6. Juni

Donnerstag, 6. Juni 2019, ein besonderen Tag, D-Day, der längste Tag, 75zigste Jahrestag der Invasion,  für viele der letzte Tag. Ein Gedenktag für Frieden in Freiheit.

Häuser aus Granit in kleinen Seebädern prägen das Bild der normannischen Küste. Diese Küste hat aber auch viel Leid gesehen und Geschichte geschrieben. Da ist erstens die Eroberung Englands durch die Normannen mit König Wilhelm dem Eroberer im Jahre 1006 zu nennen. Der Teppich von Bayeux erzählt in eindrucksvollen Bildern diese Eroberung in allen Details.

Die Namen Utah, Omaha, Gold, Juno, Sword sind in die Weltgeschichte eingegangen. Ca. 80 km Strand der Normandie und „der längste Tag“ haben die Befreiung Europas gebracht. Der 6. Juni 1944 steht für diese Befreiung Europas und damit auch Deutschlands vom Hitler Regime. Bevor man die Strände besichtigt, sollte man an einer der vom Mémorial de Caen organisierten Führungen teilzunehmen. Diese Führungen erklären ausführlich und eindrucksvoll die Ereignisse des „D Day” (Codename „Operation Overlord”).

Mahnung 03

 

Vincent Klink – Wielandshöhe 2019

In knapp 10 min. fährt man mit der „Zacke“ vom Marienplatz bis zur Haltestelle Wielandshöhe. Gegenüber dieser Haltestelle ist das Restaurant im Erdgeschoss eines Bürogebäudes unter-gebracht. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick in den Stuttgarter Talkessel.

Als wir kurz vor 19.00 Uhr das Restaurant betreten, werden wir von Frau Klink begrüßt und an den reservierten Tisch geleitet. Seit unserem letzten Besuch vor 5 Jahren hat sich an der Inneneinrichtung nicht viel geändert. Weiterhin ist weiß die tonangebende Farbe. Blumensträuße mit kräftigen Farben lockern den Raum auf. Das Restaurant ist kurz vor 19.00 Uhr bereits gut besucht und im Laufe des Abends werden alle Tische belegt.

Auf dem Tisch liegt erfreulicherweise eine Aperitifkarte und der Service lässt uns genügend Zeit unser Wahl zu treffen. Wir entscheiden uns für „Sekt mit Caltabellotta-Zitrone bzw. mit Sizillianischer Orange, aufgegossen mit heimischem Kessler-Sekt. Auf der Karte stehen auch hausgemachte Limonaden aus Caltabellotta-Orangen oder –Zitronen.

Auch das zum Menü servierte Brot, selbst gebacken wie mitgeteilt wurde, schmeckte sehr gut, ebenso die französische Salzbutter. Beides wurde im Laufe des Abends immer wieder nachgereicht.

Wir entschieden uns für das angebotene 6 Gang Menü für 120 €, beim Hauptgericht gab es eine Alternative. Gewählt konnte zwischen Forelle bzw. Lamm, diese Möglichkeit wurde von uns auch angenommen.

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Vorab als Amuse Bouche kommt eine Quiche auf den Tisch. Diese Quiche, lauwarm serviert und perfekt zubereitet, ist seit Jahren der Einstieg zum Menü bei Klink.

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Als 1. Gang wird eine Steinbutt Terrine mit Wildspargel aus Apulien und Frisée Salat, der mit einem Öl mit  leichter Zitronensäure serviert wird.  Dieser Gang fällt aus dem Rahmen. Klink verlässt hier seine regionale Schiene.

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Kalbsbries ein doch seltenes Produkt in der Sternegastronomie. Hier perfekt zubereitet mit Morcheln, frischen Erbsen und einem leichten Kalbsjus. Hier stimmt die Richtung, regional und saisonal.

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Die Neun-Kräuter-Suppe ist ja eine traditionelle Speise, die schon unsere Vorfahren gerne aus frischen Frühlingskräutern zubereitet haben.  Grundlage scheint eine leichte Kartoffelsuppe zu sein, so wie Klink vor vielen, vielen Jahren es bei Meister Rudolf Katzenberger in Rastatt gelernt hat. Diese wird mit Milch zubereitet, daher sehr leicht und die Kräuter kommen sehr gut zu Geltung. Klassisch aber sehr gut.

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Bei den beiden nächsten Gängen wird sich mancher die Frage stellen, ist das Sternewürdig. Auch wenn beide Gänge sehr schlicht und einfach daher kommen, man schmeckt die sehr guten Produkte einzeln auf der Zunge. Die Scheiben vom Alblamm rosa gebraten, dazu eine wohlschmeckende Sauce. Die Bohnen  auf den Punkt gegart und die Rosmarinkartoffeln hatten endlich mal einen vernünftigen Kartoffelgeschmack. Ein Gang mit Zutaten aus der Region, basierend auf einer klassischen französischen Küchenausrichtung.

06 Dessert

Der Käsegang leider ohne Bild. Auf dem Käsewagen „nur“ 7 verschiedene Sorten, aber alle sehr gut gereift.

Auch das Dessert schlicht und einfach aber wohlschmeckend. Mandeltörtchen und Rhabarber-Kompott, dazu in einem separaten Schälchen ein Sauerrahmeis.

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Fazit: Vincent Klink kocht auf der Wielandshöhe mit einem unverkennbaren Stil, mit französischem Hintergrund, ohne altmodisch zu erscheinen. Regionale und saisonale Produkte stehen im Mittelpunkt. Hier und da verlässt er aber auch die Heimatküche und beweist dass seine Mannschaft auch dies beherrscht. Vincent Klink machte zweimal seine Runde im Restaurant und wirkte gut gelaunt und entspannt. Der Service lief sehr diskret ab, besonders der junge Auszubildende mit Migration Hintergrund war mit Spaß bei der Sache.

https://speisekarten.wordpress.com/2019/05/02/wielandshoehe-stuttgart-2019/

Gran Canaria 2019-3

7 Tage Gran Canaria im Hotel IFA Faro, Maspalomas

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Samstag bis Samstag war Sonne pur angesagt. Frühstück auf der Terrasse und faulenzen am Pool.

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Wie schon so oft. Einmal während des Urlaubs geht es zum Abendessen in das Las Cumbres.

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Tapas im nahen Velero Casa Antonio

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Hummeressen an der Poolbar.

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Besuch in Puerto de Mogán und Fahrt durch die schroffe Bergwelt.

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Abendessen im Restaurant Bamira.

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Abschied und Heimflug

 

Rückblick 08

Fuerteventura

Nach Bulgarien und Ibiza wurden ab 1980 die Kanaren als Ziel ausgewählt. Die Wahl fiel auf Fuerteventura und in dem Hotel Olivia Beach verbrachten wir unseren Urlaub. Das Hotel liegt kurz vor der Stadt Corralejo in Mitten einer wunderschönen Dünenlandschaft. Wenn man mit dem Auto aus Richtung Flughafen anreist, kann man das Hotel bereits bei der Einfahrt in den Bezirk El Jable am Horizont erkennen.  Direkt an den weitläufigen Stränden von Corralejo gelegen, war das Hotel eine ideale Adresse, um einen schönen Urlaub zu genießen.  Lediglich ein damaliges 5 Sternehaus, das Tres Islas, stand ebenfalls am langen Sandstrand. Nervig  war nur, dass die Liegen schon um 06.00 Uhr durch Handtücher belegt wurden.  Leider hat die Hotelleitung gegen diese Unsitte nicht eingeschritten, obwohl überall Hinweise angebracht waren, dass dies  nicht erwünscht ist. Ich selbst habe das Spiel 2-3mal mitgemacht. Es war mir aber dann doch zu dumm, außerdem wurde man aus dem Schlaf gerissen.

1981 Fuerte 01Obwohl wir hier Halbpension gebucht hatten, haben wir dann auch Restaurants  in  Corralejo besucht. Eins bleibt uns doch in Erinnerung. Der Name ist mir leider entfallen, der Inhaber hieß Miguel und seine Frau stand in der Küche. Es gab eine sehr gute kanarische Küche mit sehr vielen Fisch-, Lamm- bzw. Zickleingerichten.  Cabrito  bzw. Zicklein musste vorbestellt werden. Bevor Frau und Tochter mich dazu überreden konnte, vergingen 3 Besuche im Restaurant, war ich doch durch die Verabreichung eines Osterzickleins in der Kinder-und Jugendzeit bei meiner Oma ein Gegner dieses Fleisches.

1980 Restaurante 1Bei Miguel wurde ich geheilt und noch heute kommt  zur Osterzeit ein Zickleinbraten auf den Tisch.

Auch im April 1982 ging es  wieder auf die Insel Fuerteventura. Diesmal zusammen mit Andrea, die Freundin von Sabrina in die Anlage Stella Canaris im  Süden der Insel. Erst 1990 war Fuerteventura wieder angesagt. Im neuerbauten Hotel Palace Jandia war auch Dirk, der Freund von Sabrina, mit an Bord. Im Januar 1993 waren wir im Januar 3 Wochen letztmalig auf Fuerteventura, wieder im Hotel Palace Jandia.

Rückblick 06

1986 Italien.

 Im Oktober 1986 machten wir fast dreieinhalb Wochen Urlaub in Italien. Unsere damaligen Freunde Rosi und Lorenzo betrieben eine Eisdiele. Am Ende einer jeden Eissaison zog es beide in Lorenzos Heimat Italien. 1986 war es dann soweit. Wir fuhren mit Rosi und Lorenzo in das Heimatdorf von Lorenzo..

Am 10. Okt.1986 begann eine interessante und vergnügliche Reise nach „Bella Italia“. Um 09.00 Uhr sollte es losgehen. Kurz vorher ein Anruf. Lorenzo musste noch seine Brille beim Optiker abholen. Abfahrt also erst  um 10.00 Uhr. Treffpunkt sollte an der Autobahnauffahrt Guxhagen  sein. Wir waren dann 5 Min. später. Lorenzo war natürlich aufgebracht, warum wir uns verspäteten. Seine eigene Verspätung von 1 Std. war natürlich nicht die Rede wert.

Getrennt ging es also in Richtung Süden. Erster Treffpunkt war die Autobahntankstelle in Kiefersfelden. Im „italienischen“ Auto (Mercedes Kombi) waren Lorenzo, Rosi und Sohn Pino, im „deutschen“ Auto (Citroën) saßen Wilfried, Irmtraud und Sabrina. An der deutschen Autobahnraststätte wurde noch einmal billig getankt und dann ging es durch das Inntal und über den Brenner nach Italien.

Kaum waren wir in Italien fuhr Lorenzo die erste Raststätte an. Allerdings nicht um zu tanken, der Tank war ja noch fast voll, sondern die Bar war sein Ziel. Ein echter italienischer Espresso wurde bestellt. 500 Lire = 1 DM kostete der Spaß.

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Dies sollte sich an jeder zweiten Raststätte wiederholen. Langsam wurde es dunkel und Lorenzo fuhr unbeirrt weiter. Wohin es ging, hatte er uns auch nicht erzählt. Also hieß es immer genau hinter dem Mercedes bleiben, damit wir nicht bereits am ersten Tag in Italien verloren gingen.

Es war fast 19.30 Uhr als wir in der Nähe von Parma an einem Hotel anhielten. Es musste alles sehr schnell gehen. Das Gepäck auf die Zimmer bringen, wir hatten noch nicht einmal Zeit auf die Toilette zu gehen, so drängte Lorenzo auf die Abfahrt in ein Restaurant. Ein Geschäftspartner hatte dieses Lokal ausgesucht.

Kurz vor 20.00 Uhr dann endlich am Ziel. Kaum saßen wir im voll ausgebuchten Restaurant als die Türen geschlossen wurden und das Menü begann.

Ein Abendmenü mit allen Facetten der italienischen Küche wurde aufgetragen. Es begann mit Antipasto, also verschiedene Sorten Schinken, Würsten, Käse, alles aus der Region.

Nach dem der Appetit angeregt war, kam Primi Piato der sogenannte erster Gang auf den Tisch. Dieser bestand aus verschiedenen Pasta- und Risottogerichten.

Nach einer kleinen Pause, ging es dann zur Secondi Piato, der zweiter Gang also.  Auch hier kamen verschiedene Fisch- bzw. Fleischgänge auf den Tisch.

Beim Nachtisch hieß es nicht  Dolci (Kuchen, Creme…) oder Formaggio (Käse) zu wählen, sondern  Dolci und Formaggio wurden gewählt.

Auch bei den Getränken hieß es nicht oder, sondern Weiß- und Rotwein kamen auf den Tisch. Nach dem Essen durfte  natürlich auf keinen Fall ein Cafe, der legendäre Espresso fehlen.  Ein Grappa beschloss dieses Menü.

Am nächsten Tag ging die Fahrt von Parma in Richtung La Spezia und dann entlang der Küste weiter in Richtung Süden über Pisa, Grosseto, Porto Ercole, Rom, Monte Cassino nach Neapel und zum Hafen nach  Pozzuoli. Anschließend ging es  mit der Fähre nach Ischia. Die Besichtigung des Klosters Monte Cassino viel leider aus, da im Kloster gerade Mittagspause angesagt war.

Abenteuerlich die Fahrt durch Neapel. Lorenzo brachte es sogar fertig, kurz vor Neapel auf der Autobahn ca. 100 m rückwärts zu fahren. Er hatte, weil zu schnell, die Ausfahrt verpasst. Vorfahrtsregeln oder Ampelanlagen waren eigentlich außer Kraft gesetzt, keiner hielt sich an die Verkehrsregeln. Ich war deshalb froh, als die Fähre in Richtung Ischia ablegte und das Auto und wir die Fahrt heil überstanden hatten.

Voit – Kassel 2019

So modern, klar und puristisch Patron und Chefkoch Sven Wolf sein Restaurant gestaltet hat, ist auch sein Küchenstil. In der offenen Küche kann man ihn und seine Küchencrew über die Schulter schauen und zusehen wie sie die leichten und kreativen Speisefolgen zubereiten. Aus dem 8 Gang Menü zu 98 €, kann man natürlich auch à la carte wählen. Es fällt auf, dass es kaum Sättigungsbeilagen, wie Kartoffeln oder Nudeln, gibt. Viel Gemüse und leichte Saucen sind Begleiter von Fisch oder Fleisch. Die Saucen überwiegend auf Ölbasis und mit Gemüse oder  Kräuter gemixt. Stark einreduzierte Saucen wird man hier nicht finden.

Die Speiskarte wechselt je nach Jahreszeiten und Einkauf. Fast immer auf der Karte ist das „Tatar vom Rind“ mit schwarzen Knoblauch und Kapuziner Kresse sowie das Sanddorn Sorbet mit Dillöl.

Gelungen diesmal mit feinen Aromen und Texturen die „Jakobsmuschel mit Karotte, Fichte und Castel franco“. Die Jakobsmuschel noch innen leicht glasig, abgedeckt mit kleinen Blättern von Castel Franco (Radicchio), verschieden Texturen von der Karotte, (geraspelt, Scheiben und Brühe) mit jungen Fichtensprossen garniert. Oder das Challans Maishuhn, einmal ein Stück von der Brust und von dem ausgelösten Schenkel, beides Sous Vide gegart. Erbsencreme und wilder Brokkoli waren zusammen mit Morcheln und Molke ideale Begleiter.

Noch ein Wort zum Service. Ruhig und ohne Hektik wurde beraten und serviert.

Ausgezeichnet die Beratung durch  Leon Charlet bei der Weinauswahl. Die vorgeschlagen Weine, alle aus deutschen Anbaugebieten, passten ausgezeichnet zu den Speisen.

Fazit: Sven Wolf und seine Mannschaft haben sich seit der Eröffnung des Hauses vor fast 5 Jahren stetig weiter entwickelt. Der Michelin Stern (seit 2017) ist wohlverdienter Lohn. Auch die anderen Restaurantführer haben das Haus entdeckt. Das Voit gehört damit zu den 250 besten Restaurants in Deutschland, in Hessen auf Platz 14, nach Platz 41 im Jahre 2018. (Restaurant-Ranglisten 2019)

01 Brot Quark Rote Bete

Brot | Quark | rote Bete

03 Amuse Bouche

Einstieg: Linsen | Pilzsud |  Entenleber | Makrele

04 Blumenkohl Haselnuss

Feld & Wiese: Blumenkohl | Haselnuss| Ei | Parmesan

05 Tatar

Weide: Tatar vom Rind| schwarzer Knoblauch | Himbeere | Kapuziner

06 Jacobsmuschel Karotte

Wasser: Jakobsmuschel | Karotte | Fichte | Castel franco

07 Schweinebauch

Weide: Schweinebauch | Kohlrabi | Kombucha | Vadouvan

08 Sandorn Sorbet

Dazwischen: Sandornsorbet mit Dillöl

09 Maishuhn

Weide: Challans Maishuhn | Morchel | Erbse | Molke

10 Käse

Käse: Kuh & Ziege| Senf | Feige

11 Birne Schmand

Süss: Birne | Schmand | Brioche