Hotel Aldier – Sent

Willkommen im Herzen von Sent – Ein Ort für Genießer und Entdecker

Im malerischen Dorf Sent im Unterengadin wird das Hotel zum Erlebnisort für alle Sinne. Hier verschmelzen Tradition und Purismus zu einem Ambiente, das Entspannung und kulturelle Entdeckungen vereint.

Das Restaurant setzt auf hochwertige, regionale Küche. Die Gäste genießen die Aromen des Engadins in entspannter Atmosphäre. Statt ein „Gourmet-Tempel“ mit Sternen zu sein, bleibt man bewusst eine „Bergbeiz“. Frische und Qualität stehen im Mittelpunkt, traditionelle Rezepte der Region werden mit modernen Akzenten verfeinert.

Doch das Haus bietet mehr als kulinarische Freuden: Es inspiriert auch den Geist. In der kleinen Bibliothek stöbert man in Büchern oder vertieft sich in die Geschichte des Engadins. Ein kleines Museum ergänzt das Angebot.

In den stimmungsvollen Gewölbekellern hängen grafische Werke des großen Bergeller Künstlers Alberto Giacometti sowie Arbeiten von Ernst Scheidegger und Diego Giacometti.

Das Hotel strahlt Gemütlichkeit und Sorgfalt aus. Es ist nicht nur eine Unterkunft, sondern ein Ort voller Geschichten, Aromen und echter Herzlichkeit. Selbst die Speisekarte trägt künstlerische Handschrift: Sie ist mit Bildern des Malers Marius Borgeaud (*1861 †1924) gestaltet.

Nach der langen Autofahrt von fast 750 Kilometern und einem anregenden Gespräch mit dem Gemeindearchivar Beat Hofmann freuten wir uns auf leichte, regionale und saisonale Gerichte.

Das Abendessen fand in der Bibliothek statt – ein Paradies für Literaturfreunde mit über 1.000 Büchern.

Neben der regulären Karte lockte eine Tageskarte mit Pfifferlings Gerichten. Als Aperitif genossen wir den hausgemachten Wermut, der Erinnerungen an die Kultgetränke der 1970er-Jahre weckte.

Irmtraud wählte eine halbe Portion handgeschnittenes Tatar vom Engadiner Kalb, nach Piemonteser Art mit Olivenöl, einem Hauch Knoblauch und Zitrone.

Als Hauptgang entschied sie sich für Pappardelle mit Pfifferlingen von der Tageskarte.

Ich begann mit getoastetem Brot, Olivenöl und Pfifferlingen und wählte als Hauptgericht

Engadiner Kalbspaillard mit Safran-Risotto und Saisongemüse. Das Paillard war perfekt gebraten, das cremige Risotto ein Genuss, und das Gemüse hatte genau den richtigen Biss.

Zum Abschluss teilten wir eine kleine Käseauswahl von lokalen Produzenten sowie eine

Nusstorte, die mit Walnüssen, Pistazien, Pinienkernen, einem Hauch Orangenabrieb und getrockneten Aprikosen überraschte.

Fazit: Das Essen, der Merlot Sinfonia Barrique aus dem Tessin und die Mirabelle Nr. 5 waren ein Hochgenuss.

Pizzeria Da Vinci Haus des Gastes

Mückenbergstr. 22 in 34320 Söhrewald Eiterhagen

Bei unserem zweiten Besuch im idyllisch gelegenen Gasthaus, etwas abseits der Straße, begeisterte uns erneut die Atmosphäre. Der Ort hat Charme, der den Alltag vergessen lässt.

Das Personal zeigte sich wie beim letzten Mal bestens gelaunt und aufmerksam. Jeden Wunsch erfüllte man uns mit einem herzlichen Lächeln, was den Aufenthalt noch angenehmer machte. Die familiäre Stimmung und der zuvorkommende Service ließen uns sofort heimisch fühlen.

Als Vorspeisen genossen wir eine herrliche Auswahl:

knusprige Paninis, frittierte Teigbällchen mit Knoblauch und Salz,

zartes Carpaccio mit würziger Sauce, Rucola und Parmesan,

frittierte Sardinen mit Knoblauch sowie

Gambas mit Paprika und Zwiebeln in Knoblauchsauce.

Alles kam gleichzeitig auf den Tisch, sodass wir nach Herzenslust probieren konnten. Die Vielfalt der Aromen bereitete uns große Freude.

Für die Hauptspeisen; wir waren zu viert,

Pizza Rustica mit Tomaten, Käse, Schinken, Pilzen, Paprika und Salami,

Cotoletta Bolognese – ein paniertes Schnitzel, überbacken mit Käse und Fleischsauce,Pommes und Salat  (ohne Bild)

Penne Silana mit getrockneten Steinpilzen und frischen Pfifferlingen

sowie Linguine Mare e Monte mit Garnelen, Steinpilzen, frischen Tomaten und Weißweinsauce.

Dazu reichte man uns einen gut gekühlten Chardonnay, der die Gerichte perfekt ergänzte.

Zum krönenden Abschluss genossen wir Marillenschnaps und einen starken Espresso.

Unser Besuch im Gasthaus war ein schönes Erlebnis. Das Essen überzeugte ebenso wie die herzliche Gastfreundschaft und die Lage inmitten der Natur. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal!

Restaurant im Waldhotel Elfbuchen-Kassel

In der heutigen Gastronomie ringen viele Betriebe darum, unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen. Besonders schwierig ist es, eine traditionelle Ausflugsgaststätte mit einem modernen Restaurantkonzept zu vereinen. Das Restaurant Waldhotel Elfbuchen versucht genau diesen Spagat. Bisher zog es vor allem Familien und Wanderer an. Mit zeitgemäßen Gerichten könnte es jedoch auch Gourmets und jüngere, trendbewusste Gäste gewinnen. Die Balance zwischen traditioneller und moderner Küche zu finden, verlangt Fingerspitzengefühl. Ein überladenes Menü schreckt ab, ein zu knappes enttäuscht. In der Region Kassel und Nordhessen, die nicht als Hochburg für Feinschmecker gilt, ist das eine besondere Herausforderung. Nach unserem Besuch an einem Donnerstagabend lässt sich sagen: Die Herausforderung wurde angenommen. Noch läuft nicht alles rund, aber der Anfang ist gemacht.

Der Empfang war freundlich, unser Tisch bot einen schönen Blick ins Grüne. Doch schon beim Aperitif gab es den ersten Stolperstein: Champagner nur flaschenweise, der angebotene Winzersekt aus dem Rheingau zwar wohlschmeckend, aber zu warm serviert. Aus dem angebotenen Sieben-Gänge-Menü wählten wir fünf Gänge.

Das Menü trägt den Titel „Rudis Waldspaziergang“.

Es begann mit bunten Tomaten von der Gärtnerei Ulrich, kombiniert mit Ziegenkäse, Oliven und roten Zwiebeln – ein gelungener, leichter Sommergang.

Weiter ging es mit einem Tatar von der Lachsforelle, begleitet von Buttermilch, Kohlrabi und Dill. Hier fehlte es etwas an Würze, doch insgesamt ein ansprechender Gang.

Der Höhepunkt des Abends folgte: Tortellini von der hessischen Landgarnele, serviert mit Weinbergpfirsich und Estragon. Die Landgarnele stammt aus der Aquakultur Damm in Niedenstein-Wichdorf. Der Nudelteig hatte die perfekte Dicke, die Würzung war dank Estragon hervorragend.

Der nächste Gang ließ mich ratlos zurück: rosa gebratener Rücken aus dem Habichtswald, serviert mit Bohnen, Löwenzahn, Maiwipfeln und Bucheckern. Der Rücken war wie bestellt medium rare, doch die Konsistenz irritierte. War er Sous-vide gegart oder zuvor gefroren?

Das Dessert bestand aus Schokoladenmousse mit Kirschholz-Eis und eingelegten Kirschen. Die Mousse war mir etwas zu süß.

Zu den Preisen: Der „Große Waldspaziergang“ mit sieben Gängen kostet 123 Euro, der „Kleine Waldspaziergang“ mit drei Gängen 59 Euro. Jeder weitere Gang schlägt mit 16 Euro zu Buche.

Die Weine blieben in Deutschland: Sowohl Weiß- als auch Rotwein stammten vom Weingut Bernhard Huber in Malterdingen, bekannt für anspruchsvolle Tropfen – und so schmeckten sie auch.

Fazit: Ein gelungener Abend mit Höhen und kleinen Tiefen, die sich sicher beheben lassen. Der Service war ruhig und sorgfältig. Saisonale und regionale Ausrichtung in der Küche. Nach dem Essen führte ich ein angenehmes Gespräch mit Küchenchef Rüdiger Mehlgarten, der zuvor unter anderem im „Jacobs“ in Hamburg und im „Freigeist“ in Göttingen gearbeitet hat. Eine kulinarische Reise, die sicher nicht die letzte war. Spannend bleibt die Frage, wie das Konzept im Winter funktioniert, wenn in dieser Höhenlage oft Schnee liegt. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

Bewertung: 6,75/10

Amuse Bouche

Brot mit Butter und Salz. Für 4 Personen sehr wenig Butter.

Tomatensalat

Tatar von der Lachforelle

Tortellini von der Hessischen Landgarnele

Rehrücken aus dem Habischtswald

Schokolade und Kirsche

Manoir de Rétival bei David Goerne

Manoir de Rétival – Caudebec-en-Caux

Für Samstagmittag hatten wir im Manoir de Rétival bei David Goerne reserviert. Ein besonderer Ort mit einem großartigen Restaurant, das schon öfters besucht wurde und als wir schließlich den Entschluss fassten wieder einmal dort einzukehren, war die Vorfreude groß. Auf der A13 begegneten wir erstmals dem neuen Bezahlsystem – eine echte Überraschung, denn es war überraschend unkompliziert. Nach unserer Rückkehr nach Baunatal funktionierte die Abrechnung reibungslos.

Gegen Mittag erreichten wir unser Ziel und bezogen das sogenannte Dschungelhaus. Das war ein Erlebnis für sich! Es bot alle modernen Annehmlichkeiten, obwohl der Weg dorthin durch dichtes Gebüsch und über unebenen Boden ganz schön abenteuerlich war.

David Goerne hatten wir bereits 2011, 2014 und zuletzt 2022 besucht. Nach dem Besuch 2014 hatte ich begeistert geschrieben: „David Goerne ist auf dem Weg zum Stern. Ein Menü ohne Schwachpunkte.“ Zwei Jahre später, 2016, wurde er tatsächlich mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Und 2020 folgte der „Grüne Stern“ für Nachhaltigkeit – ein echt beeindruckender Werdegang!

Oft liest man, dass David der erste Deutsche war, der in Frankreich einen Stern erkocht hat. Das stimmt so nicht – Michaela Peters, Lutz Janisch und Fabian Feldmann hatten bereits zuvor mit ihren Restaurants Michelin-Sterne erworben.

Das Mittagsmenü durften wir dann auf der Terrasse des Restaurants Platz nehmen und genossen ein mehrgängiges französisches Menü von 12:45 Uhr bis fast 17:00 Uhr. Besonders die Weinauswahl war ein Genuss für sich! Der Blick auf die Seine und die Pont de Brotonne war einfach herrlich.

Der Auftakt begann mit Champagner und einer Sichuan-Pfefferblume als ersten Gruß aus der Küche. Danach kam eine überbackene Auster mit Kaviar – ein wahrer Gaumenschmaus. Es folgte Tomatenschaum mit Basilikum-Sorbet und Heilbutt, der einfach perfekt abgestimmt war.

Das folgende Menü war dann wirklich sinnlich und überraschend! David liebt es zu experimentieren und präsentiert lokale Produkte immer aufregend anders. Ein Highlight war sicherlich die Variation von der Gänseleber, die diesmal mit Birne statt Apfel serviert wurde – einfach zart schmelzend. Auch die Ravioli gefüllt mit Leber und viel Trüffel waren ein Gedicht. Er legt wert drauf, dass  die Foie gras nicht gestopft ist, er bezieht diese von einem Bio Bauern aus der Umgebung.

Ein weiterer Gang lieferte eine Schale mit 10-15 verschiedenen Gemüsesorten, passend zur Jahreszeit und mit reichlich Spargel. Auf die kalten Gänge folgte heißes Chawanmushi, garniert mit Kaviar, bevor der Fischgang mit grünem Spargel und einer intensiven Sauce auf den Tisch kam. Das für die Normandie typische Apfelsorbet rundete das Ganze ab. Bevor die Taube serviert wurde, gönnten wir uns noch eine Scheibe Wagyu Beef und eine ganze Trüffel – ein eher luxuriöses Vergnügen!

Das Dessert? Seine eigene Interpretation eines Käsekuchens, gefolgt von Café Noire, gereiftem Calvados und hausgemachten Pralinen.

Bei den Weinen wechselte David gekonnt zwischen französischen Tropfen (Sauternes 2001), einem Riesling von der Mosel und Rotweinen von der Rhône sowie einem Merlot aus dem Veneto. Alle Gänge waren fein abgestimmt, und die verwendeten Produkte standen immer im Vordergrund.

Es war ein großartiges Erlebnis. Obwohl zwischen der Baunatal und Caudebec-en-Caux fast 760 km liegen, werden wir definitiv das Restaurant G.a., das Manoir de Rétival und David Goerne mit seiner Mannschaft wieder besuchen.

La Vallée Verte – Hohenhaus 2025/05

Der Abend im Restaurant Le Valle de Verte begann vielversprechend in der Kamin Lounge, der bereits die Vorfreude auf das folgende Menü anheizte. Mit einem Glas prickelndem Champagner in der Hand wurden wir von einer Auswahl an Amuse-Bouches empfangen, die wie kleine kulinarische Kunstwerke daherkommen. Doch trotz dieser verheißungsvollen Auftaktstimmung war der positive Eindruck nur von kurzer Dauer.

Die kleinen Häppchen, die kunstvoll auf den Tellern angerichtet waren, gaben einen ersten Hinweis auf die kreative Herangehensweise der Küche. Eine Kombination aus regionalen und überregionalen Produkten sollte uns auf den späteren Gang einstimmen. Dennoch kam schnell der Gedanke auf, dass weniger vielleicht mehr gewesen wäre. Die Portionen waren derart winzig, dass einige der exquisiten Spezialitäten, darunter der gebeizte Rehrücken aus dem eigenen Forst und die Rinderstracke von der Metzgerei Opper, kaum zur Geltung kommen konnten. Auch wenn es charmant ist, Vielfalt zu bieten, hätte ich mir gewünscht, dass die Aromen der einzelnen Komponenten besser zur Geltung kämen.

Besonders die gehaltvolle Consommé vom Hohenhauser Wild, Praline vom Braunen Bergschaf, Lachstatar und das Gazpacho schienen, trotz ihrer handwerklichen Qualität, im Getümmel der Miniaturen unterzugehen. Das Konzept, eine Vielzahl an Speisen zu servieren, führte dazu, dass man letztlich wenig Eindruck von den einzelnen Gerichten gewann. Insgesamt hinterließ der Beginn des Abends ein gemischtes Gefühl. Die Ambitionen der Küche sind unbestreitbar – insbesondere die Unterstützung lokaler Produzenten ist lobenswert.

Das Menü servierte man im Gourmetrestaurant. Von den 15 Plätzen waren an diesem Abend nur vier besetzt. Am nächsten Abend war das Gourmet Restaurant  geschlossen. Das Menü umfasste sechs Gänge, dazu Pralinés und Petit Fours. Zusätzlich schob man einen Gang mit Steinbutt ein. Wir entschieden uns für die Weinreise. Besonders gefiel uns der 2023er Sauvignon Blanc vom Weingut Aldinger und der 2023er Viognier vom Weingut Zeter. Enttäuscht waren wir vom 2022er Oberberger Bassgeige Grauburgunder von Franz Keller.

Das Menü begann mit Makrele aus Skagen, Dänemark, begleitet von Karotten und Bachkresse. Weiter ging es mit Kaisergranat aus Dänemark, Stachelbeeren, Nussbutter und Apfel. Besonders gut gefiel uns der geflämmte Lachs, in Honig gegart, mit Bucheckerncreme, Beurre Blanc und Pfeffer.

Danach schob man den zusätzlichen Gang mit Steinbutt ein.

Während die bisherigen Produkte überwiegend aus Dänemark stammten, kamen die nächsten beiden Gänge aus der Region. So etwa das Bioland-Huhn vom Nordhof Willershausen mit Petersilienwurzel und Frühlingssalat. Der beste Gang war der Rehrücken aus eigener Jagd mit Rhabarber und Cumberlandsauce. Als Dessert dann geräucherte Schokolade, etwas Blauschimmel und schwarzem Trüffel. Danach folgten Pralinés und Petit Fours.

Zum Abschluss gab es Kaffee und zwei interessante Digestifs: einen 25 Jahre alten Nordhäuser Korn, der überraschend dunkel war und hervorragend schmeckte. Noch übertroffen wurde dieser von einem fast 50 Jahre alten Calvados aus dem Hause Dupont in der Normandie. Laut Etikett wurden die Äpfel 1975 geerntet, bis 2016 im Holzfass gelagert und dann abgefüllt. Besonders angenehm war die feine Ausgewogenheit zwischen Frucht und Holz.

Fazit: Ein Menü, das insgesamt gefiel. Produkte aus Dänemark und der Region dominierten. Der Service an diesem Abend war tadellos. Meine Bewertung: 7+.

Amuse Bouche

Makrele

Kaisergranat

Lachs & Honig

Biolandhuhn

Steinbutt

Rehrücken

Schokolade

Pralinés und Petit Fours.

Am Samstagabend ging es zum Essen in den Grill. Zur Vorspeise gab es Beuscherl – Zunge, Herz und Lunge vom Kalb – mit Wurzelgemüse und Rahm. Eine seltene Delikatesse, die mir ausgezeichnet schmeckte. Als Hauptgang folgte geschmortes Bergschaf mit Kartoffelstampf und Bohnengemüse. Das Fleisch hätte allerdings zarter sein können. Den Abschluss bildete eine warme Apfeltarte mit Butterstreuseln und Schokoladeeis. Dazu ein Rotwein von Meyer-Näkel und zum Ausklang ein Nordhäuser Korn. Ein rundum gelungener Samstagabend.

2024 Unser Menü am Heiligen Abend

Maronen Apfelsuppe zum Auftakt

Schlicht und einfach. Nordhessische Garnelen, kurz angebraten, abgelöscht mit Pastis und Noilly Pratt

Saibling mit seinem Rogen.

Maispoularde, Karotte, wilder Brokkoli, Sauce auf Basis von Weißwein, Hühnerbrühe, Sahne

Diesmal kein Trou Normand, sondern eine heiße Gänseconsomme

Wenn unsere Tochter Sabrina bei uns zum Weihnachtsessen kommt, muss es dieses Gericht geben. Rehrückenfilet, Selleriemousse, Kartoffelgratin, Rehsauce.

Vacherin Mont d’Or.

Lieblingsdessert unserer Tochter Sabrina. Dialog von Früchten nach H-P. Wodarz und Mousse de Chocolat

Die Weine , eine kleine Reise durch Europa. Zum Auftakt Champagner aus Frankreich, danach leichte Weißweine aus Spanien, zum Reh dann einen gereiften Amarone aus Italien und zum Käse einen Gin, gereift im Calvadosfass aus Kassel

Zum Abschluss einen Espresso, etwas süßes und ein Calva darf im Hause Albrecht natürlich nicht fehlen.

Gänsebraten-Fliegenden Köchen

Gänsebraten bei den „Fliegenden Köchen“ in Kassel im Lutherturm. Das Essen war sehr gut. Negativ ist die sehr schlechte Akkustik im Turm und der Eingang ist sehr schlecht zu finden. (20241114)

Das Brot mit Gänseschmalz und Salz

Geschmäumtes Gänsesüppchen mit Preiselbeeren und Pinien

Viertel Gans mit Beilagen. Rotkraut, Rosenkohl, Knödel, Grünkohl (schmeckte sehr gut)

Süsser Winterschmarrn mit Vanille-Schmand, Zimtzwetschegen und Apfelmus

Zum Trinken: 2021 Gänsewein Pur Rotwein Cuvee von Weingut Manz und 2024 FKCB2 Cuvee Blanc, Weingut Blum, Rheinhessen

Tulus Totrek Berlin 2024

Wir leben und wohnen in einer kulinarischen Diaspora. Wollen wir in einem mit Michelin Sternen ausgezeichnetem Restaurant speisen, müssen wir immer weit fahren und dann natürlich auch übernachten. Bei unseren Reisen wird  anhand von Michelin unsere Restaurantbesuche geplant.  Bei unserem Berlinaufenthalt Anfang Juli 2024 kamen für uns 2 Restaurants in Frage. Nobelhart & schmutzig oder Tulus Totrek. Andere Sterne Restaurants in Berlin, wie Facil, Tim Raue oder Rutz hatten wir in den vergangenen Jahren bereits besucht. Ausschlaggebend letztendlich war eine interessante Werbung von Max Strohe und „Big Ben“ über ein Treffen der beiden im Restaurant Jörg Müller Westerland Sylt.

Die Taxifahrt von unserem Hotel in Berlin Stadtmitte zum Restaurant in Kreuzberg kostete mit Trinkgeld 18€. Bevor man die schönen Altbau Räume betritt, ist eine kleine begrünte Terrasse vorgelagert. Bedingt durch das Wetter konnte man diese leider nicht benutzen.

Beim Betreten des Restaurants wird man von viel Holz, einem Urwald an der Wand und viel Gemütlichkeit empfangen. Basis für einen schönen Abend verspricht auch das junge und ausgesprochen herzliche Serviceteam. Auf dem blanken Holztisch ist unser Namen mit Kreide aufgetragen. Zur Auswahl stehen 2 Menüs. Einmal klassisch mit Fisch und Fleisch  und einmal ein vegetarisches Menü. Außerdem gibt es noch einige a la carte Gerichte, die man nachbestellen kann, sollte man nicht satt werden. Dazu gibt es hochwertige und bestens abgestimmte Weine, die man zum Menü genießen kann. Wir verzichteten allerdings auf die vorgeschlagene Weinbegleitung und besprachen mit Sommelière Felix Fuchs unsere ganz eigene Weinwünsche. Wir wollten mit unserer Weinauswahl in Deutschland bleiben und Felix Fuchs hat mit großen Wissen immer die passenden Weine serviert.

Fazit: es war ein höchst vergnüglicher Abend zudem nicht nur die Küche, sondern auch der Service in erheblichem Maße beigetragen hat. Man agierte äußerst locker und mit großer Begeisterung. Nichts wirkte aufgesetzt. Nicht nur die Wandtapete hat Dschungel Kulinarik Motiven, sondern auch die lässige Kleidung der Servicekräfte ziert  diese Motive. Kein Gericht war enttäuschend. Hervorzuheben ist die soufflierte Poulardenbrust so wie das Kalbsbries. Ein sehr interessanter Abend mit angenehmen Essen und ausgezeichneten Service.

amuse bouche tartelette

eierstich & imperial kaviar spargel & haselnuss

carabinero & kochihikari bouillabaisse & gochujang

st jakobsmuschel & schwarzer trüffel pinienkerne, vin jaune, feigenblattöl

poulardenbrust, souffliert kandierter ingwer & anchovis algenbuttersauce beurre bordier & miso-artischocke

tomate gurke

kalbsbries x.o. holunderblüte & zuckererbsen

maibock & bockbier schwarzer sesam & grüner pfeffer

stracciatella büffelmilch & blaubeere olivenöl & schoki

Walderdbeere

Ostern 2024 Kulinarisch

Karfreitag

Austern, Natur und überbacken

Lachstatar

Lachs auf gebratenen Fenchel

Ostersamstag nach dem Markteinkauf

Kammmuscheln, grüne Soße (Kräuter der Kasseler Mischung), Karotte, Blüten

Rindertatar, Ei, Blüten

Ostersonntag, mit Gästen

Tomaten Tatar, Postelein

Brennnesselknödel, Butter, Parmesan

Der erste Spargel der Saison mit Lachs und grüner Soße. Bei der Kräutermischung war ein Kraut dabei, dass die Soße nicht so leuchtend grün machte wie am Samstagmittag

Zickleinragout aus der Keule. Danach noch Käse(ohne Bild)

Ostermontag

Gin mit frisch gepressten Orangensaft. Der Gin von der Weinhandlung Krollpfeiffer, Kassel ist in einem alten Calvadosfass gereift.

Erbsenpüree (Es gab die ersten frischen Erbsen auf dem Markt), grüner gebratener Spargel. Leber, Niere und Bauchlappen vom Zicklein.

Zickleinrücken, Spargel, Brokkoli, Kartoffelgratin, Buttersauce

Mont d’Or , zum Käse gibt es bei uns immer einen Apfelschnaps und kein Wein.

gut gereifter Sauvignon blanc, der Wein hatte eine schöne goldgelbe Farbe.

Puntarelle

Puntarelle

Viele Namen trägt das Gemüse, das es auf unseren Märkten nur selten zu kaufen gibt: Die Puntarelle (Cichorium intybus) oder auch Cimata ist eng mit dem Chicorée verwandt.

Mein Gemüsehändler Stefan Ullrich aus Fuldatal, hatte dieses Gemüse zum ersten Male im Sortiment. Natürlich habe ich sofort zugegriffen. Wie zubereiten, war dann zu Hause die große Frage. Nach kurzen Informationen im Internet habe ich dann 3 Gänge aus dem Gemüse gezaubert.

Die Vorbereitungen. Die langen, grünen Blätter vom Herz abnehmen und die Wurzel am unteren Stück abschneiden. Das Herz vom von der Wurzelseite dünn hobeln und in Streifen schneiden. Die Spitzen auf die gewünschte Länge schneiden. Teilweise habe ich die Spitzen auch längs halbiert.

Puntarelle – Spagetti – Parmesan –

Puntarelle – Goldköpfchen

Puntarelle – Scheiben vom Rumpsteak – Kartoffelpüree mit Olivenöl – Champignon