Rumpsteak mit Wildkräuterkruste, Brokkoli und Kartoffelgratin
Jägerstube – Lauterbach- Maar
23.03.2014
Jägerstube – Lauterbach-Maar
Mit Genuss die Landschaft pflegen, nach dieser Devise führt der Küchen- und Metzgermeister Hans Schmidt seine „Jägerstube“ in Lauterbach- Maar. Der umtriebige Gastwirt ist Garant für saisonale und regionale Produkte, die in der Küche des Jägerhofes verarbeitet werden. Man kommt ohne Geschmacksverstärker und Convenience aus. Ein besonderes Steckenpferd Schmidts sind seine Wurstseminare. Aus ganz Deutschland kommen die Teilnehmer um die Herstellung von Vogelsberger Spezialitäten kennen zu lernen.
Das Landgasthaus verfügt über 28 Hotelzimmer, das Restaurant mit regionaler Frischeküche, sowie der Gaststube mit Tresenbetrieb. Hier sitzen auch die Ortsansässigen und trinken ihr Bier. Nicht abheben, alle mitnehmen ist auch hier das Motto von Schmidt. Zwei Gesellschaftsräume, Wintergarten, Hubertusgrund sowie ein historischer Gewölbekeller runden das Platzangebot des Gasthauses ab.
Besonderen Wert legt Schmidt auf Rindfleisch von regionaler Herkunft und auf das Vogelsberger Lamm. Hier gibt es um Ostern eines jeden Jahres die Vogelsberger Lammwochen. Lammgerichte stehen aber auch fast ganzjährig auf der Speisekarte.
Rindfleisch genießt Schmidts besondere Aufmerksamkeit. Regionale Herkunft und Weidehaltung sind ihm wichtig.
So steht bei ihm u.a. ein Rumpsteak vom Vogelsberger Rind, acht Wochen am Knochen gereift, auf der Karte.
Zum Auftakt ein Secco „Rose“ als Aperitif aus dem Staatsweingut Eberbach. Dazu eine Sülze vom Schwein mit Wirsing. Die zwei hauchdünnen Scheiben sowie der Wirsing waren ein optimaler Einstieg in eine frische, regionale Küche.
Danach ein Carpaccio vom Lammrücken mit Kräuter-Pesto, Altenschlirfer Schafskäse und ofenfrisches Baguette. Das Pesto nur in kleiner Dosis serviert und überlagerte daher nicht den feinen Lammgeschmack. Der Käse stammt aus dem nahen Biohof der Gemeinschaft Altenschlirf.
Zu den Klassikern der Jägerstube gehört der gefüllte Lammrollbraten, diesmal mit Ratatouille und gebratenen Beutelches Scheiben. Dazu eine sehr gehaltvolle Lammsauce. Eine sehr große Portion die da auf dem Teller lag. Man hatte Mühe alles aufzuessen.
Auch die Vogelsberger Spezialität „Beutelches“ mit Gulasch konnte gefallen.
Zum Abschluss noch ein Dessertteller, den wir uns teilten. Besonders schmackhaft hier das selbstgemachte Kirschsorbet und das Jogurteis.
Hervorzuheben ist der ruhige und freundliche Service. Die Biere stammen aus der nahen Lauterbacher Brauerei und die kleine Weinkarte ist überwiegend orientiert in Richtung Pfalz und Franken.
Landgasthof Jägerhof Maar
Hauptstrasse 9 , 36341 Maar
Telefon: 06641/ 96560
Fax: 06641/62132
Email: info(at)jaegerhof-maar.de
http://www.jaegerhof-maar.de
„Eine neue Zukunft für Vire“
Unter dem Slogan „Eine neue Zukunft für Vire“ gewinnt die Liste von die Kommunalwahl 2014 in unserer Partnerstadt Vire in der Normandie.
Mit 59.20% fällt dieser Sieg überraschen deutlich aus. Von den 33 Ratsmitgliedern werden in Zukunft 27 Mitglieder der Liste „Eine neue Zukunft für Vire“ und 6 Mitglieder der Liste „Gemeinsam die Zukunft vorbereiten“ die Geschicke der Partnerstadt gestalten.
Damit gibt es nach 25 Jahren nicht nur einen neuen Bürgermeister, sondern auch eine Änderung der politischen Mehrheit. Bisher hatte das „bürgerliche“ Lager mit Jean Yves Cousin, der nicht mehr antrat, die Mehrheit in Vire. Die Liste „Eine neue Zukunft für Vire“ ist ein Sammelbecken von verschiedenen linken Listen. Marc Andreu Sabater selbst gehört der PRG an.
Die Parti radical de gauche (PRG, dt. Radikale Linkspartei) ist eine linksliberale und – im Gegensatz zu ihrem Namen – gemäßigte politische Partei in Frankreich. Das radical im Namen bezieht sich historisch auf die radikale Ablehnung von Monarchie und die Werte der französischen Revolution.
Die Anführerin der Liste “ Gemeinsam die Zukunft vorbereiten“ Catherine Godbarge, die bisher für die Kultur in Vire zuständig war, ist natürlich vom Wahlergebnis enttäuscht. Ihre Reaktion ist sehr kurz.
„Ich habe nicht viel hinzuzufügen. Herzlichen Glückwunsch Marc Andreu Sabater“, sagte Catherine Godbarge.
Marc Andreu Sabater ist in Baunatal kein Unbekannter. Jahrelang war er Vorsitzender des Sportvereins USM Vire. Zusammen mit Hartmut Schäfer und Ursula Harms hob Marc Andreu 1997 die Sportpartnerschaft beider Vereine aus der Taufe.
In der Hoffnung, dass auch unter Marc Andreu Sabater die Partnerschaft sich weiter entwickeln wird, wünschen wir ihm im neuen Amt alles Gute und viel Erfolg. Wir hoffen, dass er im Mai das Partnerschaftstreffen in Baunatal begleiten wird.
Unser Dank geht aber auch an Jean Yves Cousin, der für die Partnerschaft immer ein offenes Ohr hatte und diese im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Stadt unterstütz hat.
Wildkräuter
Le Moissonnier – Köln
Le Moissonnier – Köln
Gastgeber: Vincent und Liliane Moissonnier
Küchenchef: Eric Menchon
50670, Köln, Krefelder Str. 25
Tel.: (0 221) 729479
http://www.lemoissonnier.de
Ich hatte für 12:00 Uhr reserviert und da ich noch etwas Zeit hatte, ging ich die Strecke vom Domplatz zum Restaurant in der Krefelder Straße zu Fuß. Es war nicht gerade die einladenste Strecke die Köln zu bieten hat. Auch das Restaurant macht von außen nicht den Eindruck, dass hier eines der innovativsten Restaurants Deutschlands beheimatet ist.

Nach dem Eintreten in das Restaurant wurde ich von der Servicebrigade recht herzlich begrüßt, gefragt ob und um wie viel Uhr mein reserviert hätte. Man wurde anschließend zu seinen Tisch geleitet.
De Jugendstileinrichtung erinnerte mich an einen Besuch im Bistro Chez Georges im Herzen von Paris, welches wir Anfang der 1980 er Jahre besucht hatten. Also lebendig, klein, eng, lärmig, ungezwungen, französisch. Man hat ein Lebensgefühl wie in einem Bistro in Paris oder anderswo in Frankreich.
Das Brot und die Salzbutter standen bereits auf den Tisch als ich mich setzte. Als Aperitif wählte ich einen Pommeau aus. Neben den speisen a la Carte gibt es noch ein vier Gang Wochenmenü für 80 €, Dieses, allerdings mit kleinen Änderungen, wählte ich aus. Auch die vorgeschlagene Weinbegleitung wurde bestellt.
Statt dem vorgesehenen Thunfisch wählte ich bretonische Jakobsmuscheln gebraten auf provenzalischen Jus aus. Der zweite Gang war dann gegrillter Zander mit Miso und statt des Milchlammrücken wurde Milchkalbsbries karamellisiert ausgewählt. Als Dessert eine geeiste Orangen-Tarte.
Nach ca. 15 min kam der erste Gang. Ein Amuse Bouche, wie es eigentlich heute in vielen Restaurants und besonders in Sternehäusern üblich ist, wurde nicht serviert.
Dieser Gang, wie dann auch die nachfolgenden Gänge, wurde auf zwei Tellern serviert. Diese Art von Service hatte ich bereits im September 2012 im Restaurant „L’Assiette champenoise“ in Reims erlebt. Das Restaurant von Arnaud Lallement hat ja im Guide Michelin France 2014 den dritten Stern erhalten.
Auf der Speisekarte werden die einzelnen Zutaten des Ganges im Detail aufgeführt.
Bretonische Jakobsmuscheln gebraten auf provenzalischen Jus, Wintergemüse und Rübchen Steinpilz-Saltimbocca auf Apfel-Emulsion, Lorbeer Creme, Blattspinat mit Herzmuscheln und Haselnussöl.
Gegrillter Zander mit Miso, Taggiache Oliven und Curry Limette, Mousse von Coco Bohnen mit Makrelen Gelee, Aal Braeburn-Trevisano Würfel, Chips vom Vinschgauer Brot.
Milchkalbsbries karamellisiert in Patschuli Essenz mit Shizo-Tempura, Soufflierter Quinoa und Mandarinen-Gelee mit Creme Fraiche. Garniture Mangold-Pfifferlingen und Bratkartoffeln mit Meerretich, Schinken-Jus und Liebstöckel-Öl.
Eingeschoben wurde noch ein Käsegang. Der Rohmilchkäse wird geliefert von Bernhard Antony.
Geeiste Orangen-Tarte: Sandbiskuit mit gebrannten Mandeln und Orangen- Gewürz – Sorbet auf CurcumaSirup, Zitrus in Curry-Zitronen Marinade Schokoladen Lutscher.
Fazit: Ein eingespieltes Team mit Liliane und Vincent Moissonnier an der Spitze im Service und der Kreative Eric Menchon mit seiner Mannschaft in der Küche sind hochmotiviert bei der Sache. Alle Gänge auf höchsten Niveau, lediglich das Dessert viel doch gegenüber den anderen Gängen deutlich ab. Die servierten Weine eher mittelmäßig. Hohes Preisniveau. Allerdings sind die 2 Sterne bzw. die 18 Punkte gerechtfertigt.
PS: Der Besuch fand Ende Februar 2014 statt.
Fenchel-Orangen-Salat
Fenchelknolle putzen, waschen, in 1.5 mm dünne Scheiben hobeln und leicht salzen. Das Fenchelgrün klein schneiden und beiseite legen.
Orangen mit einem scharfen Messer schälen und zwischen den Trennhäuten die einzelnen Filets heraus schneiden. Den austretenden Orangensaft auffangen und von den Orangenresten ebenfalls den Saft ausdrücken. Den Orangensaft mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker, Fenchelgrün und mildem Olivenöl verrühren.
Einen Teller mit Olivenöl einpinseln und mit Pfeffer und Salz bestreuen. Die Fenchelscheiben auf den Teller anrichten, darauf kommen die Orangenspalten. Die Vinaigrette darüber träufeln und mit Fenchelgrün dekorieren.
Hähnchen Roulade
Hähchenbrust- bunte Nudeln
Kulinarischer Rückblick 2013
Kulinarischer Rückblick 2013
Brot mit Schmalz und Butter. Das Brot mit krosser Kruste war der absolute Hammer. Ein Problem hatte dieses Brot allerdings, man musste sich schon in Selbstbeherrschung üben, damit man nicht allein davon satt wurde.
Indewulf- Wulvestraat 1 – B – 8951 Dranouter / Belgien
Amuse Bouche: Carpaccio vom Oktopus mit Jakobsmuschel.
Fiester Hannes – Flammersbacher Str. 7 – D -57299 Burbach-Holzhausen – Tel.: +49 (0)2736 / 2959 -0
Amuse Bouche: Wellhornschnecke mit Knoblauch-Mayonnaise
Indewulf – Wulvestraat 1 – B – 8951 Dranouter / Belgien
Hessisches Weckewerck trifft auf französische Andouille aus Vire. Dazu Apfel-Kartoffelsalat und nordhessischer Schmand.
Manoir de la Pommeraie – rte de Flers-Paris, – F – 14500 Vire (Roullours) – +33 2 31 68 07 71
„Kerstenhäuser Duckefettsuppe“. Duckefett ist eine deftige nordhessische Spezialität. Katja Hack macht daraus ein feines Schmand-süppchen mit Kartoffel Tatar und hauchdünn geschnittener Ahle Wurst.
Gasthof Hack – Hoheneicher Str. 2 – D – 34582 Borken -Kerstenhausen – Tel.: 05682 – 9960
Die Hummerscheren mit grünen Spargel, Wildkräuter und Parmesan
Ivan Vautier – 3 Avenue Henry Chéron F – 14000 Caen, Frankreich
Warmer Meeresfrüchte Salat mit Ziegenkäse, Gazpacho-Vinaigrette, Auberginen, Bratpaprika.
Der Salat bestand aus Jakobsmuschel, Pulpo Garnele. Der Ziegenkäse als Sorbet serviert, brachte Schmelz und Frische an das Gericht.
RESTAURANT PARK SCHÖNFELD – Bosestraße 13 – D – 34121 Kassel – Telefon: 0561 / 73976744
“Ein Teller Spinat“ Eigelb, knusprige Kartoffeln, getrocknete Basilikumsaat, & Perigord-Trüffel.
Margaux Berlin – Michael Hoffmann – Unter den Linden 78 – D – 10117 Berlin
Kohlrabi mit Mohn: Kohlrabi in drei verschiedenen Texturen und Geschmacksrichtungen. Als rohe Scheibe, als pur gedünstetes Stück mit Blättchen und als grüne Sauce aus Kohlblättern serviert wird. Mohn unterstreicht die Nussigkeit der Kohlrabi.
Essigbrätlein – Weinmarkt 3, – D – 90403 Nürnberg – Tel. 0911 225131
Dim Sum: Jakobsmuschel – Mark – Shisokresse, Beeftea, Saiblingskaviar
Restaurant TIM RAUE – Rudi-Dutschke-Str. 26 – D – 10969 Berlin – Tel.: + 49 (0) 30 – 2 59 3 79 30
Ravioli von Kapuzinerkresse mit Garnelen und Rhabarberwurzel: Blätter der Kapuzinerkresse dienen als Umhüllung von rohen Garnelen. Dazu kommen verschiedene Blüten und ein leicht säuerlicher gelierten Sud von der Rhabarberwurzel.
noma – Strandgade 93 – DK-1401 Copenhagen – Tel: +45 3296 3297
Trou Normand
Manoir de la Pommeraie – rte de Flers-Paris, – F – 14500 Vire (Roullours) – +33 2 31 68 07 71
Geschmorte Lammkeule mit einer phantastischen Sauce (u.a. Thymian, Ingwer, Knoblauch, Peperoncino), dazu Mangold-gemüse und Rosmarin Kartoffeln.
Trattoria Toscana – Obertor 5 – D – 34305 Niedenstein – Telefon: 05624 922920
Spanferkel. Hervorragend gegart, gewürzt mit Myrte und Rosmarin, sehr guten Bratkartoffeln.
TRATTORIA LA SALETTA – Via Kennedy, 27/b – I – 07041 Alghero (SS) – Tel. 079 4125748
Ziegenmilchsorbet. Dill, junge Gurke
Indewulf – Wulvestraat 1 – B – 8951 Dranouter / Belgien
Schokolade – Schokolade – Schokolade
Romantik-Hotel Spielweg – Spielweg 61 – D-79244 Münstertal – Tel. +49 (0) 76 36/7 09-0
Käse aus der Normandie: Camembert – Livarot – Pont-l’Évêque
Bei unseren Freunden Ginette uns Andre in Vire
Zum Abschluss dann Kaffee, ein Mirabelle und der Desserthit des Essigbrätlein. Fünf verschiedene Schokoladen hergestellt aus Valrhona Couverturen u.a. mit Trauben, Himbeere und karamelisierten Nüssen.
Essigbrätlein – Weinmarkt 3, – 90403 Nürnberg – Tel. 0911 225131
Poststation Morschen: Eine Menü mit Arche-Passagieren
Poststation Morschen 14.12.2013
Die Küche der Poststation Zum Alten Forstamt in Morschen bringt eine verfeinerte Regionalküche auf den Tisch. Das beschauliche Morschen liegt im nordhessischen Bergland zwischen Melsungen und Rotenburg/Fulda. Küchenchef Thomas Raabe ist Mitglied und Anhänger der Slow Food Bewegung.
Aus Anlass des weltweit durchgeführten „Terra-Madre-Tages“, wurde vom Convivium Nordhessen am 14.12.2013 zu einem festlichen Abendessen eingeladen. Aus den Arche-Passagieren Ahle Wurscht, Bamberger Hörnla, Buntes Bentheimer Schwein, Grünkern vom Bauländer Spelz sowie Teltower Rübchen kochte Thomas Rabe ein dreigängiges Menü. Mit der Apfelsorte „Tiefenblüte“ wurde ein möglicher neuer Arche Passagier im Dessert verarbeitet.
Der Abend beginnt mit dem Archepassagier Champagner Bratbirne. Dieser Birnenschaumwein aus der Obstsorte Champagner-Bratbirne von der Manufaktur Jörg Geiger präsentiert sich mit einer ungewöhnliche Feinheit und Harmonie. Der Duft von reifen Birnenaromen aber mit sanften Gerbstoffen betört den Gaumen.
Nach einer kurzen Begrüßung durch den Convivium Leiter Schneider Rose ging es in den festlich geschmückten Speiseraum.
Drei verschiedene Sorten Brot, sowie eine Käsecreme mit Paprika und Kümmel wurden zum Anfang gereicht.
Als Küchengrüß gibt es: „Salat vom Bamberger Hörnla“. Zum Auftakt gab es einen Kartoffelsalat aus dieser delikaten und würzig schmeckenden Kartoffelsorte.
Vorspeise: Nordhessische Ahle Wurscht mit Kartoffelchip, Bratkartoffelmousse und Feldsalat. Die Ahle Wurscht, die Spezialität in Nordhessen, in Scheiben dünn aufgeschnitten und als kleines Türmchen abwechselnd mit den krossen Kartoffelchips serviert. Als „Bindemittel“ zwischen den einzelnen Lagen ein Klacks Bratkartoffelmousse. Der Feldsalat war mit einer leichten Senfvinaigrette angemacht. Eine gelungene Präsentation von dem Arche-Passagier aus der Region.
Hauptgang: Dreierlei vom Bunten Bentheimer, Teltower Rübchen und Grünkernbratling. Das Teltower Rübchen ist eine brandenburgische Spezialität. Raabe brachte dieses aromatisch, pikante fast roh auf den Teller. Mit dieser Zubereitungsart kam die leichte Schärfe am besten zur Geltung. Der leicht rauchige Grünkernbratling passte ausgezeichnet zum geschmorten Bauch, war aber zu kräftig zum Rückenstück. Statt der Klößchen in Senfsauce, hätte eine kräftige Frikadelle, mit leichten Röstaromen, besser in diesen Gang gepasst.
Dessert: Michel und Sorbet von der Apfelsorte „Tiefenblüte“. Die Lippoldsberger Tiefenblüte auch Hessische Tiefenblüte genannt, hat nur einen regionalen Bekanntheitsgrad und ist nicht identisch mit der Westfälischen Tiefblüte. Dieser feste, saftige und süßsäuerliche Apfel schmeckt, wenn er warm serviert wird, am besten. Raabe servierte in als „Michel“ mit Vanillesauce. Beim Sorbet kam das leicht süßsäuerliche Aroma ebenfalls gut zur Geltung.
Da wir mit dem Auto unterwegs waren, gab es überwiegend Mineralwasser aus der Region. Zum Hauptgang wurde aber auch ein Glas Tauberschwarz probiert. Die aus dem Weinbaugebiet Tauberfranken stammende Rebsorte ist ebenfalls Arche Passagier. Ein leichter und fruchtiger Rotwein mit Zartbitter- und Wildkirscharomen. Ein Wein, der demnächst auch zu Hause auf dem Tisch stehen wird.
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