Auberge du Val au Cesne 2025/05

Rückkehr zur Auberge du Val au Cesne

2007 besuchten wir bereits die Auberge du Val au Cesne und fühlten uns dort rundum wohl. Die Nachricht vom Eigentümerwechsel 2024 beunruhigte uns nicht – die schönen Erinnerungen blieben lebendig.

Die Anreise zur idyllischen Auberge war ein Vergnügen. Sanfte Hügel und üppiges Grün boten eine willkommene Auszeit vom Alltag. Bei unserer Ankunft empfing uns der Hausherr herzlich und führte uns zu unserem Zimmer, nur 100 Meter entfernt.

Zimmer Nr. 5 im Dachgeschoss hatte seinen eigenen Charme. Die Stofftapete mit Jagdmotiven verlieh dem Raum eine rustikale Note. Die Dusche war zwar eng, doch das separate WC machte das wett. Wir fühlten uns sofort wohl und entspannten nach der langen Fahrt.

Kulinarische Erlebnisse im Restaurant

Um 19:00 Uhr betraten wir das Restaurant im charmanten normannischen Fachwerkstil. Es strahlte einladende Gemütlichkeit aus. Wir wählten das Menü für 50 € und freuten uns auf die kulinarischen Genüsse.

Ein Glas prickelnder Champagner sorgte für gute Laune. Zwei köstliche Amuse-Bouche verkürzten die Wartezeit auf das Hauptgericht.

Irmtraud genoss als ersten Gang zarten Thunfisch-Tataki in knuspriger Mehrkornkruste mit leichter Gemüsesauce – frisch und leicht!

Ich wählte die Gänseleberpastete des Chefs, ergänzt mit Himbeerkonfit und geröstetem Toast. Ein wahrer Genuss!

Irmtraud freute sich auf ein Steinbutt Filet mit Thymian-Zitronensauce. Der Fisch war fantastisch, schmolz auf der Zunge – doch warum verdeckte die Sauce den Fisch? Schade, denn er hätte mehr Aufmerksamkeit verdient!

Für mich gab es ein Lammkarree mit Kräuterkruste und reduziertem Lammjus. Das Fleisch war medium rare, doch der Teller sehr überladen.

Natürlich durfte der Käsegang in der Normandie nicht fehlen!

Nach den Hauptgerichten folgten zwei interessante Desserts:

Irmtraud genoss eine neu interpretierte Zitronentarte mit Baiser – erfrischend und lecker!

Ich wählte Profiteroles mit Pistaziencreme und heißer Schokolade – ein süßer Traum!

Zum Dinner wählten wir einen Chablis und zum Lamm einen Côtes du Rhône. Zum süßen Abschluss gab es Kaffee und Calvados.

Fazit: Zufrieden und glücklich lehnten wir uns zurück und genossen die wunderbare Atmosphäre. Prost auf eine interessante normannische  Küche, ich gebe 6.25 von 10 Punkten, und die schönen Momente, die wir hier erlebten!

Alte Schule-Fürstenhagen-MP-2025

Besucht 04/2025

Dort, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, liegt idyllisch inmitten der Feldberger Seenplatte das Restaurant „Alte Schule“ in Fürstenhagen. Daniel Schmidthaler und sein Küchenteam zaubern regionale Gerichte aus frischen Zutaten, die sie oft aus den umliegenden Wäldern, Seen, Feldern und Wiesen beziehen.

Wir haben uns in dem Haus und den liebevoll im Landhausstil eingerichteten Hotelzimmern rundum wohlgefühlt.

Im ehemaligen Klassenzimmer der Schule serviert das Team ein Sieben-Gänge-Menü, begleitet von verschiedenen Amuse-Bouches. Eine Menükarte gibt es zunächst nicht – sie wird erst am Ende des Menüs überreicht.

Das ist nicht ideal für mich. Ich weiß ja nicht, welche Gerichte serviert werden, wenn ich die Weine auswähle. Mich nur auf die sogenannte Weinreise zu verlassen, reizt mich inzwischen auch nicht mehr. Ich möchte selbst entscheiden, welchen Wein ich zu den einzelnen Speisen trinke.

Die Amuse-Bouches überzeugten, besonders der „Pilztee“ mit seinem intensiven Aroma und dem kräftigen Umami-Geschmack.

Auch der vegetarische Gang begeisterte: Topinambur, Chicorée und Marille harmonierten hervorragend. Der Chicorée bot angenehmen Biss, die Marille steuerte eine feine Süße bei.

Der Gang mit Kalbszunge sorgte für Diskussionen am Tisch. Die Kombination aus Zunge, Pilz und Karotte stieß bei einer Person – wir waren zu dritt – auf Ablehnung. Der Grund war weniger der Geschmack als die Vorstellung, Zunge zu essen.  

Zum Abschluss führte Daniel Schmidthaler in seine Heimat: Eine wunderbare Buchtel mit Vanillesauce krönte das Menü.

Fazit: Herzlich-familiäre Gastfreundschaft, professioneller Service – der Stern ist verdient. Meine Bewertung: 7+ von 10.

Amuse Boche: Brot mit zweierlei Butter, Tartelette-Bete-Gurke

Spitzkohl-Meerettich – Tee

Lachsforelle-Steckrübe-Sauerampfer

dazu grüner Apfel

Topinambur-Chicorée -Marille

Pilz-Kalbszunge-Karotte

Stör-Brot-Kohl

Lauch-Kartoffel

Perlhuhn-gelbe Bete-Tomate

Apfel-Waldaromen

Buchtel-Sorbet

Loumi Berlin

Loumi Berlin 03/2025

In Berlin stellt sich bei jedem Besuch die Frage: Wohin zum Essen? Im Juli 2024 landeten wir mit dem Tulus Totrek einen Volltreffer. Den Ausschlag diesmal gab ein Blogbeitrag von Julien Walther auf *Trois Etoiles* über das Loumi in Kreuzberg. Wer seinen Blog kennt, staunt über sein Urteil: Für ein bislang unprämiertes Restaurant vergibt er 8 von 10 Punkten – das entspricht in seinem System zwei Michelin-Sternen. So lobt er selten ein deutsches Restaurant. Walther weiß, wovon er spricht. Er gehört zu den wenigen, die alle damaligen Drei-Sterne-Restaurants des Guide Michelin besucht haben (149 von 149, Stand Januar 2025).

Das Loumi liegt unscheinbar an einer Ecke in Kreuzberg, im Erdgeschoss. Unser Taxifahrer fuhr erst daran vorbei. Nach einer Wendung an der nächsten Kreuzung entdeckten wir die rote Markise und die Hausnummer 2.

An diesem Samstagabend waren wir gegen 18.30 Uhr die ersten Gäste. Man begrüßte uns herzlich und führte uns zu unserem Tisch. Auf dem Weg dorthin passierten wir die offene, L-förmige Küche mit zehn Tresenplätzen davor. Wer dort sitzt, hat den besten Blick auf die vier Köche bei der Arbeit. Der Chef, Karl-Lous Kömmeler, steht am Pass, mit dem Rücken zur Küche und dem Blick auf den schlicht eingerichteten Gastraum mit 14 Sitzplätzen. Hier verleiht er den Gerichten den letzten Schliff – sein wichtigstes Werkzeug: die Pinzette.

Das Menü umfasst acht Gänge plus Amuse-Bouche für 130 Euro. Wer möchte, kann es mit Extras ergänzen, etwa einer gegrillten Auster mit Buttersauce und fein abgestimmter Zitronenzeste.

Zusätzlich kam Kalbsbries auf den Tisch, allerdings ohne den vorgesehenen Kaviar. Das Bries war perfekt gegart: innen zart, außen mit würzigem Chiliaroma und einer angenehmen, knusprigen Säure. Eine fantastische Sauce rundete das Gericht ab.

Ein Gang verdient besondere Erwähnung: knusprig gegrillte Wachtel mit frischem grünem Spargel und einer gefüllten Morchel. Die Füllung aus Entenleber, Sardelle und Salzzitrone harmonierte perfekt mit dem Wachteljus – Umami in Reinform.

Alle Gänge überzeugten durch ein außergewöhnlich hohes Niveau. Die Portionen waren so bemessen, dass man am Ende satt, aber nicht übersättigt war.

Fazit: Ich vergebe 7,5 bis 8 von 10 Punkten und bin gespannt auf die Sternevergabe im Juni.

Amuse Bouche

Auster

Tatar

Makrele

Garnele, Erbsen

Abalone, Bärlauch

Kinmedia, Spargel

Kalbsbries

Wachtel

Rhabarber

Braunes Butter Eis

Gran Canaria im August 2024

Hotel Faro

Gran Canaria, eine bezaubernde Insel im Atlantik, ist seit Jahrzehnten unser liebster Urlaubsort. Wir kommen hierher, um neue Energie zu tanken und die kanarische Küche zu genießen. Seit jeher ist das Hotel Faro in Maspalomas unsere Anlaufstelle. Zum Glück hat sich nach dem Umbau 2019 und 2020 nicht viel verändert. Noch immer zählt die Lage, die Lage, die Lage.

Wir werden stets freundlich empfangen, und die Formalitäten erledigt das Personal schnell und problemlos. Wir haben diesmal nur Übernachtung mit Frühstück gebucht. Das gesamte Team arbeitet mit sichtbarer Freude. Sonderwünsche beim Frühstück erfüllt man prompt. Kleine Mängel in den Zimmern, wie Waschbecken und unzureichende Kleiderhaken, habe ich bereits in früheren Berichten angesprochen.

Callao Gastro & Ocean Lounge

Etwas hat sich jedoch geändert: Endlich gibt es wieder ein gutes À-la-carte-Restaurant. Nach Experimenten mit Fremdanbietern führt man es nun in eigener Regie. Auch hier begegnen uns vertraute Gesichter. Das Restaurant öffnet derzeit nur mittags, die Bar jedoch bis 19:00 Uhr.

Bei unserem Mittagessen mit Blick auf das Meer, war unser Essen auf hohem Niveau und dies begleitet von einem aufmerksamen und hilfsbereiten Personal.

Carpacchio von der Goldbrasse, Olivenöl, Zwiebeln

Gratinierte Kammmuscheln a la Ceviche

Tataki vom rotem Thun mit weißer Cordoba-Knoblauchsuppe

Gegrillter Wolfsbarsch Chillisauce, grüner Spargel, Knoblauch

Schweinbäckchen mit grünem Apfel und zarten Salatsprossen

02-2024 Barcelona Tag 2

Nach dem Frühstück wurden „kleine“ Bereiche von Barcelona erkundet. Mit Bus, Metro und natürlich zu Fuß. Meine Uhr zeigte mir am Abend 21.5 km zurück gelegte Fußstrecke an und dass trotz Kniebeschwerden. Altstadt, das Meer, Montjuïc, aufwärts mit der Standseilbahn, abwärts über Rolltreppen. Bevor es zum verspäteten Mittagessen ging, durfte eine Besichtigung der Sagrada Família von Antoni Gaudi nicht fehlen. Wir hatten Glück, meistens strahlend blauer Himmel und um die 18°. Abends wurde es merklich kühler.

02-2024 Barcelona Tag 1

Barcelona

Kurztrip nach Barcelona. Es war schon anstrengend, dieser Aufenthalt in Barcelona. Es war eine Einladung beziehungsweise Geschenk von Tochter und Schwiegersohn zu meinen 75. Geburtstag.

Samstagmittag holten die beiden mit dem Auto mich ab und es ging in Richtung Flughafen Aachen Maastricht. Pünktlich um 17:30 Uhr stieg die Maschine in Richtung Barcelona in den Himmel und wir landeten nach zirka 1 Stunde 45 Minuten. Weitere 20 Minuten benötigten  wir, bis nach dem Auschecken die Metrostation erreicht wurde. 45 Minuten benötigte die Metro vom Flughafen, inklusiv einmal Umsteigen, bis zur Nähe unseres Hotels. Schnell einchecken und jetzt ging die circa 600 Meter in die Altstadt von Barcelona in das Restaurant RAO.

Hier hatte Dirk für 21:30 Uhr den Tisch bestellt. Und tatsächlich mit nur 5 Minuten Verspätung erreichten wir das Restaurant. Sehr freundlicher Empfang und wir wurden an den Tisch begleitet. Kurze Zeit später kam die Speisekarte und wir bestellten auf Wunsch meiner Tochter zuerst einmal eine Flasche Cava. Bei der Bestellung wurde uns empfohlen, dass jeder mindestens 2 Teller bestellen sollte. Man möchte beachten, dass die Portionen mittelgroß sind und das Konzept darin besteht, alles zu teilen. Für uns also insgesamt 6 Teller zum Schluss waren es dann doch 9 Teller.

Sehr entspanntes  Ambiente, das Essen sehr gut, alles war auf den Punkt gegart. Das Personal sehr kompetent . Das einzige Manko, die ersten Speisen(Tapas) kamen viel zu schnell nacheinander auf den Tisch. Nach einer kleinen Reklamation hat es sich dann freundlicherweise gebessert.  Sehr süffiger Cava und Weißwein. Besser hätte der erste Abend in Barcelona nicht laufen können.

Kurz nach Mitternacht machten wir uns auf den kurzen Weg ins Hotel.

Brot, Tomate, natives Olivenöl extra und Salz

IBERISCHER SCHINKEN aus Eichelmast

GEGRILLTER OKTOPUS, cremige Maiskolben und Chimichurri-Sauce

CEVICHE RAÓ, Wolfsbarsch mariniert in Tigermilch, Süßkartoffelchips und Sellerie-Limetten-Sorbet

STEINBUTT DONOSTIARRA, Gebackener Steinbutt mit geröstetem Gemüse

IBERISCHE WANGE , Bei niedriger Temperatur gegart, Demi-Glace mit Pedro Ximénez, cremiger Polenta und einem Hauch Gremolata

ENTENBRUST, aus Freilandhaltung, karamellisierte Zwiebelreduktion und Erbsen

LAMM, bei niedriger Temperatur gekocht, Joghurt-Minz-Gurken-Sauce

Crema Catalana mit Mandarinensorbet

2023 – 12 Monate – 12 Restaurants

Januar. Selbstgebackenes Brot. Restaurant Mondi in Kassel, ausgezeichnet mit dem grünen Stern.

Februar, Pata Negra.  Restaurant Las Cumbres. Gran Canaria, Playa del Ingles

März. Schweinebauch Sous vide, Hotel Faro, Maspalomas

Im April kein Restaurant Besuch, dafür zweimal Mai in der Normandie

Mai. Andouille de Vire mit Porree und Rote Bete. Restaurant Vrai Normand, Vire

Mai. Langustinen-Tartar mit einer Sauce von der  Langustinen und roh als Carpaccio mit einer fein leicht säuerlich abgestimmten Vinaigrette und frischem Obst. Restaurant L’atelier du goût, Vire Normandie

Juli . Labskaus im Seepferdchen, Sylt

Juli. Seezunge, Sölring Hof, Sylt

Im August kein Restaurantbesuch. Dafür 2 mal September mit 2×3 Sternen.

September. Trüffelei , Restaurant Schanz, Piesport

September. Tatar, Restaurant Sonnora, Dreis

Oktober. Sardinas, Restaurant Pirofani, Rhodos, Stengna Beach

November. Tournedo Rossini. Restaurant Jörg Müller, Sylt, Westerland

Dezember. Die Ente in der Ente Wiesbaden

Schanz – Piesport – Mosel

2×300 km, 1 Hotel, 2 Restaurants, 6 Sterne. Samstag 16.09.2023 mittags

Amuse Bouche

Das Trüffelei

Rosace von der Gänseleber mit Schafskäse, karamelisierten Bucheckern und Pfeffereis

Pochierte Felsenrotbarbe mit „kaviari kristal“ Kaviar, Banane und Kardamom-Rieslingsud

Tranche vom wilden Steinbutt mit Pistazienpraline, grünem Apfel und Blüten-Heu-Aufguss

In der Schale gegrillter Hummer aus Saint-Malo mit Schweinebauch, Kapern und Grapefruit Bouillon

Eifler Rehrücken mit Innereiencroustillant auf gebeiztem Kürbis mit Eisenkrautsalat und Rooibosjus

Rondell von der Mara des Bois Erdbeere mit Rucola Sorbet und Süppchen

Delice von der schwarzen Johannisbeere

Die Weine.

Paris 2024

Olympische Spiele 2024 in Paris:

Das Know-how von Vire und der Normandie wird während der Olympischen Spiele 2024 in Paris hell erstrahlen!

Die Firma Degrenne in Vire Normandie (Calvados) wurde mit der Herstellung der olympischen Fackel für die Olympischen Spiele 2024 in Paris beauftragt.

Das Unternehmen Degrenne mit Sitz in der Vire Normandie (Calvados), das vor allem für die Herstellung von Besteck, Geschirr und Dekoration bekannt ist, wurde für die Herstellung der berühmten olympischen Fackel ausgewählt, die während der gesamten Dauer der Spiele die Olympische Flamme trägt, die selbst ein Symbol für Frieden und Einheit ist.