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Voit-Kassel 2017-11

Die große Fensterfront des ehemaligen Ladenlokals ist geblieben. Auch bei der Inneneinrichtung hat sich Sven Wolf nicht verbiegen lassen. Eine offene Küche, massive Holztische, Stahl und Beton erwarten den Gast. Auch im Küchenteam keine Veränderungen. Im Service ist das ein oder andere Gesicht neu. Die große „Veränderung kam dann aber am 14. Nov. Der Guide Michelin Deutschland ließ einen Stern über dem Restaurant erstrahlen. Seit der Erstausgabe des Michelins in Deutschland ist es das erste Mal, dass ein Restaurant in Kassel diese Auszeichnung erhält. Die Versuche von Hansi Meister mit seinen Chefköchen Richter bzw. Fischer in den 1980ziger Jahren einen Stern nach Kassel zu holen war gescheitert. Wobei man damals munkelte, dass der Stern eigentlich klar war, aber Chefkoch Fischer verließ das Haus in Richtung Nürnberg. Auch die Versuche von Thomas Nähler mit Jürgen Richter zwischen 2001 und 2009 in Richtung Stern hatte leider keinen Erfolg.

Zum Aperitif werden wie üblich dünne selbstgebackene Brotscheiben mit zweierlei Dipp serviert. Diesmal Quark mit Kräutern bzw. ein rote Bete dipp werden den gesamten Abend nachgereicht. Auf einen Aperitif verzichten wir diesmal und bestellen einen Flasche Weißwein, die das Menü den gesamten Abend begleiten wird. Der vom Sommelier empfohlene Sauvignon gris vom Weingut Zeter, Pfalz passte mit seiner Mineralität ausgezeichnet zum Menü.

Fazit: Der Stern ist wohl verdient und ist die Auszeichnung für eine kontinuierliche Entwicklung seit 2014.  Bei meinen jeweiligen Besuchen in den Jahren 2014-2017 konnte ich diese Entwicklung mit verfolgen. Schade eigentlich nur, dass andere Restaurantführer wie „Gault Millau“ oder „Gusto“ das Voit noch nicht entdeckt haben. Dies spricht nicht gerade für diese Führer. Nach meinen ersten Besuchen im Jahre 2014 habe ich geschrieben.

Der „Wolf“ ist angekommen, möge er noch lange bleiben.

Hoffen wir, dass Sven Wolf mit seiner Mannschaft das Begonnene mit Bedacht weiterführt und der Stern noch lange über dem Restaurant erstrahlen wird.

01 offene Küche

Offene Küche:

03 Tatar Wolfsbarsch Lauchöl

Amuse Bouche: Kartoffelschaum |  Tatar von der Dorade | Lauchöl

04 Tatar Simmtaler Rind-Gurke

Einstieg: Tatar | Miso | Gurke | Kapuziner

05 Huhn-Karotte- Grünkohl-Herbsttrompete

Dazwischen : Maishuhn | Morchel | Herbsttrompeten

06 Sorbet Sanddorn-Dillöl

Sorbet: Sandorn mit Dillöl

07 Tafelspitz-Schulter

Hauptsache: Tafelspitz 57° | Schulter | Sellerie | Quitte

08 Käse

Käse: Kuh | Ziege | Senf | Feige

09 Weisse Schokolade

Süss: weisse Schokolade | Blutorange | Matcha

02 Weingut Zeter Pfalz

Trinken: Sauvignon gris | Zeter | Pfalz

Siehe auch: https://alwisgenussreisen.com/2016/09/19/voit-kassel-3/

 

 

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Voit – Kassel 2014

Voit
Restaurant
Friedrich Ebert Straße 86
34119 Kassel
0561 50376612

Der „Wolf“ ist angekommen…..

…. In Kassel.
Sven Wolf, der aus Kassel stammt und in einigen interessanten Restaurants gearbeitet hat, hat sein Restaurant Voit in der Friedrich Ebert Straße 86 eröffnet. Ohne große Eröffnungsfeier und Werbung ging dies über die Bühne. Wolf hat zuletzt bei Tim Mälzer gearbeitet und die Erfahrungen und Ideen aus dieser Zusammenarbeit möchte er in Kassel umsetzten.
In dem 200 qm großen ehemaligen Ladenlokal ist Purismus angesagt. 40-45 Gäste können bewirtet werden. Eine offene Küche, massive Holztische, Stahl und Beton erwarten den Gast.

Der erste Eindruck, den ich mittags sammeln konnte, ist sehr positiv. Wolf arbeitete mit einem jungen Mitarbeiter in der Küche und der Service arbeitet ruhig und fachmännisch.

Voit Kassel

Ich entschied mich für einen Kabeljau mit Spitzkohl. Der Fisch auf der Haut gebraten war absolut frisch und auf den Punkt gegart. Der Spitzkohl hatte noch einen leichten Biss und schwamm in einer interessanten Brühe. Basis war eine Gemüsebrühe mit Algen und japanischen Gewürzen. Der empfohlene Weißburgunder aus der Pfalz war gut gekühlt und passte sehr gut zum Fisch.
Auch der Preis stimmte. Für Fisch, Wein, Wasser und Espresso standen 19.30 € auf der Rechnung.

Die Abendkarte ist kurz und stimmig gehalten und auf die Saison abgestimmt. Die Preise liegen zwischen 7 und 28 €. Auch ein Menü, 7 Gänge für 84 €, wird angeboten.

Fazit: Der „Wolf“ ist angekommen, möge er noch lange bleiben.

Speisekarte