2024 Unser Menü am Heiligen Abend

Maronen Apfelsuppe zum Auftakt

Schlicht und einfach. Nordhessische Garnelen, kurz angebraten, abgelöscht mit Pastis und Noilly Pratt

Saibling mit seinem Rogen.

Maispoularde, Karotte, wilder Brokkoli, Sauce auf Basis von Weißwein, Hühnerbrühe, Sahne

Diesmal kein Trou Normand, sondern eine heiße Gänseconsomme

Wenn unsere Tochter Sabrina bei uns zum Weihnachtsessen kommt, muss es dieses Gericht geben. Rehrückenfilet, Selleriemousse, Kartoffelgratin, Rehsauce.

Vacherin Mont d’Or.

Lieblingsdessert unserer Tochter Sabrina. Dialog von Früchten nach H-P. Wodarz und Mousse de Chocolat

Die Weine , eine kleine Reise durch Europa. Zum Auftakt Champagner aus Frankreich, danach leichte Weißweine aus Spanien, zum Reh dann einen gereiften Amarone aus Italien und zum Käse einen Gin, gereift im Calvadosfass aus Kassel

Zum Abschluss einen Espresso, etwas süßes und ein Calva darf im Hause Albrecht natürlich nicht fehlen.

Gänsebraten-Fliegenden Köchen

Gänsebraten bei den „Fliegenden Köchen“ in Kassel im Lutherturm. Das Essen war sehr gut. Negativ ist die sehr schlechte Akkustik im Turm und der Eingang ist sehr schlecht zu finden. (20241114)

Das Brot mit Gänseschmalz und Salz

Geschmäumtes Gänsesüppchen mit Preiselbeeren und Pinien

Viertel Gans mit Beilagen. Rotkraut, Rosenkohl, Knödel, Grünkohl (schmeckte sehr gut)

Süsser Winterschmarrn mit Vanille-Schmand, Zimtzwetschegen und Apfelmus

Zum Trinken: 2021 Gänsewein Pur Rotwein Cuvee von Weingut Manz und 2024 FKCB2 Cuvee Blanc, Weingut Blum, Rheinhessen

Tulus Totrek Berlin 2024

Wir leben und wohnen in einer kulinarischen Diaspora. Wollen wir in einem mit Michelin Sternen ausgezeichnetem Restaurant speisen, müssen wir immer weit fahren und dann natürlich auch übernachten. Bei unseren Reisen wird  anhand von Michelin unsere Restaurantbesuche geplant.  Bei unserem Berlinaufenthalt Anfang Juli 2024 kamen für uns 2 Restaurants in Frage. Nobelhart & schmutzig oder Tulus Totrek. Andere Sterne Restaurants in Berlin, wie Facil, Tim Raue oder Rutz hatten wir in den vergangenen Jahren bereits besucht. Ausschlaggebend letztendlich war eine interessante Werbung von Max Strohe und „Big Ben“ über ein Treffen der beiden im Restaurant Jörg Müller Westerland Sylt.

Die Taxifahrt von unserem Hotel in Berlin Stadtmitte zum Restaurant in Kreuzberg kostete mit Trinkgeld 18€. Bevor man die schönen Altbau Räume betritt, ist eine kleine begrünte Terrasse vorgelagert. Bedingt durch das Wetter konnte man diese leider nicht benutzen.

Beim Betreten des Restaurants wird man von viel Holz, einem Urwald an der Wand und viel Gemütlichkeit empfangen. Basis für einen schönen Abend verspricht auch das junge und ausgesprochen herzliche Serviceteam. Auf dem blanken Holztisch ist unser Namen mit Kreide aufgetragen. Zur Auswahl stehen 2 Menüs. Einmal klassisch mit Fisch und Fleisch  und einmal ein vegetarisches Menü. Außerdem gibt es noch einige a la carte Gerichte, die man nachbestellen kann, sollte man nicht satt werden. Dazu gibt es hochwertige und bestens abgestimmte Weine, die man zum Menü genießen kann. Wir verzichteten allerdings auf die vorgeschlagene Weinbegleitung und besprachen mit Sommelière Felix Fuchs unsere ganz eigene Weinwünsche. Wir wollten mit unserer Weinauswahl in Deutschland bleiben und Felix Fuchs hat mit großen Wissen immer die passenden Weine serviert.

Fazit: es war ein höchst vergnüglicher Abend zudem nicht nur die Küche, sondern auch der Service in erheblichem Maße beigetragen hat. Man agierte äußerst locker und mit großer Begeisterung. Nichts wirkte aufgesetzt. Nicht nur die Wandtapete hat Dschungel Kulinarik Motiven, sondern auch die lässige Kleidung der Servicekräfte ziert  diese Motive. Kein Gericht war enttäuschend. Hervorzuheben ist die soufflierte Poulardenbrust so wie das Kalbsbries. Ein sehr interessanter Abend mit angenehmen Essen und ausgezeichneten Service.

amuse bouche tartelette

eierstich & imperial kaviar spargel & haselnuss

carabinero & kochihikari bouillabaisse & gochujang

st jakobsmuschel & schwarzer trüffel pinienkerne, vin jaune, feigenblattöl

poulardenbrust, souffliert kandierter ingwer & anchovis algenbuttersauce beurre bordier & miso-artischocke

tomate gurke

kalbsbries x.o. holunderblüte & zuckererbsen

maibock & bockbier schwarzer sesam & grüner pfeffer

stracciatella büffelmilch & blaubeere olivenöl & schoki

Walderdbeere

Ostern 2024 Kulinarisch

Karfreitag

Austern, Natur und überbacken

Lachstatar

Lachs auf gebratenen Fenchel

Ostersamstag nach dem Markteinkauf

Kammmuscheln, grüne Soße (Kräuter der Kasseler Mischung), Karotte, Blüten

Rindertatar, Ei, Blüten

Ostersonntag, mit Gästen

Tomaten Tatar, Postelein

Brennnesselknödel, Butter, Parmesan

Der erste Spargel der Saison mit Lachs und grüner Soße. Bei der Kräutermischung war ein Kraut dabei, dass die Soße nicht so leuchtend grün machte wie am Samstagmittag

Zickleinragout aus der Keule. Danach noch Käse(ohne Bild)

Ostermontag

Gin mit frisch gepressten Orangensaft. Der Gin von der Weinhandlung Krollpfeiffer, Kassel ist in einem alten Calvadosfass gereift.

Erbsenpüree (Es gab die ersten frischen Erbsen auf dem Markt), grüner gebratener Spargel. Leber, Niere und Bauchlappen vom Zicklein.

Zickleinrücken, Spargel, Brokkoli, Kartoffelgratin, Buttersauce

Mont d’Or , zum Käse gibt es bei uns immer einen Apfelschnaps und kein Wein.

gut gereifter Sauvignon blanc, der Wein hatte eine schöne goldgelbe Farbe.

Puntarelle

Puntarelle

Viele Namen trägt das Gemüse, das es auf unseren Märkten nur selten zu kaufen gibt: Die Puntarelle (Cichorium intybus) oder auch Cimata ist eng mit dem Chicorée verwandt.

Mein Gemüsehändler Stefan Ullrich aus Fuldatal, hatte dieses Gemüse zum ersten Male im Sortiment. Natürlich habe ich sofort zugegriffen. Wie zubereiten, war dann zu Hause die große Frage. Nach kurzen Informationen im Internet habe ich dann 3 Gänge aus dem Gemüse gezaubert.

Die Vorbereitungen. Die langen, grünen Blätter vom Herz abnehmen und die Wurzel am unteren Stück abschneiden. Das Herz vom von der Wurzelseite dünn hobeln und in Streifen schneiden. Die Spitzen auf die gewünschte Länge schneiden. Teilweise habe ich die Spitzen auch längs halbiert.

Puntarelle – Spagetti – Parmesan –

Puntarelle – Goldköpfchen

Puntarelle – Scheiben vom Rumpsteak – Kartoffelpüree mit Olivenöl – Champignon

Januar 2024 – Dies und das

Einige Gerichte aus den ersten Tagen des Januars 2024

Kürbis, Rosmarin, Knoblauch, Olivenöl

Carpaccio von bunten Beten

Lachs auf Fregola Sarda und Rucola Sauce

Skrei auf bunten Gemüse

Hähnchenbrust, Karotte, frittierte Grünkohl, Sahnesauce

Filet vom Piemonteser Rind mit Schwarzkohl und Polenta

Mousse au Chocolat

Schanz – Piesport – Mosel

2×300 km, 1 Hotel, 2 Restaurants, 6 Sterne. Samstag 16.09.2023 mittags

Amuse Bouche

Das Trüffelei

Rosace von der Gänseleber mit Schafskäse, karamelisierten Bucheckern und Pfeffereis

Pochierte Felsenrotbarbe mit „kaviari kristal“ Kaviar, Banane und Kardamom-Rieslingsud

Tranche vom wilden Steinbutt mit Pistazienpraline, grünem Apfel und Blüten-Heu-Aufguss

In der Schale gegrillter Hummer aus Saint-Malo mit Schweinebauch, Kapern und Grapefruit Bouillon

Eifler Rehrücken mit Innereiencroustillant auf gebeiztem Kürbis mit Eisenkrautsalat und Rooibosjus

Rondell von der Mara des Bois Erdbeere mit Rucola Sorbet und Süppchen

Delice von der schwarzen Johannisbeere

Die Weine.

Menü im August

Habe natürlich auch mal wieder selber am Herd gestanden.

Pfifferlings Suppe mit Begonie

Saibling auf Kopfsalatsauce

Lammrücken, Zuckerschoten, Pfifferlinge, Pimentos de Padron

Käse

Zum Käsegang ein Apfelbrand

JM-Westerland-Sylt-2023

JM Westerland

Urlaub auf Sylt, da darf ein Besuch bei Jörg Müller (JM) natürlich nicht fehlen. Wir haben nicht nur ausgezeichnet gespeist, sondern haben auch diesmal im Hotel übernachtet. Vom Empfang bis zur Verabschiedung war alles ohne Fehl und Tadel. Man fühlte sich gut aufgehoben. Das Frühstück muss man hervorheben. Alles hausgemacht, lediglich das Brot wird von der Bäckerei Lund aus Hörnum geliefert. Besonders die Fischvariationen und die Meeresfrüchte waren Klasse. Alles wurde rechtzeitig nachgereicht und Frau Wuller war die Freundlichkeit in Person.

Auch ohne Auszeichnungen immer wieder ein Genuss. Der Service, angeführt von Schwiegersohn Ben Birkholz (Big Ben), Tochter Jane Müller und dem übrigen Personal, die teilweise seit Jahren ihren Job bei JM machen, man kann nur loben. Die kreativen Sylter Frischeküche mit französischem Einschlag sorgt dafür, dass wir uns im ehemaligen „Gourmetrestaurant“ sehr wohlgefühlt haben.

Originell  seit Jahren das Amuse – Bouche: Frisches Gemüse mit Dips. Völlig anderes zum Auftakt als sonst üblich. Uns hat es gefallen.

Ob Tatar mit Reibekuchen, Ceviche vom Dorsch oder die Seezungenvariationen wie das gratinierte Seezungenfilets „Noilly Prat“ oder die Seezunge im Ganzen serviert ist bodenständig und klassische Küche zugleich. Auch hat er den Mut, die bei vielen verpönte Gänseleber auf die Karte zusetzen.

Der obligatorische Abschluss des Urlaubes dann mit Lammbratwurst, Maultaschen und Käseplatte. Mit einem Gläschen „Zibärtle“ wurde auf einen gelungenen Urlaub angestoßen. Der nächste Sylt Urlaub kommt bestimmt.

Fazit:  Jörg Müller, ist der „geniale Klassiker“ unter den Top-Köchen auf Sylt und darüber hinaus , Er hat seit 2014  Abschied genommen von bestimmten Luxusritualen der gehobenen Gastronomie. Auch wenn er auf Punkte und Sterne verzichtet, ist Küche und Service weiterhin auf hohem Niveau.  Der Betrieb ist fest in Familienhand: Seine beiden Kinder und deren Partner sind dort beschäftigt. Leider ist Frau Barbara im März überraschend verstorben.  Hervorheben möchte ich Big Ben, der in seiner ruhigen und bedächtigen Art wunderbare Weine aus der oft prämierten Weinkarte zaubert. Uns hat z.B. der 2012 „Paris Lodron“ vom Mönchsberg der Stadt Salzburg gefallen. Ein feines Säurespiel, elegante, cremige Texturen und eine  zarte Fruchtsüße zeichnete diesen Wein, der in der Magnumflasche serviert wurde, aus.

JM lässt sich nicht nehmen seinen abendlicher Rundgang durch das Restaurant zu führen und mit seinen Gästen zu sprechen. Keine Pflicht, sondern Kür nach einem  anstrengenden acht bis zehn Stundentag in der Küche und dass mit knapp 76 Jahren. Chapeau.