Poststation Morschen: Eine Menü mit Arche-Passagieren

Poststation Morschen 14.12.2013

Die Küche der Poststation Zum Alten Forstamt in Morschen bringt eine verfeinerte Regionalküche auf den Tisch. Das beschauliche Morschen liegt im nordhessischen Bergland zwischen Melsungen und Rotenburg/Fulda. Küchenchef Thomas Raabe ist Mitglied und  Anhänger der Slow Food Bewegung.

Aus Anlass des weltweit durchgeführten  „Terra-Madre-Tages“, wurde vom Convivium Nordhessen  am 14.12.2013 zu einem festlichen Abendessen eingeladen. Aus den Arche-Passagieren Ahle Wurscht, Bamberger Hörnla, Buntes Bentheimer Schwein, Grünkern vom Bauländer Spelz sowie  Teltower Rübchen kochte Thomas Rabe ein dreigängiges Menü. Mit der Apfelsorte „Tiefenblüte“   wurde ein möglicher neuer Arche Passagier im Dessert verarbeitet.

05 Bratbirne Der Abend beginnt mit dem Archepassagier Champagner Bratbirne. Dieser Birnenschaumwein aus der Obstsorte Champagner-Bratbirne von der Manufaktur Jörg Geiger präsentiert sich mit einer ungewöhnliche Feinheit und Harmonie. Der Duft von reifen Birnenaromen aber mit sanften Gerbstoffen betört den Gaumen.

Nach einer kurzen  Begrüßung durch den Convivium Leiter Schneider Rose ging es in den festlich geschmückten Speiseraum.

Drei verschiedene Sorten Brot, sowie eine Käsecreme mit Paprika und Kümmel wurden zum Anfang gereicht.

01 Als Küchengrüß gibt es: „Salat vom Bamberger Hörnla“. Zum Auftakt gab es einen Kartoffelsalat  aus dieser delikaten und  würzig schmeckenden Kartoffelsorte.

02 Vorspeise: Nordhessische Ahle Wurscht mit Kartoffelchip, Bratkartoffelmousse und Feldsalat.  Die Ahle Wurscht, die Spezialität in Nordhessen, in Scheiben dünn aufgeschnitten und als kleines Türmchen abwechselnd mit den krossen Kartoffelchips serviert. Als „Bindemittel“ zwischen den einzelnen Lagen ein Klacks Bratkartoffelmousse.  Der Feldsalat war mit einer leichten Senfvinaigrette angemacht. Eine gelungene Präsentation von dem Arche-Passagier  aus der Region.

03 Hauptgang: Dreierlei vom Bunten Bentheimer, Teltower Rübchen und Grünkernbratling. Das Teltower Rübchen ist eine brandenburgische Spezialität. Raabe brachte dieses aromatisch, pikante fast roh auf den Teller. Mit dieser Zubereitungsart kam die leichte Schärfe  am besten zur Geltung. Der leicht rauchige Grünkernbratling passte ausgezeichnet zum geschmorten Bauch, war aber zu kräftig zum Rückenstück. Statt der  Klößchen in Senfsauce, hätte eine  kräftige Frikadelle, mit leichten Röstaromen, besser in diesen Gang gepasst.

04 Dessert: Michel und Sorbet von der Apfelsorte „Tiefenblüte“. Die Lippoldsberger Tiefenblüte auch Hessische Tiefenblüte genannt, hat nur einen regionalen Bekanntheitsgrad und ist nicht identisch mit der Westfälischen Tiefblüte. Dieser feste, saftige und süßsäuerliche Apfel schmeckt, wenn er warm serviert wird, am besten.  Raabe servierte in als „Michel“ mit Vanillesauce. Beim Sorbet kam das leicht süßsäuerliche Aroma ebenfalls gut zur Geltung.

Da wir mit dem Auto unterwegs waren, gab es überwiegend Mineralwasser aus der Region. Zum Hauptgang wurde aber auch ein Glas Tauberschwarz probiert. Die aus dem Weinbaugebiet Tauberfranken stammende Rebsorte ist ebenfalls Arche Passagier. Ein leichter und fruchtiger Rotwein mit Zartbitter- und Wildkirscharomen. Ein Wein, der demnächst auch zu Hause auf dem Tisch stehen wird.

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Karsten Wulff – Sylt 2013-09-20

Das Restaurant ist geschlossen.

Karsten Wulf 20.09.2013 (mittags)

Bei unseren Besuchen auf Sylt hatten wir bisher das Restaurant Karsten Wulf aus verschiedensten Gründen immer links liegen gelassen. Bei unserem diesjährigen kurzen Aufenthalt im September war Wulf aber endlich angesagt. Da man bei solchen Besuchen auch ein wenig Wein trinkt, war es für uns logisch, so dass wir die kurze Strecke von Westerland nach Keitum mit dem Taxi fuhren. Nach einem Bummel durch Keitum ging es dann zum Restaurant Karsten Wulf. Nachdem wir in den Gastraum eingetreten waren wurden wir gefragt ob wir reserviert hatten. Da ich mit Nein antwortete, merkte ich eine gewisse Reserviertheit bei der Empfangsdame. Schließlich wurden wir in einen Nebenraum (Wintergarten?) direkt an der Tür platziert, obwohl an der Fensterseite noch Plätze frei waren. Dies ist aber auch das einzige Negative, was ich über das Restaurant sagen kann.

Das Ambiente des Restaurants ist insgesamt freundlich, sehr solide aber etwas konservativ. Man hat Einblick in die offene Küche.

01 Karsten Wulf Restaurant

Aus der Tageskarte wählten wir das 3 × 3 Seafood Menü für 56 €. Das Weinmenü mit drei korrespondierenden Gläsern Wein kostet 22 €. Leider ist das Menü nur tischweise erhältlich.

02 VorspeisenAuf dem ersten Teller

Heiß geräucherter Lachs, mit kleinem Salat und Meerrettichsahne,

Tatar vom Yellowfin Thun im Parmesannest auf einer Sesamvinaigrette und Koriander

Frikadelle vom Taschenkrebs mit Rucolapesto und Rucolasalat.

 03 Hauptgerichte

Auf dem zweiten Teller:

Limandesfilet mit Kartoffel-Gurkensalat

Saltimbocca vom Seeteufelbäckchen auf Ratatouille

Lengfisch aus dem Ofen mit Nudeln und Pilzen

04 Dessert

Dritter Teller Dessert:

Crème Brûlée 

Schokoladenmousse

Mangosorbet

Wir hatten ein wunderbares Mittagessen bei Karsten Wulff. Lediglich der Empfang trübte den ansonsten positiven Gesamteindruck. Für Fischliebhaber ist dieses 3×3 Menü ein absolutes Muss und bekommt einen guten Einstieg beim ersten Besuch. Man bekommt einen Querschnitt durch die Küche von Karsten Wulff. Das Preis-Leitungsverhältnis ist absolut in Ordnung. Wichtig ist zu wissen, dass man nicht einer Kreditkarte bezahlen kann.

 

Gaststätte Hack – Kerstenhausen

Gaststätte Hack – Kerstenhausen (16.11.2013)

Nach Lehre und Wanderjahren in der deutschen Sterne Gastronomie ist Katja Hack in das elterliche Gasthaus in Borken Kerstenhausen zurückgekehrt. Die Heimat von Katja Hack ist ein 600 Seelen Dorf im Schwalm Eder Kreis ca. 35 km südlich von Kassel. Gearbeitet hat sie unter anderen bei Manfred Schwarz im Deidesheimer Hof, bei Björn Freitag und als Küchenchefin bei Frank Buchholz in seinem Mainzer Restaurant.

Es ist bestimmt nicht einfach, in dieser kulinarischen Diaspora eine gehobene, regional geprägte Landhausküche anzubieten. Den Spagat, von Stammtisch und Stammgästen sowie Gästen die ein mehrgängiges Gourmetmenü speisen wollen, schafft sie mit Bravour.

01 Gaststätte HackSchritt vor Schritt wird auch das Ambiente des Gasthofes verändert. Von außen ein normales Dorfgasthaus und auch im Inneren hat sich auf den ersten Blick nicht viel geändert. Nach wie vor ist der Tisch neben der Theke als Stammtisch deklariert und die Männer des Dorfes genießen am Abend an der Theke ihr Feierabendbier. Geht man durch diesen Thekenbereich kommt man in eine nett eingerichtete Stube. In dieser Stube ist Platz für ca. 20-25 Personen.

Die Speisekarte, die von einer freundlichen Servicekraft gebracht wird, ist erfreulicherweise relativ klein gehalten. Die in dieser Region üblichen Schnitzel sind von der Speisekarte verbannt.

Zwei Suppen, vier Zwischengerichte davon einmal vegetarisch, ein Fischgericht, fünf Hauptgerichte sowie zwei Desserts werden angeboten. Sonntags wird zusätzlich ein Drei-Gang-Menü angeboten. Die Preise sind ländlich moderat.

02 BrotZum Auftakt gibt es selbstgebackenes Brot und Schnippchen ein typisch Nordhessischer Brotaufstrich. Bereits beim Brot merkt man, wir sind in keiner normalen Dorfgaststätte. Im Brot sind Rosinen eingebacken und ich schmecke Bockshornklee heraus.

03 Duckefett Weiter ging es mit „Kerstenhäuser Duckefettsuppe“. Duckefett ist eine deftige nordhessische Spezialität. Katja Hack macht daraus ein feines Schmandsüppchen mit Kartoffel Tatar und hauchdünn geschnittener Ahle Wurst. Deftige Produkte aus der Region modern umgesetzt. Diese Suppe ist bereits jetzt zum Klassiker in der Gaststätte Hack geworden.

04a ZanderDanach Zander auf der Haut gebraten, auf einem Wurzelgemüse-Kartoffel-Ragout mit zweierlei Thymianjus. Vorab gab es einen kleinen Teller Blattsalat.

05 Lebkuchen Parfait Zum Abschluss gab es hausgemachtes Lebkuchen Parfait mit Früchten und  Krokant.

Fazit: Bekanntes wird behutsam erneuert. Nach ihren eigenen Aussagen verwendet sie regionale Zutaten soweit es irgendwie geht. Fleisch und Wild bezieht sie von einem Metzger aus dem Nachbarort, der noch selbst schlachtet. Katja Hack schafft es, mit ihrer Küche, den weißen Fleck auf der kulinarischen Landkarte Nordhessens etwas kleiner werden zu lassen.

Die Weinkarte müsste behutsam erneuert werden. Hier würde es nach meiner Auffassung ausreichend sein, je fünf oder sechs deutsche Weiß- und Rotweine auf die Karte zu setzen. Auch beim Aperitif und Digestiv sollte sie verstärkt auf regionale Produkte setzen.

Katja Hack bringt frischen Wind in die nordhessische Gastroszene.

Gasthof Hack
Hoheneicher Str. 2
34582 Borken -Kerstenhausen
Tel.: 05682 – 9960
eMail: Getraenke-Hack@t-online.de

Öffnugszeiten : Montag-Samstag ab 17 Uhr, Küche bis 21 Uhr, Sonntags von 12 Uhr bis 14 Uhr, Dienstag Ruhetag

 Speisekarte

Trattoria Toscana – Niedenstein

Trattoria Toscana – Niedenstein (15.11.2013)

 Ali Noori bietet, zusammen mit seiner Frau im Service, eine italienische Gastronomie mit viel Herzblut. Die Trattoria Toscana in Niedenstein (Schwalm Eder Kreis) ist ein beliebter Treffpunkt für alle geworden, die eine toskanische Küche mit frischen regionalen Zutaten entsprechend der Jahreszeiten zu schätzen wissen. In gemütlichem Ambiente werden Pizza und Pasta Variationen, frisch zubereitete Fleisch- und Fischkreationen zubereitet und serviert. Desserts und Spezialitäten außerhalb der regulären Karte runden das Angebot ab. Verwandtschaftliche Beziehungen zur Familie Da Cocca und Ferhad Kemal (italienische Feinkost, Kassel) sorgen u.a. dafür, dass beste Zutaten für die Küche zur Verfügung stehen. Passend zu den Gerichten empfehlen die Inhaber natürlich interessante italienische Tropfen.

Zu den Spezialitäten des Hauses gehören zweifelsfrei die gegrillte Dorade und die ebenfalls gegrillten Lammkoteletts.

Eine Geburtstagsfeier war Grund, nach ca. 3 Monaten wieder einmal in Niedenstein vorbei zuschauen.

Folgendes kleine Menü wurde serviert.

Vorab gab es Pizzabrot, gewürzt mit Rosmarin und Knoblauch.

01 überbackene AubergineMit Melenzane parmigiana ein gelungener Auftakt der uns begeisterte. Die gegrillte Aubergine mit Mozzarella und Tomatensauce überbacken, führte uns gedanklich in die ferne Toskana.

 02 Pulpo

Als Zwischengang Pulpo mit bunten Nudeln. Die Nudeln waren wohl al dente, wurden aber leider etwas zu kalt serviert.

 03 Lammschulter

Als Höhepunkt des Abend dann der Hauptgang.

04 Lammschulter-MangoldGeschmorte Lammkeule mit einer phantastischen Sauce (u.a. Thymian, Ingwer, Knoblauch, Peperoncino), dazu Mangoldgemüse und Rosmarin Kartoffeln.

05 Tiramesu Als Dessert Tiramesu.

Enoteca – Freiburg

Enoteca – Freiburg 09.11.2013

03a EnotecaIn der Nähe des Schwabentors, in der Fußgängerzone Freiburgs, liegt das Restaurant der Enoteca umgeben vom Flair der alten Häuser. In der Nähe gibt es noch die Trattoria  als kleinen Ableger des Restaurants und ist nur abends geöffnet.

Als ich gegen 12:00 Uhr die ENOTECA betreten, ohne reserviert zu haben, ist noch kein  Tisch besetzt. Innerhalb von 10 Minuten sollte sich dies ändern. Plötzlich sind alle Tische belegt.

Die Tische sind ansprechend eingedeckt, wie es bei einem Lokal dieser Preisklasse als selbstverständlich vorausgesetzt werden darf. Die junge Servicekraft begleitet mich zum Tisch und  bringt die Speise- und Weinkarte.

03 Langusten TerrineLangustinen-TerrineAus der interessanten Speisekarte wähle ich als Vorspeise eine Langustenterrine und als Hauptgang eine Ente. mit Brunnenkresse und gebratenen Jakobsmuscheln. Eine kleine wohlschmeckende Scheibe Terrine dazu eine kurz gebratene, innen noch glasige Jakobsmuschel und ein Salat mit Brunnenkresse.

04 Cherry Valley EnteZweierlei von der Cherry Valley-Ente mit Honig-Chili-Sauce, jungem Wirsing und Kartoffel-Gnocchi.

Ich muss zu meiner „Schande“gestehen ich hatte von dieser Entenart noch nichts gehört. Die Cherry Valley Ente ist eine flugunfähige Ente und kommt aus der ostenglischen Grafschaft Lincolnshire. Die Brust nicht kurz gebraten sondern geschmort. Sehr saftig und mit  Honig-Chili lackiert. Die Schenkel als Ragout serviert.

Aus der Weinkarte zwei offene Weine.

Als Weißwein ein Grauburgunder von Bassermann-Jordan 0.1 l für 3.50 € und als Rotwein ein 2008 Pinot Nero „Lajetto“ Barrique / Biowein 0.2 l für 10.50 €. Die Flasche „Lajetto“ kostet im Weinverkauf 15.50 € und im Restaurant 45 €. Eine Kalkulation die ich für völlig normal halte.

Fazit: Auch wenn der Besuch nur kurz war, ich habe mich in der Enoteca wohlgefühlt. Ein Ort der leichten und klassischen italienischen Küche. Die Enoteca gehört zu den führenden Restaurants Freiburgs.

„La foire à l’andouille de Vire“

01 Stand Baunatal

Fahrt nach Vire 01.11. 2013 – Zweiter Tag/1

Durch  acht Schläge der Kirchenglocken von Notre-Dame werde ich aufgeweckt. Ich habe hervorragend geschlafen, nach dem langen gestrigen Tag auch kein Wunder. Nach den jahrelangen Erfahrungen erwartet uns ein anstrengender Tag. Zum Frühstück gibt es ein Pott Milchkaffee, frische Croissant  und Baguette  sowie Marmelade, natürlich selbstgemacht von Ginette und André.

Nach dem Frühstück ziehe ich mich fertig an und André  wundert sich. Da ich in offizieller Mission in Vire bin, habe ich, was selten vorkommt, einen feinen Anzug und Krawatte angezogen.

Kopie von P1070823 01In Frankreich ist der 1. November (Allerheiligen) Feiertag. Trotzdem findet wie jeden Freitag  der Wochenmarkt statt. Obwohl es leicht regnet, mache ich wie jedes Mal wenn ich in Vire bin und der Wochenmarkt stattfindet, einen kurzen Rundgang über den Markt.

Um 10:00 Uhr ruft allerdings die Pflicht und es geht zum Hippodrom wo die Messe stattfindet.

07 StandbesetzungDie Standbesetzung um Heike, Monika, und Wolfgang sowie unsere Dolmetscherin Frau Balzer haben bereits die letzten Feinheiten organisiert und die Messe kann für uns beginnen. Unser Busfahrer der eigentlich Freizeit hätte, hilft ebenfalls kräftig mit.

Auch die Mitglieder der Tanzgruppe und unsere Musiker sind eingetroffen und machen sich für ihre Einsätze fertig.

Um 11:00 Uhr wird dann die Messe durch Jean Yves Cousin dem Bürgermeister der Stadt Vire  offiziell eröffnet. Danach erfolgt der Rundgang der Honoratioren aus der Region Bass-Normandie und der Stadt Vire.

05 Stand BaunatalNatürlich ist an unserem Stand ein längerer Halt geplant. Als Vorsitzender des Arbeitskreises Städtepartnerschaft begrüße ich die Anwesenden und Verweise auf die 30 jährige Freundschaft der beiden Städte Vire und Baunatal.

03 Stand Baunatal Baunsberg Musikantenn Unsere sechs Musiker, die Baunsberg Musikanten, spielen zur Eröffnung das Hessenlied:

„ Ich kenne ein Land so reich und so schön…“  

04 Stand Baunatal Spitzbetzel TrachtDie „Spitzbetzel“ Trachtengruppe singt zur Überraschung aller das Lied der Normandie in französischer Sprache.

06 Stand BaunatalAnschließend wird Jean Yves Cousin von den Damen der Trachtengruppe zum Tanz aufgefordert.

Natürlich gibt es auch die kulinarischen Besonderheiten unserer Stadt und der Region zu Kosten. Da wäre in erster Linie die „Ahle Wurst“ und das Hütt Bier zu nennen. Anschließend erwartet uns ein anstrengender Messetag.

 

„La foire à l’andouille de Vire“

Fahrt nach Vire

31.10. 2013 – Erster Tag

Es ist Donnerstag der 30.10.2013 und es heißt früh aufstehen. Es geht wieder einmal in die Normandie in unsere Partnerstadt Vire. Grund dieser Fahrt ist „La foire à l’andouille de Vire“, die zum 25. Mal stattfindet. Die Stadt Baunatal bzw. die Wirtschaftsgemeinschaft Baunatal beteiligt sich an dieser Messe seit 1993. Angefangen hat alles mit dem Besuch einer dreiköpfigen Delegation und drei Fässern Hütt Bier. Bei der diesjährigen Jubiläumsfeier tritt die Stadt Baunatal und die Region „GrimmHeimat“ als Partnerregion auf. Dies bedeutet, dass wir nicht wie bisher einen kleinen Stand von knapp 10 m² zu bewirten haben, sondern einen Stand von fast 36 m² steht uns zur Verfügung.

Es ist 03:30 Uhr als wir den Bus beladen. Rechtzeitig kommen auch unsere Metzgerei- und Bäckerbetriebe, die uns ihre Waren für die Messe zur Verfügung stellen. Es verläuft alles reibungslos, so dass wir um Punkt 04:00 Uhr in Richtung Frankreich fahren können.

Nach knapp 3 1/2 Stunden sind wir in der Nähe von Aachen angelangt und ein Fahrerwechsel findet statt. Weiter geht es über die belgische Autobahn und in Frankreich auf der A2 und A1 in Richtung Amiens.

Grenze zwischen Belgien und FrankreichAn der Autobahnraststätte „Aire d’Assevillers“  muss die notwendige Ruhepause eingelegt werden, bevor es dann über die A 29 weitergeht in Richtung Rouen. Einmal nicht richtig aufgepasst und schon verfährt sich unser Busfahrer. Das Navi Gerät zeigt ihm nicht die Richtung über die Pont de Normandie, sondern wir müssen uns durch den Stadtverkehr von Rouen quälen.

Über die A 13 der Normandie Autobahn und der A 28 geht es dann in Richtung der Partnerstadt Vire. Wir kommen gegen 17:00 Uhr an und fahren direkt zum Hippodrom. Hier findet wie seit vielen Jahren die Messe statt.

02 Stand BaunatalIn knapp 2 Std. ist unser Stand aufgebaut und es geht zum Hotel. Diesmal wird im Hotel Sankt Pierre übernachtet. Während die anderen Teilnehmer das Abendessen im Hotel de France einnehmen, bin ich wieder privat bei Ginette und André  untergebracht.

P1000535Nach einen ausgiebigen Vier Gang Menü mit den entsprechenden guten Weinen, die wie immer André entkorkt, liege ich um 23:00 Uhr im Bett.

P1070813Zum Abschluss des Tages ein Calvados Jahrgang 1965

Sardinien 2013 Teil 7

Sardinien 2013 Teil 7

Am Samstag schließlich das Abendessen in einem Agritourismus – Betrieb. Man merkt die Haupturlaubszeit ist fast vorbei. Vieler dieser Betriebe haben bereits geschlossen oder nur an den Wochenenden geöffnet. Auf Vermittlung eines Mitarbeiters der Anlage Vista Blu reservieren wir im Sa Mandra.

Die Anlage liegt etwas außerhalb von Alghero in der Nähe des Flughafens. Durch die wenigen Starts und Landungen ist allerdings kaum mit Lärm zu rechnen. Ab der Hauptverkehrsstraße und dem Flughafen ist das Restaurant gut ausgeschildert.

Durch einen Torbogen, dieser ist mit allerhand landwirtschaftlichen Geräten geschmückt, betritt man den Innenhof des Betriebes. Sa Mandra ähnelt einem kleinen Open-Air-Museum, ein Agriturismo, der in ein kleines Dorf verwandelt wurde.

01Geht man auf  den gepflegten Gehwegen durch die Anlage umweht einen der Duft von Myrte, Borretsch und Lavendel. Rechts und links der Wege stehen antike und moderne Werkzeuge des Handwerks.

Nach dem sehr freundlichen Empfang wird man zum Aperitif eingeladen. In unserem Fall bestand dieser aus einem Gläschen Weißwein. Auf den Tischen standen zur Selbstbedienung kleine Appetitanreger. Dies waren eingelegte Oliven, sardisches Brot, Lardo sowie ein Frischkäse und Baguette. Bei noch sehr angenehmen Außentemperaturen konnte man den Abend entspannt beginnen.

03Lardo, sardisches Brot und Oliven

04 Frischkäse, Baguette, Oliven

In einer Art rustikalen Schäferhütte beginnt dann das eigentliche Menü.

22 HüttteHier wurde gespeist

Es ist sehr üppig und vielfältig. All die typischen Speisen der sardischen und italienischen Küche kommen in mehreren Gängen auf den Tisch. Fast alle Zutaten dieses Menüs stammen aus dem eigenen Betrieb.

Zuerst kommt Ricotta in den verschiedensten Ausführungen und Reifgraden auf den Tisch.07 Ricotta mit Honig

Frischer Ricotta  mit Wildblütenhonig

08 Gesalzene Ricotta mit Orangenmarmelade

Geräucherter Ricotta mit Orangenmarmelade

09 Ricotta-Tomate

Ricotta mit Tomate

10 Pecorino

Pecorino semicotto sardo

Den Abschluss der ersten Runde machte dann

06 Gegrilltes Gemüse mit Olivenölgegrilltes Gemüse mit Olivenöl

 Weiter ging es mit Wurst und Schinken

11 FilettoFiletto

12 Coppa und Salsiccia

Coppa und Sasiccia

14 Schinken

Schinken Monte Spada

13 Lamminnnereien

Ragout von Lamminereien mit Gewürzen.

Es folgten zwei Nudelgänge

15 Ravioli

Ravioli mit Kräutern gefüllt und einer Kartoffel-Pecorino Sauce

16 Maharrones

Maharrones eine weitere ungewöhnliche Pasta.

Teigig, etwa in die Richtung wie Orecchiette oder Gnocchi. Die Sauce mit Tomaten, Olivenöl und Zwiebeln sowie Birnenstücken. Die Verwendung von Fiore Sardo Käse bringt eine gewisse Üppigkeit in die Sauce, diese wird durch die süße der Birnen etwas ausgeglichen.

Nun das Hauptgericht – Spanferkel

02 SpanferkelSpanferkel am offenem Feuer

17 SpanferkelSpanferkel auf dem Tisch mit

18 GemüseGemüse

19 Ragout vom Schweinund Ragout.

Es ging auf Mitternacht zu. Den Abschluss mit

20 sardische SüssigkeitenSardischen Süßigkeiten

21 ObstObst und

23 DigestivDigestiv.

Grappa, Kräuterlikör und Zitronenlikör sowie Kaffee.

05Weine Santa Maria la Palma (DOC Cannonau und Vermentino DOC)

FAZIT:

Fröhlich- genießerische Inszenierung sardischer Lebensart zum fairen Preis. Der Preis einschl. Getränke liegt bei  40 € pro Person. Kinder bezahlen entsprechend ihrem Alter zwischen 20 und 30 €. Glücklich wer eine  Reservierung hat. Das ganze streckt sich über einen Zeitraum von ca. 4.5 Stunden – man genießt also ohne Hast – ggf. kann man zwischendurch vom Tisch aufstehen und etwas durch den Garten flanieren, bis man wieder aufnahmebereit ist. Eine tolle, stimmungsvolle Esserfahrung ist garantiert.

Sardinien 2013 Teil 6

Sardinien 2013 Teil 6

Die beiden letzten Tage waren dann noch einmal Erholung pur. Am Strand Maria Pia konnten wir bei strahlendem Sonnenschein, einer leichte Brise und leichtem Wellengang noch einmal die beiden Tage genießen. Bei einer Wassertemperatur von ca. 22° warm wir alle mindestens drei oder vier Mal im Wasser. An der Strandbar wurde noch einmal Pasta und Vino genossen.

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Am Freitagabend ging es in die Osteria Macchiavel. Dieses historische Fischrestaurant liegt im Herzen der historischen Altstadt von Alghero. Von der Terrasse hat man einen wunderschönen Blick auf den Hafen und das Meer. Diese Lage hat natürlich auch Nachteile. Einheimische und Touristen schlendern relativ nah an den Tischen vorbei und stören dann beim Genießen.

Beim Blick auf die Speisekarte finden wir dann die typischen Gerichte der sardischen Küche. Angefangen von Antipasti, Pasta Gerichte, Fisch und Fleisch vom Grill sowie leckere Desserts. Bei den Weinen bestellen wir Produkte von der Insel.

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Als Vorspeise wählte ich einen Oktopus-Salat mit Kartoffeln. Die Zutaten ziemlich kalt, als ob man den Teller direkt aus den Kühlschrank geholt hätte.

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 Auch bei der Hauptspeise bleibe ich dem Meer treu. Es gibt ein Teller mit gegrillten Meeresfrüchten. Obwohl direkt am Meer waren einige Zutaten wohl tiefgefroren gewesen.

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 Der katalanischen Vergangenheit der Stadt Alghero huldige ich dann mit Crema catalana.

 Die Lage mit dem Blick auf das Meer entschädigt für einige Zubereitungsfehler. Der Service tadellos.

 

Sardinien 2013 Teil 4+5

Sardinien Teil 4+5

Die Sonne schien vom strahlend blauen Himmel. Es war ein Strandtag angesagt. Nach dem Frühstück ging es wieder an den Strand Maria Pia.

 13  Alghero

Am feinen Sandstrand ausbreiten, im 21° warmen Wasser baden und in der Sonne faulenzen. Zum Mittagessen in die nahegelegen Bar und Pasta mit Vongole und sardischen Weißwein genießen. Herz was willst du mehr?

DSC_0203Für den Abend hatten wir im Restaurant La Saletta gebucht.

01 La SalettaHier fanden wir die Küche vor, nach der wir gesucht hatten. Die Schwestern Sanna servieren in einer familiären Atmosphäre  die besten Gerichte der sardischen Küche.

02 La SalettaDie Speisekarte des Restaurants ist aufgebaut in der Tradition der sardischen Rezepte den Veränderungen der Jahreszeiten aber auch mit einem Hauch von Innovation. Man verwendet frische Zutaten aus dem lokalen Markt.

 Hier wäre es allerdings gut, man wurde die italienische Sprache beherrschen. Die jungen Damen im Service sprachen leider sehr schlecht englisch.

 04 La Saletta

05 La Saletta

Los geht es mit Antipasti die in schneller Folge auf den Tisch kommen.

06 La SalettaDanach Primi piatti.  In unserem Fall Ravioli gefüllt mit Ricotta sowie Pecorino und Lorbeer, 

07 La Salettaüberbackene Cannelloni,

08 La SalettaHackbällchen mit Tomatensauce

10 La Salettaund geschmolzenen sardischen Käse.

Es folgt Secondi piatti.

09 La SalettaEs standen wohl drei Gerichte auf der Karte, aber nur Spanferkel wurde serviert. Hervoragend gegart, gewürzt mit Myrte und Rosmarin, sehr guten Bratkartoffeln.

Dazu Vino de la Casa. Auf ein Dessert verzichteten wir. Dafür gab es auf dem Weg zum Auto noch ein Eis in der Waffeltüte. 11 La Saletta

Am nächsten Tag geht die Fahrt wieder in Richtung Stintino zum La Pelosa Strand.

12Ein gelungener Strandtag bei strahlend blauem Himmel mit einer leichten Brise aus Nordwest.

05Am Abend ist „Grillmeister“ Dirk in seinem Element.

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