26.12. es geht nach Hause.






Genuss, Reisen und mehr



Zurück in die Wirklichkeit und nicht virtuell.
Wie ich gerade erfahre ist Gerard Lepage am 28.10.2020 im Alter von 81 Jahren verstorben. Gerard war Leiter des Akkordeon-Orchester in Vire. Er war oft mit dem Orchester in Baunatal und hatte eine innige Freundschaft mit Dieter Thier. Ruhe in Frieden.


















Alle bisherigen Bewertungen sind für den Müll. Von Juni 2019 bis März 2020 dauerte die Sanierung. Am 01.03.2020 eröffnete das ehemalige IFA Faro, nicht nur unter neuem Namen, sondern auch völlig neu gestaltet. Faro Lopesan Collection Hotel lautet jetzt der offizielle Hotelname. Das Haus wurde von 4 auf 5 Sterne aufgewertet.

Lage:
An der Lage hat sich natürlich nichts geändert. Weiterhin Blick auf den Sandstrand und man ist in kaum 1 Minute am und im Meer. Auch der Sandstrand hat sich der neuen Situation angepasst und hat sich wieder bis an die kleine Fußgänger Promenade ausgeweitet. Wie lange dies anhält, weiß allerdings nur die Natur.

Zimmer
Die Größe hat sich natürlich nicht verändert, aber Aufteilung und Farben. Durch die fast schalldichte Tür betritt man den Raum. Graue Farben an Wände und Fußboden sowie ein heller Holzton der Schränke, Türen und der Wandverkleidung über den Betten vermitteln einen minimalistischen ruhigen Eindruck. Die Betten sind 1.80*2.00 m groß und recht bequem. Wie in Spanien üblich gibt es eine durchgehende Matratze und Betttücher. Etwas fehl am Platz ist nach meiner Auffassung der Waschtisch angeordnet. Er steht mitten im Raum, recht klein und es gibt keine Ablagemöglichkeiten. Auch sonst fehlen im Raum Ablagemöglichkeiten, Haken für Handtücher etc. Auch der Schrank hat kaum Fächer um die Garderobe unterzubringen. Hier muss meiner Meinung dringen Abhilfe geschaffen werden. Ich möchte nicht aus dem Koffer leben. Das innenliegende WC neben den Eingang hat eine gut funktionierende Entlüftung. Recht groß die Dusche mit einer Regendusche, auch hier fehlen Ablagemöglichkeiten. Der Balkon mit 2 Stühlen und 1 Tisch. Wir haben uns trotz der kleinen Unzulänglichkeiten im Zimmer recht wohl gefühlt.

Restaurant
Das Restaurant befindet sich nicht mehr im Untergeschoss sondern im Erdgeschoss mit herrlichem Blick auf Strand und Meer. Es gibt keinen Show Cooking Bereich mehr. Die Speisen werden in Büffetform angeboten und sind gegenüber den letzten Jahren um Klassen besser. Zum Frühstück werden mit separater Karte Sandwich und Eierspeisen angeboten die frisch zu bereitet werden. Auch abends werden drei Speisen, Vegan, Fisch und Fleisch angeboten, die vom Service am Tisch serviert werden. Leider war das a la Carte Restaurant sowie die Dachterrasse mit Bar und Pool noch nicht fertig. Nach wie vor gibt am Pool eine Bar wo zwischen 12,00 und 18,00 Uhr kleine Gerichte angeboten werden. Hier herrscht ein leicht lockerer Ton. Die Bar im Eingangsbereich hat noch nicht ihren richtigen Weg gefunden.


Fazit
Ein tolles Hotel in sehr guter Lage und freundlichem Personal.
Noch sind es Kleinigkeiten dich mich davon abhalten die volle Punktzahl zu geben. Sollten diese im Laufe der nächsten Monate behoben werden, kann man die volle Punktzahl vergeben.















7 Tage Gran Canaria im Hotel IFA Faro, Maspalomas



Samstag bis Samstag war Sonne pur angesagt. Frühstück auf der Terrasse und faulenzen am Pool.



Wie schon so oft. Einmal während des Urlaubs geht es zum Abendessen in das Las Cumbres.


Tapas im nahen Velero Casa Antonio

Hummeressen an der Poolbar.


Besuch in Puerto de Mogán und Fahrt durch die schroffe Bergwelt.


Abendessen im Restaurant Bamira.


Abschied und Heimflug
Der erste Familienurlaub.
Im Winterhalbjahr 1973/74 machten wir uns Gedanken über unseren ersten gemeinsamen Urlaub. Urlaubskataloge wurden in dieser Zeit gewälzt und nach einem Blick auf unsere Konten entschieden wir uns für einen Urlaub in Bulgarien. Der Sonnenstrand in der Nähe von Burgos wurde als Urlaubsziel ausgewählt. Drei Wochen Urlaub für ca. 700 DM.
Der Start erfolgte am 17.06.1974 ab Frankfurt. Da der Abflug für 18.30 Uhr festgesetzt war, wollten wir vorher noch eine Flughafenbesichtigung machen. Also fuhren wir bereits gegen 12.00 Uhr los. Unterwegs waren wir mit unseren Audi 60, diesen hatten wir erst kurz vorher gekauft. Mit an Bord die Schwiegereltern Katharina und Karl, die das Auto wieder nach Hause fahren sollten. Kurz hinter der Abfahrt Bad Homburg, es war ca. 14.00 Uhr, dann ein Stau. Wir standen auf der linken Seite der Fahrbahn, als es weiter gehen sollte, sprang der Wagen nicht mehr an. Also raus aus dem Auto um es an den rechten Straßenrand zu schieben. Alle Versuche den Schaden zu finden halfen nicht. Die letzte Rettung war der ADAC. Aber erst gegen 16,00 Uhr war der Helfer zu Stelle. Er brauchte fast eine halbe Stunde, bis er den Schaden gefunden hatte. Eine kleine Lötstelle war das Problem. Mittlerweile war es 16.45 Uhr und wir sahen den Flieger in Richtung Bulgarien schon ohne uns losfliegen. Um 17.30 Uhr waren wir endlich am Flughafen. Das große Suchen begann, wo war der Abflug. Als wir den Abflugschalter gegen 18.15 Uhr endlich gefunden hatten, wir sahen uns schon nach Hause fahren, dann die Erleichterung. Der Flug hatte Verspätung und wir konnten in Ruhe einchecken. Dann das große Warten. Erst um 23.00 Uhr ging dann der Flieger in Richtung Burgos, wo wir gegen 01.30 Uhr landeten. Erst gegen 03.00 Uhr konnten wir dann im Hotel am Sonnenstrand in die Betten.
Sabrina, damals 3 Jahre alt, hat sich in dieser Zeit gut gehalten.

Gebucht hatten wir das Hotel „Morska Zvezda“ mit Vollpension. Diese Vollpension musste man allerdings nicht im Hotel einnehmen, Der Pauschal-urlauber erhielt bei Ankunft für jeden Aufenthaltstag einen Betrag zwischen 5,5 und 9 Lewa in einer speziellen Touristenwährung ausgezahlt, die in allen Lokalen akzeptiert wurden.
Ach ja zum Essen. Das Essen war billig und reichlich, nur besonders gut war es nicht. Wir haben viel ausprobiert und waren auch in verschiedenen Restaurants, aber es schmeckt fast überall gleich und die Preisunterschiede waren ziemlich gering. Überall auch der meist verdrossene Service, die vielen Streichungen auf der Karte und die lauen Temperaturen der Gerichte. Das Problem, in den Restaurantbetrieben am Sonnenstrand herrscht, wie überall im Land, der genormte sozialistische Wettbewerb. Auffällig auch die Aufteilung beim Betreten der Restaurants. Die „Westler“ durften das Haus direkt betreten, während einheimische und „Ostler“ in der Schlange warten mussten. War manchmal recht peinlich.
Sabrina ernährte sich in den drei Wochen fast ausschließlich von Milka Schokolade, Äpfel, die wir mitgenommen hatten und Kartoffelpüree. Als dann der freundliche Ober einmal Petersilie über das Püree streute, wurde die Nahrungsaufnahme verweigert.
Das Hotel war nur ca. 250 m vom feinen Sandstrand entfernt. Für drei Wochen waren schwimmen, sonnenbaden und faulenzen angesagt. Angesagt waren auch Kutschfahrten, Fahrt mit einer „Bimmelbahn“ und Fahrt mit einem Eselskarren. Hier habe ich mir am zweiten Tag gleich die Füße verbrannt. Ich hatte mich sorgfältig eingecremt und hatte auch ein T-Shirt übergezogen. An die Füße hatte ich allerdings nicht gedacht. Ich hatte Sandalen an und auf dem Fußrücken bekam ich an den freien Stellen einen gewaltigen Sonnenbrand. Dieser war so schlimm, dass ich in den nächsten Tagen auch am Strand mit Strümpfen rumlaufen musste.
Auch in den Jahren 1977 und 1979 wurde Bulgarien als Urlaubsziel ausgesucht.
Nach Sardinien und Gran Canaria wurde 2018 der Süden von Korsika als Urlaubsziel ausgewählt. Etwas schwierig war die Anreise. Einen Direktflug von Deutschland nach Figari war nicht buchbar. Ausgewählt wurde daher der Flughafen Brüssel-Süd bzw. Charleroi Airport Dieser liegt mitten in Belgien, südlich der Hauptstadt Brüssel und am nördlichen Rand der Stadt Charleroi. Für uns also eine Fahrt von knapp 4 Std. 30 Min. Nach München sind auch fast 4 Std. 20 Min. notwendig.
Allerdings war eine Übernachtung in Charleroi notwendig. Der Flugstart war um 07.05 Uhr, 2 Std. vorher sollte man ja da sein, bedeutete man hätte spätestens um Mitternacht zu Hause losfahren müssen.
Ausgesucht wurde von „Chefkoordinator Dirk“ das Hotel South Charleroi. Das Hotel ist nur 10 Fahrminuten vom Flughafen Brüssel-Charleroi entfernt, Parkplätze an der Unterkunft sind kostenfrei und es gibt einen kostenlosen Flughafentransfer. Der Shuttle um 5:15 Uhr zum Flughafen und die Abholung vom Flughafen klappte reibungslos. Als wir wiederkamen genügte ein Anruf nach der Landung und 10 Min. später war der Bus am vereinbarten Ort. Das Zimmer ist relativ klein, aber modern eingerichtet und vor allem sauber. Für knapp 5 Std. Schlaf aber völlig ausreichend. Das Bett, wie in Belgien und Frankreich fast immer üblich, war sehr schmal (max. 1,60m breit für 2 Personen und nur eine gemeinsame Decke). Der Wasserdruck in der Dusche ist sehr gering.
Zum Abendessen ging es in die Innenstadt von Charleroi. Im Internet hatte Dirk das ausfindig gemacht. Ein typisches Bistro, in keiner schönen Lage, abseits der Innenstadt. Von außen recht gemütlich. Innen klein, eng und laut. Ein langer schmaler Raum, im vorderen Bereich die Theke und 5 Tische, dahinter noch einmal 6 Tische mit Blick in die offene Küche.

Die Karte gibt es in englischer Sprache und natürlich in Französisch. Die Karte ist nicht überladen und es gab einige Tagesemfehlungen. Zum Aperitif wählten wir einen Pastis und als Wein einen Chardonnay. Die kurze Wartezeit auf das Essen wurde gut überbrückt mit einem Amuse Bouche. Ob der Maître ahnte, dass wir nach Korsika wollten?

Es gab nämlich einige Scheiben Schinken aus Korsika. Sehr gut, auf Korsika haben wir keinen besseren gefunden.

Als Vorspeise Jacobsmuscheln in einem Knoblauch Olivensud.

Als Hauptgericht gebratenes Bar Filet mit Gemüse und Kartoffeln. Auch die anderen Gerichte konnten überzeugen.
Insgesamt preislich in Ordnung, locker Atmosphäre und recht gemütlich.