Keller – Oberbergen

Neu im Bücherregal

2018-12-10 Keller 01

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Ist so spannend geschrieben, dass ich ohne Pause von Anfang bis Ende durchgelesen habe.

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Schwarzer Adler – Oberbergen

 FRANZ KELLER SCHWARZER ADLER
WEINE – RESTAURANTS – HOTEL
Badbergstrasse 23
D-79235 Vogtsburg-Oberbergen Kaiserstuhl/Baden
Tel. (0049) 07662/9330-0 Fax: 07662/719
E-Mail:
keller (at) franz-keller.de
 www.franz-keller.de

 
Poularde in der Schweinsblase
Poularde in der Schweinsblase

Ein Aufenthalt der besonderen Art. Eine Gasstätte Mitten im Ort gelegen wie so viele in Deutschland. Die meisten dieser Gaststätten bieten aber meistens nur Speis und Trank aus der Gefriertruhe oder servieren für viel Geld Convenience -Produkten an.

Dieses Haus ist aus der Art geschlagen. Weine, Restaurant und Hotel unter einem Dach. Diese Reihenfolge ist vom Haus  Keller wahrscheinlich auch bewusst gewählt. In erster Linie ein Weingut mit nationaler und internationaler Bedeutung. Dann eine örtliche Gaststätte aus der im laufe der Jahre und Jahrzehnte ein anerkanntes Restaurant wurde und da man nach dem Weingenuss nicht mehr aus dem Haus muss, gibt es auch entsprechende Zimmer. Seit 1969 leuchten die Sterne des Guide Michelin über dem Haus.  

Hat man sich zu einem Besuch im Schwarzen Adler durch gerungen, sollte man folgendes beachten:

Natürlich einen Tisch bestellen und gleichzeitig auch ein Zimmer reservieren. Die Weinkarte im Internet herunterladen und aufmerksam studieren. Es ist fast unmöglich diesen dicken Wälzer am Tisch in Ruhe durch zu lesen. Nach Studium der Speisekarte ebenfalls im Internet die Poularde in der Schweinsblase vorbestellen. Sie werden, so wie wir, einen unvergesslichen Abend erleben. Besser ist es vielleicht noch, dieses Vergnügen auf den Mittag legen und dann im Sommer auf dem Freisitz zu speisen.

Nach dem Einchecken noch etwas Ruhe auf den gemütlichen Zimmern und dann ab ins Restaurant. Das Haus war an diesem Sonntagabend nach meinen Eindruck fast ausgebucht. Da in drei Räumen serviert wird, hatte man natürlich keinen Einblick in die anderen Stuben.

Amuse Bouche
Amuse Bouche

Als Aperitif wählten wir einen Riesling Sekt natürlich aus dem Hause Keller, dazu wurden Blätterteigstangen serviert.  Da wir ja die Poularde vorbestellt hatten, wurden nur zwei Vorspeisen bestellt, die jeweils  als halbe Portion serviert wurden.

Eine große Hilfe dabei war  der sehr souveräne Maitre Hubert Pfingstag.

Als Amuse Bouche wurde eine Scheibe  Blätterteig gefüllt mit Schinken und Käse auf einer Spinatcreme serviert.

Gänsestopfleber
Gänsestopfleber

Terrine de Foie Gras

Eine kalte Vorspeise machte den Anfang. Die hausgemachte Gänsestopfleber war korrekt zubereitet. Ein selten gutes Apfelchutney und ein Gewürztraminer Gelee begleitete diesen ersten Gang. Dazu gab es ein sehr schmackhaftes  und  lockeres Brioche.

Steinbutt
Steinbutt

Steinbuttfilet aus dem Atlantik

Als warme Vorspeise dann ein Steinbutt  auf schwarzem Venere-Risotto und Beurre Blanc. Der Steinbutt innen noch ein wenig glasig, der Reis mit Biss und eine Sauce mit herrlichem Buttergeschmack.

 

Poulardenbrust 1. Gang
Poulardenbrust 1. Gang

Getrüffelte Poularde in der Blase, gefüllt mit Gänse-leber, Reis und Gemüse

Dann hatte   Maitre Hubert Pfingstag seinen großen Auftritt. Auf einem Silbertablett wurde die prallgefüllte Blase mit Inhalt serviert. Gekonnt zerlegte der Maitre das Tier. Serviert wurde es in zwei Gängen. Zuerst die Brust. Wunderbar zart und  saftig Die Füllung aus Reis, Trüffel, Foie Gras und klein geschnittenem Gemüse und einem schmackhaften Sud. Dazu mitgedämpfter  Porree und Kartoffeln, die eigentlich überflüssig waren. Danach die Keulen.  Große Portionen die aber zu schaffen waren.

Allein der Fleisch und Trüffelduft der aus der aufgeschnittenen Blase entweich, ist die Reise und auch die 80 € für die Poularde wert.

Dessert
Dessert

Zum Abschluss dann noch Variationen von der Valrhona Schokolade. eine absolute Sünde. Flüssig, fest, kalt, warm mit intensivsten Schokoladengeschmack.

 Leider haben wir den Käsewagen zu spät gesichtet. Wie vom Nachbartisch zu erfahren war, gab es schön gereifte Produkte.

Der Service leicht und locker, aber vorbildlich und nach alter Schule ohne Steifigkeit.

 Tolle Weinkarte mit all den großen Namen dieser Weinwelt. Auch die Preise  sind  konkurrenzlos niedrig. Wir hielten uns nach Rücksprache mit Sommelière Melanie Wagner an Weine aus dem Hause Keller.

Zum Abschluss noch Kaffee und ein Kirsch aus eigener Brennerei.

Ein Haus mit Tradition, aber auf der Höhe der Zeit. Eine Adresse die man öfters ansteuern sollte.