Auf dem Mein Schiff Relaxe laden verschiedene Restaurants, Bistros und Bars täglich zu einer kulinarischen Entdeckungsreise ein. Hier verwöhnt man jeden Gaumen und entdeckt neue Geschmackserlebnisse. Doch seien wir ehrlich: In nur sieben Tagen alle Highlights zu probieren, ohne den Magen zu überfordern, ist schlicht unmöglich.
Beginnen wir mit den positiven Eindrücken. Das Atlantik habe ich bereits an anderer Stelle beschrieben, daher widme ich mich hier meinen weiteren Favoriten. Das Pool Bistro punktet mit entspannter Atmosphäre und frisch zubereiteten internationalen Teigtaschen. Ein Gläschen Wein dazu – perfekt für einen sonnigen Tag am Pool. Auch das Pane e Sole Bistro überzeugte mit frischen Zutaten: Paninis mit Rucola und Lachs, gegrilltem Gemüse und einer Auswahl an Salaten. Der Harbour Market beeindruckte mit Vielfalt und lebhaftem Marktcharakter, auch wenn es zu den Hauptmahlzeiten eng wird und das Nachfüllen der Speisen Zeit braucht. Die Osteria bot solide italienische Küche, wie man sie aus deutschen Pizzerien kennt.
Leider gab es auch Enttäuschungen.
Die Taverne Dionysos blieb in Qualität und Service hinter den Erwartungen zurück und wirkte uninspiriert.
Ähnlich ernüchternd war das Sur Mer Bistrot, das weder mit seinem Namen noch mit seinem Design überzeugen konnte. Von französischem Flair ganz zu Schweigen.
Den krönenden Abschluss unserer Reise bildete das Fugu by Tim Raue. Dieses Restaurant spielt in einer eigenen Liga und hebt das kulinarische Erlebnis auf ein neues Niveau. Die Gerichte beeindrucken mit Kreativität und exzellenter Präsentation.
Da unsere Enkeltochter und Freund nicht die großen Fleischesser sind, haben wir auf das Høfde sowie auf das Chalet verzichtet.
Insgesamt bot man an den sieben Tagen ein kulinarisches Abenteuer mit genussvollen Höhen und einigen Tiefen. Jeder Gast wird seine eigenen Favoriten entdecken. Es lohnt sich, Neues auszuprobieren und sich überraschen zu lassen!
Auf den Mein Schiff Relax Kreuzfahrten erwartet die Gäste eine kulinarische Entdeckungsreise in einer Vielzahl von Restaurants, die alle Geschmäcker und Vorlieben bedienen.
Atlantik – Das Hauptrestaurant
Das Atlantik, das Hauptrestaurant an Bord, erstreckt sich über zwei Decks und bietet Platz für knapp 1750 Gäste. Trotz der Größe herrscht eine entspannte Atmosphäre. Gäste genießen erstklassigen Service am Platz – ohne feste Essenszeiten oder Sitzordnungen. Die Vielfalt der Speisen überrascht täglich aufs Neue. Wir haben dreimal auf Deck vier zu Abend gegessen: zweimal mit herrlichem Blick aus den Fenstern, einmal in der Mitte des Restaurants.
Auch das Frühstück nahmen wir im Atlantik ein. Einmal auf Deck fünf mit Bedienung, während auf Deck vier Selbstbedienung herrschte. Dort fiel der kleine Buffetbereich auf, doch Eierspeisen konnte man bequem am Tisch bestellen. Der Service war ausgezeichnet, vor allem dank des engagierten Personals, überwiegend aus Ostasien.
Abends wechselte das Menü täglich. Zur Auswahl standen ein Fünf-Gänge-Menü mit Fleisch und/oder Fisch sowie ein veganes Pendant. Alternativ konnte man sich sein eigenes Menü zusammenstellen.
Früh am Morgen brachen wir in Baunatal zu unserer ersten Kreuzfahrt auf. Nach knapp zwei Stunden Autofahrt erreichten wir das Flughafenparkhaus in Düsseldorf, das selbst zu dieser frühen Stunde gut gefüllt war. Am „Self-Bag-Drop“-Automaten gaben wir unser Gepäck ab: Kofferanhänger drucken, befestigen, Gepäck aufs Band legen – alles lief schnell und reibungslos. Auch die Sicherheitskontrolle verlief ohne Probleme, und bald saßen wir im Flugzeug nach Gran Canaria.
Die Strecke ist uns vertraut, fliegen wir doch seit Jahrzehnten regelmäßig auf die Insel. Trotzdem spüren wir jedes Mal diese besondere Aufregung, wenn das Flugzeug abhebt. Nach der Landung mussten wir diesmal ungewöhnlich lange auf unser Gepäck warten. Schließlich ging es zu den Bussen. Doch dieser Sonntag war anders: Statt wie gewohnt nach Maspalomas im Süden zu fahren, brachte uns der Weg zum Hafen von Las Palmas. Dort lag das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff Relax“ und wartete auf uns.
Am Hafen fiel unser Blick auf die beeindruckende Silhouette des Schiffes, das im strahlenden Sonnenlicht glänzte. Nach den üblichen Formalitäten bezogen wir unsere Balkonkabine. Unterwegs begegneten wir Rainer H. aus Baunatal, der bereits seit Teneriffa an Bord war. Nach einer kurzen Begrüßung empfahl er uns, am Abend das Restaurant Atlantik zu besuchen.
Av. la Habana, 14, 38650 Arona. Besucht Oktober 2025
Das Restaurant vereint peruanische und mediterrane Fusionsküche, zubereitet mit lokalen Zutaten.
Nahe der Playa de las Vistas liegt das Restaurante Qapaq – kein Ort mit spektakulärem Meerblick, aber eine Adresse für authentische peruanische Genüsse. Der Bau wirkt unscheinbar, doch dieser Eindruck täuscht. Beim Betreten empfängt den Gast eine schlichte, gemütliche Einrichtung. Der Raum ist funktional gestaltet, damit die Aufmerksamkeit den Speisen und Getränken gilt. Besonders reizvoll: die offene Küche. Hier kann man dem Team zusehen, wie es frische Zutaten verarbeitet – ein Erlebnis für alle Sinne.
Links der Küche liegt ein weiterer Bereich, moderner und geschmackvoll eingerichtet. Ob Liebhaber peruanischer Küche oder Neugierige auf der Suche nach neuen Aromen – im Qapaq fühlt sich jeder willkommen. Das Serviceteam sorgt dafür, dass der Besuch in Erinnerung bleibt.
Die Empfehlung kam von unserer Tochter und unserem Schwiegersohn. Auch die Michelin-Empfehlung für das Lokal sprach für sich.
Der Service ist äußerst freundlich. Die Speisekarte ist klar strukturiert: Sie bietet rein peruanische Gerichte und solche mit spanischem Einfluss, aber peruanischen Akzenten.
Der Abend begann mit einem köstlichen Amuse-Bouche: zarter Oktopus, kunstvoll in knusprigen Filoteig gewickelt und perfekt frittiert. Eine würzige rote Mojo-Soße setzte einen spannenden Akzent.
Es folgte eine Jakobsmuschel, überbacken mit Parmesan. Ihre leicht glasige Textur und ein feiner Rauchgeschmack unterstrichen die frischen Aromen. Ein Meeralgensalat fügte maritime Frische hinzu und rundete den Gang ab.
Das Highlight des Abends war das Ceviche, serviert in zwei Variationen. Die klassische Version überzeugte mit zartem Weißfisch, mariniert in Limettensaft, verfeinert mit roten Zwiebeln, Koriander und feurigen Chilischeiben. Süße Süßkartoffelwürfel und knusprige Maiskörner setzten harmonische Kontraste.
Die zweite Variation kombinierte Weißfisch mit saftigen Garnelen. Eine Marinade aus Passionsfrucht verlieh dem Gericht eine exotische Note. Ein erfrischendes Limetten-Sorbet balancierte die intensiven Aromen mit leichter Frische.
Das Hauptgericht präsentierte zartes Schweinefleisch, begleitet von Hühnererbsenkroketten und gebratener Kochbanane. Die Kombination überraschte mit einem neuen Geschmackserlebnis. Jedes Element harmonierte perfekt und zeigte die Kreativität der Küche.
Zum Abschluss Dessert und Espresso
Ein feinherber Weißwein aus Lanzarote, sorgfältig ausgewählt, begleitete die Speisen und rundete den Abend ab.
Fazit: Das Restaurante Qapaq ist mehr als ein Ort zum Essen – es ist ein Erlebnis für Feinschmecker und Liebhaber der Fusionsküche. Lassen Sie sich von der Kreativität der Küche und der Qualität der Zutaten begeistern. Ein Besuch lohnt sich!
Auf Empfehlung unserer Tochter und unseres Schwiegersohnes besuchten wir das Almar in Costa Adeje. Sie reisen seit Jahren regelmäßig nach Teneriffa und kehren dort immer wieder ein.
Das Almar Tenerife bot uns ein außergewöhnliches kulinarisches Erlebnis. Besonders beeindruckte uns das Degustationsmenü für nur 90 Euro – in Deutschland hätte ich dafür wohl das Doppelte gezahlt. Ein erstaunlicher Unterschied.
Das Restaurant ist ein Muss für alle, die Aromen und Texturen einer besonderen Küche entdecken wollen. Uns erwartete mediterrane Küche, verfeinert mit einem Hauch japanischer Eleganz. Jedes Gericht war mit Sorgfalt zubereitet und kunstvoll angerichtet. Nicht nur der Geschmack, auch die Liebe zum Detail begeisterte uns.
Zum Glas Cava gab es Grüße aus der Küche, die die Nähe des Meeres widerspiegelten – ein gelungener Auftakt. Allerdings habe ich bei solchen Kleinigkeiten oft Schwierigkeiten, die einzelnen Zutaten geschmacklich zu erfassen. Eine Diskussion auf hohem Niveau.
Schon der erste Gang entpuppte sich als Höhepunkt des Menüs: eine kurz angebratene Jakobsmuschel, noch leicht glasig, bedeckt mit einem Schaum aus Kokosnuss und Bergamotte. Die Bergamotte verlieh dem Gericht eine frische, zitronige und leicht herbe Note. Der Cava reichte auch noch für diesen Gang.
Es folgte Thunfisch-Tatar, gewürzt mit Papaya, Avocado und Tamarindensauce. Die Kombination aus der Frische des Thunfischs, der Süße der Papaya, der Cremigkeit der Avocado und der Säure der Tamarindensauce war ein Geschmackserlebnis, das uns begeisterte. Dazu wurde ein Weißwein gereicht, der perfekt harmonierte.
Der nächste Gang war puristisch: geräucherter Aal mit Gofio-Crumble, einem Hauch Palmhonig und Avocado-Senf-Sauce. Ein gut gekühlter Rosé aus Navarra begleitete das Gericht. Obwohl ich kein großer Rosé-Fan bin, passte dieser hervorragend zum Fisch.
Danach kam ein saftiger Wolfsbarsch, der Japan mit den Kanaren verband. Das intensive, leicht bittere Aroma der Yuzu-Frucht verschmolz mit der kanarischen grünen Mojo-Sauce. Als Überraschung diente eine Popcorn-Sauce. Auch hier blieb der Rosé die passende Wahl.
Die Ravioli, ist gefüllt mit Hummer und lagen in einer gelben Cherrytomatensauce. Sie wurden von grünem Apfelgel begleitet. Die mild-süße Sauce harmonierte perfekt mit der Ravioli. Der dazu gereichte Weißwein aus Galicien beeindruckte nicht nur durch sein Etikett, sondern auch durch die Balance von Frische und Textur. Mit moderaten 12,5 Prozent Alkohol war er ein gelungener Abschluss der Weißweine.
Die nächsten Gänge führten uns zurück in die japanische Küche. Ein Nigiri mit A5-Wagyu diente als Zwischengang.
Das Wagyu-Tenderloin wurde nicht kurz angebraten, sondern langsam gegart. Dazu gab es Maiscreme und eine Demi-Glace-Sauce, leicht mit Kaffee abgeschmeckt. Leider war das Fleisch etwas zu lange gegart und dadurch leicht faserig – der schwächste Gang des Menüs. Der dazu gereichte Rotwein „El Lomo“ von der Insel überzeugte mit Noten von Kaffee und Schokolade sowie kräftigen, aber angenehmen Tanninen.
Frische brachte das Pre-Dessert: eine Kombination aus Kokos, Mango und Yuzu.
Das anschließende Dessert war kräftig und schokoladig, mit verschiedenen Texturen schwarzer Schokolade und einer Creme aus kanarischen Bananen. Dazu wurde ein leicht süßlicher Muskatwein serviert.
Fazit: Unser Besuch im Almar Tenerife war ein voller Erfolg und übertraf unsere Erwartungen. Wir empfehlen dieses Restaurant jedem, der das Besondere sucht und die Vielfalt einer modernen kanarischen Küche erleben möchte. Zu jedem Gang gab es eine sorgfältig ausgewählte Weinbegleitung, die die Aromen harmonisch unterstrich und das Erlebnis abrundete. Vom ersten Moment an fühlten wir uns willkommen. Das Restaurant präsentiert sich mit einer Begrüßung, einem Service und einer Präsentation, die fast Michelin-würdig sind!
Wer in Costa Adeje einen entspannten Urlaub sucht, sollte das Guayarmina Princess besser meiden. Die Architektur beeindruckt auf den ersten Blick: ein modernes, großzügiges Gebäude mit zeitgemäßem Design. Doch hinter der Fassade lauern Enttäuschungen.
Zimmer
Wir hatten ein Standardzimmer gebucht. Es war geräumig, das Bett bequem, und die begehbare Dusche gefiel uns. Allerdings ließ die Abdichtung zwischen Wand und Schiebtür zu wünschen übrig, sodass der Boden vor der Dusche oft unter Wasser stand.
Restaurants – die Schwachstelle des Hotels
Kulinarisch enttäuscht das Guayarmina Princess. Der „Food Market“ bietet zwar eine große Auswahl, doch das Ambiente erinnert eher an eine Kantine als an ein 4-Sterne-Hotel. Qualität und Abwechslung bleiben auf der Strecke. Alles wirkt anonym und wenig einladend.
Wer mindestens vier Nächte bleibt, isst einmal im ‚The Roast‘ ohne Aufpreis. Die Vorspeisen und Desserts ähneln jedoch denen im „Food Market“, und die Hauptgerichte von der kleinen Karte sind kaum erwähnenswert. Immerhin ist es dort ruhiger als im Hauptrestaurant.
Ein weiteres Problem ist der Service. Das Personal wirkt oft gleichgültig, manchmal sogar nervös – bei einem Hotel dieser Größe wenig überraschend. Alles scheint auf die überwiegend englischen Gäste ausgerichtet, die 80 bis 90 Prozent der Besucher ausmachen. Über die Einhaltung der Kleiderordnung hüllt man besser den Mantel des Schweigens.
Fazit
Trotz der schönen Zimmer und der beeindruckenden Architektur überwiegen die negativen Eindrücke. Wer keine hohen Ansprüche an die Küche stellt, könnte hier dennoch glücklich werden. Allen anderen sei geraten, die Restaurants in der Umgebung zu erkunden – ein Tipp, den wir selbst beherzigt haben.
Kaum zu glauben, aber unser Sylt-Urlaub 2025 geht tatsächlich zu Ende! Nach elf Tagen auf dieser traumhaften Insel kann ich nur sagen: Es war alles dabei.
Wir haben die Sonne genossen, an den herrlichen Stränden entspannt – und natürlich auch Regen und Sturm erlebt. Das wechselhafte Wetter gehört zu Sylt und macht den Reiz der Insel aus.
Kulinarisch wurden wir verwöhnt. Vom „Gosch“ in List, bis zum eleganten Söl’ring Hof in Rantum – jede Mahlzeit war ein Genuss. Die Abende in List, Kampen, Rantum, Wenningstedt und natürlich Westerland mit guten Weinen und anregenden Gesprächen, bleiben in Erinnerung.
Ein Besuch im Restaurant Jörg Müller ist stets ein Höhepunkt. Seine Gerichte verwöhnen die Sinne, und der Service erfüllt jeden Wunsch.
Wer meinen Blog kennt, weiß: Ich bin ein großer Fan der Küche von Jörg Müller. 1992 speiste ich dort zum ersten Mal. Es folgten viele weitere Besuche, und besonders die Kochkurse, die ich zwischen 1994 und 2004 bei ihm absolvierte, sind mir in bester Erinnerung. Ob im Gourmet-Restaurant oder im Pesel – die Abende waren immer etwas Besonderes. Auch nach seinem Abschied von der klassischen Gourmetküche im Jahr 2014 blieb ich ein begeisterter Gast. Seine Gerichte überraschen weiterhin mit originellen Ideen. Unvergessen bleibt sein Einstieg mit Gemüsestreifen, Wurst und Schinken, kunstvoll auf einem Holzspieß arrangiert. Wer traut sich sonst auf der Insel, so eine Amuse-Bouche zu servieren. Außer JM sonst keiner.
Am Sonntagabend lockte ein kulinarisches Fest der besonderen Art. Alles drehte sich um Meeresfrüchte – frisch gefangen und meisterhaft zubereitet.
Den Auftakt machten sechs Austern, nicht von den Stränden Sylts, sondern von den rauen, geschmackvollen Küsten Irlands. Pur serviert, ohne Zitrone oder andere Zusätze, entfalteten sie ihr volles Aroma. Die feine Salznote und die zarte Konsistenz boten einen Genuss, der den Abend perfekt einleitete.
Danach folgte der Hauptgang: zarter Steinbutt und prall gefüllter Hummer, begleitet von zwei erlesenen Saucen. Der Steinbutt, auf den Punkt gegart, zerging auf der Zunge und harmonierte mit den fruchtigen und würzigen Nuancen der Saucen. Der Hummer, saftig und üppig, krönte das Menü und machte den Abend unvergesslich.
Als Dessert „Gebackene Zwetschgen auf Armagnacschaum mit Walnuss-Krokant Eis“. Es ist so einfach und doch so gut – der Inbegriff eines Herbstdesserts. Zwetschgen, saftig und reif, umhüllt von einem zarten Teigmantel. Der erste Biss – warm und fruchtig – lässt die Aromen explodieren. Dazu eine Nocke Walnusseis, die mit ihrer cremigen Textur und dem nussigen Geschmack perfekt harmoniert. Das Eis schmilzt langsam und vermischt sich wunderbar mit den süßen Zwetschgen.
Dazu genossen wir einen besonderen Weißwein: den 2023 Solviin vom hauseigenen Weinberg in Keitum. Seine frischen Noten und die feine Säure unterstrichen die Aromen des Meeres und rundeten das Menü ab. Jeder Schluck war eine Entdeckung und begleitete die Vielfalt der Geschmäcker auf vollendete Weise.
Am vorletzten Abend unseres Aufenthalts kehrten wir noch einmal bei JM ein. Diesmal standen Fleisch und Rotwein auf dem Plan. Wie immer starteten wir mit einem Glas Champagner für Irmtraud, während ich wie gewohnt den Hauscocktail wählte.
Dann folgte Beef Tatar mit Reibekuchen und Crème fraîche. Das Fleisch war fein gewürzt, die Crème verlieh dem Gericht eine angenehme Frische.
Als Hauptgang ein Klassiker von JM: Tournedos ‚Rossini‘ mit gebratener Gänseleber, Trüffelsauce und Kartoffelgratin. Das Fleisch war perfekt medium rare gebraten, die Leber zerging auf der Zunge, die Sauce harmonierte ideal, und das Gratin duftete dezent nach Muskat.
Zum Dessert eine makellose Crème Brûlée mit knuspriger Karamellkruste und samtiger Füllung. Dazu ein leicht erwärmter Zwetschgenröster mit einem Hauch Zimt.
Als Wein empfahl uns Ben Birkholz einen Volnay AOC 2019 von der Domaine Chantal Lescure.
Den Abend ließen wir in der Bar bei „Mo“ mit einem Zibärtle ausklingen. Der Service war wie gewohnt erstklassig: „Big Ben“, sein Schwager Jan-Sören und natürlich die Chefin Jane Müller, die im Hintergrund leise, aber souverän die Fäden zog.
Fazit: Sylt hat unsere Erwartungen erneut übertroffen. Wir reisen mit wunderbaren Erinnerungen. Nach Sylt ist vor Sylt. Bis bald, Sylt!
Der kulinarische Höhepunkt unseres Sylt-Aufenthalts im September 2025 war, wie schon in den Jahren zuvor, der „Söl’ring Hof“ in Rantum. Dieses herausragende 2-Sterne-Restaurant mit angeschlossenem Luxushotel liegt abgeschieden in den Dünen, umgeben von einer Landschaft, die mit endlosen Sandstränden auf beiden Seiten kaum zu übertreffen ist.
Jan-Philipp Berner, sein Küchenchef Jan Fehling und sein Team verwandeln ihre Leidenschaft für beste Zutaten in wahre Meisterwerke. Die Speisekarten folgen dem Rhythmus der Natur und setzen auf saisonale und regionale Produkte. Mit jeder Jahreszeit erfindet sich die Küche des „Söl’ring Hofs“ neu und überrascht mit aufregenden Kreationen. Berner und Fehling legen großen Wert auf authentische Sylter Zutaten: Frisches Gemüse stammt aus den hauseigenen Gärten, würzige Kräuter von den Salzwiesen und heimische Fischer liefern fangfrische Meeresfrüchte. All das mündet in sechs-, sieben- oder achtgängigen Degustationsmenüs – ein Fest für die Sinne.
Nach einem herzlichen Empfang durch Restaurantleiterin Bärbel Ring wurden wir liebevoll ins Restaurant begleitet. Sie kennt ihre Gäste gut und erinnerte sich, dass wir vor zwei Jahren das Sofa nicht mochten. Kurz darauf brachte eine junge Dame den Aperitifwagen und stellte uns die köstlichen Optionen vor. Wir entschieden uns erneut für Champagner, diesmal in der Rosé-Variante. Auch Hausherr Jan-Philipp Berner ließ es sich nicht nehmen, uns persönlich zu begrüßen und einen wundervollen Abend zu wünschen.
Nach kurzer Überlegung wählten wir das empfohlene 6-Gang Menü. Zuvor verwöhnten uns fünf Amuse-Bouches, und zum Abschluss des Menüs servierte man uns fünf kleine Petit Fours.
Fazit: Ein wunderbarer Abend, der seinen Preis hatte – doch jeder Cent war es wert. Die beeindruckende Küche von Berner und seinem talentierten Team durften wir schon in den vergangenen Jahren genießen, und ich freue mich, dass die Qualität stetig steigt. Vom Geschmack bis zur Präsentation: einfach großartig!
Nach einem ausgiebigen Frühstück brechen wir zu einem entspannten Strandtag auf. Die Vorfreude ist groß! In der Nähe der neuen „Badezeit“ mieten wir zwei Strandkörbe – obwohl wir ehrlich gesagt keine großen Fans davon sind. Sie sind zu eng, mir persönlich zu schwer, und jedes Mal, wenn die Sonne wandert, muss man diese sperrigen Kästen verrücken, um im Licht zu bleiben.
Doch kein Grund zur Klage! Wir gönnen uns eine Abwechslung und spazieren am Strand entlang. Das Rauschen der Wellen und der salzige Duft heben sofort die Laune. Plötzlich sehe ich, wie unser Enkel Sky mutig in die Nordsee springt. Respekt – mir ist das Wasser viel zu kalt! Ich bleibe lieber am Ufer und genieße den Anblick der Wellen.
Gegen 16 Uhr kehren wir zum Hotel zurück. Ein wenig wehmütig, aber auch voller Vorfreude, denn am Abend steht das Abschiedsessen mit Hanna und Herbert an. Ein schöner Abschluss für unseren Tag am Strand!
Hanna und Herbert können kaum glauben, dass ihr zweiwöchiger Urlaub schon am Sonntag endet. Auch Leah und Sky müssen ihren Kurztrip leider beenden. Am vorletzten Urlaubstag auf Sylt gehört es für uns zur Tradition, bei Jörg Müller vorbeizuschauen und uns gebührend von der Insel zu verabschieden.
Der Abschied gelingt natürlich mit Lammbratwurst, herzhaften Maultaschen und einem guten Glas Wein – das darf nicht fehlen! Zuvor treffen wir uns in der Bar bei „MO“ für einen Aperitif. Die Damen genießen meist spritzigen Champagner, während die Herren lieber zum Haucocktail greifen. Nach dem Essen folgt der Absacker: Ein kleines Gläschen Zibärtle ist seit Jahren unser Favorit.
Diese kleinen Rituale machen unseren Urlaub besonders – das gute Essen, die geselligen Runden und die Vorfreude auf das nächste Mal.
Ein Besuch im Restaurant Jörg Müller (JM) gehört auf Sylt einfach dazu! Seit einigen Jahren übernachten wir auch im dazugehörigen Hotel – und ich kann nur sagen: wunderbar! Vom herzlichen Empfang bis zur Verabschiedung lief alles reibungslos. Man fühlt sich rundum wohl, es gibt nichts zu beanstanden.
Das Hotel und Restaurant Jörg Müller liegt ideal im Zentrum von Westerland. Der Bahnhof ist in zehn Minuten zu Fuß erreichbar, und die Nordseeküste liegt nur wenige Schritte entfernt. Perfekt für Strandspaziergänge und Aktivitäten am Wasser.
Die Zimmer sind gemütlich im friesischen Stil eingerichtet, mit viel Liebe zum Detail. Individualität wird hier großgeschrieben.
Natürlich haben wir auch das Restaurant besucht, doch dazu später mehr. Zunächst ein Wort zum Frühstück: alles hausgemacht und frisch zubereitet. Nur das Brot stammt von der Bäckerei Lund aus Hörnum. Wer Fisch und Meeresfrüchte liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Aber auch Fleisch, Käse und Süßes fehlen nicht. Kaffee wird am Tisch serviert, Tee brüht man sich am Samowar selbst auf. Die Auswahl ist großartig! Und das Beste: Alles wird rechtzeitig nachgereicht, sodass man nie warten muss. Eierspeisen werden frisch zubereitet, und für einen beschwingten Start in den Tag gibt es sogar Champagner.
Ein besonderes Lob verdient Frau Wuller und ihr Frühstücksteam. Mit ihrer herzlichen Art haben sie unseren Aufenthalt noch schöner gemacht.