
Pelle Kossmann und sein Team servieren im Restaurant „Mondi“ an der Wilhelmshöher Allee 34 weiterhin frische, saisonale und regionale Küche. Die Idee, die noch vor der Corona-Zeit entstand, hat sich bewährt. Auf der Karte steht ein festes, ständig wechselndes Fünf-Gänge-Menü. Vorab gibt es vier kleine Appetithappen, hausgemachtes Brot mit Butter und Hummus. Danach folgen zwei Desserts und Petit Fours. Der Preis für das Menü liegt aktuell (Mitte September 2026) bei 89 €. Dazu passt eine exzellente, perfekt abgestimmte Getränkebegleitung für 46 €. Alternativ gibt es die Weinbegleitung mit halben Gläsern (je 5 cl) für 37 €. Zusätzlich bietet das Menü drei optionale Gänge: hausgemachten Schinken mit Melone als Amuse-Bouche für 12 €, Wagyu und Landgarnele als Hauptgericht für 34 € sowie Kaviar, Koji und Haselnuss für 16 €.




Amuse Bouche: Apfel und Kapuziner, Paprika und Molke, Forellenbauchund Tempura, Sellerie und Pfeffer.

Mondi-Schinken und Cantaloupe Melone


Brot, Butter, Humus

Aubergine, Eisberg, Koriander

Forelle, Kürbis, Sonnenblumenkerne


Huhn, Tomate, Tagetes. Hühnerleber und -herz

Wagyu und Landgarnele

Kaviar, Koji, Haselnuss




Zwetschge, Mascarbone, Verbene – Apfel, Vanille, Karamel – Petit Fours



Die Getränke
Fazit: An diesem Abend waren alle Tische besetzt – ein untrügliches Zeichen dafür, dass hier etwas Besonderes geschieht. In der offenen Küche arbeiteten die Köche konzentriert an Gerichten, die sie offenbar gemeinsam entwickelt hatten. Im Service war Kossmann selbst präsent. Gemeinsam mit seinem Team brachte er die einzelnen Gänge an den Tisch.
Doch es blieb nicht beim bloßen Servieren. Zu jedem Gang gab es eine Erklärung: Woher stammen die Zutaten? Wie werden sie verarbeitet? Welche Idee steckt hinter dem Gericht? Gerade diese persönliche Präsentation empfand ich als äußerst angenehm. Es vermittelte das Gefühl, dass hier kein vorgefertigtes Menü abgespult wird, sondern dass Küche und Service voll hinter dem stehen, was sie servieren. Das Essen selbst war für mich hervorragend. Doch nicht allein der Geschmack machte diesen Abend so besonders. Es war das Gesamtkonzept: die offene Küche, die Nähe zu den Köchen, die Erklärungen zu den Gängen und die spürbare Begeisterung für die Produkte. Alles wirkte durchdacht, ohne künstlich zu erscheinen.
Das Mondi steht zu Recht an der Spitze der Kasseler Restaurants und bleibt im Michelin-Führer gelistet. Zwar vergibt der Michelin den „Grünen Stern“ nicht mehr, doch die Aufnahme in den Führer bestätigt eindrucksvoll, was wir an diesem Abend erlebt haben.
Seit 2026 ist mit dem Restaurant Elfbuchen ein weiteres Kasseler Lokal im Michelin-Führer vertreten. Das freut mich besonders, denn es zeigt, dass sich in Kassel gastronomisch etwas bewegt. Für mich bleibt die Erinnerung an einen außergewöhnlichen Abend. Nicht nur wegen der exzellenten Küche, sondern wegen des Gesamterlebnisses. Man geht nach Hause und spürt: Man hat nicht nur gut gegessen, sondern einen Abend erlebt, an den man sich gerne erinnert.
