Sardinien 2013 Teil 2

Sardinien Teil 2

Als wir am nächsten Morgen aufwachen geht der erste Blick durch das Fenster. Wir sehen einen blauen Himmel mit nur leichter Bewölkung. Beim heraus treten auf die Terrasse merken wir allerdings, dass doch ein kühler Wind aus Norden weht. Zuerst geht es unter die Dusche und wir machen uns fertig für das Frühstück. Dirk hat mittlerweile im nahen Alghero eingekauft und wir nehmen uns viel Zeit für das Frühstück.

Alghero (98)Wir entscheiden uns zunächst den Strand Maria Pia in der Nähe des Stadtrandes von Alghero aufzusuchen. Dieser feine Sandstrand in Richtung Fertilia gelegen, wird von Dünen und einem dichten Wald aus Pinien und Ginster eingerahmt. Ideal zum Baden mit Kindern, da das Meer hier sehr flach abfällt. Zwei der drei Strandbars waren noch geöffnet.

20 Alghero - Maria PiaSchnell ging es in das 22° warme Meerwasser, beim heraus gehen merkte man doch den kühlen Wind aus Norden. Auch die Bewölkung nahm zu und die Sonne verschwand fast hinter dieser Bewölkung. Wir entschieden uns daher diesen Strand zu verlassen und in Richtung Norden nach Stintino zum La Pelosa Strand zufahren.

Die Fahrt von Alghero nach Stintino dauerte ca. 1 Std. Zunächst war die Strecke relativ flach und ohne viele Kurven, nach ca. 20 min. wurde es allerdings recht bergig und die vielen Kurven verlangten alle Konzentration. Was wird dann allerdings sahen entschädigte uns für diese Anfahrt. Wir sahen einen Traumstrand mit türkisblauem Wasser, weißem Sand und einem wunderbaren Blick auf die vorgelagerten Inseln und Felsen.

Alghero (106)Ein relativ kleiner Strand und längst kein Geheimtipp mehr. Ich vermute, dass er im Sommer total überlaufen ist. Wir können uns jedenfalls in Ruhe unser Plätzchen aussuchen und genossen einen wunderschönen Montagnachmittag bei Baden und Sonnenschein. Allerdings gab es keinen Sonnenschirm- und Liegenverleihen mehr. Das Parken oberhalb des Strandes war um diese Jahreszeit aber kostenfrei. In der kleinen Bar genossen wir warme Paninis und ein Schlückchen gut gekühlten sardischen Wein. Gegen 17:00 Uhr ging es dann wieder in Richtung Alghero.

Alghero (116)01

Beim anschließenden duschen merkt man doch, dass  wie viel Sand am Körper und in den Haaren kleben. Nach dem ausgiebigen reinigen wird sich Stadtfein gemacht.

Sabrina hat für diesen Abend das Restaurant Al Tuguri in der Altstadt von Alghero ausgesucht. Laut Internetauftritt bietet das Restaurant eine typisch sardische Küche an. Auch die überwiegend positiven Erfahrungsberichte in verschiedenen macht doch Hoffnung auf einen schönen Abend mit einer interessanten Küche.

 01 Al Tuguri

Die Kritik vor ab. Wir waren enttäuscht, von einer typisch sardischen Küche war nicht viel zu spüren. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt nicht.

Das Restaurant liegt in einem alten Gebäude im historischen Zentrum der Stadt. Das Restaurant ist auf mehreren Ebenen angeordnet. In dem Erdgeschoss ist ein geräumiger Empfangsraum mit Sofas und einem großen zentralen Kamin vorhanden. Eine steile Steintreppe führt zu dem eigentlichen Restaurant mit ca.24 Sitzplätzen und der offenen Küche. Von hier aus führt eine Holztreppe im Obergeschoss mit weiteren Sitzplätzen. Wir konnten im 1. Obergeschoss Platz nehmen und hatten direkten Blick in die Küche.

Nachdem der sehr unterkühlt wirkenden Service uns die Speisekarte gereicht hatte, begann für uns die Diskussion. Wir entschieden, dass wir die drei verschiedenen Menüs ausprobieren wollten. Die Kinder bestellten Pasta mit Tomaten.

Das Fischmenü wird ebenso wie das sardische Menü für 40 € und das vegetarische Menü für 36 € angeboten. Es wurden jeweils vier Gänge pro Menü serviert.

 Dirk, sowie ich selbst  entschieden uns für „The Menü of de the Territory“ das wie folgt serviert wurde.

Carpaccio

Pasta

Lammkoteletts

Dessert

Irmtraud nahm das Fischmenü und Sabrina das vegetarische Menü. Beide waren sehr unzufrieden mit den servierten Speisen.

Kalbscarpaccio:

03 Al TuguriAuf dem Teller lagen eiskalte dünne Scheiben vom Kalb. Dadrauf lag eine undefinierbare (Ruccola?) Masse die mit drei Scheiben Wildschwein Schinken abgedeckt war. Die Vinaigrette leider sehr wässrig. Die Frage die ich mir gestellt habe, was war dabei sardisch. Bekomme ich in jeder Pizzeria in Deutschland bedeutend besser serviert.

Pasta

04 Al Tuguri

Der beste Gang des Abends. Die Pasta al dente serviert. Dazu knackig frische Tomaten und geräucherten Ricotta. Auch bei diesem Gang wieder klein gehackte Rucola die nach nichts schmeckte.

Lammkoteletts

05 Al TuguriSardisches Brot, vier Stück Lammkoteletts dazu ein kleines Stückchen gebratene Zucchini. Gott sei Dank waren die Koteletts gut gewürzt und auf den Punkt gegart.

Dessert

06 Al TuguriDer absolute Höhepunkt der Belanglosigkeiten in diesem Menü war das Stück Mürbeteig mit Sahne.

Dazu sadischen Wein:

07 Al Tuguri P1070654

Speisekarte

Besucht am 14.10.2013 (abends)

Sardinien 2013 Teil 1

Mein erster Bericht über unseren Aufenthalt in Alghero -Sardinien.

Im Sommer hatte der Familienrat (zwei Enkel, Schwiegersohn, Tochter, Oma und Opa) getagt und man war übereingekommen, in den Herbstferien eine gemeinsame Reise in den Süden anzutreten. Mein Vorschlag die Insel Mallorca zu besuchen, wurde leider mit eins zu fünf Stimmen abgelehnt. Man entschied sich letztendlich für die Insel Sardinien. Reisezeitraum war vom 13. bis 20. Oktober 2013. Dirk bekam den Auftrag die Flüge und die Villen zu buchen. Ausgesucht hat er letztendlich die Anlage Vista Blu in Alghero sowie die Flüge ab Memmingen mit Ryanair.

01 RyanairDer Abflug in Memmingen erfolgte am 13. Oktober um 12:10 Uhr. Dies bedeutete für uns ca. 4 h Anfahrt. Daher war am 13. Oktober um 5:00 Uhr für uns die Nacht vorbei und um 6:00 Uhr ging die Fahrt los. Kurz nach 10:00 Uhr waren wir in Memmingen und die Suche nach einem Parkplatz begann. Bedingt durch Bauarbeiten konnte ich erst nach  einer Ehrenrunde einem geeigneten Parkplatz finden. Es hieß also die Koffer aus dem Auto auspacken und die 500 m zum Flughafengebäude zu gehen. Auch die anderen vier waren rechtzeitig eingetroffen, so dass wir gemeinsam unser Gepäck abgeben konnten. Wir nutzten die Restzeit für einen gepflegten Cappuccino zur Einstimmung auf unser Urlaubsziel.

03 FlugNach einem ruhigen Flug erreichten wir gegen 14:00 Uhr den Flughafen in Alghero. Wetter vom feinsten erwartete uns. Temperaturen um 23° mit leicht bewölktem Himmel. Schnell hatten wir unsere Koffer eingesammelt und los ging es zum Autovermieter. Für die italienischen Verkehrsverhältnisse hatten wir einen Lancia Typ Ypsilon gebucht.

Bevor es in die Anlage ging mussten Ricarda und  Sky allerdings erst einmal an den Strand und in das noch 22° warme Wasser springen. Zum Einkaufen ging es in den nächstgelegenen Supermarkt und es wurde das notwendigste für die nächsten Tage eingepackt.

Danach ging es in die ca. 2 km von der Innenstadt entfernt gelegene Anlage. Es folgte eine unkomplizierte Anmeldung, danach ging es in die beiden Villen, die Koffer auspacken, kurze Hose bzw. Sommerkleid anziehen und ab ging es in Richtung Erholung.

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Die Anlage Vista Blu Resort befindet sich 2 km von Alghero entfernt(Nord- Ost Sardinien), in einer Panorama -Position an den Hängen des Monte Carru. Die Anlage ist aus Villen zusammengesetzt die rund um einen Pool liegen und von Garten und der Mediterranen Macchia umgeben sind.

P1070729Allerdings sind nicht alle Häuser in der Anlage bewohnbar. Der Rest wurde wohl als Anlageobjekt gebaut und wurde nie ganz fertiggestellt, bzw. verkauft. Die Gartenanlagen dieser Häuser sehen recht verwildert aus.

Die Villen des Vista Blu Resort sind zweckmäßig eingerichtet und verfügen über einen privaten Garten, Barbecue, Veranda mit Tisch und Stühle, Terrasse mit Sonnenliegen und Tisch sowie einen Privatparkplatz. Jede Villa verfügt außerdem über eine Klimaanlage / Heizung, TV. Die Küche ist mit Geschirr für 4 Personen ausgestattet, allerdings gab es keine Geschirrtücher und keine Kaffeemaschine. Vorhanden sind Waschmaschine, Herd, Toaster, Haartrockner, Bügelbrett und Bügeleisen. Die Bettwäsche und Handtücher waren im Preis nicht enthalten und mussten dazu gekauft werden. (90 €)

Unsere Villen (je ca. 100 qm) waren wie folgt ausgestattet. Wohnzimmer mit doppelten Schlafcouch, Kochecke, Doppelzimmer mit Ehebett, ein weiteres Zimmer mit zwei Betten, zwei Bäder eins mit Dusche und eins mit Badewanne.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, meldete sich der Hunger. Nach fast 12 Std. ohne Nahrungsaufnahme auch kein Wunder. Ricarda und Sky verlangten nach einer Pizza. Also alle in die Autos und ab nach Alghero. Hier hatte Sabrina die OK Pizza ausgesucht.

Nach dem Essen schlenderten wir noch ein bisschen durch die Straßen. Entspannt und am Ende doch etwas müde machten wir uns auf den Rückweg zu unserer Anlage.

OK Pizza- Alghero

05 OK PizzaEine wirklich empfehlenswerte Pizzeria.  Etwas außerhalb der Altstadt gelegen, dennoch gut zu Fuß vom zentrale Parkplatz zu erreichen. Netter zuvorkommender Service. Auf der Karte stehen nur Pizzen mit sehr günstigen Preisen. Die Einrichtung ist sehr einfach gehalten. An diesem Sonntagabend waren fast nur Einheimische in der Pizzeria.

02 OK Pizza

Meine Pizza (Meeresfrüchte) war am Rand sehr kross,  unten knusprig  und innen weich.

03 OK Pizza

Als Dessert eine Zitronentarte mit Pinienkernen. Dazu einen  sardischen Weisswein.  Zum Abschluss noch einen Espresso und ein Gläschen Grappa aufs Haus.

Ok Pizza

S. Satta 102-104

07041 Alghero, Sardinien, Italien

Tel. 079-982736

Speisekarte

Besucht am 13.10.2013 (abends)

NOMA – Kopenhagen Restaurantbesuch

Unser Besuch im NOMA Kopenhagen.

Ein Besuch bei René Redzepi und seinem Restaurant NOMA in Kopenhagen ist nichts für Anfänger. Eine Küche zwischen Avantgarde und Natur.

Bereits die Reservierung ist ungewöhnlich. Einfach ein Telefonat zu führen oder eine Mail zu schicken ist hier nicht möglich. Bereits zwei Monate vorher war über Internet die Tischreservierung notwendig.

Vorgesehen war ein Besuch mittags am 18. September 2013. Laut Internetauftritt des Restaurants musste am zweiten Juni um 10:00 Uhr die Reservierung für den September erfolgen. Kurz vor 10:00 Uhr klickte ich mich in das Reservierungsportal des Restaurants ein und ich hatte Glück. Ich bekam eine Zusage für den 18. September 2013, dies sollte noch durch eine Mail bestätigt werden. Es sollte allerdings noch drei Mails meinerseits und 14 Tage dauern bis die offizielle Bestätigung bei mir vorlag.

In der Reservierung wurde darauf hingewiesen, dass ich mich spätestens fünf Tage vorher noch einmal melden müsste und die Reservierung bestätigen sollte. Dies wurde mir allerdings vom Restaurant abgenommen.

Sieben Tage vor dem Reservierungsdatum kam eine Mail, hier sollte ich noch einmal den Termin, die Zeit und die Personen bestätigen. Ich wurde außerdem darauf hingewiesen, dass sich nach der Bestätigung dieses Terminals bei Nichterscheinen eine eventuelle Strafe von 2500 DK zu bezahlen hätte.

Am 17. September ging es dann über die Autobahn in Richtung Puttgarden. Mit der Fähre wurde übergesetzt und wir erreichten gegen 16:00 Uhr Kopenhagen. Mit Parksündern geht man in Kopenhagen sehr rigoros vor. Ich hatte mein Auto kurz vor Nyhavn  abgestellt, um ein reserviertes Appartement aufzusuchen. Auf dem Weg dorthin hatte ich keine Parkuhr oder Ähnliches gesehen. Nach ca. 10 min war ich wieder am Auto. Ein Zettel mit Zahlungsaufforderung für das Parken ohne Parkzettel klebte an der Vorderscheibe des Autos. Die 10 min. ohne Parkplätze kosteten uns letztendlich umgerechnet ca. 70 € Strafe.

Die Übernachtung erfolgte im Appartement Nyhavn.

Nach einem kleinen Frühstück am Hafen und einer kurzen Stadtbesichtigung ging es dann gegen 11:30 Uhr in Richtung Restaurant. Die in den Stadtplänen eingezeichnete Fußgängerbrücke war noch nicht fertig gestellt, so war ein Fußweg von ca. 1 km erforderlich.

02 NomaNOMA Eingang : Punkt 12:00 Uhr wurde die Restauranttür aufgeschlossen und wir betraten mit noch sechs anderen Gästenn das Restaurant. Direkt hinter dem Eingang, stand mit René Redzepi an der Spitze, die gesamte Mannschaft im Eingangsbereich der offenen Küche und begrüßte uns mit Beifall auf das herzlichste.

03 NomaSpeisesaal kurz nach 12.00 Uhr. Um 12.30 Uhr sind alle Plätze besetzt.

Nachdem wir Platz genommen hatten wurden wir in Englisch und  Deutsch recht herzlich begrüßt. Die erste Frage war natürlich wird ein Aperitif gewünscht. Für diesen besonderen Tag einigten wir uns auf Champagner. Eine Wein- oder Speisekarte wurde  uns nicht vorgelegt. Man wurde darauf hingewiesen, dass es am Anfang ca. zehn kleine Snacks geben würde, danach würden acht Gänge und drei  Desserts serviert.

Angeboten wurde außerdem ein 8-gängiges Wein bzw. ein Saftmenü.  Ich entschied mich für das Wein Menu, meine Frau für das Saftmenü. Dies sollte sich später allerdings als Fehler herausstellen, da nicht alle Säfte zu den einzelnen Gängen  harmonierten.

Es war uns klar, dass dies kein billiger Restaurantbesuch werden sollte. Bei Champagner und Wein sah man später auf der Rechnung, dass man sich in Skandinavien befand. Das Glas Champagner kostete ca. 23 € und das Weinmenü ca. 134 €.

Danach ging es mit den Snacks Schlag auf Schlag. Innerhalb von ca. 45 min wurden die nachfolgenden zehn Snacks serviert. Die einzelnen Gerichte wurden von den Köchen bzw. Köchinnen serviert und erklärt. Diese waren in der einsehbaren Küche auch zuständig für diese Gänge. Der sehr umsichtige Service war für den Getränkenachschub, für weitere Fragen und für das Abräumen des Geschirrs zuständig.

Auf unsere Bitte hin, die einzelnen Gerichte doch etwas langsamer zu servieren, wurde uns erklärt, dass es Absicht sei, die einzelnen Teller in der gewählten Zeit zu Servieren. Bei den Hauptgerichten würde es dann wieder etwas langsamer werden. Dies traf dann auch ein.

Bevor der erste Snack serviert wurde kam ein wohlschmeckendes Brot auf den Tisch. Dazu gab es Schweineschmalz mit Grieben und Zwiebeln sowie sogenannte „jungfräuliche“ Butter.

05 Stachelbeer

Stachelbeere und Holunderblüte: Eine eiskalte knallrote Stachelbeere auf einen Holzspieß gesteckt, trifft auf einen süßen lauwarmen Sirup von der Holunderblüte.  Die Stachelbeere hat genau den richtigen Reifegrad, weder süß noch sauer.

06 Kohlrabi

Kohlrabi oder auch „Ananas des Nordens“: Zuerst sieht man nur die ganze Knolle und man fragt sich, wie soll ich die zerlegen. Dann wird vom Service die Knolle herum gedreht, man sieht eine kleine Öffnung und ein Strohhalm ragt heraus.Im Inneren befindet sich ein Gemüsesaft mit Kohlrabi als Basis, dazu kommen weitere Aromen, die ich aber nicht genau definieren kann.Zusätzlich gibt es ein Kräuterbündel. Dieses ist mit einer Vinaigrette überzogen. Beim hinein beißen kommen die verschiedenen Kräuter unmittelbar zur Geltung.

07

Wilde Brombeere mit wilder Wicke: Die Brombeere war sehr fruchtig und saftig, dabei süß, herb und würzig zugleich. Die wilde Wicke schmeckte nach frischen, jungen Erbsen. Ein ganz erstaunlicher Geschmack. Der „Schmand“ rundete die ganze Sache ab und brachte eine gewisse „milde“ an den Gang.

08.1

Schwarze Johannisbeere und Rose: Man kann die Dekoration auch übertreiben. 9/10 Dekoration, 1/10 Essbar. Eigentlich sollte alles was auf den Teller kommt auch essbar sein.  Essbar waren lediglich drei zusammengefaltete Rosenblätter gefüllt mit einer frischen schwarzen Johannisbeere und getrockneten Beeren. Interessent dabei die intensive Geschmacksvielfalt  bei frisch und getrockneten Beeren. Wie so oft bringt die getrocknete Form mehr Geschmack.

09 Moos

Moos und Pilze: Frittiertes Moos mit  Pilzpulver als Würze liegt auf frischem grünem Moos. Dazu in einer kleinen Schale einer Art Schmand. Eine moderne Art Fingerfood. Man nimmt das Moos, zieht es durch den Schmand und versuchte dieses lockere Gebilde in den Mund zu führen. Häufig fällt einiges daneben.

10 Rosenbrot

Brot mit gegrillten Rosen: In sehr kurzen Abständen werden die einzelnen Gerichte auf den Tisch gestellt. Weiter geht es mit Brot und Rosen. Beides mit sehr starker Leistung. Das Brot ist fast schwarz, man könnte auch sagen es ist verbrannt. Auf dem Brot liegen die kurz angerösteten Rosenblätter mit einem sehr intensiven Aroma.

11 Wachtelei

Gepökeltes und geräuchertes Wachteln Ei: So etwas hätte ich gern öfters als Frühstücksei. Beim Öffnen der Verpackung steigt Rauch aus dem Heu. Wachsweiches Eiweiß, vorsichtig nehme ich das Ei in die Hand, schiebe es in den Mund und zerdrücke es mit dem Gaumen. Der Dotter noch flüssig und heiß, ich genieße diesen  wunderbarer Geschmack.

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Hecht Kopf: Ein Gericht das an die Geschmacksgrenzen ging. Sehr intensiver Fischgeschmack.

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Gefüllte Pfannkuchen oder  Aebleskiver, eine Spezialität des Nordens. Eigentlich ein gefüllter Mini-Krapfen der in einer Spezialpfanne gebacken wird. Die Füllung bestand hier aus sehr intensiv schmeckenden Wildkräutern, die mit  einem dünnen Kartoffelteig umhüllt waren. Eine wahre Geschmacksexplosion als man den Kartoffelteig durchbiss. Sehr stark schmeckte man Liebstöckel heraus.

14 Lauch

Verbrannter Lauch: Wieder ein Gericht mit starken Röstaromen. Eine dicke Lauchstange  einschl. Wurzel wird serviert. Nach dem fragenden Blick an den Koch, drehte er die Stange herum und öffnete diese. Eine dünnere, allerdings nur leicht geröstete Lauchstange befindet sich in der Lauchumhüllung. Der pure, mit leichtem Raucharoma, Lauchgeschmack ohne jegliche Würze wurde hier serviert.

Ach ja, bis zu diesen Zeitpunkt wurde alles mit den Händen gegessen. Essbestecke gab es erst bei den Hauptgerichten.

15Beeren und gegrilltes Gemüse: René Redzepi liebt Röstaromen. Zu den frischen ansonsten unbehandelten Früchten gab es Gemüse (Lauch, Pilze) die wieder ein leichtes Röstaroma aufwiesen. Dazu Kräuter und Blüten sowie eine Kräutersauce auf Ölbasis. 16 Ravioli von Brunnenkresse

Ravioli von Kapuzinerkresse mit Garnelen und Rhabarberwurzel: Blätter der Kapuzinerkresse dienen als Umhüllung von rohen Garnelen. Dazu kommen verschiedene Blüten und ein leicht säuerlicher gelierten Sud von der Rhabarberwurzel. 17 Zwiebel

Zwiebel und fermentierte Birnen: Eine Menge leicht angeröstete Zwiebel dazu leicht angetrocknete Birnenstückchen. Dazu eine Sauce auf Algenbasis.

 18 Rote Beete

Rote Beete und aromatischen Kräutern: Beim ersten Blick hatte ich das Gefühl, endlich kommt ein Stück Fleisch, sehr dünn wohl aber halt Fleisch. Nein, kein Fleisch sondern dünne Scheiben von der Roten Beete, unterschiedlich lang gegart und getrocknet. Dazu eine große Anzahl von Kräutern und Blüten. 19 Blumenkohl

Blumenkohl und Pinien, Sahne, Meerrettich: Wieder gab es was „angebranntes“. Ein Stück Blumenkohl sehr stark geröstet, abgedeckt mit Fichtennadeln (nicht essbar), ein leicht säuerlichen Piniensud und milde Meerrettich Sahne. 20 Kartoffeln und Fischrogen: Laut Service sind die Kartoffel bei sehr niedriger Temperatur ca. 36 Stunden geröstet worden. Trotzdem waren sie noch leicht al dente. Dazu Fischroggen und eine Ölsauce auf Seegrasbasis. 21

Steinbutt und Rüben, Bittere Kräuter und Kapuzinerkresse: Ein sehr saftiger Steinbutt dazu bittere Wildkräuter und eine Sauce von der Kapuzinerkresse wieder auf Ölbasis. 23

Heidelbeere und Ameisen: Ein Sandwisch aus stark gerösteten Brotscheiben mit einer Füllung bestehend aus einem Sorbet von wilden Heidelbeeren, Kräutern und als säuerliche Würze Ameisen. Zur Neutralisierung gab es Blätter von der Kapuzinerkresse. 24 Kartoffel-Pflaume

Kartoffel und Pflaume: Süßes Kartoffelpüree, eine an Bittermandeln schmeckende Sahne und eine Pflaume mit starken Aquavit Geschmack. 26

Knusprige Schweinhaut, Schokolade und Beeren: Zum Abschluss noch eine hochinteressante Komposition. Eine knusprige Schweinhaut ist umhüllt von Schokolade und von Beeren belegt. Obwohl man den „Schweingeschmack“ merkt, ist dies unproblematisch, da Schokolade und Beeren den Geschmack ausgleichen können.

Fazit: Riesiger Personalaufwand, bekannte Produkte werden zu ungewöhnlichen Kompositionen verarbeitet. Die Produkte durchlaufen sehr häufig lange Reifungs- und Garungsprozesse. Auffällig sind ist die Häufigkeit der Röstaromen. Die Saucen sind sehr leicht angerichtet, fast immer auf Kräuter-Ölbasis. Trotzdem bleibt der Geschmack ausgesprochen natürlich und bodenständig.

Sowohl die Weine als auch das Saftmenü konnten uns nicht überzeugen. 29 Küche VorbereitungDie Vorbereitungsküche

Speisekarte: https://speisekarten.wordpress.com/2013/09/23/noma-kopenhagen/

Hotel Les Vieux Carré – Rouen

Hotel  Les Vieux Carré.

Donnerstag 01.11.2012

Trotz modernsten Navi war das Hotel nicht so einfach zu finden. Schließlich landeten wir in einer Tiefgarage, Von dort aus machten wir uns auf, das Hotel in einer Fußgängerzone von Rouen zu suchen. Kaum 100 m von der Tiefgarage entfernt standen wir vor einem verschlossenen Tor. Erst nach einem Anruf mit dem Handy wurde uns das Tor geöffnet.

 

Ein wunderschönes romantisches dunkelrotes Fachwerkhaus mit üppiger Vegetation in einem kleinen Innenhof stand vor uns. Dieser erste positive Eindruck verstärkte sich noch, als wir den Empfangsraum betraten. Eine kleine Salonecke mit angrenzendem Bistrobereich gehen ineinander über. Hier wurde auch das Frühstück eingenommen.

Die Zimmer nicht gerade groß, aber praktisch eingerichtet. Sehr niedrige Betten und leider fehlt wie so oft eine vernünftige Kofferablage. Auch das Bad mit Badewanne, Waschbecken und WC ist sehr eng aber sauber.

Das Zimmer kostet 68 €, das Frühstück 8 €. Kaffee, Orangensaft, Baguette, Butter, Marmelade und Jogurt. Nach dem üppigen Abendessen ausreichend, aber zu teuer.

 

Fazit: Angenehmes Hotel in einer Fußgängerzone, nett eingerichtet. Die Altstadt mit den Sehenswürdigkeiten ist schnell zu erreichen. Würde jederzeit wieder buchen.

2012 Urlaub auf der Liberté – Teil 7

Eine wunderbare Flussfahrt ist zu Ende. Während der gesamten Fahrt war Ruhe und „Entschleunigung“ angesagt. Herrliches Spätsommerwetter tat das übrige. Nach der Seinefahrt ging es am Samstag auf die Marne und auf den Canal latéral Marne.

Erste Station am Canal war Lagny. Hier wurde bereits um 15.00 Uhr angelegt. Nach dem Mittagessen  erfolgte ein kleiner Stadtrundgang. Ich schwang mich zusätzlich noch auf das „Schifffahrrad“ und strampelte einige Kilometer dem Canal entlang. Am Abend gab es dann Fromage und Champagner an Bord des Schiffes.

Auch am Sonntag gab es nur eine kurze Schifffahrt. Gegen 13.00 Uhr legte man in Meaux an. Das Essen war auf den Abend verlegt worden, so dass eine Stadtbesichtigung erfolgen konnte. Diese hätte wir uns aber schenken können. In der Innenstadt Baustelle an Baustelle und alle Läden und Restaurants geschlossen. Lediglich die Kirche war geöffnet.

In der Nähe des Hafens hatten wir dann aber doch Glück. Ein Restaurant mit Spezialitäten aus dem Elsass war geöffnet. Mit einem Flammekuchen mit Jakobsmuscheln belegt eine einem Glas Riesling wurde der kleine Hunger gestillt. An den Nebentischen wurde aber kräftig aufgefahren. Besonders beliebt bei den Franzosen war anscheinend Sauerkraut mit Eisbein und Würsten.

Das Abendessen wurde dann an Bord eingenommen und an diesem Abend wurde mehr als ein Glas Rotwein geleert.

Die restlichen Tage vergingen bei strahlendem Sonnenschein leider viel zu schnell. Angelegt wurde in Chateau-Thierry und in der Nähe von Epernay  Hier hatte Dr. H., einer der Gäste, Champagner eingekauft und zum Mittagessen gab es statt Wein reichlich Champagner. Man war ja schließlich im Mutterland des edlen Getränks.

Wie schon erwähnt, war der Canal Aisne a la Marne gesperrt. Daher ging die Fahrt nicht in Reims zu Ende sondern in Châlons-en-Champagne.

Fazit: Kurz und knapp. Sofort wieder.

2012 Urlaub auf der Liberté – Teil 6

Freitag  14.09.2012

Um 09.30 Uhr lichtete Kapitän Johann Magner endlich die „.Anker“. Nach einer 270° Wende im Hafen wurde durch die Schleuse Saint Martin endlich die Seine erreicht. Mit einem „Tempo“ von 10 km/h wird flussabwärts bis Höhe Einfahrt „Canal Saint Denise“ gefahren.

Die Ile Saint de Louise und die  Ile de la Cite werden auf Steuerbord umfahren. Auf Steuerbord sind  so interessante Sehenswürdigkeiten wie das Hôtel de Ville, dann der Louvre und das Grand Palais, auf der Backbordseite  die  Kathedrale Notre Dame und das Musée d’Orsay zu sehen.

Dazwischen unzählige Brücken.

Dann der Eifelturm, das Wahrzeichen von Paris. Je weiter es flussabwärts geht, sind natürlich auch viele hässliche Industrien zu sehen.

Den gesamten Vormittag an der frischen Luft, das macht natürlich Hunger. Andy hat wieder aufgetischt. Heute gibt es: Jakobsmuscheln mit Gemüse, Seeteufel im Schinkenmantel mit Gemüsespies und Sauce Hollandaise sowie als Dessert ein Mangosorbet.

Inzwischen hat der Kapitän das Boot gewendet und es geht flussaufwärts. An Steuer- und backbord sieht man alte Schiffe und Kähne die zu Wohnungen umfunktioniert wurden.

Nach der Kaffeepause mit einer  Tarte mit Trockenfrüchten wird am Ufer erst einmal eine Pause eingelegt.

 Bei Einbruch der Dunkelheit erlebt man dann Paris bei Nacht. Ein beeindruckendes Erlebnis.

In der Nähe der Marnemündung legt das Boot dann gegen 22.00 Uhr am Ufer fest.

Urlaub auf der Liberté – Teil 5

Donnerstag 13. September 2012

Es ist 15.00 Uhr und eigentlich sollten wir seit 3 Std. auf der Seine flussabwärts fahren. Das Mittagessen haben wir auch schon hinter uns, aber es fehlen noch immer 6 Passagiere. Dann endlich um 15.30 Uhr kommt ein schlimm zugerichteter Mann auf das Schiff. Pflaster am Kopf und am den Händen. Unfall unterwegs? Nein, nein der Unfall war schon Tage vorher passiert. Die Verspätung erfolgte durch den Flug von Nürnberg nach Paris und der Fahrt mit der Metro durch Paris. Man hatte sich einfach mit der Zeit verschätzt. Schnell war man sich einig, dass man im Hafen bis zum anderen morgen liegen bleiben sollte um dann in Ruhe die Seinefahrt zu unternehmen.

Für uns noch einmal die Gelegenheit in Paris essen zu gehen. Ausgesucht hatte ich die Brasserie Bofinger nicht weit vom Hafen entfernt. Bofinger gilt als älteste Brasserie von Paris.

 

Das Essen bei Bofinger

Das Mittagessen auf der Liberte: Jeden Tag gab es ein dreigängiges Mittagessen, dazu Weine von der Nahe.  Alles frisch zubereitet von Chefkoch Andy in seiner kleinen Kombüse.

Am ersten Tag gab es  eine Kürbiscremesuppe mit frittierten Rucola, Roastbeef mit Polenta und geschmorten Paprika sowie als Nachtisch „fromage blanc“ mit roten Früchten. Am Nachmittag gab es dann Kaffee und Kuchen. Auch dieser wurde von Andy frisch zubereitet.

 

Urlaub auf der Liberté – Teil 3

Mittwoch 12. September 2012

Der Regen hatte sich verzogen. Die Sonne schien bereits am frühen Morgen vom blauen Himmel. Auf ein Frühstück im Hotel wird, wie fast immer in Frankreich, verzichten. Nach dem beladen des Autos und Begleichung der Rechnung fahren wir die ca. 4 km in das Hôtel-Restaurant L’Assiette Champenoise,  ebenfalls in Tinqueux  Hier können wir das Auto bis zum 20.09. kostenfrei abstellen.

Danach geht es mit dem Taxi zum Bahnhof Reims. Kurz vor der Abfahrt des Taxis, bemerkt Irmtraud, dass sie ihr Handy im Hotel vergessen hat. Also wird ein kleiner Umweg zum Hotel Campanile unternommen. Tatsächlich, beim Reinigen des Zimmers ist das Handy gefunden worden und an der Rezeption abgegeben worden. Danke an das Personal.

Im Bahnhof Reims gibt es dann ein Problem. Wir wollen ja die Innenstadt und die Kathedrale besichtigen. Leider gibt es im Bahnhof keine Gepäckschränke wie wir es aus Deutschland gewohnt sind. Da wir ja das Gepäck nicht unbeaufsichtigt lassen können, wird es wieder nichts mit der Besichtigung. Es ist nun das dritte Mal, dass ich seit 2008 in Reims bin und noch immer habe die Kathedrale nicht besichtigen können.

Bis zur  Abfahrt des Zuges  warten wir im „Bahnhofsrestaurant und holen das Frühstück nach.

 

Gegen 12.30 Uhr fährt dann der TGV in den Bahnhof ein. Erst recht spät wird das Abfahrtsgleis angezeigt. Da wir keinen Aufzug finden, müssen wir das schwere Gepäck treppab und treppauf zu Zug tragen. Im Zugabteil 1. Klasse finden wir keine Ablagemöglichkeit für die Koffer, so dass man das Gepäck zwischen die Sitze abstellen muss. Gottseidank ist das Abteil nur halb belegt, so dass genügend Platz vorhanden ist.

Beim Vergleich ICE – TGV 1. Klasse, hat der ICE nach unserer Auffassung die Nase leicht vorn. Besonders beim Abstand der Sitze gibt es ein Vorteil ICE. Pünktlich um 12.43 Uhr geht es los und nach einer ruhigen Fahrt sind wir um 13.31 Uhr im „Gare d l’Est“.

Mit dem Taxi geht es dann zum Hotel. Ich stelle fest, dass das Taxifahren in Paris gar nicht so teuer ist. Allerdings müssen wir für unser Gepäck separat bezahlen. Für zwei Koffer 4 €.

Gebucht hatte ich das drei Sterne Hôtel Des Trois Gares in der   1 Rue Jules César.

 

Ausgesucht deshalb, da es direkt am Bassin de l’Arsenal liegt. Hier soll unsere Flusskreuzfahrt am nächsten Tag beginnen.

Ein kleines Abenteuer war der Gepäcktransport in die vierte Etage. Im Aufzug war kaum Platz für eine Person und Koffer. Zuerst den Koffer in den Aufzug, dann setzte ich mich auf den Koffer und es ging nach oben. Dann wieder mit dem Aufzug nach unten und Irmtraud fuhr mit dem Koffer nach oben. Zu Schluss fuhr ich dann wieder nach oben.

Das Zimmer war zweckmäßig eingerichtet aber mit ca. 12 qm sehr klein. Das Problem war, wohin mit dem Gepäck. Es war immer irgendwie im Weg.

 

Nachdem wir geduscht haben und uns ein wenig ausgeruht haben, machen wir uns auf in Richtung Bassin de l‘Arsenal. Hier hat die Liberté bereits festgemacht. Wir besichtigen kurz das Schiff und gehen dann in Richtung Place de la Bastille. Da sich der Hunger meldet kehren wir in ein Bistro ein. Im La Cavetiere, 41 Boulevard Bourdon essen wir „Escargots de Bourgogne“ und dazu einen Muscadet.

Nach der Rückkehr in das Hotel machen wir uns fein für den ersten kulinarischen Höhepunkt unsere Reise. Gebucht ist das Sternerestaurant Kei in der Rue Coq Héron.

Urlaub auf der Liberté – Teil 2

Dienstag 11. September 2012

 

10.00 Uhr, unser Urlaub 2012 auf der Liberté beginnt mit der Anreise in Richtung Reims. Nach langen Überlegungen haben wir folgende An- bzw. Abreise gewählt.

Dienstag11.09. Anreise bis Reims mit dem Auto, Übernachtung in Reims mit der Möglichkeit das Auto bis zum 20.12.2012 abzustellen.

Mittwoch 12.09. Fahrt mit dem TGV bis Paris. Hier Übernachtung und Abendessen im Restaurant „Kei“.

Donnerstag 13.09. bis Donnerstag 20.09. Fahrt auf der Liberté.

Donnerstag 20.09. Übernachtung und Abendessen in Reims.

Freitag 21.09. mit dem Auto über Landstraßen in Frankreich und Belgien nach Deutschland. Wo wir in Deutschland übernachten ist bei der Abreise noch offen.

Samstag 22.09. dann Rückreise.

Die Straßen sind nass, jedoch regnet es noch nicht. Dies sollte sich aber bald ändern. Zwischen Melsungen und den Hattenbacher Dreieck regnet es sehr stark. Langsames und vorsichtiges Fahren ist angesagt. Nach dem Reiskirchener Dreieck ist der Regen vorbei und die Fahrt geht weiter in Richtung Frankfurt, Mainz, Kaiserslautern und Saarbrücken. Kurz vor Saarbrücken wird an einer Raststätte eine Pause eingelegt. Weiter geht die Fahrt in Richtung Metz und Châlons-en-Champagne nach Reims.

 

Nach knapp 6 ½ Std. erreichen wir das gebuchte  Hotel Campanile REIMS OUEST in Tinqueux einem Vorort von Reims. Anmelden und die Koffer in die zweite Etage tragen. Es ist kein Aufzug vorhanden und  bei einer sehr schmalen Wendeltreppe ist es nicht so einfach das Gepäck nach oben zu bringen. Außerdem hat es wieder zu regnen angefangen. Wir verzichten daher auf die ursprüngliche angedachte Besichtigung der Innenstadt von Reims mit der Kathedrale. Dies wir auf den morgigen Vormittag verlegt.

Das Abendessen im Bistro des Hotels ist nicht so toll. Mein Hähnchen mit Estragonsauce war ja noch einigermaßen in Ordnung, aber die Entenbrust von Irmtraud war zweimal gestorben. Einmal durch den Schlachter und einmal vom Koch. Völlig durchgebraten, trocken und ohne Geschmack. Ich hätte das Gericht zurückgegeben, aber Irmtraud verzichtete darauf.   Die kulinarischen Höhepunkte liegen ja noch vor uns.

Gegen 22.30 Uhr lagen wir nach einem anstrengenden Reisetag in den Betten.

2012 Urlaub auf der Liberté – Teil 1

Urlaub auf der Liberté

 

Diesmal ist ein völlig anderer Urlaub vorgesehen. Keine Pauschalreise, sondern ganz individuell und selbst geplant.

Liberté – Freiheit steht über diesen Urlaub. Ausgangspunkt  war eine Fernsehsendung über das Flusskreuz-fahrtschiff  Liberté im  NDR.

Das Unternehmen führt individuelle und abwechslungsreiche Flusskreuzfahrten im familiären Kreis in Mitteleuropa durch.  Mit dem  kleinen Schiff ist man auf allen Flüssen und Kanälen zwischen Weichsel, Loire und Rhone  unterwegs.

Ende Juli 2012. Anruf direkt beim Eigner:

„Ich interessiere mich für die Fahrt 12/20 Paris-Reims.“ Am Telefon ein helles Lachen.“ Die Strecke fahren wir wahrscheinlich 2015. Bis Ende 2014 sind wir ausgebucht.“ Dann eine Stimme im Hintergrund. „ Für die Tour 12/22 Nancy – Saverne  gibt es eine Stornierung.“ Ich darauf: „Ok, wir reservieren.“

14 Tage später schaue ich noch einmal auf die Internetseite von Liberté-Reisen. Eine Stornierung für die Reise 10/12 ist dort zu finden. 12/20? – richtig, ist doch unsere eigentliche gewünschte Route. Also anrufen und tatsächlich, die Reise ist noch nicht vergeben. Ich schlage natürlich sofort zu.

Hier die Fakten:

13.09. – 20.09.2012 8 Tage PARIS – REIMS auf Seine, Marne, Canal latéral Marne und Canal Aisne a la Marne über Lagny, Meaux, Chateau-Thierry und Epernay.

Dann beginnt die Planung für An- und Abreise. Diese müssen selbst organisiert werden.