Steinpilz Sonntag

Steinpilz Sonntag
Als Amuse Bouche mit Steinpilzcreme
Steinpilzsuppe

Steinpilzsuppe

Es ist Steinpilzzeit. Mein Obst- und Gemüsehändler hatte wunderbare Exemplare vorrätig. Allerdings gehören zu einer guten Steinpilzsuppe auch getrocknete Pilze dazu. Getrocknete Steinpilze haben einen sehr intensiven Geschmack.  Auch das Einweichwasser sollte man mitverwenden. Es gibt den typischen und intensiven Geschmack von Steinpilzen an die Suppe ab. 

20 – 25 g Steinpilze (getrocknet)

250g Steinpilze

Schalotte, Knoblauch, Ingwer

1 große rohe Kartoffel

4El Olivenöl

100ml Weißwein

200ml Gemüsefond

200ml Pilzfond

250ml Schlagsahne

Salz, Pfeffer, Chilipulver

Gesalzene Butter

Zubereitung

Die getrockneten Steinpilze in 200 ml lauwarmem Wasser einweichen. Frische Steinpilze sorgfältig putzen und in Scheiben schneiden. Schalotte, Knoblauch und Ingwer  fein würfeln, Kartoffel schälen und klein schneiden. 1/3 der frischen Steinpilze anbraten.

Öl in einem Topf erhitzen, Schalotten, Knoblauch und Ingwer bei mittlerer Hitze 2-3 Minuten dünsten. Danach die Kartoffeln und die gebratenen frischen Steinpilze dazugeben und weiter 2-3 Minuten dünsten. Die eingeweichten Steinpilze unterrühren und  mit dem Wein ablöschen und stark einkochen lassen. Mit Gemüse- und dem  Pilzfond sowie der Sahne auffüllen und offen 20-25 Minuten schwach kochen lassen, dabei mit Pfeffer und Chilipulver würzen. Die Suppe zusammen mit den 1/3 der frischen Pilzen in einer Küchenmaschine fein pürieren und durch ein Sieb streichen.

Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, restliche Pilze darin bei starker Hitze 2-3 Minuten braten, salzen und pfeffern. Die Suppe mit gesalzener Butter nochmals mit dem Mixstab aufschäumen und mit den Pilzen auf vorgewärmte Teller verteilen. Mit Petersilie bestreuen.

Carpaccio

Ganz frische, feste und völlig makellose Steinpilze, Salz, Pfeffer und Olivenöl, Bergkäse, Salat

Voraussetzung sind völlig makellose, frische Steinpilze. Die Pilze gründlich säubern, mit Küchenpapier trockentupfen und eventuelle Schadstellen entfernen. Kein Wasser an die Pilze!!! Die Pilze in dünne Scheiben schneiden oder hobeln und auf Tellern anrichten. Leicht salzen und pfeffern, Bergkäse darüber hobeln und mit Olivenöl beträufeln, einige Minuten marinieren lassen. In der Mitte einen Salat anordnen.

Lamm, Steinpilze, Kartoffelgratin
Käse
Apfelkuchen

Sylt, September 2022, Kulinarisch

Nach Bezug der Wohnung in Westerland geht es, wie so oft zu Beginn des Sylt Urlaubs, nach List zu Gosch. Die Meeresfrüchteplatte für 2 Personen reicht auch für 4. Dazu ein oder auch zwei Flasche Grauburgunder und der Urlaub beginnt.

Spätnachmittag in der Sansibar. Gebratenes Thunfischtatar.
Es geht zum Austernessen nach List.
Pulpo in der Reblaus, Keitum
Bei Jörg Müller Gurken Carpachio, Tomaten und Krabben. Als Hauptgang Tournedos Rossini.
Fischsuppe in der Casa Bianca
Ente in der Vogelkoje
Im Seepferdchen Ceviche und Labskaus.
Bries im Söllringhof
Es heißt langsam Abschied zu nehmen von der Insel. Abschied heißt bei Müller Lammbratwurst zu essen und dazu einen guten Rotwein.
Im kleinen Restaurant, Lammrücken.

Sylt-September 2022

Der Hinflug bei schönem Wetter, kaum Wolken am Himmel, völlig anders
der Heimflug. Regen, Sturm und heftige Turbulenzen wechselten sich in den 50 Minutenflug ab.
Während der 14 Tage waren Sonne, Regen und Wind unsere Begleiter. Typisches Sylt Wetter eben. Nur in den letzten drei Tagen gab es dann noch heftigen Sturm und Starkregen.
Ein Regenbogen entschädigt uns, als wir unterwegs nass werden.
und es gibt am Strand ein Matjes Brötchen von Gosch sowie einen kühlen Grauburgunder
Der Weltcup lässt grüßen.
Donnerstags wurden wir um 06.15 Uhr aus dem Schlaf gerissen. Das Restaurant „Badezeit“ direkt an Promenade von Westerland wurde ein Raub der Flammen. Heftiger Wind vom Meer her, machte die Löscharbeiten nicht einfach. Immer wieder loderten Flammen auf.
Sonnenaufgang von der Wohnung aus gesehen in Richtung Westerland.
Sonnenuntergang am Meer

Die Berichte über unsere Restaurantbesuche folgen. (Bitte etwas Geduld)

ENO Weinbar Kassel 2022

ENO Restaurant und Weinbar

Kassel, Vorderer Westen

Goethestraße 67

Terrasse oder Innenraum war die Frage. Wir entschieden uns für einen Tisch im Außenbereich mit Blick auf die Goethestr. Völlig entspannt warteten wir unter Schirmen auf das kommende und der direkte Blick auf die Straße wurde auch noch durch Büsche abgemildert.

Es gibt eine kleine Speiskarte mit 7 kleinen Vorspeisen, 2 Hauptgerichte und 1 Dessert. Völlig ausreichend, dafür eine große Auswahl an Weinen mit Schwerpunkt Italien. Auch die anderen Weinregionen kommen nicht zu kurz. Auf einen Aperitif wurde verzichtet. Als Weißwein wurde ein Sauvignon Blanc vom Weingut von Winningen, Pfalz, (49€) bestellt. Dieser kam mit der richtigen Trinktemperatur an den Tisch, für das Hauptgericht gab es dann einen offenen Rotwein aus dem Piemont (Glas 9€).

Die mediterranen Gerichte wie frittierte Calamari mit Erbsen sowie Langostinos mit Pilzen, Schalotten und Fichtenjus konnten gefallen. Als Hauptgericht dann Tagliata vom Rind mit Kohlrabi und Blaubeeren. Das Fleisch war auf den Punkt gebraten, ein Sonderlob für den Koch. Zum Abschluss dann Kirsch, mit Frischkäse und Crumble. Ein leichtes, nicht so schwer im Magen liegend, wie so manch anderes Dessert.

Fazit: Angenehme Atmosphäre, der Service ohne Fehl und Tadel. Die Küche auf der Höhe der Zeit. Die Preise der Speisen liegen zwischen 13 und 28 €.

Frittierte Calamari mit Erbsen
Langostinos, Pilze, Schalotten, Fichtenjus
Tagliata vom Rind mit Blaubeeren und Kohlrabi
Kirsche, Frischkäse, Kompott, Crumble
Die Terrasse

Cordo-Berlin

Cordo Berlin

Bereits für den März 2020 hatte ich schon einmal im  Restaurant Cordo reserviert. Damals war David Goerne als Gastkoch aus der Normandie vorgesehen. Aufgrund von Corona wurde der Termin aber leider wieder absagt. Jetzt hat es endlich terminlich gepasst und haben einen gelungenen Abend erlebt.

Wir hatten im hinteren Teil des Restaurants unseren Tisch. Im großen vorderen Raum war eine größere Gesellschaft untergebracht. Uns störte es nicht, im Gegenteil, wir konnten so beobachten welche Arbeit und Mühe Service und auch Köche hatten, um über die Treppe in die Küche des  Obergeschoss zu hasten. Wir wählten die „Hafenrundfahrt“ mit einigen Abstechern in den „Gartenrundgang“. Ohne auf einzelne Gänge einzugehen, durchgehend standen Gemüse und Kräuter im Vordergrund. So konnte man beim gelungenen Forellengang den Fisch unter den vielen Kräutern nur erahnen. Sehr gut auch der Hauptgang. Dieser bestand eigentlich aus drei Gängen. Alles vom Huhn wurde verarbeitet. Zuerst die Innereien, dann die gezupften Keulen und zum Schluss die Brust.

Fazit: Wir waren sehr zufrieden mit dem was Yannick Stockhausen und seine Mannschaft in die Teller und auf den Tisch gebracht haben.

Amuse Bouche
Sauerteigbrot mit Wiesenkräuterbutter
Forelle
Karotte – Kimchi – Ziegenkäse

Erbsen, Bauchschinken, Petersilie
Auster, Beurre Blanc als Sorbet, Schnittlauch
Innereien vom Huhn
Gezupfte Keulen vom Huhn
Brust vom Huhn
Rhabarber
Birne, Nougat
Der süße Abschluss

Fisch und Fleisch

Eingekauft im KaDeWe zu Berlin. Samstag gab es Fisch, Sonntags das Fleisch.

Garnelen gebraten und anschließend mit Noilly Prat und Pastis abgelöscht
Dreimal Lachs. Lachstatar mit Basilikum und Walnussöl, Lachscarpaccio mit Kräutern und Orangen-Olivenöl. Lachsscheibe 40° gegart, mit Olivenöl-Wildkräuter.

Dazu Weißwein aus Baden.
Taube, (Brust, Keule, Innereien) Wildbrokkoli, Karottenstreifen, Taubenjus
Lammkarree medium-rare, Pfifferlinge, Kartoffelgratin, Lammsauce
Rotwein aus Italien Jahrgang 2017
Hausgemachter Johannisbeerkuchen.

Vrai Normand-Vire

Vrai Normand, Vire Normandie (05.06.2022)

Seit über 30 Jahren führt Chefkoch Michael Wahl das Haus in der Innenstadt von Vire. Seit Februar 2015 trägt das Restaurant die Bezeichnung „Maître Restaurateur“. Diese Auszeichnung bezieht sich auf die regionale und saisonale Ausrichtung der Küche.

Wir haben bei unseren Besuchen in Vire  das Haus in den letzten Jahren immer wieder besucht. Wie immer gibt es einen freundlichen Empfang, die Chefin Valerie Wahl und die freundlichen Mitarbeiterinnen erkennen mich mittlerweile.  Auch diesmal habe ich die regionalen Gerichte bestellt, das sind: Andouille de Vire, Dorade von den Küsten der Departements Main oder Calvados , Käse der Normandie und Äpfel.

Den Anfang macht die Spezialität der Stadt Vire. Sie darf nicht fehlen in meinem Menü. 

Andouille chaude sur fondue de poireaux.  Der typische Rauchgeschmack der Wurst war kaum zu schmecken. Der Lauch war bissig und gut gewürzt. Ein Trou Normand fehlt in keinem Menü. Danach gegrillte Dorade. Der Fisch absolut frisch und auf den Punkt gegart. Die Beilagen sind in diesem Fall nur Beiwerk. Der Fisch ist der Star. Danach die drei großen der Normandie. Camembert, Pont-l’Évêque und Livarot waren auf den Punkt greift. Dazu natürlich auch hier ein kleiner Salat. So wie es in der Normandie üblich ist. Als Dessert Apfeltarte mit schmelzenden Karamelleis.

Fazit: Eine authentische und regionale Küche mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis. Der Service sehr freundlich und zuvorkommend.

Petit Coq, 27500 Campigny

400 Chem. du Petit Coq, 27500 Campigny, Frankreich

Am Rande des kleinen Dorfes Campigny (Eure) steht dieses romantische Hotel in ruhiger Lage mit sehr freundlichem Personal und gutem  Essen. Unser Zimmer wohl recht klein, aber doch komfortablen. Getrennter WC-Dusch Bereich. Vorgelagerte kleine Terrasse mit Blick ins Grüne.  Anscheinend  war das Zimmern vor kurzen renoviert worden. Wieso häufig in diesen Hotels gibt es keine Kofferablage und nur eine durchgehende Bettdecke. Leider konnten wir, wegen Regen, den  romantischer Garten mit Pool und Liegemöglichkeiten nicht nutzen.

Das Abendessen entsprach unseren Erwartungen. Gute französische Küche auf Grundlage von saisonalen und   lokalen Produkten, kleine Schwächen eingeschlossen. Wir verzichteten diesmal auf das angebotene Menü und wählten a la Carte.

Zum Aperitif Champagner bzw. Kir Normand. Als Amuse Bouche eine Art „Salat Caprese“ . Der Salat (Rucola) nicht mehr ganz frisch. Dazu Brot und Blätterteighäppchen, also nichts Besonderes.

Als erste Gang dann ein Schnitzel von der Entenstopfleber mit einer Sauce von Cidre Balsamique. Auch in Frankreich wird diese Spezialität nicht mehr oft angeboten. Danach ein Gläschen Calva. Es folgte ein Steinbutt an Zitronen Thymian Sauce und einer Camembert Emulsion. Dazu ein 2019 Weißwein Côte de Beaune aus dem Hause Louis Jadot.

Es folgte der obligatorische Käsegang. Auch diesmal die drei großen der Normandie. Der mit servierte Salat sah auch hier nicht sehr frisch aus. Dazu eine Flasche Rotwein 0,375 l  Jahrgang 2014. Es folgte eine Schokoladenküchlein in Vanillesauce. Sehr schlicht, sehr einfach.  Zum Abschluss Espresso, einen Calvados von Adrien Camut 18 Jahre alt und statt Süßigkeiten eine kleine Schale Creme brûlée.

P.S. In meinen Unterlagen (Speisekartensammlung) habe ich entdeckt, dass wir bereits 2003 dieses Haus besucht haben.

Entenstopfleber
Steinbutt
Käse
Schokoküchlein