Wochenende 11.- 12. Sept. 2021

Samstag 11.09. 2021

Zum Auftakt: Pimientos de Padron
Riesengarnelen, gebraten und pur serviert.
Rösti, frische Forellenfilet, griechischer Joghurt, Radieschen, blauer Schwede, Kräuter.
Die Idee stammt aus „Der Feinschmecker“ 10/2021. Aber völlig anders gestaltet.
Pflaumenkuchen aus der eigenen Küche.

Sonntag 12.09.2021

Steinpilze mit Crème fraîche
Forellenfilet nur auf der Haut gebraten, Fenchel-Tomatengemüse, Weißwein, Noilly Prat, Pastis.
Scheiben vom Dry Aged Entrecote, Mini Karotten, Spaghetti Kürbis, Rotweinsauce
An beiden Tagen

Mondi – Kassel -2021

Pelle Kossmann und seine Mannschaft  bieten in der Wilhelmshöher Allee 34 in ihren Restaurant „Mondi“ eine frische saisonale und regionale Küche an. Die Idee scheint ihnen recht zu geben. An diesem Abend war sowohl innen als auch außen alle Tische besetzt. Vier Köche setzten die wohl gemeinsam entwickelten Gerichte um. Drei Servicekräfte, an der Spitze Kossmann selbst, bringen die Teller an den Tisch. Dabei erläutern sie jeden Gang. Woher kommen die Zutaten und wie werden sie zubereitet. Dabei scheint es Kossmann wichtig zu sein, dass man erfährt wo er einkauft und  darüber hinaus wo seine  Lieferanten wohnen. So kommt z. B. das Gemüse aus Witzenhausen, Kassel und Fuldatal. Die Fische aus Fritzlar und die Hühner aus Witzenhausen-Unterrieden.

Besonders zu loben ist das selbst gebackene Brot und die selbst hergestellte Butter. Das Brot erinnerte mich an einen Besuch in Belgien bei Kobe Desramaults im Restaurant „In de Wulf“. Hier hat Kossmann, so erzählte er es, 2016 eine Zeitlang gearbeitet. https://alwisgenussreisen.com/2013/05/17/in-de-wulf-belgien/

Danach kamen neun kleine Gänge. Neun Gänge hört sich viel an, aber die ersten vier Gänge sind kleine „Häppchen“, die in schneller Reihenfolge serviert werden. Erst danach kommen Bestecke auf den Tisch. Bei den „Hauptgerichten“ ist das Huhn mit Mais, Bohnen und Rucola zu erwähnen. Das Stück Fleisch von Bio-Qualität war besonders zart und saftig gebraten. Die fünf Weine kamen aus Deutschland, Frankreich und Griechenland. Interessante Weine die weiter getestet werden müssen. Ein weitere Grund das „Mondi“ schnellstens wieder zu besuchen. Ach ja die Preise: 49 € für das Menü und 28 € für die Weine.

Fazit: Die hohen Anspruche an die Qualität von Produkten, Zubereitung und Service die er an sich selbst und seine Mannschaft stellt, wurden an diesem Abend erfüllt. Das „Mondi“ ist ein Gewinn für Kassel.

Brot, selbst gebacken. Eine schöne krosse Kruste, ein Brot wie ich es liebe.
Butter, wird von den Köchen selbst hergestellt.
Pflaume, Essig, Chili
Weißer Tomatensud, Rosenwasser und Melone
Tomaten, Paprika und Ricotta,
Ab jetzt gibt es Messer, Gabel und Löffel. Forelle von Rameil in Fritzlar mit Zucchini und Mandelmilch

Bio Huhn, Mais, Bohnen und Rucola
Als Dessert: Gurke. Joghurt und Kerbel
Zitrone und Liebstöckel

Die Weine

Kalbskottelet und mehr

Blätterteig mit Ei und Krabben
Kartoffelsuppe (kalt) mit Lauch und Kammmuscheln
Ein Teller Salat und Gemüse
Gratiniertes Kalbskottelet
Vermählung

Söl’ring Hof Sylt 2021

Söl’ring Hof 22.07.2021

Kulinarischer Höhepunkt bei unserem diesjährigen Sylt Aufenthalt war zweifelsfrei der „Söl’ring Hof“ in Rantum. Hausherr ist zurzeit wohl noch Johannes King, die Küchenleitung hat aber bereits seit einiger Zeit Jan-Phillip Berner. (PS: ändert sich ab 01.01.2022, Berner wird auch Hausherr und King scheidet aus)

Auch hier war es mit der Reservierung nicht einfach. Eine Reservierung in der angedachten Zeit war leider nicht möglich, so die Auskunft. Man wurde uns auf die Warteliste setzen. Dann hatten wir doch noch Glück. Jan-Phillip Berner bot uns an, im Port-Room,  ein separater Private Dining-Raum mit  Blick in den Weinkeller, zu speisen. Wir griffen sofort zu und haben es nicht bereut.

Nachdem wir die COVID 19 Prozedur hinter uns gebracht hatten, im Übrigen „streng“ überwacht von Hausherr Johannes King, wurden wir von Gerritt Fischer, Demi Chef de Rang, empfangen und in den Port-Romm geleitet. Herr Fischer war den gesamten Abend für uns zuständig und man muss ihm ein großes Lob aussprechen. Immer anwesend, wenn man ihn brauchte, ansonsten sehr diskret im Hintergrund.  Auch Jan-Phillip Berner begrüßte uns und wir entschieden und für ein 6 Gang Menü. Davor gab es noch 5 kleine „Häppchen“ und im Anschluss des Menüs noch 5 kleine Süßigkeiten.

Die spannende Küche von Berner und seiner Mannschaft haben wir bereits im vergangenen Jahr genießen dürfen und ich darf für mich feststellen, es war noch um einiges  besser. Geht hier einer auf den 3 Stern zu?

Bereits die „Häppchen“ zeigten die Richtung an. Man blieb auf der Insel und holte die Zutaten von den Salzwiesen und dem Meer.

Hervorzuheben ist hier der Gang mit Forellenrogen ~Rauchbouillon ~Schnittlauch. Durch den angegossenen Rauchbouillon entwickelte sich ein Umami Geschmack sondergleichen. Ich vergebe ungern Punkte, aber hier wurde ich 10 von 10 geben.  

Aus dem Menü möchte ich nur ein Gerichte hervorheben. Ochsenherztomate ~ Speck vom dänischen Protestschwein ~Kapuziner. Große Frage, was ist ein dänischen Protestschwein. Wir wurden von Gerritt Fischer aufgeklärt. Die eigentlicher Rasse, das Rotbunte Husumer Landschwein, ist eine vom Aussterben bedrohte Nutztierrasse. Wer genaueres wissen möchte, dann bitte hier nachsehen https://www.hockmannshof.de/Rotbuntes-Husumer-Landschwein.html

Die Weine: Grauburgunder Henkenberg von Weingut Salwey und ein Spätburgunder von Huber, Malterdinger.

Ein wunderbarer Abend, der nicht billig war. Das war uns auch bekannt und es war jeder Cent wert.

Amuse Bouche: von den Salzwiesen und dem Wattenmeer

Taschenkrebs ~Dreizack ~Salzmelde ~Strandportulak /

Makrele ~Alge ~Queller ~Strandwermut /

Meeräsche ~Nordseekrabbe ~Küstensenf ~Salzmiere  /

Kartoffelbrot ~Sauerrahmbutter ~Kräuter     

 
Forellenrogen ~Rauchbouillon ~Schnittlauch   

Königskrabbe ~Gurke ~Dill ~Verbene. Dazu ein erfrischendes Gurkensüppchen mit Dill

Ochsenherztomate Speck vom Dänischen Protestschwein ~Kapuziner

Steinbeisser Ossietra Kaviar Söl´Ring Hof Edition ~Erbse und Nussbutter

Kalbsbries ~Kaisergranat ~dicke Bohne ~Pfifferling
Rehrücken~Spitzkohl ~weiße Rübe ~ rote Johannisbeere
Herzkirsche~ Melisse ~Mandel ~weiße Schokolade

schwarze Johannisbeere ~Apfelminze / Brombeere ~Armagnac   / Stachelbeere ~Champagner ~römische Ampfer  / Himbeere ~Sauerklee / Heidelbeere ~Gartenkräuter ~Vanille    

Blick in den Weinkeller

Coast – Rantum – 2021

Coast, Rantum

In den reetgedeckten Haus, direkt an der Hauptstraße Westerland-Hörnum gelegen wird eine grundsolide Küche serviert. Ausreiser nach oben bzw. nach unten konnten wir nicht feststellen. Der Service war in Ordnung, der Weißwein, von Schäfer-Fröhlich, hatte die richtige Trinktemperatur. Auch das Glas Rotwein, Collepino 0.2 l, konnte gefallen. Der Servicerhythmus  war in Ordnung. Die beiden Suppen, einmal Kokossuppe bzw. Fischsuppe hatten ganz schön Feuer. Wir kamen ins Schwitzen. Die Fischfilets, Wolfsbarsch bzw. Kabeljau waren auf den Punkt gegart. Auch die  Crème brûlée war in Ordnung. Lediglich das Lammfilet ließ Fragen offen. Wie im Foto sichtbar war es genauso gebraten, wie ich es bestellt hatte. Es hatte allerdings eine doch erhebliche Festigkeit, die ich bisher bei Lammfilets noch nicht erlebt habe. Das „Kauwerkzeug“ hatte ganz schöne Arbeit zu verrichten. Es waren aber keine Sehnen oder dergleichen vorhanden.

Den Abend wurde mit einer „Alten Zwetschge“ beschlossen.

Eingang
„feurige“ Fischsuppe
Lammfilet
Crème brûlée

Sylter Royal – List – 2021

Sylter Royal

Wer gern Austern ist, wie wir, ist hier natürlich bestens aufgehoben. Frischer als hier geht es nicht. Wir haben nachmittags bei herrlichen Sylt Wetter auf der Terrasse platz genommen. Auch hier wurden die Pandemieregeln perfekt umgesetzt. Flotter netter Service, der den Laden im Griff hatte. Zum Trinken ein „Bimmerle“ Chardonnay, später wurde auch noch eine zweite Flasche nachgeordnet. Wir haben uns durch die Austernkarte durchgearbeitet. „Nackte“ und überbackene Austern, Miesmuscheln sowie Chili Garnelen kamen auf den Tisch. Zum Abschluss Espresso und Birnenschnaps von Scheibel. Es war ein schöner Nachmittag!!

Vogelkoje, Sylt, 2021

Vogelkoje

Die Vogelkoje gehörte in den letzten Jahren zum festem Bestandteil unserer kulinarischen Besuche auf Sylt. Gefragt ob geimpft oder nicht wurde nicht. Die Lucca App war am Tisch aufgeklebt. Am Anfang war der Service noch in Ordnung. Die Frage nach einem Aperitif wurde gestellt, wir haben dann Champagner (vier Personen) bestellt. Leider wurde uns nicht die Flasche gezeigt, sondern die gefüllten Gläser wurden an den Tisch gebracht. Auch die Bestellaufnahme war in Ordnung. Die bestellte Flasche Sauvignon blanc stand bald richtig gekühlt auf dem Tisch. Die Flasche Rotwein von Stodden, Ahr wurde gezeigt und geöffnet. Auch bei den Vorspeisen lief noch alles wie man es gewohnt ist. Nach ca. 20 Min kamen die Vorspeisen.

Danach lief nichts mehr. Fast 75 Min. mussten wir auf das Hauptgericht (Ente) warten. Der Service völlig kopflos in dieser Situation und der Chef antwortete „, das ist eben halt so“. In der Zwischenzeit hatten wir natürlich unseren Rotwein ausgetrunken. Wir hätten gern noch eine Flasche bestellt. Leider kümmerte sich keiner mehr um uns.

Fazit: Das Essen war wie in den letzten Jahren in Ordnung. Der Service und der Ablauf des Abendessen schlicht nicht in Ordnung. Der Chef auf hohem Ross. So wie man uns hat „links“  liegen lassen, werden wir es beim nächsten Besuch ebenfalls machen.

Sehr gutes Brot zum Auftakt
War Bestandteil der Tageskarte: Kalbskopf mit Langostinos und Queller
1/2 VOGELKOJENENTE „KLASSISCH“ Kirschrotkohl / Kartoffelkloß / Preiselbeer-Birne
GESCHMELZTER MARILLENKNÖDEL / Beeren / Vanilleeis

Gosch 2021

Gosch, List

Natürlich wurde auch diesmal „gegoscht“. Wie üblich am ersten und letztem Tag unseres Aufenthaltes auf Sylt. Bei herrlichen Sonnenschein wurde der Urlaub mit einer Flasche Sauvignons blanc und einem Flammkuchen, belegt mit Krabben, begrüßt. Auch Garnelen mit Knoblauchsauce durften nicht fehlen.

Am letzten Tag noch einmal List. Mit einer Seafood Pfanne verabschiedeten wir uns von „Gosch“. Die Pfanne für 2 Personen  war reichlich belegt und reichte für 4. Wir hatten ja im Hinterkopf, dass es abends noch mal zu Jörg Müller ging.

Samoa, Sylt 2021

Seepferdchen

Auch dieses Jahr haben wir statt der Sansibar das Samoa Seepferdchen besucht. Eine Abendreservierung war leider nicht möglich, ausgebucht bis Ende August. Für den Mittag und Spätnachmittag war anstellen angesagt. Wir hatten Glück, nach ca. 15 Min. auf der Wartebank, war ein Strandkorb für 4 Personen frei geworden. Es war an diesem Nachmittag doch recht kühl und windig. Wir waren daher glücklich, dass der Strandkorb windgeschützt angeordnet war. Daher gab es allerdings auch keinen  Blick auf die Nordsee.

Der Service war gut drauf, sehr locker und ganz wichtig sehr aufmerksam. Die Küche ist regional geprägt, aber auch kreative mediterranere Ansätze sind erkennbar.

Für mich gab es als Vorspeise die  „Samoa’s Bouillabaisse“ von Nordseefischen, Gamba & Jakobsmuschel dazu Sauce Rouille & Knoblauchbrot die sehr gut gewürzt war. Der Fischanteil hätte etwas größer sein können.

Als Hauptgericht gebratene Jakobsmuscheln mit Belugalinsen, Queller & Safranschaum.

Meine drei Begleiter nahmen die Black-Tiger-Garnelenpfanne „mediterran“ (8 Stück) mit Paprika, Tomaten, Frühlingslauch, Knobi & Knobibrot und waren glücklich.

Der empfohlene Weißburgunder war richtig gekühlt und passte ausgezeichnet zu den Gerichten.

Badezeit – Sylt – 2021

Badezeit, Westerland

Wir haben währen der Sylt Zeit zweimal  in der Badezeit, jeweils zu Mittag, unseren kurz aufkommenden Hunger gestillt. Direkt am Westländer Strand hat man von der Terrasse einen herrlichen Blick auf Strand und Meer. Junges freundliches Sercicepersonal, schmackhaftes Essen und guter Wein. Wobei beim ersten Besuch der Weißwein leider zu warm serviert wurde. Ist dann ohne Diskussion ausgetauscht worden.

Erster Besuch: Lammbratwürste vom Keitumer Gänsehof , provenzalisches Gemüse

Zweiter Besuch: Paul’s Lieblingsessen: Filet vom Brathering – Wasabi-Garnelen – zartes Matjes Filet – Bratkartoffeln