Rückblick 01

Rückblick Nr. 01 geht, wie könnte es auch anders sein, in die Normandie. In Baunatal wird 1982 über eine „Jumelage“ diskutiert. Da ich seit einem Jahr (1981) im Stadtparlament sitze, bin ich natürlich auch davon betroffen und befürworte energisch diese Partnerschaft. Eine Vorab -Delegation war im April von einem geheimen Besuch in Vire mit positiven Eindrücken zurückgekommen. Da ich noch etwas Resturlaub hatte und ich mich, vor der Abstimmung,  gern selbst informieren wollte machte ich mich Ende Juli mit der Familie auf den Weg in Richtung Vire.

Erster Zwischenstopp war Köln mit dem Besuch in „Franz Kellers Restaurant“.(Rückblick folgt) Am nächsten Morgen dann über die Autobahn in Belgien, noch mit Grenzkontrollen, bis zur ersten Raststätte an der A1 „ Aire de service d’Assevillers“. Hier wurde ein getankt ein erster café au lait getrunken. Dann ging es auf die N29 über Amiens und Aumale Richtung Rouen. Die Durchfahrt durch Amiens brachte mich zum Schwitzen. Damals war ja nur Karte, Spürsinn und rechtzeitiges entdecken der nächsten Abzweigung angesagt. In der Nähe von Aumale wurde dann zum ersten Male die Normandie mit dem Departement Seine-Maritim erreicht. Die Weiterfahrt erfolgte über Rouen, auch hier war die Durchfahrt nicht einfach, dann auf die A 13, die „Normandie Autobahn“ und zu unserer ersten Übernachtung in Thury Hartcourt in der „normannischen Schweiz“ gelegen. Im Hotel Restaurant Relais de la Poste( Rückblick folgt) wurde übernachtet und vorzüglich gespeist.

1982 Normandie 01

Die Fahrt wurde durch die „normannische Schweiz“ fortgesetzt und gegen Mittag des 23.07.1982 erreichte ich erstmals die Stadt Vire. Es folgte eine Besichtigung von ca. 3 Stunden. Der Platz des 6. Juni, der Uhr- und Wachturm, Schlossplatz mit der Ruine und die Kirche Notre-Dame waren die besonderen Merkmale der ersten Tour.

82 uhrenturm

Im Cafe Vivaldi, gegenüber dem Rathaus, wurde ein Kaffee getrunken. Das zum damaligen Zeitpunkt beste Restaurant in Vire, das „Chevel Blanc“, hatte an diesem Mittag geschlossen. Dieses Haus hatte damals im Michelin 1 Stern. Es wurde Ende der 80ziger Jahre geschlossen. Über die N 175 erfolgte die Fahrt zurück in unser Hotel.

82 rueNach einem „kargen“ französischen Frühstück, war eine Besichtigung des Mont St. Michel geplant. Anscheinend hatten aber an diesem Tage auch andere diese Besichtigung vor. Ein Durchkommen bis zum eigentlichen Eingang der Kirche war nicht möglich. Die „rue“ war unpassierbar. So wurde der „heilige Berg“ diesmal leider nur von außen Besichtigt.

Die Rückfahrt erfolgte über Avranches, Villedieu-les-Poeles,  Villers Bocage nach Caen. Hier wurde im Hotel Dauphin am 25.07. und 26.07. übernachtet. Wir hatten in diesem Hotel viel Glück, da an dem Empfang uns eine deutsche Stimme erwartete. Eine Austausch-studentin aus Bayern war unsere Rettung.

Dass man sich nicht immer auf die Restaurantführer verlassen kann, erfuhr ich hier sehr deutlich. Da das Restaurant des Dauphins am 25.07. seinen Ruhetag hatte, wurde trotz Warnung unserer Studentin im mit 1 Stern gekrönten Restaurant „Le Relais des Gourmets“ ein Tisch gebucht.

Die Bedienung war unfreundlich, das Essen fast ungenießbar und die Rechnung gepfeffert. Zum Schluss stellte sich dann auch noch heraus, dass der Oberkellner aus Deutschland kam, uns aber in keiner Weise bei der Auswahl geholfen hat. Das bereits hingelegte Trinkgeld wurde wieder zurückgenommen. Zwei Jahre später verlor das Restaurant verdientermaßen den Stern.

Am nächsten Tag erfolgte die Besichtigung der Invasionsküste. Von Caen über die D 22 erreichte man Arromches-les Bains mit seinen Resten des künstlichen Hafens. Die D 514 führte uns zu Port en Bessin mit seinem Hafen, nach Colleville sur Mer mit dem amerikanischen Soldatenfriedhof, zum Ponte du Hoc und nach Le Cambe zum deutschen Soldatenfriedhof.

Eine für uns eindrucksvolle Zeitreise. Über die N 13 ging es wieder zurück nach Caen.

Das Abendessen wurde im Restaurant Dauphin eingenommen. Eine normannische Spezialität folgte nach der anderen, ein völlig anderes Essen als am Vortag.

Am 27.07.1982 wurde die Heimreise über Rouen – hier wurde die Innenstadt besichtigt – und Belgien angetreten. Ein ereignisreiches Wochenende  ging zu Ende.

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