Jörg Müller – Sylt – 2021

Urlaub auf Sylt, da darf ein Besuch bei Jörg Müller natürlich nicht fehlen. Auch ohne Auszeichnungen immer wieder ein Genuss. Der Service, geführt von Tochter Jane Müller und Schwiegersohn Ben Birkholz (Big Ben), ist ohne Fehl und Tadel. Die kreativen Sylter Frischeküche mit französischem Einschlag sorgt dafür, dass wir uns im ehemaligen „Pesel“ sehr wohlgefühlt haben.
Empfang und die anschließende Absolvierung der obligatorischen Corona Formalitäten gingen schnell über die Bühne. Sie waren vorbildlich.
Amuse – Bouche: Frisches Gemüse mit Dips. Einmal etwas anderes zum Auftakt als sonst üblich. Uns hat es gefallen.
Aus den Tagesempfehlungen wurde als Vorspeise „Feines vom Lamm“ ausgesucht. Wer wagt sich noch an Innereien. Natürlich Könner wie „Altmeister“ Jörg Müller. Zunge, Bäckchen, Leber und gebackenes Hirn wurden serviert. Können paart sich mit Ideenreichtum.
Als zusätzliche Tagesempfehlung wurde vom Service „Stubenküken mit Pfifferlings Risotto“ angeboten. Ich habe zugegriffen und es war, obwohl sehr reichlich, die richtige Wahl. Schlotziges Risotto und ein auf den Punkt gebratenes Küken zeigten, dass die Küche die Ideen von J. Müller hervorragend umsetzen kann.
Als Dessert dann ein Klassiker des Hauses. Rosa Champagnersüppchen mit Weinbergpfirsichsorbet. Ein kühlender und wohlschmeckender Abschluss.
Eine Woche später der obligatorische Abschluss des Urlaubes in der Bar mit Lammbratwurst, Maultaschen und Käseplatte. Mit einem Gläschen „Zibärtle“ wurde auf einen gelungenen Urlaub angestoßen. Der nächste Sylt Urlaub kommt bestimmt.

Karsten Wulff – Sylt

Das Restaurant ist geschlossen.

Karsten Wulf 20.09.2013 (mittags)

Bei unseren Besuchen auf Sylt hatten wir bisher das Restaurant Karsten Wulf aus verschiedensten Gründen immer links liegen gelassen. Bei unserem diesjährigen kurzen Aufenthalt im September war Wulf aber endlich angesagt. Da man bei solchen Besuchen auch ein wenig Wein trinkt, war es für uns logisch, so dass wir die kurze Strecke von Westerland nach Keitum mit dem Taxi fuhren. Nach einem Bummel durch Keitum ging es dann zum Restaurant Karsten Wulf. Nachdem wir in den Gastraum eingetreten waren wurden wir gefragt ob wir reserviert hatten. Da ich mit Nein antwortete, merkte ich eine gewisse Reserviertheit bei der Empfangsdame. Schließlich wurden wir in einen Nebenraum (Wintergarten?) direkt an der Tür platziert, obwohl an der Fensterseite noch Plätze frei waren. Dies ist aber auch das einzige Negative, was ich über das Restaurant sagen kann.

Das Ambiente des Restaurants ist insgesamt freundlich, sehr solide aber etwas konservativ. Man hat Einblick in die offene Küche.

01 Karsten Wulf Restaurant

Aus der Tageskarte wählten wir das 3 × 3 Seafood Menü für 56 €. Das Weinmenü mit drei korrespondierenden Gläsern Wein kostet 22 €. Leider ist das Menü nur tischweise erhältlich.

02 VorspeisenAuf dem ersten Teller

Heiß geräucherter Lachs, mit kleinem Salat und Meerrettichsahne,

Tatar vom Yellowfin Thun im Parmesannest auf einer Sesamvinaigrette und Koriander

Frikadelle vom Taschenkrebs mit Rucolapesto und Rucolasalat.

 03 Hauptgerichte

Auf dem zweiten Teller:

Limandesfilet mit Kartoffel-Gurkensalat

Saltimbocca vom Seeteufelbäckchen auf Ratatouille

Lengfisch aus dem Ofen mit Nudeln und Pilzen

04 Dessert

Dritter Teller Dessert:

Crème Brûlée 

Schokoladenmousse

Mangosorbet

Wir hatten ein wunderbares Mittagessen bei Karsten Wulff. Lediglich der Empfang trübte den ansonsten positiven Gesamteindruck. Für Fischliebhaber ist dieses 3×3 Menü ein absolutes Muss und bekommt einen guten Einstieg beim ersten Besuch. Man bekommt einen Querschnitt durch die Küche von Karsten Wulff. Das Preis-Leitungsverhältnis ist absolut in Ordnung. Wichtig ist zu wissen, dass man nicht einer Kreditkarte bezahlen kann.

 

Spices – Sylt

Spices Sylt 21.09.2013

Zum Abschluss unserer Kopenhagen/Sylt Genusstour (Mobby Dick, NOMA, Müller, Wulff, Sansibar) sollte das Restaurant „Spices“ im A-Rosa Resort den Schlusspunkt setzen. Viele positive Bewertungen weckten gewisse Erwartungen.

Das Restaurant wird am Abend zweimal besetzt,  einmal um 18:00 Uhr und einmal um 20:30 Uhr. Bei meiner Reservierungsanfrage ein Tag vorher wurde ich drei Mal hin und her verbunden, bis man mir erklärte, dass nur noch für 18:00 Plätze frei wären.

Am Abend ging es dann mit dem Taxi von Westerland nach List. Bei der Einfahrt in das A-Rosa Resort hatte man das Gefühl in einen Hochsicherheitstrakt zu fahren. Schlagbaum, ein Wärterhäuschen mit einer sehr resoluten Dame am Fenster, die nach der Reservierung verlangte. Erst nach einem Rückruf im Restaurant konnten wir durchfahren.

P1070513Am Eingang des Restaurants wurden wir recht freundlich von einem jungen Mann empfangen und zu unserem Tisch begleitet. Die Einrichtung sehr dunkel gehalten, die Tische stehen sehr eng aneinander. Das Einrichtungskonzept schwankt zwischen Bistro und Bar. An der Längsseite die offene Küche und direkt im Eingangsbereich die Sushi-Bar.

Der asiatischer Tradition folgend sind die drei Menüs mit den  Erde, Wasser und Feuer überschrieben.

Ich wählte das viergängige Menu „Feuer“ für 74 €, Irmtraud das Menü „Wasser“. P1070514

Amuse Bouche: Frittierte Jakobsmuschel auf asiatischem Gemüse: Es begann hoffnungsvoll. Das asiatische Gemüse sehr gut gewürzt, die Jakobsmuschel noch glasig.

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Seafood thailändisch: Seefood, Kopfsalat, rote Zwiebel:  Zwei trockene Scheiben vom Kopfsalat überlagerten alle anderen Geschmacksvarianten. Pulpo grenzwertig gegart, trocken und zäh. Wo war das Feuer?

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Saibling spicy: Shiitake, Frühlingslauch, Spicy-Fond: Dies war der einzige Gang wo man sagte konnte, hier war etwas Feuer drin. Der Saibling auf den Punkt gegart.

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Lamm feurig: Aubergine, Ananas, rotes Curry: Lamm ohne Geschmack, die pappartigen Auberginenscheiben schmeckten nach nichts und waren trocken, vom roten Curry nichts zu spüren. Von wegen feurig, da hätte schon ein Sylt Orkan wehen müssen, um hier das „Feuer“ anzufachen.

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Morgentau: Karotte, Vanillecreme, Thaibasilikumpüree, Passionsfrucht: Der Karottengeschmack überlagerte alles. Wo war das Feuer?

Fazit: An diesem Abend passte einiges nicht zusammen. Kulinarisch keine Offenbarung. Nach den vielen guten Bewertungen, hätten wir einen Abend der Sinne erleben müssen. Nichts von allen dem. Auch der Service passte sich den Speisen an.

Beim nächsten Besuch auf Sylt werde ich trotzdem noch einmal das Restaurant aufsuchen. Vielleicht hatten alle Akteure nur einen schlechten Tag.