Zwischenstopp in Rouen

 Donnerstag 01.11.2012

Zwischenstopp in Rouen

Auf dem Weg nach Vire wurde in Rouen ein Aufenthalt eingeplant. Ursprünglich hatte ich Honfleur als Halt vorgesehen um im Zweisterne Restaurant SaQuaNa endlich einmal einzukehren. Ich hatte allerdings nicht bedacht, dass der 1. Nov. (Allerheiligen) Feiertag in Frankreich ist. Bezahlbare Hotels in Honfleur zu bekommen war aussichtlos. Auch das Restaurant war ausgebucht. Also wurde umgeplant und Rouen als neuen Zwischenstop festgelegt. Der letzte Besuch in Rouen lag auch schon einige Jahre zurück.

Aber auch hier hatte ich Pech mit der Reservierung von Restaurants.  Gill, das Zweisterne Restaurant hatte am Feiertag geschlossen. Das Einsterne Restaurant Origine war leider ausgebucht.

Ich entschied mich dann für das Les Nymphéas in der des Marktplatzes. Übernachtet wurde im Hotel  Les Vieux Carré.

marburger esszimmer

18.10.2012 “ marburger esszimmer“

Bernd Siener hat sein Betätigungsfeld vom Gourmetrestaurant Bel Etage  in das ca. 400 m entfernt liegende  „marburger esszimmer“ verlegt. Auch diese Lokalität gehört zur Vila Vita-Familie.

Direkt an der Lahn liegend, bietet das Restaurant 70 Plätze sowie ca. 80 Plätze auf der Terrasse.

Frisch und farbenfroh kommt das  Restaurant-Design  daher. Auffallend die großen runden Lampen und der Durchblick vom Restaurant in die Küche. Mit den Stühlen werden grüne Akzente gesetzt.

 

Wir kamen erst kurz vor Küchenschluss, dieser ist mittags um 15.00 Uhr, an und  wurden recht herzlich vom Service begrüßt. Die Speisekarte bietet u.a.  ein Tagesmenü und  das „Siener’s Menü Surprise“ an. In einer bestehen  Art Baukastensystem kann man die Zutaten selbst bestimmen. Dadurch bestehen für den Gast besonders vielen Wahlmöglichkeiten bei der  Zusammenstellung der Gerichte.

Zusätzlich wurde an diesem Tag ein Fischmenü angeboten.

Schnell standen zweierlei Brot sowie 2 Brotaufstriche, Butter und Oliven auf dem Tisch. Wir entschieden uns für das Fischmenü sowie als Begleitung ein Sauvignon Blanc.

Loup de mer mit Salat und Curry Schaum.

Der Fisch mit krosser Haut aber noch saftig. Der Schaum nur mit leichtem Currygeschmack so dass er nicht den Fisch übertönte. Der Salat mit einer leichten essig-Olivenöldressing angemacht. Die Handschrift vom „Sternekoch“ war deutlich zu spüren.

 

 Schwertfisch auf Graupenrisotto mit Aprikosen

Der Fisch auf den Punkt gegart, leider fehlte die Würze. Die kleinen Aprikosenstücke brachten im Risotto eine feine frische.

 

 Griesschnitte mit Quittensorbet und- kompott.

Auf die Griesschnitte hätte ich verzichten können, sie war mir zu mächtig. Den Quitten-Apfelkompott hatte man bereits   mit „weihnachtlichen“ Gewürzen versehen. Zart schmelzend das Sorbet.

Zum Abschluss ein Espresso sowie ein Aprikosenbrand aus der Honig Brennerei Michael Hilgert. Ein wahrhaft exzellentes Tröpfchen.

Fazit: Flotter und freundlicher Service und eine Küche mit der Handschrift eines Sternkochs.

Marburger Esszimmer

Anneliese Pohl Allee 1

35037 Marburg

Telefon: 06421 8890471

E-Mail: info@marburger-esszimmer.de

http://marburger-esszimmer.de

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag von 12 bis 22 Uhr

Montag Ruhetag

Ochsenbacke – Grünes Petersilienpüree

Ochsenbacke

Endlich wieder etwas aus der eigenen Küche

Zutaten für zwei Personen

Ochsenbacke

2 Ochsenbacken, à 150 – 200 g

1 Karotten, 0,5 Knolle Sellerie

1 Zwiebeln, klein, 100 g Champignons

1 Tomate, frisch

20 g Tomatenmark

Rotwein, 0.5 l Rinderfond

Olivenöl, Butterschmalz

Pfefferkörner, schwarz

Pimentkörner, Majoran

Salz, Pfeffer, Salzbutter

Zubereitung

Den Backofen auf 100 Grad vorheizen.

Die Ochsenbacken von allen Seiten in heißem Olivenöl  anbraten. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen, mit Salz und Pfeffer würzen. Karotten, Sellerie, Zwiebeln, Champignons und Tomaten putzen, schälen, klein schneiden und ebenfalls bei schwacher Hitze langsam anbraten. Sobald das Gemüse Farbe angenommen hat, das Tomatenmark hinein geben. Mit Rotwein ablöschen und einkochen lassen und den Fond angießen. Die angebratenen Ochsenbacken wieder dazugeben.

Etwas Pfeffer-, Senf- und Pimentkörner sowie Majoran hinzufügen und im vorgeheizten Backofen ca. 6 Stunden garen. Die Ochsenbacke aus der Form nehmen. Den Fond mit Salzbutter im Mixer pürieren, die Soße soll schön sämig werden. Durch ein Sieb passieren, eventuell noch etwas einkochen lassen und abschmecken.

Grünes Petersilienpüree

150 g Petersilienwurzeln

1 Schalotte

1 Bund Blattpetersilie

100 ml Geflügelfond

  50 ml Sahne

Die Petersilienwurzeln und Schalotten schälen und mit Geflügelfond weich kochen, passieren, mit Sahne und Blattpetersilie zu einem Püree verarbeiten und durch ein Sieb streichen.

Karamellisierte Quitte:

1 Quitte, entkernt, in Spalten geschnitten

1 EL brauner Zucker

1 EL Butter, Salz

Weißwein

Zubereitung:

In Pfanne Zucker karamellisieren und die Quittenspalten dazugeben. Die Quitte kurz auf beiden Seiten karamellisieren. Mit Wein ablöschen und mit Salz abschmecken.

Steinpilz:

Einen schönen festen Steinpilz halbieren und in Butterschmalz kurz anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Urlaub auf der Liberté – Teil 5

Donnerstag 13. September 2012

Es ist 15.00 Uhr und eigentlich sollten wir seit 3 Std. auf der Seine flussabwärts fahren. Das Mittagessen haben wir auch schon hinter uns, aber es fehlen noch immer 6 Passagiere. Dann endlich um 15.30 Uhr kommt ein schlimm zugerichteter Mann auf das Schiff. Pflaster am Kopf und am den Händen. Unfall unterwegs? Nein, nein der Unfall war schon Tage vorher passiert. Die Verspätung erfolgte durch den Flug von Nürnberg nach Paris und der Fahrt mit der Metro durch Paris. Man hatte sich einfach mit der Zeit verschätzt. Schnell war man sich einig, dass man im Hafen bis zum anderen morgen liegen bleiben sollte um dann in Ruhe die Seinefahrt zu unternehmen.

Für uns noch einmal die Gelegenheit in Paris essen zu gehen. Ausgesucht hatte ich die Brasserie Bofinger nicht weit vom Hafen entfernt. Bofinger gilt als älteste Brasserie von Paris.

 

Das Essen bei Bofinger

Das Mittagessen auf der Liberte: Jeden Tag gab es ein dreigängiges Mittagessen, dazu Weine von der Nahe.  Alles frisch zubereitet von Chefkoch Andy in seiner kleinen Kombüse.

Am ersten Tag gab es  eine Kürbiscremesuppe mit frittierten Rucola, Roastbeef mit Polenta und geschmorten Paprika sowie als Nachtisch „fromage blanc“ mit roten Früchten. Am Nachmittag gab es dann Kaffee und Kuchen. Auch dieser wurde von Andy frisch zubereitet.

 

Urlaub auf der Liberté – Teil 4

Das Konzept

An Bord der Liberté erwartete uns nostalgischer Charme in Verbindung mit moderner Bequemlichkeit. Das Schiff bietet ein schwimmendes Zuhause für 12 Passagiere. Wir waren 11 Reisende. 5 Ehepaare  und  ein  Alleinreisender, dazu vier Besatzungsmitglieder. In so einem kleinem Kreis reist es sich natürlich  ganz  anders  als auf großen Schiffen. Liberté bedeutet FREIHEIT – und das konnten wir an Bord erleben. Wir haben die Langsamkeit entdeckt und deren Vorteile erlebt. Erholung pur.

 

Lautsprecherdurchsagen, Gedränge am Buffet oder Streit um einen Sitzplatz auf dem Sonnendeck, all das kann man vergessen. Die Zeit an Bord wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Das Frühstück sowie das Mittagsessen wurden gemeinsam am langen Tisch  im „Alten Salon“ eingenommen.  Nachmittagskaffee mit Kuchen wurde auf dem „Pooldeck“ serviert.  Durch die großen Fenster konnte man auch während des Essens die  Natur bewundern. Eine strenge Kleiderordnung gibt es  auf der LIBERTÉ nicht. Sportlich-leger trifft es am besten zu.

 

Jeden Abend wurde ein Liegeplatz im Bereich einer Stadt bez. eines Dorfes ausgesucht. So konnte man, wenn man wollte, durch Kurzbesuche auch Land und Leute kennen lernen.  

Kein Motorengeräusch, kein Vibrieren und Gedröhne in der Nacht. Die Abfahrt erfolgte meistens erst nach 09.00 Uhr. Ausnahme war der vorletzte Tag.  Hier legten wir bereits um 07.30 Uhr ab.

 Hier die Strecke:

Paris Port de l’Arsenal, dann flussabwärts auf Seine bis zum Canal Saint Denis, am Abend  dann  Flussaufwärts bis zur Marnemündung. Anschließend auf die Marne und den Canal latéral Marne. Angelegt wird u.a. in  Lagny, Meaux, Chateau-Thierry und Epernay  Da im  Canal Aisne a la Marne gearbeitet wurde, konnte die ursprüngliche Fahrt bis Reims nicht durch geführt werden. Zielhafen war dann Châlons-en-Champagne.

 Die Rückfahrt erfolgte mit der Regionalbahn von Châlons-en-Champagne nach Reims.

Der Deck-Plan