
Le Manoir de la Pommeraie – Vire
Am Stadtausgang von Vire an der D 524 in Richtung Flers befindet sich das Gourmetrestaurant Le Manoir de la Pommeraie in einem charmanten Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert. Seit unserem letzten Besuch im Jahre 2014 hat sich einiges getan und Julien Guérard (Chef de Cuisine) und seine Ehefrau Masako Guérard (Chef Pâtissière) haben kräftig investiert.

Anbau Wintergarten
So wurde ein charmanter Wintergartenanbau unter Berücksichtigung des vorhandenen Gebäudes in Richtung des Parks erstellt. Auch die gesamte Inneneinrichtung bekam eine zeitgenössische Atmosphäre. Im Bereich der Einfahrt und der Parkplätze wird zurzeit noch kräftig gebaut. Man kann hier nur hoffen und wünschen, dass entsprechend viel Grün gepflanzt wird.
Geblieben ist die interessante französische Küche die reich an Aromen mit saisonalen und regionalen Produkten arbeitet.
Bei den Menüs werden zwei Richtungen vorgegeben. Einmal ein Menü à la Carte Blanche und Menü Terroirs de Normandie. Wir bestellten ein Drei Gang Menü Carte Blanche bestehend aus Vorspeise, Hauptspeise und Dessert. Man wird sowohl bei der Vorspeise als auch bei der Hauptspeise nur gefragt ob Fisch oder Fleisch. Beim Dessert ob Schokolade oder Obst. Man begibt sich also in die Hände des Küchenchefs und man fährt sehr gut damit.
Unser Menü sah wie folgt aus:

Amuse Bouche : Stopfleber mit Ananas.

Carpaccio von Languste und Mango, Limone und Koriander.

Geschmorte Lammhaxe mit Schwur Gemüse und Bratkartoffel.

Schokoladenschnitte mit Himbeere und Sorbet.
Seit einigen Jahren hat das Haus einen BiB im Guide Michelin. Nach meinen langjährigen Erfahrungen in der normannischen Restaurantszene und meinem letzten Besuch im Sternerestaurant Les Jardin des Plumes bin ich der festen Überzeugung, dass ein Stern längst über Vire und dem „Le Manoir de la Pommeraie“ strahlen müsste.

Speisesaal

Blick in den Garten
6. Juni
Dienstag, 6 Juni, ein besonderen Tag, D-Day, der längste Tag, 73zigste Jahrestag der Invasion, für viele der letzte Tag. Ein Gedenktag für Frieden in Freiheit.


Le Jardin des Plumes – Hotel
In einem normannischen Herrenhaus aus dem Jahre 1912 befindet sich dieses kleine Hotel mit nur 8 Zimmern. Sehr ruhig gelegen mit einem wunderbaren kleinen Park. Nicht zu hören ist die in der Nähe vorbei führende D5. Auch die Parkplätze sind so gelegen, dass man ankommende bzw. wegfahrende Fahrzeuge nicht mitbekommt.
Sehr netter Empfang an der Rezeption, die Koffer werden auf das Zimmer gebracht. Das Doppelzimmer im Herrenhaus war geschmackvoll eingerichtet. Das Bett ca. 160 breit. Nicht ganz gefallen konnte uns das Bad. Es war wohl alles vorhanden, was man in einem solchen Haus erwartet, aber Schwachpunkt war die freistehende Badewanne. Durch die vorhandene Dachschräge konnte man nicht duschen, ein Duschvorhang etc. war nicht vorhanden.
Zum Haus und Garten von Claude Monet sind es nur ca. 700 m und 500m vom „Musée des Impressionnismes“ Giverny.
Bei schönstem Wetter haben wir den Aperitif und die Amuse Bouche im Garten eingenommen. Auch hier ein kleiner Kritikpunkt. Die Kunststoffstühle und die Tische passen aber überhaupt nicht in das sonst so gepflegte Ensemble.
Die nicht vorhandene Dusche und die Stühle waren aber auch die einzigen Schwachpunkte im Haus.




Jumelage 2017 Der heilige Berg.

Ein Geschenk vom Partnerschaftskomitee Vire.
Jumelage 2017

Das Himmelfahrtswochenende eines jeden Jahres gehört der Städtepartnerschaft Vire Normandie und Baunatal. In den ungeraden Jahren, wie jetzt 2017, geht es in Richtung Normandie. 70 Baunataler mit zwei Bussen, haben sich am Himmelfahrtstag also auf die rund 950 km lange Reise gemacht. Mit dabei der Musikzug des GSV Eintracht Baunatal, eine Gruppe Jugendlicher und viele Baunataler die seit Jahrzehnten die Freundschaft mit französischen Familien pflegen. Aber nicht nur Busse waren unterwegs in Richtung Normandie. Viele haben die Strecke auch mit privaten PKWs in Angriff genommen. Auch die Bahn war Transportmittel. So ging es von Kassel über Frankfurt und Paris nach Vire.

Wie in den letzten Jahren üblich sind wir mit dem PKW in die Normandie gefahren. Auch diesmal war natürlich ein kleiner Abstecher in ein Sterne Restaurant eingeplant. Zwischenstation war das Hotel Restaurant Le Jardin des Plumes in Giverny

Am nächsten Tag wurde dann dem Haus und Garten Claude Monet ein Besuch abgestattet.

Über Évreux, Bernay, Camembert und Falaise wurde am späten Nachmittag schließlich unserer Partnerstadt erreicht. Aus den verschiedensten Gründen konnten wir nicht in der Familie übernachten, sondern haben im Hotel de France die Zeit verbracht.

Nach einer Fahrzeit von gut 14 Stunden erreichten dann die beiden Busse den Zielort. Nach herzlicher Begrüßung, einer Musik Einlage vom keltischen Ensemble Kadl Vire/Saint Lo und einem Begrüßungstrunk ging es dann für die Teilnehmer zu den Gastfamilien. Viele kennen sich Jahrzehnte, für andere war es das erste Mal dass man die Partnerstadt besuchte. Wir selbst haben das Abendessen im Hotel de France eingenommen. Das Hotel und Restaurant habe ich ja bereits ausführlich beschrieben.

Am Freitag dann Besuch des Marktes in Vire, ein ausgiebiges Mittagessen bei Ginette und am Abend dann der Partnerschaftsabends mit einem normannischen Menü.

Mit einem Besuch am Samstag in Villedieu-les-Poêles, einem Mittagessen im Restaurant Manoir de la Pommeraie in Vire, bereitete man sich auf den Höhepunkt des Tages vor.

Ein Serenaden Abend mit den beiden Musikzügen GSV Eintracht Baunatal und dem keltischen Ensemble Kadl Vire/Saint Lo folgte vor dem „Théâtre du Préau de Vire“.

Für mich selbst hatte man noch eine viel größere Überraschung vorgesehen. Bürgermeister Marc Andreu Sabater ernannte mich im Auftrage der Körperschaften der Stadt Vire zum Ehrenbürger. Ich war gerührt und hatte plötzlich einige Freudentränen im Auge.Mit einem Abendessen bei Ginette endede dieser besondere Tag. Natürlich fehlte ein Gläschen Champagner nicht.

Sonntagmittag sollte eigentlich der kulinarische Höhepunkt sein. Wir hatten Tisch und Bett bei David Goerne im Manoir de Rétival reserviert. Leider mussten wir aus gesundheitlichen Gründen diesen Termin absagen. So machten wir uns dann am Sonntagmorgen gegen 8:00 Uhr auf den Heimweg. Nach einer reinen Fahrzeit von 8 Stunden 30 Minuten sind wir dann in Baunatal wieder gelandet. Ein ereignisreiches Wochenende lag hinter uns. Wir freuen uns schon auf die nächsten Besuche in Vire bzw. den Gegenbesuch im nächsten Jahr zu Himmelfahrt in Baunatal.
PS: Berichte über die einzelnen Tage werden folgen.

Villedieu les Poêles – Mauviel



Bericht folgt.
Hotel de France – Vire Normandie
Bei unseren Besuchen in Vire haben wir in den gut 33 Jahren fast ausschließlich privat übernachtet und demnach natürlich auch privat gegessen. Bedingt durch einen Trauerfall mussten wir diesmal im Hotel übernachten. Ausgesucht haben wir diesmal das Hotel de France. Auch hier gab es erhebliche Veränderungen. Die bisherigen Inhaber Jean-Michel und Laurence Coccalotto, sie waren seit 2006 in Vire, haben das Haus verkauft. Seit dem 1. Oktober 2016 sind Elise Michaux und Vincent Lochu neue Besitzer. Für sie galt es den Lärm der Hauptstadt Paris hinter sich zu lassen und zurück zu den Wurzeln zu kommen. Vincent Lochu ist 30 Jahre alt und stammt aus Vire. Man hat in der Hotel- und Gastronomiebranche entsprechende Erfahrungen gemacht und man möchte dies nun im eigenen Hotel Restaurant unter Beweis stellen.
In den Wintermonaten sind anscheinend einige Renovierungsarbeiten vorgenommen worden und man konnte sehen, dass das angestrebte Drei Sterne Hotelniveau erreicht wird. Wie es in so einem altem Haus nun mal zu erwarten ist, sind die Zimmer sehr unter schiedlich geschnitten. Schallschutzfenster mindern den Lärm der direkt am Hotel vorbeiführenden Straße.
Im Restaurant ist man bei den bewährten Spezialitäten der Normandie geblieben. Dabei ist es erfreulich, dass die Speisekarte doch erheblich gekürzt wurde. Selbstverständlich bietet man auch die Spezialität der Stadt Vire, die Andouille de Vire, an.


Zum Auftakt gab es eine Tarte von frischen Ziegenkäse, Tomaten und Kräuter der Provence.

Als Hauptgang dann die Andouille de Vire mit Cidre und Honig und dem schon fast obligatorischen Kartoffelpüree.

Bevor das Dessert serviert wurde, folgte noch ein Trio vom normannischen Käse. (ohne Bild)
Als Dessert dann ein Schokoladentörtchen mit Früchten und Bananencreme.
Fazit: Die regionale und saisonale Küche konnte gefallen. Der Service wird auch weiterhin von einer jungen Dame gekonnt ausgeführt die bereits bei der Familie Coccalotto angestellt war.
Vrai Normand – Vire Normandie
Das Restaurant Vrai Normand hatte ich zuletzt im November 2016 anlässlich der Foire à l‘Andouille de Vire besucht. Der letzte Bericht über dieses Restaurant liegt schon etwas länger zurück, nämlich im Jahr 2014.
https://alwisgenussreisen.com/2014/11/20/au-vrai-normand-vire/
Die Restauranträume erhielten im Januar 2017 ein neues freundlicheres Aussehen, auch die Möbel wurden erneuert. Geblieben ist die regionale und saisonale Ausrichtung der Küche.
Die Kunst der Gastfreundschaft wird von Küchenchef Michael Wahl, seiner Frau und den jungen Damen im Service weiterhin gepflegt. Von der Begrüßung bis zur Verabschiedung erlebt man eine angenehme Zeit bei gutem normannischen Essen.


Natürlich darf bei einem Menü im Vrai Normand die Spezialität dieser Stadt nicht fehlen. Zum Auftakt gab es „Warme Scheiben von der Andouille de Vire mit Lauchgemüse im Strudelteig.

Danach Kalbsbäckchen in einer Rotweinsauce. Dazu gab es Kartoffelpüree. Ein wohl schmeckendes Gericht, allerdings gefiel mir die Präsentation auf dem Teller überhaupt nicht. Alles zu überladend.

Zum Abschluss eine Spezialität der Normandie. Bei uns würde man sagen „Apfel im Schlafrock mit Apfelbrand.“
Christoph Brand und seine „Fliegenden Köche“ Teil 2
Tag vier in Amyis Weinhaus. Für uns der zweite Besuch in 2017. Diesmal mit dabei die jungen Weinwilden von den Weingütern Neverland, Meyerhof, Kneisl und Schott, sowie als Hauptakteure Ludwig Maurer, Wolfgang Müller, Wolfgang Otto und natürlich Christoph Brand. Schwerpunkt war diesmal, wie konnte es auch anders sein bei diesen Akteuren, Fleisch und noch mal Fleisch. Dank Wolfgang Mueller von Otto Gourmet war die Fleischauswahl natürlich exzellent.
Ein gelungener Abend. Fleisch und Wein harmonierten. Die Gerichte kamen, im Gegensatz zum Donnerstagabend, warm zum Gast.
Auf die Vorträge der Winzer sowie der Köche konnten gefallen.
Christoph Brand, Sascha Pensky und ihre fliegenden Köche setzen Maßstäbe für eine besondere Küche in Kassel. Schade, dass dieser Küchenstil von Christoph Brand nur im Februar eines jeden Jahres angeboten wird.
Es wäre wünschenswert, wenn man ganzjährig ein Restaurant in der Lutherkirche installieren würde.

Die Macher und die jungen Weinwilden

Seeigel | Ei | Dashi | Schweinehaut

Tatar |Tatar |Tatar

Livar Schweinschulter | Boston Butt | Grünkohl | Apfel

Ochsenschwanz | Vitelotte | geräucherter Sellerie | Honi Zwetschge

Flat Iron | Skirt | Herbsttrompeten | Pastinake | Port

Birne | Käse Hanf | Schüttelbrot

Christoph Brand und Wolfgang Otto von Otto Gourmet.

Wolfgang Müller (links) und Ludwig Maurer.
