Gran Canaria im August 2024

Hotel Faro

Gran Canaria, eine bezaubernde Insel im Atlantik, ist seit Jahrzehnten unser liebster Urlaubsort. Wir kommen hierher, um neue Energie zu tanken und die kanarische Küche zu genießen. Seit jeher ist das Hotel Faro in Maspalomas unsere Anlaufstelle. Zum Glück hat sich nach dem Umbau 2019 und 2020 nicht viel verändert. Noch immer zählt die Lage, die Lage, die Lage.

Wir werden stets freundlich empfangen, und die Formalitäten erledigt das Personal schnell und problemlos. Wir haben diesmal nur Übernachtung mit Frühstück gebucht. Das gesamte Team arbeitet mit sichtbarer Freude. Sonderwünsche beim Frühstück erfüllt man prompt. Kleine Mängel in den Zimmern, wie Waschbecken und unzureichende Kleiderhaken, habe ich bereits in früheren Berichten angesprochen.

Callao Gastro & Ocean Lounge

Etwas hat sich jedoch geändert: Endlich gibt es wieder ein gutes À-la-carte-Restaurant. Nach Experimenten mit Fremdanbietern führt man es nun in eigener Regie. Auch hier begegnen uns vertraute Gesichter. Das Restaurant öffnet derzeit nur mittags, die Bar jedoch bis 19:00 Uhr.

Bei unserem Mittagessen mit Blick auf das Meer, war unser Essen auf hohem Niveau und dies begleitet von einem aufmerksamen und hilfsbereiten Personal.

Carpacchio von der Goldbrasse, Olivenöl, Zwiebeln

Gratinierte Kammmuscheln a la Ceviche

Tataki vom rotem Thun mit weißer Cordoba-Knoblauchsuppe

Gegrillter Wolfsbarsch Chillisauce, grüner Spargel, Knoblauch

Schweinbäckchen mit grünem Apfel und zarten Salatsprossen

Reisen im Sommer

Anfahrt in Richtung Hotel Faro

Es ist an der Zeit, die letzten Monate in Bezug auf Reisen, Essen und Trinken festzuhalten. Im August reisten wir erneut nach Gran Canaria. Im September verbrachten wir eine Woche auf der Insel Sylt, um die Seele baumeln zu lassen. Unseren Hochzeitstag feierten wir am Tegernsee und einen Tag später in Nürnberg. Ende September bis Anfang Oktober zog es uns wieder nach Rhodos.

Hotel Restaurant JM, Sylt

Tegernsee

Unser zu Hause für 11 Tage an der Stegna Beach

Gran Canaria – Kabuki 2024

Kabuki 20240812

Gran Canaria bietet das ganze Jahr über Genuss, was sich auch in der vielfältigen Restaurantszene zeigt. Zwar gibt es viele „Touristenfallen“, doch wer genau hinsieht, entdeckt erstaunliche kulinarische Erlebnisse. Ein Highlight ist das japanische Restaurant Kabuki an der Promenade von Maspalomas. Ein japanisches Restaurant am Strand von Gran Canaria mag zunächst verwundern. Doch das Kabuki befindet sich im Hotel Lopesan Costa Meloneras und wird von der renommierten Kabuki-Kette betrieben. Hier verschmelzen mediterrane und japanische Küche zu einem einzigartigen Geschmackserlebnis.

Das Restaurant ist sowohl vom Hotel aus als auch über einen eigenen Eingang von der Strandpromenade erreichbar. Die große Fensterfront bietet einen atemberaubenden Blick auf das Meer und den Leuchtturm von Maspalomas.

Fazit: Zu dritt teilten wir die nachfolgenden Speisen. Die Küche strebt an, das Beste aus lokalen Zutaten zu zaubern. Sie bietet eine à la carte Auswahl und ein Degustationsmenü, das ausgeprägte japanische und mediterrane Traditionen vereint. Das Essen hier war ein Vergnügen. Besonders hervorzuheben sind der großartige Service und das angenehme Ambiente.

Amuse Bouche: Garnele

Thun

Sashimi

Thun Tatar pikant

Tempura Ebi

Sushi

Lomo Wagyo

Variationen vom Mango, Espresso

Ein Wein aus Gran Canaria, passte wunderbar zu den Speisen.

Tulus Totrek Berlin 2024

Wir leben und wohnen in einer kulinarischen Diaspora. Wollen wir in einem mit Michelin Sternen ausgezeichnetem Restaurant speisen, müssen wir immer weit fahren und dann natürlich auch übernachten. Bei unseren Reisen wird  anhand von Michelin unsere Restaurantbesuche geplant.  Bei unserem Berlinaufenthalt Anfang Juli 2024 kamen für uns 2 Restaurants in Frage. Nobelhart & schmutzig oder Tulus Totrek. Andere Sterne Restaurants in Berlin, wie Facil, Tim Raue oder Rutz hatten wir in den vergangenen Jahren bereits besucht. Ausschlaggebend letztendlich war eine interessante Werbung von Max Strohe und „Big Ben“ über ein Treffen der beiden im Restaurant Jörg Müller Westerland Sylt.

Die Taxifahrt von unserem Hotel in Berlin Stadtmitte zum Restaurant in Kreuzberg kostete mit Trinkgeld 18€. Bevor man die schönen Altbau Räume betritt, ist eine kleine begrünte Terrasse vorgelagert. Bedingt durch das Wetter konnte man diese leider nicht benutzen.

Beim Betreten des Restaurants wird man von viel Holz, einem Urwald an der Wand und viel Gemütlichkeit empfangen. Basis für einen schönen Abend verspricht auch das junge und ausgesprochen herzliche Serviceteam. Auf dem blanken Holztisch ist unser Namen mit Kreide aufgetragen. Zur Auswahl stehen 2 Menüs. Einmal klassisch mit Fisch und Fleisch  und einmal ein vegetarisches Menü. Außerdem gibt es noch einige a la carte Gerichte, die man nachbestellen kann, sollte man nicht satt werden. Dazu gibt es hochwertige und bestens abgestimmte Weine, die man zum Menü genießen kann. Wir verzichteten allerdings auf die vorgeschlagene Weinbegleitung und besprachen mit Sommelière Felix Fuchs unsere ganz eigene Weinwünsche. Wir wollten mit unserer Weinauswahl in Deutschland bleiben und Felix Fuchs hat mit großen Wissen immer die passenden Weine serviert.

Fazit: es war ein höchst vergnüglicher Abend zudem nicht nur die Küche, sondern auch der Service in erheblichem Maße beigetragen hat. Man agierte äußerst locker und mit großer Begeisterung. Nichts wirkte aufgesetzt. Nicht nur die Wandtapete hat Dschungel Kulinarik Motiven, sondern auch die lässige Kleidung der Servicekräfte ziert  diese Motive. Kein Gericht war enttäuschend. Hervorzuheben ist die soufflierte Poulardenbrust so wie das Kalbsbries. Ein sehr interessanter Abend mit angenehmen Essen und ausgezeichneten Service.

amuse bouche tartelette

eierstich & imperial kaviar spargel & haselnuss

carabinero & kochihikari bouillabaisse & gochujang

st jakobsmuschel & schwarzer trüffel pinienkerne, vin jaune, feigenblattöl

poulardenbrust, souffliert kandierter ingwer & anchovis algenbuttersauce beurre bordier & miso-artischocke

tomate gurke

kalbsbries x.o. holunderblüte & zuckererbsen

maibock & bockbier schwarzer sesam & grüner pfeffer

stracciatella büffelmilch & blaubeere olivenöl & schoki

Walderdbeere

02-2024 Barcelona Tag 2

Nach dem Frühstück wurden „kleine“ Bereiche von Barcelona erkundet. Mit Bus, Metro und natürlich zu Fuß. Meine Uhr zeigte mir am Abend 21.5 km zurück gelegte Fußstrecke an und dass trotz Kniebeschwerden. Altstadt, das Meer, Montjuïc, aufwärts mit der Standseilbahn, abwärts über Rolltreppen. Bevor es zum verspäteten Mittagessen ging, durfte eine Besichtigung der Sagrada Família von Antoni Gaudi nicht fehlen. Wir hatten Glück, meistens strahlend blauer Himmel und um die 18°. Abends wurde es merklich kühler.

2023 – 12 Monate – 12 Restaurants

Januar. Selbstgebackenes Brot. Restaurant Mondi in Kassel, ausgezeichnet mit dem grünen Stern.

Februar, Pata Negra.  Restaurant Las Cumbres. Gran Canaria, Playa del Ingles

März. Schweinebauch Sous vide, Hotel Faro, Maspalomas

Im April kein Restaurant Besuch, dafür zweimal Mai in der Normandie

Mai. Andouille de Vire mit Porree und Rote Bete. Restaurant Vrai Normand, Vire

Mai. Langustinen-Tartar mit einer Sauce von der  Langustinen und roh als Carpaccio mit einer fein leicht säuerlich abgestimmten Vinaigrette und frischem Obst. Restaurant L’atelier du goût, Vire Normandie

Juli . Labskaus im Seepferdchen, Sylt

Juli. Seezunge, Sölring Hof, Sylt

Im August kein Restaurantbesuch. Dafür 2 mal September mit 2×3 Sternen.

September. Trüffelei , Restaurant Schanz, Piesport

September. Tatar, Restaurant Sonnora, Dreis

Oktober. Sardinas, Restaurant Pirofani, Rhodos, Stengna Beach

November. Tournedo Rossini. Restaurant Jörg Müller, Sylt, Westerland

Dezember. Die Ente in der Ente Wiesbaden

Sylt im November 2023

Endlich hatte ich mich mal wieder durchgerungen einen Kochkurs zu belegen. Da ich ja ein großer Sylt Fan bin und meine letzten Kochkurse bei Jörg Müller auf Sylt durchgeführt habe, diese liegen allerdings schon etwas länger zurück, habe ich mich für einen Kochkurs bei Jan-Philipp Berner im Söl’ring Hof, Rantum entschieden.

Auch die Anfahrt nach Sylt war für mich etwas Neues. Ich bin  diesmal  mit der Deutschen Bundesbahn gefahren, und ich war positiv überrascht. Bis Hamburg in einem ICE sind wir pünktlich, danach wurde umgestiegen in einem IC nach Westerland. Die Verspätung in Westerland betrug lediglich 15 Minuten, eine Zeit, die noch  akzeptabel war. Die Fahrzeit betrug ca. 6 Stunden 30 Minuten und ich kam entspannt in Westerland an.

Danach wurde die kurze Strecke zum Hotel Jörg Müller im leichten Nieselregen zurückgelegt, der Koffer wurden ausgepackt und anschließend ging es kurz durch die Friedrichstraße an den Strand.

Man merkt, dass man im November war. Nieselregen und der Strand beziehungsweise Promenade war menschenleer. Viele Hotels, Restaurants und Geschäfte waren geschlossen. Aber nichts Außergewöhnliches für diese Zeiten.

Danach ging es in das Restaurant, ich hatte  meine Menüfolge bereits im Kopf.

Es beginnt mit dem obligatorischen Hauscocktail mit Basilikum, Limette, Drambuie, Crémant und als Amuse Bouche die Gemüsestifte.

Als Vorspeise kommt der ausgelöster ½ Nordseehummer mit zwei Sauce auf den Tisch.

Als Hauptgericht ein Tournedos ‚Rossini‘ mit gebratener Gänseleber, Trüffelsauce und Kartoffelgratin.

Als Dessert gebackene Zwetschgen mit Eis und zum Abschluss ein Espresso mit Petits Fours

Die Weinauswahl hatte ich, wieso oft Sommelière  und Schwiegersohn Ben Müller Birkholz (Big Ben) überlassen. Er lag beim Hauptgericht mit dem 2011er Merlot aus der Magnum Flasche vom Weingut Grafen Neipperg genau richtig. Ein  Duft von reifen Beeren, zarte Holznoten sowie ein guter, warmer Abgang.

Natürlich dürfte auch mein Lieblingsbrand ein Gläschen „Zibärtle“ nicht fehlen.

Es war ein gelungener Auftakt für meine 6 Tage auf Sylt.

JM-Westerland-Sylt-2023

JM Westerland

Urlaub auf Sylt, da darf ein Besuch bei Jörg Müller (JM) natürlich nicht fehlen. Wir haben nicht nur ausgezeichnet gespeist, sondern haben auch diesmal im Hotel übernachtet. Vom Empfang bis zur Verabschiedung war alles ohne Fehl und Tadel. Man fühlte sich gut aufgehoben. Das Frühstück muss man hervorheben. Alles hausgemacht, lediglich das Brot wird von der Bäckerei Lund aus Hörnum geliefert. Besonders die Fischvariationen und die Meeresfrüchte waren Klasse. Alles wurde rechtzeitig nachgereicht und Frau Wuller war die Freundlichkeit in Person.

Auch ohne Auszeichnungen immer wieder ein Genuss. Der Service, angeführt von Schwiegersohn Ben Birkholz (Big Ben), Tochter Jane Müller und dem übrigen Personal, die teilweise seit Jahren ihren Job bei JM machen, man kann nur loben. Die kreativen Sylter Frischeküche mit französischem Einschlag sorgt dafür, dass wir uns im ehemaligen „Gourmetrestaurant“ sehr wohlgefühlt haben.

Originell  seit Jahren das Amuse – Bouche: Frisches Gemüse mit Dips. Völlig anderes zum Auftakt als sonst üblich. Uns hat es gefallen.

Ob Tatar mit Reibekuchen, Ceviche vom Dorsch oder die Seezungenvariationen wie das gratinierte Seezungenfilets „Noilly Prat“ oder die Seezunge im Ganzen serviert ist bodenständig und klassische Küche zugleich. Auch hat er den Mut, die bei vielen verpönte Gänseleber auf die Karte zusetzen.

Der obligatorische Abschluss des Urlaubes dann mit Lammbratwurst, Maultaschen und Käseplatte. Mit einem Gläschen „Zibärtle“ wurde auf einen gelungenen Urlaub angestoßen. Der nächste Sylt Urlaub kommt bestimmt.

Fazit:  Jörg Müller, ist der „geniale Klassiker“ unter den Top-Köchen auf Sylt und darüber hinaus , Er hat seit 2014  Abschied genommen von bestimmten Luxusritualen der gehobenen Gastronomie. Auch wenn er auf Punkte und Sterne verzichtet, ist Küche und Service weiterhin auf hohem Niveau.  Der Betrieb ist fest in Familienhand: Seine beiden Kinder und deren Partner sind dort beschäftigt. Leider ist Frau Barbara im März überraschend verstorben.  Hervorheben möchte ich Big Ben, der in seiner ruhigen und bedächtigen Art wunderbare Weine aus der oft prämierten Weinkarte zaubert. Uns hat z.B. der 2012 „Paris Lodron“ vom Mönchsberg der Stadt Salzburg gefallen. Ein feines Säurespiel, elegante, cremige Texturen und eine  zarte Fruchtsüße zeichnete diesen Wein, der in der Magnumflasche serviert wurde, aus.

JM lässt sich nicht nehmen seinen abendlicher Rundgang durch das Restaurant zu führen und mit seinen Gästen zu sprechen. Keine Pflicht, sondern Kür nach einem  anstrengenden acht bis zehn Stundentag in der Küche und dass mit knapp 76 Jahren. Chapeau.