2012 Urlaub auf der Liberté – Teil 1

Urlaub auf der Liberté

 

Diesmal ist ein völlig anderer Urlaub vorgesehen. Keine Pauschalreise, sondern ganz individuell und selbst geplant.

Liberté – Freiheit steht über diesen Urlaub. Ausgangspunkt  war eine Fernsehsendung über das Flusskreuz-fahrtschiff  Liberté im  NDR.

Das Unternehmen führt individuelle und abwechslungsreiche Flusskreuzfahrten im familiären Kreis in Mitteleuropa durch.  Mit dem  kleinen Schiff ist man auf allen Flüssen und Kanälen zwischen Weichsel, Loire und Rhone  unterwegs.

Ende Juli 2012. Anruf direkt beim Eigner:

„Ich interessiere mich für die Fahrt 12/20 Paris-Reims.“ Am Telefon ein helles Lachen.“ Die Strecke fahren wir wahrscheinlich 2015. Bis Ende 2014 sind wir ausgebucht.“ Dann eine Stimme im Hintergrund. „ Für die Tour 12/22 Nancy – Saverne  gibt es eine Stornierung.“ Ich darauf: „Ok, wir reservieren.“

14 Tage später schaue ich noch einmal auf die Internetseite von Liberté-Reisen. Eine Stornierung für die Reise 10/12 ist dort zu finden. 12/20? – richtig, ist doch unsere eigentliche gewünschte Route. Also anrufen und tatsächlich, die Reise ist noch nicht vergeben. Ich schlage natürlich sofort zu.

Hier die Fakten:

13.09. – 20.09.2012 8 Tage PARIS – REIMS auf Seine, Marne, Canal latéral Marne und Canal Aisne a la Marne über Lagny, Meaux, Chateau-Thierry und Epernay.

Dann beginnt die Planung für An- und Abreise. Diese müssen selbst organisiert werden.

Hokkaido-Kürbis, Ochsenbacke, Aprikosentarte

Hokkaido-Kürbis, gebacken:

Hokkaido waschen, halbieren und mit einem Löffel die Kerne entfernen. Den Kürbis ungeschält in ca. 1 cm dicke Spalten. Mit Pfeffer würzen.

Die gewürzten Hokkaido-Spalten mit Olivenöl einpinseln und auf ein geöltes Backblech legen. Im Backofen ca. 20 Min. bei 180°C backen. Auf einen Teller anrichten und mit Olivenöl beträufeln. Dazu gibt es Streifen vom nordhessischen Speck, sowie Blüten von der Kapuzinerkresse.

 

 Ochsenbacke mit Mangold

 Zutaten für vier Personen

 4 Ochsenbacken, à 200 g
2 Karotten, 0,5 Knolle Sellerie
2 Zwiebeln, klein, 100 g Champignons
1 Tomate  frisch, 30 g Tomatenmark
Rotwein, 1,0 l Gemüsefond (besser Rinderfond)

Olivenöl, Butterschmalz
Pfefferkörner, schwarz
Pimentkörner, Thymian, Rosmarin
Salz, Pfeffer

Zubereitung

Den Backofen auf 120 Grad vorheizen.

Die Ochsenbacken von allen Seiten in heißem Olivenöl  anbraten. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen, mit Salz und Pfeffer würzen. Karotten, Sellerie, Zwiebeln, Champignons und Tomaten putzen, schälen, klein schneiden und ebenfalls bei schwacher Hitze langsam anbraten. Sobald das Gemüse Farbe angenommen hat, das Tomatenmark hinein geben. Mit Rotwein ablöschen und einkochen lassen und den Fond angießen. Die angebratenen Ochsenbacken wieder dazugeben.

Etwas Pfeffer-, Senf- und Pimentkörner sowie Thymian und Rosmarin hinzufügen und im vorgeheizten Backofen ca. 21/2 bis 3 Stunden garen. Die Ochsenbacke aus der Form nehmen. Den Fond leicht im Mixer pürieren, die Soße soll schön sämig werden. Durch ein Sieb passieren, eventuell noch etwas einkochen lassen und abschmecken.

Mangold

Für das Gemüse:

1 Mangold- Rot-Gelb – Weiß und Orange (500 g)

1 Zentimeter Ingwer (frisch)

1 Schalotte, Knoblauch, Olivenöl, Salzbutter

125 Milliliter Sahne

 Die Blätter abspülen und trocken tupfen. Die Blattstiele abschneiden und in Rauten schneiden. Die Mangoldblätter in Streifen schneiden.  Ingwer und Schalotte schälen und fein würfeln.

 Öl und Butter in einem weiten Topf erhitzen und den Ingwer den Knoblauch  und die Schalotte darin glasig dünsten. Blattstielwürfel dazugeben und ca. 5 Min. mitdünsten. Mangoldblätter und Sahne dazugeben, Topfdeckel auflegen und etwa weitere 5 Min. dünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Dazu gibt es Pellkartoffeln.

 

Aprikosentarte a la Tarte Tatin

 300 g Blätterteig, 300 Gramm kleine Süßaprikosen aus der Türkei, 100 g Zucker, 100 g Butter

Die Butter in einer Kupferpfanne mit ca.24 cm Ø zerlassen, den Zucker dazugeben und ein hellbraunes Karamell daraus bereiten.

Die Aprikosen waschen, halbieren und entkernen. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Aprikosenhälften mit der Rundung nach unten in den Karamell legen.

Den Blätterteig  auf die Größe der Pfanne zuschneiden und die Aprikosen damit abdecken. Den Teig mit flüssiger Butter bestreichen und das Ganze für ca. 40 Min.im Backofen bei 180°C backen. Einen hitzebeständigen Kuchenteller auf den Kuchen legen und ihn mit einer schnellen Drehung aus der Pfanne stürzen.

Vau – Berlin

Vau Berlin 27.08.2012

Montags geschlossen. So heißt es in 6 von 10  Restaurants mit Stern in Berlin. Facil, Hartmann’s, Fischer’s Fritz und das Vau haben auch montags geöffnet.

Im Facil war ich bereits im April, das Hartmann’s lag etwas abseits, ins Fischer’s Fritz möchte ich mit Begleitung gehen. Bleib also das Vau übrig. Vorteil war auch, dass das in der Jägerstraße liegende Restaurant vom Hotel her gut zu Fuß erreichbar war. Nach meiner Anreise mit dem Rennrad eine willkommene Abwechslung.

Ich hatte natürlich reserviert und war gegen 19.00 Uhr im Restaurant. Freundliche Begrüßung und Begleitung zum Tisch.  In einem  langen, schmalen Raum mit modernem  Ambiente, bieten die  Tische ausreichend Platz.  Als Aperitif wählte ich einen 2008 Riesling Sekt von Proschwitz. Das 0.1 l Glas für 10.00 €.  Dazu verschiedene Sorten Brot und Salzbutter. Durch den Abend begleitete mich mit viel Freude und Sachverstand Gürkan Ayrik.

Als erstes Amuse Bouche eine Auster in Curryschaum, Frisch und wohlschmeckend.  Als zweites Amuse Bouche einen belanglose panierten Fisch. (Rotzunge?)

Aus dem August – Menü wählte ich  folgende vier Gänge:

Seeteufel,

Huhn

Käse

Tee und Schokolade

1.         Gang: Seeteufel mit Schluppen, Dill und Zitrone

 Ein perfekt gegarter  Seeteufel ruhte auf einem Bett von Schluppen und einer leichten Dillsauce. Sowohl Zitrone als auch Safran waren sehr zurück haltend eingesetzt. Der Fisch stand im Mittelpunkt.

 (Schluppen = Frühlingszwiebeln)

Dazu ein 2011 Sauvigon von Zeter Pfalz (0.1 l= 11.00 €)

 2.         Gang: Escabeche vom Marensin Huhn mit Aubergine und Olivenschmand

 Man lernt nie aus. Escabeche und Marensin Huhn, zwei Begriffe, die ich in meinem  langen Gouermetleben noch nicht gehört hatte.

Escabeche, ein traditionelles Gericht der iberischen, südamerikanischen und nordafrikanischen Küche. Normalerweise wird Fisch in Mehl gewendet und in Öl gebraten und  in einer Marinade aus Öl, Essig, Wasser, Zwiebel, Knoblauch, Lorbeer, Möhren, Paprika und Gewürzen eingelegt und mindestens 24 Stunden gebeizt. Hier wurde ein Huhn  gebeizt.

Merensin-Huhn: (die „Marensine“= transportablen Hühnerstall)  

Ganz im Süden Frankreichs, im Département „Landes“, werden hier in Pinienwäldern die Tiere in völliger Freiheit aufgezogen. Das Hauptfutter besteht zu 80 % aus Mais, dazu kommen 15% Soja, 3% Mineralien und Vitamine und 2% Luzerne. Zusammen mit Kräutern, Gräsern und Insekten des Unterholzes nehmen die Hühner beste natürliche und artgerechte Nahrung zu sich. Nach mindestens 88 Tagen Aufzucht in Freiheit (i. d. R. jedoch 100 Tage) werden die Hühner geschlachtet.am.

Gut gebratenes Fleisch mit fester Struktur, einem leichten säuerlichen Geschmack und krosser Haut. Relativ kleine Auberginentarte und von der Würze her ein ausbalancierte Olivenölschmand.

Dazu ein 2009 Auxerois, Beck Rheinhessen (0.1 l = 14.00 €)

 3.         Junger Ziegenkäse mit Zucchiniblüte und Honig

 

Ziegenkäse und Honig passen fast immer.  Zucchini-blüte und „Zucchininudeln“, waren erfrischende Begleiter zum Käse.

Dazu: Auf Empfehlung von Gürkan Ayrik. Gab es diesmal kein Rotwein sondern  „Alte Zwetschge Exuisit von Gansloser. Eine gute Empfehlung.

4.         „Grüner Garten“ mit Matcha Tee, eingelegten Kirschen und Schokoladenmousse

 Das Dessert nicht aus dem Menü sondern a la Carte.

Dieser japanische grüne Tee scheint in der „Sternengastronomie“ Mode zu sein.

Ein erfreulich erfrischender Abschluss.

Dazu 2008 Casta Diva rot Alicante (0.05 l = 8.00 €)

Zum Abschluss noch Espresso mit Süssigkeiten und einen 1985 Calvados Boulard.

Fazit: Freundlicher und kompetenter Service, gutes Essen. Der  Stern ist verdient, unter Kreativwerkstatt stelle ich mir allerdings etwas anders vor.

Speisekarte: http://speisekarten.wordpress.com/2012/08/29/vau-berlin-2/