Jumelage

Märchenhafte 1001 Euro gespendet

29. Januar 2019 14:08 Uhr
Märchenhafte 1001 Euro gespendet

© Rainer sander | nh24

Wilfried Albrecht übergibt Geld für Schüleraustausch
BAUNATAL | VIRE. Wilfried Albrecht war 35 Jahre lang Stadtverordneter im Baunatal und sieben Jahre im Magistrat. Das allein ist ein überaus überdurchschnittliches Engagement. Vor allem aber hat er die Partnerschaft mit der französischen Stadt Vire von Anfang an aktiv mitgeprägt.

Ein Auto für die Städtepartnerschaft

Von 1991 bis 2017 war er Vorsitzender des Partnerschaftskomitees und über 90 Mal hat er die mehr als 1.000 Kilometer hin und zurück, also rund 200.000 Kilometer zurückgelegt: „Ein Auto bin ich also komplett für Städtepartnerschaft gefahren.“ Gewohnt hat er in Vire immer privat, sich für die andere Kultur interessiert, Freundschaften geschlossen, Freundschaften gestiftet und damit auch ein bisschen zur Völkerverständigung beigetragen.

Diese Partnerschaften sind so wichtig, sagt Albrecht im Gespräch, gerade jetzt, weil es um Europa so viele Diskussionen gibt. Der früher selbstständige Architekt wünscht sich intensivere Kontakte und vor allem, dass es mehr Menschen sind, die sich kennenlernen und gegenseitig besuchen. Vor kurzem ist er 70 Jahre alt geworden hat dabei festgestellt, „ich habe alles!“ Was lag näher, anlässlich des Ehrentages keine Wünsche für Geschenke zu äußern, sondern um Spenden für den Ausbau der Partnerschaft zu bitten.

Großzügig aufgerundet für Kinder und Jugendliche

750 Euro sind zusammengekommen und die sollen Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stehen, die im Rahmen des Schüleraustauschs mit Baunatals französischer Partnerstadt nach Frankreich fahren. Er selbst hat 250 Euro draufgelegt und damit der Betrag ein bisschen märchenhafter aussieht, noch einen weiteren Euro.

1001 Euro für Schülerinnen und Schüler der Erich-Kästner-Schule (EKS) und der Theodor-Heuss-Schule (THS). Er wünscht sich, dass das Geld gut angelegt wird. Vielleicht können Eintrittsgelder davon bezahlt werden oder aber das Jugendliche, die sich die Fahrt nicht leisten können, von diesem Geld unterstützt werden. Magalie Kiepe, Lehrerin an der THS nahm im Baunataler Kino das Geld entgegen und versprach, es im Sinne des Spenders zu verwalten und auszugeben.

Jumelage 2017

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Das Himmelfahrtswochenende eines jeden Jahres gehört der Städtepartnerschaft Vire Normandie und Baunatal. In den ungeraden Jahren, wie jetzt 2017, geht es in Richtung Normandie. 70 Baunataler mit zwei Bussen, haben sich am Himmelfahrtstag also auf die rund 950 km lange Reise gemacht. Mit dabei der Musikzug des GSV Eintracht Baunatal, eine Gruppe Jugendlicher und viele Baunataler die seit Jahrzehnten die Freundschaft mit französischen Familien pflegen. Aber nicht nur Busse waren unterwegs in Richtung Normandie. Viele haben die Strecke auch mit privaten PKWs in Angriff genommen. Auch die Bahn war Transportmittel. So ging es von Kassel über Frankfurt und Paris nach Vire.

02 Hotel

Wie in den letzten Jahren üblich sind wir mit dem PKW in die Normandie gefahren. Auch diesmal war natürlich ein kleiner Abstecher in ein Sterne Restaurant eingeplant. Zwischenstation war das Hotel Restaurant Le Jardin des Plumes in Giverny

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Am nächsten Tag wurde dann dem Haus und Garten Claude Monet ein Besuch abgestattet.

10 Camembert

Über Évreux, Bernay, Camembert und Falaise wurde am späten Nachmittag schließlich unserer Partnerstadt erreicht. Aus den verschiedensten Gründen konnten wir nicht in der Familie übernachten, sondern haben im Hotel de France die Zeit verbracht.

 

20 Ankunft in Vire

Nach einer Fahrzeit von gut 14 Stunden erreichten dann die beiden Busse den Zielort. Nach herzlicher Begrüßung, einer Musik Einlage vom keltischen Ensemble Kadl Vire/Saint Lo und einem Begrüßungstrunk ging es dann für die Teilnehmer zu den Gastfamilien. Viele kennen sich Jahrzehnte, für andere war es das erste Mal dass man die Partnerstadt besuchte. Wir selbst haben das Abendessen im Hotel de France eingenommen. Das Hotel und Restaurant habe ich ja bereits ausführlich beschrieben.

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Am Freitag dann Besuch des Marktes in Vire, ein ausgiebiges Mittagessen bei Ginette und am Abend dann der Partnerschaftsabends mit einem normannischen Menü.

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Mit einem Besuch am Samstag in Villedieu-les-Poêles, einem Mittagessen im Restaurant Manoir de la Pommeraie in Vire, bereitete man sich auf den Höhepunkt des Tages vor.

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Ein Serenaden Abend mit den beiden Musikzügen GSV Eintracht Baunatal und dem keltischen Ensemble Kadl Vire/Saint Lo folgte vor dem „Théâtre du Préau de Vire“.

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Für mich selbst hatte man noch eine viel größere Überraschung vorgesehen. Bürgermeister Marc Andreu Sabater ernannte mich im Auftrage der Körperschaften der Stadt Vire zum Ehrenbürger. Ich war gerührt und hatte plötzlich einige Freudentränen im Auge.Mit einem Abendessen bei Ginette endede dieser besondere Tag. Natürlich fehlte ein Gläschen Champagner nicht.

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Sonntagmittag sollte eigentlich der kulinarische Höhepunkt sein. Wir hatten Tisch und Bett bei David Goerne im Manoir de Rétival reserviert. Leider mussten wir aus gesundheitlichen Gründen diesen Termin absagen. So machten wir uns dann am Sonntagmorgen gegen 8:00 Uhr auf den Heimweg. Nach einer reinen Fahrzeit von 8 Stunden 30 Minuten sind wir dann in Baunatal wieder gelandet. Ein ereignisreiches Wochenende lag hinter uns. Wir freuen uns schon auf die nächsten Besuche in Vire bzw. den Gegenbesuch im nächsten Jahr zu Himmelfahrt in Baunatal.

PS: Berichte über die einzelnen Tage werden folgen.

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