Tag 4 – Sylt im August 2026

Nach dem Frühstück steht eine Walking-Tour an. Bei angenehmen Temperaturen führt uns der Weg heute zum Strand. Da wir keine Fans von Strandkörben sind, machen wir es uns auf den Bänken bequem. Ein kurzer Spaziergang durch den Sand bis ans Wasser rundet den Ausflug ab. Die frische Meeresluft und der Blick auf die Wellen entspannen – und machen schnell wieder hungrig.  Da wir am Abend im „Web Christel“ reserviert haben, begnügen wir uns mit einem Crêpe mit Zimt und Zucker und einem Glas Weißwein.

Sylt Tag 4

Unsere Reservierung für 17.30 Uhr war natürlich bestätigt, doch man wies uns mehrfach darauf hin, dass wir nach zwei Stunden fertig sein müssten. Diese ständigen Wiederholungen nervten. Bei schönem Wetter saßen wir draußen unter einem großen Schirm. Nach dem obligatorischen Brot mit Griebenschmalz folgte ein Carpaccio aus Jakobsmuschel und Lachs. Mit der Rollentechnik gelingen hauchdünne Scheiben, das Mango-Limetten-Dressing unterstrich den feinen Geschmack des Fisches. Ob der kleine Salat dazu nötig war, sei dahingestellt. Gestört haben mich der Dill und die unvermeidlichen Erbsensprossen.

Die Tafelspitzconsommé mit Sherry war gut abgeschmeckt, voller Umami, doch der Sherry blieb geschmacklich unauffällig. Dazu gab es ein gefülltes Strudelteigtäschchen.

Das Rinderfilet kam wie bestellt medium rare auf den Tisch, begleitet von frischen Pfifferlingen und Kartoffelgratin. Der Soße fehlte jedoch die Tiefe.

Zum Dessert gab es ein schmelzendes Tonkabohnenparfait mit Beeren.

Als Weißwein wählte ich einen Sauvignon Blanc, der leider nicht zum Carpaccio passte – mein Fehler. Der 2022er Spätburgunder R vom Weingut Hansjörg Rebholz (0,375 l) harmonierte hingegen perfekt mit dem Filet. Erfreulich: Die Weinkarte bot viele 0,375-l-Flaschen, sowohl Weiß- als auch Rotwein – eine Seltenheit in Restaurants. Als Abschluss noch eine Wildkirsch vom Martin Albrecht. Weder verwandt noch verschwägert – leider.

Fazit: Gemütliches Ambiente, starke Weinauswahl in halben Flaschen, solide Küche mit Luft bei Saucen, ideal für sommerliche Abende draußen.

Sonntagsmenü 11.07.2021

Carpacchio von bunten Beten, Olivenöl, Kräuter und Blüten aus dem eigenem Garten
Forellenfilet auf der Haut gebraten, Wurzelgemüse, Pfifferlinge, Currysauce
Kalbsröllchen gefüllt mit Karotten, Ochsenherztomaten, Rosmarinspagetti, Basilikum
Die Süßigkeiten eingekauft bei Thomas Ernst, Kassel, https://pralinenwerkstatt.de/
Den Weißwein aus dem Hause da Cocca Kassel, https://dacocca.de/

Kohlrabi

Carpaccio von Kohlrabi

Kohlrabi schälen und in hauchdünne Scheiben schneiden. In Salzwasser kurz blanchieren und mit kalten Wasser abbrausen. Einen Teller mit Zitronenolivenöl einpinseln, salzen und pfeffern.  Die Scheiben fächerförmig auflegen, salzen und pfeffern. Parmesan grob raspeln, Parmaschinken in kleine Stücke zupfen und beides drüberstreuen.

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett bei milder Hitze goldbraun rösten. Eine Vinaigrette aus Apfelessig, Zitronenolivenöl, Honig, Senf kräftig verrühren, die Pinienkerne einrühren und auf das Carpaccio träufeln. Mit Kohlrabigrün garnieren.

Sonntagsmenü 26.07.2020

Wildschwein Carpaccio, Steinpilze, Vogelmiere, Blüten von der Ringelblume
„Grüne Suppe“ kalt mit Gurke, Avocado, grüne Paprika, Staudensellerie, Kapuzinerkresse, Gemüsebrühe, Olivenöl, Piment d’Espelette 
Wildschweinfilet, Steinpilze
Nierenzapfenstück, Sous Vide gegart, Karotten, Rotweinsoße,
Johannisbeerkuchen

Lachs-Kohlrabi

 

Lachs-KohlrabiLachs-Kohlrabi
Lachs bei 70° im Ofen ca. 30 Min. gegart. Kohlrabi in dünne Scheiben geschnitten, ca. 1 Min. in Salzwasser gegart und in Salzbutter fertig gestellt.
Kohlrabi wie ein Carpaccio anrichten und den Lachs auf das Carpaccio setzen.