Erste Impressionen einer Urlaubsfahrt

Tag 1 – Zehners Stube Pfaffenweiler

03  Zehners Stube

Tag 2 – Lyon

04 Lyon mit Rhone

Tag 3 – Lyon – Vienne

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Tag 4 – Vienne – Valance

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Tag 5 – Valance – Viviers

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Tag 6 Viviers – Avignon

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Tag 7 Avignon – Arles

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Tag 8 – Arles – Aigues Mortes

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Tag 9 Aigues Mortes – Frontignan

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Tag 10 Frontignan – Sete

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Tag 11 Sete – Laguiole

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Tag 11 – Restaurant Bras

01 Glaskanzel

Tag 12 Laguiole – Lyon – Freiburg

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Tag 13 Heimfahrt

Storchen – Schmidhofen

Storchen – Schmidhofen

(Besucht am 15.07.2015 abends)

20 km südlich von Freiburg liegt das 250 Seelendorf Schmidhofen, ein Stadtteil von Bad Krozingen. Bei herrlichem Sommerwetter wurden die Gaststuben links liegen gelassen und wir nahmen Platz im wunderschönen Garten. Unter den schattenspendenden Plantanen bzw. Sonnenschirmen verlebten wir einen angenehmen kulinarischen Abend. Nachdem wir Platz genommen hatten, wurden wir von der Servicekraft, ich vermute einmal es war die junge Frau Helfesrieder, herzlichst begrüßt und wir wurden nach unseren Aperitif Wunsch gefragt. Die Entscheidung fiel auf einen Winzersekt aus dem badischen. Aus der interessanten Speisekarte viel die Wahl auf ein Viergang Menü, dieses wurde im Laufe des Abends um einen Käsegang erweitert.

Bei den Weinen entschieden wir uns in Baden zu bleiben. Sowohl der Weißwein (Grauburgunder) als auch der Rotwein (Spätburgunder alte Reben) stammten vom Weingut Bernhard Huber aus Malterdingen.

Fazit: Vater und Sohn Helfesrieder bieten eine interessante badische Küche mit französischem Einschlag. Mutter und Schwiegertochter Helfesrieder leiten den Service souverän und unaufgeregt.

Zum Aperitif gab es als Amuse Bouche ein Forellentatar und eine Vichysoise mit Trüffeln.

1.Gang:Tomate, Sashimi  von der Gelbschwanzmakrelen, geschorter Pulpo

2. Gang:Tortellini von Münstertäler Ziegenfrischkäse, Rahmspinat, Sommertrüffel

Sorbet

4. Gang: Trockengereifter Rücken vom Schwarzwälder Färsenrind, Jus von geschmorter Ochsenbacke, Kartoffelstock, Spitzkraut, getrocknete Tomaten

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5. Gang: Rohmilchkäse der Käserei Jumi, Bern, dazu hausgemachtes Früchtebrot

6. Gang: Cannelloni von Himbeeren aus Omas Garten, Sauerampfer Eis, konfierte Zitronenschale.

P1090889PS. Leider sind die Fotos an diesem Abend nicht gelungen. Lediglich der Hauptgang und Dessert werden daher veröffentlicht.

La Grenouillere – Restaurant

Alexandre Gauthier verlässt ausgetretene Wege und bietet seinen Gästen stattdessen ungewohnte Aromen und außergewöhnlichen Kombinationen in seinen Menüs an. Erinnerungen kommen auf an Besuche bei René Redzepi vom „Noma“,  an Kobe Desramaults vom „In de Wulf“ in Dranouter oder auch an Andree Köthe vom Essigbrätlein.

Im lichtdurchfluteten Speisesaal nehmen wir den Aperitif (Champagner) ein. Das Angebot, diesen im wunderschönen Garten einzunehmen, lehnen wir ab.  Die Temperatur im Speisesaal ist doch angenehmer. Der Speisesaal wirkt wie  ein riesiges Festzelt aus Metall, Stahl, Kabeln, schwarzen Beton und breiten Panoramafenster. Diese gestatten einen Blick in den wunderschönen Garten. Auch die offene Küche ist von unserem Tisch einsehbar. 10-12 Köche arbeiten hier und genauso viele Personen sind im Service tätig.

Die Tische, die mit Leder überzogen sind, sind großzügig im Raum verteilt. Man könnte leicht die doppelte Anzahl von Personen unterbringen. Die Tische sind sehr sparsam dekoriert. Was besonders auffällt, ist ein Laguiole Messer welches uns den ganzen Abend begleiten wird. Nicht nur zum bestreichen des Brotes, sondern auch für das Schneiden von Fisch und Fleisch wird es benötigt. Man merkt an solchen Kleinigkeiten, das Essen steht im Mittelpunkt und nicht die Dekoration.

Die Amuses-Bouches stehen schnell auf dem Tisch. Eine dünne Scheibe Brot mit einer Kräutercreme, geräucherter Fisch auf einem Kräuterchip sowie ein Wachtelei in Algen eingehüllt, stimmen auf das nachfolgende Menü ein.

Nach einem kurzen Blick auf die Speisekarte, diese wird auf „zerknitterten“ Papier ausgeteilt, entscheiden wir uns für das große elf Gang Menü sowie die begleitenden Weine.

08 Blick in Restaurant und Küche

Speisesaal im Hintergrund die offene Küche

11 Brot, Butter

Brot und Butter

10 Amuse Bouche

Amuse Bouche

12 Wassermelone , lagoustinesLangostino – Melone

in einer rohen Lagoustine ist ein Stück Melone eingewickelt. Dazu eine kaum wahrnehmende Sauce von Lagoustine  und am Tisch wird dann Melonenwasser ausgegossen.

13 Messermuschel

Als zusätzliche Überraschung wird eine Messermuschel mit Fromage blanc und Mandelpuder serviert.

14 Erbsen, Rucola

Erbsen, Rucola

junge frische Erbsen in den verschiedensten Zubereitungsarten und Texturen. Dazu Rucola, diese lagen auf einer kleinen Kugel Fischfarce. Diese war mit Erbsenpüree leicht grünlich gefärbt.

15  gelber Kürbis

gelber Kürbis, Muscheln

16  Auster gegrillt

Gegrillte Auster, Gartenkräuter

unter einem „Berg“ Gartenkräutern versteckte sich eine hauchdünne Zucchinischeibe und da drunter dann die gegrillte Auster mit einem leichten Rauchgeschmack. Bei den Gartenkräutern waren erkennbar rote bzw. grüne Senfblätter, Kapuzinerkresse, Spinat und Blätter von der Karotte.

17 weiße Bohnen

Bohnen

die gelben Bohnen waren auf den Punkt gegart und waren umhüllt von Kräutern. Dazu gab es eine Scheibe vom Kabeljau mit einer leichten Fischsauce.

18 BrennnesselBrennnessel

Der zweite zusätzliche Gang bestand aus Brennnesseln. Auf einem Tablett voller Brennnesseln lagen versteckt zwei kleine grüne Polster. In einem sehr weichen Teig war die Füllung aus  Brennnesselcreme versteckt.

19  TintenfischTintenfisch

20 Ravioli

Ravioli

der Nudelteig war recht dick geraten und gefüllt mit Eidotter und Käse, (Ziege?) dazu gesellte sich der intensive Geschmack von Kerbel.

21 Wachtel

21a Wachtel

Wachtel

unter einem Berg von hauchdünn gehobelt Champignons lag die auf den Punkt gegarte Wachtelbrust. Die Schenkel wurden separat in einer kräftigen Sauce serviert.

22 Honig

Honig

Als Auftakt der Desserts, wurde eine Bienenwabe auf den Tisch gestellt. Die Servicekraft hobelte ein Stück Honig  aus der Wabe, legte diesen auf einen kleinen Löffel und goss ein wenig Zitronensaft darüber.  Einfach, genial und erfrischend.

Um das Ganze abzurunden wurde zu den Desserts hausgemachter Met serviert.

Bei den nachfolgenden Desserts schwächelte die Küche doch erheblich. Roher Rhabarber auf einem Art  Eierstich,  Baba mit einer undefinierbaren Kräutermischung sowie Kirsche umhüllt mit einem Gelee und frischen Mandeln hatten dann doch nicht die Klasse der vorhergehenden Gänge.

23 Rhabarber

Rhabarber

24 Baba

Baba

25 Kirschen

Kirschen

26 Holunder

Holunder

Fazit: Alexandre Gauthier bietet fernab aller Großstädte eine interessante saisonale und regionale Küche. Schwerpunkte sind Kräuter und Gemüse in allen Zubereitungsarten. Fleisch und Fisch spielen nur Nebenrollen. Lediglich bei den Desserts gab es nach unserer Auffassung leichte Schwächen. Der Service war ohne Fehl und Tadel.

Die Weine:    

30 Weißwein

31 Weißwein

32 Auswahl

33 Rotwein

La Grenouillere Hotel – Pas-de-Calais

La Grenouillere Hotel in F 62170 Mont Reuil Sur Mer

00 Namensgeber

Namensgeber

Ein Haus der Gegensätze. Ein Hotel Restaurant mit traditioneller regionaler Einrichtung in hundert jährigen Gebäuden und auf der anderen Seite moderne Architektur und Design. Es ist schon eine interessante Kombination aus Qualität,Luxus und  Rustikalität.

00 Alt neu

Bereits bei der Anfahrt sieht man die gestalteten Metallzelte mit geradlinigem Design. Den Eingang in das Gebäude muss man suchen. Eine kleine unscheinbare Tür führt uns zur Rezeption des Hotels. Die alten Gebäude strahlen außen in einem Cremeweiß mit roten Ziegeldächern, während im Inneren die Farbe schwarz vorherrscht.

07

Neben dem Eingang gibt es einen kleinen rustikalen Salon in die man seinen Aperitif einnehmen kann. Viel interessanter ist es allerdings, diesen Aperitif im Garten zu genießen. Neben den Zimmern in den alten Gebäuden gibt es im Garten verstreut mehrere separate „Hütten“.

06 die Hütten verschwinden in der Natur

Über kleine verschlungene Wege gelangen wir in unsere Hütte. Die Natur verschluckt die Gebäude fast. Natürliche Materialien sind Trumpf. Von einer kleinen Terrasse aus hat man den ersten Blick in die Hütte.

02 Blick in die Hütte

Von diesem Eingang geht es fünf kleine Stufen nach unten. Die Hütten sind nämlich ca. 1 m in die Erde eingegraben. Vom Bett aus hat man einen herrlichen Blick in die Natur. Hinter dem Bett sind die notwendigen Sanitäreinrichtungen angeordnet. Und das schöne dabei, alles mit natürlicher Be- und Entlüftung. Das einzige Problem dabei ist, dass bei den Fenstern die Fliegengitter fehlen. Deswegen war es bei den herrschenden Temperaturen nicht ratsam die Fenster zu öffnen.

05 Blick aus der Hütte

Auch hier herrscht die Farbe schwarz vor. Der Betonfußboden ist unbehandelt und nur schwarz gestrichen. Die Wände sind zweigeteilt. Bis auf eine Höhe von ca. 1 m bestehen die Wände entweder aus Beton oder verputzten Mauerwerk und sind ebenfalls schwarz gestrichen.

03 die Schlafstätte

Da drüber erheben sich Holzrahmenbauwände die sowohl innen als auch außen mit naturbelassenem Holz verschalt sind. Auch das flach geneigte begrünte Dach besteht aus Holz. Ein interessantes Detail gibt es noch, nämlich die im Eingangsbereich eingelassene Badewanne. Qualität und Luxus bilden hier eine schöne Kombination. Das Gelände rund um die Gebäude ist auf der einen Seite sorgfältig gepflegt, auf der anderen Seite lässt man jedoch der Natur freien Lauf.

01 Unsere Hütte

2014 KellerWirtschaft-Oberbergen

Ein Neubau der kaum auffällt. Eingebettet in die Terrassen des Kaiserstuhls fügt er sich unspektakulär in die Landschaft ein. Die Freiburger Architekten ließen den Bau bewusst mit der Landschaft verschmelzen um mit den umgebenden Weinbergen eine Einheit zu bilden. Die Hugo-Häring-Auszeichnung ist ein Beweis für die gelungene Architektur.

05 WeingutNach meinem Weineinkauf ging es dann der Betontreppe in das obererste Geschoss. Hier hat man Einblick in die Beerenannahme und man erhält auf drei Ebenen Einblicke in die Abläufe der Weinproduktion. Vom Restaurantteil hat man einen wunderbaren Blick auf die umliegenden Weinberge.

Da ich mit dem Auto unterwegs war, gab es diesmal keinen Alkohol, sondern nur Mineralwasser. Nach dem Blick in die Karte entschied ich mich für ein Drei-Gang-Menü.

01 Amuse BoucheEs begann mit einem „Gruß aus der Küche: Neuer Süßer mit Zwiebelkuchen. Entsprechend der Jahreszeit gab es ein Gläschen „jungen Süßen“ und Zwiebelkuchen. Auch Brot und Butter wurden gereicht.

02 JakobsmuschelJakobsmuscheln/Avocado und Papaya süß-sauer/Koriander/Hummerfrühlingsrolle/Nüsse
Die mit einem Bunsenbrenner nur leicht geflammten Jakobsmuscheln, diese absolut frisch und mit bestem Geschmack, lagen auf einem Salat von Avocado und Papaya. Eine sehr gute und gelungene Komposition. Dazu eine schmackhafte, knackige Frühlingsrolle mit Hummerfüllung.

03 HirschrückenHirschrücken/Kartoffel-Mandel Blinis/ Weisskraut/Pilze/Wacholderrahmsauce
Ein auf den Punkt gebratenes Stück Fleisch. Dieses lag auf einem sehr würzigen Weisskrautsalat mit schönem Biss. Dazu eine gehaltvolle Rahmsauce mit nur leichtem Wacholdergeschmack.

04 TraubensüppchenGelierte Traubensuppe/Lavendel-Panna Cotta/Weinschaum.
Die leicht gekühlte Traubensuppe mit dem Weinschaum erfrischte zum Abschluss noch einmal den Gaumen. Dazu passte die nur leicht nach Lavendel schmeckende Panna Cotta.

Fazit: Bereits im Oktober 2013 hatte ich das Weingut und die KellerWirtschaft besucht und war sehr angetan von dem was Marcus Helfesrieder als Küchenchef der KellerWirtschaft auf die Teller brachte. Die sehr guten Küche und der sehr souveräne Service durch Robin Spitz und einer jungen Dame hat auch weiterhin bestand.

Besucht am 26.09.2014 (mittags)

Fahrt von Honfleur nach Saint Lo

Fahrt von Honfleur nach Saint Lo
Nach dem sehr guten „aufgewerteten“ französischen Frühstück im Hotel führt uns die Fahrt weiter in Richtung „Invasionsküste“.

Die Küstenstraße (D513) von Honfleur in Richtung Deauville und Trouville sur Mer ist umgeben von Hecken, Bäumen und dem saftigen Grün der Wiesen. Eine schöne und idyllische Straße, jedenfalls an diesem frühen Freitagmorgen. Ich möchte nicht wissen, wie der Autoverkehr in den Monaten Juli und August hier aussieht. Zahlreiche alte Manoirs und Chateaux säumen den Weg und das Meer ist ebenfalls immer Begleiter.
Nachdem wir Trouville sur Mer und Deauville durch fahren haben, führt uns die Straße durch eine Reihe von kleinen typisch normannische Orte. Schließlich fahren wir auf der D514 weiter in Richtung „Pegasus Bridge.“

P1080814Die Pegasusbrücke bei Bénouville gelegen, hatte während des D-Day eine besondere strategische Bedeutung. Im Verlauf der Operation Tonga wurde, von der britischen 6. Luftlandedivision unter dem Befehl von Major John Howard, diese Brücke erobert.
Eine neue Brücke wurde 1994 anlässlich des 50. Jahrestages der Invasion eingeweiht. Die Brücke ist 42,20 Meter lang, 9,70 Meter breit und 11 Meter hoch. Die alte Brücke ist im Außenbereich des 150 m östlich der Brücke liegenden Luftlandemuseum „Pegasus Bridge“ zu besichtigen.

Weiter geht die Fahrt in Richtung Courseulles sur Mer.

Sword, Juno, Gold, Omaha, Utha… 80 km Strand in der Normandie, der in die Weltgeschichte einging. Hier befand sich die schwache Stelle im Atlantikwall von Feldmarschall Rommel, die Alliierten bereits 1943 erkannt hatten, während man auf deutscher Seite mit einer Landung der Alliierten im Norden Frankreichs, gegenüber von Großbritannien, rechnete. Den 6. Juni wählten die Generäle Eisenhower und Montgomery aufgrund des Mondscheins und der Wettervorhersage.

Courseulles-sur-Mer ist heute ein beliebtes Touristenziel in Basse Normandie. Die Stadt kann in den Sommermonaten bis zu 15.000 Urlauber aufnehmen. Eine große Anzahl von Sommerhäusern ist im Besitz von Bürgern aus Paris. Courseulles-sur-Mer ist schließlich mit dem Auto nur 2 Stunden von Paris entfernt.

P1080817Courseulles-sur-Mer lag aber auch während der Operation Overlord im Landungsgebiet des Juno Beach. Östlich der Stadt gingen am frühen Morgen des 6. Juni kanadischen Truppen der Royal Winnipeg Rifles an Land. Am 14. Juni ging u.a. auch General de Gaulle hier an Land, heute erinnert dort ein Lothringer Kreuz in den Dünen an diese Ereignisse und an die schweren Kämpfe der damaligen Zeit.

P1080822Der künstliche Hafen von Arromanches und Asnelles.
Bei trübem Wetter geht es weiter in Richtung Asnelles. Hier ist ein kleiner Strandspaziergang angesagt. Dabei blickt man auf die Reste eines künstlichen Hafens.

„Wenn wir landen wollen, müssen wir unsere eigenen Häfen mitnehmen” hatte Winston Churchill erklärt … So entstand 1943 unter größter Geheimhaltung (keiner der 20 000 Arbeiter wusste, wozu die hergestellten Teile dienen würden) in den Werken von London die Komponenten des so genannten „Mulberry”, eine Glanzleistung des militärischen Ingenieurbaus, die der Heranführung von Verstärkungen und Nachschub der alliierten Truppen dienen sollte. In nur einer Woche wurde eine 12 km lange, dem Strand von Arromanches vor gelagerte Reede fertig gestellt. Der künstliche Hafen sollte in der Lage sein, unabhängig vom Tidenhub täglich 12 000 Tonnen Fracht und 2 500 Fahrzeuge in Empfang zu nehmen. Die Überreste dieses Hafens ragen noch heute als stumme Zeugen aus dem Wasser.

P1080829In Asnelles wird ein kleiner Halt eingelegt. Direkt an der Straße in Richtung Arromanches gibt es ein kleines Bistro. Wir haben „La Barak’a“ in den letzten Jahren häufiger besucht, mittlerweile gibt es neue Besitzer. Man darf sich vom äußerem nicht täuschen lassen. Geboten wird eine traditionelle Küche der Normandie, vor allem Fisch und Meeresfrüchte.
Arromanches ist leider wieder einmal völlig überlaufen. Am Ortsrand zähle ich 15 große Busse. Also Weiterfahrt auf der D514 in Richtung Colleville sur Mer und dem amerikanischen Soldatenfriedhof.

P1080830Der 1956 vom französischen Staatspräsidenten Coty und dem amerikanischen General Marshall eingeweihte Normandy American Cementery liegt inmitten eines 70 Hektar großen Terrains, das von Frankreich an die Vereinigten Staaten abgetreten wurde. 9 386 perfekt aneinander gereihte Grabsteine und der „Garten der Vermissten“ mit den eingravierten Namen von 1557 Soldaten überragen den Strand Omaha Beach.

P1080833Auch die beiden Söhne von Präsident Roosevelt, die bei der Schlacht in der Normandie (6. Juni – 22. August 1944) ums Leben kamen, haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Jeden Abend werden zu Ehren der toten Soldaten die Glocken geläutet.

Wir fahren zurück auf die D 514 und dann in Richtung St. Laurent. In der Ortsmitte führt die D 517 in Richtung Meer. Dieser Strandabschnitt zwischen Saint Laurent sur Mer und Vierville sur Mer ist in die Weltgeschichte eingegangen. US amerikanische Truppen landeten am 6. Juni 1944 (D-Day) im Rahmen der Operation Overlord an dieser Landungszone, für den die Stadt Omaha in den USA Namensgeberin war. Omaha Beach war der mit mehr als zehn Kilometer Länge ausgedehnteste Invasionsstrand. Direkt auf dem Sandstrand von Omaha Beach bei Saint-Laurent-sur-Mer steht das von der Künstlerin Anilore Banon erstellte stählerne Mahnmal „ Monument Les Braves“ zu Ehren der „Tapferen“, die hier bei der Landung am D-Day im Jahre 1944 ihr Leben ließen.

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Pointe du Hoc
Sicher einer der beeindruckendsten Orte unserer Besichtigungstour! Wir stellen unser Auto auf dem großen Parkplatz ab und gehen zuerst in das Informationsgebäude. Parkplätze und Gebäude wurden 2004 zum 60jährigen Jubiläum der Landung in der Normandie neu hergerichtet und den USA übereignet. Zwischen 2004 und 2010 sind große Erhaltungsarbeiten durchgeführt worden. Die USA versuchen das Gelände im Zustand von 1944 zu erhalten. In den letzten 60-70 Jahren sind ca. 10 Meter der Felsenküste erodiert. Es wurde daher beschlossen, dieses historische Gelände zu retten. Besonders der Feuerleitstand der Batterie war durch das Abbröckeln des Felsen darunter gefährdet in die Tiefe zu rutschen. Seite Ende 2010 ist der Bunker wieder zu besichtigen.

Die deutsche Bunkerstellung war von der Organisation Todt gebaut worden. 1944 war sie zwar noch nicht vollständig beendet, aber dennoch außerordentlich gut befestigt. Es gab zahlreiche Maschinengewehrstellungen und Flakgeschütze, die durch Stacheldraht gesichert waren. Besetzt war die Batterie vom 1260. Heeres – Küstenregiment.

P1080835Auf alliierter Seite spielte das 2. Ranger Bataillon unter der Führung von Colonel (Oberst) James E. Rudder eine besondere Rolle. Mit Raketenleitern und Strick- und Holzleitern sowie Steigeisen versuchten 225 Rangers unter Colonel Rudder die dreißig Meter hohe Steilwand einzunehmen Die Kämpfe dauerten 2 Tage und nur 90 der 225 Ranger waren noch kampfähig und rund 80 ihrer Kameraden haben ihr Leben am Pointe du Hoc gelassen.
Es gelang aber nicht, die massiven Unterstände vollständig zu zerstören. Noch heute zeugen die tiefen Granatentrichter und zerstörten Bunker von der Härte des Kampfes.
Seit Ende des Krieges wurde am Pointe du Hoc nichts geändert und unter dem Grasbewuchs ruhen noch heute zahlreiche deutsche und amerikanische Soldaten.

Unsere weitere Fahrt führt uns auf der D514 und D199 weiter nach la Cambe und zum deutschen Soldatenfriedhof.

P1080839Dieser ca. 7 ha große Friedhof wurde 1961 fertiggestellt und eingeweiht. Vom Dorf la Cambe kommend durchfährt man den Friedenspark und gelangt zum Parkplatz und dem Besucherzentrum. Dieses wurde in den 1990iger Jahren gebaut und liegt zwischen Friedhof und Autobahn. Am Eingang des Friedhofs ist eine Gedenkkapelle errichtet. Den Friedhof selbst erreicht man durch eine recht schmale Tür. Von hier gehen zwei Gedenkräume ab.

P1080841Der Friedhof ist als rechteckige Rasenfläche angelegt. In der Mitte ein Tumulus mit einem gewaltigen Basaltlavakreuz. Von hier aus hat man einen guten Überblick über das beeindruckende Gräberfeld mit seinen gruppenweise angeordneten Kreuzen und Grabplatten. Insgesamt wurden 21.222 deutsche Soldaten auf dem Soldatenfriedhof von La Cambe beerdigt. 207 unbekannte und 89 identifizierte Soldaten wurden in Massengräbern bestattet. Geht man durch die Grabfelder sieht man den Wahnsinn des Krieges auch an Jahreszahlen. Viele der gefallenen Soldaten waren gerade mal 20 Jahre alt. Geboren 1923 – 1924 oder 1925, gefallen Juni – Juli – August 1944.

Von la Cambe führen uns schmale Departement Straßen durch eine Reihe von kleinen typischen normannische Orte in Richtung Saint Lo.

P1080851Im Vorort Agneaux wird im Château d’Agneau die nächste Nacht verbracht und im Restaurant La Table de Louis erwarten uns normannische Spezialitäten.

Honfleur

04.09.2014
Honfleur

Wieder einmal ging die Fahrt in die Normandie und in unsere Partnerstadt Vire. Grund war der Prix cycliste du Jumelage Vire. Die Mannschaft des Regio Teams SF hat dabei hervorragend abgeschnitten. Ich hatte mit Wolfgang und seiner Frau zwei Personen dabei, die das erste Mal die Normandie besuchten. Neben Honfleur wurde dabei die gesamte Küste zwischen Honfleur und der Vire-Mündung sowie der Mont St. Michel besucht.

Ein Besuch in Honfleur gelegen an der Seine Mündung.

JENOPTIK DIGITAL CAMERANach ca. 8 h Autofahrt über die Autobahnen von Deutschland, Belgien und Nordfrankreich erreichen wir die bezaubernde Stadt Honfleur an der Seine Mündung. Besonders anstrengend war diesmal die Fahrt durch Belgien. Bei früheren Fahrten benötigten wir ca. 2 Std. für die 200 km, diesmal war die Fahrtzeit wegen den vielen Baustellen fast dreieinhalb Stunden.

Von Osten kommend, wird über die Pont de Normandie die ca. 8 000 zählende Stadt im Departement Calvados erreicht. Bei der Pont de Normandie, eine interessante Brückenkonstruktion als Schrägseil-brücke, ist das Beleuchtungssystem interessant. Bei Dunkelheit leuchtet die Brücke in Blau und Weiß.

Über die D 580 erreichen wir die Stadt und checken im Hotel ibis Styles, 3 Quai de la Tour, ein. Das Auto wird auf dem kostenpflichtigen Parkplatz zwischen dem „Bassin de L’ Est“ und der Straße „Quai de la Tour“ abgestellt. Das Hotel liegt sehr zentral, die wichtigsten Touristenattraktionen sind alle leicht zu Fuß zu erreichen.

Honfleur hat heute etwa 8000 Einwohnern und wurde im elften Jahrhundert zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Die Stadt hat sich zu einer kleinen Touristenattraktion der Normandie entwickelt. Einige interessante Sehenswürdigkeiten, die Fachwerkarchitektur und die Geburtsstätten der impressionistischen Kunst locken Urlauber heute nach Honfleur.

Nach einer kleinen Ruhepause beginnen wir unseren Spaziergang über den Quai de la Quarantaine zum Vieux Bassin. Entlang der Straße reiht sich ein Restaurant an das andere. Das interessanteste ist für mich das „ L‘ Absinthe“. Hier wird für den Abend auch ein Tisch reserviert. Das alte Hafenbecken, heute Ankerplatz für Freizeitschiffe und Yachten, wird auf der Ostseite, dem Quai St-Etinne, von zweistöckigen Häusern und gegenüber am Quai Ste-Catherine von bis zu siebenstöckigen Häusern, umrahmt. Hier sind Restaurants aller Stilrichtungen, Boutiquen und Galerien untergebracht.

Bei einem Glas gut gekühlten Cidre kann man die vorbei schlenderten Gäste aus aller Welt beobachten.

Nach dieser kleinen Pause geht es weiter am ehemaligen Haus des Stadtgouverneurs, dem „La Lieutenance“ vorbei in das Zentrum des Stadtviertels auf den Place Ste-Catherine. In diesem Stadtviertel mit vielen Fachwerkhäusern in kleinen schmalen Gassen steht die Kirche „Èglise Ste – Catherina“ Die wohl älteste Holzkirche in Frankreich, errichtet im 15./16. Jahrhundert, hat einen getrennten Glockenturm und dient unter anderem als Museum für religiöse Kunst.

Chronik Vire 2007, Nov.07 020

Die Kirche ist vollständig aus Holz errichtet, die Fundamente natürlich ausgenommen, der Turm mit Holzschindeln verkleidet. Durch enge Gassen mit viel Kopfsteinpflaster erreichen wir das „Musée Eugene Boudin. Hier werden Werke der Maler aus dem Gebiet der Stadt gezeigt, herausragend natürlich die Sammlung des Namensgebers. Auch ein Besuch des „Maison Satie“ in der Rue Haute ist zu empfehlen.

Bevor es zum Hotel zurückgeht, wird noch ein kleiner Abstecher in die Rue de la Ville gemacht. Hier gibt es zwei interessante Läden mit Calvados Raritäten.

Sowohl in „Compagnie des Calvados“ als auch im “La Cave Normande“ hat man eine Auswahl von über 80 Sorten von Calvados. Flaschen von ca. 2 Jahren bis zum Jahrgang 1865 sind im Angebot. Letztere allerdings für den Preis eines Kleinwagens.

Für ein Mittagessen (natürlich auch für den Abend) wären z.B. die Restaurants „Le Bréard“, Au P’tit Mareyeur, Entre Terre Et Mer und Restaurant La Fleur de Sel zu empfehlen. Sie liegen alle im Herzen der Stadt. Vom Hafen sind es jeweils nur ca. 2-3 min. zu Fuß.

Wer über Nacht bleibt, könnte im „Les Maisons de Lea „ Place Ste-Catherine (gut und teuer) oder, so wie wir, im Hotel ibis Styles (preiswert für Honfleur) übernachten.

JENOPTIK DIGITAL CAMERAIst man in der Zeit von Donnerstag bis Sonntag in Honfleur und hat rechtzeitig gebucht sollte man bei Alexandre Bourdas im zwei Sternerestaurant Sa. Qua. Na zu Abend essen. Leider hatte ich nicht rechtzeitig gebucht, so dass auch diesmal kein Besuch möglich war.

Restaurant G.a. – Caudebec en Caux

Restaurant G.a. Caudebec en Caux

Und auf dem Weg in die Normandie liegt immer irgendwo ein mit Michelin Sternen geadeltes Restaurant auf dem Weg. So in einem Bericht in der HNA vor einigen Jahren über mein Hobby.

Auch diesmal lag natürlich für uns ein Restaurant auf dem Weg nach Vire. Ein Stern leuchtet wohl zurzeit noch nicht über Caudebec en Caux, es dürfte aber nur noch eine Frage der Zeit sein, bis im G.a. der Stern angekommen ist.
Der erste Besuch bei David Goerne lag exakt 3 Jahre zurück. In dieser Zeit hat sich einiges geändert im Hause Goerne, das gute Essen und die herzliche Gastfreundschaft ist aber geblieben.

David Goerne hat nicht nur geheiratet, sondern hat auch den Betrieb erweitert. Zusätzlich ist in einem separaten Gebäude ein Bistro sowie zwei zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen worden. Im Bistro wird eine einfacherer regionale Küche zu günstigen Preisen (3 Gang Menü für 39€) angeboten, währen im Restaurant G.a. weiterhin auf sehr hohen Niveau gekocht wird. Auch Lucas, ein junger deutscher als Souschef und zwei heimische Küchenhelfer helfen ihm die Arbeit zu bewältigen.

 03 Blick auf die SeineDas Abendmenü beginnt mit Thunfisch und Champagner. Diese und die nächsten Gänge nehmen wir auf der vorgelagerten Terrasse des Restaurants ein. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf Seine und die Pont de Brotonne.

08 Amuse 01 Thun mit wilden SpargelErster Küchengruß: kurz angebratenes Thunfischsteak mit Rhabarber Schuppen, grünen Spargel und Sezuan Pfeffer. Dazu selbst gebackenes Baguette. Einmal mit Safran und einmal mit Kümmel gewürzt.

09 Amuse 02 AusterDanach eine überbackene Auster, David legt zusätzlich ein Austernblatt auf den Teller.

10a StopfleberGänsestopfleber a la Maison und  Mousse, dazu eingelegte Feigen in Rotwein, dazu ein Glas Sauternes

11 HummerHummer mit zwei Saucen, mit einer dunklen Kalbsjus-Hummersauce sowie eine Fenchelsauce.

14 KabeljauKabeljau mit Brokkoli, Rotwein- und Weissweinsauce

16 Makrele15 Weisswein 1999Seegurke und Makrele in einem Zitronengrassud dazu ein 1999 Pouilly Fuisse

17 LotteSeeteufel auf Spinat und Schnecken

19 TaubeTaube rosa gebraten mit Erbsen und Pfifferlingen

21 PorcSchweinrücken mit Trüffeln

22 Dessert22a zum DessertSchokolade und Erdbeeren. dazu 1977 Vintage Port

23 der süsse AbschlussEspresso und süsses zum Abschluss.

Fazit: David Goerne ist nach unserer Auffassung auf dem Weg zum Stern. Ein Menü ohne Schwachpunkte. Besonders hervorzuheben die Seegurke mit Makrele sowie der Taubengang. Alles geschieht in sehr lockerer Atmosphäre im Küchenraum. Eine Servicekraft ist daher nicht erforderlich. Sehr gute Weinbegleitung. Angefangen von Champagner zum Aperitif und Sauternes zur Foie gras bis zum 1977 Port zum Dessert. Außerdem Sauvigon blanc zum Hummer, hervorzuheben 1999 Pouilly Fuisse, der ausgezeichnet zur Makrele und zur leichten Säure des Zitronengrassudes passte. Zur Taube dann einen leicht gekühlten Bordeaux.

01 FrühstückAm nächsten Morgen dann ein ausgiebiges Frühstück auf der Terrasse.

 

 

Sardinien 2013 Teil 7

Sardinien 2013 Teil 7

Am Samstag schließlich das Abendessen in einem Agritourismus – Betrieb. Man merkt die Haupturlaubszeit ist fast vorbei. Vieler dieser Betriebe haben bereits geschlossen oder nur an den Wochenenden geöffnet. Auf Vermittlung eines Mitarbeiters der Anlage Vista Blu reservieren wir im Sa Mandra.

Die Anlage liegt etwas außerhalb von Alghero in der Nähe des Flughafens. Durch die wenigen Starts und Landungen ist allerdings kaum mit Lärm zu rechnen. Ab der Hauptverkehrsstraße und dem Flughafen ist das Restaurant gut ausgeschildert.

Durch einen Torbogen, dieser ist mit allerhand landwirtschaftlichen Geräten geschmückt, betritt man den Innenhof des Betriebes. Sa Mandra ähnelt einem kleinen Open-Air-Museum, ein Agriturismo, der in ein kleines Dorf verwandelt wurde.

01Geht man auf  den gepflegten Gehwegen durch die Anlage umweht einen der Duft von Myrte, Borretsch und Lavendel. Rechts und links der Wege stehen antike und moderne Werkzeuge des Handwerks.

Nach dem sehr freundlichen Empfang wird man zum Aperitif eingeladen. In unserem Fall bestand dieser aus einem Gläschen Weißwein. Auf den Tischen standen zur Selbstbedienung kleine Appetitanreger. Dies waren eingelegte Oliven, sardisches Brot, Lardo sowie ein Frischkäse und Baguette. Bei noch sehr angenehmen Außentemperaturen konnte man den Abend entspannt beginnen.

03Lardo, sardisches Brot und Oliven

04 Frischkäse, Baguette, Oliven

In einer Art rustikalen Schäferhütte beginnt dann das eigentliche Menü.

22 HüttteHier wurde gespeist

Es ist sehr üppig und vielfältig. All die typischen Speisen der sardischen und italienischen Küche kommen in mehreren Gängen auf den Tisch. Fast alle Zutaten dieses Menüs stammen aus dem eigenen Betrieb.

Zuerst kommt Ricotta in den verschiedensten Ausführungen und Reifgraden auf den Tisch.07 Ricotta mit Honig

Frischer Ricotta  mit Wildblütenhonig

08 Gesalzene Ricotta mit Orangenmarmelade

Geräucherter Ricotta mit Orangenmarmelade

09 Ricotta-Tomate

Ricotta mit Tomate

10 Pecorino

Pecorino semicotto sardo

Den Abschluss der ersten Runde machte dann

06 Gegrilltes Gemüse mit Olivenölgegrilltes Gemüse mit Olivenöl

 Weiter ging es mit Wurst und Schinken

11 FilettoFiletto

12 Coppa und Salsiccia

Coppa und Sasiccia

14 Schinken

Schinken Monte Spada

13 Lamminnnereien

Ragout von Lamminereien mit Gewürzen.

Es folgten zwei Nudelgänge

15 Ravioli

Ravioli mit Kräutern gefüllt und einer Kartoffel-Pecorino Sauce

16 Maharrones

Maharrones eine weitere ungewöhnliche Pasta.

Teigig, etwa in die Richtung wie Orecchiette oder Gnocchi. Die Sauce mit Tomaten, Olivenöl und Zwiebeln sowie Birnenstücken. Die Verwendung von Fiore Sardo Käse bringt eine gewisse Üppigkeit in die Sauce, diese wird durch die süße der Birnen etwas ausgeglichen.

Nun das Hauptgericht – Spanferkel

02 SpanferkelSpanferkel am offenem Feuer

17 SpanferkelSpanferkel auf dem Tisch mit

18 GemüseGemüse

19 Ragout vom Schweinund Ragout.

Es ging auf Mitternacht zu. Den Abschluss mit

20 sardische SüssigkeitenSardischen Süßigkeiten

21 ObstObst und

23 DigestivDigestiv.

Grappa, Kräuterlikör und Zitronenlikör sowie Kaffee.

05Weine Santa Maria la Palma (DOC Cannonau und Vermentino DOC)

FAZIT:

Fröhlich- genießerische Inszenierung sardischer Lebensart zum fairen Preis. Der Preis einschl. Getränke liegt bei  40 € pro Person. Kinder bezahlen entsprechend ihrem Alter zwischen 20 und 30 €. Glücklich wer eine  Reservierung hat. Das ganze streckt sich über einen Zeitraum von ca. 4.5 Stunden – man genießt also ohne Hast – ggf. kann man zwischendurch vom Tisch aufstehen und etwas durch den Garten flanieren, bis man wieder aufnahmebereit ist. Eine tolle, stimmungsvolle Esserfahrung ist garantiert.

Sardinien 2013 Teil 6

Sardinien 2013 Teil 6

Die beiden letzten Tage waren dann noch einmal Erholung pur. Am Strand Maria Pia konnten wir bei strahlendem Sonnenschein, einer leichte Brise und leichtem Wellengang noch einmal die beiden Tage genießen. Bei einer Wassertemperatur von ca. 22° warm wir alle mindestens drei oder vier Mal im Wasser. An der Strandbar wurde noch einmal Pasta und Vino genossen.

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Am Freitagabend ging es in die Osteria Macchiavel. Dieses historische Fischrestaurant liegt im Herzen der historischen Altstadt von Alghero. Von der Terrasse hat man einen wunderschönen Blick auf den Hafen und das Meer. Diese Lage hat natürlich auch Nachteile. Einheimische und Touristen schlendern relativ nah an den Tischen vorbei und stören dann beim Genießen.

Beim Blick auf die Speisekarte finden wir dann die typischen Gerichte der sardischen Küche. Angefangen von Antipasti, Pasta Gerichte, Fisch und Fleisch vom Grill sowie leckere Desserts. Bei den Weinen bestellen wir Produkte von der Insel.

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Als Vorspeise wählte ich einen Oktopus-Salat mit Kartoffeln. Die Zutaten ziemlich kalt, als ob man den Teller direkt aus den Kühlschrank geholt hätte.

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 Auch bei der Hauptspeise bleibe ich dem Meer treu. Es gibt ein Teller mit gegrillten Meeresfrüchten. Obwohl direkt am Meer waren einige Zutaten wohl tiefgefroren gewesen.

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 Der katalanischen Vergangenheit der Stadt Alghero huldige ich dann mit Crema catalana.

 Die Lage mit dem Blick auf das Meer entschädigt für einige Zubereitungsfehler. Der Service tadellos.