Zum Abschluss eines privaten Mittags Essen am 11.05.2013 in Vire.
Calvados Jahrgang 1965
und der „fingerhut“ war so GROSS

Genuss, Reisen und mehr
Ansprache anlässlich der Ausstellung Deutsch-französischer Vertrag.
Ein Wochenende nach Paris, Besichtigung des Eifelturms, eine Fahrt auf der Seine, danach ein Essen in einem guten Restaurant. Vielleicht auch nur ein Baguette mit Ginette .
Vielleicht auch ein Urlaub in der Provence oder eine Bootsfahrt auf dem Canal du Midi. Oder es geht in den Norden in die Normandie mit ihren Kreidefelsen, eine Besichtigung des Städtchens Honfleur und die Besichtigung der Landungsstrände. Natürlich darf auch eine Besichtigung von Mont-Saint-Michel nicht fehlen.
All dies ist heute 68 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges für uns fast zur Selbstverständlichkeit geworden.
Völlig anders dagegen das Verhältnis beider Völker beider Völker in den letzten Jahrhunderten.
Es ist daher ein besonderer Verdienst der beiden alten Männer Charles de Gaulle und Konrad Adenauer die diesen Vertrag ausgearbeitet und am 22. Januar 1963 unterschrieben haben.
Versöhnung, Jugend, Europa und Solidarität beschreiben im Wesentlichen die Grundzüge des deutsch französischen Vertrages. Es gab Zeiten da war man Rivale, Gegner ja sogar so genannte Erbfeinde. Die beiden Weltkriege waren Tiefpunkte der Beziehung beider Völker. Besonders die Verbrechen der Nazi Herrschaft müssen immer in Erinnerung bleiben.
Botschaft dieses Vertrages ist, aus Feindschaft kann tiefe Freundschaft entstehen. Mehr als 85 % der Bevölkerung in beiden Ländern haben ein gutes, ja ein sehr gutes Bild des jeweilig anderen Landes.
Zu den Grundlagen dieses guten Ergebnisses gehören zweifelsfrei auch die über 2000 bestehenden Städtepartnerschaften. Bereits acht Jahre vor dem Abschluss des Vertrages entstanden die ersten deutsch-französischen Partnerschaften. Besonders Dörfer und Städte in der Nähe der Grenzen beschlossen diese Partnerschaften.
Bereits 1962 gab es einen Beschluss der damaligen Gemeindevertretung Altenbauna der wie folgt lautete:
Der Verschwisterung der Gemeinde mit Städten und Gemeinden anderer Länder in Europa wird einstimmig zugestimmt.
Es hat dann aber noch bis 1983 gedauert bis wir unsere erste Städtepartnerschaft geschlossen haben. Hier muss man immer wieder den früheren Bürgermeister Heinz Grenacher erwähnen, der aus der Erfahrung aus seiner badischen Heimat eine Partnerschaft mit einer französischen Stadt bevorzugte.
Diese Partnerschaft mit der normannischen Stadt Vire wird dieses Jahr 30 Jahre alt. Dies wird sowohl im Mai 2013 in Vire als auch im Frühjahr 2014 in Baunatal gebührend gefeiert.
Ich wurde mich freuen, wenn viele von ihnen mit uns feiern wurden. Selbst 1000 km mit dem Auto oder dem Bus oder auch das Problem der fremden Sprache sollte sie nicht davon abhalten.
Kommen wir zurück auf diese Ausstellung. In amüsanter Art wird hier die Partnerschaft und die Freundschaft vorgestellt.
Die persönlichen Beziehungen der Regierenden werden hier wunderbarer Weise gezeigt. Dies auch über Parteipolitische Gegensätze hinweg.
Da ist es auf der einen Seite der deutsche Sozialdemokrat Schmidt und der bürgerliche Valéry Giscard oder auf der anderen Seite der Sozialist Mitterrand und auf deutscher Seite der Christdemokrat Helmut Kohl. In jüngster Vergangenheit dann Schröder und Chirac und seit neuestem Holland und Merkel
In diesem Sinne wünsche ich der Ausstellung viel Erfolg
Zum Schluss ein Satz von meinem französischen Freund André Poulain:
Vergeben ja, vergessen nein.
Es lebe die deutsch-französische Freundschaft und es lebe die Freundschaft der beiden Städte Baunatal und Vire.
Auszeichnung
Im neuen Michelin France 2013 wird das Restaurant „Manoir de la Pommeraie“ in Vire mit einem
BIB ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch an Masako & Julien GUERARD aus unsere Partnerstadt.
BIB Gourmand
Im Restaurantführer Guide Michelin steht Bibendum als Symbol für die Kritik „Bib Gourmand“, mit der Restaurants ausgezeichnet werden, die „sorgfältig zubereitete und preiswerte Mahlzeiten“ anbieten.
Hier mein Bericht aus dem November 2012
https://29alwi.wordpress.com/2012/11/19/le-manoir-de-la-pommeraie-vire/
„ la Foire à l’Andouille de Vire“
Die 24. Auflage „ la Foire à l’Andouille de Vire“ von Donnerstag, 1. bis Sonntag, 4. November 2012 war wieder einmal Anlass unsere Partnerstadt in der Normandie zu besuchen.
Mehr als 50 Aussteller zeigen den Besuchern die enorme Vielfalt von regionalen französischen Produkten. Aus der Normandie natürlich die Andouille de Vire, die Apfelprodukte (Apfelwein, Calvados, Pommeau) oder die Kutteln à la mode de Caen.
Weitere Aussteller zeigten Produkte die z. B. auf Basis von Wildschwein, Taube, Fisch oder Gänseleber beruhten. Auch Weine aus verschiedenen Regionen Frankreichs (z.B. Elsass, Champagne, Bordeaux) sind im Angebot.
In diesem Jahr war Irland als Ehrengast mit typischen lokalen Produkten (Whisky, Tee, Chutney, etc …) und traditionelle Musik vertreten. Im nächsten Jahr werden wir mit typischen nordhessischen Produkten als Ehrengast auftreten.
Ein besonderer Höhepunkt waren die Kochvorführungen von dem Zweisternekoch Michel Bruneau, Bruneau hatte bis 2002 zwei Sterne im Restaurant La Bourride in Caen und anschließend das berühmte Restaurant La Mère Poulard auf Mont Saint-Michel.
2. Wahlgang Département Calvados – Vire
Alain Tourret, Parti radical de gauche 29 569 53.27 %
Jean-Yves Cousin, Union pour un mouvement populaire 25 940 46.73 %
Auch in der Stadt Vire erhält J.-Y. Cousin keine Mehrheit
Alain Tourret PRG 50.13 %
J.-Y. Cousin UMP 2 588 49.87 %
Damit scheidet Jean-Yves Cousin, der Bürgermeister unserer Partnerstadt Vire, nach zwei Wahlperioden aus der Nationalversammlung. Alain Tourret, war bereits von 1997-2002 Abgeordneter.
Auch Alain Cousin, der Bruder von Jean-Yves und bisheriger Abgeordneter in der Region Coutances (Manches) verliert sein Mandat.
Die Wahl im Wahlbezirk Calvados-Vire brachte folgendes Ergebniss.
Im zweiten Wahlgang stehen Jean-Yves Cousin, Bürgermeister unserer Partnerstadt Vire und der bisherige Abgeordnete sowie sein langjähriger Herausforderer Alain Tourret . 2007 erreichte Jean-Yves Cousin im ersten Wahlgang noch 46.88% und Alain Tourret 29.28%
Die anderen Kanditaten scheiterten an der 12.5 % Hürde.
Alain Tourret Parti radical de gauche 22 826 = 41.47%
Jean-Yves Cousin, Union pour un mouvement populaire 20 669 = 37.55%
Marie-Françoise Leboeuf Front national 5 860 10.65%
Viviane Boufrou Front de gauche 2 066 3.75%
Laurent Decker Europe Écologie – Les Verts 1 875 3.41%
Hubert Heuzé 496 0.90%
Serge Lezement Mouvement républicain et citoyen 369 0.67%
Gérard Leroy Gauche alternative 336 0.61%
Pascale Georget Lutte ouvrière 273 0.50%
Christiane Hérouard Debout la République 269 0.49%
Privates Abendessen anlässlich 29 Jahre Partnerschaft Baunatal-Vire am 17.05.2012
Gäste:
Marie Therese, Ginette, Mme. Tahan und Sohn Quentin aus Vire, Christian mit Frau, Erika und die Gastgeber Irmtraud und Wilfried.
1. Gang
Spargel – Parmaschinken – Wildkräuter
Der Spargel wurde über Dampf ca. 10 Min. gegart. Die Wildkräuter aus dem eigenen Garten wurden mit Zitronen-Olivenöl angemacht
2. Gang
Lachsforelle auf gebratenen Fenchel und Orangen-Olivenöl Vinaigrette.
3. Gang – Calvados – als Trou Normand
4. Gang
Zweimal Lamm – geschmorte Lammschulter und rosa gebratenes Lammrückenfilet, dazu grüne Bohnen, Rosmarinkartoffeln und Lammjus.
5. Gang
Käse aus der Normandie
6. Gang
Erdbeer-Papaya Ragout mit Vanilleeis
7. Gang
Kaffee mit kleinen Naschereien. Diese gekauft bei pralinenwerkstatt Kassel
Der Tisch
Dazu Weine von M. Schneider aus der Pfalz
Das Wochenende um Himmelfahrt ist seit Jahren der deutsch-französischen Freundschaft vorbehalten. So auch in diesem Jahr. Vom 17. bis 20. Mai trafen sich Bürger aus der normannischen Stadt Vire und der nordhessischen Stadt Baunatal zum 29. Partnerschaftaustausch. 75 Bürgerinnen und Bürger aus der Stadt Vire hatten am Mittwochabend die Reise nach Baunatal angetreten. Vom zwölfjährigen Musiker bis zum 82 jährigen Gründungsmitglied der Partnerschaft waren alle Generationen vertreten. Besonders erfreulich, dass auch diesmal der Anteil der Jugendlichen sehr hoch war. Man stellt fest, dass die Gründergeneration der Partnerschaft langsam in ein Alter kommt, wo die Fahrt von fast 1000 km immer schwieriger wird. Umso erfreulicher allerdings, dass immerhin zehn Gründungsmitglieder auch diesmal mit den Baunatal waren.
Von Donnerstagmorgen bis Sonntagmorgen hatten wir ein interessantes Programm zu bewältigen. Bei der Begrüßung und einem ausgiebigen Brunch ging es zuerst einmal in die Familien.
Um 16:00 Uhr wurde dann im Rahmen des Stadtfestes in Baunatal eine offizielle Begrüßung durchgeführt. Von französischer Seite war diesmal die stellvertretende Bürgermeisterin Mme. Tahan zum ersten Mal Gast in Baunatal.
In ihrer Begrüßungsrede verwies sie auf die Besonderheiten der Städtepartnerschaften im Rahmen der deutsch-französischen Freundschaft.
Am Donnerstagabend waren dann entweder private Feiern angesagt oder man feierte gemeinsam auf dem Baunataler Stadtfest.
Am Freitagmorgen war bereits für alle die Nacht um 6:00 Uhr vorbei. Nach einem kurzen Frühstück ging es dann mit zwei Bussen in unsere Partnerstadt Sangerhausen in Sachsen-Anhalt. Nach einem ausgiebigen geführten Stadtrundgang wurde das Mittagessen im Glasrestaurant des Rosariums eingenommen. Begrüßt wurden wir hier vom stellvertretenden Bürgermeister Schuster und der amtierenden Rosenkönigin.
Die Jugendlichen hatten im übrigen ihr eigenes Programm zusammengestellt. Auch wurde gemeinsam im Jugendzentrum übernachtet.
Nach der Rückkehr in Baunatal stand wiederum Freizeit auf dem Programm. Samstagmorgen wurde dann etwas länger geschlafen. Danach stand bei den meisten einkaufen im neuen Rationsland oder in den Geschäften in Baunatal und Kassel auf dem Programm.
Nach dem Festzug gegen 16:00 Uhr spielten der Musikzug des TSV Eintracht Baunatal und die französischen Kapelle Bagad gemeinsam auf der Rathaustreppe. Die Gruppe Bagad mit 23 Musikerinnen und Musiker angereist, spielt mit Dudelsack, Flöten und Trommeln keltische Musik.
Am Abend dann der Partnerschaftsabend. Diesmal hatten wir uns etwas Besonderes ausgedacht. Der Abend fand diesmal nicht in einem festlichen Saal statt, sondern in einer urigen Scheune. Bei Spanferkel, Lammbratwurst und den einheimischen Hütt Bier, feierten bei wunderschönem Maiwetter ca. 135 Deutsche und Franzosen.
Am Sonntagmorgen um 7:30 Uhr hieß es dann schon wieder Abschied zu nehmen. Für unsere französischen Freunde stand eine ca. 14 stündige Rückfahrt bevor.
Das nächste Treffen steht bereits fest. Der Präsident der Jumelage Vire Alain Vallee lud uns für die Feier zum 30 jährigen Bestehen der Partnerschaft bereits ein. Diese Feier soll ebenfalls um Himmelfahrt 2013 stattfinden. Wir freuen uns bereits jetzt auf diese Fahrt in unsere französische Partnerstadt