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Kategorie-Archiv: Normandie

La Foire à l’andouille 2017

La Foire à l’andouille 2017

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Seit 1982 reise ich in die Normandie. Grund ist die Städtepartnerschaft (Jumelage) mit der Stadt Vire im Departement Calvados. Ich kann es einfach nicht oft genug wiederholen. Die Normandie ist einfach zum Träumen schön. Beeindruckende Landschaften im Hinterland wie z. B. das Pays d’Auge in den Départements Calvados und Orne und ein Stückchen auch im Département Eure wechseln sich ab mit geschichtsträchtigen Monumenten. Die Ortschaften an der Küste sind fast perfekte Urlaubsorte, sind aber auch Mahnmale für die Befreiung Europas im Jahre 1944.

Auch kulinarisch ist die Normandie zu empfehlen. Neben den vielen leckeren Spezialitäten in urigen Dorfrestaurants oder in den gehobenen Sterne Restaurants, sollte man  unbedingt in den Genuss der 3 C’s kommen – Cidre, Calvados und Camembert. Cidre ist ein regionaler Apfelschaumwein, Calvados ein typischer Apfelbranntwein und Camembert – tja, den leckeren Weißschimmelkäse dürfte wohl jeder kennen. Einfach nur köstlich.

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Zu diesen besonderen Spezialitäten der Normandie gehört auch die Andouille de Vire in unserer Partnerstadt.

Seit 1989 findet Ende Okt. eines jeden Jahres „La Foire à l’andouille de Vire-Normandie“ statt und die Stadt sowie Wirtschaftsbetriebe aus Baunatal beteiligen sich seit 1993 an dieser Messe.

Für mich war es mittlerweile die 23zigste Fahrt zu dieser Messe und es war eine besondere Fahrt. Zum ersten Male seit der Partnerschaftsgründung war ich ohne Mandat bzw. Vorsitz in Vire. Ein völlig neues Gefühl. Ein Besuch ohne Verantwortung und ich habe es mit einem lachenden und weinenden Auge genossen.

Zusammen mit meinem Bruder Gerhard habe ich diesmal die Fahrt im privaten PKW unternommen, man braucht ja schließlich einen Chauffeur. Hatten wir am frühen Morgen die Problemstelle Köln gut gemeistert, kam es danach gleich zu erheblichen Verzögerungen auf der Autobahn. In Höhe der Raststätte Aachener Land der erste Stau, danach in Belgien zwei Baustellen mit einer Gesamtlänge von fast 40 km und kaum in Frankreich der nächste Stau. Ein Lkw hatte sich auf der Autobahn lang gelegt. Meine reine Fahrzeit  beträgt üblicherweise ca. 8 ½ Std. diesmal jedoch waren es fast 11 ½ Std. bis wir in Vire endlich ankamen. Ein Abstecher nach Honfleur oder Rouen war daher leider  nicht möglich.

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Andouille de Vire mit Honig, Apfel und Salat

Die Übernachtung erfolgte wieder im Hotel de France und nicht wie sonst üblich privat. Das Abendessen wurde im Restaurant des Hotels eingenommen. Fehlen dürfte dabei natürlich nicht die Spezialität der Stadt Vire.

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Am nächsten Morgen bei der Eröffnung der Messe war ich selbstverständlich dabei und es ist immer wieder schön Freunde aus Vire zu begrüßen.

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Meine „Freundin Nathalie Genestal“ vom Weingut Petit Batou  im Bergerac. Hier kaufe ich jedes Jahr einige Kisten Rotwein.

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Nach dem Messerundgang gab es dann eine leichte Mittagsmahlzeit.

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Lachsterrine

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Jacobsmuschel

Am Abend dann der Besuch im Restaurant Vrai Normand. Auch hier wieder Spezialitäten aus der Region und da die Jakobsmuschel Zeit begonnen hat wurde als Hauptgericht natürlich die Muschel ausgesucht. Wie immer in den letzten Jahren hat es mir im Vrai Normand sehr gut gefallen. Herzliche Begrüßung durch die Chefin des Hauses und den netten Service Damen. Auch Chefkoch Mickael  Wahl ließ sich kurz blicken.

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Restaurant Vrai Normand

Das Frühstück am nächsten Morgen wurde nicht im Hotel eingenommen sondern wie so häufig in der letzten Zeit in Vire wurde in einer Boulangerie Croissants gekauft und im gegenüberliegenden „Café Zentral“ ein Cappuccino dazu getrunken.

Danach ging es ab in Richtung Küste. Zielpunkt war diesmal die Stadt Bayeux . Zielpunkt waren nach langen Jahren wieder einmal das Musée de la Tapisserie.

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Seit fast einem Jahrtausend lockt der berühmte Wandteppich von Bayeux Besucher aus aller Herren Länder in die kleine Stadt im Bessin. Der Wandteppich stellt die Eroberung Englands durch Wilhelm den Eroberer dar.

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Aber auch sonst hütet Bayeux seine Vergangenheit. Überall in den Gassen und auf den Plätzen rund um die Kathedrale spürt man das historische Flair. Bei dem Rundgang durch die Altstadt fand ich endlich in einem kleinen Delikatessengeschäft einen Calvados nachdem ich schon lange gesucht hatte. Ein Jahrgangs Calvados des Jahres 1983. Eine Erinnerung an das Gründungsjahr unserer Städtepartnerschaft.

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Danach wurde in Asnelles in unserer bekannten „Bretterbude“ (La Barak’a) ein kleines Mittagessen eingenommen.

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Auch hier wieder Jakobsmuscheln und danach eine Tarte Tatin.

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Das Abendessen wurde dann gemeinsam mit unseren französischen Freunden und der Delegation in der „Auberge de la Fosse“ eingenommen. Auch dieses Abendmenü ist mittlerweile zur lieb gewonnenen Gewohnheit bei unserem Besuch in Vire zur Messezeit geworden.

Am anderen Morgen(Sonntag) regnete es in Strömen. Mein Bruder und ich änderten daher kurzfristig unsere Terminvorstellungen und fuhren in Richtung Heimat. Bis zur belgischen Grenze begleitete uns der Regen.

Ein wunderschönes Wochenende war leider wieder viel zu schnell vorüber gegangen. Der nächste Besucher in Vire steht bald an. Mitte Januar wird eine Bilder Ausstellung über 50 Jahre Baunatal in Vire gezeigt. Ich hoffe, dass sich bei der Ausstellungseröffnung dabei sein kann.

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Foire a L‘ Andouille de Vire 2017

2017 Foire a L' Andouille de Vire

Le Jardin des Plumes – Restaurant

 

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Blick auf Hoteleingang und Terrasse.

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Amuse Bouche , Parmesan Cracker , Sellerie, Tomate

11 Amuse Bouche

Amuse Bouche, Lachs, Oktopus, Schnecken

12 Bauernhuhn, Austern und tomme de Normandie

Gebeizte Bauern Poularde, Artischocken Austern und Tomme aus der Normandie

12a Langoustine, Radieschen, Andouille de Vire

Langoustine, Buchweizen, Radieschen, Andouille de Vire

13 Taube

Taube, Sellerie, Champignon und Spinat.

13a Daurade

Daurade, Karotten, Fenchel

14 Madel, Orange, Estragon

Mandel, Orange, Estragon.

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Exotische Früchte, Vanille Sorbet und Piment.

15 Süsser Abschluss

der süße Abschluss

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Das Restaurant.

 

 

 

Jumelage – Verabschiedung

2017 Alain Vallee

Le Manoir de la Pommeraie – Vire

Am Stadtausgang von Vire an der D 524 in Richtung Flers befindet sich das Gourmetrestaurant Le Manoir de la Pommeraie in einem charmanten Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert. Seit unserem letzten Besuch im Jahre 2014 hat sich einiges getan und Julien Guérard (Chef de Cuisine) und seine Ehefrau Masako Guérard (Chef Pâtissière) haben kräftig investiert.

10 La Pommeraie Wintergarten

Anbau Wintergarten

So wurde ein charmanter Wintergartenanbau unter Berücksichtigung des vorhandenen Gebäudes in Richtung des Parks erstellt. Auch die gesamte Inneneinrichtung bekam eine zeitgenössische Atmosphäre. Im Bereich der Einfahrt und der Parkplätze wird zurzeit noch kräftig gebaut. Man kann hier nur hoffen und wünschen, dass entsprechend viel Grün gepflanzt wird.

Geblieben ist die interessante französische Küche die reich an Aromen mit saisonalen und regionalen Produkten arbeitet.

Bei den Menüs werden zwei Richtungen vorgegeben. Einmal ein Menü à la Carte Blanche und Menü Terroirs de Normandie. Wir bestellten ein Drei Gang Menü Carte Blanche bestehend aus Vorspeise, Hauptspeise und Dessert. Man wird sowohl bei der Vorspeise als auch bei der Hauptspeise nur gefragt ob Fisch oder Fleisch. Beim Dessert ob Schokolade oder Obst. Man begibt sich also in die Hände des Küchenchefs und man fährt sehr gut damit.

Unser Menü sah wie folgt aus:

14 Amuse- Stopfleber-Ananas

Amuse Bouche : Stopfleber mit Ananas.

 15 Langoustinos

Carpaccio von Languste und Mango, Limone und Koriander.

 16 Lamm

Geschmorte Lammhaxe mit Schwur Gemüse und Bratkartoffel.

 17 Schokolade Himbeere

Schokoladenschnitte mit Himbeere und Sorbet.

Seit einigen Jahren hat das Haus einen BiB im Guide Michelin. Nach meinen langjährigen Erfahrungen in der normannischen Restaurantszene und meinem letzten Besuch im Sternerestaurant Les Jardin des Plumes bin ich der festen Überzeugung, dass ein Stern längst über Vire und dem „Le Manoir de la Pommeraie“ strahlen müsste.

11 Speissaal

Speisesaal

13 Garten

Blick in den Garten

6. Juni

Dienstag, 6 Juni, ein besonderen Tag, D-Day, der längste Tag, 73zigste Jahrestag der Invasion,  für viele der letzte Tag. Ein Gedenktag für Frieden in Freiheit.

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Le Jardin des Plumes – Hotel

In einem normannischen Herrenhaus aus dem Jahre 1912 befindet sich dieses kleine Hotel mit nur 8 Zimmern. Sehr ruhig gelegen mit einem wunderbaren kleinen Park. Nicht zu hören ist die in der Nähe vorbei führende D5. Auch die Parkplätze sind so gelegen, dass man ankommende bzw.  wegfahrende Fahrzeuge nicht mitbekommt.

Sehr netter Empfang an der Rezeption, die Koffer werden auf das Zimmer gebracht. Das Doppelzimmer im Herrenhaus war geschmackvoll eingerichtet. Das Bett ca. 160 breit. Nicht ganz gefallen konnte uns das Bad. Auch wir alles vorhanden was man in einem solchen Haus erwartet, aber Schwachpunkt war die freistehende Badewanne. Durch die vorhandene Dachschräge konnte man nicht duschen, ein Duschvorhäng etc. war nicht vorhanden.

Zum Haus und Garten von Claude Monet sind es nur ca. 700 m und 500m vom „Musée des Impressionnismes“ Giverny.

Bei schönstem Wetter haben wir den Aperitif und die Amuse Bouche im Garten eingenommen. Auch hier ein kleiner Kritikpunkt. Die Kunststoffstühle und die Tische passen aber überhaupt nicht in das sonst so gepflegte Ensemble.

Die nicht vorhandene Dusche und die Stühle waren aber auch die einzigen Schwach-punkte im Haus.

01 Hotel

 

03 Zimmer

 

06 Aussenanlage Hotel

 

04 Blick aus dem Zimmer

Jumelage 2017

06a Aussenanlage Hotel

Das Himmelfahrtswochenende eines jeden Jahres gehört der Städtepartnerschaft Vire Normandie und Baunatal. In den ungeraden Jahren, wie jetzt 2017, geht es in Richtung Normandie. 70 Baunataler mit zwei Bussen, haben sich am Himmelfahrtstag also auf die rund 950 km lange Reise gemacht. Mit dabei der Musikzug des GSV Eintracht Baunatal, eine Gruppe Jugendlicher und viele Baunataler die seit Jahrzehnten die Freundschaft mit französischen Familien pflegen. Aber nicht nur Busse waren unterwegs in Richtung Normandie. Viele haben die Strecke auch mit privaten PKWs in Angriff genommen. Auch die Bahn war Transportmittel. So ging es von Kassel über Frankfurt und Paris nach Vire.

02 Hotel

Wie in den letzten Jahren üblich sind wir mit dem PKW in die Normandie gefahren. Auch diesmal war natürlich ein kleiner Abstecher in ein Sterne Restaurant eingeplant. Zwischenstation war das Hotel Restaurant Le Jardin des Plumes in Giverny

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Am nächsten Tag wurde dann dem Haus und Garten Claude Monet ein Besuch abgestattet.

10 Camembert

Über Évreux, Bernay, Camembert und Falaise wurde am späten Nachmittag schließlich unserer Partnerstadt erreicht. Aus den verschiedensten Gründen konnten wir nicht in der Familie übernachten, sondern haben im Hotel de France die Zeit verbracht.

 

20 Ankunft in Vire

Nach einer Fahrzeit von gut 14 Stunden erreichten dann die beiden Busse den Zielort. Nach herzlicher Begrüßung, einer Musik Einlage vom keltischen Ensemble Kadl Vire/Saint Lo und einem Begrüßungstrunk ging es dann für die Teilnehmer zu den Gastfamilien. Viele kennen sich Jahrzehnte, für andere war es das erste Mal dass man die Partnerstadt besuchte. Wir selbst haben das Abendessen im Hotel de France eingenommen. Das Hotel und Restaurant habe ich ja bereits ausführlich beschrieben.

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Am Freitag dann Besuch des Marktes in Vire, ein ausgiebiges Mittagessen bei Ginette und am Abend dann der Partnerschaftsabends mit einem normannischen Menü.

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Mit einem Besuch am Samstag in Villedieu-les-Poêles, einem Mittagessen im Restaurant Manoir de la Pommeraie in Vire, bereitete man sich auf den Höhepunkt des Tages vor.

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Ein Serenaden Abend mit den beiden Musikzügen GSV Eintracht Baunatal und dem keltischen Ensemble Kadl Vire/Saint Lo folgte vor dem „Théâtre du Préau de Vire“.

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Für mich selbst hatte man noch eine viel größere Überraschung vorgesehen. Bürgermeister Marc Andreu Sabater ernannte mich im Auftrage der Körperschaften der Stadt Vire zum Ehrenbürger. Ich war gerührt und hatte plötzlich einige Freudentränen im Auge.Mit einem Abendessen bei Ginette endede dieser besondere Tag. Natürlich fehlte ein Gläschen Champagner nicht.

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Sonntagmittag sollte eigentlich der kulinarische Höhepunkt sein. Wir hatten Tisch und Bett bei David Goerne im Manoir de Rétival reserviert. Leider mussten wir aus gesundheitlichen Gründen diesen Termin absagen. So machten wir uns dann am Sonntagmorgen gegen 8:00 Uhr auf den Heimweg. Nach einer reinen Fahrzeit von 8 Stunden 30 Minuten sind wir dann in Baunatal wieder gelandet. Ein ereignisreiches Wochenende lag hinter uns. Wir freuen uns schon auf die nächsten Besuche in Vire bzw. den Gegenbesuch im nächsten Jahr zu Himmelfahrt in Baunatal.

PS: Berichte über die einzelnen Tage werden folgen.

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Villedieu les Poêles – Mauviel

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Bericht folgt.

2016 Normandie Impressionen

Fahrt vom 28.Okt. – 01. Nov. 2016 anl. der 26.Foire à l‘ Andouille de Vire

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Santa Catharina – Honfleur

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Honfleur – Hafen

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Uhrenturm – Vire

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Messestand

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Abendessen im Vrai Normand. Dank an Service und Küche.

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Wer an Europa zweifelt, sollte Soldatenfriedhöfe besuchen.

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Le MontSaintMichel