Santé im Steinernen Schweinchen Kassel

Die nordhessische Metropole ist nach wie vor eine kulinarische Diaspora. Blickt man in die Gastroführer, ist von Kassel wenig zu lesen. In den Restaurant Ranglisten 2011 taucht lediglich das Santé im Steinernen Schweinchen,  das Restaurant Park Schönfeld und die Osteria in der Jordanstr. auf.

Bei einem Besuch im Steinernen Schweinchen sollte man allerdings genau hinsehen wo man Speisen will. Drei sehr unterschiedliche Richtungen von Restaurants werden angeboten.

Da ist erstens die Gaststube des Steinernen Schweinchens. Im urgemütlichen ehemaligen Gesindehaus bietet die Küche neben leckeren Grillgerichten, die direkt am offenen Kamin zubereitet werden, auch allerlei nordhessische Spezialitäten an.

Da ist zweitens das Santé. Es ist das Hauptrestaurant des Steinernen Schweinchens und hat im Michelin 2011 den begehrten Bib erhalten. Bib Gourmand, ein Prädikat für sorgfältig zubereitete Mahlzeiten zu einem besonders guten Preis-Leistungs-Verhältnis. In Deutschland sind es insgesamt 386 Häuser, die diese Auszeichnung 2011 erhalten haben.

Da ist drittens das Gourmet Restaurant im Steinernen Schweinchen. Es ist das kulinarische Aushängeschild des Hauses. Hier bietet Chefkoch Jürgen Richter eine leichte und innovative Küche an. Geöffnet ist das Gourmet Restaurant allerdings nur abends und zwar von Mittwoch bis Samstag.

Unser Besuch diesmal galt dem Santé.  Jeden Freitag wird ein Tête-à-Tête Menü angeboten, Drei Gänge, dazu eine Flasche Wein werden für  55,00 € angeboten und dies für zwei Personen.

Wir waren zu viert und hatten, wie es sich auch eigentlich gehört, vorbestellt. Wir wurden sehr freundlich begrüßt und an den Tisch geleitet. Der Tisch war sehr festlich gedeckt und zwei Speisekarten lagen bereits auf dem Tisch.

Brot etc.
Brot etc.

Als Aperitif wurde uns u.a. auch das Kultgetränk „Hugo“ empfohlen. In einen echten Hugo gehören Prosecco, Holundersirup, Mineralwasser, Limetten und Minze sowie Eiswürfel. Ein sehr erfrischender  und wohlschmeckender Auftakt.  Anzumerken ist, dass der Aperitif wie auch später der Espresso, nicht zum Pauschalpreis gehört. Gegen den ersten Hunger standen sehr schnell dreierlei Brot sowie Butter, Schnittlauchquark und geschmorte Perlzwiebeln auf den Tisch. Ein Amuse Bouche wird nicht serviert und ist bei dem Preis auch nicht zu erwarten.

1. Gang 01
1. Gang 01
 

Nach einer angenehmen Wartezeit kam der erste Gang auf den Tisch.

Auf einer Schiefertafel wurde „Glasnudelsalat Asiatischer Art mit gedämpften Kabeljau und Orangen-Mango-Chutney im Sojafond“ serviert. Dazu eine Currycremesauce und Salatspitzen.

Ein ausgewogener Gang mit seinen asiatischen Gewürzen und einem perfekt gegarten Kabeljau. Der Fisch lauwarm serviert. Dies sollte man dann auch auf der Karte ausweisen. Leider steckte in meinen Stück noch eine Gräte und bei einem Salat war ein Blatt nicht mehr ganz frisch. Es schmeckte „muffig“.

Dazu gab es einen Weißwein. 2009 Johanniger, ein Gutscuvée aus dem gleichnamigen Weingut zu Biebelsheim. Ein Wein für alle Tage, leicht und  angenehm trocken. Nach Aussage des Services der Hauswein des Restaurants.

 

2. Gang
2. Gang

 Der zweite Gang wurde nach angenehmen  25 Min. serviert.

Rücken vom Salzgraslamm in Mozzarella- Oliven-Pinienkruste auf gebratenen Zucchini und Polenta-Thymiansauce.“

Ein wohl durchdachter Gang mit den Gewürzen und dem Geschmack des Südens. Lediglich der kurz gegarte Frühlingslauch passte geschmacklich nicht ganz zum Gericht. Den Rücken hätte ich gern etwas mehr „Medium gegart“ gewünscht. Die anderen am Tisch fanden ihn allerdings in Ordnung.

Dazu „Ursprung“, ein Rotwein von M. Schneider / Pfalz, mit kleinen Aufpreis zum Menü. Den ursprünglich in der Karte ausgewiesenen Rotwein von Johanninger fanden wir als zu leicht zum Lamm.

 

Dessert 01
Dessert 01
Als Dessert schließlich „Gebackene Feige auf Physalis-Kompott und Honig Milcheis in Cassismark“

Ein gelungener Abschluss, lediglich die Feigen fand ich etwas fad. Wer einmal eine gut gereifte Feige direkt vom Baum gegessen hat, wird die nachgereiften immer als „etwas fad“ empfinden. Also weniger ein Problem des Hauses.

Danach noch Espresso und einen „kleinen Absacker“.

Fazit: Ein gelungener Abend mit kleinen Mängeln, die den Gesamteindruck aber kaum schmälern. Zum Schluss standen dann 89 € pro Paar satt 55 € auf der Rechnung. Dies ist allerdings selbst verschuldet. Das  Santé war an diesem Abend gut besucht, allerdings sollte es bei diesem Preis Freitagsabend  im Santé Platzmangel geben.

Also reservieren und selbst ausprobieren.

Lammrücken

Lammrücken mit Pinienkruste, zweierlei Brokkoli, Kartoffelgratin, Thymiansauce.

Lamm mit Brokolie
Lamm mit Brokkoli

Lamm

Die Lammrückenfilets parieren und aus diesen „Abfällen“, sowie Wurzelgemüse, Tomaten, Knoblauch, Ingwer, viel Thymian und Gemüsebrühe einen Soßenansatz herstellen.

Diesen anschließend durch ein Sieb geben.

Die Lammrückenfilets mit Salz und Pfeffer würzen, in sehr heißen Rapsöl von allen Seiten kurz anbraten und für ca. 4 Min. in den   200° heißen Ofen schieben. Danach 5 Min. ruhen lassen.

Mit einer Pinienkernkruste belegen und unter dem Grill gratinieren.

Brokkoli

Brokkoliröschen in ca. 2 mm dünnen Scheiben schneiden und im Salzwasser kurz blanchieren und mit kalten Wasser abbrausen. Vor dem Servieren in Butter kurz durchschwenken. Den Rest des Brokkolis zusammen mit etwas Knoblauch und Liebstöckel in Sahne garen. Zusammen mit Butter  gut mixen und durch ein Sieb streichen.

Kartoffelgratin

Kartoffeln  schälen und in Scheiben hobeln. Salzen, pfeffern und mit Muskat abschmecken. In Portionsformen füllen, mit Sahne aufgießen und ca. 45 min. im Ofen fertig stellen.

Sauce

Rotwein einkochen lassen und den Soßenansatz dazu gießen. Einkochen lassen und zum Schluss kleingehackten Thymian dazugeben.

Angerichtet mit Blüten aus dem Garten. Dazu ein Spätburgunder vom Weinhaus Benzinger/Pfalz 

Gefüllte Hähnchenbrust

Ich bin schon gefragt worden ob ich das Kochen eingestellt habe. Nein natürlich nicht. Die Ruhe hier hatte einen Grund.

Nach dieser Anstrengung wurde gestern Abend mit Blick auf den Garten dieses Gericht  genossen.

Garten
Garten
 

Gefüllte Hähnchenbrust auf Kohlrabi – Möhrengemüse

In die Brust eine Tasche schneiden, mit Salz und Pfeffer würzen und mit Blauschimmelkäse füllen. Mit einer Rouladennadel verschließen. In einem Butter-Olivenölgemisch anbraten. Dazu kommen Knoblauch, Ingwer und Rosmarin. Im 120° heißen Ofen fertig stellen.

Möhren und Kohlrabi schälen und in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden. In Salzwasser 5 Min. blanchieren. Butter zerlassen und das Gemüse dazu geben. Mit Noilly Prat ablöschen, würzen mit Knoblauch, Chilli und Pfeffer und klein geschnittenen Liebstöckel dazugeben. Zum Schluss das Butter-Olivenölgemisch von der Brust dazu gießen. Auf tiefen Tellern das Gemüse geben und die Brust darauf anrichten. Mit Blüten dekorieren.

Kohlrabi-Möhren
Kohlrabi-Möhren

 Dazu ein Rosé von Schneider/Pfalz.

Roséwein - Schneider
Roséwein - Schneider

Wildkräutersalat – Ochsenfilet

Wildkräutersalat

Giersch, Zitronenmelisse, Gundermann,  Schafgarbe, Walderdbeeren, Radieschen, Champignon, Zitronenöl. Dazu  Blüten von der Taglilie, Ysop, Borretsch und Schnittlauch.

Salat 01
Salat 01

Ochsenfilet

Ochsenfilet am Knochen bei 80 ° gegart, Kerntemperatur 55°. Dazu Kohlrabipüree, karamellisierte Kirschen, Thymiansauce und gebratene Kartoffeln.

Ochsenfilet 01
Ochsenfilet 01
Als Wein
Schneider Ursprung
Schneider Ursprung
 
 
 

Essigbrätlein Nürnberg 2011

Wieder einmal ein außergewöhnliches Genusserlebniss in der Altstadt von Nürnberg. Ein Besuch bei Andree Köthe und Yves Ollich ist weniger  Nahrungsaufnahme, es ist vielmehr Genuss auf höchstem Niveau.

Natürlich hatten wir reserviert und so standen wir kurz nach 12.00 Uhr am Weinmarkt in der Altstadt zu Nürnberg vor der schlichten Hausfassade des Restaurants. Die Tür ist wie immer verschlossen und man wird erst nach dem ziehen der Glocke hereingelassen. Der Service um Sommelier Ivan Jakir  empfängt uns im Flur und begleitet uns zum Tisch.

Als Aperitif wird ein Champagner bzw. der Hausaperitif gewählt. Dazu ein Möhrenbrot mit Erbsenbutter.

Danach drei Amuse Bouche, diese werden, leicht abgewandelt, immer serviert .

Teigröllchen
Teigröllchen

Gebackenes Teigröllchen mit Blumenkohlcreme und weißen Mohn.  Eine knusprig-weiche Einleitung zum Mittagessen mit einer  sehr heißen Füllung und einer dezenten Mohnhülle. Bei unseren letzten Besuch im Oktober 2010 gab es das Teigröllchen mit Erbspüreefüllung und „grüner Currymischung“

Gedämpftes  Brot
Gedämpftes Brot
Gedämpftes  Brot mit Petersilienwurzelcreme und gebeiztes Eigelb.
 
Kalbskopf
Kalbskopf
Kalbskopf mit Essiggurke

Anschließend kam nicht Andreas Köthe an den Tisch, sondern Yves Ollich erläuterte diesmal das Mittagsmenü. Er erklärte die vier Gänge für das Mittagsmenü. Auf unseren Wunsch hin wird noch ein Fischgang eingeschoben. Nach einer ausgiebigen Diskussion mit Ivan Jakir entscheiden wir uns doch für ein Weinmenü.

 Das Menü:
 
Saibling
Saibling
Wildsaibling mit Gurken und Dillblüten
Der Saibling innen noch leicht glasig. Grundlage für die Sauce war Apfel- und Gurkensaft. Dazu eine leichte Meerrettichcreme. Die Dillblüten brachten den Biss an das Gericht.
Zander
Zander
Zander mit Brokkoli
 

Diese Art von Gemüsebeilage scheint langsam ein Klassiker zu werden. Entweder mit Blumenkohl oder wie hier mit Brokkoli. Einmal als Mousse und darüber angeordnet feine Scheiben von Brokkoli. Dezent gewürzt. Die Sauce auf Grundlage von Mandeln. Dazu noch ein kleines säuerliches Gelee.

Melone
Melone
Melone mit Zwiebel

Auf der karamellisierten Zwiebelscheibe lagen Würfel von der Charentais-Melone. Dazu Salatstengel. Leider konnte man uns nicht sagen, um welche Sorte Salat es sich handelte. Es war jedenfalls keine „klassische“ Salatsorte.

Reh
Reh
 Reh mit Aprikose und Pfifferlingen

Das Rehfilet auf den Punkt gegart lag auf einem Bett von Aprikosen. Dazu bissfeste Pilze und eine Schnittlauchsauce.

 

Himbeeren
Himbeeren
 

Himbeeren mit Rahmeis

Dazu eine Rucolasauce. Andreas Köthe sowie Yves Ollich verarbeiten Rucola ja gern zu Saucen

 Die Weine:

Zum  Abschluss  verschiedene Schokoladentäfelchen dazu Espresso und ein Calvados

Besucht am 01.07.2011 (mittags)

Normandie – Impressionen

Der heilige Berg
Mont St. Michel 02
Mont St. Michel 02
Der Mont mal wolkenlos
 
Mont St.Michel
Mont St.Michel
Der Mont diesmal grau in grau
 
Mont St. Michel Kreuzgang
Mont St. Michel Kreuzgang
Mont, der Kreuzgang
 
Wetter  in der Normandie
Regenschauer
Regenschauer
Regenschauer über Vire
 
Wolken
Wolken
Wolkenfelder bei La Cambe
 
Nasse Straße
Nasse Straße

Straße  zwischen Condé-sur-Noireau und Vire

Mahnung

Mahnung 01
Mahnung 01
 
Der amerikanische Soldatenfiedhof in Colleville-sur-Mer. 
 
Mahnung 03
Mahnung 03
 
Pointe du Hoc
 
Mahnung 02
Mahnung 02

Der deutsche Soldatenfriedhof in La Cambe

 Fachwerk in der Normandie

La Lieutenance - Honfleuer
La Lieutenance - Honfleur Fachwerk
 
Fachwerk in Beuvron-en-Auge – ehemalige Markthalle
 
Auberge
Auberge
 

Restaurant G.a.- Caudebec en Caux – Normandie

2 Rue Saint Clair – 76490 CAUDEBEC en Caux

Tél : 06 61 66 46 02 Tel.: 06 61 66 46 02

Mail: david@restaurant-ga.fr

Webseite: http://www.restaurant-ga.fr

G.a. Küche
G.a. Küche

Eine Reservierung ist unabdingbar, auch eine Übernachtung sollte eingeplant werden.

David, der im Jacob’s (Hamburg) gelernt und u.a. auch als Sous Chef im Restaurant „Alter Meierhof“ bei Dirk Luther gearbeitet hat, bietet zwei  Menüs an. Das  kleine Menü für 98 € und ein Überraschungsmenü für 148 €, serviert werden beide mit korrespondierenden Weinen.

Wir hatten uns für das große Menü entschieden und  es gibt, nach unserer Auffassung, keine Anhaltspunkte für Kritik an dem zu üben, was David Goerne auf die Teller gebracht hat. Goerne steht allein an seinem Molteni Herd und seine Küche kommt frisch und visionär daher. Gespeist wird in der Küche an einem bis zu 12 Personen fassenden Tisch. Für größere Gesellschaften gibt es natürlich noch ein Speisesaal. Bei unserem Besuch saß noch ein französisches Paar, der Bürgermeister mit Ehefrau von  Caudebec en Caux, mit am Tisch.

Texturen und Aromen wechseln sich während der Speisefolge perfekt ab. Herzhaft gewürzt wie  beim Gazpacho Andaluz, folgt eine milde  Infusion von Lakritze. Der nächste Gang- Makrele – dann wieder mit kräftigen Gewürzen und bissfesten Beilagen. Dies setzt sich auch bei den nachfolgenden Gängen fort. Goerne setzt auf Qualität und Frische bei seinen Produkten. Wenn möglich wird alles aus der Region beschafft.  Das Meer ist kaum 50 km entfernt. Sein Menü: Handwerklich perfekt, kreativ und mit überraschende Geschmackseindrücken, auch optisch ein Genuss.  Die Region soll man sehen und schmecken.

Fazit: Wir kommen wieder. Wir waren vier Tage vorher bei Bau in Perl, sehr gut, aber der Besuch bei David wird  stärker bei uns in Erinnerung bleiben.

01. Amuse Bouche 1
01. Amuse Bouche 1

Gazpacho Andaluz  mit Basilikumsorbet

Zum Auftakt ein erfrischender Genuss, dabei herzhaft gewürzt und ein schmelzendes Sorbet.

02. Amuse Bouche
02. Amuse Bouche

Lakritze – Infusion

Nach dem herzhaften das milde, leichter Lakritzegeschmack, lauwarm serviert.

03. Amuse Bouche
03. Amuse Bouche
04. Amuse Bouche
04. Amuse Bouche
05. Amuse Bouche
05. Amuse Bouche

Scholle- Schnecke – Kräuterbutter – Kalbsjus

 Der Fisch wieder gebraten, dazu kräftige Kräuterbutter.

06. Amuse Bouche
06. Amuse Bouche

Rochenbacken – Fenchel – Olivenöl

Haben zum ersten Male Rochenbacken gegessen, schönes festes Fleisch.Dazu passte perfekt der Fenchel und das Olivenöl.

07. Amuse Bouche
07. Amuse Bouche

Hals vom Wagyurind – Alioli

 Schlicht, einfach, wunderbar. Das Fleisch langzeit gegart und dadurch butterzart.

Zu diesen Vorspeisen auf der vorgelagerten Terrasse mit Blick auf die Seine, gab es Champagner bis zum abwinken.

1 G.a. - Foie gras maison
1 G.a. – Foie gras maison

Foie gras de maison

Crème brûlée – Terrine – Eis

Das Eis war einsame Spitze, wunderbar cremig, schmeckte nach mehr.

2  G.a. La Truite
2 G.a. La Truite

La Truit St. Wandrille

Forelle – sein Kaviar – Champagnersauce

Die Forelle war nicht nur optisch ein Genuss.

3 G.a. St.Pierre
3 G.a. St.Pierre

St.Pierre

St. Pierre – Weißwein – Eigelb – Trüffel

Mit Trüffeln wurde nicht gespart und man schmeckte auch den Trüffelgeschmack. Das Eigelb als Onsenei.

4 G.a. Safran
4 G.a. Safran

Safran

Safranrisotto – Bar de Ligne – Tintenfisch – Gambas – Muscheln – Pesto

Für mich der beste Gang des Abends. Die Wohlgerüche des Meeres lagen über den Teller. Dazu ein „schlotziges Risotto mit viel Safrangeschmack.

5  G.a. Rouget
5 G.a. Rouget

Rouget

Rotbarbe – Kalbskopf – Estragonsauce

6 G.a. Filet
6 G.a. Filet
8 G.a. Wagyu
8 G.a. Wagyu

 

9 G.a. Dessert
9 G.a. Dessert

 

Manoir de Rētival – Caudebec en Caux – Normandie

Manoir de Rētival (05.06-06.06.2011)

Retival 01
Retival 01
2 Rue Saint Clair – 76490 CAUDEBEC en Caux

Tél : 0034 (0)6 61 66 46 02 

Mail: david@restaurant-ga.fr

Webseite: http://www.restaurant-ga.fr

Etwas außerhalb von Caudebec en Caux, nicht weit von der „Ponte de Brotonne“, steht auf einem Hügel, das Manoir de Rētival.  Das Manoir blickt auf eine lange Geschichte zurück. Funde von Scherben, Gebrauchsgegenständen, Kochgegenständen und Münzen belegen, dass hier sowohl keltische als auch römische Siedler gelebt haben.

Im frühen Mittelalter diente das Rētival als Versammlungsort der Tempelritter. Das klassifizierte historische Monument, das „Kreuz der Tempelritter“, stammt aus dem 12. Jahrhundert und steht am heutigen Eingang des Manoirgeländes.

Retival
Retival
Vor etwa 300 Jahren wurde das alte Gebäude durch ein neues Gebäude ersetzt. Vor 150 Jahren wurde das Manoir dann erweitert, es erhielt die beiden Seitenflügel. Aus dieser Zeit stammt auch die Kapelle St Clair.  Das Herrenhaus besticht durch seine architektonische Vielfalt  und seinem  Charme.

Von der Südseite hat man einen wunderbaren Blick auf die Seine, während auf der Nordseite sich ein steiler Hang mit einem verwilderter Wald anschließt.

Bereits früher diente das Manoir als Restaurant. Jean-Luc Tartarin, der heute in La Havre ein Sternerestaurant betreibt, hat vor über 12 Jahren das Haus verlassen. Nach einer Phase des Leerstandes begannen von privater Seite die Renovierung des Gebäudes und ein Neuanfang.

David Goerne, ein junger Deutscher aus Hamburg, nahm die Herausforderung an und eröffnete im Juni 2009 das Manoir de Rētival und sein Restaurant G.a.

Im Erdgeschoss befindet sich das Restaurant G.a. mit seinen Nebenräumen, das erste Geschoss wird privat genutzt und im Dachgeschoss befinden sich zwei Studios.

Das Gebäude wird von einer hohen Mauer umgeben. Als wir ankamen, öffnete sich ein Tor automatisch. David Goerne eilte herbei und begrüßte uns herzlichst. Das Manoir wird nicht als Hotel geführt. Übernachten wie bei Freunden ist angesagt. Daher ist eine  Reservierung unbedingt erforderlich.  Nach einem kurzen Gespräch bot er an, die Koffer auf das Zimmer zu tragen. Ich lehnte ab, hätte ich allerdings gewusst was auf mich zu kam, ich hätte nicht abgelehnt. Über eine schmale Wendeltreppe müsste ich unser Gepäck über zwei Etagen nach oben tragen. Obwohl recht sportlich, bin ich doch am Ende der Treppe nach fast 45 steilen Stufen außer Atem gewesen. Wer also hier Übernachtet, das Gepäck von David nach oben tragen lassen.  

 

Retival Zimmer 1
Retival Zimmer 1

Das gebuchte Studio  „Tour de la Foret“ besteht aus  zwei Zimmern, Bad, WC und Balkon. Vom Eingang her erreicht man das separate WC. Über einen kleinen Stichflur wird nach rechts das Bad und nach links  das kleinere Zimmere erschlossen. Geradeaus erstreckt sich über die gesamte Hausbreitewird das große Zimmer. Die großzügige Terrasse, direkt am Waldrand, erreicht man über das große Zimmer. Das Bad ist mit einer recht großen Dusche und einem Waschbecken  ausgestattet. Komfort bringt aich eine  zusätzliche Fußbodenheizung. Eine kleine Küchenzeile bietet die  Möglichkeit zur Kaffee- und Teezubereitung. Eine Kochmöglichkeit ist allerdings nicht vorhanden.

Bad
Bad
 

Das Studio ist geschmackvoll eingerichtet. Alter Holzfußboden und eine Wand aus nicht geputztem Mauerwerk bringen eine gewisse Rustikalität.

In den Zimmerpreisen sind Frühstück, Minibar, einschließlich Sherry,  sowie Kaffee- und Teezubereitung enthalten.

Außer diesem Studio stehen noch zwei weitere Studios zur Verfügung. Auch im Dachgeschoss gelegen das Studio „Tour de la Petite Chapelle“

Dieses Studio besteht aus drei Zimmern, einer Küchenpantry, einem modernen Bad mit Dusche, einer separaten Toilette, einem eigenen Eingang mit Flur, einer großen Terrasse zum Wald und zur Kapelle hin und einer zweiten Gartenterrasse mit Panoramablick auf die Seine.

Das Gartenzimmer ist in einem Nebengebäude untergebracht.

Fazit: Es war bestimmt nicht der letzte Besuch, wir haben uns sehr wohl gefühlt.  Siehe auch Restaurant G.a.

Retival Seine
Retival Seine
Blick vom Studio auf die Seine. Wir hatten an diesem Sonntag typisches Normandie Wetter. Graue Wolken, Regen und Sonnenschein, alles war dabei.
Blick von der Terrasse.
Blick von der Terrasse.
Blick von der Terrasse auf das Kirchlein St. Clair und den Wald.