Gratulation an Sven Wolf und seine Mannschaft. Im Feinschmecker 07/2017 erhält er 2F von 5F.


Genuss, Reisen und mehr
Gratulation an Sven Wolf und seine Mannschaft. Im Feinschmecker 07/2017 erhält er 2F von 5F.

Nicht nur zur Documenta.
Erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ist meine ganz persönliche Auswahl.
Zuerst Friedrich-Ebert-Straße
Die Nr. 1 in Kassel ist zurzeit zweifelsfrei Sven Wolf mit seinem
Restaurant Voit .
Seit 14. Nov. 2017 mit einem Stern im Michelin.
Friedrich-Ebert-Str. 86, 34119 Kassel,
+49 561 50376612, http://www.voit-restaurant.de/
schräg gegenüber ist die
Pralinenwerkstatt von Thomas Ernst beheimatet.
Friedrich-Ebert-Straße 85, 34119 Kassel
Telefon: 0561 2887311, http://www.pralinenwerkstatt.de
Thomas Ernst, manchmal ein bisschen mürrisch daher kommend, aber sonst sehr freundlich, bietet ein Hauch von Frankreich mit seinen feinen Naschereien.
Ca. 150 m von der Friedrich Ebert Straße entfernt liegt
El Erni – mit feiner mediterraner und spanischer Küche
Parkstr. 42, 34119 Kassel
+49 561 710018, http://www.el-erni.de
An der Ecke Parkstr. – Friedrich Ebert Str. ist das
Denkmahl – mit einer Mischung aus regionaler Küche mit mediterranen Einflüssen.
Friedrich-Ebert-Straße, 34119 Kassel
0561-12215, http://denkmahl.com
500 m weiter in Richtung Bebelplatz sind drei Restaurants mit verschiedenen Ausrichtungen direkt nebeneinander.
zuerst
Eberts – deutsch, international, für Vegetarier geeignet
Friedrich-Ebert-Straße, 116, 34119 Kassel
+49 4956 17399230 https://www.facebook.com/Eberts.Kassel
dann die Heimat der „Fliegenden Köchen“ von Christoph Brand
Das Restaurant wurde leider geschlossen.
den Abschluss macht Kassels gastronomische Legende. Marco’s Bar italienisch
Toni Nadalet ist leider verstorben und das Restaurant wurde 2019 geschlossen.
In Richtung Innenstadt
Osteria – italienisch, mediterran, europäisch
Beste italienische Küche, gepflegtes Ambiente und freundliches Personal.
Vorsicht!! Stammgäste werden besonders herzlich begrüßt.
Jordanstr.11, 34117, Kassel
+49 561 773705, https://www.osteria-kassel.de
Für den Abschluss eines guten Abendessen
Bar Seibert – Bar, Pub
Friedrich-Ebert-Strasse, 47, 34117 Kassel
+49 4956 169022715, http://www.barseibert.de
Humboldt 1a
Eine frühere Direktorenvilla mit großer Terrasse bietet Gastronomie in besonderer Atmosphäre
Humboldtstr. 1a, 34117 Kassel
+49 561 76649755, http://humboldt1a.de
Weissenstein
Das BIO Restaurant in Kassel. Regional- Saisonal.
Königstor 46, 34117 Kassel
+49 561 84095519, https://www.weissenstein-kassel.de
Ristorante Il Teatro
Meeresfrüchte, italienisch
Sympathisches Restaurant, gute Auswahl an mediterranen Speisen.
Nebenan eine Weinbar.
Oberste Gasse 9, 34117 Kassel,
+49 561 2872675, http://www.ilteatro-kassel.de
Renthof Kassel
Im historische Renthof Kassel ist im Juni 2017 ein modernes Boutiquehotel mit exklusiver Gastronomie und Bar eröffnet worden.
Renthof 3, 34117 Kassel
+49 (0)561 50668 0, https://www.renthof-kassel.de/renthof
Außerhalb der Innenstadt
Ilyssia
Meeresfrüchte, griechisch
Lange Str. 83, , 34131 Kassel
+49 561 311793, http://www.ilyssia.de
Zum steinernen Schweinchen
Der neue Chefkoch setzt regionale Akzente
Konrad-Adenauer-Str. 117, 34132 Kassel
+49 561 940480, http://steinernes-schweinchen.de
wird fortgesetzt.
Tag vier in Amyis Weinhaus. Für uns der zweite Besuch in 2017. Diesmal mit dabei die jungen Weinwilden von den Weingütern Neverland, Meyerhof, Kneisl und Schott, sowie als Hauptakteure Ludwig Maurer, Wolfgang Müller, Wolfgang Otto und natürlich Christoph Brand. Schwerpunkt war diesmal, wie konnte es auch anders sein bei diesen Akteuren, Fleisch und noch mal Fleisch. Dank Wolfgang Mueller von Otto Gourmet war die Fleischauswahl natürlich exzellent.
Ein gelungener Abend. Fleisch und Wein harmonierten. Die Gerichte kamen, im Gegensatz zum Donnerstagabend, warm zum Gast.
Auf die Vorträge der Winzer sowie der Köche konnten gefallen.
Christoph Brand, Sascha Pensky und ihre fliegenden Köche setzen Maßstäbe für eine besondere Küche in Kassel. Schade, dass dieser Küchenstil von Christoph Brand nur im Februar eines jeden Jahres angeboten wird.
Es wäre wünschenswert, wenn man ganzjährig ein Restaurant in der Lutherkirche installieren würde.

Die Macher und die jungen Weinwilden

Seeigel | Ei | Dashi | Schweinehaut

Tatar |Tatar |Tatar

Livar Schweinschulter | Boston Butt | Grünkohl | Apfel

Ochsenschwanz | Vitelotte | geräucherter Sellerie | Honi Zwetschge

Flat Iron | Skirt | Herbsttrompeten | Pastinake | Port

Birne | Käse Hanf | Schüttelbrot

Christoph Brand und Wolfgang Otto von Otto Gourmet.

Wolfgang Müller (links) und Ludwig Maurer.
Jedes Jahr im Februar ist große Küche in Kassel angesagt. Christoph Brand und seine „Fliegenden Köche“ holen die deutsche Kochprominenz in ihr Hauptquartier. Bis Ende 2016 befand sich dies in einem ehemaligen Industriekomplex in der Lilienthalstraße zu Kassel. Dieses Hauptquartier musste nun aus baurechtlichen Gründen aufgegeben werden. Fündig wurde man in der Nähe zur Innenstadt von Kassel. Im Turm der ehemaligen Lutherkirche schwingt Brand und seine Mannschaft den Löffel. Im Februar ist auch Kochprominenz wieder dabei.
Das Hauptquartier hat dazugewonnen. Dank der Nähe zur Innenstadt ist es auch verkehrstechnisch besser zu erreichen. Es ist schon eine besondere und einzigartige Atmosphäre in diesem alten Kirchenschiff. Lediglich schallmäßig ging es an die Grenzen des erträglichen. Im Erdgeschoss des Turmes war für 20 Personen eingedeckt, im oberen Turmtrakt können noch einmal bis zu 30 Personen versorgt werden. Dabei müssen die Servicekräfte sportlich topfit sein. Sind doch ca. 30-35 Stufen zu überwinden.
Zum Auftakt hatte Brand keinen geringeren als Alexander Herrmann aus Wirsberg nach Kassel eingeladen. Hermann ist nicht nur als Fernsehkoch sehr bekannt, sondern hat auch alle möglichen Auszeichnungen erhalten. Seit 2008 ist das Restaurant Alexander Herrmann vom Guide Michelin mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet, der Gault Millau gibt dem Restaurant 17 von 20 Punkten.
Christoph Hammel vom Weingut Hammel in der Pfalz war für den Wein zuständig.

Das neue Hauptquartier
Ceviche vom Carabinero| Maracuja| Calamondin| Pak Choi Kimichi| Sesam
Perlhuhn-Frühling | Süsskartoffel | Shiitake | Bohne | Malzbier-Teriyaki
Süßer Chili Lax | Curry glasgenudelt | Mangokaramell | Koriander | Schmand

Rotwild im Heu geräuchert | Süßholz-Balsamico | knusprige Gewürze | Camporia Bananen | Lauch

Yuzukuchen | Kokoscreme | Kirschfrost | grüner Crumble

Fazit: Die fliegenden Köche sind in ihrem neuen Hauptquartier angekommen. Die Speisen und Getränke konnten gefallen. Allerdings muss auch leichte Kritik geübt werden. Fast alle Gänge kamen nur lauwarm an den Tisch. Dies scheint aber wegen der sehr aufwendigen Dekoration mittlerweile fast in allen gehobenen Restaurants üblich zu sein. Gelobt werden muss der sehr aufmerksame Service. Nicht zu vergessen Sascha Pensky der im Hintergrund die Fäden zieht.
Kochen mit regionalen und saisonalen Zutaten ist ja zurzeit in vielen Restaurants angesagt. Wenn man dann auch noch die Waren in Bio Qualität anbietet, sollte eine Neueröffnung eigentlich funktionieren. In Kassel im Restaurant Weissenstein scheint es zu funktionieren.
Geschäftsführer und Koch ist René Müller aus Hofgeismar. Er ist gelernter Koch und hat mehrere Jahre Berufserfahrung in der Hotellerie und Gastronomie.
Als Kooperationspartner sind Stefan Itter aus Kirchberg und der BioMetzger Martin Theisinger aus Habichtswald-Ehlen mit im Boot. Von Itter stammt zum Beispiel das Fleisch vom Limusin-Rind, den Bunten Bentheimern oder die Bio Eier seiner Legehennen. Geflügel kommt von Geflügelhof Roth aus Witzenhausen-Unterrieden und das Gemüse und sonstiges Grünzeug vom Eschenhof aus Altenhasungen. Die Betriebe stammen also alle aus der Region Kassel und sind Bio Zertifiziert. Auch die Weine und sonstige Getränke habe ein Bio Siegel
Nach zwei Mittagessen war jetzt ein Abendessen an der Reihe.

Brot – Butter – Karottendip. Zum Auftakt gleich der Schwachpunkt an diesem Abend. Das Brot schmeckte nach nichts und war anscheinend auch schon einige Tage alt. Gut die Butter (aus der Upländer Molkerei ?) und der leicht süßliche Dip mit Karotten.

Gebeiztes Habichtswald Reh, Grünzeug, Hutzelbirne, Pilz, Himbeerbrioche.
Das Rehfleisch, wahrscheinlich aus der Keule geschnitten, war nur leicht gewürzt und schmeckte ausgezeichnet. Der Salat mit Himbeeressig angemacht, die dünnen Radieschenscheiben brachten leichte Schärfe an die Vorspeise. Die Hutzelbirne erinnerte mit ihrer Gewürznote im kalten Januar an Weihnachten. Insgesamt ein gelungener Auftakt.

Pastinaken-Apfel-Suppe mit Schafgarbe.
Sowohl Apfel- als auch der Pastinakengeschmack kamen gut zur Geltung und waren ausgewogen.

Flaches Eisen – Bratkartoffel – Schwarzwurzel.
„Flat Iron“ (flaches Eisen) von der flachen Hälfte einer Blattschulter.
Für mich eine Premiere. Ich hatte von dem Stück Fleisch noch nie etwas gehört bzw. gegessen. Das Fleisch trocken gereift und vom Koch hervorragend zu bereitet. Dazu Schwarzwuzeln mit noch leichtem Biss und Bratkartoffeln.

Schokoladenfondant, Beerensorbet, Himbeere , Russischbrot.
Warm-flüssig, kalt-fest, süss – herb, knackig – cremig. Ein stimmiges Dessert. Schlicht, einfach aber wohlschmeckend.
Fazit: Die Philosophie von Saison, Regional und Bio wird von der Küche sehr gut umgesetzt. Der Service war tadellos. Hier sticht besonders Sonja….. hervor. Sie ist, wie es sein soll, der verlängerte Arm der Küche. Immer fröhlich und dabei selbst bewusst auftretend.
Die Preise sind angemessen. Über die Innenarchitektur kann man streiten. Für mich ist es stimmig und passt zum Konzept. An dem Abend war das Restaurant, wie es aussah, sehr gut besucht. Anscheinend wird das Konzept von der Region angenommen.
Die Speiskarte: https://speisekarten.wordpress.com/2017/01/27/weissenstein-kassel/
Gesehen im Slow Food Magazin 6/2016

Der Genussführer „Slow Food“ 2017/18 ist erschienen. Zum ersten Mal verzeichnet ist der Gasthof Hack in Borken-Kerstenhausen.

Der Genussführer „Slow Food“ 2017/18 ist erschienen. Zum ersten Mal verzeichnet ist die Gaststätte „Humburgs Eck“ in Baunatal- Großenritte.


Seit meinem letzten Besuch hat sich im Restaurant Voit doch einiges geändert. Die gesamte Servicebrigade ist ausgetauscht worden. An diesem Samstagabend waren drei Personen im Service tätig. Diese drei arbeiteten ruhig und professionell. In Erfahrung bringen konnte ich, dass eine der jungen Damen unter anderen in der Sonne in Frankenberg gearbeitet hat. Auch in der Küche gab es Veränderungen. Neu im Team ist Mike Kraft. Dieser hat seine Lehre im Egener Hof am Tegernsee absolviert, anschließend in der Ente in Wiesbaden gearbeitet und ist dann in die elterliche Gaststätte zurückgekehrt. Hier im dörflichen Milieu ist ihm die kulinarische Welt anscheinend doch zu eng geworden. Mit seinen Erfahrungen in den Sterne Küchen kann er auf alle Fälle ein Gewinn für Sven Wolf sein.
Wir beginnen den Abend mit einen Champagne Aperitif und entscheiden uns dann für das Menü. Es wird betitelt als“ Einmal alles“. Dies bedeutet dreimal Wasser, dreimal Weide, einmal süß und kostet 89 € pro Person. Kurz vor dem Dessert wird dann auch noch der angebotene Käsegang nachbestellt.
Zum Aperitif werden dünne selbstgebackene Brotscheiben mit zweierlei Dipp serviert. Quark mit Kräutern und ein Süßkartoffeldipp werden den gesamten Abend nachgereicht. Als Amuse Bouche wurde Adlerfisch in einen wohl schmeckend Sud mit Paprika und Artischocken serviert.
Die Speisefolge war wohl durchdacht und „Weide“ und „Wasser“ wechselten sich ab. Erfreulich ist das auch regionale Produkte verwendet werden. So zum Beispiel das Gemüse oder das Fleisch, welches vom Eschenhof, ein Bio-Betrieb, der in der Nähe von Zierenberg angesiedelt ist, stammt.
Fleisch und Fisch waren auf den Punkt gegart und das Gemüse hatte noch einen angenehmen Biss. Besonders erwähnen möchte ich den Zwischengang. Pulpo, Bohne, Dörrtomate, Sauce Nero. Der Pulpo hatte durch das Kochen einen angenehmen Biss und durch das nachbraten ein angenehmes Röstaroma. Sehr gut gereift der nachbestellte Käsegang. Man beschränkt sich hier, wohlweislich auf die wahrscheinlich geringe Nachfrage, auf zwei Käsesorten. Camembert de Normandie sowie ein geaschter Ziegenkäse mit Feige wurden serviert. Beide Käse hatten einen optimalen Reifegrad. Beim Dessert hätte ich mir zur sehr süßen Nektarine einen kräftigeren Kontrast in Form eines etwas säuerlichen Sorbets gewünscht.
Bei der Weinauswahl blieben wir in Deutschland zuerst ein Mosel Weißburgunder vom Weingut Thanisch, danach ein Riesling Spätlese vom Weingut Manz/Pfalz und vom Weingut Philipp Kuhn/Pfalz den Rotwein Incognito. Alle Weine hatten eine optimale Trinktemperatur. Der Abschluss dann mit Espresso und einer Vogelbeere von der Brennerei Lantenhammer.
Fazit: Sven Wolf ist auf dem richtigen Weg. Er ist nach unserer Auffassung eindeutig die Nummer zwei in Kassel und der Sprung auf das oberste Podest ist relativ nahe. Das hängt auch damit zusammen, wie es im nächsten Jahr mit dem Restaurant Park Schönfeld weitergeht.

Brot mit zweierlei Dipp

Amuse Bouche – Adlerfisch/Paprika/Artischocke/Sud

Tatar vom Eschhof-Rind Bio/Avocado/brauner Champignon.

Thunfisch/Rote Bete/grüner Sud/Granny Smith

Sellerie flüssig/Oldenburger Freiland-Ente/Birne

Pulpo/Bohne/Dörrtomate/Sauce Nero

Sorbet/ Sanddorn/Erdbeere

Island Kabeljau/Tortellini/Karotte/Flusskrebs

Rinderfilet/Spinat/Piemonteser Haselnuss/rote Zwiebel

Camembert de Normandie/geaschter Ziegenkäse/Feige

Nektarine/Tahiti-Vanille/Keks
jetzt auch vom FEINSCHMECKER entdeckt.
