Terra The Magic Place – Südtirol

Das magische Plätzchen: Dem Himmel so nah

Inmitten der beeindruckenden Alpen, auf 1600 Metern Höhe, thront dieses Restaurant und Hotel, ausgezeichnet mit zwei Michelin-Sternen. Schon die Anfahrt war ein Erlebnis. Nach einer erholsamen Nacht und einem Frühstück im Restaurant Kuppelrain sollte es eigentlich nach Bozen oder Meran zur Stadtbesichtigung gehen. Doch der Regen machte einen Strich durch die Pläne. Bereits beim Beladen des Autos wurde man klatschnass. Auf der Fahrt durch den Vinschgau nahm der Regen weiter zu. In Bozen wurde die Straße eng, und erst nach dem neuen Tunnel öffnete sich der Blick ins Sarntal. Hier ließ der Regen endlich nach.

In Sarntheim begann der kurvenreiche Aufstieg zum Hotel. Die Straße – eher Wald- und Feldwege – schlängelt sich durch grüne Wiesen und dichten Wald. Endlich tauchte der erste Hinweis zum Hotel auf, allerdings noch mit dem alten Namen „Auerer Hof“. Mit jedem zurückgelegten Kilometer wuchs die Vorfreude, bis man schließlich vor dem Hotel und Restaurant stand. Das Gebäude fügt sich harmonisch in die alpine Landschaft ein: Holz und Stein prägen das Erscheinungsbild, große Fenster geben den Blick auf die umliegenden Gipfel frei.

Gisela Schneider empfing uns herzlich. Sie führt das Haus gemeinsam mit ihrem Bruder Heinrich. Das Zimmer bot einen direkten Zugang zum Garten und einen atemberaubenden Blick auf die Berge. Die Einrichtung: gemütlich und stilvoll. Selbst Irmtrauds Beschwerden – Schwindel durch die kurvenreiche Anfahrt und die Höhenlage – verschwanden glücklicherweise mit Beginn des Abendmenüs.

Um 19.00 Uhr begann das Abendmenü. Der Speisesaal ein feines gelungenes architektonisches Gesamtkunstwerk. Offen bis unter das mit Holz verkleidete Dach, eine große Fensterfront sowohl in Richtung Eingang als auch in Richtung Garten mit Blick auf die Spitzen der umliegenden Alpen. Hier hatte man das Gefühl der Himmel sei greifbar nahe. Die Tische mit angenehm großem Abstand

Die Speiskarte liegt im blauen Briefumschlag schon auf dem Tisch. Sie wechselt je nach Saison und bietet regionale Spezialitäten, die auf eine moderne Art und Weise interpretiert werden. Jedes Gericht erzählt eine Geschichte und trägt das Flair der Berge in sich. Ob Fleischgerichte mit Kräutern aus der Region oder frisch gefangener Fisch – hier trifft Tradition auf Innovation.

Ich werde nicht auf alle Details des Essens eingehen. Erwähnen muss man aber, jedes einzelne Gericht enthielt mindestens ein wildes Kraut aus der Region.

Die Auswahl an Amuse-Bouche kombiniert kreative Ideen mit klassischen Techniken und hebt jede Zutat hervor. Jedes Gericht ein Fest der Aromen und erzählt seine eigene Geschichte und sorgt dafür, dass man ein unvergessliches Geschmackserlebnis genießen darf. Besonders gefallen hat uns der  kunstvoll gefertigte Rote Bete Macaron. Seine erdige Süße wird durch den leichten Traminer Reisschaum perfekt in Szene gesetzt

Marinierte Regenbogenforelle mit Sauerrahmousse und eingelegte Zwiebel

Südtirol ist bekannt für seine kulinarischen Hochgenüsse, und die beiden Fischgänge mit Regenbogenforelle und Bachforelle spiegeln dies auf beeindruckende Weise wider. Es ist interessant zu beobachten, dass hier bewusst auf Meeresfisch verzichtet wird. Stattdessen werden die frischen, regionalen Fische in den Mittelpunkt gerückt. Zur Regenbogenforelle gehörte noch  leicht geräucherte Forellenkaviar, serviert in einer charmanten Cornetto-Tüte, dies nicht nur ein optischer Genuss, sondern auch ein geschmacklicher Höhepunkt. Der Kaviar liefert eine subtile Rauchnote. Separat dazu wird noch ein Trompetenpilzbrot mit Rentierflechte gereicht. Hier wird jedoch die geographische Grenze der Region überschritten.

Trompetenpilzbrot gebackene Rentierflechte Cornetto mit geräuchertem Forellenkaviar

Emulgierte Bachforelle mit Dill, Kamille und Heidekraut

Die Bachforelle ist elegant unter einem hauchdünnen Dillgelee versteckt, welches dem Gericht eine erfrischende Leichtigkeit verleiht. Diese kreative Präsentation zeigt, wie vielschichtig und raffiniert die regionale Küche in Südtirol sein kann.

Hausgemachtes Roggen-Sauerteigbrot mit Fichtensprossensalz und Öl

Rote Bete Spagetti mit Schafsgarbe und karamellisierter Hefe

Saibling mit weißer Melisse Infusion und Weizengrasöl- gelierte Tarte mit 5 Wildkräutern

The Forest Tea“ Raviolo von Kräutern und Igelstachelbart-Pilz und Sphären vom Bergkäse

26 Stunden gegarte Spannrippe vom heimischen Rind mit Gewürzglace und Waldmeister, Hafercreme, Brennnessel-Öl und Minze Jogurt, Roh mariniert mit Felchen, Felsen-Fetthenne und gebrannter Milch.

The Blue Box: Sandorn-Fenchel-Drink mit Schaum getrockneten Sarner Holunderblüten, Himbeer Tartelette mit Fichtencreme und Meringue von getrockneten Rosen.

Sehr interessant „The Blue Box“. Dabei sollte man eine gewisse Zutat erraten. Während der Sanddorn-Fenchel-Drink und die Holunderblüten auf den ersten Blick nichts Außergewöhnliches boten, war es die Tartelette, die mich wirklich ins Grübeln brachte. Mit einem leicht kribbelnden Gefühl auf der Zunge offenbarte sich mir eine verborgene Zutat. Gisela Schneider, die Gastgeberin des Abends, löste das Rätsel für uns: Im Teig versteckte sich das altbekannte „Brausepulver“. Eine brillante Idee, die das Dessert mit einer erfrischenden Note versah!

Wildkräutereis mit Blütenwaffel, Gundelrebe, Waldbeeren Coulis und Vanille Öl

Die kleine Teezermonie: Tee von 6 aromatischen Kräutern.

Kleine Probleme hatte ich bei der „Teezermonie. Verschiedene Kräuter wie Goldmelisse, Thymian und Nelke wurden verwendet, doch die einzelnen Aromen schienen im Gesamtgeschmack unterzugehen. Vielleicht hätte der Tee einfach länger ziehen müssen, um sein volles Potenzial zu entfalten

Schaumküsse vom grünen Apfel uns Waldmeister mit Kornblumen

Der „Weinkeller“ in luftiger Höhe.

Fazit: Ein Ort für Genießer

Gisela Schneider führte uns gekonnt durch den Abend und sorgte für eine angenehme Atmosphäre. Ich nutzte auch die Gelegenheit für ein kurzes Gespräch mit Bruder Heinrich, der ebenso charmant und sympathisch war wie seine Schwester.

Nach diesem exquisiten Abendmenü lud das Hotel dazu ein, die Sinne zur Ruhe kommen zu lassen. Morgens, beim Blick aus dem Fenster, durften wir erleben, wie die aufgehende Sonne der Landschaft einen besonderen  Glanz verlieh und den Tag mit positiver Energie einleitete.

Dieser magische Ort ist mehr als nur ein Restaurant oder Hotel; es ist ein Erlebnis für alle Sinne. Hier, wo man die Natur umarmen kann und der Himmel greifbar nahe scheint, finden Ruhe-Suchende und Gourmets ihren perfekten Rückzugsort. Es ist der ideale Platz, um dem Alltag zu entfliehen und sich von der alpinen Schönheit sowie der exquisiten Küche verzaubern zu lassen. Ein Besuch in diesem magischen Plätzchen ist nicht nur eine Reise, sondern ein unvergessliches Abenteuer in den Höhen der Alpen.

Januar 2024 – Dies und das

Einige Gerichte aus den ersten Tagen des Januars 2024

Kürbis, Rosmarin, Knoblauch, Olivenöl

Carpaccio von bunten Beten

Lachs auf Fregola Sarda und Rucola Sauce

Skrei auf bunten Gemüse

Hähnchenbrust, Karotte, frittierte Grünkohl, Sahnesauce

Filet vom Piemonteser Rind mit Schwarzkohl und Polenta

Mousse au Chocolat

Ilyssia – Kassel

Ilyssia Kassel

Große Fans der griechischen Küche waren wir eigentlich nie. Nach unserem Urlaub 2022 auf Rhodos hat sich dies etwas gewandelt. Allerdings wurde in den von uns besuchten Restaurants  nicht die typische Küche der Insel serviert, sondern eher eine mediterrane Küche.

Die Frage für mich war also, wo kann ich diese Art von Küche auch in Kassel und Umgebung finden. Nach Suche im Internet bin ich dann auf das Restaurant Ilyssia in Kassel gestoßen. Die Speisekarte ist übersichtlich und listet frischen Fisch, Meeresfrüchte wie Pulpo sowie Lammspezialitäten auf. Griechische Kost im herkömmlichen Sinne muss man wirklich suchen auf der Karte. Also wurde für 4 Personen reserviert.

Mit einem  geschmackvolles Ambiente präsentiert sich das Restaurant „Ilyssia“, u.a.  mit einem großen Gastraum und einer schönen Sonnenterrasse. Bei schönem Sommerwetter wurde auf der Terrasse Platz genommen. Sehr herzliche Begrüßung und sie da, den einen oder die andere kannten wir aus einem anderem Restaurant in Kassel.

Schnell wurde Olivenöl, Butter und Dips auf den Tisch gestellt. Aus der Karte wurde folgendes gewählt.

Meeresfrüchte Variationen mit Garnelen, Oktopus und Calamari Fritti. Hier muss der Oktopus erwähnt werden. Sehr schmackhaft und auf den Punkt gegart. Kann man auch auf Rhodos nicht besser machen.

Danach Moussaka. Die Portion wurde auf den Tisch gestellt und ich habe das Gericht geteilt. Für ein Zwischengang genau die richtige Größe.

Als Hauptgang für die Männer Lammkottelet mit La Ratte Kartoffeln und Bohnen. Die Kottelets auf den Punkt gebraten. Ich hätte mir allerdings eine andere Anrichtungsart vorstellen können. Leider auch hier wieder die modernen tiefen Teller.

Für die Damen aus der Tagesempfehlung Seeteufel.

Zum Dessert dann „Loukoumades, Hefebällchen mit Eis, Honig und Zimt. (Leider ohne Bild)

Die Weinauswahl habe ich dem Service überlassen. Viel Ahnung vom griechischen Wein habe ich leider noch nicht. Auf den Tisch kam ein gut gekühlter Sauvignon Blanc und zum Lamm dann ein Glas Rotwein. Nicht übel,  es aber gibt bestimmt noch besser auf der Karte und im Keller.

Fazit: Sehr schöner Abend mit gehobener mediterrane Küche, griechischen Elementen flossen mit ein. Für Kassel ein Gewinn.

Mein Sonntagsmenü vom 25.06.2023

Kalte Kartoffelsuppe: Den weißen Teil einer Lauchstange in feine Ringe schneiden, mehligkochende Kartoffeln schälen und fein würfeln. Butter und Olivenöl erhitzen und den Lauch sowie die Kartoffeln andünsten. Gemüsebrühe angießen, aufkochen und kochen lassen, bis Kartoffeln und Lauch weich sind. Sahne dazugeben und mit Muskat, Salz sowie Pfeffer nach Geschmack würzen. Mit einem Mixer die Suppe fein pürieren und durch ein Sieb streichen und noch einmal kurz aufkochen lassen. Die Suppe abkühlen lassen und im Kühlschrank gut durchkühlen lassen.

Vor dem Servieren die Suppe nochmals abschmecken und mit einem Stabmixer auf Mixen. Serviert wird in einer Suppentasse.

Tatar vom Saibling , gewürzt mit Pesto vom Radieschen Grün, gewagt aber es schmeckt

Kammmuscheln, Garnelen, grüner und weißer Spargel auf Spinatcreme. Gierschblüte.

Lammrücken, grüner Spargel, Spagetti, Thymiansauce

Erdbeertorte, gebacken von unserer Tochter

Für Vorspeise und Fisch ein Sauvignon Blanc

Zum Lamm ein Rotwein von Manz

Zum Abschluss einen guten Calvados. Eingekauft in Vire Normandie

2023 Restaurant L’Absinthe

Restaurant L’Absinthe – Honfleur (17.05.2023)

Wir haben in den vielen Jahre seitdem wir die Normandie bereisen das Restaurant oft besucht.

Nach dem Besuch 2014 konnte ich folgendes Fazit ziehen: Dieses stilvolle und gemütliche Restaurant in einem alten Fachwerkhaus bietet eine Mischung aus klassischer und moderner Küche. Ein gutes Preis- Leistungsverhältnis und tadelloser Service.

Letztmalig wurde 2019, also vor der Pandemie, das Haus besucht. Auch damals waren wir sehr zufrieden.

Beim Besuch am 17.05.2023 fanden wir völlig veränderte Situation vor. Die Einrichtung wie in den letzten Jahren, aber die Küche um mind. 2 Klassen schlechter.

Überzeugen konnten eigentlich nur die überbackenen Austern und das Soufflé. Champagner zu warm, der Fisch zu kalt, die Pommes zu den Lammkottelets fast verbrannt, die Kottelets sehr mickrig. Der Tiefpunkt des Menüs war allerdings der Käsegang, und dass in der Normandie. Auch die Rechnung war mit 400 € für 4 Personen sehr happig. Leider ist mein französisch nicht so, dass ich mich detailliert beschweren konnte.

Fazit: Wir haben in den anderen Tagen viel besser und auch preisgünstiger gespeist. Es war der letzte Besuch in diesem Restaurant.

Für die Damen Champagner

Für die Herren Kir Normand

Blätterteighäppchen als Amuse Bouche.

Überbackene Austern

Trou Normand

Lammkottelets mit Pommes

Der Käsegang!!!!

Als Dessert ein Soufflé 

Ein Menü für 10 Gäste

Alles Radieschen als Amuse Bouche, die Blätter zu einem Pesto verarbeitet.

Spargelcremesüppchen im Stielglas, die Spargelschalen als „Resteverwertung“

Brennnesselknödel mit Butter und Parmesan

Überbackenen wilden Brokkoli mit Tomate und Bärlauchblüte

Schlicht und einfach, Brunnenkresse mit Kartoffel.

Panierter Spargel mit Giersch und Blüte von der Senfrauke

Nordhessische Garnele gebraten mit Knoblauch, Pastis und Noilly Prat abgelöscht

Ein Trou Normand fehlt nie im Menü

Lammrücken, Kartoffelgratin, bunte Möhren, Lammsauce mit viel Rosmarin

Gorgonzola mit Honig

Minzeeis, Erdbeer-Rhabarber Ragout

Lammrücken

Lammrücken mit Kartoffelpüree, Goldköpfchen. Kohlröschen oder auch Flower Sprouts, Rosmarinsauce auf Lammbasis.

Das Kartoffelpüree nicht mit Sahne und Butter sondern mit Olivenöl.

Für die Lammsauce das Rezept.

Für eine gute Sauce benötigt man gute Zutaten und viel Zeit.

1.Tag

Lammknochen  und -fleisch (Parüren) fein hacken bzw. Schneiden. Beides in einer Pfanne in einem sehr heißem Ofen (250°) braun werden lassen. Anschließend in einen großen Kochtopf umfüllen. Das Fett abschütten.

In der Bratpfanne frisches Öl erhitzen, klein geschnittene Gemüse (Porree, Karotten, Sellerie) anbraten. Tomatenmark  dazugeben und kurz mit garen. Gemüse mit  Gewürzen (Rosmarin, Thymian, Pfeffer) in den Kochtopf mit den Lammknochen umfüllen und mit kaltem Wasser aufgießen. Noch besser mit selbst hergestellter Lammbrühe. Roh geriebene Kartoffeln dazugeben und zirka 21/2 Stunden leicht wallen lassen.  Anschließend die Sauce durch ein feines Sieb passieren und abgekühlt in den Kühlschrank stellen.

2. Tag

Zwiebeln in ein kleines bisschen Butter anschwitzen. Mit Port- und Rotwein löschen, kochen und ein reduzieren. Anschließend mit der entfetteten Sauce aufgießen. Rosmarin dazugeben und erneut auf die gewünscht Konsistenz reduzieren. Erst jetzt wird gewürzt. Ein wenig Salz und eine Gewürzmischung von Vitus Winkler aus St. Veit im Pongau, Österreich. Diese habe ich mir von einem Aufenthalt in St. Veit mitgebracht. Natürlich kann man auch jede ander Gewürzmischung nehmen. Rosmarin entfernen und durch ein feines Sieb passieren. Zurück in den Topf und eiskalte Butter  einschwenken

Bio Hähnchen

Das Fleisch eingekauft im Bio Laden Weissenstein, Kassel. Karotten und Kartoffeln hatte ich noch im Lager.

Die Brust gewaschen und trocken getupft. Natürlich rechtzeitig aus dem Kühlschrank genommen. Auf der Hautseite langsam bräunen lassen, anschließend für zwei Minuten auf der Fleischseite. Gewürzt mit Salz, Pfeffer und Ras el Hanout . Im Ofen nachziehen lassen bis zu einer Kerntemperatur von 71°.

Die Karotten im Dampfgarer bei 100° und 5 Min. gegart, anschließend im Hähnchenfett scharf angebraten. Gewürzt mit Salz und einer Prise Zucker. Dazu ein klassisches Kartoffelpüree.

Cordo-Berlin

Cordo Berlin

Bereits für den März 2020 hatte ich schon einmal im  Restaurant Cordo reserviert. Damals war David Goerne als Gastkoch aus der Normandie vorgesehen. Aufgrund von Corona wurde der Termin aber leider wieder absagt. Jetzt hat es endlich terminlich gepasst und haben einen gelungenen Abend erlebt.

Wir hatten im hinteren Teil des Restaurants unseren Tisch. Im großen vorderen Raum war eine größere Gesellschaft untergebracht. Uns störte es nicht, im Gegenteil, wir konnten so beobachten welche Arbeit und Mühe Service und auch Köche hatten, um über die Treppe in die Küche des  Obergeschoss zu hasten. Wir wählten die „Hafenrundfahrt“ mit einigen Abstechern in den „Gartenrundgang“. Ohne auf einzelne Gänge einzugehen, durchgehend standen Gemüse und Kräuter im Vordergrund. So konnte man beim gelungenen Forellengang den Fisch unter den vielen Kräutern nur erahnen. Sehr gut auch der Hauptgang. Dieser bestand eigentlich aus drei Gängen. Alles vom Huhn wurde verarbeitet. Zuerst die Innereien, dann die gezupften Keulen und zum Schluss die Brust.

Fazit: Wir waren sehr zufrieden mit dem was Yannick Stockhausen und seine Mannschaft in die Teller und auf den Tisch gebracht haben.

Amuse Bouche
Sauerteigbrot mit Wiesenkräuterbutter
Forelle
Karotte – Kimchi – Ziegenkäse

Erbsen, Bauchschinken, Petersilie
Auster, Beurre Blanc als Sorbet, Schnittlauch
Innereien vom Huhn
Gezupfte Keulen vom Huhn
Brust vom Huhn
Rhabarber
Birne, Nougat
Der süße Abschluss

Petit Coq, 27500 Campigny

400 Chem. du Petit Coq, 27500 Campigny, Frankreich

Am Rande des kleinen Dorfes Campigny (Eure) steht dieses romantische Hotel in ruhiger Lage mit sehr freundlichem Personal und gutem  Essen. Unser Zimmer wohl recht klein, aber doch komfortablen. Getrennter WC-Dusch Bereich. Vorgelagerte kleine Terrasse mit Blick ins Grüne.  Anscheinend  war das Zimmern vor kurzen renoviert worden. Wieso häufig in diesen Hotels gibt es keine Kofferablage und nur eine durchgehende Bettdecke. Leider konnten wir, wegen Regen, den  romantischer Garten mit Pool und Liegemöglichkeiten nicht nutzen.

Das Abendessen entsprach unseren Erwartungen. Gute französische Küche auf Grundlage von saisonalen und   lokalen Produkten, kleine Schwächen eingeschlossen. Wir verzichteten diesmal auf das angebotene Menü und wählten a la Carte.

Zum Aperitif Champagner bzw. Kir Normand. Als Amuse Bouche eine Art „Salat Caprese“ . Der Salat (Rucola) nicht mehr ganz frisch. Dazu Brot und Blätterteighäppchen, also nichts Besonderes.

Als erste Gang dann ein Schnitzel von der Entenstopfleber mit einer Sauce von Cidre Balsamique. Auch in Frankreich wird diese Spezialität nicht mehr oft angeboten. Danach ein Gläschen Calva. Es folgte ein Steinbutt an Zitronen Thymian Sauce und einer Camembert Emulsion. Dazu ein 2019 Weißwein Côte de Beaune aus dem Hause Louis Jadot.

Es folgte der obligatorische Käsegang. Auch diesmal die drei großen der Normandie. Der mit servierte Salat sah auch hier nicht sehr frisch aus. Dazu eine Flasche Rotwein 0,375 l  Jahrgang 2014. Es folgte eine Schokoladenküchlein in Vanillesauce. Sehr schlicht, sehr einfach.  Zum Abschluss Espresso, einen Calvados von Adrien Camut 18 Jahre alt und statt Süßigkeiten eine kleine Schale Creme brûlée.

P.S. In meinen Unterlagen (Speisekartensammlung) habe ich entdeckt, dass wir bereits 2003 dieses Haus besucht haben.

Entenstopfleber
Steinbutt
Käse
Schokoküchlein