Urlaub auf der Liberté – Teil 5

Donnerstag 13. September 2012

Es ist 15.00 Uhr und eigentlich sollten wir seit 3 Std. auf der Seine flussabwärts fahren. Das Mittagessen haben wir auch schon hinter uns, aber es fehlen noch immer 6 Passagiere. Dann endlich um 15.30 Uhr kommt ein schlimm zugerichteter Mann auf das Schiff. Pflaster am Kopf und am den Händen. Unfall unterwegs? Nein, nein der Unfall war schon Tage vorher passiert. Die Verspätung erfolgte durch den Flug von Nürnberg nach Paris und der Fahrt mit der Metro durch Paris. Man hatte sich einfach mit der Zeit verschätzt. Schnell war man sich einig, dass man im Hafen bis zum anderen morgen liegen bleiben sollte um dann in Ruhe die Seinefahrt zu unternehmen.

Für uns noch einmal die Gelegenheit in Paris essen zu gehen. Ausgesucht hatte ich die Brasserie Bofinger nicht weit vom Hafen entfernt. Bofinger gilt als älteste Brasserie von Paris.

 

Das Essen bei Bofinger

Das Mittagessen auf der Liberte: Jeden Tag gab es ein dreigängiges Mittagessen, dazu Weine von der Nahe.  Alles frisch zubereitet von Chefkoch Andy in seiner kleinen Kombüse.

Am ersten Tag gab es  eine Kürbiscremesuppe mit frittierten Rucola, Roastbeef mit Polenta und geschmorten Paprika sowie als Nachtisch „fromage blanc“ mit roten Früchten. Am Nachmittag gab es dann Kaffee und Kuchen. Auch dieser wurde von Andy frisch zubereitet.

 

Urlaub auf der Liberté – Teil 4

Das Konzept

An Bord der Liberté erwartete uns nostalgischer Charme in Verbindung mit moderner Bequemlichkeit. Das Schiff bietet ein schwimmendes Zuhause für 12 Passagiere. Wir waren 11 Reisende. 5 Ehepaare  und  ein  Alleinreisender, dazu vier Besatzungsmitglieder. In so einem kleinem Kreis reist es sich natürlich  ganz  anders  als auf großen Schiffen. Liberté bedeutet FREIHEIT – und das konnten wir an Bord erleben. Wir haben die Langsamkeit entdeckt und deren Vorteile erlebt. Erholung pur.

 

Lautsprecherdurchsagen, Gedränge am Buffet oder Streit um einen Sitzplatz auf dem Sonnendeck, all das kann man vergessen. Die Zeit an Bord wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Das Frühstück sowie das Mittagsessen wurden gemeinsam am langen Tisch  im „Alten Salon“ eingenommen.  Nachmittagskaffee mit Kuchen wurde auf dem „Pooldeck“ serviert.  Durch die großen Fenster konnte man auch während des Essens die  Natur bewundern. Eine strenge Kleiderordnung gibt es  auf der LIBERTÉ nicht. Sportlich-leger trifft es am besten zu.

 

Jeden Abend wurde ein Liegeplatz im Bereich einer Stadt bez. eines Dorfes ausgesucht. So konnte man, wenn man wollte, durch Kurzbesuche auch Land und Leute kennen lernen.  

Kein Motorengeräusch, kein Vibrieren und Gedröhne in der Nacht. Die Abfahrt erfolgte meistens erst nach 09.00 Uhr. Ausnahme war der vorletzte Tag.  Hier legten wir bereits um 07.30 Uhr ab.

 Hier die Strecke:

Paris Port de l’Arsenal, dann flussabwärts auf Seine bis zum Canal Saint Denis, am Abend  dann  Flussaufwärts bis zur Marnemündung. Anschließend auf die Marne und den Canal latéral Marne. Angelegt wird u.a. in  Lagny, Meaux, Chateau-Thierry und Epernay  Da im  Canal Aisne a la Marne gearbeitet wurde, konnte die ursprüngliche Fahrt bis Reims nicht durch geführt werden. Zielhafen war dann Châlons-en-Champagne.

 Die Rückfahrt erfolgte mit der Regionalbahn von Châlons-en-Champagne nach Reims.

Der Deck-Plan