2026-03/04 Gran Canaria – Freitag bis Sonntag

Freitag bis Sonntag der Folgewoche inkl. Rückreise

Die Fahrt vom Flughafen zum Hotel dauert etwa 30 Minuten. Schon beim Betreten des Hotels spürt man: „Wir sind wieder da. “ Das Personal begrüßt uns herzlich, erledigt die Formalitäten schnell und reibungslos. Diesmal haben wir nur Übernachtung mit Frühstück gebucht. Das Team strahlt eine ansteckende Freude aus. Zur Begrüßung gibt es ein Glas gut gekühlten Cava. Wir fühlen uns sofort angekommen.

Die Lage bleibt unverändert: Der Blick schweift über den Sandstrand, und in weniger als einer Minute steht man im Meer. Doch der Strand hat sich nach dem Unwetter vor einer Woche stark verändert. Aus Erfahrung wissen wir, dass er sich erholen wird – wie lange, entscheidet allein die Natur.

Da wir diesmal nur Frühstück gebucht haben, mussten wir vorab überlegen, wo wir abends essen wollen. Neben unseren Stammrestaurants probierten wir auch neue Adressen aus.

Am Freitagabend führte uns der erste Weg ins „Casa Antonio“, direkt am Strand von Maspalomas. Es ist dieses unschlagbare Gefühl: Meeresrauschen, Salzluft und dazu frischer Fisch – ein Genuss.

Für Samstag hatten wir das „Cumbres“ in Playa del Inglés geplant. Doch schon im Taxi warnte uns der Fahrer: „Das wird nichts, Karneval! “ Wegen des Unwetters war er um eine Woche verschoben worden. Er behielt recht – kein Durchkommen. Also kehrten wir um und aßen im Hotel. Trotz der ungeplanten Änderung war das Abendessen wie immer hervorragend. Diesmal gab es ein Drei-Gänge-Menü: Bouillabaisse, Lachs mit Pastinake und Dill. Allerdings fehlte der angekündigte Lachsrogen, und die Küche reichte ihn trotz Reklamation nicht nach. Beim Dessert – weiße Schokolade, Joghurt-Biskuit und wilde Beeren – suchte ich vergeblich nach den wilden Beeren. Stattdessen gab es nur klein geschnittene Erdbeeren.

Der Sonntagabend hielt ein besonderes Highlight bereit: das Kabuki an der Promenade von Maspalomas. Zugegeben – ein japanisches Restaurant direkt am Strand von Gran Canaria klingt ungewöhnlich. Doch genau diese Kombination macht den Reiz aus. Das Kabuki liegt im stilvollen Hotel Lopesan Costa Meloneras und gehört zur renommierten Kabuki-Gruppe, bekannt für ihre kreative Fusion aus japanischer und mediterraner Küche. Schon beim Ankommen spürt man: Hier geht es nicht nur ums Essen, sondern um ein Erlebnis. Nachdem wir bei früheren Besuchen à la carte gegessen hatten, entschieden wir uns diesmal für das Menü – und überließen die Auswahl dem Chefkoch. Eine Entscheidung, die sich als Volltreffer erwies. Der Abend begann entspannt mit einem Sake als Aperitif, begleitet von einem perfekt passenden Wein von den Kanarischen Inseln. Dann nahm das Menü Fahrt auf: kunstvoll angerichtetes Sushi und Sashimi, gefolgt von zartem Thunfisch-Tatar. Besonders in Erinnerung blieben das knusprige Steinbutt-Tempura und die aromatischen Gyoza mit Entenfüllung. Ein echtes Highlight waren die hauchdünnen Scheiben vom Wagyu – butterzart und voller Geschmack. Jeder Gang überraschte, jede Kombination war durchdacht und harmonisch. Ein Abend, der nicht nur kulinarisch, sondern auch atmosphärisch in Erinnerung bleibt.

Schon am Montagmorgen war klar: Das wird kein gewöhnlicher Tag. Ein Blick aus dem Fenster bestätigte es – der berüchtigte Calima hatte die Insel fest im Griff. Feiner Saharastaub lag in der Luft, das Licht wirkte gedämpft, fast surreal, und alles schien in einen warmen Schleier gehüllt.

Am Abend zog es uns ins „Cumbres“ nach Playa del Inglés – ein bewusster Kontrast zur ruhigen, staubigen Stimmung des Tages. Hier war es lebendig, vertraut und angenehm geschäftig, genauso, wie wir es über die Jahre lieben gelernt haben. Kulinarisch blieben wir unserer Tradition treu: Pata Negra, zartes Lomo, Lammbries und eine herrlich aromatische Lammschulter kamen auf den Tisch. Dazu ein roter Hauswein – unkompliziert und genau richtig. Und wie so oft zeigte sich: Hier kann man nichts falsch machen. Zum Abschluss wurde es klassisch: eine feine Creme, ein kräftiger Espresso und – als nette Geste des Hauses – ein Brandy. Ein rundum stimmiger Abend, der den besonderen Charakter dieses Tages perfekt einfing.

Auch am Dienstag hielt sich der Calima, wenn auch abgeschwächt. Am Spätnachmittag kehrten wir ins „Casa Antonio“ zurück. Irmtraud wollte unbedingt wieder einen ganzen Fisch essen. Die Wahl fiel auf eine Dorade, die geteilt wurde. Vorher gab es Garnelen in Knoblauch und frittierte kleine Tintenfische. Dazu einen Weißwein aus Lanzarote.

Für die Besuche am Mittwoch: Bevir; Donnerstag: Bamira; Freitag: Aquarela. gibt es separate Berichte.

Am Samstag genossen wir mittags noch einmal kanarische Küche im „Casa Antonio“ und abends das „Cumbres“.

Hier hatten wir uns bereits für 19.00 Uhr angemeldet, da es am nächsten Morgen nach Hause ging. Bis 20.00 Uhr waren wir die einzigen Gäste. Dann füllte sich das Restaurant innerhalb von zehn Minuten. Wie man hören konnte, waren es überwiegend spanische Gäste.

Am Sonntag war der Urlaub leider zu Ende. Frühstück, Koffer packen, bezahlen – um 11.00 Uhr fuhr das Taxi Richtung Flughafen. Fast pünktlich hob der Flieger um 13.45 Uhr ab. Nach 4 Stunden und 5 Minuten landeten wir in Düsseldorf. Um 22.15 Uhr waren wir wieder zu Hause. Der nächste Urlaub auf Gran Canaria kann hoffentlich bald kommen.

2026-03/04 Gran Canaria – Anfahrt/Flug

Anfahrt/Flug

Wieder führt uns die Urlaubsreise gen Süden. Wie so oft steuern wir die Insel Gran Canaria an.  Seit 1981 zieht es uns dorthin. Auch diesmal haben wir das  Hotel Faro a Lopesan Collection Hotel gebucht.

Dieses Hotel ist für uns ein besonderer Ort: Es liegt direkt am berühmten Leuchtturm Faro de Maspalomas und bietet einen Blick auf die Dünen von Maspalomas.

Gran Canaria selbst fasziniert mit einem Mix, der jedes Jahr viele Besucher anzieht: stabiles Klima, viel Sonne, das Meer und eine abwechslungsreiche Landschaft – von Stränden bis zu den Bergen im Inselinneren. Hat man erst einmal „seinen Platz“ gefunden, fühlt es sich eher wie ein zweites Zuhause an als wie ein Urlaubsziel.

Da unser Flug am Freitag bereits um 7:15 Uhr startet, haben wir im nahegelegenen Sheraton Hotel übernachtet. Vom Parkhaus aus fuhren wir zwei Etagen nach oben und erreichten den Check-in-Bereich. Am Abend erledigten wir den Check-in und gingen anschließend ins Hotel. Im Restaurant Otto, wo wir schon in den letzten beiden Jahren gegessen hatten, ließen wir uns erneut verwöhnen.

Als Vorspeise wählten wir Rinder- und Kalbscarpaccio mit gebratenen Waldpilzen, Rucola und Grana Padano.

Zum Hauptgang gab es Rib-eye-Steak mit Süßkartoffelpommes und Wasabi-Dip,

als Dessert ein warmes Schokotörtchen mit flüssigem Kern, Vanilleeis und Beerensauce. Wir teilten uns die Gänge und genossen dazu jeweils ein Glas Rotwein.

Um 5:15 Uhr war die Nacht vorbei. Nach einer schnellen Dusche und dem Packen ging es zur Sicherheitskontrolle, die fast 25 Minuten dauerte. Trotzdem blieb noch Zeit für einen Cappuccino und ein Croissant.

Fast pünktlich hob unser Flugzeug um 7:25 Uhr Richtung Gran Canaria ab. Nach 4 Stunden und 5 Minuten landeten wir. Koffer holen, ein Taxi nehmen – der Urlaub konnte beginnen.

Sylt – Eine Reise voller Kontraste

19. März bis 22. März 2026

Donnerstag

Nicht die perfekt geplanten Reisen bleiben im Gedächtnis, sondern jene, die mit Überraschungen aufwarten.

Die Fahrt nach Sylt begann an einem Donnerstagmorgen – unspektakulär, fast routiniert, aber mit eigener Dynamik. Schon früh zeigte sich der Charakter der Gruppe: pünktlich, diszipliniert, verlässlich. Um 06:00 Uhr rollte der moderne Reisebus der Firma Fröhlich nordwärts.

Ein Zwischenstopp führte wie jedes Jahr nach Hamburg – ein kurzer Halt, geprägt von Routine, bevor es weiterging. In Niebüll wechselten wir auf den Autozug zur Insel. Ziel war das Jugendseeheim des Landkreises Kassel auf Sylt.

Mit jedem Kilometer nach Norden veränderte sich die Wahrnehmung. Die Landschaft öffnete sich, das Licht wurde klarer, die Luft salziger. Sylt drängt sich nicht auf, sondern entfaltet seine Wirkung leise: die Weite der Dünen, das sanfte Farbspiel von Himmel, Meer und Heide, die stille Selbstverständlichkeit eines Ortes, der seit jeher unterschiedlichste Erwartungen spiegelt.

Die Unterkunft setzte einen bewussten Kontrast zur landschaftlichen Weite. Schlicht, fast asketisch, ohne Inszenierung – kein Ort zum Verweilen, sondern zum Ankommen und Weiterziehen. Funktional, unprätentiös, beinahe kühl. Doch gerade darin lag ein eigener Reiz. Vertrautheit stellte sich ein: Erinnerungen an frühere Jahrzehnte wurden wach, an Schulausflüge, die genau hier endeten. Die Reduktion wirkte nicht fremd, sondern vertraut – wie ein stiller Rückgriff auf eine einfachere Art des Reisens.

Nach dem Abendessen ging es in die Kogge, den Treffpunkt des Jugendseeheims. Unser Präsident und Organisator Hartmut hatte eine Gruppe des Shanty-Chors Sylt engagiert. Es wurde ein geselliger Abend mit viel Gesang, der erst spät in der Nacht endete.

Ich selbst zog mich kurz zurück und fuhr nach Westerland zu Jörg Müller. In seinem Restaurant genoss ich ein kleines Abendmenü:

Leber mit Püree,

die obligatorische Lammbrustwurst und eine Maultasche mit Kartoffelsalat. Dazu trank ich den berühmten Hauscocktail und ein Glas kühlen Weißwein. Anschließend machte ich mich wieder auf den Rückweg.

Freitag:

Der nächste Tag stand im Zeichen eines Perspektivwechsels – oder anders gesagt: Wir ließen es ruhiger angehen. Nach dem Frühstück fuhren wir per Bus nach Tinnum, wo eine Kutschfahrt vom Pferdehof Tölke wartete. Endlich ein Fortbewegungsmittel, das sich unserem Urlaubsmodus anpasste.

Im gleichmäßigen Klappern der Hufe schien die Zeit stillzustehen. Die Landschaft zog gemächlich vorbei, und plötzlich wirkte Sylt nicht mehr wie eine schicke Postkartenkulisse, sondern wie ein Ort, an dem man durchatmen kann. Wäre da nicht das Wetter gewesen: kühl, windig und mit der Entschlossenheit, uns an den Norden zu erinnern.

Um 12:30 Uhr wärmten wir uns mit einem kleinen, aber köstlichen Mittagessen in der Sylter Landschlachterei in Keitum. Gut gestärkt kehrten wir ins Seeheim zurück, wo eine kurze Pause eingelegt wurde – offiziell zum Umziehen, inoffiziell zur Regeneration.

Frisch geschniegelt zog es uns nach List – zu Gosch. In der Bootshalle wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt: Austern, Lachs, Steinbeißer, Krabben – alles, was das Meer hergab, landete auf unseren Tellern. Dazu floss der Weißwein, vermutlich rein aus wissenschaftlichem Interesse.

Zurück im Heim ging der Abend nahtlos in eine gesellige Verlängerung über. Oder anders gesagt: Wir feierten weiter – konsequent im Zeichen des Perspektivwechsels.

Samstag:

Am Samstag stand Bosseln auf dem Programm – ein norddeutsches Spiel, bei dem es weniger ums Gewinnen als um das gemeinsame Erlebnis geht. Öffentliche Wege wurden zu Spielflächen, der Wettbewerb zum verbindenden Element. Auf asphaltierten Pfaden, durch Wälder mit Kurven und kleinen Untiefen, rollten die Kugeln. Mal stießen sie gegen Bäume, mal lagen sie vor einem toten Vogel. Zwischen Ehrgeiz und Gelassenheit entwickelte sich eine lebendige Dynamik. Am Ende gewann die „blaue Gruppe“, und die Ehrung fand in der Bierstube Bell statt. Danach zerstreuten sich die Gruppen: Einige blieben im Bell, andere zogen in die Sansibar oder die Vogelkoje, jeder auf seine Weise noch im Freizeitmodus.

JM:

Für mich ging es zurück zu meinem kulinarischen Rückzugsort: Jörg Müller in Westerland, mein Lieblingsrestaurant seit 1994. Hier herrscht eine gedämpfte, ruhige Atmosphäre, in der Kulinarik mit Präzision und handwerklicher Tiefe zelebriert wird. Jeder Gang wirkt durchdacht, leicht und ausgewogen – stille Souveränität statt demonstrativer Aufwändigkeit.

Der Abend begann mit einem Amuse-Bouche: frische Gemüsestangen wie Karotte und Stangensellerie, einfach, frisch und dennoch bemerkenswert. Mein Aperitif, der bekannte Hauscocktail, leitete den Abend sanft ein.

Zartes Sashimi vom Färöer Lachs schmolz auf der Zunge, durchzogen von der pikanten Frische der Leche de Tigre und dem knackigen Biss von Sellerie und Radieschen.

Meeresfrüchteravioli folgten wie ein sanfter Wellenschlag, umhüllt von samtiger Hummersauce.

Der weiße Heilbutt auf Kohlrabi, begleitet von Rote-Bete-Ragout und Champagnersauce, lotete die Balance zwischen Erde und Meer aus.

Eine 0,375‑Liter‑Flasche Weißwein verband die Aromen dieser drei Gänge.

Das Filet vom Holsteiner Rind, medium rare gegart, ruhte neben cremigem Kartoffelpüree – ein Moment purer Klarheit, in dem jedes Aroma seine Tiefe entfaltete. Ein Glas Beaujolais verlieh dem Gang fruchtige Leichtigkeit.

Espresso und Petits Fours öffneten die Sinne für die süße Ruhe des Abends, ein Zibärtle zum Abschluss brachte Wärme, wie der letzte Sonnenstrahl eines langen Tages.

Sonntag:

Am Sonntagmorgen wehte die Brise des Abschieds durch die Zimmer: Duschen, Betten abziehen, Frühstück – ein Ritual, das die Erinnerungen in den Alltag überführte. Das Shuttle brachte uns Richtung Heimat. Ein kurzer Spaziergang an den Landungsbrücken in Hamburg, ein Hauch von Hafenluft und Wasser, bevor der Heimweg endgültig begann. Gegen 19:00 Uhr erreichten wir wieder die vertrauten Straßen.

Doch Sylt bleibt nicht im Ablauf der Stunden gefangen. Es lebt in den Kontrasten: zwischen Anspruch und Einfachheit, Ruhe und Geselligkeit, Erinnerung und Gegenwart. Die Insel offenbart ihre Schönheit nicht in Perfektion, sondern in der Vielfalt ihrer Facetten – im Geschmack, in der Luft, in den stillen Momenten zwischen Wellenrauschen und Kerzenschein. In diesen Brüchen entfaltet Sylt seine stille, unvergessliche Magie.

Mein Schiff Relax: Eine kulinarische Entdeckungsreise – 2025

Auf dem Mein Schiff Relaxe laden verschiedene Restaurants, Bistros und Bars täglich zu einer kulinarischen Entdeckungsreise ein. Hier verwöhnt man jeden Gaumen und entdeckt neue Geschmackserlebnisse. Doch seien wir ehrlich: In nur sieben Tagen alle Highlights zu probieren, ohne den Magen zu überfordern, ist schlicht unmöglich.

Beginnen wir mit den positiven Eindrücken. Das Atlantik habe ich bereits an anderer Stelle beschrieben, daher widme ich mich hier meinen weiteren Favoriten. Das Pool Bistro punktet mit entspannter Atmosphäre und frisch zubereiteten internationalen Teigtaschen. Ein Gläschen Wein dazu – perfekt für einen sonnigen Tag am Pool. Auch das Pane e Sole Bistro überzeugte mit frischen Zutaten: Paninis mit Rucola und Lachs, gegrilltem Gemüse und einer Auswahl an Salaten. Der Harbour Market beeindruckte mit Vielfalt und lebhaftem Marktcharakter, auch wenn es zu den Hauptmahlzeiten eng wird und das Nachfüllen der Speisen Zeit braucht. Die Osteria  bot solide italienische Küche, wie man sie aus deutschen Pizzerien kennt.

Leider gab es auch Enttäuschungen.

Die Taverne Dionysos blieb in Qualität und Service hinter den Erwartungen zurück und wirkte uninspiriert.

Ähnlich ernüchternd war das Sur Mer Bistrot, das weder mit seinem Namen noch mit seinem Design überzeugen konnte. Von französischem Flair ganz zu Schweigen.

Den krönenden Abschluss unserer Reise bildete das Fugu by Tim Raue. Dieses Restaurant spielt in einer eigenen Liga und hebt das kulinarische Erlebnis auf ein neues Niveau. Die Gerichte beeindrucken mit Kreativität und exzellenter Präsentation.

Da unsere Enkeltochter und Freund nicht die großen Fleischesser sind, haben wir auf das Høfde sowie auf das Chalet verzichtet.

Insgesamt bot man an den sieben Tagen ein kulinarisches Abenteuer mit genussvollen Höhen und einigen Tiefen. Jeder Gast wird seine eigenen Favoriten entdecken. Es lohnt sich, Neues auszuprobieren und sich überraschen zu lassen!

Mein Schiff Relax Restaurants – 2025

Auf den Mein Schiff Relax Kreuzfahrten erwartet die Gäste eine kulinarische Entdeckungsreise in einer Vielzahl von Restaurants, die alle Geschmäcker und Vorlieben bedienen.

Atlantik – Das Hauptrestaurant

Das Atlantik, das Hauptrestaurant an Bord, erstreckt sich über zwei Decks und bietet Platz für knapp 1750 Gäste. Trotz der Größe herrscht eine entspannte Atmosphäre. Gäste genießen erstklassigen Service am Platz – ohne feste Essenszeiten oder Sitzordnungen. Die Vielfalt der Speisen überrascht täglich aufs Neue. Wir haben dreimal auf Deck vier zu Abend gegessen: zweimal mit herrlichem Blick aus den Fenstern, einmal in der Mitte des Restaurants.

Auch das Frühstück nahmen wir im Atlantik ein. Einmal auf Deck fünf mit Bedienung, während auf Deck vier Selbstbedienung herrschte. Dort fiel der kleine Buffetbereich auf, doch Eierspeisen konnte man bequem am Tisch bestellen. Der Service war ausgezeichnet, vor allem dank des engagierten Personals, überwiegend aus Ostasien.

Abends wechselte das Menü täglich. Zur Auswahl standen ein Fünf-Gänge-Menü mit Fleisch und/oder Fisch sowie ein veganes Pendant. Alternativ konnte man sich sein eigenes Menü zusammenstellen.

Mein Schiff Relax – 2025 -01

Über den Wolken

Sonntag: Der Start unserer Kreuzfahrt

Früh am Morgen brachen wir in Baunatal zu unserer ersten Kreuzfahrt auf. Nach knapp zwei Stunden Autofahrt erreichten wir das Flughafenparkhaus in Düsseldorf, das selbst zu dieser frühen Stunde gut gefüllt war. Am „Self-Bag-Drop“-Automaten gaben wir unser Gepäck ab: Kofferanhänger drucken, befestigen, Gepäck aufs Band legen – alles lief schnell und reibungslos. Auch die Sicherheitskontrolle verlief ohne Probleme, und bald saßen wir im Flugzeug nach Gran Canaria.

Die Strecke ist uns vertraut, fliegen wir doch seit Jahrzehnten regelmäßig auf die Insel. Trotzdem spüren wir jedes Mal diese besondere Aufregung, wenn das Flugzeug abhebt. Nach der Landung mussten wir diesmal ungewöhnlich lange auf unser Gepäck warten. Schließlich ging es zu den Bussen. Doch dieser Sonntag war anders: Statt wie gewohnt nach Maspalomas im Süden zu fahren, brachte uns der Weg zum Hafen von Las Palmas. Dort lag das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff Relax“ und wartete auf uns.

Am Hafen fiel unser Blick auf die beeindruckende Silhouette des Schiffes, das im strahlenden Sonnenlicht glänzte. Nach den üblichen Formalitäten bezogen wir unsere Balkonkabine. Unterwegs begegneten wir Rainer H. aus Baunatal, der bereits seit Teneriffa an Bord war. Nach einer kurzen Begrüßung empfahl er uns, am Abend das Restaurant Atlantik zu besuchen.

Das Schiff legt ab.

Sylt, November 2025

November auf Sylt:

Eine kulinarische Reise beim Island Food Festival.

Im November zeigt sich Sylt von seiner ruhigen Seite. Die geschäftige Sommersaison klingt aus, viele Restaurants und Geschäfte schließen vorübergehend, um vor Weihnachten neue Kraft zu tanken. Doch Feinschmecker müssen nicht darben: Das „Island Food Festival“ sorgt für genussvolle Abwechslung.

Holger Bodendorf, der kreative Kopf hinter dem Landhaus Stricker, hat auch in diesem Jahr ein Fest für die Sinne organisiert. Über mehrere Tage präsentieren die besten Küchenchefs der Insel ihre Kreationen und laden spannende Gastköche ein. Bodendorf steht dabei nicht allein – eine Riege erstklassiger Gastgeber macht das Festival zu einem besonderen Erlebnis.

Wer sind diese Gastgeber? Da ist das Hotel & Restaurant Jörg Müller, ein Sylter Klassiker, der Tradition und Innovation vereint. Der Söl’Ring Hof unter Jan-Philipp Berner glänzt mit kreativer Küche, und erstmals dabei ist der Dorfkrug Bar und Grill von Thomas Samson, wo rustikale Gerichte moderne Akzente erhalten.

Auch Jan Nissen-Hünding vom Samoa Seepferdchen und Max Westphal aus Severin’s Resort & Spa bereichern das Festival. Gemeinsam gestalten sie ein Programm, das mit regionalen Zutaten, saisonalen Menüs und innovativen Ideen jeden Gaumen begeistert.

Wir hatten erneut bei Jörg Müller gebucht. Besonders lockte uns neben der neuen griechischen Küche von Nikos Billis das außergewöhnliche Angebot für Weinliebhaber: eine Verkostung ausgewählter Bordeaux-Raritäten. Doch drei Tage vor dem Termin sagte man die Veranstaltung ab, weil mehrere Teilnehmer abgesprungen waren. Stattdessen begann unser Aufenthalt bei Müller mit einem typisch griechischen Tavernenmenü.

Das Festival startete mit einem kulinarischen Abend im Severin’s Resort & Spa. Sylter Gastgeber, Gastköche, Produzenten und Gäste der teilnehmenden Häuser trafen sich dort zu einem genussreichen Auftakt. Neben den Sylter Gastgebern präsentierten auch Partnerbetriebe von der Insel ihre regionalen Produkte. Ein gelungener Start.

Der erste Abend bei Jörg Müller stand unter dem Motto „Taverna Müller – eine Nacht in Hella“. Eine Reise durch die Vielfalt der griechischen Küche, ohne die klassischen Gerichte wie Gyros, Souvlaki, Bauernsalat oder Bifteki zu servieren. Gastkoch Nikos Billis und sein Team verwandelten die Taverne mit ihren Gerichten in eine moderne griechische Oase. Teller um Teller landete auf dem Tisch, und jeder griff nach Lust und Appetit zu. Ein Abend voller lebendiger Aromen und mediterraner Leichtigkeit. Die „Meze“ wurden durch Weine vom Weingut Dr. Heger ergänzt, die überraschend gut dazu passten. Darauf ein Yamas!

Am zweiten Abend entführte uns Nikos Billis in die Welt des „Greek Fine Dining“: präzise, elegant und voller Überraschungen. Seine Lehrjahre bei Spitzenadressen wie Noma, Miramar, De Librije und zuletzt im W Costa Navarino, wo er nun Küchenchef ist, spiegelten sich in jedem Detail wider. Die griechische Küche zeigte sich in einem völlig neuen Licht.

Den letzten Abend auf Sylt verbrachten wir nicht auf der Abschlussfete in Tinnum, sondern blieben in Westerland. Da wir früh heimkehren wollten, entschieden wir uns für diesen ruhigen Abend ohne viel Alkohol.

Leber mit Zwetschgen, Steinbuttravioli und Garnele, danach Lammhaxe bzw. Seezunge. Zum Abschluss dann ein Apfelküchlein.

Dazu Weiß- und Rotwein (je 0,375 l) von Domaine Jacques Prieur. Auf den „Absacker“ an der Bar verzichteten wir diesmal.

Es waren ereignisreiche und bewegte Tage, die viel zu schnell vorbei gingen. Nach Sylt ist vor Sylt.

Restaurant Qapaq 2025 – Teneriffa

Av. la Habana, 14, 38650 Arona. Besucht Oktober 2025

Das Restaurant vereint peruanische und mediterrane Fusionsküche, zubereitet mit lokalen Zutaten.

Nahe der Playa de las Vistas liegt das Restaurante Qapaq – kein Ort mit spektakulärem Meerblick, aber eine Adresse für authentische peruanische Genüsse. Der Bau wirkt unscheinbar, doch dieser Eindruck täuscht. Beim Betreten empfängt den Gast eine schlichte, gemütliche Einrichtung. Der Raum ist funktional gestaltet, damit die Aufmerksamkeit den Speisen und Getränken gilt. Besonders reizvoll: die offene Küche. Hier kann man dem Team zusehen, wie es frische Zutaten verarbeitet – ein Erlebnis für alle Sinne.

Links der Küche liegt ein weiterer Bereich, moderner und geschmackvoll eingerichtet. Ob Liebhaber peruanischer Küche oder Neugierige auf der Suche nach neuen Aromen – im Qapaq fühlt sich jeder willkommen. Das Serviceteam sorgt dafür, dass der Besuch in Erinnerung bleibt.

Die Empfehlung kam von unserer Tochter und unserem Schwiegersohn. Auch die Michelin-Empfehlung für das Lokal sprach für sich.

Der Service ist äußerst freundlich. Die Speisekarte ist klar strukturiert: Sie bietet rein peruanische Gerichte und solche mit spanischem Einfluss, aber peruanischen Akzenten.

Der Abend begann mit einem köstlichen Amuse-Bouche: zarter Oktopus, kunstvoll in knusprigen Filoteig gewickelt und perfekt frittiert. Eine würzige rote Mojo-Soße setzte einen spannenden Akzent.

Es folgte eine Jakobsmuschel, überbacken mit Parmesan. Ihre leicht glasige Textur und ein feiner Rauchgeschmack unterstrichen die frischen Aromen. Ein Meeralgensalat fügte maritime Frische hinzu und rundete den Gang ab.

Das Highlight des Abends war das Ceviche, serviert in zwei Variationen. Die klassische Version überzeugte mit zartem Weißfisch, mariniert in Limettensaft, verfeinert mit roten Zwiebeln, Koriander und feurigen Chilischeiben. Süße Süßkartoffelwürfel und knusprige Maiskörner setzten harmonische Kontraste.

Die zweite Variation kombinierte Weißfisch mit saftigen Garnelen. Eine Marinade aus Passionsfrucht verlieh dem Gericht eine exotische Note. Ein erfrischendes Limetten-Sorbet balancierte die intensiven Aromen mit leichter Frische.

Das Hauptgericht präsentierte zartes Schweinefleisch, begleitet von Hühnererbsenkroketten und gebratener Kochbanane. Die Kombination überraschte mit einem neuen Geschmackserlebnis. Jedes Element harmonierte perfekt und zeigte die Kreativität der Küche.

Zum Abschluss Dessert und Espresso

Ein feinherber Weißwein aus Lanzarote, sorgfältig ausgewählt, begleitete die Speisen und rundete den Abend ab.

Fazit: Das Restaurante Qapaq ist mehr als ein Ort zum Essen – es ist ein Erlebnis für Feinschmecker und Liebhaber der Fusionsküche. Lassen Sie sich von der Kreativität der Küche und der Qualität der Zutaten begeistern. Ein Besuch lohnt sich!

Teneriffa 2025-Hotel

Guayarmina Princess in Costa Adeje:

schöne Hülle, schwaches Essen.

Wer in Costa Adeje einen entspannten Urlaub sucht, sollte das Guayarmina Princess besser meiden. Die Architektur beeindruckt auf den ersten Blick: ein modernes, großzügiges Gebäude mit zeitgemäßem Design. Doch hinter der Fassade lauern Enttäuschungen.

Zimmer

Wir hatten ein Standardzimmer gebucht. Es war geräumig, das Bett bequem, und die begehbare Dusche gefiel uns. Allerdings ließ die Abdichtung zwischen Wand und Schiebtür zu wünschen übrig, sodass der Boden vor der Dusche oft unter Wasser stand.

Restaurants – die Schwachstelle des Hotels

Kulinarisch enttäuscht das Guayarmina Princess. Der „Food Market“ bietet zwar eine große Auswahl, doch das Ambiente erinnert eher an eine Kantine als an ein 4-Sterne-Hotel. Qualität und Abwechslung bleiben auf der Strecke. Alles wirkt anonym und wenig einladend.

Wer mindestens vier Nächte bleibt, isst einmal im ‚The Roast‘ ohne Aufpreis. Die Vorspeisen und Desserts ähneln jedoch denen im „Food Market“, und die Hauptgerichte von der kleinen Karte sind kaum erwähnenswert. Immerhin ist es dort ruhiger als im Hauptrestaurant.

Ein weiteres Problem ist der Service. Das Personal wirkt oft gleichgültig, manchmal sogar nervös – bei einem Hotel dieser Größe wenig überraschend. Alles scheint auf die überwiegend englischen Gäste ausgerichtet, die 80 bis 90 Prozent der Besucher ausmachen. Über die Einhaltung der Kleiderordnung hüllt man besser den Mantel des Schweigens.

Fazit

Trotz der schönen Zimmer und der beeindruckenden Architektur überwiegen die negativen Eindrücke. Wer keine hohen Ansprüche an die Küche stellt, könnte hier dennoch glücklich werden. Allen anderen sei geraten, die Restaurants in der Umgebung zu erkunden – ein Tipp, den wir selbst beherzigt haben.

Philipp Soldan-Frankenberg

Freitagabend im Gourmetrestaurant Philipp Soldan – ein Fest für die Sinne. Das Menü entführt auf eine köstliche Reise, bei der mutige und raffinierte Geschmackskombinationen ein unverwechselbares Erlebnis schaffen. Jeder Gang begeistert: Texturen, Aromen und Timing harmonieren perfekt.

Der Service glänzt mit Professionalität, Herzlichkeit und unaufdringlicher Eleganz. Das Team umsorgt die Gäste aufmerksam und kompetent, ohne je aufdringlich zu wirken. Wir fühlten uns rundum willkommen und bestens betreut.

Ein Highlight ist die offene Küche. Zwar trennt eine Glasscheibe sie vom Gastraum, doch erlaubt sie spannende Einblicke. Die Köche arbeiten ruhig und konzentriert, während sie die Gerichte kunstvoll anrichten. Unter Hochdruck entstehen kreative Kompositionen, und Chefkoch Erik Arnecke bleibt dabei stets der ruhende Pol.

Auch die Weinkarte beeindruckt und lädt zu einer Entdeckungsreise ein. Dank des Coravin-Systems können selbst edelste Weine glasweise genossen werden, ohne die Flasche zu öffnen. So lassen sich exklusive Tropfen probieren, die sonst unerschwinglich blieben. Die Preise für 0,1 Liter reichten von 12 bis 38 Euro und bieten eine exquisite Auswahl, die perfekt zu den Gerichten passt.

Fazit: Eine außergewöhnliche kulinarische Reise – kreative Küche, makelloser Service, spannende Einblicke in die offene Küche und eine Weinauswahl, die überrascht und begeistert. Ein Ort für Genießer, die das Besondere suchen und sich gerne über Zutaten, Techniken und Aromen austauschen.

Bewertung: 7.5 von 10

Statt Champagner, nach langer Zeit wieder mal ein Sherry als Aperitif

Käsecreme – Schnittlauch Öl – Butter dazu selbstgebackenes Brot

Amuse Bouche

Amuse Bouche – Rindertatar – Salat (fast ein zusätzlicherGang)

In Nussbutter marinierter Kingfisch – Austernmousse – Kaviar

Getauchte Norwegische Jakobsmuschel – Sepia – Risotto Nero

Crepinet vom mild geräucherte. Perlhuhn – Mangold – Trauben Sauce

Sorbet

Duett vom Angnus Beef – Mais – Pfifferlinge

Eingeweckte Zuckeraprikosen – Mandeleis – Fenchelsud

Petit Four