Zugegriffen liebe Freunde

Ein Kochbuch aus der Region Kurhessen mit regionalen Gerichten und Geschichten.

Zugegriffen liebe Freunde, ein Kochbuch, aber auch ein Bilderbuch mit Texten. Die Menüs aus dem Lande der Brüder Grimm, sieben an der Zahl, stammen vom „Grischäfer“ Rainer Holzhauer.  Für Zeichnungen und Kalligrafen zeichnet Albert „Ali“ Schindehütte. Fotografiert hat Paavo Blåfield während Heiner Boehncke die sieben Orte beschreibt, an den gespeist wird.

Einfach und Edel sind die Menüs. Einfach, weil die Rohstoffe aus der Region kommen. Beispiel gefällig? Da sind z.B. Weckewerk, Kochkäse, Möhrenwurst oder hessischer Schmand zu nennen. Fein und raffiniert werden die Gerichte zu Tisch gebracht.

 Zugegriffen liebe Freunde

ISBN: 978-3-7888-1156-3

Verlag J. Neumann-Neudamm AG

Schwalbenweg 1, 34212 Melsungen

Zugegriffen liebe Freunde
Zugegriffen liebe Freunde

Mercado de San Miguel – Madrid

Im Feinschmecker 02/10 wird auf Seite 10 der Mercado de San Miguel in Madrid kurz vorgestellt. Ich habe den Mercado bei meinem Besuch im August 09 bereits besucht. Nicht weit vom Place Mayor (200 m) bzw. vom Königspalast (ca.400 m) liegt dieses Gebäude aus Eisen und Glas.

Ein schöner Ort um Lebensmittel zu kaufen oder sich direkt vor Ort bewirten zu lassen. Über 30 Stände wetteifern um die Gunst der Besucher. Für den täglichen Einkauf nicht geeignet, da die Preise, auch für Hauptstadt Verhältnisse, doch sehr hoch sind. An den verschiedenen Ständen, wie Obst und Gemüse, Fischhändler, Schinken, Wein, Backwaren haben wir eingekauft und die in der Mitte der Halle aufgestellten Tische und Stühle belegt, um vor Ort die tollen Produkte zu verzehren.

Mercado
Mercado
Tolle Auswahl
Tolle Auswahl
Austern und Weißwein
Austern und Weißwein
Nach 1300 km mit dem Rad schmeckt es.
Nach 1300 km mit dem Rad schmeckt es.

Winterwanderung

Der 28zigste Dezember eines jeden Jahres ist fest für die Wanderung des Vereins durch den Habichtswald reserviert. Um 10.00 Uhr geht es vom Vereinsheim los. Als wir den  Ortsrand erreichen, sind es immerhin 25 Musikfreunde  die im Jahre 2009 wandern wollen. Es ist kalt, ungemütlich   und teilweise sind die Straßen und Wege vereist. Es heißt also aufpassen.

Winterlandschaft
Winterlandschaft

 Nach der Überquerung der Autobahn geht es auf Waldwegen immer bergauf in Richtung Habichtswald. Vorbei an den „Sieben Teichen“, dem Bismarckturm und dem „Fritz Catta Eck“ erreichen wir kurz vor 12.00 Uhr den  Gasthof Neu-Holland. 8 km und ca. 325 Höhenmeter sind geschafft. Das erste Bier schmeckt nach dieser Anstrengung besonders gut. „Chef“ Hoffmann zählt auf, was er heute aus der Küche empfehlen kann. „Ahle Worscht“, Bratwurst, Schweinebraten, Rouladen und eine Gänsekeule sind auch noch vorhanden. Die Beilagen sind für alle Gerichte gleich. Grünkohl, Rotkohl, Salzkartoffeln, Klöße und reichlich Sauce. Eine gute „bürgerliche Küche“ also. Ich entscheide mich für eine Roulade und bin nicht enttäuscht.

Roulade, Kloß,Grünkohl und reichlich Sauce
Roulade, Kloß,Grünkohl und reichlich Sauce

Nach ca. 2 Std. geht es weiter in Richtung „Herbsthäuschen“. Obwohl gut besucht, finden wir für alle einen Platz im Gebäude. Im Jahre 2008 müsste auf der Terrasse die Pause eingelegt werden. Bei einbrechender Dunkelheit geht die Wanderung weiter in Richtung „Unteres Firnsbachtal“. An der Theke werden noch zwei Bier getrunken, bevor es in Richtung „Hessenklause“ geht. Hier ist wie in den vergangenen Jahren, ja Jahrzehnten, der Abschluss unserer Wanderung. 20 km, 450 Höhenmeter in 5 Std. „Gehzeit“ wurden bewältigt.

In Richtung "Unteres Firnsbachtal"
In Richtung "Unteres Firnsbachtal"

 

 

Lieblingsschokolade

Bei meinem heutigen Markthallenbesuch hatte die Weinhandlung Kuhn endlich wieder meine Lieblingsschokolade im Sortiment.

Eine Bitterschokolade mit Chilifüllung von Zotter, Österreich.

Eine Handgeschöpfte Schokolade mit 70% Kakaoanteil aus dem Bio und Fair Handel
Die 70 g Tafel kostete 3,15 €,  bei Zotter direkt 3,05 €
Nicht nur eine wunderbare Geschmackskompositionen auch die Verpackung mit dem einmaligen Design ist mittlerweile Kult.

birdseyechili
birdseyechili

Ein Geschmackserlebnis der besonderen Art.

Rede zum Volkstrauertag 15.11.2009

Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker. …

Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der Monat November hat viele Gedenktage für unsere Verstorbenen: Allerseelen, Allerheiligen, der Totensonntag und dazwischen der Volkstrauertag. Wir trauern an diesem Tag nicht nur um Verstorbene allgemein, sondern um jene Verstorbenen, an deren Tod wir Menschen – nicht individuell, aber grundsätzlich – schuldig sind.

Mit dem heutigen Beisammensein wird eine lange gepflegte Tradition fortgesetzt. Wir versammeln uns alljährlich hier am Ehrenmal um an die in den beiden Weltkriegen gefallenen Soldaten und Zivilbürgern zu gedenken. Welche Bedeutung hat diese alljährliche Zusammenkunft für die Gegenwart und Zukunft.

Von dem italienische Dichter und Gelehrte Francesco Petrarca. stammen folgende Sätze:

„Fünf große Feinde des Friedens wohnen in uns: nämlich Habgier, Ehrgeiz, Neid, Wut und Stolz. Wenn diese Feinde vertrieben werden könnten, würden wir zweifellos ewigen Frieden genießen.“

Diese Sätze stammen nicht etwa aus der heutigen Zeit sondern bereits aus dem 14. Jahrhundert. Ist Petrarcas scharfsinnige Analyse richtig, dann wird wohl auch Astrid Lindgrens Behauptung zutreffen:

„Über den Frieden sprechen heißt über etwas sprechen, das es nicht gibt.“ Hoffen wir, dass Astrid Lindgren irgendeinmal widerlegt wird und Frieden in Freiheit in aller Welt möglich ist.

…Wir gedenken derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde.

Wir leben seit über 60 Jahren in einer relativ stabilen Demokratie und in Frieden und Freiheit. Wir leben in einem Europa, das friedliche Nachbar-schaft und immer mehr Gemeinsamkeit anstrebt. Dies war gerade im ver-gangenem Jahrhundert nicht immer so. Wir sind von vielen Krisenherden umgeben, wir hören täglich von neuen Gewaltaus-brüchen irgendwo auf der Welt. Weil die Welt immer mehr zusammenwächst, bekommen wir es auch immer mehr mit. Weil die Welt immer mehr zusammenwächst, betrifft es uns aber auch immer mehr.

Ob Afghanistan, der Sudan, der Irak, oder für die vielen anderen Staaten, die man in diesen Regionen nennen könnte, sind Frieden und Freiheit nur eine Hoffnung, dort sind blutige Auseinandersetzungen und Unterdrückung Alltag. Wir können nicht so tun, als ginge uns das nichts an. Umso dringlicher ist es, neue Formen zur Bewältigung der Konflikte zu finden. Denn ich denke, eine Lehre kann aus allen Konflikten und Krisen der Vergangenheit und Gegenwart gezogen werden: Gewalt erzeugt neue und vor allem Gegengewalt.

Die Botschaft des heutigen Tages kann deshalb nur lauten: den Teufelskreis der Gewalt zu durchbrechen, denn der Friede hat ebenso viele Siege aufzuweisen wie der Krieg, aber weit weniger Denkmäler!

…Wir gedenken derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft leisteten, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder ihrem Religion festhielten.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger Nicht wenige von denen, die heute nicht hier sind, sind vielleicht der Meinung, eine Ehrung dieser Art passe nicht mehr in unsere Zeit. Sie sei rückwärts gewandt und könne unter-bleiben, weil die Erinnerung an die Toten verblasse und unser Leben nicht mehr betreffe. Wer so denkt irrt sich Leider denkt vor allem ein großer Teil unserer jüngeren Generation so. Einer Generation, die in Frieden und Freiheit und Wohlstand aufgewachsen ist und die schrecklichen Erlebnisse eines Krieges und deren Folgen nur noch aus Medienberichten kennt. Für viele unserer Mitmenschen sind die Weltkriege und das NS-Regime ferne Zeiten

Wer begreift, was Krieg und Gewalt bedeuten, wird die Welt danach mit anderen Augen sehen. Er wird erkennen, dass sein Leben in unserem Land, das in Frieden mit seinen Nachbarn lebt und das die Menschenrechte wahrt, dass dieses Leben ein Geschenk ist. Ein Geschenk, das freilich auch eine Verpflichtung enthält.

 …Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Opfer sinnloser Gewalt, die bei uns Schutz suchen. um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräften die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.

Ein Leben in Frieden und in Freiheit ist nicht selbstverständlich und muss immer wieder von neuen erarbeitet werden, gestern, heute und morgen.

Lassen sie mich aus der Rede von Dr. Bernhard Rousseau, Arzt in unserer Partnerstadt Vire in der Normandie und Organisator des Friedensfestes am 8. Mal 1995 zitieren:

„Der Krieg ist eine Krankheit.“

und Dr. Rousseau weiter

und erlauben Sie bitte dem Arzt, der ich bin, Ihnen sagen zu müssen, versuchen Sie alles diese Krankheit nicht zu bekommen, denn Sie ist fast immer tödlich und sollten Sie Lebend aus dieser Krankheit kommen, hinterlässt sie immer fürchterliche Narben. Wir können nur wünschen, dass die Menschen, die unter diesen Folgen leben müssen, akzeptieren und den Vorschlag annehmen, „auf den Frieden zu bauen“. Ende des Zitates.

Soldatenfriedhöfe, Ehrenmale wie dieses und Kriegsgräber sind Orte der Erinnerung und des Gedenkens. Aber eben nicht ausschließlich. „Sie sind auch Ausgangspunkt für Verständigung, Versöhnung und Freundschaft für die Menschen ehemals verfeindeter Länder. Die Gräber mahnen zum Frieden“,

…Wir trauern mit den Müttern und mit allen, die Leid tragen, um die Toten.

…Doch unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der Welt.

Zum Schluss erlauben Sie mir für mich diesen Satz von dem französischen Schriftsteller Jean Giorno zu zitieren:

„Was mich an dem Krieg so ekelt, ist sein Schwachsinn.“

Ich liebe das Leben.

Diese Rede habe ich in meiner Eigenschaft als Stadtrat (Ehrenamtlich) bei einer Gedenkfeier im Stadtteil Altenritter gehalten

Nordhessen – Küchenherd trifft Gourmetküche

Zwei Wünsche habe Jürgen Richter in seinem Kochleben noch, so Thomas Nähler Chef des Steinernen Schweinchens in Kassel, anlässlich einer Veranstaltung am 07.11.09 in Kassel.

Der erste Wunsch: Verbindungen aufzeigen zwischen regionaler nordhessischer Küche und Gourmetküche.

Der zweite Wunsch: Einen Stern des Guide Michelin nach Kassel holen.Den ersten Wunsch hat er sich als Mitautor „Küchenherd trifft Gourmetküche“ erfüllt. Der zweite wird schwieriger werden, da Nähler das Gourmetrestaurant seit dem 01.10.2009 für den a la Carte  Bereich geschlossen hat.

Zurück zum Buch. Zusammen mit den HNA Redakteurin Inge Thaetner und HNA Fotograf  Jörg Lantelmé hat Richter ein interessantes Buch herausgebracht. Von den traditionellen nordhessischen Küchen inspiriert,  werden mit althergebrachten Produkten aus der Region neue Gerichte auf den Teller gezaubert. Manches ist gelungen, andere Gericht bedürfen bereits jetzt der Überarbeitung, Als kleines Beispiel sei das Kassler Gröstel aufgeführt. Wenn ich schon  regionale Produkte verwende, dann bitte die Chorizowurst, so gut diese auch sei, ersetzen durch die nordhessische „Ahle Wurscht“. Als besonders gelungen ist für mich die Umsetzung des Weckewerks als Carpaccio.  Dabei ist allerdings das traditionelle Gericht nicht gelungen.  Eine noch rustikalere Anrichtung wäre sinnvoller gewesen.

Ansonsten ein gelungenes Buch mit vielen Anregungen.

 NORDHESSEN

Küchenherd trifft Gourmetküche

Inge Thaetner .  Jörg Lantelmé . Jürgen Richter

Wartbergverlag – Gudensberg

ISBN: 978-3-8313-2059-2

Kochbuch Jürgen Richter

Kochen ist Krieg

Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch eine Besprechung bei  NutriCulinary,  einem sehr empfehlenswerten Blog.

Gregor Weber, geboren 1968, ist Schauspieler und gelernter Koch. Bekannt geworden ist er als Hauptkommissar Deininger im saarländischen „Tatort“ sowie als Sohn Stefan der „Familie Heinz Becker“

Mit 35 Jahren absolvierte er noch eine Kochlehre und zwar nicht irgendwo, sondern im Sternerestaurant  VAU in Berlin.

Im ersten Kapitel beschreibt er seine Kochlehre sowie in neun weiteren seine Station in den Küchen Deutschlands.

Spannend und Unterhaltsam zu gleich.  Da ich bei diversen Kochlehrgängen Einblicke in Profiküchen hatte, kann ich manche Episode und Begebenheiten nachvollziehen.  Am Interessantesten fand ich persönlich seine Erfahrungen in der Alten Schule Fürstenhagen, die lt. eigener Homepage leider geschlossen wurde, sowie den Besuch  bei Bau.

 Kochen ist Krieg