Acquarello – München

02 Acquarello27.08.2014
Acquarello, München

Zum Abschluss einer interessanten kulinarischen Woche noch einmal München. Diesmal das 1 Sterne Restaurant Acquarello in der Mühlbaurstraße- Stadtteil Bogenhausen.

Der Eingang in das Restaurant sieht nicht gerade freundlich aus. Betonklotz, ungepflegtes Grün und Betontröge machen keinen guten Eindruck. Innen wird es freundlicher. Die Tische stehen doch recht eng zueinander, allerdings grenzen halbhohe Lehnen die Tische voneinander ab.

03 Acquarello BrotZum Hausaperitif gibt es unterschiedlicher Sorten von frischen Brötchen sowie drei Salzsorten und sehr gutes Olivenöl.
Neben den a la Carte-Gerichten werden zwei Menüs angeboten. Marktmenü das eine, das andere nennt sich Menü „cucina del sole“. Und für letzteres entscheide ich mich, allerdings lasse ich den ersten Gang, Vitello Tonnato, aus.

04 Acquarello Amuse BoucheAls Amuse bouche wird Gänsestopfleber mit einem Apfelkompott serviert.

05 AcquarelloGebackene Zucchiniblüte auf Safranschaum, Tomatenconcassée, gebratene Gambas.
2012 Chardonnay St. Valentin

Sehr luftiger und wohlschmeckender Safranschaum, die Füllung hat schönen Biss und die Gambas auf den Punkt gebraten. Ein gelungener Auftakt des Menüs.

06 Acquarello WalnussRavioli mit Walnuss-Ricottafüllung auf Parmesan-Sabayon.
Hauchdünne Nudeltaschen mit einer kräftigen Nussfüllung, al dente serviert. Dazu ein sehr leichter Sabyon mit einem Hauch von Parmesan.

07  AcquarelloFeigentortelli auf Pinot-Bianco-Schaum, Reduktion vom Cassis und gebratener Gänseleber.
2010 Riesling Spätlese, Leitz, Rheingau
Ein interessanter Gang, der eine gewisse Süße mitbrachte. Die Gänseleber und der Riesling aus dem Rheingau ergänzten noch diese Süße. Vielleicht nicht jedermann Geschmack, ich fand den Gang aber sehr lecker

08  Acquarello LachsEmince vom Schottischen Wildlachs mit Schnittlauch-Kaviar-Sauce
2013 Sauvignon-Vogl
Der Lachs zerging auf der Zunge.

09 AcquarelloSorbet-Leichter Zwischengang.

10 Acquarello SchmorbratenRinderschmorbraten in Barolosauce mit Selleriepüree
2010 Palazoo della Torre-Allegrini
Der Rinderschmorbraten stellte sich als Rinderbäckchen heraus. Das Fleisch war sehr mürbe mit einer sehr guten Sauce. Das Püree zerging auf der Zunge. Leider gab es keinen Barolo zum Gericht.

11 Acquarello DessertSchokoladenravioli auf Orangensauce, Pfefferminzeis
2011 Ben Rys-Ponnafugata
Sehr intensive Orangensauce, leider kaum Schokoladengeschmack und die Pfefferminze beim Eis konnte man nur ahnen.

12 Acquarello AbschlussIm Anschluss werden natürlich noch eine Auswahl an süßen Sachen angeboten: Hauchdünner Himbeerkuchen, Plätzchen und Pralinen. Dazu ein leider nur lauwarmer Espresso und eine Wildkirsche von Reisetbauer.

Fazit: Ob das Acquarello wirklich der beste Italiener in Deutschland ist, kann ich nicht beurteilen. Fest steht jedenfalls, dass er bestimmt zu den Besten gehört. Vorbildlich der Service. Er strahlt Freundlichkeit und Kompetenz aus. Leider wird auf der Rechnung kein Name erwähnt, sondern nur Kellner Nr. 3. Ein Menü mit ganz leichten Schwächen, aber ein Wiederbesuch wird stattfinden.

Park Schönfeld-Kassel

01 Restaurant

25.08.2014
Park Schönfeld-Kassel
Eduard Jaisler und Sabrina Schoregge sind mit ihrem Restaurants „Park Schönfeld“ mittlerweile in Kassel gut angekommen. Der 31-Jährige Eduard Jaisler ist seit 2013 Mitglied deutschen Sektion der Jeunes Restaurateurs.

Das Restaurant ist im Untergeschoss des Schlösschens Schönfeld in grüner Umgebung angesiedelt.
Sabrina Schoregge begrüßte auf das Herzlichste und leitet mich zum reservierten Tisch. Nach Vorlage der Speisekarte entschied ich mich für ein 4-Gang Überraschungsmenü einschl. Weinbegleitung.

02 Oliven- ChurrystangenZum Aperitif, einen Riesling Sekt „Geheimrat J, gab es eingelegte Oliven und Churry-Blätterteigstangen.

03 Amuse BoucheAmuse Bouche Rinder Tatar mit Safran-Schmand sowie ein Karotten-Ingwer Süppchen.

04 RehconsommeRehconsommé mit Maultasche und Lauchgemüse. 2013 Weissburgunder vom Weingut Sulz, Burgenland.

05 JakobsmuschelnGebratene Jakobsmuscheln– Sellerie in Safran-Feiner Salat-Tomatenbutter, 2013 Spätburgunder, Blanc de Noir, Willems, Mosel.

06 LammLammcarré – Steinpilzknödel – gebr. Spargel, 2010 Malvira, Nebeolo, Langhe.

07 SchokoWarmes Schokoladentörtchen-Lavendeleis, Rosé Port.

Fazit: Eduard Jaisler hat noch einmal kräftig zulegen können. Seine Gerichte sind noch feiner, ausgewogener und leichter geworden. Die ausgewählten Weine waren wohltemperiert und passten ausgezeichnet zu den jeweiligen Gängen.
Im Vergleich zu meinem Besuch ein Tag vorher im Adel.es, ist Jaisler mit den 1.5 Punkte im Feinschmecker unterbewertet. Ich bin gespannt, wie die anderen Restaurantführer hier bewerten.
Für mich mind. 15 Punkte nach Gault Millau bzw. 2.5 Feinschmeckerpunkt.

08 AbschlussDer Abschluss

Adel.es Alsfeld

24.08.2014
Adel.es Alsfeld

Das Fachwerk Rathaus im Zentrum der Altstadt ist das Aushängeschild der mittelhessischen Stadt Alsfeld im Vogelsbergkreis.
Seit 2007 ist Anja Graulich mit ihrem Adel.es das kulinarische Aushängeschild der Stadt. Anja Graulich, die aus der Region stammt, unternimmt dabei einen gewaltigen kulinarischen Spagat.

03 Adel.es
Auf der einen Seite ist sie natürlich Stolz auf die Auszeichnung im Gourmet Magazin „DER FEINSCHMECKER“ mit 1.5 F, auf der anderen Seite wird sie in einer ansonsten kulinarischen Diaspora allein davon nicht wirtschaftlich überleben können. Also muss sie zweigleisig fahren. Es kann also daher passieren, dass dann auch einmal eine Reisegruppe mit 30 Personen, den recht nett eingerichteten Speiseraum, „überfällt“. Dem entsprechend ist dann die Geräuschkulisse.

Für den großen und kleinen Hunger gibt es die Standardkarte mit Speisen der Jahreszeiten.

Aus dem aktuellen Gourmet a la Carte Angebot wählte ich folgendes Menü:

04Carpaccio vom Charolais Rinderfilet dazu gebratene Steinpilze.

06 JakobsmuschelnnJakobsmuscheln. Macadiamia Brösel. Macadamiaöl . Balsamico Schokoladenjus. schwarzer Wildreis. Papaya, Zwiebelgemüse.

07 MaispoulardeKnusprig lackierte Maispoularde. aromatisierten Kirschtomaten am Zweig. Statt der Nudeln wählte ich Rosmarinkartoffeln aus. Parmesanschaum. Grüner Pfeffer.

08 SchokosouffleSchokoladensoufflé

Ein sehr wohlschmeckendes aber auch üppiges Menü. Besonders bei den Jakobsmuscheln waren mir einfach zu viele Komponenten auf dem Teller. Die Poulardenbrust sehr saftig gebraten mit einem sehr leichten Parmesanschaum.

P1080731

Ein Menü mit leichten Schwächen, aber ein Besuch wert.

PS. Das Restaurant ist geschlossen. https://www.oberhessen-live.de/2017/04/05/nach-zehn-jahren-verlaesst-das-adel-es-seinen-standort/

Trattoria Toscana-Niedenstein

22.08.214 Trattoria Toscana

P1080710Die Trattoria ist hat sich mittlerweile zu unserem „Lieblingsitaliener“ entwickelt. Seit meinem letzten Bericht ist 1 Jahr vergangen. Wir waren seit dem einige Male dort und haben immer ausgezeichnet gespeist. Ali Noori bietet, zusammen mit seiner Frau im Service, eine italienische Gastronomie mit viel Herzblut. Die Trattoria Toscana in Niedenstein (Schwalm Eder Kreis) ist ein beliebter Treffpunkt für alle geworden, die eine toskanische Küche mit frischen regionalen Zutaten entsprechend der Jahreszeiten zu schätzen wissen. In gemütlichem Ambiente werden Pizza und Pasta Variationen, frisch zubereitete Fleisch- und Fischkreationen zubereitet und serviert. Desserts und Spezialitäten außerhalb der regulären Karte runden das Angebot ab. Verwandtschaftliche Beziehungen zur Familie Da Cocca und Ferhad Kemal (italienische Feinkost, Kassel) sorgen u.a. dafür, dass beste Zutaten für die Küche zur Verfügung stehen. Passend zu den Gerichten empfehlen die Inhaber natürlich interessante italienische Tropfen.

Diesmal war ich ausgegebenen Anlass mit meinem Bruder dort und es gab zum Auftakt ein Pizzabrot mit Rosmarin und Knoblauch dazu ein Aperol. Danach Aubergine überbacken mit Mozzarella und einer sehr guten Tomatensauce. Ausgezeichnet dann die Lammkoteletts mit Rosmarinkartoffel. Dazu eine Flasche Rotwein aus der Toscana und zum Abschluss ein Grappa di Barolo.

P1080711Rosmarinbrot

P1080712AubergineP1080713Lamm

P108071401 Grappa

Tantris-München

Das Tantris muss man als ein Gesamtkunstwerk betrachten. Angefangen von der Architektur der 70er Jahre, der „fast“ perfekten Küche, dem hervorragenden Service und der Weinkarte. Die „Gourmet Kathedrale“, geplant von dem Schweizer Architekt und Designer Justus Dahinden, ist ja mittlerweile sogar in die Denkmalschutz Liste aufgenommen worden. Dies ist in ähnlicher Form ja überall zu lesen, also nichts Neues.

Als wir an einem Mittwochabend gegen 19:00 Uhr das Lokal betraten, waren wir die ersten Gäste. Dies sollte sich aber schnell ändern und gegen 20:00 Uhr war das Restaurant fast voll belegt. Wir wurden vom Maître in Empfang genommen und zu unserem Tisch begleitet. Zuständig für unseren Bereich war Frau Lisa Tol, die den Service in sehr charmanter und gekonnter Art durchführte. Schwächen im Service konnten wir an diesem Abend nicht feststellen. Sommelier Justin Leone kreuzte nur einmal an unseren Tisch auf, als er den Wein zum Dessert erklärte.

Zum Auftakt wählten wir Champagner  Bollinger Rose, dazu kam Baguette und Butter auf den Tisch. Neben den à la Carte Gerichten werden zwei Menüs angeboten. Eins mit fünf bzw. eins mit acht Gängen. Dazu werden entsprechende Weinmenüs empfohlen. Wir wählten das 5Gang Menü mit kleiner Änderung aus. Aus dem 8Gang Menü, wurde der Fleisch- bzw. Käsegang übernommen. Da meine Ehefrau aus gesundheitlichen Gründen an diesem Abend kein Alkohol trinken durfte, wählte ich das empfohlene Wein Menü.

Aus dem Menü ist besonders der Fisch- und Fleischgang hervorzuheben. Beim Auftragen der Seezunge und Hummer mit Steinpilzen strömte ein betörender Geruch von Pilzen in unsere Nase. Hauchdünne Steinpilzscheiben bedeckten das Gericht, dazu gebratene Steinpilze und die Sauce war auf Pilzsud aufgebaut. Der beste Gang des Abends.

Beim Fleischgang bestach vor allem Dingen das hervorragend gegarte Rückenfilet. Ausgezeichnet passte dazu der 2008 Espectacle, René Barbier, Monsant, Spanien. Dieser vollmundige Wein, war fruchtig und würzig und schmeckte nach exotischen Gewürzen, schwarzen Kirschen und Brombeeren.

Schwachpunkt des Abends war der Käsegang sowie die Petits Fours zum Espresso.

Fazit: Trotz kleiner Schwächen, das Tantris in München ist und bleibt gastronomische Spitzenklasse und spielt in seiner ganz eigenen Liga. Anstatt auf innovative Spielerein zu setzen, ist die klassische Ausrichtung von Küche und Service Leitbild für Hans Hass und seinem Team. Seit über 20 Jahre leitet Hans Haas nun das Tantris und bewegt sich noch immer auf hohem kulinarischem Niveau.

01 Eingang

02 Innenleben

04 Amuse Bouche- SaiblingAmuse Bouche: Saibling

05 ThunfischVariationen vom Thunfisch mit Gartentomaten und geräuchertem Thunfischmousse
2013 Ibizkus Rosado, Totem Wines, Ibiza,Spanien

06 Seezunge-SteinpilzeKonfierte Seezunge und Hummer mit Pak Choy, frischen Steinpilzen und Polenta
2009 Ansonaco bianco, Famiglia Carfagna Isla de Giglio, Italien
07 RehMedaillon vom Rehrücken mit Spitzkraut, frischen Waldpilzen und Wurzelgemüsepüree
2008 Espectacle, René Barbier, Monsant, Spanien.
08 ZiegenkäseAngemachte Ziegentopfen- Pinienkerncrème mit Olivenpesto und Schüttelbrot
2007 Riesling „Dürnsteiner Kellerberg“ Smaragd, F.X. Pichler, Wachau, Österreich
09 DessertDessert aus Birne und Himbeere mit Topfenknödel und duklem Schokoladeneis
2012 Roussillière Rouge, doux, Yves Cuilleron à Chavanay, Rhône, Frankreich
10 Abschluss

12 Abschied

2014 Essigbrätlein-Nürnberg

26.06.2014
Essigbrätlein Nürnberg

Ein Maximum an Geschmack und der Verzicht von altgewohnten Edelprodukten sind die Leitmotive des Essigbrätleins in Nürnberg. Es hat sich also nichts verändert seit unserem letzten Besuch im Juni 2013, halt, etwas fällt einen beim Betreten des Hauses auf. An der Hausfassade signalisiert ein kupfernes Schild kleine Veränderungen. Jetzt wird auch nach aussen das Team vorgestellt. Neben den beiden Köchen Andree Köthe und Yves Ollech ist auch der Name des langjährigen Sommeliers Ivan Jakir zu finden. Auch die Stilrichtung der Küche wird dargestellt. „Aromen-Regional“ ist das Motto der Küche. Dies alles ist nicht neu, wird aber auch jetzt nach aussen vermittelt. Der Gast weiß also was ihn erwartet. Unvorbereitet sollte man aber das Restaurant nicht aufsuchen.

Eine Speisekarte gibt es nicht. Mittags gibt es ein fünf Gänge Menü. Man kann sich für das Menü, aber auch nur für einzelne Gänge entscheiden. Allerdings wird kein Preis auf der kleinen Karte, die uns anschließend überreicht wird, erwähnt.

Wir entschieden uns für das Menü einschl. Weinbegleitung. Diese war perfekt auf die Aromen der Speisen abgestimmt und ist unbedingt zu empfehlen, um den Genuss abzurunden.

Zum Aperitif (Hausaperitif sowie alkoholfreies Getränk bestehend aus Orange-Erdbeere und Bitter Lemon) wird wie gewohnt das Karottenbrot und die Erbsenbutter gereicht.

Amuse Bouche
Stachelbeere-Holunder-Chrysanthemen
Blüte von der Scheinquitte mit Macadamia-Nuss
Erbsencreme

Das Menü

Seeforelle mit Gurken
Kohlrabi mit Mohn
Rote Bete mit Bromneeren
Lamm mit Aubergine
Himbeeren mit Reiseis

Bereits das erste Amuse-Bouche zeigt die Richtung der Küche an. „Stachelbeere und Holunder“ sind aus der Region und haben Saison. Mit „Blüte von der Scheinquitte mit Macadamia-Nuss“ verlässt man allerdings teilweise die Region, da die Nuss nach meiner Information nicht in Nürnberg beheimatet ist. Allerdings passt die eingelegte Blüte ausgezeichnet zur leichten Süße der Nuss. Danach ein Amuse Bouche, das bereits Kultcharakter hat. „Erbse, Pistazie und Minze“. Man saugt die leicht süßliche Erbsencreme aus der Erbsenschote heraus wie bei einer Weißwurst.

Mit dem ersten Gang „Seeforelle mit Gurke“ wird eine angenehme Frische auf den Teller serviert. Das Einkorn bringt Biss und leichte Nussigkeit. Durch die Gurken, frisch und eingelegte, kommt süßes und saures auf den Teller. Abgerundet wird alles durch den aromatischen Apfel-Fichtensprossen-Saft. Dazu passend der Sauvignon blanc von Neumeister aus der Steiermark.

Was man aus einer Kohlrabi alles zaubern kann, zeigte der zweite Gang. Kohlrabi in drei verschiedenen Texturen und Geschmacksrichtungen lagen auf dem Teller. Serviert wird das Gemüse als rohe Scheibe, als pur gedünstetes Stück mit Blättchen und als grüne Sauce aus Kohlblättern. Der geröstete Mohn unterstreicht die Nussigkeit der Kohlrabi. Dazu ein Grauburgunder aus dem Weingut von Winning, Pfalz.

Erdiges und süßes dann mit „Rote Bete und Himbeeren“. Auch hier wird die gesamte Pflanze verwertet. Der leicht gekühlte Rosewein aus Kroatien war passend ausgesucht.

Das Stück Lamm, ein intensiv schmeckendes Hüftfleisch mit dem daran belassenen Fett, ist durch und durch rosa gegart (Saus Vide) mit erfreulichen Lammgeschmack. Dazu eine Creme aus Auberginen und würzigen Dill. Dazu ein 2010 Zinfadel aus Kalifornien.

Das nachfolgende Dessert Himbeeren mit Reiseis war etwas belanglos. Diese Belanglosigkeit beim Dessert ist uns auch bei unseren früheren besuchen aufgefallen. Hier sollte man unbedingt nachbessern. Dazu eine sehr süße Scheurebe aus Franken.

Entschädigt wird man dann aber mit den verschiedenen Schokoladentafeln. Ich kann nur sagen alles schmeckt hervorragend.

Gute Produkte, perfekte Garzeiten und die Aromen der Gewürzmischungen sind die Geheimnisse des Erfolges. Gratulation an Küche und an den aufmerksamen und unaufdringlichen Service.

02 EingangshinweisAmuse Bouche
03Stachelbeere-Holunder-Chrysanthemen
04Blüte von der Scheinquitte mit Macadamia-Nuss
05 ErbsennErbsencreme

Das Menü

06Seeforelle mit Gurken
07 Kohlrabi-MohnKohlrabi mit Mohn
08 Rote BeteRote Bete mit Bromneeren
09 Reh-DillLamm mit Aubergine
10 Reis-HimbeerenHimbeeren mit Reiseis
11 Schokolade

Wolfshöhle Freiburg

Wolfshöhle Freiburg
Inhaber: Sascha Weiss
Konviktstrasse 8
79098 Freiburg
Telefon: 0761-30303
info@wolfshoehle-freiburg.de
http://www.wolfshoehle-freiburg.de/

Kurzbesuch in Freiburg. Diesmal wieder mit der Bahn, Abfahrt um 8:40 Uhr, Aufenthalt in Freiburg, Rückkehr um 22:45 Uhr. Zum Mittagessen bin ich diesmal in die Wolfshöhle eingekehrt. Bei sonnigem Wetter wurde im Außenbereich Platz genommen. Die junge Servicekraft war relativ schnell am Tisch fragte nach unseren Aperitifwünschen und überreichte uns die Speisekarte. Unter dem Motto von 12-2 wird ein dreigängiges Mittagsmenü für 29 € sowie Menu Surprise drei Gänge für 50 € bzw. vier Gänge für 65 € angeboten. Daneben als à la carte noch sieben Vorspeisen und fünf Hauptgerichte, dazu der Jahreszeit angemessen natürlich Spargel in verschiedenen Variationen.
Ich wählte das drei gängige Menü Surprise und bat den Service mir passende Weine auszusuchen.

01 Amuse BoucheAls Aperitif einem Winzersekt, dazu wohlschmeckendes Brot mit Salzbutter. Als Amuse Bouche dann eine Bärlauchmousse mit einer Radieschenvinaigrette, ein angenehmer frischer Auftakt.

02 RindertatarNach einer angemessenen Wartezeit kam dann der erste Gang.
Rinder Tatar mit Meerrettich Sorbet und eingelegten Gurken. Das Tatar war sehr gut gewürzt und harmonierte hervorragend mit dem schmelzigen Sorbet. Die Gurken brachten eine gewisse Säure mit ins Spiel, dazu noch ein knuspriger Brotwürfel.
Dazu ein Chardonnay von M. Schneider (Pfalz) der sehr gut gekühlt an den Tisch kam.

03 Kalb-SpargelDer Jahreszeit angepasst dann der nächste Gang. Weißer und grüner Spargel, Bärlauch Nudeln, Kalbfilet. Der Spargel mit sehr angenehm Biss und das Filet auf den Punkt gebraten. Dazu zweierlei Saucen, eine dunkle Braten- und eine helle Spargelsauce. Dazu ein Rotwein aus dem Bordeaux. Warum Bordeaux? Wir sind in Baden und Baden hat sehr gute Rotweine.

04 Erbeer

Zum Abschluss dann Variationen von der Erdbeere und Joghurteis. Auch hier wieder ein wohl schmeckender und der Jahreszeit angepasster Gang.

Zum Abschluss dann noch einen Espresso und ein Marillenbrand.
Fazit: Ein angenehmer Aufenthalt in der Wolfshöhle. Im Vergleich zu anderen Häusern sind mir llerdings die 16 Punkte im GM  um einen Punkt zu hoch ausgefallen. Auch sehe ich die Aufnahme der Wolfshöhle im neuen Genussführer von Slow Food als problematisch an. Die Kriterien der Genussführerkommission, die ich sehr gut kenne, werden hier nicht immer eingehalten.

Zurzeit leider geschlossen (09/2021) http://www.wolfshoehle-freiburg.de/

Restaurant Wielandshöhe

Restaurant Wielandshöhe
Inhaber: Vincent Klink
Alte Weinsteige 71
70597 Stuttgart-Degerloch
Telefon: 0711/640 88 48
Fax: 0711/640 94 08
E-Mail: rest@wielandshoehe.de

Restaurant

02 Vincent Klink Schnecke

Welches Restaurant hat schon eine eigene Straßenbahnhaltestelle? In Stuttgart gibt es so etwas was. Direkt an der „Zacke“ liegt das Restaurant Wielandshöhe von Vincent Klink. Knapp 10 min. dauert die Fahrt vom Marienplatz zur Haltestelle Wielandshöhe. Gegenüber dieser Haltestelle ist das Restaurant im Erdgeschoss eines Bürogebäudes untergebracht. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick in den Stuttgarter Talkessel.

Als wir kurz nach 19.00 Uhr das Restaurant betreten, werden wir von einer jungen Dame sehr herzlich begrüßt und an den reservierten Tisch geleitet. Seit meinem letzten Besuch hat sich an der Inneneinrichtung nicht viel geändert. Weiterhin ist weiß die tonangebende Farbe. Blumensträuße mit kräftigen Farben lockern den Raum auf. Das Restaurant ist kurz nach 19.00 Uhr bereits gut besucht und im laufe des Abends werden alle Tische belegt.

Wir werden freundlichst auf die Aperitifkarte hingewiesen die auf dem Tisch auslag. Wir wählten eine
„Wilde Pflaume“ Alkoholfrei (0.2l = 10€) sowie Sekt Citroné (0.1 l= 10€).

03 Vincent Klink Amuse 1Als erstes Amuse Bouche wird eine saftige und herrlich lockere Lauchquiche serviert, die zum Standard der Wielandshöhe gehört.

04 Vincent Klink Amuse 2Der Jahreszeit entsprechend kommt als zweites Amuse Bouche eine Spargelsuppe auf den Tisch. Hervorragend das Baguette, es wird seit einiger Zeit selbst gebacken, dazu Salzbutter.

Dann beginnt bei uns die große Diskussion was wollen wir essen. Die Karte weißt 2 Menüs sowie 9 Vorspeisen, 3 Suppen, 2 Fischgerichte sowie 4 Fleischgerichte a la Carte aus. Vincent Klink bekommt die Diskussion mit und kurze Zeit später heißt es:“ Für Tisch 12 heute Abend Carte blanche.“

Wir wählen wie folgt aus:
Aus Menü 1 = Confit vom Nantaiser Schwarzfederhuhn
Aus Menü 2 = Gebratener Atlantik Steinbutt
Aus a la carte = Risotto
Aus Menü 1 = Osterzicklein
Als Dessert = Schokoladenpudding bzw. Rhabarberkompott

Dazu das vorgeschlagene Weinmenü.

05 Vincent Klink ConfitConfit vom Nantaiser Schwarzfederhuhn, karamellisierte Gaishirtle und Salat
Eine recht dicke Scheibe vom Schwarzfederhuhn mit kräftigem Geschmack. Die kleine Birne, leicht süßlich, sowie der Salat, der leicht säuerlich angemacht war, passten sehr gut zum Confit.
Dazu ein Grauburgunder aus dem Weingut Friedrich Becker.

06 Vincent Klink SteinbuttHervorragend dann der Gebratener Atlantik Steinbutt mit einem Artischocken-Fenchelgemüse. Der gebratene Steinbutt war an der Gräte noch leicht glasig. Der Sud, abgeschmeckt mit etwas Pastis, verband sehr gut die auf den Punkt gegarten Gemüse. Ein süßlicher Geschmack kam durch zwei confierte Tomatenviertel.
Ein Chardonnay 2008 aus dem Burgund begleite diesen Gang.

07 Vincent Klink RisottoDanach Risotto von Caltabellotta Zitrone mit gebratenen Bitter Löwenzahn.
Der intensive Zitronengeschmack, im sehr schlotzigen Risotto, konnte sich sehr gut gegenüber dem bitteren Löwenzahn behaupten.
Der dann servierte Riesling konnte sich sehr gut gegen die Zitronensäure behaupten.

09 Vincent Klink ZiegeDann der Höhepunkt des Abends. Geschmortes Osterzicklein mit Rosmarinkartoffeln und Mangoldgemüse.
Ein sehr bodenständiger Gang, aber dass macht doch genau die Küche von Klink aus. Die gefüllte Brust, geschmort im Rohr, schmeckte sehr delikat u.a. von der Zickleinleber und der Petersilie.
Mit dem 2009er Spätburgunder aus dem Weingut Kistenmacher-Hengerer hatte ich zu erst meine Probleme. Erst zusammen mit dem Zicklein war er der ideale Begleiter.

10 Vincent Klink KäseWir schoben vor dem Dessert noch einen Käsegang ein. Auf dem Wagen nur fünf Sorten, aber alle sehr gut gereift und mit sehr gutem Geschmack. Serviert wurden: Pierre Robert, Munster, Saint Nectaire und Bleue de Termignon. Dieser der Bleu, mit seinem nußigen und leicht süßsäuerlichen Aroma, konnte besonders gefallen.

11 Vincent Klink FlanDie Desserts sind auf der Karte sehr einfach beschrieben. Valrhona-Schokoladenpudding, Vanilleglace. Schokoladenpudding, wer denkt da nicht an die vielen Industrieprodukte mit viel Chemiegeschmack. Anders hier bei Klink. Kein überflüssiges Firlefanz auf dem Teller, sondern sehr wohlschmeckende Produkte. Valrhona Schokolade auf einem Vanillesaucenspiegel, dazu ein Vanilleeis. Manch ein anderer Koch hätte hier den Künstler gespielt, mit allerlei nicht notwendigen bunten Verzierungen.

12 Vincent Klink süsser AbschlussDanach noch Kaffee und ein Marillenbrand.

Fazit: Auf der Karte ließt es sich so einfach an, es ist aber auch einfach gut. Überwiegend regionale und saisonale Produkte werden eingesetzt. Man sieht keine Pinselstriche, bunte Tupfen oder Schäumchen auf dem Teller. Dank exzellenter Ausführung und hoher Produktqualität war es ein perfekter Besuch auf der Wielandshöhe bei Vincent Klink.
Sehr guter Service, angeführt von dem Restaurantleiter Alexander Häffner sowie der Damenriege.

 

Jägerstube – Lauterbach- Maar

23.03.2014

Jägerstube – Lauterbach-Maar

Mit Genuss die Landschaft pflegen, nach dieser Devise führt der Küchen- und Metzgermeister Hans Schmidt seine „Jägerstube“ in Lauterbach- Maar. Der umtriebige Gastwirt ist Garant für saisonale und regionale Produkte, die in der Küche des Jägerhofes verarbeitet werden. Man kommt ohne Geschmacksverstärker und Convenience aus. Ein besonderes Steckenpferd Schmidts sind seine Wurstseminare. Aus ganz Deutschland kommen die Teilnehmer um die Herstellung von Vogelsberger Spezialitäten kennen zu lernen.

Das Landgasthaus verfügt über 28 Hotelzimmer, das Restaurant mit regionaler Frischeküche, sowie der Gaststube mit Tresenbetrieb. Hier sitzen auch die Ortsansässigen und trinken ihr Bier. Nicht abheben, alle mitnehmen ist auch hier das Motto von Schmidt. Zwei Gesellschaftsräume, Wintergarten, Hubertusgrund sowie ein historischer Gewölbekeller runden das Platzangebot des Gasthauses ab.

Besonderen Wert legt Schmidt auf Rindfleisch von regionaler Herkunft und auf das Vogelsberger Lamm. Hier gibt es um Ostern eines jeden Jahres die Vogelsberger Lammwochen. Lammgerichte stehen aber auch fast ganzjährig auf der Speisekarte.

Rindfleisch genießt Schmidts besondere Aufmerksamkeit. Regionale Herkunft und Weidehaltung sind ihm wichtig.
So steht bei ihm u.a. ein Rumpsteak vom Vogelsberger Rind, acht Wochen am Knochen gereift, auf der Karte.

06 In der KühlkammerDas Fleisch in der Kühlkammer

 

02Zum Auftakt ein Secco „Rose“ als Aperitif aus dem Staatsweingut Eberbach. Dazu eine Sülze vom Schwein mit Wirsing. Die zwei hauchdünnen Scheiben sowie der Wirsing waren ein optimaler Einstieg in eine frische, regionale Küche.

03 Lamm CarpaccioDanach ein Carpaccio vom Lammrücken mit Kräuter-Pesto, Altenschlirfer Schafskäse und ofenfrisches Baguette. Das Pesto nur in kleiner Dosis serviert und überlagerte daher nicht den feinen Lammgeschmack. Der Käse stammt aus dem nahen Biohof der Gemeinschaft Altenschlirf.

05 LammrollbratenZu den Klassikern der Jägerstube gehört der gefüllte Lammrollbraten, diesmal mit Ratatouille und gebratenen Beutelches Scheiben. Dazu eine sehr gehaltvolle Lammsauce. Eine sehr große Portion die da auf dem Teller lag. Man hatte Mühe alles aufzuessen.

04 Gulasch-BeutelchesAuch die Vogelsberger Spezialität „Beutelches“ mit Gulasch konnte gefallen.

Zum Abschluss noch ein Dessertteller, den wir uns teilten. Besonders schmackhaft hier das selbstgemachte Kirschsorbet und das Jogurteis.

Hervorzuheben ist der ruhige und freundliche Service. Die Biere stammen aus der nahen Lauterbacher Brauerei und die kleine Weinkarte ist überwiegend orientiert in Richtung Pfalz und Franken.

Landgasthof Jägerhof Maar
Hauptstrasse 9 , 36341 Maar
Telefon: 06641/ 96560
Fax: 06641/62132
Email: info(at)jaegerhof-maar.de
http://www.jaegerhof-maar.de

Le Moissonnier – Köln

Le Moissonnier – Köln

Gastgeber: Vincent und Liliane Moissonnier
Küchenchef: Eric Menchon
50670, Köln, Krefelder Str. 25
Tel.: (0 221) 729479
http://www.lemoissonnier.de

Ich hatte für 12:00 Uhr reserviert und da ich noch etwas Zeit hatte, ging ich die Strecke vom Domplatz zum Restaurant in der Krefelder Straße zu Fuß. Es war nicht gerade die einladenste Strecke die Köln zu bieten hat. Auch das Restaurant macht von außen nicht den Eindruck, dass hier eines der innovativsten Restaurants Deutschlands beheimatet ist.

2014-02-19 Köln 01
Nach dem Eintreten in das Restaurant wurde ich von der Servicebrigade recht herzlich begrüßt, gefragt ob und um wie viel Uhr mein reserviert hätte. Man wurde anschließend zu seinen Tisch geleitet.
De Jugendstileinrichtung erinnerte mich an einen Besuch im Bistro Chez Georges im Herzen von Paris, welches wir Anfang der 1980 er Jahre besucht hatten. Also lebendig, klein, eng, lärmig, ungezwungen, französisch. Man hat ein Lebensgefühl wie in einem Bistro in Paris oder anderswo in Frankreich.

2014-02-19 Köln 02Das Brot und die Salzbutter standen bereits auf den Tisch als ich mich setzte. Als Aperitif wählte ich einen Pommeau aus. Neben den speisen a la Carte gibt es noch ein vier Gang Wochenmenü für 80 €, Dieses, allerdings mit kleinen Änderungen, wählte ich aus. Auch die vorgeschlagene Weinbegleitung wurde bestellt.
Statt dem vorgesehenen Thunfisch wählte ich bretonische Jakobsmuscheln gebraten auf provenzalischen Jus aus. Der zweite Gang war dann gegrillter Zander mit Miso und statt des Milchlammrücken wurde Milchkalbsbries karamellisiert ausgewählt. Als Dessert eine geeiste Orangen-Tarte.
Nach ca. 15 min kam der erste Gang. Ein Amuse Bouche, wie es eigentlich heute in vielen Restaurants und besonders in Sternehäusern üblich ist, wurde nicht serviert.

Dieser Gang, wie dann auch die nachfolgenden Gänge, wurde auf zwei Tellern serviert. Diese Art von Service hatte ich bereits im September 2012 im Restaurant „L’Assiette champenoise“ in Reims erlebt. Das Restaurant von Arnaud Lallement hat ja im Guide Michelin France 2014 den dritten Stern erhalten.

Auf der Speisekarte werden die einzelnen Zutaten des Ganges im Detail aufgeführt.

2014-02-19 Köln 04 Jakobsmuscheln

2014-02-19 Köln 04a JakobsmuschelnBretonische Jakobsmuscheln gebraten auf provenzalischen Jus, Wintergemüse und Rübchen Steinpilz-Saltimbocca auf Apfel-Emulsion, Lorbeer Creme, Blattspinat mit Herzmuscheln und Haselnussöl.

2014-02-19 Köln 05 Zander

2014-02-19 Köln 05a ZanderGegrillter Zander mit Miso, Taggiache Oliven und Curry Limette, Mousse von Coco Bohnen mit Makrelen Gelee, Aal Braeburn-Trevisano Würfel, Chips vom Vinschgauer Brot.

2014-02-19 Köln 06 Bries

2014-02-19 Köln 06a BriesMilchkalbsbries karamellisiert in Patschuli Essenz mit Shizo-Tempura, Soufflierter Quinoa und Mandarinen-Gelee mit Creme Fraiche. Garniture Mangold-Pfifferlingen und Bratkartoffeln mit Meerretich, Schinken-Jus und Liebstöckel-Öl.

2014-02-19 Köln 07 KäseEingeschoben wurde noch ein Käsegang. Der Rohmilchkäse wird geliefert von Bernhard Antony.

2014-02-19 Köln 08 DessertGeeiste Orangen-Tarte: Sandbiskuit mit gebrannten Mandeln und Orangen- Gewürz – Sorbet auf CurcumaSirup, Zitrus in Curry-Zitronen Marinade Schokoladen Lutscher.

Fazit: Ein eingespieltes Team mit Liliane und Vincent Moissonnier an der Spitze im Service und der Kreative Eric Menchon mit seiner Mannschaft in der Küche sind hochmotiviert bei der Sache. Alle Gänge auf höchsten Niveau, lediglich das Dessert viel doch gegenüber den anderen Gängen deutlich ab. Die servierten Weine eher mittelmäßig. Hohes Preisniveau. Allerdings sind die 2 Sterne bzw. die 18 Punkte gerechtfertigt.

PS: Der Besuch fand Ende Februar 2014 statt.