Hotel Hohenhaus 2025/05

Hotel Hohenhaus

In den 1990er-Jahren verbrachten wir viele schöne Stunden im Hotel Hohenhaus. Dort fühlten wir uns wohl und genossen die kulinarischen Kreationen von Achim Schwekendiek. Das Hotel trug damals einen Michelin-Stern – für uns ein Zeichen von Qualität und Exzellenz. Doch 2004, als Ingo Bockler die Küchenleitung übernahm, änderte sich alles. Obwohl auch er den Stern erkocht, fanden wir keinen Zugang zu seiner Küche. Interessanterweise waren wir  Gäste in Hohenhaus, als die Küchenleitung übergeben wurde. Mit am Tisch saß Fritz Keller, der bekannte Wirt und Winzer aus Oberbergen. Wir führten spannende Gespräche über die Speisefolge, die Weine und unser gemeinsames Hobby, den Fußball.

Nach einigen Jahren Pause kehrten wir 2008 zum Weihnachtsmarkt zurück und gingen mit der Familie – Tochter, Schwiegersohn und Enkeln – essen. Doch auch diesmal überzeugte uns das Essen nicht. Es war frustrierend, denn wir verbanden so viele schöne Erinnerungen mit dem Hotel.

Nun, fast 17 Jahre später, wagten wir einen neuen Besuch im Hohenhaus. Peter Niemann hat inzwischen die Verantwortung übernommen, doch die Küchenchefs scheinen dort häufig zu wechseln. Es ist schwer herauszufinden, wer aktuell am Herd steht, was die Erwartung konstanter Qualität erschwert – besonders in der abgelegenen Lage des Restaurants.

Im Herbst soll das Schloss endlich ausgebaut werden, und das Gourmetrestaurant „La Vallée Verte“ zieht dorthin um. Vielleicht bringt das frischen Wind und neue kulinarische Erlebnisse. Das Hotel und die Restaurants liegen nur wenige Meter südöstlich des Schlosses, in den ehemaligen Pferdeställen aus den 1890er-Jahren. Diese wurden 1982 mit viel Charme umgebaut und ist seit 1990  Mitglied der internationalen Hotelkooperation Relais & Châteaux. Wir wählten ein Zimmer mit schönem Blick auf das Rotbuchental, was uns sehr gefiel.

Die Zimmer waren klassisch eingerichtet und boten zeitgemäßen Wohn- und Schlafkomfort. Die Badezimmer mit Badewanne und Dusche entsprachen modernem Standard, doch ein Bidet hätten wir als angenehme Ergänzung geschätzt.

Am Samstagnachmittag nutzten wir das Schwimmbad. Das Becken misst 12 mal 6 Meter, ist 1,30 Meter tief und verfügt über eine Gegenstromanlage. Die Wassertemperatur soll 28 Grad betragen, doch ich schätze, es waren höchstens 23 bis 24 Grad. Trotzdem zog ich meine Bahnen und genoss anschließend den herrlichen Blick auf die Rotbuchen und den Park.

Am Freitagabend aßen wir im Gourmetrestaurant, am Samstag mit einer größeren Gruppe im Hohenhaus Grill. Ich werde berichten.

Tulus Totrek Berlin 2024

Wir leben und wohnen in einer kulinarischen Diaspora. Wollen wir in einem mit Michelin Sternen ausgezeichnetem Restaurant speisen, müssen wir immer weit fahren und dann natürlich auch übernachten. Bei unseren Reisen wird  anhand von Michelin unsere Restaurantbesuche geplant.  Bei unserem Berlinaufenthalt Anfang Juli 2024 kamen für uns 2 Restaurants in Frage. Nobelhart & schmutzig oder Tulus Totrek. Andere Sterne Restaurants in Berlin, wie Facil, Tim Raue oder Rutz hatten wir in den vergangenen Jahren bereits besucht. Ausschlaggebend letztendlich war eine interessante Werbung von Max Strohe und „Big Ben“ über ein Treffen der beiden im Restaurant Jörg Müller Westerland Sylt.

Die Taxifahrt von unserem Hotel in Berlin Stadtmitte zum Restaurant in Kreuzberg kostete mit Trinkgeld 18€. Bevor man die schönen Altbau Räume betritt, ist eine kleine begrünte Terrasse vorgelagert. Bedingt durch das Wetter konnte man diese leider nicht benutzen.

Beim Betreten des Restaurants wird man von viel Holz, einem Urwald an der Wand und viel Gemütlichkeit empfangen. Basis für einen schönen Abend verspricht auch das junge und ausgesprochen herzliche Serviceteam. Auf dem blanken Holztisch ist unser Namen mit Kreide aufgetragen. Zur Auswahl stehen 2 Menüs. Einmal klassisch mit Fisch und Fleisch  und einmal ein vegetarisches Menü. Außerdem gibt es noch einige a la carte Gerichte, die man nachbestellen kann, sollte man nicht satt werden. Dazu gibt es hochwertige und bestens abgestimmte Weine, die man zum Menü genießen kann. Wir verzichteten allerdings auf die vorgeschlagene Weinbegleitung und besprachen mit Sommelière Felix Fuchs unsere ganz eigene Weinwünsche. Wir wollten mit unserer Weinauswahl in Deutschland bleiben und Felix Fuchs hat mit großen Wissen immer die passenden Weine serviert.

Fazit: es war ein höchst vergnüglicher Abend zudem nicht nur die Küche, sondern auch der Service in erheblichem Maße beigetragen hat. Man agierte äußerst locker und mit großer Begeisterung. Nichts wirkte aufgesetzt. Nicht nur die Wandtapete hat Dschungel Kulinarik Motiven, sondern auch die lässige Kleidung der Servicekräfte ziert  diese Motive. Kein Gericht war enttäuschend. Hervorzuheben ist die soufflierte Poulardenbrust so wie das Kalbsbries. Ein sehr interessanter Abend mit angenehmen Essen und ausgezeichneten Service.

amuse bouche tartelette

eierstich & imperial kaviar spargel & haselnuss

carabinero & kochihikari bouillabaisse & gochujang

st jakobsmuschel & schwarzer trüffel pinienkerne, vin jaune, feigenblattöl

poulardenbrust, souffliert kandierter ingwer & anchovis algenbuttersauce beurre bordier & miso-artischocke

tomate gurke

kalbsbries x.o. holunderblüte & zuckererbsen

maibock & bockbier schwarzer sesam & grüner pfeffer

stracciatella büffelmilch & blaubeere olivenöl & schoki

Walderdbeere

Rückblick

Zum Tod von Lothar Eiermann

Der zweite Stern

Wir waren nach dem Besuch in Hardenberg auf den Geschmack kommen. Zeitschriften und Bücher wurden gewälzt und am Herd fleißig experimentiert. Der Restaurantführer Guide Michelin wurde gekauft. 1979 waren wir noch dreimal in Hardenberg.

Ich selbst war bei einem beruflich bedingten Aufenthalt in Bremen im Bistro Grashoff. Erinnern kann ich mich an den Schellfisch in Senfsauce. Hier habe ich eine wunderbar schmeckende Apfel-Calvados Konfitüre gekauft. Irgendwann fand ich die Konfitüre auch in einem Delikatessengeschäft in Kassel. Jede müde Mark, die übrig blieb, wurde in das neue Hobby gesteckt. Andere Anschaffungen blieben zurück.

Nach dem ersten Stern folgt der zweite, logisch, oder? 1980 war es so weit. Irmtraud hatte einen Termin in Stuttgart. Welche Sterne liegen auf der Strecke? Im Michelin wurde ich fündig. Auf der Strecke lag Wertheim mit den Schweizer Stuben oder  Zweiflingen  mit dem Wald- und Schlosshotel. Friedrichsruhe. Die Entscheidung fiel dann auf Friedrichsruhe. Die Schweizer Stuben folgten dann 1984.

Ich fuhr 1980 einen Citroën, eigentlich ein verlässliches Auto, aber ausgerechnet bei der Abfahrt nach Stuttgart streikte der Motor. Also wurde alles in den kleinen Polo von Irmtraud umgeladen. Wegen dieses Polos ist uns die Fahrt noch in guter Erinnerung.  Auf der A7 bzw. A81 ging die Fahrt in Richtung Zweiflingen-Friedrichsruhe. Dann der große Augenblick. Wir fuhren auf den Hoteleigenen Parkplatz Schlosshotels Friedrichsruhe.

Fast alles war belegt. Nur ein freier Parkplatz war zu sehen und dieser ausgerechnet zwischen einem Ferrari und einem Porsche. Mit dem kleinen Polo also in die Parklücke und aussteigen. Kaum waren wir draußen, kam bereits der Hotelpage mit dem Kofferwagen, bat um den Autoschlüssel, lud die zwei Koffer auf den Wagen und bat uns zur Rezeption zu gehen. Er fuhr mit dem Wagen in Richtung Jagdschloss. Wir erhielten die Schlüssel und wurden von einer jungen Dame in Richtung Schloss begleitet. Das Zimmer ca. 30 m² groß und nobel eingerichtet. Kaum war die Dame aus dem Zimmer, wurden die Schuhe ausgezogen und wir warfen uns aufs Bett. Ausruhen war angesagt. Anschließend ging es unter die Dusche.

Gegen 19.00 Uhr besuchten wir dann das Restaurant. Das Zimmer hatten wir chaotisch verlassen. Als wir später zurückkamen, war das Zimmer wieder aufgeräumt, die Betten wieder hergerichtet, das Bad sauber gemacht und neue Handtücher hingelegt.

Lothar Eiermann war seit 1973 Küchenchef und Direktor des Schlosshotels Friedrichsruhe.

1974 wurde das Haus mit dem ersten Michelin-Stern ausgezeichnet, 1979 folgte der zweite Stern. Küchenchef war, wenn ich mich nicht irre, Werner Fuchß.

Schon der Blick auf die Speisekarte ließ unsere Herzen höherschlagen. Spargel war klar, was ist aber eine Essenz oder was ein Soufflé. Auch ein Bries völlig unbekannt, ganz zu schweigen, was ist ein Perlhuhn.

Mit Hilfe des sehr hilfreichen Oberkellners schafften wir mit Bravour den Abend. Getrunken wurde ein  Verrenberger Verrenberg sowie ein Rotweincuvée, Weine vom Weingut Fürst Hohenlohe Oehringen.

Der Fürst war damals Besitzer des Schlosshotels, heute gehört es zur Würth-Gruppe.

2023 – 12 Monate – 12 Restaurants

Januar. Selbstgebackenes Brot. Restaurant Mondi in Kassel, ausgezeichnet mit dem grünen Stern.

Februar, Pata Negra.  Restaurant Las Cumbres. Gran Canaria, Playa del Ingles

März. Schweinebauch Sous vide, Hotel Faro, Maspalomas

Im April kein Restaurant Besuch, dafür zweimal Mai in der Normandie

Mai. Andouille de Vire mit Porree und Rote Bete. Restaurant Vrai Normand, Vire

Mai. Langustinen-Tartar mit einer Sauce von der  Langustinen und roh als Carpaccio mit einer fein leicht säuerlich abgestimmten Vinaigrette und frischem Obst. Restaurant L’atelier du goût, Vire Normandie

Juli . Labskaus im Seepferdchen, Sylt

Juli. Seezunge, Sölring Hof, Sylt

Im August kein Restaurantbesuch. Dafür 2 mal September mit 2×3 Sternen.

September. Trüffelei , Restaurant Schanz, Piesport

September. Tatar, Restaurant Sonnora, Dreis

Oktober. Sardinas, Restaurant Pirofani, Rhodos, Stengna Beach

November. Tournedo Rossini. Restaurant Jörg Müller, Sylt, Westerland

Dezember. Die Ente in der Ente Wiesbaden

Schanz – Piesport – Mosel

2×300 km, 1 Hotel, 2 Restaurants, 6 Sterne. Samstag 16.09.2023 mittags

Amuse Bouche

Das Trüffelei

Rosace von der Gänseleber mit Schafskäse, karamelisierten Bucheckern und Pfeffereis

Pochierte Felsenrotbarbe mit „kaviari kristal“ Kaviar, Banane und Kardamom-Rieslingsud

Tranche vom wilden Steinbutt mit Pistazienpraline, grünem Apfel und Blüten-Heu-Aufguss

In der Schale gegrillter Hummer aus Saint-Malo mit Schweinebauch, Kapern und Grapefruit Bouillon

Eifler Rehrücken mit Innereiencroustillant auf gebeiztem Kürbis mit Eisenkrautsalat und Rooibosjus

Rondell von der Mara des Bois Erdbeere mit Rucola Sorbet und Süppchen

Delice von der schwarzen Johannisbeere

Die Weine.

Ente – Wiesbaden 10-2023

Wir übernachten im Hotel Nassauer Hof, so dass wir die lockere und entspannte Atmosphäre der Ente in vollen Zügen genießen können. Beim Betreten des Gastraumes fällt einen sofort die recht junge Servicebrigade auf. Mit einer Ausnahme und es ist ein bekanntes Gesicht.  Jimmy Ledemazel ist seit August 2023 Restaurantleiter. Zuvor war er Leiter des Sky-Restaurant Überland in Braunschweig und von Mitte 2008 bis zum Frühjahr 2019 war für die Serviceleitung des Aqua in Wolfsburg verantwortlich.

Kaum haben wir Platz genommen, kommt natürlich sofort die Frage nach einem Aperitif. Letztendlich entscheiden wie uns doch wieder für einen Champagner.

Auf die vorgeschlagenen Menüs verzichte wir diesmal und wählen a la Carte. Dabei kommen auch Vorschläge von Jimmy Ledemazel , nach Rücksprache mi der Küche, die nicht auf der Karte stehen. So z. B. die Entenleber und die rosa gebratene Challans-Entenbrust. Auch die vorgeschlagenen Weine, im Übrigen alle aus dem Rheingau, konnten gefallen.

Fazit: Ein wunderbarer Abend und wir konnten, wie auch bei unseren vorherigen Besuchen in der Ente,  ein positives Fazit ziehen. Der Service ist stets zur Stelle und agiert in perfekter Manier, ohne steif und aufgesetzt zu wirken. Die Souveränität von Maître Jimmy Ledemazel ist von einer herzlichen Offenheit. Chefkoch Michael Kammermeier und seine Küchenbrigade entführte uns in ein kulinarisches Erlebnis von feiner geradliniger Küche mit französischem Einschlag.

Amuse Bouche

Ceviche von der Garnele

Entenleber

Steinbutt

Challans-Entenbrust

Der Käsegang. Serviert vom Käsewagen. Mittlerweile leider sehr selten.

Oliven-Vanilleeis

Zum Abschluss ein Espresso, etwas Süßes und ein Marillenbrand

Besucht am 20.10.2023 (abends)

Cordo-Berlin

Cordo Berlin

Bereits für den März 2020 hatte ich schon einmal im  Restaurant Cordo reserviert. Damals war David Goerne als Gastkoch aus der Normandie vorgesehen. Aufgrund von Corona wurde der Termin aber leider wieder absagt. Jetzt hat es endlich terminlich gepasst und haben einen gelungenen Abend erlebt.

Wir hatten im hinteren Teil des Restaurants unseren Tisch. Im großen vorderen Raum war eine größere Gesellschaft untergebracht. Uns störte es nicht, im Gegenteil, wir konnten so beobachten welche Arbeit und Mühe Service und auch Köche hatten, um über die Treppe in die Küche des  Obergeschoss zu hasten. Wir wählten die „Hafenrundfahrt“ mit einigen Abstechern in den „Gartenrundgang“. Ohne auf einzelne Gänge einzugehen, durchgehend standen Gemüse und Kräuter im Vordergrund. So konnte man beim gelungenen Forellengang den Fisch unter den vielen Kräutern nur erahnen. Sehr gut auch der Hauptgang. Dieser bestand eigentlich aus drei Gängen. Alles vom Huhn wurde verarbeitet. Zuerst die Innereien, dann die gezupften Keulen und zum Schluss die Brust.

Fazit: Wir waren sehr zufrieden mit dem was Yannick Stockhausen und seine Mannschaft in die Teller und auf den Tisch gebracht haben.

Amuse Bouche
Sauerteigbrot mit Wiesenkräuterbutter
Forelle
Karotte – Kimchi – Ziegenkäse

Erbsen, Bauchschinken, Petersilie
Auster, Beurre Blanc als Sorbet, Schnittlauch
Innereien vom Huhn
Gezupfte Keulen vom Huhn
Brust vom Huhn
Rhabarber
Birne, Nougat
Der süße Abschluss

Gourmet Restaurant „Kuppelrain“

Mittwoch 11.05.202

Nach dem Besuch des Rialto Marktes wird im Hotel aus gecheckt und mit dem Wasserbus Linie 2 geht die Fahrt zur Piazzale Roma und ins Parkhaus. Wir finden problemlos die Anschlussstelle zur Autobahn A4. Auf der gut ausgebauten Autobahn geht es bis Verona und von hier aus auf die A22 in Richtung Brenner.  Kurz vor Bozen wird die Autobahn verlassen und Fahrt geht weiter auf der SS38 in Richtung Reschenpass. Fast am Dorfende von Castelbello das Hinweisschild zum Restaurant Kuppelrain. Oberhalb des Bahnhofes steht das Gourmet Restaurant „Kuppelrain“. Da es auch einige Zimmer beherbergt, haben wir uns natürlich hier auch einquartiert.

Wir werden vom Hausherrn Jörg Trafoier recht herzlich begrüßt. Nach dem Bezug des Zimmers geht es wieder nach unten auf die Garten Terrasse. Nach einem kleinen Begrüßungstrunk bestehend aus Holunder, Ingwer, Himbeere, etwas  Soda und Prosecco wird sich im wunderbaren Rosengarten erst einmal von der Fahrt erholt.

Seit 1988 führen Sonya Egger-Trafoier & Jörg Trafoier den Gastbetrieb, seit einigen Jahren ist die gesamte Familie ist eingebunden und man merkt allen macht es riesige Freude das Haus zu führen. Seit 2001 ist man mit 1 Michelin-Stern ausgezeichnet. Dieser wurde auch gehalten als Jörg Trafoier vor 3 Jahren die Küchengewalt an Sohn Kevin weitergab. Tochter Nathalie ist die Dessertspezialistin und die jüngste Tochter Giulya geht noch zur Schule hilft aber im Service aus. Jörg Trafoier ist jetzt Gastgeber, trägt auf und erläutert was der Sohn erkocht hat. Sonya Egger-Trafoier ist die Wein Sommelière mit vielen Auszeichnungen. Davon später mehr.

Um 19.00 Uhr beginnt das Abendmenü.

Zum Auftakt wird ein Glas Champagner bzw. Wermut getrunken. Auch die ersten Häppchen werden serviert. Selbst gebackene Grissini, Südtiroler Speck aus eigener Verarbeitung, Brot mit Bärlauch Butter und ein Zucchini Süppchen kommen auf den Tisch.

Im Kuppelrain werden zwei Menüs mit jeweils 5,6 bzw. 7 Gängen angeboten. Ein möglicher Austausch von Gängen zwischen den Menüs ist möglich. Die beiden Menüs (Klassik und Traditional) kosten bei 7 Gängen  130 € / mit Wein 200 €. Wir bestellen quer durch die Karte und  Menü beginnt mit regionalen Produkten,  modern angerichtet.

Sashimi von der Regenbogenforelle aus dem Vinschgau, Rettich, Apfel und Holunderblütendressing. Abgerundet wird das ganze durch ein Sorbet vom Meerrettich. Ein Teller, der im Ganzen einfach großartig schmeckt und wartet noch dazu mit einer exzellenten  Hauptzutat auf. Die Forelle absolut frisch und von einer hervorragender Qualität.

Danach Risotto von der Gerste, Fichtensprossen, gelbe Bete und Almkäse.  Cremig schmelzend aber mit Biss.

Tortelli gefüllt mit Bio-Ziegenkäse, Brennnessel-Creme und schwarze Trüffel. Ein Traum mit so vielen verschiedenen Geschmackskompositionen

Schweinebauch, Langustine, Bisque, Frühlingszwiebel, Bohnencreme. 36 Std. Sous Vide gegart bei 54°.

Rehrücken, Meraner Pfeffer, Bio-Pilze, Sellerie. Reh auf den Punkt gegart. Das Schwarzwurzel-Pürée schmeckte köstlich.

Zum Abschluss Zartbitter Schokolade mit Haselnüssen und Vinschgauer Marille.

Nach Espresso und Pralinen von Tochter Nathalie noch etwas Besonderes. Man hatte noch eine Rarität im Schrank stehen. Ein Grappa  von Romano Levi. Ich konnte natürlich nicht widerstehen.

Die Weinauswahl macht mit der Gastgeberin und Sommelière Sonja Egger-Trafoier richtig Freude: Flaschen werden vorgeschlagen, entkorkt, vorgestellt und daraus großzügig nachgeschenkt. Man merkt ihr Können und den Spaß Wein anzubieten, die nicht alltäglich sind. Alle Weine im Wein Menü kamen aus Südtirol. Ihr Können und Wissen ist 2021/22 mit dem Michelin Sommelier „Award 2022 Italy“ ausgezeichnet worden . Als erste Frau in Italien.

Es passte alles an diesem Abend. In einem der drei schön restaurierten Zimmer haben wir wundervoll  geschlafen. Das Frühstück am nächsten Morgen passte sich an den großartigen Abend an. Dank an die Familie Trafoier für die Gastfreundschaft und den schönen Abend.

Zum Auftakt Südtiroler Speck, selbstgebackene Grissini, Brot und Olivenöl sowie ein Süppchen von der Zucchini.
Sashimi
Gerste
Ravioli
Schweinebauch
Reh
Schokolade

Venedig 2022

Sonntag: Anreise über die A7, A8 und A10 bis nach St. Veit im Pongau. Kurz vor der Grenze wurde die notwendige Vignette für 9.60 € gekauft.  Übernachtung dann im Sonnenhof und Abendessen im Restaurant Kräuterreich by Vitus Winkler.

Begrüßungstrunk
Die Bergspitzen tragen teilweise noch weiß.
Im Vaporetto

Montag: Nach einem reichlichen Frühstück ging es auf eine abenteuerliche und kurvenreiche Fahrt in Richtung Venedig. Nicht die Autobahnroute interessierte mich, sondern die Alternativ Route, die mir mein Auto Navi anzeigte. Also ging die Fahrt durch den Tauerntunnel, an Matrei und Lienz vorbei in Richtung Süden. Bergauf und bergab und sehr kurvenreich führte uns die Route dann ab Tannenbach durch das Lesachtal nach Kötschach-Mauthen. Für mich war es Nostalgie Pur. War es doch 2010 diese regenreiche Fahrt mit dem Rennrad durch das Pustertal und Lesachtal nach Liesing. Eine Fahrt die mir immer in Erinnerung bleiben wird.

Weiter ging es über den Plöckenpass, bis wir kurz vor Udine endlich die Autobahn erreichten.  Kurz vor Venedig führte uns dann die Fahrt über die 4 km lange Brücke in das vorgebuchte Parkhaus. Im 10 Stock wurde  das Auto dann für die nächsten 48 Std. abgestellt. Die Parkbuchten waren sehr eng, man hatte Mühe überhaupt aus dem Auto zu kommen.

Die Vaporetto Linie 2  brachte uns dann in das vorgebuchte Hotel Rialto. Das Vaporetto durchfährt den „Canal Grande“ mit seinen faszinierenden Palästen, die man nur vom Wasser aus bewundern kann. Höhepunkt der Bootsfahrt ist die Durchfahrt unter der Rialtobrücke. Kurz hinter der Brücke heißt es für uns aussteigen, ein Gewusel von Menschen empfängt uns und der kurzen Weg ins Hotel ist mit den Gepäckstücken nicht so einfach. Abends geht es dann ins Restaurant Terrazza Danieli.

Blick aus dem Zimmer auf die Rialtobrücke.
Blick vom Restaurant Terrazza Danieli.

Dienstag: Nach einem kurzen, schlichtem Frühstück im Hotel bringt uns dar Wasser Bus Linie 1  in die Nähe des San-Marco-Platz. Es ist eine Gondelfahrt vorab gebucht worden. Danach geht es durch enge Gassen zum Mittagsessen. Ausgesucht hatte ich das Bistrot de Venice. Anschließend sehen wir uns Venedig von der Wasserseite her an. Auf dem Rückweg zum Hotel werden die bekanntesten Venedig Sehenswürdigkeiten wie Seufzerbrücke, Dogenpalst sowie Markusdom und  der Markusplatz besichtigt. Ein Espresso auf dem Markusplatz verkneif ich mir.

Mit der Gondel unterwegs
Unser Gondoliere
Mittagsmenü
Das Hotel

Mittwoch: Wieder schlichtes Frühstück im Hotel. Dann geht es über die Rialto Brücke zum Rialto Markt. Dann geht wieder mit der Linie 2 zum Parkhaus und die Fahrt über die Autobahn in Richtung Südtirol.

Rialto Markt

Im Restaurant Kuppelrain wird das Abendmenü eingenommen. Das Haus hat auch drei Gästezimmer, so dass wir nach dem Weingenuss nur noch die steile Treppe in das Obergeschoss nehmen mussten.

Kuppelrain

Donnerstag: Reschenpass, Fernpass, Reutte, Füssen und  die A7 sind die Stationen unserer Heimreise. Zwischen Kirchheimer Dreieck und Bad Hersfeld kam es nach einem Unfall zu einer Vollsperrung der A7. Wartezeit über 60 Min.

Interessante Tage, die viel zu schnell vorbei gegangen sind.