Kleines Meer – Waren/Müritz

Auf dem Weg von Krakow am See und Templin (Verwandtschaftsbesuch) ein kurzer Stopp in Waren/Müritz. An diesem sonnigen Samstag war die Stadt zugeparkt. Ein Parkplatz zu finden war sehr schwer. Den gefunden Parkplatz dann aber auch noch  teuer bezahlt. Nach einem Spaziergang im Bereich des Hafens dann eine kleine Pause auf der Terrasse des Hotel-Restaurant „Kleines Meer“

Aus der kleinen Mittagskarte wurden ausgesucht.

Müritzer Fischsüppchen mit Kräutern. Sehr sahnehaltig, gute Fischeinlage, bei den Kräutern habe ich nur Dill heraus geschmeckt.

Gebratene Garnelen auf Basilikumnudeln, gut gemacht, schmackhaft, große Portion

Mascarpone -Vanillemousse mit Orangen und Basilikumeis, auch hier große Portion, das Eis hatte wohl Basilikumgeschmack, schmeckte allerdings recht ungewöhnlich.

02 Kleines Meer - Fischsuppe
02 Kleines Meer - Fischsuppe
 
01 Kleines Meer - Gambas
01 Kleines Meer - Gambas
 
03 Kleines Meer - Dessert
03 Kleines Meer - Dessert
 
Kleines Meer - Terrasse
Kleines Meer - Terrasse
 
Bedingt durch den großen Sonnenschirm bekamen die Bilder alle einen leichten „Rotstich“
 
Besucht am Samstag 01.10.2011 (mittags)
 

Ich weiss ein Haus am See

Haus am See -01
Haus am See -01
Inhaber: Familie Laumen & König

18292 Krakow am See

Paradiesweg 3

Tel. 038 457 /232 73

mail: einhausamsee@t-online.de

http://www.hausamsee.de/

1994 wurde das Hotel-Restaurant eröffnet. Bereits 2 Jahre später erhielt das Restaurant den begehrten Stern und hat diesen bis heute gehalten. Von 1994 bis 2005 war Michael Laumen Küchenchef. Er übergab 2005 das Zepter weiter an Raik Zeigner. Sommelier ist Adi König.

Wir haben das Haus seit 1998 nun zum dritten Male (1998/2006/2011) besucht und es hat uns wieder gut gefallen.

Haus am See - Amuse Bouche
Haus am See - Amuse Bouche
Amuse Bouche – Cremesuppe vom Knollensellerie
 
1. Gang
01 Haus am See - Wachtel
01 Haus am See - Wachtel
Wachtel im Strudelteig mit kleinem Salat und Trüffelvinaigrette
dazu
2009er Riesling von der Schiefer 0.1 l Weingut Ansgar Clüssrath, Mosel-Saar-Ruwer
 
1. Gang alternativ
 
01a Haus am See -Leber
01a Haus am See -Leber
 
Praline von der Entenleber mit Apfel-Ingwerchutney und hausgemachten Balsamessig
dazu
2010er Gelber Muskateller 01 l vom Weingut Polz, Südsteiermark
 
2. Gang
 
02a Haus am See - Gambas
02a Haus am See - Gambas
 
Gegrillte Scampi und Jacobsmuschel auf warmen Chicoree-Rettichsalat
 
3. Gang
 
02 Haus am See - Zander
02 Haus am See - Zander
Kross gebratener Zander auf Belugalinsen mit geschmolzenen Tomaten und Sauce Saté
dazu
2009er Grauburgunder 0.1 l Weingut Dr. Heger, Baden
 
3. Gang alternativ
 
02b Haus am See - Steinbutt
02b Haus am See - Steinbutt
 
Steinbutt auf Süßkartoffel-Mangoraout- Venerereis und Thaicurryschaum
dazu
2010er Sauvignon von der Insel 0.1 l Schloss Rheinhartshausen, Rheingau
 
Sorbet
Sorbet
Cassissorbet
 
5. Gang
 
Haus am See - Lamm
Haus am See - Lamm
 
Müritzlamm mit feinen Böhnchen, Kichererbsengemüse und Thymianjus
dazu
2009er Carmenere Reserva 0.1 l Cono Sur, Chile
 
Haus am See - Käse
Haus am See - Käse
 
Kleine Käseauswahl mit Paprikaconfit
 
Haus am See - Himbeeren
Haus am See - Himbeeren
 
Dessert von der Gartenhimbeere
dazu
2007er Weißherbst Eiswein 5 cl, weingut Kendermann, Rheinhessen
 
danach
Kaffee
und ein Grappa von Levi
 
Haus am See - Levi
Haus am See - Levi
Besucht am 30.09.2011 (abends)
1994 wurde das Hotel-Restaurant eröffnet. Bereits 2 Jahre später erhielt das Restaurant den begehrten Stern und hat diesen bis heute gehalten. Von 1994 bis 2005 war Michael Laumen Küchenchef. Er übergab 2005 das Zepter weiter an Raik Zeigner. Sommelier ist Adi König.

Wir haben das Haus seit 1998 nun zum dritten Male (1998/2006/2011) besucht und es hat uns wieder gut gefallen.

Nach einer fast 5 stündigen Fahrt über Autobahn sowie Bundes- und Landstraßen erreichen wir das Hotel Restaurant „Ich weiß ein Haus am See“. Es liegt Idyllisch mitten im Wald und am Ufer des Krakower Sees.

Die recht einfachen Zimmer sind schnell bezogen und wir unternehmen zuerst eine Bootsfahrt (Ruderboot) auf dem See. Bei strahlendem Sonnenschein ein wahres Vergnügen.

Die Sonne spiegelt sich im Wasser des Sees, die beiden mächtigen Eichen lassen etwas Sonne durch und werfen Schatten auf das gemähte Gras. Vier Birken mitten auf der Grasfläche haben bereits eine leichte Herbstfärbung. Bei einem Aperitif (Prosecco mit Holunderblütensirup) lassen wir die Seele baumeln.

Wir hatten eins der sechs Seezimmer, die alle individuell eingerichtet sind und eine umrankte Loggia haben. Die Größe völlig ausreichend, eine Minibar ist nicht vorhanden, die allerdings auch nicht notwendig ist. Wasser (Güstrower Schlossquell) steht im Zimmer bereit und bis zur Theke bzw. Anmeldung ist es nicht weit. Allerdings ist der Preis des Zimmers von 85 € pro Person einschl. Frühstück für die Kategorie doch ein wenig happig.

Zum Essen.

Zur  Auswahl stehen zwei Menus auf der Karte, ein 4-Gang-Menu unter der Überschrift „Unser Menü mit den Klassikern des Hauses für 65 € und ein Feinschmeckermenü zwischen 4 (65 €) bzw. 7 (85 €) Gängen. Für die sehr  moderaten Preise muss man auf einiges verzichten was in anderen Häusern mit einem * mittlerweile zum Standard gehört.

Kein zweites Amuse Bouche, nur eine Sorte Brot sowie keine Petit Fours. Gerade diese haben zum Kaffee allerdings vermisst.  

Wir entschieden uns für das Feinschmeckermenü mit sieben Gängen, für mich mit kleinen Änderungen. (Erster und dritter Gang)

Amuse Bouche.

Eine Cremesuppe von der Knollensellerie in einer kleinen Löwenkopfterrine serviert, schlicht und einfach, sehr sahnig gut gewürzt.

Erster Gang.

Für mich aus dem Klassikmenü. Wachtel im Strudelteig mit kleinem Salat und Trüffelvinaigrette.

Dazu 2009er Riesling von der Schiefer 0.1 l Weingut Ansgar Clüssrath, Mosel-Saar-Ruwer

Die Wachtel zart rosa gegart und eingepackt in einer Farce. Dazu eine kräftige Vinaigrette mit leichtem Trüffelgeschmack.

Für Frau A. aus dem Feinschmeckermenü, Praline von der Entenleber mit Apfel-Ingwerchutney und hausgemachtem Balsamessig. Die drei Entenleberkugeln waren unterschiedlich gewürzt, und zwar mit Raz el Hanout, Masala und Colombo-Curry. Dabei war die Kugel mit Raz el Hanout sehr dominant. Die beiden anderen Gewürze waren sehr zurückhaltend eingesetzt.

Dazu 2010er Gelber Muskateller 01 l vom Weingut Polz, Südsteiermark

Zweiter Gang.

Aus dem Feinschmeckermenü:

Gegrillte Scampi und Jacobsmuscheln auf warmen Chicorre-Rettichsalat.

Scampi und Muschel auf den Punkt gebraten, von der leichten schärfe das Rettichs war allerdings nichts zu spüren.

Dritter Gang

Für mich – Kross gebratener Zander auf Belugalinsen mit geschmolzenen Tomaten und Sauce Saté.

Dazu 2009er Grauburgunder 0.1 l Weingut Dr. Heger, Baden

Der Zander mit schön krosser Haut, innen aber noch saftig. Die Tomaten sehr aromatisch und mit Kräutern gut gewürzt. Die süß-sauren Linsen sowie Sauce Saté (Curry/Kokos Sauce) rundeten den Gang harmonisch ab.

Für Frau A. Steinbutt auf Süßkartoffel-Mangoragout- Venerereis und Thaicurryschaum

Dazu 2010er Sauvignon von der Insel 0.1 l Schloss Rheinhartshausen, Rheingau

Der Steinbutt leicht gebräunt und saftig, die süße des Ragout, die dezente  Schärfe der Sauce bildeten auch einen gelungenen Gang. Dazu noch schwarzen Reis. Das Eis kaum wahrnehmbar.

Cassissorbet

Cremig mit schönem Fruchtgeschmack.

Müritzlamm mit feinen Böhnchen, Kichererbsengemüse und Thymianjus

Dazu 2009er Carmenere Reserva 0.1 l Cono Sur, Chile

Das Fleisch des Rückens rosa gebraten, dazu noch ein Stück vom Filet und eine kleine Lammbratwurst. Die Bohnen noch recht knackig. Die gut gewürzte Sauce rundete den Gang ab.

Kleine Käseauswahl mit Paprikaconfit

Dessert von der Gartenhimbeere

Dazu 2007er Weißherbst Eiswein 5 cl, Weingut Kendermann, Rheinhessen

Ein Gang der nicht voll überzeugte. Für ein * Sternehaus recht schwach.

Danach ein Espresso und ich gönnte mir ein Grappa von Levi.

Adi König, der unaufgeregt den Service leitete, ist auch als Sommelier tätig, unterstütz wird er im Service von seiner Frau Petra König. Völlig ausreichend an diesem Abend. Alle Tische im unteren Bereich des Restaurants mit Blick in den Garten waren besetzt. Die Restaurantgäste waren auch Hotelgäste und wie an den Autokennzeichen zu ersehen aus allen Himmelsrichtungen, auch aus der Schweiz, angereist.

Raik Zeigner, als Chefkoch hat sich an diesem Abend nicht im Restaurant gezeigt.

Die Küche im Haus am See arbeitet mit regionalen Produkten, bietet dabei eine  klassisch französische Küche. Dabei werden auch Gewürze aus dem Orient und Asien dezent eingesetzt.

Wir machen jedenfalls, wenn es wieder in Richtung Osten zu Verwandtschaftsbesuchen geht, einen Abstecher nach Krakow am See in das  „Haus am See“.  Eine  Adresse an der ein Gourmet nicht  einfach nicht vorbeifahren sollte.

 

Novalis Burghotel Hardenberg

Novalis
Novalis

Zum Restaurant Burghotel Nörten Hardenberg haben wir ein besonderes Verhältnis. 1978 war es unsere erste Anlaufstation in Sachen Feinschmeckerei. Völlig Ahnungslos in diesen Dingen, haben wir hier die ersten Schritte in Richtung Gourmet unternommen. Hausherr war damals Helmut Ammann. Gern erinnern wir uns noch an den italienischen Oberkellner. Quito ?? so ähnlich sein Name, half uns über die eine oder andere Schwierigkeit hinweg. (Hummer, Bestecke etc.) Schwierigkeiten, über die man heute nur noch schmunzeln kann. Nach dem  Ammann nach Hannover ging, waren wir nur noch ein oder zweimal in Hardenberg.

Bedingt durch einen beruflichen Termin stand jetzt endlich ein Besuch im Burghotel Hardenberg an.

Ein Fazit vorweg: Der nächste Besuch wird nicht lange auf sich warten.

Küchendirektorin ist heute Katja Burgwinkel. Weit weg von der Molekularküche legt Sie besonderen Wert auf regionale Produkte.  Ausnahmen bestätigen auch hier die Aussage.

Der Innenraum hat sich kaum verändert in den Jahren. Geprägt wird der Raum durch die Holzdecke, der Holzverkleidung sowie der Tapete an den Wänden. Die Fenster lassen den Blick frei auf Terrasse und Reitplatz.

Wir hatten reserviert und wurden von einer jungen Dame zum Tisch begleitet. Unseren alkoholfreien Aperitif, Holunderblütensirup und Orange mit alkoholfreien Sekt aufgegossen,  hatten wir bereits in der Hotelhalle eingenommen.

Aus dem Graf Hardenberg Menü und  a la Carte Gerichten stellten wir unser vier Gänge Menü zusammen.

Neben dem Graf Hardenberg Menü zu 65 € wird noch das 8 Gänge Menü Sophien zu 85 € sowie das 6 Gang Menü Novalis Diner angeboten. Dies kostet ebenfalls 85 €, mit korrespondierenden Weinen 120 €.

Als erstes Amuse Bouche wurde  auf einer Schiefertafel ein Gurkengratinée mit Jogurt-Dill Espuma sowie  Thunfisch im Sesammantel auf einem Löffel serviert.  Beides schmackhaft, leider hatte das Gratinée zu große und grobe Eiskristalle. Dazu auf Kartoffel basierende Brötchen  mit Lavendelhonigcreme, Paprikacreme und Butter.

Nach einer angenehmen Wartezeit das zweite Amuse Bouche.

Loup de mer auf Zitronenrisotto und Tomaten-Bohnencreme.

Von der Größe her fast schon ein zusätzlicher Gang. Der Fisch auf der Hautseite kross gebraten, innen aber noch saftig, das Risotto schön säuerlich aber etwas zu fest. Die Bohnen gut gewürzt mit einen leichten „Biss“.

Nach ca. 20 Minuten dann der erste Gang.

Hummer mit Jakobsmuschel – Mango und Papaya.

Auf einem länglichen Teller war von links nach rechts angeordnet. Hummerterrine, dann Hummer mit seiner Sauce sowie gebratene Jakobsmuschel. Mango und Papaya brachten eine gewisse Süße an das Gericht. Das Petersilienpüree, als Strich auf den Teller gestrichen, kam leider nicht zur Geltung. Es war Dekoration und kein Geschmacksträger.

Danach Creme von geschmorten Kopfsalatherzen und Tatar vom geräucherten Saibling.

Sehr sahnehaltig, gut gewürzt. Das Saiblingstatar mit sehr dezentem Rauchton.

Rehrücken im Sauerteig mit Himbeer-Essig-Sabayon Steinpilzen und grüner Spargel

Der Rehrücken, wahrscheinlich aus eigener Jagd,  war optimal gegart. Festes Fleisch, durch und durch zart rosa gebraten, zerging er aber fast auf der Zunge, schöner Wildgeschmack. Das Sabayon mit seinem leicht säuerlichen Geschmack passte ausgezeichnet zum Wild. Laut Karte sollten Pfifferlinge dazu serviert werden, da aber Steinpilze im Vorgespräch angeboten wurden, haben wir uns für diese entschieden.

Zum Abschluss dann Hardenberg Kirschtörtchen mit Kaffee Eis. Der schwächste Punkt im Menü.

Dazu je ein Glas Weissburgunder bzw. Spätburgunder aus Baden.

01 Novalis - Amuse Bouche
01 Novalis – Amuse Bouche

Amuse Bouche

02 Novalis-Meerwolf
02 Novalis-Meerwolf

Amuse Bouche

03 Novalis-Jacobsmuschel
03 Novalis-Jacobsmuschel
 Hummer mit Jakobsmuschel – Mango und Papaya
 
04 Novalis-Suppe
04 Novalis-Suppe

Creme von geschmorten Kopfsalatherzen und Tatar vom geräucherten Saibling

 

05 Novalis - Reh
05 Novalis – Reh

Rehrücken im Sauerteig mit Himbeer-Essig-Sabayon Steinpilzen und grüner Spargel.

06 Novalis - Dessert
06 Novalis - Dessert

Hardenberg Kirschtörtchen mit Kaffee Eis

 Speisekarte siehe hier.
 

St. Georg-Dieterode 2011-09

Nach dem Kurztrip in Erfurt dann  Abendessen im St. Georg zu Dieterode. Die Übernachtung erfolgte wie auch im vergangenen Jahr in der Auberge Eichsfeld. Beschreibung siehe hier. Auch im St. Georg hat sich seit dem vergangenen Jahr nichts verändert.

Garten 01
Garten 01
 
Überdachter Balkon
Überdachter Balkon
 
Flammkuchen
Flammkuchen
 

Flammkuchen

Als Auftakt ein Tarte flambée. Reichlich belegt mit Pfifferlingen, Gemüsezwiebeln und Munsterkäse. Der Teig im Holzofen kross gebacken. Ein gelungener Auftakt.

Fischsuppe
Fischsuppe
 

Fischsuppe

Auch die Fischsuppe konnte überzeugen. Eine herzhaft gewürzte Fischbrühe, reichlich Einlage von Fisch und Gemüse.

 

Linsen
Linsen

Linsen.  Als Zwischengang. Linsen mit Pulpo und einem kleinen Salat.

Saibling
Saibling

Saibling. Der Fisch saftig gegart, die Kartoffeln leider sehr, sehr al dente.

Taube
Taube

Taube. Die Taube auf den Punkt gebraten, dazu Pfifferlinge, Erbsen und Lorbeerkartoffeln.

 

Lammhaxe
Lammhaxe

Lammhaxe.  Fast schon zu viel. Saftige Haxe mit geschmorten Fenchel und einer leichten Sauce.

Aprikosentarte
Aprikosentarte

Aprikose. Als Abschluss Aprikosentarte und Aprikosensorbet. Das Sorbet ein wenig hart, die Tarte schmeckte nach mehr.

Zu den Weinen. Sommelier Markus hatte wieder eine gute Auswahl getroffen. Vom Riesling aus dem Elsass für die Tarte flambée, Silvaner vom Weingut Pawis (Saale/Unstrut) und Rotwein aus Baden für Taube und Haxe.

 

 

Pesel – Sylt

Pesel – Sylt

Wer als Syltbesucher und Gourmet Schwellenängste vor dem Gourmetrestaurant Jörg Müller hat, dem kann ich nur Empfehlen im Pesel den ersten Versuch bei Jörg Müller zu machen. Er wird es bestimmt nicht bereuen.

Leider war ich nur zu einer kurzen Stippvisite nach Sylt gekommen. Der es regnete hatte ich „Radfrei“. Bei Sonnenschein hätte ich der Insel mit dem Rennrad einen Besuch abgestattet, aber ohne Mittagessen.

Sehr freundlichen Empfang durch die Damen im Restaurant. Begleitung zum Tisch und die Frage nach einem Aperitif wurde mit “bitte den Hausaperitif“ beantwortet.  Brot und kleine Brötchen kamen schnell an den Tisch, dazu Salzbutter. Als Amuse Bouche ein Artischockenmousse.

Aus dem Pesel-Menü wählte ich dann folgende Gänge:

Sashimi von Bonito mit Algensalat

Lachs-Zanderklößchen mit Nordseekrabben in Hummersauce

Deichlamm auf zwei Arten

Limonen – Panna Cotta

Dazu ein Weißburgunder von Hunn und ein Spätburgunder.

Der Abschluss dann mit einem Espresso  sowie einen Mirabellenbrand. Beratung und Service durch die  Damen überzeugten. Man merkte, dass es den Damen Spaß machte zu beraten und zu bedienen.

Für Sylter Verhältnisse  ein günstiges Mittagsessen.

Sashimi von Bonito
Sashimi von Bonito
Sashimi von Bonito mit Algensalat
 
Lachs-Zanderklößchen
Lachs-Zanderklößchen

Lachs-Zanderklößchen mit Nordseekrabben in Hummersauce

 

Deichlamm auf zwei Arten
Deichlamm auf zwei Arten

Deichlamm auf zwei Arten mit mediterranem Gemüse und Rosmarinkartoffeln

Limonen - Panna Cotta
Limonen - Panna Cotta
Limonen – Panna Cotta auf glasierten Blaubeeren
 
Westerland bei Sturm
Westerland bei Sturm
Westerland bei Regen und Sturm am 11.08.2011
 
Besucht am 11.08.2011 (mittags)

Cap Polonia – Rolin Pinneberg

Cap Polonia – Rolin Pinneberg

Bei unserer Radtour in Richtung Norden wurde am dritten Tag im Hotel Cap Polonia in Pinneberg übernachtet und auch das Abendessen eingenommen. Mit der großen Gruppe (30 Personen) wurde in einem separaten Raum  gespeist. Die runden Tische, mit weißen Tischdecken eingedeckt, waren sehr schön dekoriert ohne überfrachtet zu wirken. Bereits vorher hatten wir uns auf ein Menü verständigt.

Die Bedienung, bestehend aus jungen Damen und Herren, nahmen die Getränke, überwiegend nicht alkoholisch,  auf und diese wurden dann auch recht flott serviert, auch die Temperaturen der Getränke stimmten.

Nach einem Amuse Bouche wurde der erste Gang serviert.

 

Erbsencremsuppe mit Kräutern
Erbsencremsuppe mit Kräutern

Eine Erbsencremesuppe mit Kräutern.  Sehr schön abgeschmeckt, mit kleinen Fleischbällchen, die Kräuter nicht dominierend.

 

Poularde mit Kohlrabi
Poularde mit Kohlrabi

 Nach einer wohltuenden Pause dann der Hauptgang.

Poulardenbrust mit Kohlrabi und Kartoffelpüree. Die Brust auf der Haut kross gebraten und schön saftig. Häufig wird ja gerade Poulardenbrust recht trocken serviert, hier allerdings nicht. Die Kohlrabiwürfel, in Sahne gegart, al dente serviert mit einer leichten braunen Sahnesauce. Das Püree schön schlotzig und leicht.

 Ich bestellte mir noch ein  Limonen- Joghurtmousse.

Zitronenschaum
Zitronenschaum

Im Glas serviert mit Kompott von Blaubeeren und Vanille. Ein sehr leichtes Dessert zum Abschluss. Mit 8 € war lediglich der Preis ziemlich happig.

Insgesamt ein stimmiges Abendessen im Cap Polonia.

 Besucht am 08.08.2011 (abends)

Grossfeld Gastraum der Sinne

Grossfeld Gastraum der Sinne

Innenhof
Innenhof

Wer in einem Dorf mit 2500 Einwohnern ein Restaurant mit gehobener Küche eröffnet und betreibt muss entweder ein wenig verrückt  oder von seinem Können überzeugt sein. Auch wenn die Großstadt Frankfurt/Main im Rücken ist, wird  immer ein wirtschaftliches Restrisiko bleiben. Grossfeld, der bei Schubeck gelernt und hier sowie u.a. im Tantris  gearbeitet hat, bietet eine Küche mit Zutaten aus der Region an. Diese werden zu außergewöhnlichen Kreationen und auf  höchstem Niveau zubereitet und serviert.

Neben der Speisekarte wird das Tagesmenü auf einer großen Schiefertafel angeboten.

Durch den Rosengarten betritt durch die weit geöffneten Fenstertüren den Gastraum. Der hohe Raum des Fachwerkgebäudes wird durch sichtbare Holzbalken und weißen Gefachen abgeschlossen. An den Wänden ist rot die dominierende Farbe.  Die schwarze Schiefertafel wirkt auf der Wand wie ein Gemälde.

An den weiß eingedeckten Tischen ist Platz für ca. 30 bis 35 Personen. Der Gesamteindruck des Gastraumes macht Spaß auf das Kommende.

Bei noch angenehmen Wetter, da sollte sich im Laufe des Abends ändern, nehme ich Platz im Rosengarten. Da ich mit dem Auto unterwegs bin und noch einige Kilometer fahren muss, verzichte ich auf Alkohol. Als Aperitif wird mir ein sehr fruchtiger und wohlschmeckender Cocktail serviert, zum Essen trinke ich „stilles Wasser“.

Im Service arbeiten an diesem Abend ein junger Sommelier und Frau Stifanka Kurbasa, die Lebensgefährtin von Grossfeld. Beiden macht die Arbeit anscheinend sehr viel Spaß und beraten sehr kompetent.

Verschiedene Sorten Brot und Salzbutter stehen schnell auf dem Tisch. Nach dem Studium der Speisekarte entscheide ich mich für ein Viergang-Menü.

 

Vogelsberger Steinpilze  mit Lauch-Nudelblatt-Wachtelei

Maishähnchen-Tomate-Kapern-Reisnudeln

Creme Brulee vom Ziegenkäse mit Zwetschge

Pfirsich und Himbeere

 

Amuse Bouche
Amuse Bouche

Amuse Bouche

Als Gruß aus der Küche drei Kleinigkeiten. Gurkensorbet mit Wasabi. Ein cremiges Sorbet, Wasabi bringt eine leichte Schärfe ins Spiel. Sahne Jogurtmousse mit einer Gurkengelantine. Die Mousse sehr leicht und die Gelantine nicht gummiartig. Ein völlig anderer Geschmack dann beim  Zitrussalat mit Flusskrebs. Beim Zirtussalat erahnte man an den Gewürzen bereits das kommende Weihnachtsfest.

Alle Texturen und Geschmacksrichtungen waren beim Gruß aus der Küche vorhanden. Ein gelungener Auftakt.

 

Lasagne von Steinpilzen
Lasagne von Steinpilzen

Vogelsberger Steinpilze  mit Lauch-Nudelblatt-Wachtelei

Die ersten Steinpilze des jahres aus dem nahen Vogelsberg. Kurz gebraten und zusammen mit sehr dünnen Nudelblättern als Lasagne aufgebaut. Der frische Lauch brachte eine Gewisse schärfe und Biss an das Gericht. Umgossen wurde das ganze am Tisch mit einer sehr schmackhaften Steinpilz-Sahne Suppe. Ein Wachtel-Spiegelei krönte das Ganze.

 

Maishähnchen
Maishähnchen

Maishähnchen-Tomate-Kapern-Reisnudeln

Das Fleisch einem Bressehuhn fast ebenbürtig. Das saftige Brustfleisch in dünne Scheiben geschnitten, das Keulenfleisch in Strudelteig eingepackt, dazu die in Streifen geschnittene  krosse Haut. Die reisnudeln mit den Tomaten als Risotto gegart passte mit seiner leichten Säure perfekt zum zarten Fleisch. Säure brachten auch die Kapern an das Gericht. Ein leichter und wohlschmeckender Gang,

 

Ziegenkäse
Ziegenkäse

Crème brûlée  vom Ziegenkäse mit Zwetschge

Man macht ja mittlerweile fast aus jedem Produkt eine Crème brûlée. Hier passten der leichte Käse und die knackige Süße hervorragend zusammen. Eine gewisse Säure brachte der Zwetschgenkompott.

 

Dessert
Dessert

Pfirsich und Himbeere

Knackig süßer Pfirsich, die Himbeeren mit Vanillecreme gefüllt. Ist bestimmt eine „böse“ Arbeit. Dazu Eis von weißer Schokolade auf Pistazien und ein Tortenstück von der weißen Schokolade. Leider waren die Tupfer von der Pralinencreme viel zu wenig. Das wenige aber sehr lecker.

Zum Abschluss zum Espresso und den köstlichen Pralinen, hergestellt von Stifanka Kurbasa, dann doch noch ein kleiner Schluck Alkohol. Einer „Wilden Marille“ konnte ich nicht wiederstehen.

Ein gelungener Abend. 

Gastraum der Sinne
Gastraum der Sinne

Fischerhütte – Edersee

Ich war schon ein klein wenig enttäuscht bei meinem Mittagsbesuch in der Fischerhütte in Rehbach am Edersee. Zu den zwei ersten Enttäuschungen kann allerdings der Wirt nichts.

Erstens:   Kaum Wasser im Edersee

Zweitens: Regen am Mittag

 

See ohne Wasser
See ohne Wasser

Beim Blick auf die Speisekarte allerdings die dritte Enttäuschung. Wer erwartet, dass hier  Fischgerichte überwiegen, hat das verkehrte Lokal ausgesucht. Lediglich vier Fischgerichte stehen auf der Karte und davon nur ein Fisch aus der Region.  Warum Red Snepper, Matjes und Makrele? Diese  kommen bestimmt nicht aus der Region. Warum muss man eine provenzalische Fischsuppe anbieten? Eine Fischsuppe mit heimischen Fischen wie z.B. Zander, Barsch, Forelle oder Saibling bietet sich hier doch an.

Lediglich Zander als heimischer Fisch stand auf der Karte und diesen bestellte ich dann auch.

 

Zander
Zander

Zanderfilet mit Kräuterbutter, Kartoffeln und Salat.

Das Filet auf der Haut gebraten und war noch recht saftig. Allerdings war das Filet schlecht präpariert. Insgesamt 8 relativ große Gräten holte ich aus dem Fisch heraus. Nach  meinen Hinweis bei der Bedienung keine Reaktion aus der Küche.

Satt der Salzkartoffeln hatte ich Bratkartoffeln bestellt. Diese waren schön kross gebraten.

Viel zu viel Salat auf dem Teller und war außerdem mit zu viel Sauce ertränkt worden. Es würde sich anbieten, den Gast zu fragen welche Zubereitungsart er  wünscht (Öl, Essig) und den Salat auf einen separaten Teller zu servieren.

Als Dessert bestellte ich „Milchreis mit Waldbeer Grütze“. Erfrischend und entschädigte ein wenig für den Fischgang.

Milchreis
Milchreis

Restaurant Fischerhütte

Nico Schley

Strandweg 9

34549 Edertal – Rehbach

Besucht am 03.08.2011 (mittags)

 

Ehlener Poststuben – Habichtswald

Gasthof Ehlener Poststuben
Telefon: 05606-599 58 0
Telefax: 05606-599 58 58
E-Mail: info@ehlener-poststuben.de
Adresse: Kasseler Straße 11, 34317 Habichtswald Ehlen

http://www.ehlener-poststuben.de

Öffnungszeiten:
Montag und Dienstag Ruhetag,
Mittwoch bis Sonntag von 11.30 – 14.30 Uhr und von 17.30 – 24.00 Uhr

Poststube
Poststube

Es sind ca. 15 km von der Kasseler Innenstadt bis in das beschauliche Habichtswald Ehlen. Hier steht an der Kasseler Straße der Gasthof „Ehlener Poststuben“. Miroslav Graša, der aus Kroatien stammt und im Schwarzwald seine Ausbildung absolviert hat, ist seit 1994 Inhaber und Chefkoch dieses Gasthofes. Das große Fachwerkhaus, ausgestattet mit Antiquitäten, hat er in dieser Zeit zu einer guten Adresse für Genießer gemacht. Dabei setzt er auf frische Produkte, die möglichst  aus der Region kommen.

Die Speisekarte spiegelt diese Philosophie auch wieder. Bei meinen Besuch sah die Karte wie folgt aus:

Ein Menü für 38,50 €, je zwei Gerichte vom Schwein, Lamm, Rind, Geflügel sowie Fisch und Dessert. Alle Gerichte werden auch als „kleine Portionen“ angeboten. Die Preise bewegen sich zwischen 22.80 € für Zander(große Portion) und 7,80 € für Dessert.

In den vier verschiedenen Speiseräumen sitzt man recht gemütlich. Im Raum 1 mit kleiner Theke können ca. 16-20 Personen sitzen. An diesem Abend war das Haus gut besucht. An den Autokennzeichen war zu erkennen, dass der Gasthof auch überregional bekannt ist.

Da ich mit dem Auto unterwegs war, habe ich an diesem Abend auf Wein etc. verzichtet. Die Flasche Mineralwasser, 0,7 l, kostete 4,30 €.

Aus der Karte und dem Menü habe ich mir ein Drei-Gang-Menü zusammengestellt.

Vorspeise: (Kleine Portion 12.80 €)

Lammbratwurst mit kleinen Salat und Steinpilzen.

Die Wurst sehr schmackhaft, aber etwas zu trocken. Der Salat, mit einer leichten Vinaigrette angemacht, war gut sortiert. Die ersten Steinpilze in der Saison waren auf meinen Wünsch in das Gericht mit aufgenommen worden.

 

Lammbratwurst mit Steinpilzen
Lammbratwurst mit Steinpilzen
 
Hauptgericht (Kleine Portion 17.80 €)

Zander in der Silberhaut mit geschmortem Gemüse.

Die „Silberhaut“ stellte sich als Alufolie heraus. In dieser war der Fisch gegart worden. Bei dieser Garmethode bleibt der Fisch saftig. Beim Öffnen der Folie entströmte ein wunderbarer Geruch von Kräutern, Wein und Tomate. Das geschmorte Gemüse schmackhaft, aber ein wenig zu kalt.

 

Zander
Zander
 
Dessert (4,50 €)

Aprikosen-Marsala-Sorbet

Im Original gehören noch Früchte der Saison dazu. Cremiges und nach reifen Aprikosen schmeckendes Sorbet. Vom Marsala Geschmack war leider kaum etwas zu spüren.

 

Sorbet
Sorbet
 
Fazit: Ein leichtes und wohlschmeckendes Essen. Ein Wiederbesuch ist bestimmt geplant. Ach ja, zum Schluss doch noch etwas negatives. Zum Auftakt gab es etwas Baguette mit Frischkäse. Das Baguette war leider einseitig angetrocknet. Waren es die aufgeschnittenen Reste vom Mittagstisch? Ich hatte jedenfalls den Eindruck.

Besucht Samstag  30.07.2011 (abends)

Santé im Steinernen Schweinchen Kassel

Die nordhessische Metropole ist nach wie vor eine kulinarische Diaspora. Blickt man in die Gastroführer, ist von Kassel wenig zu lesen. In den Restaurant Ranglisten 2011 taucht lediglich das Santé im Steinernen Schweinchen,  das Restaurant Park Schönfeld und die Osteria in der Jordanstr. auf.

Bei einem Besuch im Steinernen Schweinchen sollte man allerdings genau hinsehen wo man Speisen will. Drei sehr unterschiedliche Richtungen von Restaurants werden angeboten.

Da ist erstens die Gaststube des Steinernen Schweinchens. Im urgemütlichen ehemaligen Gesindehaus bietet die Küche neben leckeren Grillgerichten, die direkt am offenen Kamin zubereitet werden, auch allerlei nordhessische Spezialitäten an.

Da ist zweitens das Santé. Es ist das Hauptrestaurant des Steinernen Schweinchens und hat im Michelin 2011 den begehrten Bib erhalten. Bib Gourmand, ein Prädikat für sorgfältig zubereitete Mahlzeiten zu einem besonders guten Preis-Leistungs-Verhältnis. In Deutschland sind es insgesamt 386 Häuser, die diese Auszeichnung 2011 erhalten haben.

Da ist drittens das Gourmet Restaurant im Steinernen Schweinchen. Es ist das kulinarische Aushängeschild des Hauses. Hier bietet Chefkoch Jürgen Richter eine leichte und innovative Küche an. Geöffnet ist das Gourmet Restaurant allerdings nur abends und zwar von Mittwoch bis Samstag.

Unser Besuch diesmal galt dem Santé.  Jeden Freitag wird ein Tête-à-Tête Menü angeboten, Drei Gänge, dazu eine Flasche Wein werden für  55,00 € angeboten und dies für zwei Personen.

Wir waren zu viert und hatten, wie es sich auch eigentlich gehört, vorbestellt. Wir wurden sehr freundlich begrüßt und an den Tisch geleitet. Der Tisch war sehr festlich gedeckt und zwei Speisekarten lagen bereits auf dem Tisch.

Brot etc.
Brot etc.

Als Aperitif wurde uns u.a. auch das Kultgetränk „Hugo“ empfohlen. In einen echten Hugo gehören Prosecco, Holundersirup, Mineralwasser, Limetten und Minze sowie Eiswürfel. Ein sehr erfrischender  und wohlschmeckender Auftakt.  Anzumerken ist, dass der Aperitif wie auch später der Espresso, nicht zum Pauschalpreis gehört. Gegen den ersten Hunger standen sehr schnell dreierlei Brot sowie Butter, Schnittlauchquark und geschmorte Perlzwiebeln auf den Tisch. Ein Amuse Bouche wird nicht serviert und ist bei dem Preis auch nicht zu erwarten.

1. Gang 01
1. Gang 01
 

Nach einer angenehmen Wartezeit kam der erste Gang auf den Tisch.

Auf einer Schiefertafel wurde „Glasnudelsalat Asiatischer Art mit gedämpften Kabeljau und Orangen-Mango-Chutney im Sojafond“ serviert. Dazu eine Currycremesauce und Salatspitzen.

Ein ausgewogener Gang mit seinen asiatischen Gewürzen und einem perfekt gegarten Kabeljau. Der Fisch lauwarm serviert. Dies sollte man dann auch auf der Karte ausweisen. Leider steckte in meinen Stück noch eine Gräte und bei einem Salat war ein Blatt nicht mehr ganz frisch. Es schmeckte „muffig“.

Dazu gab es einen Weißwein. 2009 Johanniger, ein Gutscuvée aus dem gleichnamigen Weingut zu Biebelsheim. Ein Wein für alle Tage, leicht und  angenehm trocken. Nach Aussage des Services der Hauswein des Restaurants.

 

2. Gang
2. Gang

 Der zweite Gang wurde nach angenehmen  25 Min. serviert.

Rücken vom Salzgraslamm in Mozzarella- Oliven-Pinienkruste auf gebratenen Zucchini und Polenta-Thymiansauce.“

Ein wohl durchdachter Gang mit den Gewürzen und dem Geschmack des Südens. Lediglich der kurz gegarte Frühlingslauch passte geschmacklich nicht ganz zum Gericht. Den Rücken hätte ich gern etwas mehr „Medium gegart“ gewünscht. Die anderen am Tisch fanden ihn allerdings in Ordnung.

Dazu „Ursprung“, ein Rotwein von M. Schneider / Pfalz, mit kleinen Aufpreis zum Menü. Den ursprünglich in der Karte ausgewiesenen Rotwein von Johanninger fanden wir als zu leicht zum Lamm.

 

Dessert 01
Dessert 01
Als Dessert schließlich „Gebackene Feige auf Physalis-Kompott und Honig Milcheis in Cassismark“

Ein gelungener Abschluss, lediglich die Feigen fand ich etwas fad. Wer einmal eine gut gereifte Feige direkt vom Baum gegessen hat, wird die nachgereiften immer als „etwas fad“ empfinden. Also weniger ein Problem des Hauses.

Danach noch Espresso und einen „kleinen Absacker“.

Fazit: Ein gelungener Abend mit kleinen Mängeln, die den Gesamteindruck aber kaum schmälern. Zum Schluss standen dann 89 € pro Paar satt 55 € auf der Rechnung. Dies ist allerdings selbst verschuldet. Das  Santé war an diesem Abend gut besucht, allerdings sollte es bei diesem Preis Freitagsabend  im Santé Platzmangel geben.

Also reservieren und selbst ausprobieren.