Las Sirenas-Mallorca

Am östlichen Rande von S’Arenal  liegt abseits des Massentourismus direkt am Yachtclub dieses traditionelle Fischlokal. Am Wochenende scheint es ohne Reservierung kaum möglich, hier einen der begehrten Plätze zu bekommen. Deutsche oder englische Gäste sind in der Minderheit. Wir hatten das Glück und konnten noch zwei letzten freie Plätze auf der Terrasse reservieren. Die sehr aufmerksamen Kellner überreichten uns schnell die Speisekarte und fragten auch nach einem Aperitif. Wir entschieden uns allerdings direkt für eine Flasche Weißwein von der Insel. Aus der umfangreichen Speisekarte wählten wir zwei Vorspeisen sowie zwei Hauptgänge aus. Die Fische und die Meeresfrüchte kann man einen einer Eistheke auswählen. Wir hatten ein angenehmes Mittagessen zu einem fairen Preis. (Besuch Anfang Juni 2016)

01 Las Sirenas

03 Pimientos

 

04 gem. Fischplatte

 

05 gem. Meeresfrüchteplatte

 

06 Flan

 

07 Weisswein

 

09 Ausblick

Tirso – Palma de Mallorca

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Kurztripp auf die Insel Mallorca. Dabei stand allerdings die Kulinarik nicht im Vordergrund. Trotzdem zwei interessante Adressen:

Tirso, Plaça del Mercat und C/Unió

Las Sirenas, Sporthafen Arenal

Gut 300 Meter vom Place Mayor liegt an der Straßenecke Plaça del Mercat und C/Unió diese seit gut zwei Jahren eröffnete  Tapas Bar. Man kann draußen auf dem Bürgersteig an Terrassentischen essen oder im Erdgeschoss die lebhafte Atmosphäre spüren und die Köche in Aktion in der offenen Küche beobachten. Das Obergeschoss ist in grauen Farbtönen gehalten und hat ein schickes Dekor – freiliegende Rohre, Wandfliesen, Tafeln, etc.

Wir haben auf der kleinen Terrasse Platz genommen. Sehr ruhig sitz man hier allerdings nicht. Auf der einen Seite die vielbefahrene Straße und auf der anderen der Bürgersteig.

Neben den interessanten Tapas und Pinxos bietet das Tirso auch ein wöchentliches Drei-Gang-Menü an (hier kann man zwischen 2 Gerichten pro Gang wählen), das zu einem sehr fairen Preis von  14.90 € serviert wird und Wasser oder ein Glas Wein enthält. Alle Gerichte kann man auch als Degustationsmenü für 21.90 € bestellen.

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Vorzüglich der erste Gang, knusprige Ravioli gefüllt mit Seeteufel, dazu einen kleinen Salat mit Soja Emulsion abgeschmeckt.

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Die Hauptspeise dann eine Art „Kohlroulade. Diese war gefüllt mit Kalbfleisch und Paprika. Diese „Piquille“ Paprika schmeckte vollmundig und hatte ein fruchtiges Aroma ohne jegliche Schärfe. Verführerisch süß und unwiderstehlich lecker. Eine Mandarinensauce brachte etwas süße an das Gericht

 03 Sorbet

Zum Abschluss ein zart schmelzendes Erdbeersorbet.

Fazit: Eine interessante Empfehlung aus dem FEINSCHMECKER 4/2016. Für den Preis ein ordentliches Mittagessen. Der Service war aufmerksam und freundlich und die zusätzlich bestellte Flasche Wein (ein Sauvignon blanc von der Insel)  hatte einen fairen Preis (23 €).

Aqua – Wolfsburg

Das Haar in der Suppe habe ich diesmal nicht gefunden. Es passte an diesem Abend alles perfekt zusammen. Wir betreten gegen 18:45 Uhr das in sehr dezenten Grautönen gehaltene Restaurant und bekommen einen Tisch an der großen Fensterfront.

 Wir  werden von Maitre Jimmy Ledemazel recht herzlich begrüßt, die Auswahl zum Aperitif überlässt er allerdings einer jungen Servicekraft. Dieser erläutert sehr gekonnt die vorhandene Auswahl und wir entscheiden uns 1. klassisch für ein Glas Champagner bzw. 2. für einen Wermut von Dorst & Consorten.

Schnell steht auch etwas Brot und Butter auf dem Tisch. Bei der Butter wird besonders erwähnt, dass diese aus der näheren Region, vom Bauernhof Banse, stammt.

Zwei Menüs stehen zur Auswahl. Wir entscheiden uns nach dem Motto: Wenn schon, dann genießen wir richtig, für das Menü Impressionen mit neun Gängen. Lediglich beim Hauptgang wähle ich aus dem Menü Visionen die Taubenbrust aus.

Bei den Weinen verzichte ich diesmal auf die große Weinreise. In Abstimmung mit Sommelier Marcel Runge werden fünf Weine aus der Weinreise ausgesucht.

Bereits bei den „Einstimmungen“ werden kulinarische Maßstäbe gesetzt. Besonders der Mini Burger „Hessisch“ eine Reminiszenz an die hessische Heimat von Sven Elverfeld stach dabei noch einmal heraus.

Fazit: Nach gut für viereinhalb Stunden stehen wir begeistert auf. Service, die Abfolge der Speisen, die Weine haben Maßstäbe gesetzt. Die Menüfolge ist wohl durchdacht und Steigerungen bis hin zum Dessert werden gezielt gesetzt. Besonders gefallen hat uns der warm marinierte Saibling mit Fetter Henne sowie das geschmorte Schweinekinn mit Kaiser Granat. Im letzten halben Jahr haben wir 3 Restaurants mit jeweils drei Sternen besucht. Im September „The Table“ Hamburg, im Oktober Bras in Frankreich und eben jetzt Sven Elverfeld. Jeder dieser Besuche hatte seinen eigenen Charakter, alle Restaurants waren wie im Michelin beschrieben eine Reise wert. Sollte ich eine Bewertung vornehmen müssen, so würde ich das Aqua mit leichtem Vorsprung auf Platz eins setzen.

01 Aqua Restaurant

18.45 Uhr Blick in das Restaurant, um 20.00 Uhr sind 2 Tische nicht belegt.

03

Aperitif  Auswahl

04 Amuse Bouche 1

Einstimmungen

Karamellisierte Kalamata Olive , Grüner Apfel, Gänseleber, Crispy Hühnerhaut & Zuckerschoten

04 Amuse Bouche 2

Marinierter Hamachi, Mojito & Gemüsecreme „Mechouia“
Pastrami-Sandwich „hessisch“ – Handkäse, Krautsalat, Gurke & Gewürzsenf

04 Amuse Bouche 3

Gillardeau Auster, Artischoke & Algenöl

Menü

05 Makrele

Bretonische Makrele – mariniert & gebraten, Gepickelter Rettich, würziger Schinkenschaum, Savora Senf & Kräutercreme

06 Jacobsmuschel

Jakobsmuschel – in Nussbutter gebraten , Junger Lauch, Guacamole, Kiwi & Imperial Kaviar

07 Saibling

Tainacher Saibling , Pinienkern-Velouté, Broccoli, Fette Henne & gepickelte Tomate

08 Aal

Geräucherter Aal „Grün“ & Kalbskopf, Gurke, Meerrettich, Lauch, Jalapeños, Wacholderbeeren, Pistazien & Limette

09a Schweinekinn

Geschmortes Schweinekinn & warm marinierter Kaisergranat, Fermentierte Karotten, Krustentiermayonnaise, Koriander & Ingwer

10 Sorbet

Champagner Cremesorbet „Edition Ruinart Rosé“

11 Taube

Taubenbrust „Jean Claude Miéral“ , Aubergine, Avocado, Soya, Pak Choi, gerösteter Knoblauch & Bergamotte

12 Käsewagen

Rohmilchkäse vom Wagen
13 Meine Käseauswahl

Meine Auswahl

14 Rhabarber

Rhabarber, Mohn & Sauerampfer

15 Süsses Finale 1

15 Süsses Finale 2

Süßes Finale

Hagebutte, Staudensellerie, Quinoa & Orange
Cheesecake, Apfel & Fichtensprossensorbet
Macaron – grüner Szechuan-Pfeffer & Cassis

15 Süsses Finale 3

Pralinen

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02 Blick aus dem Restaurant

Blick aus dem Restaurant

Roland Trettl und die Fliegenden Köche.

Roland Trettl bei den Fliegenden Köchen in Kassel.

Im Februar eines jeden Jahres landen Chefkapitän Christoph Brand und seine „Fliegende Mannschaft“ in Kassel und werden sesshaft. In der großen „Workshop Küche“ fällt dann Deutschlands Kochprominenz ein und das Hauptquartier wird dann Restaurant.

An diesem Abend war der Südtiroler Roland Trettl Gastkoch. Trettl ist nicht nur bekannt als ehemaliger  Exécutive Chef im Restaurant Ikarus im Hangar 7 am Flughafen Salzburg, sondern war auch fast 20 Jahre rechte und linke Hand von Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann. Wer es bei diesem begnadeten Koch so lange aushält, muss selbst gut, ja sehr gut kochen können. Dieses Können stellte er an diesem Abend auch unter Beweis. Unterstütz von Christoph Brand und seinen „Fliegende Köchen“ wurde ein 5 Gang Menü plus Amuse Bouche serviert.

Interessant seine Küchenphilosophie. Kein Brot vorweg, keine Amuse Bouche Orgie und das Hauptgericht als ersten Gang. Kennen gelernt hat er dies bei Susur Lee in Toronto. In seinem Buch „Serviert“ schreibt er auf Seite 183:

Ich zitiere.

Susur hat sich gedacht: Ich gebe meinen Gästen den größten Gang, wenn sie den größten Hunger haben und wenn der erste Hunger besiegt ist, machen wir den Genuss in allen Finessen weiter- und beenden das Menü vor dem Dessert mit einem leichten Salat.

Ende des Zitates.

Probleme dürfte es bei dieser Herangehensweise bei der Weinauswahl geben, wenn rotes Fleisch als Hauptgang serviert wird. Oder doch nicht?

Trettl servierte als ersten Gang 3mal Reh mit Schalotten, Aubergine und Quinoa und als Wein einen 2015 Grüner Veltliner Stein, Kamptal DAC. Man kann feststellen, dass auch ein Weißwein, der eine gewisse frische und Pfeffrigkeit hat, gut zum Reh passt. Beim Fleisch muss ich allerdings eine kleine Einschränkung machen. Mir fehlte ein wenig die Würze, eine Meinung die im Übrigen am Tisch geteilt wurde.

Höhepunkt des Menüs war der dritte Gang.  Wallerleber. Ich gestehe, ein Produkt welches ich bisher noch nicht Genießen dürfte. Auf den Punkt gegart, leichter Schmelz und die übrigen Zutaten, die leicht säuerliche Artischocke und der knusprige Wildreis, rundeten diesen Gang ab.

Beim Saibling, mit gut abgeschmecktem Kräutersud, hätte ich mir etwas mehr Mut von den Köchen gewünscht. Laut Karte gehörte auch Tripa (Kutteln) zum Gericht. Diese waren aber kaum zu spüren oder zu schmecken. Oder war es Absicht?

Ein leicht säuerliches Dessert (Grapefruit) beendete ein beeindruckendes Menü.

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Trettl und Brand und die „Fliegende“ Kochmannschaft. Diesmal aber am Boden geblieben.

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Mini Hamburger mit Trüffel und Taleggio

03 Reh

3mal Reh-Schalotten-Aubergine-Quinoa

04 Ravioli

Wachtel Topinambur Ravioli – Hühnerhaut Currysud – Brie de Meaux.

05 Wallerleber

Wallerleber-Erdnuss Sojasauce-Reis Ingwer Vinaigrette- Artischocke-Wildreis

06 Saibling

Saibling-Trauben-Bouchotmuscheln-Tripa-Kräuter

14

Grapefruit-Edamame-Weisse Schokolade-Fenchel

12

Roland Trettl bei der Arbeit.

https://speisekarten.wordpress.com/2016/02/05/fliegendes-menue-trettl-brand-kassel/

Casa Antonio-Maspalomas

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Auch hier gilt der Spruch, die Lage, die Lage, die Lage. Das Restaurant El Velero liegt direkt am Strand von Maspalomas. Der Leuchtturm steht ca. 200 m entfernt. Von den anderen Gaststätten entlang der „Oasisfressmeile“ hebt sich das Casa Antonio, wie das Restaurant auch genannt wird, ein wenig ab. Wer abends hier speisen möchte, sollte doch vorher reservieren.

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Auf der Speisekarte stehen die üblichen kanarischen Speisen wie Pimientos de Padrón, kanarische Kartoffeln mit Mojo Sauce und natürlich darf der Jamón de Pata Negra  nicht fehlen. Fangfrischer Fisch, der in der Kühltheke auf Eis gelagert ist,  Fleischgerichte wie Kotelett vom Schwein oder Rind, diverse Lammgerichte runden das Angebot ab. Auf Vorbestellung gibt es auch Zickleinbraten. Auch die Weine sind preislich fair kalkuliert. Allerdings könnten die Weißweine etwas kühler serviert werden.

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Rutz – Berlin

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Das Restaurant Rutz, einschließlich seiner Weinbar, gehört mit seinem gastronomischen Konzept, aber auch mit seinen Weinangebot sowohl qualitativ als auch quantitativ zu den besonderen Adressen in Berlin. Im Erdgeschoss ist die Weinbar angesiedelt. Hier werden in einer ungezwungenen Atmosphäre traditionelle, regionale Speisen serviert. Die Weinkarte ist identisch mit der Karte im Restaurant, kann aber durch eine Vielzahl von offenen Weinen punkten. Bei unseren Besucher war die Weinbar bis auf den letzten Platz gefüllt.

Für uns ging es über eine beleuchtete Treppe in die obere Etage in das Sternerestaurant von Marco Müller. Wir waren gegen 19:00 Uhr die ersten Gäste, im Laufe des Abends waren allerdings auch nur vier weitere  Tische belegt.

Ich möchte nicht auf jeden einzelnen Gang eingehen, kann aber feststellen, dass wir sehr gute und abwechslungsreiche fünf Gänge genießen durften. Besonders gefallen konnte uns dabei die gebratene Rotbarbe in einer Citrus Buttersauce sowie das Deichlamm mit wilden Brokkoli und jungen Knoblauch.

Besonders zu erwähnen ist die hervorragende Weinberatung sowie die exzellenten Weine die zu Menü serviert wurden. Gut gefallen hat mir dabei der Sauvignon Blanc vom Weingut von Winning/Pfalz, sowie vom Weingut Schiefer der 2013 Blaufränkisch.

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Wir haben einen wunderbaren Abend im Rutz erlebt, aber und hier kommt leider ein aber, wir hatten nach dem Menü noch Hungergefühle. Dies ist uns in den vielen Jahren, in dem wir Sterne Restaurants besuchen, noch nie passiert.

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Amuse Bouche 1

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Amuse Bouche 2

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Bretonische Jakobsmuscheln, Green Zebra

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Gebratene Rotbart, Herbtskohl und Zitrus Beurre Blance

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Langostino, gelbe Beete, Ras el Hanout.

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Deichlamm, Senfkarotte und wilder Brokkoli, junger Knoblauch

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Wildquitte, Macadamia & Schwarze Nuss, Hokkaido Kürbis.

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Der Abschluss

PS: der Besuch fand Ende Oktober statt.

Restaurant Bras -Laguiole

 

07 Küche

Wir sind in der Region Aubrac. Eine wunderschöne, aber abseits aller großen Verkehrs-ströme liegende Region Frankreichs. Hier steht auf einem sanften Hügel das Restaurant Bras, eins der berühmtesten Restaurants Europas und der Welt.

Von Laguiole führt die Fahrt über eine kurvenreiche Landstraße in Richtung Restaurant. Unsere Chauffeuse legt ein ganz schönes Tempo vor. Bereits von der Landstraße aus sieht man auf einem Hügel das flache, mit viel Glas ausgestattete Hotel Restaurant thronen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man in Deutschland in dieser fast unberührten Natur, ein solches Objekt genehmigen würde.

02 Blick aus der Glaskanzel

Vom Parkplatz aus geht es die letzten Meter steil nach oben. In der Eingangshalle werden wir an der Empfangstheke von einer jungen Dame recht herzlich begrüßt, die Reservierung wird geprüft und wir werden in die verglaste Kanzel geführt. Von hier aus hat man einen wunderschönen Ausblick auf die hügelige Landschaft der Region Aubrac.

Nachdem wir in die kleine Apérokarte geschaut haben, entscheiden wir uns, dem Anlass entsprechend, für ein Glas Champagner. Kurz danach wird uns die Speisekarte gereicht und wir können in Ruhe unsere Auswahl für den Abend tätigen. Drei Menüs stehen zur Auswahl, davon ist ein Menü vegetarisch. Wir sind hin und hergerissen zwischen dem Menü Ballade, also mit Fisch und Fleisch und dem vegetarischen Menü. Leider muss man sich am Tisch für ein gemeinsames Menü entscheiden. Dies ist  etwas ärgerlich da man ja eventuell einige Speisen probieren möchte die in einem anderen Menü untergebracht sind. Diese unflexible Menügestaltung gibt es ja leider auch in vielen anderen Restaurants.

14 die Weine

Wir entscheiden uns für das Menü Ballade, dazu eine 0.375 l Flasche 2011 Sancerre La Crande Côte Pascal Cotat sowie als Rotwein ebenfalls eine0.375 l Flasche Gevrey Cambertin 2010.

Während wir beraten und in kleinen Schlucken den Champagner genießen, werden uns kleine Snacks serviert.

10 Amuse Bouche

Als  Auftakt gibt es ein fast flüssiges Hühnerei, dazu einen sehr würzigen Brot Cracker. Dann kommt  warmes Tartelette,  belegt mit hauchdünnen Steinpilzen. Alles sehr einfach, aber mit einem gewaltigen Geschmack ausgestattet. So langsam hat sich die Glaskanzel gefüllt. Das Restaurant ist an diesen Abend anscheinend ausgebucht. Nach einem grandiosen Sonnenuntergang werden wir dann zum Restaurant geführt. Allerdings mit einem kleinen Umweg durch die Küche.

11 Sebastien Bras

Sébastian Bras steht am Pass und begrüßt uns recht herzlich. Als er hört, dass wir aus Deutschland kommen, erzählt er uns, dass seine Ehefrau auch ein wenig Deutsch sprechen könnte und wünscht uns einen schönen Abend.

12 Speisesaal

Der lang gestreckte Speisesaal mit einer großen Fensterfront hat eine angenehme Atmosphäre. Helles Holz, viel Weiß an Decke und Wand sowie die bequeme Ledersessel versprechen einen angenehmen Abend.

Zuerst wird uns erklärt, dass das auf dem Tisch liegende Laguiole Messer den ganzen Abend nicht ausgewechselt wird. Anschließend wird eine Stoffserviette enthüllt. In dieser ist ein Brot, mit unserem Namen darauf, eingepackt. Das Brot schmeckt recht gut, wir haben aber in anderen Restaurants schon bessere Brote gegessen. Ich denke nur an das besonders leckere Brot im Restaurant „In de Wulf“.

15 Amuse Bouche Kartoffelsuppe

Als „Gruß aus der Küche“ wird uns eine Suppe mit sehr kräftigem Kartoffelaroma serviert. Auf der Tasse liegt eine sehr dünne geröstete Brotscheibe. Auf dieser sind drei Kleckse intensiven Tomaten Mayonnaise angerichtet und darauf leicht geräucherter Fisch. Blüten und Kräuter bilden den Abschluss. Ein Start wie er  besser nicht sein könnte. Vom Champagner bis hierhin, sind ungefähr 45 Minuten vergangen. Jetzt beginnt das eigentliche Menü und gleich mit einem Paukenschlag.

16 Gargouillou

Gargouillou. Dieses Gericht gehört zum festen Bestandteil auch bei den anderen Menüs und hat Gourmetgeschichte geschrieben. Zwischen 40 und 60 verschiedene Gemüse, Blüten und Kräuter sind sehr präzise auf dem großen Teller angerichtet. Das Gemüse, unter anderen Zucchini, Kohlrabi und Rettich werden mit den unterschiedlichsten Zubereitungsarten und Texturen auf dem Teller platziert. Kein Teller gleicht dem anderen, mein Teller also ein Gericht für die Ewigkeit. Man schmeckt die Frische, man schmeckt die Region und die Natur. Ein Teller voller Aromen und Farben. Vegetarisch ist dieses Gericht allerdings nicht, unter den vielen Kräutern und Blüten liegt eine hauchdünne Scheibe Schinken aus der Region.

Man stellt sich natürlich die Frage, kann die Küche nach diesem gelungenen Auftakt dieses Niveau halten oder sogar verbessern. Bereits beim nächsten Gang ist deutlich zu spüren, ja, das Niveau wird gehalten.

17 Jakobsmuschel

Jakobsmuscheln mit rohen und gekochten Blumenkohl wird serviert. Die Muscheln und einen interessanten Rostaroma dabei innen noch leicht glasig. Die Sauce aus geröstetem Hafer bringt eine leichte Süßigkeit an das Gericht. Bitterkeit und leichte Schärfe bringen die Kräuter.

18 Leber

Auch der nächste Gang ohne Fehl und Tadel. Eine dicke Scheibe gegrillte Entenstopfleber, dazu hauchdünn gehobelter Fenchel und Brunoise, gewürzt mit Trauben Essig, vom Akane Apfel. Die Leber, auf der einen Seite mit delikatem Röstaroma, auf der anderen Seite das Innere zart schmelzend.

19 Topinambur

Waren die bisherigen Gänge relativ leicht, kommt mit der Topinambur-Knolle und der entsprechenden Zubereitung ein richtiges  Schwergewicht auf den Teller. Einmal als Creme verfeinert mit Kürbiskernen und gebraten mit Trüffel gewürzt.

20 Boeuf Aubrac

Der nachfolgende Fleischgang konnte mich nicht ganz überzeugen. Das Filet vom Aubrac Rind war wohl auf den Punkt gebraten, aber leider schon etwas abgekühlt. Als Beilage Pfifferlinge, Erbsenschoten und einer sehr intensiven Rotweinsauce.

21 Püree

Separat dazu wird eine regionale Spezialität serviert. Es handelt sich um ein Kartoffelpüree vermengt mit dem regionalen Tomme- Käse. Es schmeckt hervorragend, ist aber auch ein Magenfüller.

22 Käsebrett

Nach einer kurzen Pause wird dann der Käsewagen bzw. das Käsebrett aufgetragen. Acht Käsesorten mit vier verschiedenen Reifegraden von lokalen Erzeugern machen die Auswahl nicht einfach. Dazu serviert man wie in Frankreich üblich etwas Salat und Nussbrot.

24 Dessert 1

Das erste Dessert soll an die Anfangsjahre des Restaurants erinnern. Eine Interpretation aus dem Jahre 1981. Lauwarmer Kuchen mit flüssigen roten Früchten auf einer Sauce von Tahiti Vanille. Gekrönt von einem  Eis von Butter und Haselnuss.

27 Mirabelle

Sehr gut auch das zweite Dessert in dem die Mirabelle und Karamell im Vordergrund steht. Separat wird dazu ein Schälchen mit Blaubeeren und ein Sorbet mit 85% Schokolade serviert.

25 Corrnets

Zum großen Abschluss wird dann  der sogenannte Cornet  Wagen vorgefahren.

28 Abschluss

Espresso und die letzten Süßigkeiten nehmen wir dann wieder in der Glaskanzel ein.

Fazit: Sébastian Bras und seine Mannschaft begeisterten uns mit einem hervorragenden Menü. Die Natur, die Region und die Tradition sind in das Menü eingebunden. Wie heißt es so schön im Restaurantführer Michelin:  Drei Sterne – „Eine der besten Küchen – eine Reise wert“.

Es war ein wunderschöner Abend und  es war einer der interessantesten Besuche in einem Sterne Restaurant.  Dieses Hobby betreiben wir ja nun schon einige Jahre bzw. Jahrzehnte und wissen wovon wir berichten.

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01 Glaskanzel

 

 

2015 Ein kulinarischer Jahresrückblick.

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Wo hat es uns gefallen. Eine kleine  Auswahl von vielen Restaurantbesuchen im Jahr 2015.

 April

05.04.2015 Restaurant „Unterm Walnussbaum“ 36355 Grebenhain

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Große Küche mitten im Vogelsberg? Ja, die gibt es. Fernab von Autobahnen und Bundesstraßen gibt es in der 160 Seelengemeinde Volkhartshain  eine Genussoase der Spitzenklasse lebendig, klein, eng, lärmig, ungezwungen, französisch.

https://alwisgenussreisen.com/2015/04/07/unterm-walnussbaum-grebenhain/

Mai

06.05.2015 Hotel-Restaurant „Auberge de la Source“. Barneville-la-Bertran, 5 km von Honfleur 

Eine sehr angenehme Adresse in der Normandie mit allerdings kleinen Schwächen. Bei den Menüs muss noch nachgebessert werden. Das Frühstück am anderen Morgen ließ keine Wünsche offen.

https://alwisgenussreisen.com/2015/05/15/normandie-fahrt-2015-erster-tag/

Juni

25.06.2015 Aumers la Vie – Nürnberg

Das Restaurant Aumers la Vie in Nürnberg kommt ohne Außenwerbung aus. Dies ist wahrscheinlich der Lage des Restaurants geschuldet. Am Ende der „Straße der Menschenrechte“ ist Werbung wahrscheinlich nicht erlaubt. Auf Laufkundschaft ist aber Andreas Aumer wahrscheinlich auch nicht aus. Aumer zeigt eine zeitgemäße Küche mit einigen Experimenten und viel Kreativität. Molekulare Einflüsse sind nicht zu leugnen.

https://alwisgenussreisen.com/2015/07/07/aumers-la-vie-nurnberg/

Juni

26.06.2015 Essigbrätlein-Nürnberg

Es war wieder ein interessantes und durchdachtes Mittagsmenü was die Mannschaft um André Köthee und Yves Ollech an diesen Tag servierten. Eine feine regionale und saisonale Küche die in Deutschland und auch in Europa  Maßstäbe setzt.

https://alwisgenussreisen.com/2015/06/29/2015-essigbratlein-nurnberg/

Juli

03.07.2015 La Grenouillere, La Madelaine-sous-Montreuil (Pas-de-Calais)

16  Auster gegrillt

Ein Haus der Gegensätze. Ein Hotel Restaurant mit traditioneller regionaler Einrichtung in hundert jährigen Gebäuden und auf der anderen Seite moderne Architektur und Design. Es ist schon eine interessante Kombination aus Qualität, Luxus und Rustikalität.

Alexandre Gauthier verlässt ausgetretene Wege und bietet seinen Gästen stattdessen ungewohnte Aromen und außergewöhnlichen Kombinationen in seinen Menüs an. Erinnerungen kommen auf an Besuche bei René Redzepi vom „Noma“,  an Kobe Desramaults vom „In de Wulf“ in Dranouter oder auch an Andree Köthe vom Essigbrätlein.

https://alwisgenussreisen.com/2015/07/13/la-grenouillere-restaurant/

 Juli

08.07.2015 Storchen – Schmidhofen

20 km südlich von Freiburg liegt das 250 Seelendorf Schmidhofen, ein Stadtteil von Bad Krozingen.  Vater und Sohn Helfesrieder bieten eine interessante badische Küche mit französischem Einschlag. Mutter und Schwiegertochter Helfesrieder leiten den Service souverän und unaufgeregt.

https://alwisgenussreisen.com/2015/09/07/storchen-schmidhofen/

August

24.08.2015 Park Schönfeld-Kassel

Aufbauend auf einer gelungenen Kombination von internationalen und regionalen Produkten hat sich Eduard Jaisler im Restaurant Park Schönfeld in Kassel mittlerweile etabliert. Der Service um Sabrina Schoregge agiert ruhig und professionell.

https://alwisgenussreisen.com/2015/08/25/park-schoenfeld-restaurant-kassel/

Sept.

18.09.2015 The Table – Hamburg

06 Fehling

Die Küche von Kevin Fehling bietet präzise Gerichte, intensive Aromen und ist außergewöhnlich und komplex. Die Mannschaft um Kevin Fehling arbeitet konzentriert und  geräuschlos in der offenen Küche. Der Service um Sommelier David Eitel arbeitet mit großer Gelassenheit und Souveränität. Die fast 4 Stunden verflogen wie im Fluge und waren die reinste Freude.

https://alwisgenussreisen.com/2015/10/21/the-table-hamburg/

Sept.

19.09.2015 Le Canard Hamburg

Schade, wir waren von der Küche des Ali Güngörmüs doch etwas enttäuscht. Oder lagen unsere Erwartungen zu hoch, hatten wir die Messlatte für dieses Restaurant zu hoch angelegt?  Bei unserem Besuch war die Küche nicht auf Sternniveau. Die Finesse in der Konzeption der Gerichte  und deren Umsetzung hat gefehlt.

https://alwisgenussreisen.com/2015/11/03/le-canard-hamburg/

Sept.

29.09.2015 Zehners Stuben Pfaffenweiler

Im ehemaligen Bürgersaal der Gemeinde bietet Fritz Zehner eine schnörkellose, und dabei leichte französisch- badische Küche an. Auch der Service mit der Weinberatung konnte gefallen. Die einzelnen Gerichte waren sehr gut abgeschmeckt und waren auf den Punkt gegart.

https://alwisgenussreisen.com/2015/11/05/zehners-stube-pfaffenweiler/

Okt.

09.10.2015 Restaurant Bras, Laguiole

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Wir sind in der Region Aubrac. Eine wunderschöne, aber abseits aller großen Verkehrsströme liegende Region Frankreichs. Hier steht auf einem sanften Hügel das Restaurant Bras, eins der berühmtesten Restaurants Europas und der Welt.

Sébastian Bras und seine Mannschaft begeisterte uns mit einem hervorragenden Menü. Die Natur, die Region und die Tradition sind in das Menü eingebunden. Ein Abend bei Bras ist etwas ganz Besonderes.

Restaurant Bras -Laguiole

Okt.

22.10.2015 Restaurant Rutz Berlin

Hervorragende Weinberatung, exzellente Weine, sehr gutes Menü. Aber und hier kommt leider ein aber, wir hatten nach dem Menü noch Hunger, dies ist uns in den vielen Jahren in Sterne Restaurants noch nie passiert.

Bericht folgt

November

26.11.2015 Voit-Kassel

Sven Wolf ist in Kassel angekommen, leider wird ab Januar 2016 nur noch abends geöffnet.

Dez.

17.12.2015 Las Cumbres, Gran Canaria

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Sehr gute kanarische Küche in Playa de Ingles.

 

 

Abendessen im Restaurant La Tassée – Lyon

04a Lyon mit Rhone

Blick auf Lyon

06 Ei in Rotwein

Oeufs en meurette, pochierte Eier an Burgundersauce

07 Hechtkloss

Hechtkloss in Krustentiersauce

08 Creme

Crème brûlée von der Feige

05a Weisswein

Der Wein

Fazit: Nicht übel, aber vieles kann man besser machen.  Das Ei war nicht flüssig genug und der Sauce fehlte der letzte Pepp. (Gewürze) Der Hechtkloss sehr trocken und fest. Die Sauce war in Ordnung. Es gibt bestimmt besser Restaurants inLyon wo man diese Spezialitäten essen kann. Die Auswahl erfolgte lt. Michelin und die Nähe zum Hotel war ausschlaggebend.

Besucht am 30.09.2015 (abends)

Zehners Stube – Pfaffenweiler 2015

15 km südlich von Freiburg im Breisgau liegt die Gemeinde Pfaffenweiler im Schneckental. Im alten Rathaus, ein Gebäude mit fast 400-jähriger Geschichte, hat Fritz Zehner seine Sterne Küche etabliert. Das Ambiente des Restaurants wird geprägt durch seine Kreuzgewölbedecken und den tragenden Säulen.  Nicht nur die Decken, auch die Tischdecken und die Stoffservietten, sind in Weiß gehalten, Kontrast dazu der dunkle Steinfußboden. Farbtupfer bringen die Blumenarrangements auf den Tischen.

Nach der netten Begrüßung entscheiden wir uns für einen Crémant aus dem nahen Elsass als Aperitif. Dazu wird Ofenfrisches Brot sowie als Amuse Bouche Thunfisch mit Pilzen und Wachtelei serviert. Neben den à la carte Gerichten bietet die Karte noch drei Menüs an. Zehners Fischmenü für 69 €, das Stubenmenü für 69 € sowie ein Überraschungsmenü für 115 €.

02 Zehners Stube

Das fast 400 jährige Gebäude, leider ohne Hotelzimmer.

Ich entscheide mich für das Stubenmenü das wie folgt aussieht.

05 Gratin von Langostinos

Gratin  von Langostinos in Limonenschaum

06 Steinbutt in Hummerschaum

Atlantik Steinbutt in Hummerschaum

07a Wildtaubenbrust

Wildtauben Brust auf Krauser Glucke und Selleriepüree.

08 Gratin von Weinbergpfirsich

Gratin von  Weinberg Pfirsich mit Himbeersorbet.

03 Zehners Stube

Der ehemalige Bürgersaal als Restaurant.

Meine Ehefrau nimmt das Fischmenü:

05a Wilde Gambaretti mit Hummerschaum

Wilde Gambaretti mit Hummerschaum und zweierlei von der Erbse

07b Rochenflügel

Rochenflügel mit Kichererbsen

Tropfenknödel mit Zwetschgenröster.(ohne Bild)

Bei den Weinen entscheiden wir uns für einen Weißburgunder RS bzw. Spätburgunder beides  vom Weingut Salwey.

Fazit: Im ehemaligen Bürgersaal der Gemeinde bietet Fritz Zehner eine schnörkellose, und dabei leichte französisch- badische Küche an. Auch der Service mit der Weinberatung konnte gefallen. Die einzelnen Gerichte waren sehr gut abgeschmeckt und waren auf den Punkt gegart. Lediglich die Optik bei der Wildtauben Brust war grenzwertig. Es war einfach zu viel auf dem Teller. Dabei hat die Taubenbrust hervorragend geschmeckt. Die sehr selten servierte Krause Glucke passte ausgezeichnet zur Taubenbrust und auch das Püree war sehr gut gewürzt. Ein Haus, jedenfalls bei unseren Besucher, ohne Fehl und Tadel. Der Michelin Stern ist der verdiente Lohn.

besucht am 29.09.2015 (abends)