Abendessen im Restaurant La Tassée – Lyon

04a Lyon mit Rhone

Blick auf Lyon

06 Ei in Rotwein

Oeufs en meurette, pochierte Eier an Burgundersauce

07 Hechtkloss

Hechtkloss in Krustentiersauce

08 Creme

Crème brûlée von der Feige

05a Weisswein

Der Wein

Fazit: Nicht übel, aber vieles kann man besser machen.  Das Ei war nicht flüssig genug und der Sauce fehlte der letzte Pepp. (Gewürze) Der Hechtkloss sehr trocken und fest. Die Sauce war in Ordnung. Es gibt bestimmt besser Restaurants inLyon wo man diese Spezialitäten essen kann. Die Auswahl erfolgte lt. Michelin und die Nähe zum Hotel war ausschlaggebend.

Besucht am 30.09.2015 (abends)

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Meine Rede zum Volkstrauertag 15.11.2015

Mahnung 02

Wir denken heute

an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,  liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Von Heinrich Heine stammt folgender Satz:

„Unter jedem Grabstein liegt eine Weltgeschichte.“

Unter  jedem Grabstein eine ganze Welt. – Das stimmt wohl für  die Menschen, die  nach einem satten  Leben, alt, quasi vom Leben müde sterben.  Heute gedenken wir aber jener, die nicht alt starben,  die ihr Leben noch nicht gelebt hatten. Wir gedenken  der Menschen, die im Krieg starben, die Opfer  des Krieges wurden. Unter jedem Grabstein – wenn  Sie denn einen Grabstein haben – eine ganze Welt? –  Nein, wohl eher Träume, Wünsche, Ziele. Unter jedem Grabstein ein ungelebtes Leben. Ein vermeidbarer  Tod!

Der Monat November hat viele  Gedenktage für unsere Verstorbenen: Allerseelen, Allerheiligen, der Totensonntag und  dazwischen der Volkstrauertag. Wir trauern an diesem Tag nicht nur um Verstorbene allgemein, sondern um jene Verstorbenen, an deren Tod wir Menschen – nicht individuell, aber grundsätzlich – schuldig sind. Mit dem heutigen Beisammensein wird eine lange gepflegte Tradition fortgesetzt. Wir versammeln uns alljährlich hier am Ehrenmal um an die in den beiden Weltkriegen gefallenen Soldaten und Zivilbürgern zu gedenken.

Welche Bedeutung hat diese alljährliche Zusammenkunft für die Gegenwart und Zukunft.

Von dem italienische Dichter und Gelehrte Francesco Petrarca. stammen folgende Sätze:

„Fünf große Feinde des Friedens wohnen in uns: nämlich Habgier, Ehrgeiz, Neid, Wut und Stolz. Wenn diese Feinde vertrieben werden könnten, würden wir zweifellos ewigen Frieden genießen.“

Diese Sätze stammen nicht etwa aus der heutigen Zeit sondern bereits aus dem 14. Jahrhundert

Ist Petrarcas scharfsinnige Analyse richtig, dann wird wohl auch Astrid Lindgrens Behauptung zutreffen: „Über den Frieden sprechen heißt über etwas sprechen, das es nicht gibt.“ Hoffen wir, dass Astrid Lindgren irgendeinmal widerlegt wird und Frieden in Freiheit in aller Welt möglich ist.

Wir leben seit fast70 Jahren in einer relativ stabilen Demokratie und in Frieden und Freiheit.  Wir leben in einem Europa, das friedliche Nachbarschaft und immer mehr Gemeinsamkeit anstrebt. * Dies war gerade im vergangenem Jahrhundert nicht immer so. Wir sind von vielen Krisenherden umgeben, wir hören täglich von neuen Gewaltausbrüchen irgendwo auf der Welt. Weil die Welt immer mehr zusammenwächst, bekommen wir es auch immer mehr mit. Weil die Welt immer mehr zusammenwächst, betrifft es uns aber auch immer mehr.

Ob Afghanistan, der Sudan, Syrien und der Irak.  Für die vielen anderen Staaten, die man in diesen Regionen nennen könnte, sind Frieden und Freiheit nur eine Hoffnung, dort sind blutige Auseinandersetzungen und Unterdrückung Alltag. Wir können nicht so tun, als ginge uns das nichts an.

Im Moment  leide ich  an meinem Europa, an unserem Europa. Ich gebe zu, ich bin traurig und fast entmutigt in Anbetracht der Ereignisse der letzten Wochen und Monaten.  Vor  25 Jahren wurde die Todesmauer niedergerissen und heute sollen wieder Stacheldrahtzäune und Mauern in Europa errichtet werden? Was haben wir getan? Oder vielmehr, was haben wir nicht getan? – dass diese wundervolle europäische Idee zu einem Ventil  des Grolls wird, zu einer Zielscheibe der Propaganda und zum Sprachrohr der unzufriedenen. Wir sind ein reiches Land, wir können die Probleme, die natürlich vorhanden sind lösen und werden in einigen Jahren feststellen, wir haben 2015 die richtigen Weichen gestellt.

Wir müssen all diese „Euroskeptiker“ und Unzufriedenen daran erinnern, dass auf dem ganzen Gebiet der EU – von Estland bis Portugal, von den Portugal bis in die baltischen Länder – die europäischen Bürger in Freiheit, Sicherheit und Frieden leben, trotz der Anschläge Freitagnacht  in Paris und wichtig Solidarität ist keine Einbahnstraße.

Haben diese Menschen ihre Geschichtsbücher nicht gelesen?

Heute, in einer Welt voller Unsicherheiten, was wären wir da ohne Europa? Nur zusammen, mit vereinten Kräften, mit vereintem Verstand, unserer Vielfalt und unseren gemeinsamen Werten, fallen wir ins Gewicht bei der Gestaltung der Welt von Morgen. Umso dringlicher ist es, neue Formen zur Bewältigung der Konflikte zu finden. Denn ich  denke, eine Lehre kann aus allen Konflikten und Krisen der Vergangenheit und Gegenwart gezogen werden: Gewalt erzeugt neue und vor allem Gegengewalt. Die Botschaft des heutigen Tages kann deshalb nur lauten: den Teufelskreis der Gewalt zu durchbrechen, denn der Friede hat ebenso viele Siege aufzuweisen wie der Krieg und Terror, aber weit weniger Denkmäler!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Nicht wenige von denen, die heute nicht hier sind, sind vielleicht der Meinung, eine Ehrung dieser Art passe nicht mehr in unsere Zeit. Sie sei rückwärts gewandt und könne unterbleiben, weil die  Erinnerung an die Toten verblasse und unser Leben nicht mehr betreffe. Wer so denkt irrt sich. Leider denkt vor allem ein großer Teil unserer jüngeren Generation so. Einer Generation, die in Frieden und Freiheit und Wohlstand aufgewachsen ist und die schrecklichen Erlebnisse eines Krieges  und deren Folgen nur noch aus Medienberichten kennt. Für viele unserer Mitmenschen sind die Weltkriege und das NS-Regime ferne Zeiten. Wer begreift, was Krieg und Gewalt bedeuten, wird die Welt danach mit anderen Augen sehen.  Er wird erkennen, dass sein Leben in unserem Land, das in Frieden mit seinen Nachbarn lebt und das die Menschenrechte wahren, dass dieses Leben ein Geschenk ist. Ein Geschenk, das freilich auch eine Verpflichtung enthält.

Ein Leben in Frieden und in Freiheit ist nicht selbstverständlich und muss immer wieder von neuen erarbeitet werden, gestern, heute und morgen. Soldatenfriedhöfe, Ehrenmale wie dieses und   Kriegsgräber sind  Orte der Erinnerung und des Gedenkens. Aber eben nicht ausschließlich. „Sie sind auch Ausgangspunkt für Verständigung, Versöhnung und Freundschaft für die Menschen ehemals verfeindeter Länder. Die Gräber mahnen zum Frieden“,

Mein französischer Freund Andre aus Vire , mittlerweile 90 Jahre alt und er  hat den Weltkrieg als jünger Mann noch miterlebt, hat am Anfang unsere Freundschaft mir folgenden Satz mit auf den Weg gegeben.

Vergeben ja – vergessen nie.

Zum Schluss erlauben Sie mir, für mich diesen Satz von dem französischen Schriftsteller Jean Giorno  zu zitieren:

„Was mich an dem Krieg so ekelt, ist sein Schwachsinn.“ Ich liebe das Leben.

Mahnung 01

Zehners Stube – Pfaffenweiler

15 km südlich von Freiburg im Breisgau liegt die Gemeinde Pfaffenweiler im Schneckental. Im alten Rathaus, ein Gebäude mit fast 400-jähriger Geschichte, hat Fritz Zehner seine Sterne Küche etabliert. Das Ambiente des Restaurants wird geprägt durch seine Kreuzgewölbedecken und den tragenden Säulen.  Nicht nur die Decken, auch die Tischdecken und die Stoffservietten, sind in Weiß gehalten, Kontrast dazu der dunkle Steinfußboden. Farbtupfer bringen die Blumenarrangements auf den Tischen.

Nach der netten Begrüßung entscheiden wir uns für einen Crémant aus dem nahen Elsass als Aperitif. Dazu wird Ofenfrisches Brot sowie als Amuse Bouche Thunfisch mit Pilzen und Wachtelei serviert. Neben den à la carte Gerichten bietet die Karte noch drei Menüs an. Zehners Fischmenü für 69 €, das Stubenmenü für 69 € sowie ein Überraschungsmenü für 115 €.

02 Zehners Stube

Das fast 400 jährige Gebäude, leider ohne Hotelzimmer.

Ich entscheide mich für das Stubenmenü das wie folgt aussieht.

05 Gratin von Langostinos

Gratin  von Langostinos in Limonenschaum

06 Steinbutt in Hummerschaum

Atlantik Steinbutt in Hummerschaum

07a Wildtaubenbrust

Wildtauben Brust auf Krauser Glucke und Selleriepüree.

08 Gratin von Weinbergpfirsich

Gratin von  Weinberg Pfirsich mit Himbeersorbet.

03 Zehners Stube

Der ehemalige Bürgersaal als Restaurant.

Meine Ehefrau nimmt das Fischmenü:

05a Wilde Gambaretti mit Hummerschaum

Wilde Gambaretti mit Hummerschaum und zweierlei von der Erbse

07b Rochenflügel

Rochenflügel mit Kichererbsen

Tropfenknödel mit Zwetschgenröster.(ohne Bild)

Bei den Weinen entscheiden wir uns für einen Weißburgunder RS bzw. Spätburgunder beides  vom Weingut Salwey.

Fazit: Im ehemaligen Bürgersaal der Gemeinde bietet Fritz Zehner eine schnörkellose, und dabei leichte französisch- badische Küche an. Auch der Service mit der Weinberatung konnte gefallen. Die einzelnen Gerichte waren sehr gut abgeschmeckt und waren auf den Punkt gegart. Lediglich die Optik bei der Wildtauben Brust war grenzwertig. Es war einfach zu viel auf dem Teller. Dabei hat die Taubenbrust hervorragend geschmeckt. Die sehr selten servierte Krause Glucke passte ausgezeichnet zur Taubenbrust und auch das Püree war sehr gut gewürzt. Ein Haus, jedenfalls bei unseren Besucher, ohne Fehl und Tadel. Der Michelin Stern ist der verdiente Lohn.

besucht am 29.09.2015 (abends)

Le Canard – Hamburg

Schade, wir waren von der Küche des Ali Güngörmüs doch etwas enttäuscht. Oder lagen unsere Erwartungen zu hoch, hatten wir die Messlatte für dieses Restaurant zu hoch angelegt? Ein Stern im Michelin, 16 Punkte im GM und und und, die Auszeichnungen sind hoch angesetzt.

Vom „Untergeschoss“ eines Bürogebäudes an der noblen Elbchaussee, das bekannte Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner ist hier beheimatet, hat man vom Restaurant einen herrlichen Blick auf die Elbe. An diesem regnerischen Samstagmittag war das Restaurant kaum besucht. Die Begrüßung verlief recht routinemäßig und wir konnten unseren Platz an der Fenster Seite selbst aussuchen. Nach dem Blick in die Mittagskarte entschieden wir uns kein Menü zu nehmen, sondern einmal à la carte zu speisen.

Zum Auftakt dann ein Glas Champagner von Marguet, der gut gekühlt serviert wurde. Ein Korb mit schmackhaftem Brot stand schnell auf dem Tisch. Ein Amuse Bouche wurde an diesem Samstagmittag nicht serviert.

Bei den nachfolgenden Gerichten fehlten Innovative Akzente und auch die Würzung ließ zu wünschen übrig. Man fühlte sich 10 Jahre zurück versetzt. Der Kaiserschmarren war dann der negative Höhepunkt.  Fast lieblos wurde ein großer Klecks  aus der Pfanne auf den Teller gelegt, der Teig hätte außerdem bestimmt noch 3 Min. Hitze vertragen können.

Fazit: bei unserem Besuch war die Küche nicht auf Sterneniveau. Die Finesse in der Konzeption der Gerichte  und deren Umsetzung hat gefehlt. Wiederbesuch nur dann, wenn es sich ergibt.

Besucht am 19.09.2015 (mittags)

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Blick auf die Elbe

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Restaurant, etwas in die Jahre gekommen.

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Schmackhaftes Brot.

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Jacobsmuscheln, Chorizo, Paprika, Avocado.

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St. Pierre, Zucchini, gebratene Reisbällchen.

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Topfenschmarrn, Feigen, Nougat Eis.

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Der süsse Abschluss.

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Oben Büro, unten Restaurant.