Rutz – Berlin

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Das Restaurant Rutz, einschließlich seiner Weinbar, gehört mit seinem gastronomischen Konzept, aber auch mit seinen Weinangebot sowohl qualitativ als auch quantitativ zu den besonderen Adressen in Berlin. Im Erdgeschoss ist die Weinbar angesiedelt. Hier werden in einer ungezwungenen Atmosphäre traditionelle, regionale Speisen serviert. Die Weinkarte ist identisch mit der Karte im Restaurant, kann aber durch eine Vielzahl von offenen Weinen punkten. Bei unseren Besucher war die Weinbar bis auf den letzten Platz gefüllt.

Für uns ging es über eine beleuchtete Treppe in die obere Etage in das Sternerestaurant von Marco Müller. Wir waren gegen 19:00 Uhr die ersten Gäste, im Laufe des Abends waren allerdings auch nur vier weitere  Tische belegt.

Ich möchte nicht auf jeden einzelnen Gang eingehen, kann aber feststellen, dass wir sehr gute und abwechslungsreiche fünf Gänge genießen durften. Besonders gefallen konnte uns dabei die gebratene Rotbarbe in einer Citrus Buttersauce sowie das Deichlamm mit wilden Brokkoli und jungen Knoblauch.

Besonders zu erwähnen ist die hervorragende Weinberatung sowie die exzellenten Weine die zu Menü serviert wurden. Gut gefallen hat mir dabei der Sauvignon Blanc vom Weingut von Winning/Pfalz, sowie vom Weingut Schiefer der 2013 Blaufränkisch.

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Wir haben einen wunderbaren Abend im Rutz erlebt, aber und hier kommt leider ein aber, wir hatten nach dem Menü noch Hungergefühle. Dies ist uns in den vielen Jahren, in dem wir Sterne Restaurants besuchen, noch nie passiert.

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Amuse Bouche 1

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Amuse Bouche 2

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Bretonische Jakobsmuscheln, Green Zebra

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Gebratene Rotbart, Herbtskohl und Zitrus Beurre Blance

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Langostino, gelbe Beete, Ras el Hanout.

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Deichlamm, Senfkarotte und wilder Brokkoli, junger Knoblauch

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Wildquitte, Macadamia & Schwarze Nuss, Hokkaido Kürbis.

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Der Abschluss

PS: der Besuch fand Ende Oktober statt.

Margaux – Berlin – 2013

Zum Aperitif:  Winzersekt von der Nahe –  Weingut Korell

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Dazu: Himbeere, Earl Grey  – Valenciano, Couscous, Alge, Ingwer – Knusper mit Minze  – Knäckebrot, Rote Bete, Lauch –  Austern Melba, Polnische Vinaigrette & Pfahlmuscheln

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Als Amuse Bouche:  Jahreszeiten aus dem Garten & Gemüsebrot

Eine wohlschmeckende Gemüsetapenade, orientalisch gewürzt. Dazu ein buntes Gemüsebrot.

02a Gemüsebrot

03 Steinköhler

Steinköhler „Graved Style“, Kaisergranat,, Meerrettich, Schwarzwurzel, Honig, Senf

04 Forelle-Linsen

„Forelle Müllerin“ & Saure Linsen,  Mandeln, Zitrone & Petersilie

05 Spinat

“Ein Teller Spinat“, Eigelb, knusprige Kartoffeln, getrocknete Basilikumsaat, & Perigord-Trüffel

06 Lamm

Lamm & Puntarelle – eingelegte Paprika, Joghurtcreme & Couscous

07 Paprikasorbet

Paprika, Himbeere & Engelwurz, Kandierte Oliven & Orange

08 Rumtopffrüchte

Rumtopffrüchte und Bratapfelsorbet

09 Finale

Final – Kaffee & Anis –  Oliven Macaron – Ingwergranitée, Limone & Basilikum – Berliner Pfannkuchen – Mohn Schaum Kuss

Besucht am 21.03.2013 (abends)

Speisekarte

Vau – Berlin

Vau Berlin 27.08.2012

Montags geschlossen. So heißt es in 6 von 10  Restaurants mit Stern in Berlin. Facil, Hartmann’s, Fischer’s Fritz und das Vau haben auch montags geöffnet.

Im Facil war ich bereits im April, das Hartmann’s lag etwas abseits, ins Fischer’s Fritz möchte ich mit Begleitung gehen. Bleib also das Vau übrig. Vorteil war auch, dass das in der Jägerstraße liegende Restaurant vom Hotel her gut zu Fuß erreichbar war. Nach meiner Anreise mit dem Rennrad eine willkommene Abwechslung.

Ich hatte natürlich reserviert und war gegen 19.00 Uhr im Restaurant. Freundliche Begrüßung und Begleitung zum Tisch.  In einem  langen, schmalen Raum mit modernem  Ambiente, bieten die  Tische ausreichend Platz.  Als Aperitif wählte ich einen 2008 Riesling Sekt von Proschwitz. Das 0.1 l Glas für 10.00 €.  Dazu verschiedene Sorten Brot und Salzbutter. Durch den Abend begleitete mich mit viel Freude und Sachverstand Gürkan Ayrik.

Als erstes Amuse Bouche eine Auster in Curryschaum, Frisch und wohlschmeckend.  Als zweites Amuse Bouche einen belanglose panierten Fisch. (Rotzunge?)

Aus dem August – Menü wählte ich  folgende vier Gänge:

Seeteufel,

Huhn

Käse

Tee und Schokolade

1.         Gang: Seeteufel mit Schluppen, Dill und Zitrone

 Ein perfekt gegarter  Seeteufel ruhte auf einem Bett von Schluppen und einer leichten Dillsauce. Sowohl Zitrone als auch Safran waren sehr zurück haltend eingesetzt. Der Fisch stand im Mittelpunkt.

 (Schluppen = Frühlingszwiebeln)

Dazu ein 2011 Sauvigon von Zeter Pfalz (0.1 l= 11.00 €)

 2.         Gang: Escabeche vom Marensin Huhn mit Aubergine und Olivenschmand

 Man lernt nie aus. Escabeche und Marensin Huhn, zwei Begriffe, die ich in meinem  langen Gouermetleben noch nicht gehört hatte.

Escabeche, ein traditionelles Gericht der iberischen, südamerikanischen und nordafrikanischen Küche. Normalerweise wird Fisch in Mehl gewendet und in Öl gebraten und  in einer Marinade aus Öl, Essig, Wasser, Zwiebel, Knoblauch, Lorbeer, Möhren, Paprika und Gewürzen eingelegt und mindestens 24 Stunden gebeizt. Hier wurde ein Huhn  gebeizt.

Merensin-Huhn: (die „Marensine“= transportablen Hühnerstall)  

Ganz im Süden Frankreichs, im Département „Landes“, werden hier in Pinienwäldern die Tiere in völliger Freiheit aufgezogen. Das Hauptfutter besteht zu 80 % aus Mais, dazu kommen 15% Soja, 3% Mineralien und Vitamine und 2% Luzerne. Zusammen mit Kräutern, Gräsern und Insekten des Unterholzes nehmen die Hühner beste natürliche und artgerechte Nahrung zu sich. Nach mindestens 88 Tagen Aufzucht in Freiheit (i. d. R. jedoch 100 Tage) werden die Hühner geschlachtet.am.

Gut gebratenes Fleisch mit fester Struktur, einem leichten säuerlichen Geschmack und krosser Haut. Relativ kleine Auberginentarte und von der Würze her ein ausbalancierte Olivenölschmand.

Dazu ein 2009 Auxerois, Beck Rheinhessen (0.1 l = 14.00 €)

 3.         Junger Ziegenkäse mit Zucchiniblüte und Honig

 

Ziegenkäse und Honig passen fast immer.  Zucchini-blüte und „Zucchininudeln“, waren erfrischende Begleiter zum Käse.

Dazu: Auf Empfehlung von Gürkan Ayrik. Gab es diesmal kein Rotwein sondern  „Alte Zwetschge Exuisit von Gansloser. Eine gute Empfehlung.

4.         „Grüner Garten“ mit Matcha Tee, eingelegten Kirschen und Schokoladenmousse

 Das Dessert nicht aus dem Menü sondern a la Carte.

Dieser japanische grüne Tee scheint in der „Sternengastronomie“ Mode zu sein.

Ein erfreulich erfrischender Abschluss.

Dazu 2008 Casta Diva rot Alicante (0.05 l = 8.00 €)

Zum Abschluss noch Espresso mit Süssigkeiten und einen 1985 Calvados Boulard.

Fazit: Freundlicher und kompetenter Service, gutes Essen. Der  Stern ist verdient, unter Kreativwerkstatt stelle ich mir allerdings etwas anders vor.

Speisekarte: http://speisekarten.wordpress.com/2012/08/29/vau-berlin-2/