„Eine neue Zukunft für Vire“

Unter dem Slogan „Eine neue Zukunft für Vire“ gewinnt  die Liste von die Kommunalwahl 2014 in unserer Partnerstadt Vire in der Normandie. 

Mit 59.20% fällt dieser Sieg überraschen deutlich aus. Von den 33 Ratsmitgliedern werden in Zukunft 27 Mitglieder der Liste „Eine neue Zukunft für Vire“ und 6 Mitglieder der Liste „Gemeinsam die Zukunft vorbereiten“ die Geschicke der Partnerstadt gestalten.

Damit gibt es nach 25 Jahren nicht nur einen neuen Bürgermeister, sondern auch eine Änderung der politischen Mehrheit. Bisher hatte das „bürgerliche“ Lager mit Jean Yves Cousin, der nicht mehr antrat, die Mehrheit in Vire.  Die Liste „Eine neue Zukunft für Vire“ ist ein Sammelbecken von verschiedenen linken Listen. Marc Andreu Sabater selbst gehört der  PRG an.

Die Parti radical de gauche (PRG, dt. Radikale Linkspartei) ist eine linksliberale und – im Gegensatz zu ihrem Namen – gemäßigte politische Partei in Frankreich. Das radical im Namen bezieht sich historisch auf die radikale Ablehnung von Monarchie und die Werte der französischen Revolution.

Die Anführerin der Liste “ Gemeinsam die Zukunft vorbereiten“ Catherine Godbarge, die bisher für die Kultur in Vire zuständig war, ist natürlich vom Wahlergebnis enttäuscht. Ihre Reaktion ist sehr kurz.

„Ich habe nicht viel hinzuzufügen. Herzlichen Glückwunsch Marc Andreu Sabater“, sagte Catherine Godbarge.

2014-06-08 Bürgermeister Marc Andreu SabaterMarc Andreu Sabater ist in Baunatal kein Unbekannter. Jahrelang war er Vorsitzender des Sportvereins USM Vire. Zusammen mit Hartmut Schäfer und Ursula Harms hob Marc Andreu 1997 die Sportpartnerschaft beider Vereine aus der Taufe.

In der Hoffnung, dass auch unter Marc Andreu Sabater die Partnerschaft sich weiter entwickeln wird, wünschen wir ihm im neuen Amt alles Gute und viel Erfolg. Wir hoffen, dass er im Mai das Partnerschaftstreffen in Baunatal begleiten wird.

Unser Dank geht aber auch an Jean Yves Cousin, der für die Partnerschaft immer ein offenes Ohr hatte und diese im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Stadt unterstütz hat.

Le Moissonnier – Köln

Le Moissonnier – Köln

Gastgeber: Vincent und Liliane Moissonnier
Küchenchef: Eric Menchon
50670, Köln, Krefelder Str. 25
Tel.: (0 221) 729479
http://www.lemoissonnier.de

Ich hatte für 12:00 Uhr reserviert und da ich noch etwas Zeit hatte, ging ich die Strecke vom Domplatz zum Restaurant in der Krefelder Straße zu Fuß. Es war nicht gerade die einladenste Strecke die Köln zu bieten hat. Auch das Restaurant macht von außen nicht den Eindruck, dass hier eines der innovativsten Restaurants Deutschlands beheimatet ist.

2014-02-19 Köln 01
Nach dem Eintreten in das Restaurant wurde ich von der Servicebrigade recht herzlich begrüßt, gefragt ob und um wie viel Uhr mein reserviert hätte. Man wurde anschließend zu seinen Tisch geleitet.
De Jugendstileinrichtung erinnerte mich an einen Besuch im Bistro Chez Georges im Herzen von Paris, welches wir Anfang der 1980 er Jahre besucht hatten. Also lebendig, klein, eng, lärmig, ungezwungen, französisch. Man hat ein Lebensgefühl wie in einem Bistro in Paris oder anderswo in Frankreich.

2014-02-19 Köln 02Das Brot und die Salzbutter standen bereits auf den Tisch als ich mich setzte. Als Aperitif wählte ich einen Pommeau aus. Neben den speisen a la Carte gibt es noch ein vier Gang Wochenmenü für 80 €, Dieses, allerdings mit kleinen Änderungen, wählte ich aus. Auch die vorgeschlagene Weinbegleitung wurde bestellt.
Statt dem vorgesehenen Thunfisch wählte ich bretonische Jakobsmuscheln gebraten auf provenzalischen Jus aus. Der zweite Gang war dann gegrillter Zander mit Miso und statt des Milchlammrücken wurde Milchkalbsbries karamellisiert ausgewählt. Als Dessert eine geeiste Orangen-Tarte.
Nach ca. 15 min kam der erste Gang. Ein Amuse Bouche, wie es eigentlich heute in vielen Restaurants und besonders in Sternehäusern üblich ist, wurde nicht serviert.

Dieser Gang, wie dann auch die nachfolgenden Gänge, wurde auf zwei Tellern serviert. Diese Art von Service hatte ich bereits im September 2012 im Restaurant „L’Assiette champenoise“ in Reims erlebt. Das Restaurant von Arnaud Lallement hat ja im Guide Michelin France 2014 den dritten Stern erhalten.

Auf der Speisekarte werden die einzelnen Zutaten des Ganges im Detail aufgeführt.

2014-02-19 Köln 04 Jakobsmuscheln

2014-02-19 Köln 04a JakobsmuschelnBretonische Jakobsmuscheln gebraten auf provenzalischen Jus, Wintergemüse und Rübchen Steinpilz-Saltimbocca auf Apfel-Emulsion, Lorbeer Creme, Blattspinat mit Herzmuscheln und Haselnussöl.

2014-02-19 Köln 05 Zander

2014-02-19 Köln 05a ZanderGegrillter Zander mit Miso, Taggiache Oliven und Curry Limette, Mousse von Coco Bohnen mit Makrelen Gelee, Aal Braeburn-Trevisano Würfel, Chips vom Vinschgauer Brot.

2014-02-19 Köln 06 Bries

2014-02-19 Köln 06a BriesMilchkalbsbries karamellisiert in Patschuli Essenz mit Shizo-Tempura, Soufflierter Quinoa und Mandarinen-Gelee mit Creme Fraiche. Garniture Mangold-Pfifferlingen und Bratkartoffeln mit Meerretich, Schinken-Jus und Liebstöckel-Öl.

2014-02-19 Köln 07 KäseEingeschoben wurde noch ein Käsegang. Der Rohmilchkäse wird geliefert von Bernhard Antony.

2014-02-19 Köln 08 DessertGeeiste Orangen-Tarte: Sandbiskuit mit gebrannten Mandeln und Orangen- Gewürz – Sorbet auf CurcumaSirup, Zitrus in Curry-Zitronen Marinade Schokoladen Lutscher.

Fazit: Ein eingespieltes Team mit Liliane und Vincent Moissonnier an der Spitze im Service und der Kreative Eric Menchon mit seiner Mannschaft in der Küche sind hochmotiviert bei der Sache. Alle Gänge auf höchsten Niveau, lediglich das Dessert viel doch gegenüber den anderen Gängen deutlich ab. Die servierten Weine eher mittelmäßig. Hohes Preisniveau. Allerdings sind die 2 Sterne bzw. die 18 Punkte gerechtfertigt.

PS: Der Besuch fand Ende Februar 2014 statt.

Fenchel-Orangen-Salat

01 Fenchel

Fenchelknolle putzen, waschen, in 1.5 mm dünne Scheiben hobeln und leicht salzen. Das Fenchelgrün klein schneiden und beiseite legen.

Orangen mit einem scharfen Messer  schälen und zwischen den Trennhäuten die einzelnen Filets heraus schneiden. Den austretenden Orangensaft auffangen und von den Orangenresten ebenfalls den Saft ausdrücken. Den Orangensaft mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker, Fenchelgrün und mildem Olivenöl verrühren.

Einen Teller mit Olivenöl einpinseln und mit Pfeffer und Salz bestreuen.  Die Fenchelscheiben auf den Teller anrichten, darauf kommen die Orangenspalten. Die Vinaigrette darüber träufeln und  mit Fenchelgrün  dekorieren.

Kulinarischer Rückblick 2013

Kulinarischer Rückblick 201309c BrotBrot mit Schmalz und Butter. Das Brot mit krosser Kruste war der absolute Hammer. Ein Problem hatte dieses Brot allerdings, man musste sich schon in  Selbstbeherrschung üben, damit man nicht allein davon satt wurde.

Indewulf- Wulvestraat 1 – B – 8951 Dranouter / Belgien 03 Oktopus CarpaccioAmuse Bouche: Carpaccio vom Oktopus mit Jakobsmuschel.

 Fiester Hannes – Flammersbacher Str. 7 – D -57299 Burbach-Holzhausen – Tel.: +49 (0)2736 / 2959 -0 09b SchneckenAmuse Bouche:  Wellhornschnecke mit Knoblauch-Mayonnaise

Indewulf – Wulvestraat 1 – B – 8951 Dranouter / Belgien 02 WeckewerkHessisches Weckewerck trifft auf französische Andouille aus Vire. Dazu Apfel-Kartoffelsalat und nordhessischer Schmand.

Manoir de la Pommeraie – rte de Flers-Paris, – F – 14500 Vire (Roullours) – +33 2 31 68 07 71 03 Duckefett„Kerstenhäuser Duckefettsuppe“. Duckefett ist eine deftige nordhessische Spezialität. Katja Hack macht daraus ein feines Schmand-süppchen mit Kartoffel Tatar und hauchdünn geschnittener Ahle Wurst.

 Gasthof Hack – Hoheneicher Str. 2 – D – 34582 Borken -Kerstenhausen – Tel.: 05682 – 996005 Hummer und SpargelDie Hummerscheren mit grünen Spargel, Wildkräuter und Parmesan

 Ivan Vautier – 3 Avenue Henry Chéron  F – 14000 Caen, Frankreich 02 MeeresfrüchtesalatWarmer Meeresfrüchte  Salat mit Ziegenkäse, Gazpacho-Vinaigrette, Auberginen, Bratpaprika.

Der Salat bestand aus Jakobsmuschel, Pulpo  Garnele. Der Ziegenkäse als Sorbet serviert, brachte Schmelz und Frische an das Gericht.

RESTAURANT PARK SCHÖNFELD – Bosestraße 13 – D – 34121 Kassel – Telefon: 0561 / 73976744 05 Spinat“Ein Teller Spinat“ Eigelb, knusprige Kartoffeln, getrocknete Basilikumsaat, & Perigord-Trüffel.

Margaux Berlin – Michael Hoffmann – Unter den Linden 78 – D – 10117 Berlin 05 KohlrabiKohlrabi mit Mohn:  Kohlrabi in drei verschiedenen Texturen und Geschmacksrichtungen. Als rohe Scheibe, als pur gedünstetes Stück mit Blättchen und als grüne Sauce aus Kohlblättern serviert wird.  Mohn unterstreicht die Nussigkeit der Kohlrabi.

Essigbrätlein – Weinmarkt 3, –  D – 90403 Nürnberg – Tel. 0911 225131 11-1. Gang  Dim SumDim Sum:  Jakobsmuschel – Mark – Shisokresse, Beeftea, Saiblingskaviar

Restaurant TIM RAUE – Rudi-Dutschke-Str. 26 – D – 10969 Berlin – Tel.: + 49 (0) 30 – 2 59 3 79 30 16 Ravioli von BrunnenkresseRavioli von Kapuzinerkresse mit Garnelen und Rhabarberwurzel:  Blätter der Kapuzinerkresse dienen als Umhüllung von rohen Garnelen. Dazu kommen verschiedene Blüten und ein leicht säuerlicher gelierten Sud von der Rhabarberwurzel.

noma – Strandgade 93 – DK-1401 Copenhagen – Tel: +45 3296 3297 04 Trou NormandTrou Normand

Manoir de la Pommeraie – rte de Flers-Paris, – F – 14500 Vire (Roullours) – +33 2 31 68 07 71 04 Lammschulter-MangoldGeschmorte Lammkeule mit einer phantastischen Sauce (u.a. Thymian, Ingwer, Knoblauch, Peperoncino), dazu  Mangold-gemüse und Rosmarin Kartoffeln.

Trattoria Toscana –  Obertor 5 – D – 34305 Niedenstein – Telefon: 05624 922920 09 La SalettaSpanferkel. Hervorragend gegart, gewürzt mit Myrte und Rosmarin, sehr guten Bratkartoffeln.

TRATTORIA LA SALETTA – Via Kennedy, 27/b – I – 07041 Alghero (SS) – Tel. 079 4125748 27Ziegenmilchsorbet. Dill, junge Gurke

Indewulf – Wulvestraat 1 – B – 8951 Dranouter / Belgien 06 DessertSchokolade – Schokolade – Schokolade

Romantik-Hotel Spielweg – Spielweg 61 – D-79244 Münstertal –  Tel. +49 (0) 76 36/7 09-0 P1070812Käse aus der Normandie:  Camembert – Livarot –  Pont-l’Évêque

Bei unseren Freunden Ginette uns Andre in Vire 09 SchokoladeZum Abschluss dann Kaffee, ein Mirabelle und der Desserthit des Essigbrätlein. Fünf verschiedene Schokoladen hergestellt aus Valrhona Couverturen u.a. mit Trauben, Himbeere und karamelisierten Nüssen.

Essigbrätlein – Weinmarkt 3, – 90403 Nürnberg – Tel. 0911 225131

Poststation Morschen: Eine Menü mit Arche-Passagieren

Poststation Morschen 14.12.2013

Die Küche der Poststation Zum Alten Forstamt in Morschen bringt eine verfeinerte Regionalküche auf den Tisch. Das beschauliche Morschen liegt im nordhessischen Bergland zwischen Melsungen und Rotenburg/Fulda. Küchenchef Thomas Raabe ist Mitglied und  Anhänger der Slow Food Bewegung.

Aus Anlass des weltweit durchgeführten  „Terra-Madre-Tages“, wurde vom Convivium Nordhessen  am 14.12.2013 zu einem festlichen Abendessen eingeladen. Aus den Arche-Passagieren Ahle Wurscht, Bamberger Hörnla, Buntes Bentheimer Schwein, Grünkern vom Bauländer Spelz sowie  Teltower Rübchen kochte Thomas Rabe ein dreigängiges Menü. Mit der Apfelsorte „Tiefenblüte“   wurde ein möglicher neuer Arche Passagier im Dessert verarbeitet.

05 Bratbirne Der Abend beginnt mit dem Archepassagier Champagner Bratbirne. Dieser Birnenschaumwein aus der Obstsorte Champagner-Bratbirne von der Manufaktur Jörg Geiger präsentiert sich mit einer ungewöhnliche Feinheit und Harmonie. Der Duft von reifen Birnenaromen aber mit sanften Gerbstoffen betört den Gaumen.

Nach einer kurzen  Begrüßung durch den Convivium Leiter Schneider Rose ging es in den festlich geschmückten Speiseraum.

Drei verschiedene Sorten Brot, sowie eine Käsecreme mit Paprika und Kümmel wurden zum Anfang gereicht.

01 Als Küchengrüß gibt es: „Salat vom Bamberger Hörnla“. Zum Auftakt gab es einen Kartoffelsalat  aus dieser delikaten und  würzig schmeckenden Kartoffelsorte.

02 Vorspeise: Nordhessische Ahle Wurscht mit Kartoffelchip, Bratkartoffelmousse und Feldsalat.  Die Ahle Wurscht, die Spezialität in Nordhessen, in Scheiben dünn aufgeschnitten und als kleines Türmchen abwechselnd mit den krossen Kartoffelchips serviert. Als „Bindemittel“ zwischen den einzelnen Lagen ein Klacks Bratkartoffelmousse.  Der Feldsalat war mit einer leichten Senfvinaigrette angemacht. Eine gelungene Präsentation von dem Arche-Passagier  aus der Region.

03 Hauptgang: Dreierlei vom Bunten Bentheimer, Teltower Rübchen und Grünkernbratling. Das Teltower Rübchen ist eine brandenburgische Spezialität. Raabe brachte dieses aromatisch, pikante fast roh auf den Teller. Mit dieser Zubereitungsart kam die leichte Schärfe  am besten zur Geltung. Der leicht rauchige Grünkernbratling passte ausgezeichnet zum geschmorten Bauch, war aber zu kräftig zum Rückenstück. Statt der  Klößchen in Senfsauce, hätte eine  kräftige Frikadelle, mit leichten Röstaromen, besser in diesen Gang gepasst.

04 Dessert: Michel und Sorbet von der Apfelsorte „Tiefenblüte“. Die Lippoldsberger Tiefenblüte auch Hessische Tiefenblüte genannt, hat nur einen regionalen Bekanntheitsgrad und ist nicht identisch mit der Westfälischen Tiefblüte. Dieser feste, saftige und süßsäuerliche Apfel schmeckt, wenn er warm serviert wird, am besten.  Raabe servierte in als „Michel“ mit Vanillesauce. Beim Sorbet kam das leicht süßsäuerliche Aroma ebenfalls gut zur Geltung.

Da wir mit dem Auto unterwegs waren, gab es überwiegend Mineralwasser aus der Region. Zum Hauptgang wurde aber auch ein Glas Tauberschwarz probiert. Die aus dem Weinbaugebiet Tauberfranken stammende Rebsorte ist ebenfalls Arche Passagier. Ein leichter und fruchtiger Rotwein mit Zartbitter- und Wildkirscharomen. Ein Wein, der demnächst auch zu Hause auf dem Tisch stehen wird.

http://speisekarten.wordpress.com/wp-admin/post.php?action=edit&post=1420

 

Karsten Wulff – Sylt

Das Restaurant ist geschlossen.

Karsten Wulf 20.09.2013 (mittags)

Bei unseren Besuchen auf Sylt hatten wir bisher das Restaurant Karsten Wulf aus verschiedensten Gründen immer links liegen gelassen. Bei unserem diesjährigen kurzen Aufenthalt im September war Wulf aber endlich angesagt. Da man bei solchen Besuchen auch ein wenig Wein trinkt, war es für uns logisch, so dass wir die kurze Strecke von Westerland nach Keitum mit dem Taxi fuhren. Nach einem Bummel durch Keitum ging es dann zum Restaurant Karsten Wulf. Nachdem wir in den Gastraum eingetreten waren wurden wir gefragt ob wir reserviert hatten. Da ich mit Nein antwortete, merkte ich eine gewisse Reserviertheit bei der Empfangsdame. Schließlich wurden wir in einen Nebenraum (Wintergarten?) direkt an der Tür platziert, obwohl an der Fensterseite noch Plätze frei waren. Dies ist aber auch das einzige Negative, was ich über das Restaurant sagen kann.

Das Ambiente des Restaurants ist insgesamt freundlich, sehr solide aber etwas konservativ. Man hat Einblick in die offene Küche.

01 Karsten Wulf Restaurant

Aus der Tageskarte wählten wir das 3 × 3 Seafood Menü für 56 €. Das Weinmenü mit drei korrespondierenden Gläsern Wein kostet 22 €. Leider ist das Menü nur tischweise erhältlich.

02 VorspeisenAuf dem ersten Teller

Heiß geräucherter Lachs, mit kleinem Salat und Meerrettichsahne,

Tatar vom Yellowfin Thun im Parmesannest auf einer Sesamvinaigrette und Koriander

Frikadelle vom Taschenkrebs mit Rucolapesto und Rucolasalat.

 03 Hauptgerichte

Auf dem zweiten Teller:

Limandesfilet mit Kartoffel-Gurkensalat

Saltimbocca vom Seeteufelbäckchen auf Ratatouille

Lengfisch aus dem Ofen mit Nudeln und Pilzen

04 Dessert

Dritter Teller Dessert:

Crème Brûlée 

Schokoladenmousse

Mangosorbet

Wir hatten ein wunderbares Mittagessen bei Karsten Wulff. Lediglich der Empfang trübte den ansonsten positiven Gesamteindruck. Für Fischliebhaber ist dieses 3×3 Menü ein absolutes Muss und bekommt einen guten Einstieg beim ersten Besuch. Man bekommt einen Querschnitt durch die Küche von Karsten Wulff. Das Preis-Leitungsverhältnis ist absolut in Ordnung. Wichtig ist zu wissen, dass man nicht einer Kreditkarte bezahlen kann.

 

Gaststätte Hack – Kerstenhausen

Gaststätte Hack – Kerstenhausen (16.11.2013)

Nach Lehre und Wanderjahren in der deutschen Sterne Gastronomie ist Katja Hack in das elterliche Gasthaus in Borken Kerstenhausen zurückgekehrt. Die Heimat von Katja Hack ist ein 600 Seelen Dorf im Schwalm Eder Kreis ca. 35 km südlich von Kassel. Gearbeitet hat sie unter anderen bei Manfred Schwarz im Deidesheimer Hof, bei Björn Freitag und als Küchenchefin bei Frank Buchholz in seinem Mainzer Restaurant.

Es ist bestimmt nicht einfach, in dieser kulinarischen Diaspora eine gehobene, regional geprägte Landhausküche anzubieten. Den Spagat, von Stammtisch und Stammgästen sowie Gästen die ein mehrgängiges Gourmetmenü speisen wollen, schafft sie mit Bravour.

01 Gaststätte HackSchritt vor Schritt wird auch das Ambiente des Gasthofes verändert. Von außen ein normales Dorfgasthaus und auch im Inneren hat sich auf den ersten Blick nicht viel geändert. Nach wie vor ist der Tisch neben der Theke als Stammtisch deklariert und die Männer des Dorfes genießen am Abend an der Theke ihr Feierabendbier. Geht man durch diesen Thekenbereich kommt man in eine nett eingerichtete Stube. In dieser Stube ist Platz für ca. 20-25 Personen.

Die Speisekarte, die von einer freundlichen Servicekraft gebracht wird, ist erfreulicherweise relativ klein gehalten. Die in dieser Region üblichen Schnitzel sind von der Speisekarte verbannt.

Zwei Suppen, vier Zwischengerichte davon einmal vegetarisch, ein Fischgericht, fünf Hauptgerichte sowie zwei Desserts werden angeboten. Sonntags wird zusätzlich ein Drei-Gang-Menü angeboten. Die Preise sind ländlich moderat.

02 BrotZum Auftakt gibt es selbstgebackenes Brot und Schnippchen ein typisch Nordhessischer Brotaufstrich. Bereits beim Brot merkt man, wir sind in keiner normalen Dorfgaststätte. Im Brot sind Rosinen eingebacken und ich schmecke Bockshornklee heraus.

03 Duckefett Weiter ging es mit „Kerstenhäuser Duckefettsuppe“. Duckefett ist eine deftige nordhessische Spezialität. Katja Hack macht daraus ein feines Schmandsüppchen mit Kartoffel Tatar und hauchdünn geschnittener Ahle Wurst. Deftige Produkte aus der Region modern umgesetzt. Diese Suppe ist bereits jetzt zum Klassiker in der Gaststätte Hack geworden.

04a ZanderDanach Zander auf der Haut gebraten, auf einem Wurzelgemüse-Kartoffel-Ragout mit zweierlei Thymianjus. Vorab gab es einen kleinen Teller Blattsalat.

05 Lebkuchen Parfait Zum Abschluss gab es hausgemachtes Lebkuchen Parfait mit Früchten und  Krokant.

Fazit: Bekanntes wird behutsam erneuert. Nach ihren eigenen Aussagen verwendet sie regionale Zutaten soweit es irgendwie geht. Fleisch und Wild bezieht sie von einem Metzger aus dem Nachbarort, der noch selbst schlachtet. Katja Hack schafft es, mit ihrer Küche, den weißen Fleck auf der kulinarischen Landkarte Nordhessens etwas kleiner werden zu lassen.

Die Weinkarte müsste behutsam erneuert werden. Hier würde es nach meiner Auffassung ausreichend sein, je fünf oder sechs deutsche Weiß- und Rotweine auf die Karte zu setzen. Auch beim Aperitif und Digestiv sollte sie verstärkt auf regionale Produkte setzen.

Katja Hack bringt frischen Wind in die nordhessische Gastroszene.

Gasthof Hack
Hoheneicher Str. 2
34582 Borken -Kerstenhausen
Tel.: 05682 – 9960
eMail: Getraenke-Hack@t-online.de

Öffnugszeiten : Montag-Samstag ab 17 Uhr, Küche bis 21 Uhr, Sonntags von 12 Uhr bis 14 Uhr, Dienstag Ruhetag

 Speisekarte