Fahrt in die Normandie 2025

An einem Dienstagmorgen brechen wir auf – ein Tag, der frischen Wind in unsere Pläne bringt. Vor uns liegen 2200 Kilometer, sechs Tage und fünf Restaurants, die bereits besucht wurden oder noch entdeckt werden wollen. Die Vorfreude ist spürbar, als wir uns auf den Weg machen.

Unsere Route führt uns über die A44 in Richtung Dortmund. Der Verkehr fließt ruhig, während wir die ersten Kilometer hinter uns lassen. In Gedanken stelle ich bereits die nächsten Stationen zusammen und freue mich auf die kulinarischen Höhepunkte unserer Reise.

In Dortmund wechseln wir auf die A1, die uns weiter nach Köln bringt. Aachen rückt näher, und bald erreichen wir die Autobahnraststätte. Hier gönnen wir uns eine kleine Auszeit: einen köstlichen Cappuccino, der uns neue Energie verleiht.

Gestärkt setzen wir unsere Reise fort und fahren entspannt über die belgische Autobahn. Die Landschaft zieht ruhig und malerisch an uns vorbei, während ich den Tempomat auf 125 km/h stelle. Es ist fast meditativ, wie sich die Straße vor uns entfaltet.

Nur rund um Lüttich muss ich aufmerksamer fahren. Hier wird der Verkehr dichter, und ich muss gelegentlich bremsen oder beschleunigen. Nach etwa einer Stunde und 50 Minuten erreichen wir schließlich die französische Grenze. Hinter uns liegen bereits zahlreiche Eindrücke, und die Vorfreude auf die kommenden Tage, die gastronomischen Erlebnisse und die neuen Entdeckungen ist groß.

Die Autofahrt geht weiter durch das wunderschöne Frankreich, wo die Autobahn nicht nur als Transportweg dient, sondern auch eine Einladung zum Entschleunigen ist. Bei einer Geschwindigkeit von 135 km/h können wir die Landschaft genießen und machen unsere nächste Ruhepause an der Raststätte „Aire d’Assevillers“. Hier bietet sich die Gelegenheit, die Beine zu vertreten, den ersten Café au Lait zu trinken und ein Croissant zu genießen.

Frisch gestärkt setzen wir unsere Fahrt über die A29 in Richtung Honfleur fort. Anders als sonst, werden wir diesen charmanten Ort diesmal nicht zur Übernachtung ansteuern. Bei der Ausfahrt Yvetot verlassen wir die Autobahn und fahren auf die Departements Straßen, die uns tiefer ins Herz der Normandie führen.

  1. Tag: Auberge du Val au Cesne, 76190 Croix-Mare: Unser Ziel ist eine kleine, abgelegene Auberge, die sich in einem stillen Tal versteckt. Die Anfahrt ist gesäumt von sanften Hügeln und üppigem Grün. Die Auberge du Val au Cesne erwartet uns mit einem herzlichen Willkommen. Hier werden wir nicht nur übernachten, sondern auch köstlich speisen. Obwohl mittlerweile knapp 680 Kilometer hinter uns liegen, war es bisher eine entspannte Fahrt durch Belgien und Frankreich. Sie zeigt uns, wie schön es ist, die Geschwindigkeit zu drosseln. Ich hätte also nichts gegen ein Tempo von 130 km/h auch auf deutschen Autobahnen. Nach einer ruhigen Nacht und einem köstlichen französischen Frühstück ging unsere Reise weiter. Im Navigationssystem deaktivierten wir die Autobahn-Funktion und entschieden uns für die malerischen Departement-Straßen in Richtung Pont de Tancarville. Die mautpflichtige Brücke kostete 2,80 €, was wir gerne in Kauf nahmen für die wunderschöne Aussicht, die uns erwartete. Unsere Route führte uns weiter nach Lisieux, Thury-Harcourt und Condé-sur-Noireau, bis wir schließlich in Vire ankamen. Bevor es in Richtung Le Mont Saint Michel weiterging, machten wir einen Stopp im Café Central am Kreisel 6. Juni. Dort wurden wir bereits von ersten Hinweisen auf den 10. Juli überrascht, an dem Vire Etappenziel der Tour de France sein würde – das verspricht Spannung!

2. Tag: Le Mont Saint Michel

Die Fahrt nach Le Mont Saint Michel gestaltete sich dann allerdings als etwas knifflig. Die Parkplatzeinfahrt P3, reserviert für Übernachtungsgäste, war durch überwucherte Schilder schwer zu finden. Aber auch dieses kleine Abenteuer meisterten wir. Wir packten das Nötigste für die Nacht in kleinere Taschen um und nahmen den kostenlosen Bus zum Mont. Ursprünglich hatten wir geplant, die Strecke mit einer Pferdekutsche zurückzulegen, doch leider fiel diese Möglichkeit weg.

Als wir ankamen, führte uns unser Weg zur Rezeption des Hotels Madame Poulard. Nach dem Einchecken ging es die 200 Stufen hinauf bis zu unserem Zimmer – zum Glück war es nicht allzu warm an diesem Tag! Das Zimmer bot uns einen fantastischen Blick auf die Wattseite, was die Mühen der Anreise sofort belohnte. Um 18:30 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg, die 200 Stufen hinunter, um im berühmten Restaurant Madame Poulard zu speisen. Leider entsprach das Essen nicht ganz meinen Vorstellungen eines guten französischen Menüs – schade!

Nach dem Abendessen ging es wieder die 200 Stufen hinauf, wo wir eine ruhige Nacht verbrachten. Am nächsten Morgen wiederholte sich das Spiel: die 200 Stufen hinunter und mit dem Bus zurück zum Auto. Das Navigationssystem wurde nun umgestellt, um so schnell wie möglich nach Vire zu gelangen. Auf der Autobahn A84 erreichten wir rechtzeitig den offiziellen Empfang der Delegation.

3. und 4. Tag: Vire Normandie

In Vire verbrachten wir zwei Tage. Wir übernachteten im Hotel Saint Pierre und genossen am Donnerstag ein nettes Abendessen im Restaurant Vrai Normand. Der Freitagmorgen stand ganz im Zeichen des Marktes, wo wir leckeren Käse der Normandie, Calvados und Cidre kauften. Danach wartete der offizielle Empfang im Rathaus auf uns, gefolgt von einem Mittagessen im Restaurant L’atelier du goût. Am Abend wurden wir dann vom Partnerschaftskomitee in den Salle du Vaudeville eingeladen.

5. Tag: Caudebec-en-Caux bei David

Der Samstagmorgen begann für uns mit einem Frühstück im Café Central, gefolgt von einem kleinen Einkaufsbummel für normannische Süßigkeiten. Unsere Fahrt führte uns dann weiter in Richtung Westen, zum Manoir de Revital bei David Goerne, einem besonderen Ort mit einem interessanten Restaurant. Gegen Mittag kamen wir an und wurden im sogenannten Dschungelhaus untergebracht. Auf der Terrasse mit Blick auf die Seine entspannten wir uns und genossen von 12:45 Uhr bis knapp 17:00 Uhr, ein mehr-gängiges französisches Menü einschließlich einiger leckerer Weine. David hatte noch eine Überraschung für uns: Kalbsbries, das er uns am Abend servieren wollte. Obwohl wir schon satt waren, konnten wir dieser Delikatesse nicht widerstehen.

Um 20:00 Uhr setzten wir uns wieder auf die Terrasse und ließen uns ein 3-Gänge-Menü servieren – einfach köstlich! Am Ende des Tages waren wir satt und zufrieden und zogen uns in unser Haus zurück.

Am nächsten Morgen genossen wir ein ausgiebiges Frühstück, bevor wir uns gegen 10:00 Uhr auf den Rückweg machten. Nach knapp siebeneinhalb Stunden Fahrt waren wir wieder zuhause. Es waren spannende und erfüllte Tage, die ich auf jeden Fall wiederholen möchte!

La Vallée Verte – Hohenhaus 2025/05

Der Abend im Restaurant Le Valle de Verte begann vielversprechend in der Kamin Lounge, der bereits die Vorfreude auf das folgende Menü anheizte. Mit einem Glas prickelndem Champagner in der Hand wurden wir von einer Auswahl an Amuse-Bouches empfangen, die wie kleine kulinarische Kunstwerke daherkommen. Doch trotz dieser verheißungsvollen Auftaktstimmung war der positive Eindruck nur von kurzer Dauer.

Die kleinen Häppchen, die kunstvoll auf den Tellern angerichtet waren, gaben einen ersten Hinweis auf die kreative Herangehensweise der Küche. Eine Kombination aus regionalen und überregionalen Produkten sollte uns auf den späteren Gang einstimmen. Dennoch kam schnell der Gedanke auf, dass weniger vielleicht mehr gewesen wäre. Die Portionen waren derart winzig, dass einige der exquisiten Spezialitäten, darunter der gebeizte Rehrücken aus dem eigenen Forst und die Rinderstracke von der Metzgerei Opper, kaum zur Geltung kommen konnten. Auch wenn es charmant ist, Vielfalt zu bieten, hätte ich mir gewünscht, dass die Aromen der einzelnen Komponenten besser zur Geltung kämen.

Besonders die gehaltvolle Consommé vom Hohenhauser Wild, Praline vom Braunen Bergschaf, Lachstatar und das Gazpacho schienen, trotz ihrer handwerklichen Qualität, im Getümmel der Miniaturen unterzugehen. Das Konzept, eine Vielzahl an Speisen zu servieren, führte dazu, dass man letztlich wenig Eindruck von den einzelnen Gerichten gewann. Insgesamt hinterließ der Beginn des Abends ein gemischtes Gefühl. Die Ambitionen der Küche sind unbestreitbar – insbesondere die Unterstützung lokaler Produzenten ist lobenswert.

Das Menü servierte man im Gourmetrestaurant. Von den 15 Plätzen waren an diesem Abend nur vier besetzt. Am nächsten Abend war das Gourmet Restaurant  geschlossen. Das Menü umfasste sechs Gänge, dazu Pralinés und Petit Fours. Zusätzlich schob man einen Gang mit Steinbutt ein. Wir entschieden uns für die Weinreise. Besonders gefiel uns der 2023er Sauvignon Blanc vom Weingut Aldinger und der 2023er Viognier vom Weingut Zeter. Enttäuscht waren wir vom 2022er Oberberger Bassgeige Grauburgunder von Franz Keller.

Das Menü begann mit Makrele aus Skagen, Dänemark, begleitet von Karotten und Bachkresse. Weiter ging es mit Kaisergranat aus Dänemark, Stachelbeeren, Nussbutter und Apfel. Besonders gut gefiel uns der geflämmte Lachs, in Honig gegart, mit Bucheckerncreme, Beurre Blanc und Pfeffer.

Danach schob man den zusätzlichen Gang mit Steinbutt ein.

Während die bisherigen Produkte überwiegend aus Dänemark stammten, kamen die nächsten beiden Gänge aus der Region. So etwa das Bioland-Huhn vom Nordhof Willershausen mit Petersilienwurzel und Frühlingssalat. Der beste Gang war der Rehrücken aus eigener Jagd mit Rhabarber und Cumberlandsauce. Als Dessert dann geräucherte Schokolade, etwas Blauschimmel und schwarzem Trüffel. Danach folgten Pralinés und Petit Fours.

Zum Abschluss gab es Kaffee und zwei interessante Digestifs: einen 25 Jahre alten Nordhäuser Korn, der überraschend dunkel war und hervorragend schmeckte. Noch übertroffen wurde dieser von einem fast 50 Jahre alten Calvados aus dem Hause Dupont in der Normandie. Laut Etikett wurden die Äpfel 1975 geerntet, bis 2016 im Holzfass gelagert und dann abgefüllt. Besonders angenehm war die feine Ausgewogenheit zwischen Frucht und Holz.

Fazit: Ein Menü, das insgesamt gefiel. Produkte aus Dänemark und der Region dominierten. Der Service an diesem Abend war tadellos. Meine Bewertung: 7+.

Amuse Bouche

Makrele

Kaisergranat

Lachs & Honig

Biolandhuhn

Steinbutt

Rehrücken

Schokolade

Pralinés und Petit Fours.

Am Samstagabend ging es zum Essen in den Grill. Zur Vorspeise gab es Beuscherl – Zunge, Herz und Lunge vom Kalb – mit Wurzelgemüse und Rahm. Eine seltene Delikatesse, die mir ausgezeichnet schmeckte. Als Hauptgang folgte geschmortes Bergschaf mit Kartoffelstampf und Bohnengemüse. Das Fleisch hätte allerdings zarter sein können. Den Abschluss bildete eine warme Apfeltarte mit Butterstreuseln und Schokoladeeis. Dazu ein Rotwein von Meyer-Näkel und zum Ausklang ein Nordhäuser Korn. Ein rundum gelungener Samstagabend.

Hotel Hohenhaus 2025/05

Hotel Hohenhaus

In den 1990er-Jahren verbrachten wir viele schöne Stunden im Hotel Hohenhaus. Dort fühlten wir uns wohl und genossen die kulinarischen Kreationen von Achim Schwekendiek. Das Hotel trug damals einen Michelin-Stern – für uns ein Zeichen von Qualität und Exzellenz. Doch 2004, als Ingo Bockler die Küchenleitung übernahm, änderte sich alles. Obwohl auch er den Stern erkocht, fanden wir keinen Zugang zu seiner Küche. Interessanterweise waren wir  Gäste in Hohenhaus, als die Küchenleitung übergeben wurde. Mit am Tisch saß Fritz Keller, der bekannte Wirt und Winzer aus Oberbergen. Wir führten spannende Gespräche über die Speisefolge, die Weine und unser gemeinsames Hobby, den Fußball.

Nach einigen Jahren Pause kehrten wir 2008 zum Weihnachtsmarkt zurück und gingen mit der Familie – Tochter, Schwiegersohn und Enkeln – essen. Doch auch diesmal überzeugte uns das Essen nicht. Es war frustrierend, denn wir verbanden so viele schöne Erinnerungen mit dem Hotel.

Nun, fast 17 Jahre später, wagten wir einen neuen Besuch im Hohenhaus. Peter Niemann hat inzwischen die Verantwortung übernommen, doch die Küchenchefs scheinen dort häufig zu wechseln. Es ist schwer herauszufinden, wer aktuell am Herd steht, was die Erwartung konstanter Qualität erschwert – besonders in der abgelegenen Lage des Restaurants.

Im Herbst soll das Schloss endlich ausgebaut werden, und das Gourmetrestaurant „La Vallée Verte“ zieht dorthin um. Vielleicht bringt das frischen Wind und neue kulinarische Erlebnisse. Das Hotel und die Restaurants liegen nur wenige Meter südöstlich des Schlosses, in den ehemaligen Pferdeställen aus den 1890er-Jahren. Diese wurden 1982 mit viel Charme umgebaut und ist seit 1990  Mitglied der internationalen Hotelkooperation Relais & Châteaux. Wir wählten ein Zimmer mit schönem Blick auf das Rotbuchental, was uns sehr gefiel.

Die Zimmer waren klassisch eingerichtet und boten zeitgemäßen Wohn- und Schlafkomfort. Die Badezimmer mit Badewanne und Dusche entsprachen modernem Standard, doch ein Bidet hätten wir als angenehme Ergänzung geschätzt.

Am Samstagnachmittag nutzten wir das Schwimmbad. Das Becken misst 12 mal 6 Meter, ist 1,30 Meter tief und verfügt über eine Gegenstromanlage. Die Wassertemperatur soll 28 Grad betragen, doch ich schätze, es waren höchstens 23 bis 24 Grad. Trotzdem zog ich meine Bahnen und genoss anschließend den herrlichen Blick auf die Rotbuchen und den Park.

Am Freitagabend aßen wir im Gourmetrestaurant, am Samstag mit einer größeren Gruppe im Hohenhaus Grill. Ich werde berichten.

Callao Gastro im Hotel Faro

Callao Gastro & Ocean Lounge

Das À-la-carte-Restaurant setzt auf eine Kombination aus hochwertiger Küche und erstklassigem Service. Die Entscheidung, das Restaurant in eigener Regie zu führen, zeigt das Bestreben, den Gästen ein unverwechselbares kulinarisches Erlebnis zu bieten. Der Fokus liegt auf frischen, regionalen Zutaten, die kreativ und geschmackvoll zu interessanten Gerichten verarbeitet werden. Die Speisekarte bietet eine ausgewogene Auswahl an Vorspeisen, Hauptgerichten und Desserts, die sowohl traditionellen kanarischen als auch moderne Einflüsse widerspiegeln.

Bei einem Besuch des Restaurants kann man die  Aussicht auf das Meer genießen, was das Mittagessen zu einem besonderen Erlebnis macht. Die Atmosphäre ist angenehm und einladend, mit einer geschmackvollen Einrichtung, die das maritime Ambiente unterstreicht. Das Lichtspiel des Sonnenlichts auf dem Wasser verleiht der Terrasse eine besondere Note.

Das Personal ist durchweg aufmerksam und hilfsbereit, was den Besuch zusätzlich bereichert. Die Mitarbeiter sind bestens geschult und verfügen über umfangreiche Kenntnisse der Speisen und Weine, sodass sie den Gästen bei der Auswahl der Gerichte und der passenden Begleitgetränke kompetent zur Seite stehen können. Diese Kombination aus exzellentem Essen und erstklassigem Service sorgt dafür, dass jeder Besuch im Restaurant zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.

Obwohl das Restaurant derzeit nur mittags geöffnet ist, lädt die angrenzende Bar bis 19:00 Uhr dazu ein, den Nachmittag bei einem Drink ausklingen zu lassen. Hier können die Gäste eine Auswahl an erfrischenden Cocktails, erlesenen Weinen und anderen Getränken genießen, während sie die entspannte Atmosphäre und den Blick auf das Meer weiter genießen. Diese gelungene Symbiose aus Gastronomie und Gastfreundschaft macht das À-la-carte-Restaurant zu einem neuen Highlight in der Region.

Carpaccio vom Rind

Tunfisch

Carpaccio von der Garnele, mit fritierten Köpfen

Carpaccio  vom Goldbrasse

Restaurant Kabuki – Gran Canaria

Restaurant Kabuki

Gran Canaria ist nicht gerade als Paradies für Feinschmecker bekannt. Derzeit gibt es  fünf Michelin-Sterne-Restaurants in Gran Canaria. Zwei im Süden  und drei in der Hauptstadt. Maspalomas und Playa de Ingles sind bisher leer ausgegangen. In Maspalomas/  Meloneras gibt es mit dem Restaurant Kabuki ein Geheimtipp, den man nicht verpassen sollte. Direkt an der Promenade von Maspalomas gelegen, vereint es japanische und mediterrane Küche auf meisterhafte Weise. Ein japanisches Restaurant am Strand von Gran Canaria mag ungewöhnlich klingen, doch das Kabuki, Teil der renommierten Kabuki-Kette und im Hotel Lopesan Costa Meloneras beheimatet, überzeugt vom Gegenteil.

Schon beim Betreten beeindruckt der Blick auf das Meer und den ikonischen Leuchtturm von Maspalomas. Die große Fensterfront flutet den Raum mit Licht und schafft ein einladendes Ambiente – ideal für ein kulinarisches Abenteuer. Die Speisekarte verbindet japanische und mediterrane Einflüsse und setzt auf die besten lokalen Zutaten, um unvergleichliche Geschmackserlebnisse zu bieten. Ob à la carte oder als Degustationsmenü: Jedes Gericht begeistert mit raffinierten Aromen und kunstvoller Präsentation. Es macht Freude, die kreativen Kompositionen zu entdecken und sich von der Fantasie der Küche überraschen zu lassen.

Ein weiteres Highlight ist die erlesene Auswahl an Kanarischen Weinen, Sake und japanischem Whiskey, die jedes Gericht perfekt ergänzt. Der aufmerksame, freundliche Service rundet das Erlebnis ab und lässt Gäste sich willkommen fühlen.

Sashimi

Lachs Tatar picante

Wagyu nigiri

Thunfisch tataki

Mango

Sake

Essen im Hotel Faro – April 2024

Wir hatten diesmal Halbpension gebucht und mussten am Tag der Anreise wohl angeben, zu welcher Uhrzeit wir frühstücken und Abendessen wollten. Beide Zeiten wurden jedoch nie kontrolliert, was uns die Freiheit gab, zu den Mahlzeiten zu gehen, wann es uns am besten passte. Diese Flexibilität trug erheblich zu unserem entspannten Aufenthalt bei.

Das Frühstück bot alles, was man von einem 5-Sterne-Hotel erwarten kann. Sowohl à la carte als auch am Büffet war die Auswahl groß und vielfältig. Die Qualität der Speisen war durchweg hoch, und wir genossen es, jeden Morgen ein Glas Cava zu uns zu nehmen, was den Start in den Tag besonders festlich machte. Von frischen Früchten über verschiedene Brot- und Gebäcksorten bis hin zu einer Auswahl an warmen Speisen war für jeden Geschmack etwas dabei.

Abends erfreuten wir uns an der köstlichen Küche des Hotels, die uns stets aufs Neue begeisterte. Die Atmosphäre im Restaurant und auf der Terrasse war angenehm und einladend, und während wir die exquisiten Gerichte genossen, hatten wir die Möglichkeit, die atemberaubenden Sonnenuntergänge zu beobachten, die Gran Canaria so berühmt machen. Diese kleinen, aber bedeutenden Momente machten unseren Urlaub unvergesslich.

Ein weiteres Highlight war die Aufmerksamkeit des Servicepersonals. Ein Beispiel, das mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, betrifft meinen letzten Aufenthalt vor drei Jahren, als ich ein Filetsteak dreimal zurückgeben musste, da es nicht wie bestellt medium rare war. Diesmal jedoch war das Steak sofort perfekt zubereitet. Auf meinen Hinweis, dass das Fleisch optimal gegart sei, meinte die Servicekraft, sie sei mittlerweile mit meinem Geschmack vertraut. Solche kleinen Gesten zeigen, wie sehr sich das Personal um das Wohl der Gäste bemüht.

Die Erinnerungen an unsere Zeit im Hotel Faro sind nach all den Jahren immer noch lebendig. Wir wissen jetzt, dass wir auch mit ein paar Unannehmlichkeiten eine großartige Zeit verbringen können. Gran Canaria und auch das Hotel Faro bleibt unser Lieblingsziel, und wir freuen uns schon auf das nächste Mal, um erneut in diese wunderbare Atmosphäre einzutauchen und die herzliche Gastfreundschaft zu erleben.

Bouillabaisse, Rouille

Kleiner Salat vom Büfett

Filetsteak medium rare, Pilze

Käse- Schinkenteller

Süßes vom Büfett

Sonnenuntergang

Gran Canaria 2025/04

Gran Canaria

04/2025

Seit 1981 ist das Hotel Faro auf Gran Canaria unser bevorzugtes Urlaubsziel – so auch über Ostern im April 2025. Doch bei der Buchung hatten wir die Feiertage nicht bedacht: Das Hotel war ausgebucht, die Strände überfüllt. Erst nach Ostermontag kehrte Ruhe ein. Zudem war der Strand direkt vor dem Hotel weggespült. Trotzdem verbrachten wir wieder ein paar großartige Tage.

Diesmal flogen wir ab Hannover. Der frühe Abflug um 6:30 Uhr machte eine Übernachtung im nahegelegenen Hilton Hotel nötig. Dank des Vorabend-Check-ins mussten wir am Morgen nur noch durch die Sicherheitskontrolle. Um 10:30 Uhr landeten wir auf Gran Canaria, und um 12:00 Uhr waren wir im Hotel.

Wie immer empfing uns das Personal herzlich und erledigte die Formalitäten zügig. Zur Begrüßung gab es ein Glas Cava. Das Team arbeitete mit sichtbarer Freude und erfüllte Sonderwünsche beim Frühstück und Abendessen prompt. Diesmal hatten wir Halbpension gebucht.

Die Terrasse des Ocean Buffet gehört zweifellos zu den schönsten Bereichen des Hotels. Hier genießt man das Frühstück in der sanften Morgensonne, begleitet vom leisen Rauschen der Wellen. Alternativ bieten die Innenräume mit ihren großen Fenstern einen beeindruckenden Meerblick. Auch das Abendessen nahmen wir meist auf der Terrasse ein – nur an zwei Abenden wichen wir wegen der Kühle nach drinnen aus.

Auf unsere sonst üblichen Abendessen außerhalb des Hotels verzichteten wir diesmal, abgesehen von den Besuchen im Strandrestaurant Casa Antonio. Doch diesmal überzeugte es uns nicht besonders – dazu mehr im separaten Bericht.

Anfahrt zum Hotel

Blick vom Hotelbalkon

Der Tag war lang

Alte Schule-Fürstenhagen-MP

Besucht 04/2025

Dort, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, liegt idyllisch inmitten der Feldberger Seenplatte das Restaurant „Alte Schule“ in Fürstenhagen. Daniel Schmidthaler und sein Küchenteam zaubern regionale Gerichte aus frischen Zutaten, die sie oft aus den umliegenden Wäldern, Seen, Feldern und Wiesen beziehen.

Wir haben uns in dem Haus und den liebevoll im Landhausstil eingerichteten Hotelzimmern rundum wohlgefühlt.

Im ehemaligen Klassenzimmer der Schule serviert das Team ein Sieben-Gänge-Menü, begleitet von verschiedenen Amuse-Bouches. Eine Menükarte gibt es zunächst nicht – sie wird erst am Ende des Menüs überreicht.

Das ist nicht ideal für mich. Ich weiß ja nicht, welche Gerichte serviert werden, wenn ich die Weine auswähle. Mich nur auf die sogenannte Weinreise zu verlassen, reizt mich inzwischen auch nicht mehr. Ich möchte selbst entscheiden, welchen Wein ich zu den einzelnen Speisen trinke.

Die Amuse-Bouches überzeugten, besonders der „Pilztee“ mit seinem intensiven Aroma und dem kräftigen Umami-Geschmack.

Auch der vegetarische Gang begeisterte: Topinambur, Chicorée und Marille harmonierten hervorragend. Der Chicorée bot angenehmen Biss, die Marille steuerte eine feine Süße bei.

Der Gang mit Kalbszunge sorgte für Diskussionen am Tisch. Die Kombination aus Zunge, Pilz und Karotte stieß bei einer Person – wir waren zu dritt – auf Ablehnung. Der Grund war weniger der Geschmack als die Vorstellung, Zunge zu essen.  

Zum Abschluss führte Daniel Schmidthaler in seine Heimat: Eine wunderbare Buchtel mit Vanillesauce krönte das Menü.

Fazit: Herzlich-familiäre Gastfreundschaft, professioneller Service – der Stern ist verdient. Meine Bewertung: 7+ von 10.

Amuse Boche: Brot mit zweierlei Butter, Tartelette-Bete-Gurke

Spitzkohl-Meerettich – Tee

Lachsforelle-Steckrübe-Sauerampfer

dazu grüner Apfel

Topinambur-Chicorée -Marille

Pilz-Kalbszunge-Karotte

Stör-Brot-Kohl

Lauch-Kartoffel

Perlhuhn-gelbe Bete-Tomate

Apfel-Waldaromen

Buchtel-Sorbet

Loumi Berlin

Loumi Berlin 03/2025

In Berlin stellt sich bei jedem Besuch die Frage: Wohin zum Essen? Im Juli 2024 landeten wir mit dem Tulus Totrek einen Volltreffer. Den Ausschlag diesmal gab ein Blogbeitrag von Julien Walther auf *Trois Etoiles* über das Loumi in Kreuzberg. Wer seinen Blog kennt, staunt über sein Urteil: Für ein bislang unprämiertes Restaurant vergibt er 8 von 10 Punkten – das entspricht in seinem System zwei Michelin-Sternen. So lobt er selten ein deutsches Restaurant. Walther weiß, wovon er spricht. Er gehört zu den wenigen, die alle damaligen Drei-Sterne-Restaurants des Guide Michelin besucht haben (149 von 149, Stand Januar 2025).

Das Loumi liegt unscheinbar an einer Ecke in Kreuzberg, im Erdgeschoss. Unser Taxifahrer fuhr erst daran vorbei. Nach einer Wendung an der nächsten Kreuzung entdeckten wir die rote Markise und die Hausnummer 2.

An diesem Samstagabend waren wir gegen 18.30 Uhr die ersten Gäste. Man begrüßte uns herzlich und führte uns zu unserem Tisch. Auf dem Weg dorthin passierten wir die offene, L-förmige Küche mit zehn Tresenplätzen davor. Wer dort sitzt, hat den besten Blick auf die vier Köche bei der Arbeit. Der Chef, Karl-Lous Kömmeler, steht am Pass, mit dem Rücken zur Küche und dem Blick auf den schlicht eingerichteten Gastraum mit 14 Sitzplätzen. Hier verleiht er den Gerichten den letzten Schliff – sein wichtigstes Werkzeug: die Pinzette.

Das Menü umfasst acht Gänge plus Amuse-Bouche für 130 Euro. Wer möchte, kann es mit Extras ergänzen, etwa einer gegrillten Auster mit Buttersauce und fein abgestimmter Zitronenzeste.

Zusätzlich kam Kalbsbries auf den Tisch, allerdings ohne den vorgesehenen Kaviar. Das Bries war perfekt gegart: innen zart, außen mit würzigem Chiliaroma und einer angenehmen, knusprigen Säure. Eine fantastische Sauce rundete das Gericht ab.

Ein Gang verdient besondere Erwähnung: knusprig gegrillte Wachtel mit frischem grünem Spargel und einer gefüllten Morchel. Die Füllung aus Entenleber, Sardelle und Salzzitrone harmonierte perfekt mit dem Wachteljus – Umami in Reinform.

Alle Gänge überzeugten durch ein außergewöhnlich hohes Niveau. Die Portionen waren so bemessen, dass man am Ende satt, aber nicht übersättigt war.

Fazit: Ich vergebe 7,5 bis 8 von 10 Punkten und bin gespannt auf die Sternevergabe im Juni.

Amuse Bouche

Auster

Tatar

Makrele

Garnele, Erbsen

Abalone, Bärlauch

Kinmedia, Spargel

Kalbsbries

Wachtel

Rhabarber

Braunes Butter Eis

ENO Kassel

Wir leben in Kassel und Umgebung in einer kulinarischen Diaspora. Nur wenige Restaurants schaffen es in die bekannten Restaurantführer. Im Gault Millau 2025 erhält die Tapas- und Weinbar Eno eine schwarze Haube. Auch die Weinkarte wird gelobt.

Vor den schönen Altbauräumen am Kasseler Goethestern, mit blanken Tischen unter hohen Stuckdecken, liegt eine kleine Terrasse. Im Sommer haben wir sie bereits genutzt. Die Atmosphäre ist locker und entspannt, voller Altbau-Charme.

Beim Eintreten fällt der Blick auf die offene Küche. Hier kann man dem engagierten Team beim Zubereiten der Gerichte zusehen. Neben den Einsteiger-Tapas auf kleinen Tellern gibt es auch Fleisch- und Fischgerichte. Die Karte ist klein, bietet aber eine interessante Vielfalt: vom Arktischen Saibling über Tatar vom Weiderind bis hin zum Duroc Iberico Schweinebauch. Die Preise sind angemessen: Tapas kosten zwischen 15 und 17 €, Hauptgerichte zwischen 18 und 29 €, Desserts zwischen 8 und 12 €.

Zum Auftakt gab es ein sehr gutes Brot mit kleinen Dips.

Arktischer Saibling (versteckt) unter Birne , Radieschen und Senfsaat.

Gelbschwanzmakrele gebeizt

Pulpo aus der Tagesempfehlung

Schweinebauch mit Rotkraut (Der beste Gang des Abends)

Tagliata vom Rind, Pimentos del piquuillo und und Kürbis ( Das Fleisch optimal gebraten)

Apfel-Mandel Tartellete mit Feigen Eis.