Grüner Spargel gebraten, Tomaten, Speck, Pinienkerne, Weißwein.
Wildkräuter – Schweinelende
Sonntagsmenü 31.05.2015
Kabeljau mit Wildkräutern, grüner Spargel und einer Gemüsesauce. Die Sauce basierend auf Weisswein, Gemüsefond und Creme de Normandie.
Lammschulter, Rösti, Bohnen und einer Rotwein – Thymiansauce.
Käse aus der Normandie. Eingekauft in Vire (Calvados). Der Käse hatte jetzt den richtigen Reifegrad.
Dazu ein Rotwein aus Sizilien.
Ehlener Poststuben
Miro Graša und sein Team von den Ehlener Poststuben haben seit einiger Zeit die Speisekarte entschlackt. Das Angebot an regionalen Speisen und Zutaten wurden vergrößert. So stammt zum Beispiel das Rindfleisch vom örtlichen Bio Metzger Martin. Eine weitere Bezugsquelle ist zum Beispiel der Eschenhof im nahe gelegenen Altenhasungen. Warum allerdings das Lammfleisch aus Neuseeland kommen muss, bleibt sein Geheimnis. Auch hier sollte Miro Graša auf Regionalität setzen. Geblieben ist die Wohnzimmer Atmosphäre, die einen in das vergangene Jahrhundert zurückversetzt und das schöne Fachwerk mit kleinen Biergarten.
Der Jahreszeit angepasst war die Karte sehr Spargel betont.
Der erste Gang bestand aus einem Erdbeer Avocado Salat mit dreierlei Schinken. Der Schinken sehr wohlschmeckend und nur leicht geräuchert. Auch hier hätte man mehr auf Regionalität und der Saison huldigen und statt Avocado Spargel anbieten können.
Ob das Schweinefleisch (Lende) auch vom Bio Metzger Martin stammt konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen. Es war jedenfalls optimal auf den Punkt gebraten sehr gut gewürzt. Dazu ein Spargelragout in einer Sahnesauce und Spätzle.
Auch der Zander mit Spargel und kleinen Kartoffeln war wohl geraten.
Es ist schon interessant, woraus man mittlerweile Crème brûlée herstellt. Diesmal war es eine Crème brûlée von der Löwenzahnblüte mit geminzten Erdbeerspieß. Leider war der Geschmack von der Löwenzahnblüte kaum heraus zu schmecken.
Als weiteres Dessert ein karamellisieren der Apfelpfannkuchen mit Vanille Eis. Ein Dessert was bereits seit Jahren auf der Karte steht und immer hervorragend zubereitet ist.
Aus der kleinen aber interessant zusammengestellten Weinkarte wählte ich zwei Weine aus dem badischen. Sowohl Weiß als auch Rot kamen von der Oberberger Winzergenossenschaft. Während der Rotwein optimal temperiert war, wurde der Weißwein leider zu warm serviert.
Fazit: Miro Graša und sein Team sind anscheinend auf dem richtigen Weg. Er sollte den Weg der Regionalität weiter konsequent fortsetzen.
Ehlener Poststuben
Kasseler Straße 11, 34317 Ehlen
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05606 / 59 95 80
Normandie Fahrt 2015
Spargel-Erdbeer-Salat
Normandie Fahrt 2015. Dritter Tag Teil 3
Dritter Tag Teil 3
Mit einem Gottesdienst in der Kathedrale Notre-Dame begann um 15:00 Uhr die Gedenkfeiern anlässlich des Kriegsende vor 70 Jahren. Vor der Kathedrale hatten sich normannische Veteranen mit ihren Traditionsfahnen aufgestellt. Zusammen mit den Veteranen marschierte dann auch die „politische Prominenz“ der Region in das gut gefüllte Kirchenschiff.
Nach Ende des Gottesdienstes wurde unter musikalischer Begleitung des Musikzuges des GSV Eintracht Baunatal der kurze Weg zwischen Kathedrale und Uhrenturm zurückgelegt. Hier fand der offizielle Festakt anlässlich des Kriegsendes statt. Was dann stattfand war, ein Stück Geschichte und es waren sehr bewegende Momente in der Geschichte unserer Städtepartnerschaft.
Im Beisein von Veteranen des Zweiten Weltkrieges erklang am Uhrenturm das Deutschlandlied sowie die Europahymne gespielt von Musikzug des GSV. Nach der Kranzniederlegung durch die beiden Bürgermeister der Städte Vire und Baunatal sowie offiziellen Vertretern der Region Normandie erklang dann, gespielt von der Stadtmusik Vire, die Marseillaise.
Der nächste Höhepunkt folgte im Hochzeitssaal des Rathauses von Vire. Neben den Reden der beiden Bürgermeister sowie den Vorsitzenden der Partnerschaftskomitees folgte ein Vortrag der Klasse 9A der THS. Die Schülerinnen und Schüler zeichneten mit Texten auf Französisch und Deutsch nach, wie es zu den beiden Weltkriegen und zum Naziterror kam. Sehr bewegende auch die beiden Gesangseinlagen über den Frieden von Schülerinnen und Schülern der Musikschule von Vire.
Siehe auch den Bericht einer Schülerin über den Besuch in Vire.
Normandiefahrt 2015 Dritter Tag Teil 1
Den dritten Tag in der Normandie muss man in vier Abschnitte unterteilen.
- Stadtrundgang mit den Schülerinnen und Schüler der THS
- Mittagessen bei Ginette und André
- Gedenkfeier in der Kathedrale und am Uhrenturm
- Partnerschaftsabend
Es wird ein langer Tag werden. Wir gehen daher den 8. Mai sehr geruhsam mit einem französischen Frühstück an.
Wie bei Gillette und André seit langem üblich, gibt es zum Frühstück einen großen Pott Kaffee mit Milch, Baguette und Croissants. Dazu Honig und selbst hergestellte Marmelade.
Um 10:00 Uhr ist Treffpunkt am Tourismusbüro Normandie am Square de la Résistance. Wir teilen die doch sehr große Gruppe auf. Ich selbst übernehme die Schülerinnen und Schüler der THS und Sonja den Rest.
Direkt am Tourismusbüro das am 06. Juni 2014 enthüllte Denkmal zur Erinnerung an die über 500 Zivilopfer bei der Bombardierung des 6.Juni 1944.
Zuerst geht es in die Rue des Déportés. Hier steht klein und unscheinbar die protestantische Kirche für die Bocage. Diese Kirche wurde erst nach 1945 errichtet. Protestantische Gläubige die nach dem Krieg aus dem Elsass in die Normandie kamen, erbauten diese Kirche. Ich selbst habe allerdings in den vielen Jahren noch nie gesehen, dass hier auch Gottesdienste abgehalten werden. Ein besonderes Kleinod der Stadt Vire steht gegenüber dieser Kirche.
Es handelt sich um die Reste der Saint Thomas Kirche. Diese Kirche ist das älteste Heiligtum der Stadt. (11.Jahrhundert). Die Kirche wurde im romanischen Stil erbaut und zuerst dem Erzengel Michael geweiht, später im Jahre 1180 dem heiligen Thomas. Im Jahre 1944 wurde die Kirche zerstört. Sie wurde auch nach dem Krieg nicht wieder aufgebaut und anstelle des Kirchenschiffes befinden sich Grabsteine eines Friedhofes, der im Jahre 1783 geschlossen wurde.
Weiter geht es in Richtung Rathaus. Das „Hotel de Ville“ ist ein Beispiel der Nachkriegsarchitektur in Vire. Das heutige Rathaus steht auf dem Gelände, wo auch das alte Rathaus stand. Dies wurde im Juni 1944 stark beschädigt. Im Jahre 1953 begann der Wiederaufbau und wurde am 21. Juni 1956 vom damaligen Präsidenten des Rates Guy Mollet eröffnet. Das zur damaligen Zeit sehr moderne Design ist das Werk des Pariser Architekten Claude Herpe. Im Rathaus befindet sich auch ein nachgebautes Modell von Vire im Mittelalter. Seit 2011 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.
Unser Spaziergang führt uns weiter in Richtung Saint Anna Kirche. Auf dem Weg dorthin sehen wir zwei Türme der alten Stadtbefestigung. Es handelt sich einmal um das Saint Sauveur Tor und in den Turm der Laubfrösche. Dieser Turm verdankt seinen Namen den zahlreichen Geräuschen, die früher den Teich an der Schleuse bewohnten.
Die Kirche Saint Anne wurde 1860 im neuromanischen Stil erbaut und ersetzte die zu klein gewordene Kirche neben dem Hospital.
Wir überqueren die Straße und kommen zum Museum. Das ehemalige Krankenhaus, vor dem elften Jahrhundert gegründet und war ein Asyl für Pilger, Passanten und Kranke. Im 18. Jahrhundert wurde das Gebäude neu konstruiert und beherbergt das Museum, das jedes Jahr Ausstellungen organisiert.
Unser Weg führt uns weiter in Richtung Schleuse. Dieses Wasserreservoir wird von der Vire versorgt und ist seit dem zehnten Jahrhundert bekannt. Diese Wasserreserve trug im 14. Jahrhundert erheblich zur Entwicklung des Handels und dem Zuwachs der Bevölkerung bei. Im Tal der Vire wurden Mühlen, Gerbereien und Tuchfabriken errichtet.

Wir sind eines Herzens und gemeinsam wollen wir handeln.
Über einen kleinen Hohlweg geht es Berg auf in Richtung Bergfried.
Dieser viereckige Bergfried wurde nach Anweisung Henri I. 1123 aus Stein erbaut. Er spielte eine große Rolle im Hundertjährigen Krieg und wurde bereits 1630 auf Befehl Richelieus zerstört. Der große Schlossplatz vor dem Bergfried dient heute als Park- bzw. Rummelplatz.
Es geht wieder in Richtung Innenstadt und wir kommen an der Kirche Notre-Dame vorbei. Der Baubeginn stammt aus dem 13. Jahrhundert, allerdings auf den Grundmauern einer romanischen Kapelle aus dem zwölften Jahrhundert. In den folgenden Jahrhunderten wurde diese Kirche im Spätgotik Stil erweitert und 1872 unter Denkmalschutz gestellt während der Bombardierung im Juni 1944 wurde sie zerstört und 1948 wieder aufgebaut.
Das im Jahre 1996/97 erbaute Theater ist die nächste Anlaufstelle. Dieser Bau, ist mit den modernsten Technologien versehen und ist eines der Kleinodien der Kultur der Bass Normandie. Im rechten Teil des Gebäudes befindet sich das Theater „Le Préau“ und im Untergeschoss befinden sich zwei Kinosäle.

Wir sind fast am Ende unserer Stadtbesichtigung. Wegen des aufkommenden Regens verzichten wir doch auf einige noch interessante Stellen in der Stadt. So zum Beispiel dem Bereich des Europaparks und des Schwimmbades.
Die Mediathek wurde im November 2006 eröffnet. Ein interessantes Beispiel, wie man Altbau und Neubau sinnvoll miteinander verbinden kann.
Den Abschluss unserer Tour macht das Wahrzeichen der Stadt Vire. Der Uhr- und Wachturm ist das Haupttor der Stadt im 13. Jahrhundert. Ein fast perfektes Beispiel der Militärarchitektur des Mittelalters. Im Durchgang des Turmes befindet sich ein Mahnmal zur Erinnerung an die Bombardierung des 6. Juni 1944.
Normandie Fahrt 2015 Dritter Tag Teil 2
Normandie Fahrt 2015. Zweiter Tag.
Zweiter Tag.
Der zweite Tag unseres Normandie Aufenthaltes begann mit einem ausgiebigen Frühstück. Besonders zu erwähnen, besonders gut Baguette, Croissants und die selbst hergestellten Marmeladen. Ich stelle mir schon seit langem die Frage, warum können die deutschen Bäcker Baguette und Croissant in dieser Qualität nicht liefern.
Dann ging die Fahrt kreuz und quer über die Departementstraßen des Pays d’Auge und der Route de Cidre. Erste Anlaufstation war das Örtchen Ouilly du Houley.
Hier steht am Straßenrand das Restaurant La Paquine. Dies war eine Empfehlung im Tagebuch des Sterne Koch Vinzenz Klink. Leider war es viel zu früh um hier unser Mittagessen einzunehmen, für mich allerdings eine neue Adresse, die ich bei einem der nächsten Aufenthalte (noch 2015) in der Normandie aufsuchen werde. Die Fahrt ging dann weiter in Richtung Beuvron en Auge.
Diese Gemeinde hat gerade einmal 240 Einwohnern, gehört aber zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Fachwerkhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert säumen die kleine Dorfstraße. Mitten im Ort die restaurierte Markthalle. Hier ist unter anderen auch das Sterne Restaurant „le Pavé d’Auge“ untergebracht. Wir haben dieses Restaurant in den letzten Jahren einige Male besucht. Aus Zeitgründen mussten wir allerdings diesmal auf die gute normannische Küche verzichten.
Bevor dann die Partnerstadt angefahren wurde, wurde noch ein kleiner Abstecher in eine Calvados Destillerie eingeplant. Allerdings in keine der großen Destillerien, sondern eine kleine Bauernhof Destillerie in Cerisy –Belle- Etoile war unser Ziel. Hier hatte ich im Internet entdeckt, dass man auch ältere Calvados Jahrgänge zum Kauf anbot.
Gekauft habe ich dann Cidre und ein Calvados der 50 Jahre im Fass gereift war.
Die Fahrt führte und dann nach Vire und zu unseren Freunden Ginette und André. Seit Beginn der Partnerschaft sind wir befreundet und ist immer wieder angenehm bei beiden Gast sein zu dürfen.
Für 19:30 Uhr war die Ankunft der beiden Busse aus Baunatal geplant. Durch einen Stau in Caen verzögerte sich die Ankunft dann um ca. eine halbe Stunde. Wie immer eine herzliche Begrüßung und man bekam im „Sale du Vaudeville“ einen kleinen Willkommenstrunk. Danach ging es in die Familien und Ginette hatte wie bei all unseren Besuchern ein Vier Gang Menü vorbereitet. Müde und satt vom guten Essen und Rotwein lagen wir dann gegen 23:00 Uhr im Bett.
















































