Casa Antonio-Maspalomas

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Auch hier gilt der Spruch, die Lage, die Lage, die Lage. Das Restaurant El Velero liegt direkt am Strand von Maspalomas. Der Leuchtturm steht ca. 200 m entfernt. Von den anderen Gaststätten entlang der „Oasisfressmeile“ hebt sich das Casa Antonio, wie das Restaurant auch genannt wird, ein wenig ab. Wer abends hier speisen möchte, sollte doch vorher reservieren.

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Auf der Speisekarte stehen die üblichen kanarischen Speisen wie Pimientos de Padrón, kanarische Kartoffeln mit Mojo Sauce und natürlich darf der Jamón de Pata Negra  nicht fehlen. Fangfrischer Fisch, der in der Kühltheke auf Eis gelagert ist,  Fleischgerichte wie Kotelett vom Schwein oder Rind, diverse Lammgerichte runden das Angebot ab. Auf Vorbestellung gibt es auch Zickleinbraten. Auch die Weine sind preislich fair kalkuliert. Allerdings könnten die Weißweine etwas kühler serviert werden.

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Rutz – Berlin

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Das Restaurant Rutz, einschließlich seiner Weinbar, gehört mit seinem gastronomischen Konzept, aber auch mit seinen Weinangebot sowohl qualitativ als auch quantitativ zu den besonderen Adressen in Berlin. Im Erdgeschoss ist die Weinbar angesiedelt. Hier werden in einer ungezwungenen Atmosphäre traditionelle, regionale Speisen serviert. Die Weinkarte ist identisch mit der Karte im Restaurant, kann aber durch eine Vielzahl von offenen Weinen punkten. Bei unseren Besucher war die Weinbar bis auf den letzten Platz gefüllt.

Für uns ging es über eine beleuchtete Treppe in die obere Etage in das Sternerestaurant von Marco Müller. Wir waren gegen 19:00 Uhr die ersten Gäste, im Laufe des Abends waren allerdings auch nur vier weitere  Tische belegt.

Ich möchte nicht auf jeden einzelnen Gang eingehen, kann aber feststellen, dass wir sehr gute und abwechslungsreiche fünf Gänge genießen durften. Besonders gefallen konnte uns dabei die gebratene Rotbarbe in einer Citrus Buttersauce sowie das Deichlamm mit wilden Brokkoli und jungen Knoblauch.

Besonders zu erwähnen ist die hervorragende Weinberatung sowie die exzellenten Weine die zu Menü serviert wurden. Gut gefallen hat mir dabei der Sauvignon Blanc vom Weingut von Winning/Pfalz, sowie vom Weingut Schiefer der 2013 Blaufränkisch.

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Wir haben einen wunderbaren Abend im Rutz erlebt, aber und hier kommt leider ein aber, wir hatten nach dem Menü noch Hungergefühle. Dies ist uns in den vielen Jahren, in dem wir Sterne Restaurants besuchen, noch nie passiert.

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Amuse Bouche 1

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Amuse Bouche 2

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Bretonische Jakobsmuscheln, Green Zebra

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Gebratene Rotbart, Herbtskohl und Zitrus Beurre Blance

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Langostino, gelbe Beete, Ras el Hanout.

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Deichlamm, Senfkarotte und wilder Brokkoli, junger Knoblauch

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Wildquitte, Macadamia & Schwarze Nuss, Hokkaido Kürbis.

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Der Abschluss

PS: der Besuch fand Ende Oktober statt.

Restaurant Bras -Laguiole

 

07 Küche

Wir sind in der Region Aubrac. Eine wunderschöne, aber abseits aller großen Verkehrs-ströme liegende Region Frankreichs. Hier steht auf einem sanften Hügel das Restaurant Bras, eins der berühmtesten Restaurants Europas und der Welt.

Von Laguiole führt die Fahrt über eine kurvenreiche Landstraße in Richtung Restaurant. Unsere Chauffeuse legt ein ganz schönes Tempo vor. Bereits von der Landstraße aus sieht man auf einem Hügel das flache, mit viel Glas ausgestattete Hotel Restaurant thronen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man in Deutschland in dieser fast unberührten Natur, ein solches Objekt genehmigen würde.

02 Blick aus der Glaskanzel

Vom Parkplatz aus geht es die letzten Meter steil nach oben. In der Eingangshalle werden wir an der Empfangstheke von einer jungen Dame recht herzlich begrüßt, die Reservierung wird geprüft und wir werden in die verglaste Kanzel geführt. Von hier aus hat man einen wunderschönen Ausblick auf die hügelige Landschaft der Region Aubrac.

Nachdem wir in die kleine Apérokarte geschaut haben, entscheiden wir uns, dem Anlass entsprechend, für ein Glas Champagner. Kurz danach wird uns die Speisekarte gereicht und wir können in Ruhe unsere Auswahl für den Abend tätigen. Drei Menüs stehen zur Auswahl, davon ist ein Menü vegetarisch. Wir sind hin und hergerissen zwischen dem Menü Ballade, also mit Fisch und Fleisch und dem vegetarischen Menü. Leider muss man sich am Tisch für ein gemeinsames Menü entscheiden. Dies ist  etwas ärgerlich da man ja eventuell einige Speisen probieren möchte die in einem anderen Menü untergebracht sind. Diese unflexible Menügestaltung gibt es ja leider auch in vielen anderen Restaurants.

14 die Weine

Wir entscheiden uns für das Menü Ballade, dazu eine 0.375 l Flasche 2011 Sancerre La Crande Côte Pascal Cotat sowie als Rotwein ebenfalls eine0.375 l Flasche Gevrey Cambertin 2010.

Während wir beraten und in kleinen Schlucken den Champagner genießen, werden uns kleine Snacks serviert.

10 Amuse Bouche

Als  Auftakt gibt es ein fast flüssiges Hühnerei, dazu einen sehr würzigen Brot Cracker. Dann kommt  warmes Tartelette,  belegt mit hauchdünnen Steinpilzen. Alles sehr einfach, aber mit einem gewaltigen Geschmack ausgestattet. So langsam hat sich die Glaskanzel gefüllt. Das Restaurant ist an diesen Abend anscheinend ausgebucht. Nach einem grandiosen Sonnenuntergang werden wir dann zum Restaurant geführt. Allerdings mit einem kleinen Umweg durch die Küche.

11 Sebastien Bras

Sébastian Bras steht am Pass und begrüßt uns recht herzlich. Als er hört, dass wir aus Deutschland kommen, erzählt er uns, dass seine Ehefrau auch ein wenig Deutsch sprechen könnte und wünscht uns einen schönen Abend.

12 Speisesaal

Der lang gestreckte Speisesaal mit einer großen Fensterfront hat eine angenehme Atmosphäre. Helles Holz, viel Weiß an Decke und Wand sowie die bequeme Ledersessel versprechen einen angenehmen Abend.

Zuerst wird uns erklärt, dass das auf dem Tisch liegende Laguiole Messer den ganzen Abend nicht ausgewechselt wird. Anschließend wird eine Stoffserviette enthüllt. In dieser ist ein Brot, mit unserem Namen darauf, eingepackt. Das Brot schmeckt recht gut, wir haben aber in anderen Restaurants schon bessere Brote gegessen. Ich denke nur an das besonders leckere Brot im Restaurant „In de Wulf“.

15 Amuse Bouche Kartoffelsuppe

Als „Gruß aus der Küche“ wird uns eine Suppe mit sehr kräftigem Kartoffelaroma serviert. Auf der Tasse liegt eine sehr dünne geröstete Brotscheibe. Auf dieser sind drei Kleckse intensiven Tomaten Mayonnaise angerichtet und darauf leicht geräucherter Fisch. Blüten und Kräuter bilden den Abschluss. Ein Start wie er  besser nicht sein könnte. Vom Champagner bis hierhin, sind ungefähr 45 Minuten vergangen. Jetzt beginnt das eigentliche Menü und gleich mit einem Paukenschlag.

16 Gargouillou

Gargouillou. Dieses Gericht gehört zum festen Bestandteil auch bei den anderen Menüs und hat Gourmetgeschichte geschrieben. Zwischen 40 und 60 verschiedene Gemüse, Blüten und Kräuter sind sehr präzise auf dem großen Teller angerichtet. Das Gemüse, unter anderen Zucchini, Kohlrabi und Rettich werden mit den unterschiedlichsten Zubereitungsarten und Texturen auf dem Teller platziert. Kein Teller gleicht dem anderen, mein Teller also ein Gericht für die Ewigkeit. Man schmeckt die Frische, man schmeckt die Region und die Natur. Ein Teller voller Aromen und Farben. Vegetarisch ist dieses Gericht allerdings nicht, unter den vielen Kräutern und Blüten liegt eine hauchdünne Scheibe Schinken aus der Region.

Man stellt sich natürlich die Frage, kann die Küche nach diesem gelungenen Auftakt dieses Niveau halten oder sogar verbessern. Bereits beim nächsten Gang ist deutlich zu spüren, ja, das Niveau wird gehalten.

17 Jakobsmuschel

Jakobsmuscheln mit rohen und gekochten Blumenkohl wird serviert. Die Muscheln und einen interessanten Rostaroma dabei innen noch leicht glasig. Die Sauce aus geröstetem Hafer bringt eine leichte Süßigkeit an das Gericht. Bitterkeit und leichte Schärfe bringen die Kräuter.

18 Leber

Auch der nächste Gang ohne Fehl und Tadel. Eine dicke Scheibe gegrillte Entenstopfleber, dazu hauchdünn gehobelter Fenchel und Brunoise, gewürzt mit Trauben Essig, vom Akane Apfel. Die Leber, auf der einen Seite mit delikatem Röstaroma, auf der anderen Seite das Innere zart schmelzend.

19 Topinambur

Waren die bisherigen Gänge relativ leicht, kommt mit der Topinambur-Knolle und der entsprechenden Zubereitung ein richtiges  Schwergewicht auf den Teller. Einmal als Creme verfeinert mit Kürbiskernen und gebraten mit Trüffel gewürzt.

20 Boeuf Aubrac

Der nachfolgende Fleischgang konnte mich nicht ganz überzeugen. Das Filet vom Aubrac Rind war wohl auf den Punkt gebraten, aber leider schon etwas abgekühlt. Als Beilage Pfifferlinge, Erbsenschoten und einer sehr intensiven Rotweinsauce.

21 Püree

Separat dazu wird eine regionale Spezialität serviert. Es handelt sich um ein Kartoffelpüree vermengt mit dem regionalen Tomme- Käse. Es schmeckt hervorragend, ist aber auch ein Magenfüller.

22 Käsebrett

Nach einer kurzen Pause wird dann der Käsewagen bzw. das Käsebrett aufgetragen. Acht Käsesorten mit vier verschiedenen Reifegraden von lokalen Erzeugern machen die Auswahl nicht einfach. Dazu serviert man wie in Frankreich üblich etwas Salat und Nussbrot.

24 Dessert 1

Das erste Dessert soll an die Anfangsjahre des Restaurants erinnern. Eine Interpretation aus dem Jahre 1981. Lauwarmer Kuchen mit flüssigen roten Früchten auf einer Sauce von Tahiti Vanille. Gekrönt von einem  Eis von Butter und Haselnuss.

27 Mirabelle

Sehr gut auch das zweite Dessert in dem die Mirabelle und Karamell im Vordergrund steht. Separat wird dazu ein Schälchen mit Blaubeeren und ein Sorbet mit 85% Schokolade serviert.

25 Corrnets

Zum großen Abschluss wird dann  der sogenannte Cornet  Wagen vorgefahren.

28 Abschluss

Espresso und die letzten Süßigkeiten nehmen wir dann wieder in der Glaskanzel ein.

Fazit: Sébastian Bras und seine Mannschaft begeisterten uns mit einem hervorragenden Menü. Die Natur, die Region und die Tradition sind in das Menü eingebunden. Wie heißt es so schön im Restaurantführer Michelin:  Drei Sterne – „Eine der besten Küchen – eine Reise wert“.

Es war ein wunderschöner Abend und  es war einer der interessantesten Besuche in einem Sterne Restaurant.  Dieses Hobby betreiben wir ja nun schon einige Jahre bzw. Jahrzehnte und wissen wovon wir berichten.

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01 Glaskanzel

 

 

2015 Ein kulinarischer Jahresrückblick.

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Wo hat es uns gefallen. Eine kleine  Auswahl von vielen Restaurantbesuchen im Jahr 2015.

 April

05.04.2015 Restaurant „Unterm Walnussbaum“ 36355 Grebenhain

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Große Küche mitten im Vogelsberg? Ja, die gibt es. Fernab von Autobahnen und Bundesstraßen gibt es in der 160 Seelengemeinde Volkhartshain  eine Genussoase der Spitzenklasse lebendig, klein, eng, lärmig, ungezwungen, französisch.

https://alwisgenussreisen.com/2015/04/07/unterm-walnussbaum-grebenhain/

Mai

06.05.2015 Hotel-Restaurant „Auberge de la Source“. Barneville-la-Bertran, 5 km von Honfleur 

Eine sehr angenehme Adresse in der Normandie mit allerdings kleinen Schwächen. Bei den Menüs muss noch nachgebessert werden. Das Frühstück am anderen Morgen ließ keine Wünsche offen.

https://alwisgenussreisen.com/2015/05/15/normandie-fahrt-2015-erster-tag/

Juni

25.06.2015 Aumers la Vie – Nürnberg

Das Restaurant Aumers la Vie in Nürnberg kommt ohne Außenwerbung aus. Dies ist wahrscheinlich der Lage des Restaurants geschuldet. Am Ende der „Straße der Menschenrechte“ ist Werbung wahrscheinlich nicht erlaubt. Auf Laufkundschaft ist aber Andreas Aumer wahrscheinlich auch nicht aus. Aumer zeigt eine zeitgemäße Küche mit einigen Experimenten und viel Kreativität. Molekulare Einflüsse sind nicht zu leugnen.

https://alwisgenussreisen.com/2015/07/07/aumers-la-vie-nurnberg/

Juni

26.06.2015 Essigbrätlein-Nürnberg

Es war wieder ein interessantes und durchdachtes Mittagsmenü was die Mannschaft um André Köthee und Yves Ollech an diesen Tag servierten. Eine feine regionale und saisonale Küche die in Deutschland und auch in Europa  Maßstäbe setzt.

https://alwisgenussreisen.com/2015/06/29/2015-essigbratlein-nurnberg/

Juli

03.07.2015 La Grenouillere, La Madelaine-sous-Montreuil (Pas-de-Calais)

16  Auster gegrillt

Ein Haus der Gegensätze. Ein Hotel Restaurant mit traditioneller regionaler Einrichtung in hundert jährigen Gebäuden und auf der anderen Seite moderne Architektur und Design. Es ist schon eine interessante Kombination aus Qualität, Luxus und Rustikalität.

Alexandre Gauthier verlässt ausgetretene Wege und bietet seinen Gästen stattdessen ungewohnte Aromen und außergewöhnlichen Kombinationen in seinen Menüs an. Erinnerungen kommen auf an Besuche bei René Redzepi vom „Noma“,  an Kobe Desramaults vom „In de Wulf“ in Dranouter oder auch an Andree Köthe vom Essigbrätlein.

https://alwisgenussreisen.com/2015/07/13/la-grenouillere-restaurant/

 Juli

08.07.2015 Storchen – Schmidhofen

20 km südlich von Freiburg liegt das 250 Seelendorf Schmidhofen, ein Stadtteil von Bad Krozingen.  Vater und Sohn Helfesrieder bieten eine interessante badische Küche mit französischem Einschlag. Mutter und Schwiegertochter Helfesrieder leiten den Service souverän und unaufgeregt.

https://alwisgenussreisen.com/2015/09/07/storchen-schmidhofen/

August

24.08.2015 Park Schönfeld-Kassel

Aufbauend auf einer gelungenen Kombination von internationalen und regionalen Produkten hat sich Eduard Jaisler im Restaurant Park Schönfeld in Kassel mittlerweile etabliert. Der Service um Sabrina Schoregge agiert ruhig und professionell.

https://alwisgenussreisen.com/2015/08/25/park-schoenfeld-restaurant-kassel/

Sept.

18.09.2015 The Table – Hamburg

06 Fehling

Die Küche von Kevin Fehling bietet präzise Gerichte, intensive Aromen und ist außergewöhnlich und komplex. Die Mannschaft um Kevin Fehling arbeitet konzentriert und  geräuschlos in der offenen Küche. Der Service um Sommelier David Eitel arbeitet mit großer Gelassenheit und Souveränität. Die fast 4 Stunden verflogen wie im Fluge und waren die reinste Freude.

https://alwisgenussreisen.com/2015/10/21/the-table-hamburg/

Sept.

19.09.2015 Le Canard Hamburg

Schade, wir waren von der Küche des Ali Güngörmüs doch etwas enttäuscht. Oder lagen unsere Erwartungen zu hoch, hatten wir die Messlatte für dieses Restaurant zu hoch angelegt?  Bei unserem Besuch war die Küche nicht auf Sternniveau. Die Finesse in der Konzeption der Gerichte  und deren Umsetzung hat gefehlt.

https://alwisgenussreisen.com/2015/11/03/le-canard-hamburg/

Sept.

29.09.2015 Zehners Stuben Pfaffenweiler

Im ehemaligen Bürgersaal der Gemeinde bietet Fritz Zehner eine schnörkellose, und dabei leichte französisch- badische Küche an. Auch der Service mit der Weinberatung konnte gefallen. Die einzelnen Gerichte waren sehr gut abgeschmeckt und waren auf den Punkt gegart.

https://alwisgenussreisen.com/2015/11/05/zehners-stube-pfaffenweiler/

Okt.

09.10.2015 Restaurant Bras, Laguiole

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Wir sind in der Region Aubrac. Eine wunderschöne, aber abseits aller großen Verkehrsströme liegende Region Frankreichs. Hier steht auf einem sanften Hügel das Restaurant Bras, eins der berühmtesten Restaurants Europas und der Welt.

Sébastian Bras und seine Mannschaft begeisterte uns mit einem hervorragenden Menü. Die Natur, die Region und die Tradition sind in das Menü eingebunden. Ein Abend bei Bras ist etwas ganz Besonderes.

Restaurant Bras -Laguiole

Okt.

22.10.2015 Restaurant Rutz Berlin

Hervorragende Weinberatung, exzellente Weine, sehr gutes Menü. Aber und hier kommt leider ein aber, wir hatten nach dem Menü noch Hunger, dies ist uns in den vielen Jahren in Sterne Restaurants noch nie passiert.

Bericht folgt

November

26.11.2015 Voit-Kassel

Sven Wolf ist in Kassel angekommen, leider wird ab Januar 2016 nur noch abends geöffnet.

Dez.

17.12.2015 Las Cumbres, Gran Canaria

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Sehr gute kanarische Küche in Playa de Ingles.

 

 

Abendessen im Restaurant La Tassée – Lyon

04a Lyon mit Rhone

Blick auf Lyon

06 Ei in Rotwein

Oeufs en meurette, pochierte Eier an Burgundersauce

07 Hechtkloss

Hechtkloss in Krustentiersauce

08 Creme

Crème brûlée von der Feige

05a Weisswein

Der Wein

Fazit: Nicht übel, aber vieles kann man besser machen.  Das Ei war nicht flüssig genug und der Sauce fehlte der letzte Pepp. (Gewürze) Der Hechtkloss sehr trocken und fest. Die Sauce war in Ordnung. Es gibt bestimmt besser Restaurants inLyon wo man diese Spezialitäten essen kann. Die Auswahl erfolgte lt. Michelin und die Nähe zum Hotel war ausschlaggebend.

Besucht am 30.09.2015 (abends)

Zehners Stube – Pfaffenweiler

15 km südlich von Freiburg im Breisgau liegt die Gemeinde Pfaffenweiler im Schneckental. Im alten Rathaus, ein Gebäude mit fast 400-jähriger Geschichte, hat Fritz Zehner seine Sterne Küche etabliert. Das Ambiente des Restaurants wird geprägt durch seine Kreuzgewölbedecken und den tragenden Säulen.  Nicht nur die Decken, auch die Tischdecken und die Stoffservietten, sind in Weiß gehalten, Kontrast dazu der dunkle Steinfußboden. Farbtupfer bringen die Blumenarrangements auf den Tischen.

Nach der netten Begrüßung entscheiden wir uns für einen Crémant aus dem nahen Elsass als Aperitif. Dazu wird Ofenfrisches Brot sowie als Amuse Bouche Thunfisch mit Pilzen und Wachtelei serviert. Neben den à la carte Gerichten bietet die Karte noch drei Menüs an. Zehners Fischmenü für 69 €, das Stubenmenü für 69 € sowie ein Überraschungsmenü für 115 €.

02 Zehners Stube

Das fast 400 jährige Gebäude, leider ohne Hotelzimmer.

Ich entscheide mich für das Stubenmenü das wie folgt aussieht.

05 Gratin von Langostinos

Gratin  von Langostinos in Limonenschaum

06 Steinbutt in Hummerschaum

Atlantik Steinbutt in Hummerschaum

07a Wildtaubenbrust

Wildtauben Brust auf Krauser Glucke und Selleriepüree.

08 Gratin von Weinbergpfirsich

Gratin von  Weinberg Pfirsich mit Himbeersorbet.

03 Zehners Stube

Der ehemalige Bürgersaal als Restaurant.

Meine Ehefrau nimmt das Fischmenü:

05a Wilde Gambaretti mit Hummerschaum

Wilde Gambaretti mit Hummerschaum und zweierlei von der Erbse

07b Rochenflügel

Rochenflügel mit Kichererbsen

Tropfenknödel mit Zwetschgenröster.(ohne Bild)

Bei den Weinen entscheiden wir uns für einen Weißburgunder RS bzw. Spätburgunder beides  vom Weingut Salwey.

Fazit: Im ehemaligen Bürgersaal der Gemeinde bietet Fritz Zehner eine schnörkellose, und dabei leichte französisch- badische Küche an. Auch der Service mit der Weinberatung konnte gefallen. Die einzelnen Gerichte waren sehr gut abgeschmeckt und waren auf den Punkt gegart. Lediglich die Optik bei der Wildtauben Brust war grenzwertig. Es war einfach zu viel auf dem Teller. Dabei hat die Taubenbrust hervorragend geschmeckt. Die sehr selten servierte Krause Glucke passte ausgezeichnet zur Taubenbrust und auch das Püree war sehr gut gewürzt. Ein Haus, jedenfalls bei unseren Besucher, ohne Fehl und Tadel. Der Michelin Stern ist der verdiente Lohn.

besucht am 29.09.2015 (abends)

Le Canard – Hamburg

Schade, wir waren von der Küche des Ali Güngörmüs doch etwas enttäuscht. Oder lagen unsere Erwartungen zu hoch, hatten wir die Messlatte für dieses Restaurant zu hoch angelegt? Ein Stern im Michelin, 16 Punkte im GM und und und, die Auszeichnungen sind hoch angesetzt.

Vom „Untergeschoss“ eines Bürogebäudes an der noblen Elbchaussee, das bekannte Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner ist hier beheimatet, hat man vom Restaurant einen herrlichen Blick auf die Elbe. An diesem regnerischen Samstagmittag war das Restaurant kaum besucht. Die Begrüßung verlief recht routinemäßig und wir konnten unseren Platz an der Fenster Seite selbst aussuchen. Nach dem Blick in die Mittagskarte entschieden wir uns kein Menü zu nehmen, sondern einmal à la carte zu speisen.

Zum Auftakt dann ein Glas Champagner von Marguet, der gut gekühlt serviert wurde. Ein Korb mit schmackhaftem Brot stand schnell auf dem Tisch. Ein Amuse Bouche wurde an diesem Samstagmittag nicht serviert.

Bei den nachfolgenden Gerichten fehlten Innovative Akzente und auch die Würzung ließ zu wünschen übrig. Man fühlte sich 10 Jahre zurück versetzt. Der Kaiserschmarren war dann der negative Höhepunkt.  Fast lieblos wurde ein großer Klecks  aus der Pfanne auf den Teller gelegt, der Teig hätte außerdem bestimmt noch 3 Min. Hitze vertragen können.

Fazit: bei unserem Besuch war die Küche nicht auf Sterneniveau. Die Finesse in der Konzeption der Gerichte  und deren Umsetzung hat gefehlt. Wiederbesuch nur dann, wenn es sich ergibt.

Besucht am 19.09.2015 (mittags)

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Blick auf die Elbe

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Restaurant, etwas in die Jahre gekommen.

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Schmackhaftes Brot.

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Jacobsmuscheln, Chorizo, Paprika, Avocado.

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St. Pierre, Zucchini, gebratene Reisbällchen.

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Topfenschmarrn, Feigen, Nougat Eis.

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Der süsse Abschluss.

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Oben Büro, unten Restaurant.

The Table – Hamburg

Besucht am 18.09.2015

01a Table Baustelle

Das Restaurant The Table liegt in einem Neubaugebiet der Hamburger Hafencity. Die Shanghai Allee, hier befindet sich das Restaurant, ist noch überwiegend eine große Baustelle. Von unserem Hotel aus gelangten wir in gut zehn Fußminuten in das Restaurant. Eine gelungene Innenarchitektur setzt erste Akzente. Hier wird nichts versteckt. Gut verarbeiteter Sichtbeton, große Fensterfronten, die abgehängten Decken Elemente aus Filz, (sie sorgen mit den Vorhängen für eine gute Akustik) und die offene Küche sind die wichtigsten Merkmale dieser Innenarchitektur.

04 Table Decke

Nur 20 Gäste pro Abend finden an dem schlangenartigen Tisch aus Kirschbaumholz, mit Blick in die offene Küche, Platz. Um 19:00 Uhr werden die ersten zehn Gäste empfangen, um 20:00 Uhr folgen die restlichen zehn Gäste. Gedämpftes Licht, klassische Musik und ein abgestimmtes Farbkonzept lassen auf einen gelungenen Abend hoffen. Auch den „Barhockern“ sitzt man sehr bequem. Durch die Anordnung des Tisches sowie der Hocker sind sowohl vertrauliche Gespräche aber auch Gespräche und Diskussionen mit dem direkten Nachbarn möglich. Ich finde ein gelungenes Konzept und man kann Kevin Fehling nur wünschen, dass sich seine mutigen Investitionen lohnen.

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Zu einem Glas Champagner werden die ersten Amuse Bouche gereicht.. Besonders der sehr filigrane Macaron mit seinen Basilikumgeschmack konnte gefallen. Der Cracker schmeckt intensiv nach Süden. Es ist schon interessant was man auf diesen kleinen Stück alles unterbringen kann. Oliven, Käse, Zwiebel, Fenchel, Tomate und diverse Kräuter und Blüten sind zu riechen und zu schmecken. Zum Abschluss gibt es ein gedämpftes lauwarmes chinesisches Brötchen mit süß saure Gurke und Erdnusscreme.

10 Amuse Bouche

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Bereits diese ersten Häppchen zeigen die große Klasse von Kevin Fehling und seiner Mannschaft.

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Wir verzichten diesmal auf das vorgeschlagene Weinmenü, sondern suchen uns zusammen mit Sommelier David Eitel die Weinbegleitung aus. Zu den Vorspeisen entscheiden wir uns für einen Chardonnay trocken vom Weingut Dreissgacker, zum Hauptgang dem im Weinmenü vorgeschlagenen 2011er „Le Poiré“ Fiefs Vendéens, Saint Nicolas, Loire und zu den Desserts 2014er Brachetto d’Acqi DOCG, Giacomo Bologna, Piemont.

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Bereits der erste Gang ein absoluter Höhepunkt. Geflämmte Makrele mit Dashi-Sud und Rettich sowie Makrelentatar mit Sojakaviar. Die Makrele wird mit einem Bunsenbrenner auf beiden Seiten nur sehr kurz geflämmt, so dass ein kaum wahrnehmende des Röstaroma entsteht. Der Rettich bringt eine leichte Schärfe in Spiel. Insgesamt eine gelungene Komposition.

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Beim zweiten Gang, „Gänseleber „Tom Ka Gai“ mit Langustinentatar und Mango, hätte ich spielend auf die Gänseleber verzichten können. Die Körnigkeit des Reises, die Schärfe von Thai Curry, die süß säuerliche Mangofrucht und das Tatar vom Kaisergranat bildeten eine interessante Textur und Leichtigkeit.

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Es folgte für mich der beste Gang des Abends. Jakobsmuschel mit Erdbeere, Rhabarber und Waldmeister. Leichte Restaromen der Jakobsmuscheln verbinden sich in hervorragender Form mit dem Waldmeister, der mit einem Hauch Vanille abgeschmeckt ist. In Verbindung mit den roh marinierten Muscheln und den gefüllten Zylinder mit Muscheltatar, Rhabarberkompott und Waldmeister Hollandaise ein absolutes Highlight.

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Der nächste Gang, Carabinero mit orientalischem Couscous, Kumquats, Erbsencrème & Arganöl-Hollandaise wirkt sehr fein und die verschiedenen Aromen des Orients kommen zur Geltung. Besonders die Verbindung von Erbsencrème & Arganöl-Hollandaise konnte gefallen.

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Besonders die Zubereitung des Hauptganges war in der offenen Küche gut zu sehen. Zuerst wurde die Entenbrust Sous Vide gegart, danach kurz ein gebraten und im Niedrigtemperaturofen fertig gestellt. Die Zulagen wie Reiscreme, Himbeere, Reisessig-Hollandaise & Shisojus sind nach meiner Auffassung allerdings sehr Creme-lastig. Meine Ehefrau hatte erhebliche Probleme bei dieser Zusammensetzung. Die Entenbrust war durch die Zubereitung natürlich auf den Punkt gegart. Der 2011er „Le Poiré“ Fiefs Vendéens, Saint Nicolas von der Loire kam leicht gekühlt auf den Tisch und passte hervorragend zur Ente. Ein überzeugender Hauptgang.

Auch die danach servierten Desserts

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“Oliven“ mit Martiniperlen, Mandelcreme, Holunderblüte & Estragoneis und

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die “Wundertüte” mit Lavendel, Blaubeere, Sternanis & Kardamom enthielten eine wunderbare Mischung von vielen Aromen und Texturen. Der leicht-fruchtige 2014er Brachetto d’Acqi DOCG, Giacomo Bologna, Piemont war der ideale Abschluss eines hervorragenden Menüs.

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Zum Abschluss noch drei kleine süße Grüße. Smoky Berry, Mexikanischer Taco und der Nigiri mit Kokos und Shiso.

Fazit: Die Küche von Kevin Fehling bietet präzise Gerichte, intensive Aromen und ist außergewöhnlich und komplex. Die Mannschaft um Kevin Fehling arbeitet konzentriert und  geräuschlos in der offenen Küche. Der Service um Sommelier David Eitel arbeitet mit großer Gelassenheit und Souveränität. Die fast 4 Stunden verflogen wie im Fluge und waren die reinste Freude. Ich bin mir sicher, dass bereits im November 2015 auch über Hamburg die drei Sterne des Michelins leuchten werden.

06 Fehling

La Grenouillere – Restaurant

Alexandre Gauthier verlässt ausgetretene Wege und bietet seinen Gästen stattdessen ungewohnte Aromen und außergewöhnlichen Kombinationen in seinen Menüs an. Erinnerungen kommen auf an Besuche bei René Redzepi vom „Noma“,  an Kobe Desramaults vom „In de Wulf“ in Dranouter oder auch an Andree Köthe vom Essigbrätlein.

Im lichtdurchfluteten Speisesaal nehmen wir den Aperitif (Champagner) ein. Das Angebot, diesen im wunderschönen Garten einzunehmen, lehnen wir ab.  Die Temperatur im Speisesaal ist doch angenehmer. Der Speisesaal wirkt wie  ein riesiges Festzelt aus Metall, Stahl, Kabeln, schwarzen Beton und breiten Panoramafenster. Diese gestatten einen Blick in den wunderschönen Garten. Auch die offene Küche ist von unserem Tisch einsehbar. 10-12 Köche arbeiten hier und genauso viele Personen sind im Service tätig.

Die Tische, die mit Leder überzogen sind, sind großzügig im Raum verteilt. Man könnte leicht die doppelte Anzahl von Personen unterbringen. Die Tische sind sehr sparsam dekoriert. Was besonders auffällt, ist ein Laguiole Messer welches uns den ganzen Abend begleiten wird. Nicht nur zum bestreichen des Brotes, sondern auch für das Schneiden von Fisch und Fleisch wird es benötigt. Man merkt an solchen Kleinigkeiten, das Essen steht im Mittelpunkt und nicht die Dekoration.

Die Amuses-Bouches stehen schnell auf dem Tisch. Eine dünne Scheibe Brot mit einer Kräutercreme, geräucherter Fisch auf einem Kräuterchip sowie ein Wachtelei in Algen eingehüllt, stimmen auf das nachfolgende Menü ein.

Nach einem kurzen Blick auf die Speisekarte, diese wird auf „zerknitterten“ Papier ausgeteilt, entscheiden wir uns für das große elf Gang Menü sowie die begleitenden Weine.

08 Blick in Restaurant und Küche

Speisesaal im Hintergrund die offene Küche

11 Brot, Butter

Brot und Butter

10 Amuse Bouche

Amuse Bouche

12 Wassermelone , lagoustinesLangostino – Melone

in einer rohen Lagoustine ist ein Stück Melone eingewickelt. Dazu eine kaum wahrnehmende Sauce von Lagoustine  und am Tisch wird dann Melonenwasser ausgegossen.

13 Messermuschel

Als zusätzliche Überraschung wird eine Messermuschel mit Fromage blanc und Mandelpuder serviert.

14 Erbsen, Rucola

Erbsen, Rucola

junge frische Erbsen in den verschiedensten Zubereitungsarten und Texturen. Dazu Rucola, diese lagen auf einer kleinen Kugel Fischfarce. Diese war mit Erbsenpüree leicht grünlich gefärbt.

15  gelber Kürbis

gelber Kürbis, Muscheln

16  Auster gegrillt

Gegrillte Auster, Gartenkräuter

unter einem „Berg“ Gartenkräutern versteckte sich eine hauchdünne Zucchinischeibe und da drunter dann die gegrillte Auster mit einem leichten Rauchgeschmack. Bei den Gartenkräutern waren erkennbar rote bzw. grüne Senfblätter, Kapuzinerkresse, Spinat und Blätter von der Karotte.

17 weiße Bohnen

Bohnen

die gelben Bohnen waren auf den Punkt gegart und waren umhüllt von Kräutern. Dazu gab es eine Scheibe vom Kabeljau mit einer leichten Fischsauce.

18 BrennnesselBrennnessel

Der zweite zusätzliche Gang bestand aus Brennnesseln. Auf einem Tablett voller Brennnesseln lagen versteckt zwei kleine grüne Polster. In einem sehr weichen Teig war die Füllung aus  Brennnesselcreme versteckt.

19  TintenfischTintenfisch

20 Ravioli

Ravioli

der Nudelteig war recht dick geraten und gefüllt mit Eidotter und Käse, (Ziege?) dazu gesellte sich der intensive Geschmack von Kerbel.

21 Wachtel

21a Wachtel

Wachtel

unter einem Berg von hauchdünn gehobelt Champignons lag die auf den Punkt gegarte Wachtelbrust. Die Schenkel wurden separat in einer kräftigen Sauce serviert.

22 Honig

Honig

Als Auftakt der Desserts, wurde eine Bienenwabe auf den Tisch gestellt. Die Servicekraft hobelte ein Stück Honig  aus der Wabe, legte diesen auf einen kleinen Löffel und goss ein wenig Zitronensaft darüber.  Einfach, genial und erfrischend.

Um das Ganze abzurunden wurde zu den Desserts hausgemachter Met serviert.

Bei den nachfolgenden Desserts schwächelte die Küche doch erheblich. Roher Rhabarber auf einem Art  Eierstich,  Baba mit einer undefinierbaren Kräutermischung sowie Kirsche umhüllt mit einem Gelee und frischen Mandeln hatten dann doch nicht die Klasse der vorhergehenden Gänge.

23 Rhabarber

Rhabarber

24 Baba

Baba

25 Kirschen

Kirschen

26 Holunder

Holunder

Fazit: Alexandre Gauthier bietet fernab aller Großstädte eine interessante saisonale und regionale Küche. Schwerpunkte sind Kräuter und Gemüse in allen Zubereitungsarten. Fleisch und Fisch spielen nur Nebenrollen. Lediglich bei den Desserts gab es nach unserer Auffassung leichte Schwächen. Der Service war ohne Fehl und Tadel.

Die Weine:    

30 Weißwein

31 Weißwein

32 Auswahl

33 Rotwein

Aumers la Vie – Nürnberg

25.06.2015 Aumers la Vie – Nürnberg

Das Restaurant Aumers la Vie in Nürnberg kommt ohne Außenwerbung aus. Dies ist wahrscheinlich der Lage des Restaurants geschuldet. Am Ende der „Straße der Menschenrechte“ ist Werbung wahrscheinlich nicht erlaubt. Auf Laufkundschaft ist aber Andreas Aumer wahrscheinlich auch nicht aus.

Aumer zeigt eine zeitgemäße Küche mit einigen Experimenten und viel Kreativität. Molekulare Einflüsse sind nicht zu leugnen. Bei angenehmen Abendtemperaturen nutzten wir die Terrasse des Restaurants. Der Service an diesen Abend war ohne Fehl und Tadel. Die junge Dame brachte uns  die Speisekarte und fragte nach einem Aperitif. Wir entschieden uns für einen Winzer Sekt. Brot und Rote Bete Creme standen schnell auf den Tisch. Im Angebot steht die „große kulinarische Reise“ mit sieben Gängen für 110 € bzw. die „kleine kulinarische Reise“ mit vier Gängen für 79 €. Wir entschieden uns für die kleine kulinarische Reise mit einer kleinen Änderung. Statt dem angebotenen Kalbstafelspitz entschied ich mich für die Taube aus der großen kulinarischen Reise. Auch das angebotene Weinmenü wurde, mit der entsprechenden Änderung zur Taube, bestellt

Zwei raffinierten Amuse-Bouche wurden danach aufgetragen. Zuerst Spargel mit einem intensiven Kräutersaft und danach Bries mit verschiedenen Kräutern. Dabei stach besonders Agastache hervor. Diese Blätter hatten ein ausgeprägtes Anis-Fenchel-Aroma.

Das danach aufgetragene Menü war eigentlich ohne Fehl und Tadel. Lediglich der Schweinebauch hätte etwas krosser sein können. Sehr intensive und wohl schmeckend dafür das Sorbet von Liebstöckel. Ein Kunstwerk für sich war die Kugel aus weißer Schokolade mit Erdbeerfüllung.

Die Weine, Gewürztraminer, Müller-Thurgau, Bourgogne blanc und ein Brunello di Montalcino rundeten das Menü ab. Zum Abschluss des gelungenen Abends dann Espresso und zwei interessante Brände von Haas. Einmal eine Wildaprikosen und dann, für mich jedenfalls eine Premiere, ein Eibenbrand.

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01 Winzersekt  02 Brot

03 Spargel  P1090729

Spargel                                                                   Bries

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Roh marinierte Gelbschwanzmakrele – Topinambur, Sauerklee und Bergamotte

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Bauch vom Jungschwein – Liebstöckel, Rettich und Kartoffel

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Taube – Trüffel, Blaubeere und Sellerie

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Erdbeere – Olivenöl, Fichte und weiße Schokolade

Speisekarte: https://speisekarten.wordpress.com/2015/06/27/aumers-la-vie-nurnberg/