat, financier aux amandes.

P1080911Am Abend gab es eine Einladung zum Abendessen der Stadt Baunatal für die Delegation. Ausgesucht hatte ich das Restaurant La Pommeraie. Auch über dieses Restaurant habe ich mehrmals berichtet. Julien Guérard und Masako Guérard hatten wieder ein sehr schönes Menü zusammengestellt.

P1080915Pastete von Meeresfrüchten

P1080917Linsenrisotto

P1080920Schweinefilet mit Herbsttrompeten

P1080926Schokotarte

P1080913Am Sonntagmorgen wurde, bevor die Heimreise angetreten wurde, der Mont St. Michel besucht. Ich selbst habe das Bauwerk ja schon mehrmals aufgesucht, für Wolfgang und Herta war es aber eine Premiere. Besonders für Herta eine Herzensangelegenheit, war ihr Vater doch zwischen 1942 und 1943 hier stationiert.

P1080942Die neue Brücke ist ja mittlerweile fertig gestellt, aber es bleibt noch viel Arbeit bevor es so aussieht wie geplant.

2014- Jumelage Baunatal-Vire Partnerschaftsabend

HNA 2014-06-03 Text

„Eine neue Zukunft für Vire“

Unter dem Slogan „Eine neue Zukunft für Vire“ gewinnt  die Liste von die Kommunalwahl 2014 in unserer Partnerstadt Vire in der Normandie. 

Mit 59.20% fällt dieser Sieg überraschen deutlich aus. Von den 33 Ratsmitgliedern werden in Zukunft 27 Mitglieder der Liste „Eine neue Zukunft für Vire“ und 6 Mitglieder der Liste „Gemeinsam die Zukunft vorbereiten“ die Geschicke der Partnerstadt gestalten.

Damit gibt es nach 25 Jahren nicht nur einen neuen Bürgermeister, sondern auch eine Änderung der politischen Mehrheit. Bisher hatte das „bürgerliche“ Lager mit Jean Yves Cousin, der nicht mehr antrat, die Mehrheit in Vire.  Die Liste „Eine neue Zukunft für Vire“ ist ein Sammelbecken von verschiedenen linken Listen. Marc Andreu Sabater selbst gehört der  PRG an.

Die Parti radical de gauche (PRG, dt. Radikale Linkspartei) ist eine linksliberale und – im Gegensatz zu ihrem Namen – gemäßigte politische Partei in Frankreich. Das radical im Namen bezieht sich historisch auf die radikale Ablehnung von Monarchie und die Werte der französischen Revolution.

Die Anführerin der Liste “ Gemeinsam die Zukunft vorbereiten“ Catherine Godbarge, die bisher für die Kultur in Vire zuständig war, ist natürlich vom Wahlergebnis enttäuscht. Ihre Reaktion ist sehr kurz.

„Ich habe nicht viel hinzuzufügen. Herzlichen Glückwunsch Marc Andreu Sabater“, sagte Catherine Godbarge.

2014-06-08 Bürgermeister Marc Andreu SabaterMarc Andreu Sabater ist in Baunatal kein Unbekannter. Jahrelang war er Vorsitzender des Sportvereins USM Vire. Zusammen mit Hartmut Schäfer und Ursula Harms hob Marc Andreu 1997 die Sportpartnerschaft beider Vereine aus der Taufe.

In der Hoffnung, dass auch unter Marc Andreu Sabater die Partnerschaft sich weiter entwickeln wird, wünschen wir ihm im neuen Amt alles Gute und viel Erfolg. Wir hoffen, dass er im Mai das Partnerschaftstreffen in Baunatal begleiten wird.

Unser Dank geht aber auch an Jean Yves Cousin, der für die Partnerschaft immer ein offenes Ohr hatte und diese im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Stadt unterstütz hat.

30 Jahre Partnerschaft

Rede von Wilfried Albrecht, Vorsitzender des Arbeitskreises Vire, anlässlich des 30. Geburtstags der Städtepartnerschaft Vire – Baunatal(10.05.2013)

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Meine Damen und Herren,

liebe Freunde aus Vire und Baunatal.

Ein Wochenende nach Paris, Besichtigung des Eifelturms, eine Fahrt auf der Seine, danach ein Essen in einem guten Restaurant. Vielleicht auch nur ein Baguette mit Ginette und Babette.

Vielleicht auch ein Urlaub in der Provence  oder eine Bootsfahrt auf dem Canal du Midi. Oder es geht in den Norden in die Normandie mit ihren Kreidefelsen, eine Besichtigung des Städtchens Honfleur und die Besichtigung der Landungsstrände. Natürlich darf auch eine Besichtigung von  Mont-Saint-Michel nicht fehlen.

Betrachten wir aber auch die französische Seite. Eine Fahrt nach Berlin, eine Stadt die heute nicht mehr geteilt ist. Vielleicht auch die besondere Atmosphäre des Oktoberfestes in München genießen und erleben.

All dies sind heute 68 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges für uns fast zur Selbstverständlichkeit geworden.

Völlig anders dagegen das Verhältnis beider Völker beider Völker in den letzten Jahrhunderten.

Es ist daher ein besonderer Verdienst der beiden alten Männer Charles de Gaulle und Konrad Adenauer die diesen Vertrag ausgearbeitet und am 22. Januar 1963 unterschrieben haben.

Versöhnung, Jugend, Europa und Solidarität beschreiben im Wesentlichen die Grundzüge des deutsch französischen Vertrages. Es gab Zeiten da war man Rivale, Gegner  ja sogar so genannte Erbfeinde. Die beiden Weltkriege waren Tiefpunkte der Beziehung beider Völker. Besonders die Verbrechen der Nazi Herrschaft müssen immer in Erinnerung bleiben.

Botschaft dieses Vertrages ist, aus Feindschaft kann tiefe Freundschaft entstehen. Mehr als 85 %  der Bevölkerung in beiden Ländern haben ein gutes, ja ein sehr gutes Bild des jeweilig anderen Landes.

Zu den Grundlagen dieses guten Ergebnisses gehören zweifelsfrei auch die über 2000 bestehenden Städtepartnerschaften. Bereits acht Jahre vor dem Abschluss des Vertrages entstanden die ersten deutsch-französischen Partnerschaften. Besonders Dörfer und Städte in der Nähe der Grenzen beschlossen diese Partnerschaften.

Bei den Vorbereitungen auf den heutigen Tag habe ich  meine vielfältigen Unterlagen über die Städtepartnerschaft Vire – Baunatal durchforstet. Dabei bin ich auf nachfolgenden Beschluss gestoßen. Interessant, dieser Beschluss wurde exakt vor 30 Jahren am 10. Mai 1983 gefasst.

Ich zitiere:  Der Magistrat der Stadt Baunatal hat in seiner Sitzung am 10. Mai 1983 folgenden Beschluss gefasst:

Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, nachstehenden Beschluss zu fassen:

„Zur Förderung der freundschaftlichen Beziehungen und im Bestreben, das Zusammenleben der Menschen in Frieden und Freiheit zu sichern, ist mit der französischen Stadt Vire/Normandie eine  Städtepartnerschaft zu begründen.  Verbunden ist damit der Wunsch, dass die Bürger beider Städte, und insbesondere die Jugend, durch enge freundschaftliche Kontakte dazu beitragen mögen, das gegenseitige Verständnis unter Beachtung der Lebensformen beider Völker, zu vertiefen.

Am 16. Oktober 1983 war es dann so weit. Hier im Hochzeitsaal der Stadt Vire  wurden die Partnerschaftsurkunden unterschrieben.

Viele Frauen und Männer beider Städte haben sich um die Partnerschaft verdient gemacht. Ich möchte aber heute ins besonders zwei Männer hervorheben, ohne die diese Partnerschaft in dieser Form wahrscheinlich nicht das  Licht der Welt erblickt hätte.

Da ist auf der Seite der Stadt Vire der ehemalige Bürgermeister Olivier Stirn und auf seitens der Stadt Baunatal unser ehemalige Bürgermeister Heinz Grenacher. Ihnen gilt auch heute noch unser Dank und Anerkennung für diesen mutigen Schritt. Dank gilt auch den beiden Nachfolgern Jean Yves Cousin und Manfred Schaub.

Lassen Sie mich aus der Rede von Heinz Grenacher am 16. Oktober 1983 zitieren.

Wir sind überwältigt von der herzlichen Aufnahme und der Gastfreundschaft, die Sie uns entgegenbringen. Wir sind beeindruckt von der Atmosphäre und der Schönheit dieser Stadt wie auch von der Offenheit der Menschen, die hier leben. ………

Dem gilt es eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Die Gastfreundschaft, die herzliche Aufnahme und die Offenheit der Menschen in Vire sind heute noch genauso wie vor 30 Jahren vorhanden.

Aus der Rede von Olivier Stirn lassen Sie mich bitte folgende Sätze zitieren.

Es gibt in Frankreich 1200 Städte die verschwistert sind zwischen Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland. Die unsere zeichnet sich danach aus, dass alle Vorbereitungen und Begegnungen sehr herzlich waren, Es geschah nicht nur mit Vernunft, vielmehr aus großer Überzeugung, darum wird diese Partnerschaft ein großer Erfolg.

Natürlich gab es in diesen 30 Jahren auch Tiefpunkte in unsere Partnerschafft. Diese Tiefpunkte gibt es wahrscheinlich in allen Beziehungen. Wir haben es aber geschafft diese Tiefpunkte zu überwinden und können mit Stolz feststellen, diese Städtepartnerschaft ist ein großer Erfolg.

Lassen Sie mich einige Punkte dieses Erfolges aufzählen.

Da ist erstens die Schulpartnerschaft die seit 30 Jahren funktioniert. Bereits im Oktober 1983 fand  der erste Schüleraustausch statt. Dieser Austausch funktioniert auch deshalb, weil es engagierte Lehrerrinnen und Lehrer gab und gibt, die diese zusätzliche Arbeit auf sich nehmen und damit Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit geben, das jeweilige andere Land kennen zu lernen. Mein besonderer Dank gilt daher allen Lehrerrinnen und Lehrern die sich an diesem Schüleraustausch beteiligt haben und beteiligen.

Da ist zweitens der jeweilige Austausch im Bereich der Jugendzentren. Bereits am Anfang unserer Partnerschaft gab es diese Besuche, in den neunziger Jahren schliefen  diese Besucher leider teilweise ein, umso erfreulicher aber ist es aber, dass seit einigen Jahren diese Jugendpartnerschaft wieder auf gesunden Füßen steht. Geholfen haben wahrscheinlich gerade in diesem Bereich die Arbeiten im Rahmen des Europäischen Jahres.

Von Baunatals Seite möchte ich in diesem Zusammenhang unsere jetzige Dolmetscherin Amelie Dieckhoff sowie natürlich Dennis Vandrey nennen. Dieser hat nicht nur hier gearbeitet sondern letztendlich auch seine große Liebe gefunden, lebt ja mittlerweile in der Normandie und arbeitet im Partnerschaftskomitee Vire als stellvertretender Vorsitzender mit. Für die Stadt Vire war Danny Leplanois in Baunatal. Ich denke da, lieber Dannny, gern an unseren gemeinsam Kochabend zurück.

Da sind  drittens die jeweiligen Besuche im Bereich Musik und Sport. Im Bereich Musik gab es ja besonders in den 1980er und neunziger Jahren die jeweiligen Besuche des Männerchores Baunatal in Vire sowie die Gegenbesuche des Akkordeon Orchesters aus Vire in Baunatal. Diese gegenseitigen Besuche sind leider eingeschlafen. Dies hat auch viel damit zu tun, dass die beiden Akteure der jeweiligen Vereine entweder nicht mehr unter uns sind oder nicht mehr in Vire  leben. Da ist es auf der einen Seite Baunatals der leider viel zu früh verstorbene Hans-Dieter Thier, vielen als Monsieur „No Problem“ bekannt und auf der anderen Seite der nicht mehr in Vire lebende ehemalige Chef des Orchesters Gerard Lepage.

Mehrmals in Vire  war der Musikzug des KSV Baunatals und die Stadtmusik Vire hat Baunatal mehrmals besucht.

Die Musikfreundschaft hält seit einigen Jahren der Musikzug des GSV Eintracht Baunatal, unter der Leitung des Vorsitzenden Rainer Heine  sowie des Chefdirigenten Peter Cloos, hoch.

Auch seitens der Stadt Vire ist es die Musikgruppe Bagad, die mit ihrer keltischen Musik auch die Baunataler bei den letzten Stadtfesten begeistern konnte.

Hier mein Dank an beide Musikgruppen.

Im Bereich Sport gibt es leider zurzeit einen kleinen Durchhänger. Wir konnten trotz intensiver Suche leider keine Sportlerinnen und Sportler bewegen diesmal mit nach Vire zukommen. Auch hier müssen persönliche Beziehungen wieder aufgebaut werden.

Da ist viertens der Besuch der Wirtschaftsgemeinschaft Baunatals  bei der Andouille Messe in Vire. Seit 1993 wird diese Messe von uns besucht. Ein besonderer Höhepunkt wird es im November diesem Jahr geben.  De Stadt Baunatal und die GrimmRegion Nordhessen werden als Partnerschaftsregion während der Messe die Stadt und die Region vorstellen. Ich persönlich freue mich bereits jetzt auf diesen besonderen Höhepunkt unserer Partnerschaft.

Der letzte Besucher einer Wirtschaftsdelegation aus Vire bei einer Wirtschaftsmesse in Baunatal fand letztmalig im Jahre 2003 statt. Ich hoffe dass trotz allen  wirtschaftlicher Schwierigkeiten in den nächsten Jahren wieder einmal Betriebe aus Vire  in Baunatal auftreten können.

Da sind fünftens natürlich die jährlichen offiziellen Besuche in unseren jeweiligen Partnerstädten. Hier sind seit drei Jahrzehnten persönliche Freundschaften entstanden. Wer alle Fahrten mitgemacht hat, hat jeweils 15mal die jeweilige Partnerstadt besucht. Mein Dank gilt daher an alle Familien die diese besondere Art der Freundschaft hegen und pflegen.

Lassen Sie mich bitte stellvertretend für diese Familien die bereits seit 1983 diese Freundschaften pflegen jeweils zwei Familien nennen.

Familie Neusel  mit der Familie Legoupil  sowie Familie Peter und Familie Briquet.

Lassen Sie mich zum Schluss meiner Ausführung ein ganz persönliches Fazit ziehen. Ich hatte das Glück bei der ersten Fahrt 1983 nach Vire mit dabei sein zu dürfen und wir mit Ginette und André Freunde fürs Leben gefunden haben. Ich habe meine unzähligen Fahrten in die Normandie und in die Stadt Vire zum Schluss nicht mehr gezählt. Ich vermute einmal es sind so ca. 80-85 Fahrten die ich mit Bus und Auto durchgeführt habe. Eine Fahrt möchte ich besonders hervor stellen. Das sind die 1100 km von Baunatal nach Vire mit dem Rennrad, die knapp 30 Sportbegeisterte aus Baunatal im Jahre 2008 gefahren sind. Diese besondere Fahrt werden wir, so sehe ich es lieber Manfred, bestimmt nicht vergessen. Ein neuer Höhepunkt wird es bestimmt Ende August diesen Jahres gebenn, wenn wir dann von Vire nach Baunatal radeln, aber das ist Zukunft.

Für die Zukunft hoffe ich, dass die Städtepartnerschaft zwischen unseren beiden Städten weiterhin bestehen bleibt und sich auch weiterhin gut entwickeln wird. Hier ist besonders die Jugend aufgerufen das begonnene fortzufahren. Ich rufe alle Jugendlichen beider Städte auf, führt bitte in euren Interesse diese Partnerschaft weiter.

Ich persönlich werde Ende des Jahres als Vorsitzender des Baunataler Partnerschaftskomitees zurücktreten. Ich begleite diese Partnerschaft seit 1983, war seit 1986 stellvertretender Partnerschaftsvorsitzender und seit 1991 Vorsitzender der Partnerschaft mit der Stadt Vire. Ich bin der Auffassung, dass es Zeit ist für Veränderungen, für neue Ideen und die 30 -jährige Partnerschaft ist der richtige Zeitpunkt diesen Schritt zu machen. Ich werde natürlich weiterhin in der Partnerschaft tätig sein, sie sehen, Sie werden mich nicht los.

Ich hoffe, dass mein Nachfolger bzw. Nachfolgerin, noch ist nicht gewählt, mit genauso Herzblut an die Sache herangeht wich ich. Ich bin davon überzeugt.

Mein ganz besonderer Dank gilt meinen Freunden Ginette und André ohne die ich diese vielen Fahrten bestimmt nicht unternommen hätte. Dieser Dank liebe Ginette, lieber André kommt natürlich auch von Irmtraud.

Für die vielen wunderbaren Jahre sage ich schlicht „Merci“.

Zum Schluss ein Satz von meinem Freund André aus dem Jahre 1983::  Vergeben ja, vergessen nein.

Es lebe die deutsch-französische Freundschaft und es lebe die Freundschaft der beiden Städte Baunatal und Vire. Es lebe die Vereinigten Staaten von Europa.

BIB France 2013

Auszeichnung

Im neuen Michelin France 2013 wird das Restaurant „Manoir de la Pommeraie“ in Vire  mit einem

BIB ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch an Masako & Julien GUERARD aus unsere Partnerstadt.

BIB Gourmand

Im Restaurantführer Guide Michelin steht Bibendum als Symbol für die Kritik „Bib Gourmand“, mit der Restaurants ausgezeichnet werden, die „sorgfältig zubereitete und preiswerte Mahlzeiten“ anbieten.

Hier mein Bericht aus dem November 2012

https://29alwi.wordpress.com/2012/11/19/le-manoir-de-la-pommeraie-vire/