Natürlich wurde auch diesmal „gegoscht“. Wie üblich am ersten und letztem Tag unseres Aufenthaltes auf Sylt. Bei herrlichen Sonnenschein wurde der Urlaub mit einer Flasche Sauvignons blanc und einem Flammkuchen, belegt mit Krabben, begrüßt. Auch Garnelen mit Knoblauchsauce durften nicht fehlen.
Am letzten Tag noch einmal List. Mit einer Seafood Pfanne verabschiedeten wir uns von „Gosch“. Die Pfanne für 2 Personen war reichlich belegt und reichte für 4. Wir hatten ja im Hinterkopf, dass es abends noch mal zu Jörg Müller ging.
Auch dieses Jahr haben wir statt der Sansibar das Samoa Seepferdchen besucht. Eine Abendreservierung war leider nicht möglich, ausgebucht bis Ende August. Für den Mittag und Spätnachmittag war anstellen angesagt. Wir hatten Glück, nach ca. 15 Min. auf der Wartebank, war ein Strandkorb für 4 Personen frei geworden. Es war an diesem Nachmittag doch recht kühl und windig. Wir waren daher glücklich, dass der Strandkorb windgeschützt angeordnet war. Daher gab es allerdings auch keinen Blick auf die Nordsee.
Der Service war gut drauf, sehr locker und ganz wichtig sehr aufmerksam. Die Küche ist regional geprägt, aber auch kreative mediterranere Ansätze sind erkennbar.
Für mich gab es als Vorspeise die „Samoa’s Bouillabaisse“ von Nordseefischen, Gamba & Jakobsmuschel dazu Sauce Rouille & Knoblauchbrot die sehr gut gewürzt war. Der Fischanteil hätte etwas größer sein können.
Als Hauptgericht gebratene Jakobsmuscheln mit Belugalinsen, Queller & Safranschaum.
Meine drei Begleiter nahmen die Black-Tiger-Garnelenpfanne „mediterran“ (8 Stück) mit Paprika, Tomaten, Frühlingslauch, Knobi & Knobibrot und waren glücklich.
Der empfohlene Weißburgunder war richtig gekühlt und passte ausgezeichnet zu den Gerichten.
Leider ist die „Badezeit“ im September 2022 abgebrannt. Man kann hoffen und wünschen, dass das Restaurantgebäude wieder aufgebaut wird.
Wir haben währen der Sylt Zeit zweimal in der Badezeit, jeweils zu Mittag, unseren kurz aufkommenden Hunger gestillt. Direkt am Westländer Strand hat man von der Terrasse einen herrlichen Blick auf Strand und Meer. Junges freundliches Sercicepersonal, schmackhaftes Essen und guter Wein. Wobei beim ersten Besuch der Weißwein leider zu warm serviert wurde. Ist dann ohne Diskussion ausgetauscht worden.
Erster Besuch: Lammbratwürste vom Keitumer Gänsehof , provenzalisches Gemüse
Wir haben bei Brot&Bier schon besser gegessen. Es gab nicht den einen großen Fehler, sondern es waren viele Kleinigkeiten, die nicht so richtig in das bisherige Bild passten. Vorher möchte ich aber den Service ansprechen. Die weibliche Servicekraft war einfach hervorragend. Man merkte ihr an, dass ihr die Arbeit an diesem Abend Spaß bereitete. Die Beratung meiner Weinauswahl spricht dafür. Ich fragte an, welche Weine man offen hätte, ich würde auch ausgefallene Weine probiere. Sie kam mit einer Flasche Sauvignon blanc an, eigentlich nichts besonders. „Teste Sie Mal“ sagte sie. Ich wurde neugierig als ich mit dem Probeschluck fertig war. Ein ungewöhnlicher Sauvignon blanc. Um es kurz zu mache, es war ein Wein von den Golanhöhen in Israel. Ein Wein der den Vergleich mit bekannten europäischen Sauvignon-Blanc-Weinen nicht scheuen muss.
Nun zum Essen: Meine Vorspeise, Ceviche vom Lachs, sah sowohl optisch gut aus und schmeckte ohne die Guacamole auch gut. Leider wurde aber alles überlagert durch viel zu viel Guacamole. Die Leichtigkeit von Lachs und Mango verschwanden unter dieser Masse.Auch mein Rindertatarbrot zeigte schwächen. Das Fleisch leider nicht gehackt, sondern durch den Wolf gedreht. Es war eine schmierige und auch noch schlecht gewürzte Masse.Dafür konnte die Crème brûlée mit Salzkaramell-Eis punkten. Ein Abend der mich nachdenklich zurück ließ. Verlässt man sich zu sehr auf den Vorschuss der ersten Jahre, als noch Alexandro Pape das Sagen hatte?
Unser erster Restaurantbesuche in ein Sternehaus nach der Öffnung der Pandemiebeschränkungen führte uns nach Nürnberg. Es ist nicht der erster Besuch im historischen Essigbrätlein, gelegen am Weinmarkt in der Altstadt von Nürnberg. Das Duo Andree Köthe, Yves Ollech bringt unverwechselbare Gerichte an den Tisch, Ivan Jakir, der dritte im Bunde, bietet dazu immer die richtigen Weine an. Wir saßen diesmal am „Chef Table“ und hatten Einblicke in den Service von Ivan Jakir und seinem Mitarbeiter. Ruhig, gelassen und immer einen Spruch auf den Lippen verrichteten beide ihre Arbeit. Ein wunderschöner Abend.
Paprika mit Holunder
Endivie
Löffelparade, weißer Rettich
Melone
Brot und Radieschen Creme
Dinkelbrot
Brotaufstrich
Gurke mit Kerbel. Angetrocknete Bauergurke, Schmandcreme mit Duftreis und Wachholder, Waldmeisterbutter mit Dillblüte und Schnittlauch.
Broccoli Ebrsen, Brokkolistiele, Pistaziencreme, Stiel von Koriander und Kerbel, Ackerhellerkraut, Kamillenvinagrette
Saibling mit Kartoffel Saibling gehört im Essigbrätlein fast immer zum Menü. Fast immer rohmariniert. Diesmal mit Kartoffel-und Karottenscheiben und Korianderblüte
Gegrillter Spargel mit Paprikabutter, Wildrosenblütenblätter, Essenz aus fermentierter Paprika. Erinnerte ein wenig von der Zubereitung her an den verbrannten Lauch im NOMA.
Ente mit Rotkohlkaramell, geschlagener Rotkohl und ein Wildkräuter-und Blütensalat.
Eis aus Schwarzem Rettich mit getrockneten Kräutern (Minze, Verbene, Melisse, Estragon und Koriander)
Zum Abschluss wie immer Schokolade mit Nüssen und Früchten
Nein, es ist nicht „Oma Wilma“ die hier kocht, sondern ihr Enkel Nicolas Rathge. Er hat mit J. Müller Sylt, Margaux Berlin, der MS Europa, dem Söl’ring Hof und dem Gogärtchen auf Sylt interessante Stationen in seiner bisherigen Berufslaufbahn. In dem alten, mit Reet gedecktem Friesenhaus stehen unter dem Motto „Heimatküche“ klassische, aber modern interpretierte Gerichte auf der Speisekarte. Auch hier ging die Absolvierung der obligatorischen Corona Formalitäten schnell über die Bühne. Wir waren zu viert mittags dort und haben kurz vor Küchenschluss im Garten Platz genommen. Zum Mittagstisch (12:00-14:90 Uhr) gibt es eine kleine, aber feine Auswahl.
Die Königsberger Klopse hatten die richtige Konsistenz und waren optimal gewürzt. Die Sauce hat durch die Kapern den typischen, leicht säuerlich-aromatischen Geschmack. Eine erdige Note wurde durch die rote Bete beigesteuert. Dazu Kartoffeln in der Schale und Gartenkräuter.
Die klassische Curry-Wurst konnte mit selbst hergestellten Kartoffelchips gewinnen. Leider fehlten beim Panfisch ein wenig die Gewürze und der Steinbeisser war optimal gegart. Freundlicher und kompetenter Service, der Weißwein hatte die richtige Trinktemperatur.
Carpacchio von bunten Beten, Olivenöl, Kräuter und Blüten aus dem eigenem GartenForellenfilet auf der Haut gebraten, Wurzelgemüse, Pfifferlinge, CurrysauceKalbsröllchen gefüllt mit Karotten, Ochsenherztomaten, Rosmarinspagetti, BasilikumDie Süßigkeiten eingekauft bei Thomas Ernst, Kassel, https://pralinenwerkstatt.de/Den Weißwein aus dem Hause da Cocca Kassel, https://dacocca.de/
Als Amuse Bouche ein Lachstatar mit MajoranSalat mit KrabbenFlammkuchen, Speck, Apfel und RoquefortSpargelcremesuppe mit Lachs und OlivenölKammmuschel mit FenchelGeschmorte Lammschulter, Rübstiel und Kartoffelgratin.KäseRhabarberkuchen zum Kaffee
Schon der erste Hinweis von David macht Spaß auf das kommende.
Wichtig ist-zuallererst den Champagner kalt stellen.
Warum eine Box mit zubereiteten Speisen aus der Normandie? Seit Jahren, ja seit Jahrzehnten fahre ich in die Normandie und in Zeiten der Pandemie fehlten mir die Landschaft, die Menschen und das Essen der Normandie. Seit 17 Monaten war ich nicht dort. Die Landschaft und die Menschen hoffe ich schnell wieder zu sehen. Wann wird das sein? Ich hoffe Ende Oktober 2021 zur Fete de Andouille de Vire. Für das Essen gab es nun die Möglichkeit bei David Goerne eine Sternschnuppenbox zu bestellen. Wer ist David Goerne?
Ein Hamburger Jung, der nach abgebrochenem Studium seine Kochleidenschaft zum Beruf gemacht hat. Seit 2009 betreibt er nun das Restaurant G.a. im Manoir de Revital in Caudebec-en-Caux, direkt an der Seine gelegen. Wir haben David 2011 und 2014 im Restaurant besucht und konnten seine ausgezeichnete Küche genießen. 2015 bekam er den wohlverdienten Stern im Michelin.
Die Lieferung: bestellt in der 13. KW für Karfreitag. Eigentlich war der Ostersonntag vorgesehen, aber die damalige Lage, evtl. Ostern alles dicht, ließ dies nicht zu. Bestellt wurde das „Grand Menü“ mit 8 Gängen. Von David kam die zusage , am Gründonnerstag um 13.00 Uhr ist das Paket da. Tatsächlich, der Termin wurde von David und Bos Food eingehalten, um 12.45 Uhr wurde das Paket bis vor die Küchentür gebracht.
Ich habe es ausgepackt und überprüft. Es war noch gut gekühlt und die einzelnen Gänge in beschrifteten Tüten verpackt. Mit den Tüten wurde alles im Kühlschrank zwischengelagert. Am nächsten Morgen wurde alles ausgepackt und in der Reihenfolge der Gänge auf einem Tisch ausgebreitet.
Die beiliegende Anleitung sah wie folgt aus.
Bevor es los geht, nachstehend einige Hinweise zur Zubereitung:
Wichtig zuallererst den Champagner kaltstellen.
Bitte bereite einen großen Topf mit Wasser (ca. 80 l) vor und erhitze diesen auf 90°, d.h. das Wasser beginnt zu dampfen. (Ich habe dazu meinen Sous Vide Geräte zum Einsatz gebracht)
Bitte den Backofen auf 200°vorheizen und pro Person bitte tiefe Teller und einen Hauptgangteller warmstellen.
Zur Sicherheit eine Bratpfanne auf dem Herd bereithalten.
Alle Vakuumbeutel bleiben während der Zubereitung im Wasserbad geschlossen.
Bitte vorab prüfen, ob die Vakuumbeutel nach wie vor verschlossen sind. Sollte dieses nicht der Fall sein, bitte melden. (War alles verschlossen)
Zum Öffnen der Vakuumbeutel benötigt ihr eine Schere.
Bitte bereithalten: Haushaltspapier, Salz und Pfeffer.
Ich hatte zwei Portionen bestellt, es reichte für 4 und hatten kleine Probleme alles zu schaffen.
Es konnte also losgehen. Um 13.00 Uhr wurde die Champagnerflasche geöffnet und der Kaffee und die beiliegende Schokolade gegen 17.30 Uhr verzehrt. Es waren angenehme Stunden und was David und seine Mannschaft geliefert hat war sternewürdig.
Kalt geräuchert, Label Rouge Lachsfilet mit Kaviar und Pfefferblüte von SzechuanpfefferFoie Gras, Cassis, Amaranth, Popcorn – ein Klassiker aus dem G.a.
Die Foie Gras auf einem mittelgroßen Teller anrichten, etwas Cassis und Popcorn beigeben.
Langustinen mit Krustentiernage
Den Vakuumbeutel mit der Krustentiernage im Wasserbad ca. 5 Minuten erhitzen.
Langustinen roh im heiße, tiefen Teller anrichten, die Krustentiernage darüber gießen.
Kräutersalat
Den Salat habe ich als separaten Gang serviert und noch ein wenig aufgehübscht.
Geangelter Wolfsbarsch mit einem Safran-Fenchel-Sud und Fenchelpüree.
Den Fisch im Kochbeutel ca. 12 Min. erwärmen und auf Wunsch in einer beschichteten Pfanne auf der Hautseite nachbraten und mit Butter arrosieren. Die Soße und das Püree 5 Min. im Wasserbad erwärmen. Das Püree im tiefen erhitzten Teller anrichten, den Fisch mittig platzieren und die Soße angießen.
Trüffel im Ganzen, mit einer Trüffelfarce und Blattspinat umgeben, dazu Trüffeljus und Parmesanschaum.
Den Trüffel im Kochbeutel 30 Min. im Wasserbad erhitzen. Den Beutel aufschneiden. Die Parmesansoße 5 Min. im Wasserbad erhitzen. Im Tiefen Teller die Soße angießen und den Trüffel mittig platzieren.
Anmerkung: Im Trüffelbeutel war soviel Soße, dass der Schaum fast unterging.
Risotto mit grünem Spargel, Morcheln, Erbsen und Bärlauch
Den Beutel mit dem Risotto 10 Min. im Wasserbad erhitzen. Das Gemüse bitte nur 5 Min. erhitzen. In einem tiefen Teller das Risotto anrichten und das Gemüse beigeben.
Anmerkung: Bei dieser Zubereitung war das Risotto nicht „schlotzig“ genug. Man müsste es mit heißer bereitgestellter Brühe aufbessern.
Lammrücken aus dem Paulliac mit einem einer Estragon-Tomaten Fondu, Taboule Salat und Mini Ratatouille
Das Lamm im Wasserbad 10 Min. erhitzen. Das Estragon-Tomaten Fondu und Ratatouille 5 Min. erhitzen. Auf einem großen Hauptgangsteller anrichten.
Anmerkung: Ich habe das Lamm in einer heißen Pfanne noch nachgebraten und der Salat war nirgends zu finden.
Camembert au Lait Cru mit Trüffel gereift
Den Käse bitte auf einem Teller anrichten und kurz im Backofen erwärmen-min. bei Zimmertemperatur verzehren
Cheesecake mit Erdbeeren
Das Dessert wurde in zwei Weckgläser geliefert. Da wir ja 4 Personen waren, habe ich es natürlich geteilt und auf tiefe Teller serviert.
Die Weine
Zum Abschluss ein Calvados Jahrgang 1993 und die G.a. Pralinen.