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Genuss, Kochen, Reisen und mehr

Unterm Walnussbaum – Grebenhain

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Große Küche mitten im Vogelsberg? Ja, die gibt es. Fernab von Autobahnen und Bundesstraßen gibt es in der 160 Seelengemeinde Volkhartshain  eine Genussoase der Spitzenklasse. Seit 2011 leitet Benedikt Acht im restaurierten Stallgebäude das Restaurant „Unterm Walnussbaum“ als Inhaber und Koch. Der Restaurantraum ist sehr schlicht gehalten. Weiß an Wänden und an der Decke sowie steingrau auf dem Fußboden sind die vorherrschenden Farben. Auch die Tische sind weiß Akzente setzen zeitgenössische Kunst wie zum Beispiel Picasso Grafiken, Blechvögeln oder Schmiedeeisen.

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Wir werden von einer jungen Dame sehr freundlich empfangen und an den reservierten Tisch geleitet. An diesen Ostersonntag gibt es nur ein Menü mit vier oder fünf Gängen, was uns ja bekannt war. Wir entschieden uns für das Fünfgängige   Menü. Bei den Getränken wird es etwas schwieriger. Da wir ja mit dem Auto unterwegs sind, muss der Fahrer leider auf das Weinmenü verzichten. Der Fahrer entscheidet sich für das sehr interessante nicht alkoholische Getränkemenü und für die Beifahrerin wird ein Welschriesling sowie ein Rotwein aus Mallorca von der Bodega Maruccia bestellt.

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Vorab gibt es kleine Knabbereien wie karamellisierte Walnüsse mit Blütensalz, Blätterteigstange mit Olivenöl und Schwarz Kümmel und Baguette mit verschiedenen Olivenölen.

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Als Amuse Bouche wird in einer Espressotasse ein fein gewürztes Karottensüppchen mit Parmesan-Safran Kräcker serviert.

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Kaisegranat – Apfel/Fenchelblüte/Gurke/Apfel/Minze/Paprika

Der Kaisergranat kam lauwarm auf den Tisch, dazu ein Ragout von Apfel und Gurke, gewürzt mit Fenchelblüten. Auf dem Ragout war ein Sorbet von Minze angerichtet. Um diese Einlage herum wird von Benedikt Acht am Tisch die kalte Paprikasauce angegossen.

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Skrei – Kartoffel/Walnuss/Grüner Spargel/Perlzwiebel

Der Fisch auf den Punkt gegart. Der grüne Spargel brachte Biss und die Perlzwiebeln eine leichte  süße an das Gericht. Dazu eine Sauce auf Kartoffelbasis.

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Kalbsfilet –  Morchel/ Polenta/Erbsen

Sehr klassisch dann das Hauptgericht. Zum wunderbar zarten Kalbsfilet mit einer Sahnesauce, gab es Morcheln und Erbsen. Die dazu gereichten Polentaküchlein waren leider fast ungewürzt. Dies ist aber auch der einzige Kritikpunkt am Menü.

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Picandou – Tomate/ Karamell/ Thymian.

Die Oberfläche des Ziegenkäses leicht karamellisieren. Dazu Tomaten in den verschiedensten Zubereitungsarten und mit Thymian gewürzt

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Valrhona Ivoire- Reis Apollo & Venere Kokos/Mandel/ Milch.

Ein Dessert in Weiß mit kleinen schwarzen Einsprengungen. Basis bildete ein Parfait von weißer Schokolade, darauf ein Eis aus Reis und abgedeckt mit einer getrockneter Milch-Oblate. Die schwarzen Einsprengungen ist getrockneter schwarzes Reis.

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Zum Abschluss noch Espresso  und hausgemachte Pralinen.

Fazit: Der 35-jährige Benedikt Acht hat viele Erfahrungen u.a. in mehreren Sterne Restaurants gesammelt. Die wichtigsten Stationen waren dabei Juan Amador im  Restaurant Careme,  Joachim Koerper im Restaurante „Girasol“ sowie  Ferran Adria & Albert Adria im Restaurante el Bulli. Diese Erfahrungen wirken sich deutlich in seinen Kreationen aus. Gott sei Dank ist die Speisekarte nicht sehr umfangreich, dafür sind die Bestandteile der angebotenen mehrgängigen Menüs üppig und beispielslos  differenziert. Die Bestandteile eines jeden Ganges im Menü sind von hoher Qualität. Dies gilt auch für die Weine und die nicht alkoholischen Spezialitäten. Interessante Gewürze und Trinkessige  vom Doktorenhof runden das sehr interessante Gesamtbild der Küche von Benedikt Acht ab. Leider gibt es keine Übernachtungsmöglichkeiten in dem kleinen Ort, sodass man entweder kein Alkohol trinken kann oder in den Nachbarorten eine Übernachtungsmöglichkeit suchen muss.

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PS. Verwundert ist man, dass bisher keiner der großen Restaurantführer dieses kulinarische Kleinod im Vogelsberg entdeckt hat. Verdient hat es Benedikt Acht.

Unterm Walnussbaum

Herrnweg 3, 36355 Grebenhain

06668 919866, http://www.untermwalnussbaum.de/

Die Öffnungszeiten

Restaurant

Mittwoch bis Samstag ab 18.30 Uhr, Sonntag 12.00 Uhr – 14.00 Uhr

Patisserie: Sonntag 12.00 Uhr – 15.00 Uhr

Silo

Mittwoch bis Sonntag, auf Reservierung mindestens 8 Tage vorher. Beginn zwischen 12.00 Uhr und 22.00 Uhr

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