Steinerne Schweinchen (Gourmetrestaurant)

Das „Schweinchen“ hat sich im vergangenen Jahr ein neues Outfit zugelegt. Eingang und Empfang wurden neu gestaltet, das Äußere bekam einen neuen hellen Anstrich. Auch das Gourmetlokal wurde neu ausgestattet. Dunkle Farbtöne herrschen vor, Farbakzente werden durch großflächige Bilder in Orange gesetzt. Der wunderbare Blick über Kassel ist  weiterhin  vorhanden. Das ganze Haus hat durch diesen Kraftaufwand eindeutig gewonnen.  

Mein letzter Testbericht stammt vom 31.12.07 und es war daher an der Zeit sich zu informieren, ob die Veränderungen sich auch in der Küche bemerkbar machen. Jürgen Richter ist nach meiner Einschätzung auf dem richtigen Weg, er  hat allerdings das Problem, dass er auch für die anderen Restaurants des Hauses verantwortlich zeigt und das Gourmetrestaurant nicht immer ausgelastet ist. Dieser Spagat und die Ansprüche die Inhaber Thomas Nähler formuliert, er möchte einen Michelin Stern über seinem Hause stehen sehen, machen es nicht einfacher für ihn.

Dies war auch bei unserem Besuch am 27.02.09 deutlich merkbar.

Nach einer telefonischen Reservierung  wurden wir von einer jungen Dame freundlich begrüßt und zum Tisch begleitet. Wir waren die einzigen Gäste und es sollten an diesem Abend auch nur noch ein Tisch mit zwei Personen besetzt werden.

Auch Herr Nähler begrüßte uns freundlich und wir führten ein interessantes Gespräch über die Gastronomie in Kassel. Als Aperitif wurde ein Champagner ausgesucht. Das Glas 0.01 für 9,50 €.

Dreierlei Brot und Salzbutter stand schnell auf dem Tisch.

Tatar vom Flusskrebs, Flusskrebs im krossen Strudelteig, ein Stückchen Roastbeef sowie eine kalte Zucchinisuppe wurde als Amuse Bouche serviert.

 Schweinchen-Amuse Bouche

Aus der Karte wählten wir ein  à la carte Menü aus. Dieses kann mit sieben Gängen für 99 €, mit fünf Gängen für 79 € oder mit drei Gängen für 54 €  bestellt werden Außerdem wird ein Degustations-Menü mit vier Gängen und den entsprechenden Weinen für 79 € angeboten.

Wir entschieden uns für die fünf Gänge die wie folgt serviert wurden.

 Allerlei vom Kaninchen mit Kakao und Trockenfeigen

Auf einer Schiefertafel lagen Leber, Niere und Rücken des Tieres, dazu mit einem breiten Pinselstrich die Schokolade sowie die Feigen als Tatar.

Hier geht Richter einen neuen Weg den er aber mit etwas gewagteren Gewürzen, besonders bei der Schokolade, (evtl. etwas Chili) stärker einschlagen soll.

Leber und Niere auf den Punkt gebraten.

 Schweinchen- 1. Gang

 Wachtel mit bunten Kartoffelrondell und violettem Kartoffelsorbet

Wunderbar saftige Wachtelbrust mit intensiver Sauce. Das Sorbet war allerdings kein klassisches Sorbet sondern lediglich ein eiskalter violetter Kartoffelbrei.

 Schweinchen-2. Gang

 

Atlantik – Steinbutt mit Essigkirchen, Röstbrot und Lardo

Ein saftiges Stück Fisch, die Essigkirsche glänzte mit Abwesenheit, lediglich etwas roter Saft war zu sehen. Krosses Brot, beim Lardo schieden sich die Geister. Der Lardo war mir durch das Grillen zu salzig geworden, meiner Frau allerdings gefiel diese Zusammenstellung

 Schweinchen-3. Gang

 

Kalbscarrèe und –bäckchen  mit Banjulreduktion und Steckrüben.

Die Bäckchen  saftig geschmort, das Carrèe  gerade noch rosa gebraten, die Steckrüben als kleine Quadrate  geschnitten, hätten ruhig etwas mehr sein dürfen.

  Schweinchen-4.Gang

  Käse vom Oberellenbacher Kirchhof

Fünf verschiedene Sorten vom Biohof aus Oberellenbach. Gut gereift und eine Alternative zu  den sonst üblich servierten Käsesorten.

 Schweinchen-5.Gang

 Zwergorangen mit braunem Zucker

Wie eigentlich bei allen Besuchen im „Schweinchen“, der süße Abschluss ist fast immer der schwächste Gang. Hier sollte und muss sich Richter etwas einfallen lassen.

 Schweichen-6.Gang

Als Weiswein hatten wir einen 0,37 l Sancerre aus dem Burgund gewählt, als Rotwein einen ebenfalls 0,37 l Rocca Rubia. Beide Weine, mit richtiger Temperatur serviert, passten sehr gut zu den einzelnen Gängen. Zum Abschluss Espresso und kleine Süßigkeiten sowie einen guten Marillenschnaps,

Fazit: Ein gelungener Abend mit kleinen Schwächen, die aber bei der Gesamtbeurteilung nicht ins Gewicht fallen.

Grischäfer Bad Emstal

Es vergeht kaum eine Woche im Jahr, in der die „Grischäfer’s“ nicht in der örtlichen Presse erscheinen. Sei es in den verschiedenen Lokalitäten die sie betreiben, oder als Caterer bei diversen Veranstaltungen im nordhessischen Bereich.

Stammzelle ist das Hotel Restaurant Grischäfer in Bad Emstal-Sand.  Mein letzter Besuch lag schon lange zurück und war ich daher positiv überrascht was uns an diesem Abend vorgesetzt wurde.

Grischäfer 2

Freundlicher Empfang durch eine junge Dame, Begleitung an den reservierten Tisch und sehr zügig kamen die Speiskarten und die Frage nach einem Aperitif, die  wir diesmal  verneinten. Gegen den ersten Hunger wurde frisches Landbrot sowie Griebenschmalz auf den Tisch gestellt.

Speisen:

Die Karte mit der Überschrift „Grischäfers Winterfreuden“ zählt u.a. 5 Vorspeisen,  zweimal Fisch, 11 Hauptgerichte und 2 Dessert auf. Auch ein vegetarisches Gericht sowie  unter der Rubrik „Rustikal“ sind 5 nordhessische Spezialitäten aufgeführt.

Eine Tagesempfehlung wurde leider nicht ausgesprochen.

Ich wählte folgendes aus der Karte aus.

 

1. Hessisches Linsensüppchen mit Wachtelbrust, (6.00€)

Cremiges Süppchen mit gutem Linsengeschmack, die zarte Wachtelbrust kam gegen den doch kräftigen Linsengeschmack nicht an. Eigentlich ist die Brust nicht notwendig.

 Vorspeise

 

 2. Gebratene Maishähnchenbrust mit Babyblattspinat und frischen Nudeln (14.80€)

Saftige Hähnchenbrust, der Spinat gut gewürzt mit leichtem Knoblauchgeschmack. Die Nudeln leider nicht aldente und recht „matschig“. Im Verhältnis zu Brust und Spinat viel zu viel Nudeln. Die dunkle Bratensauce zu kräftig und erschlug die zarte Hähnchenbrust. Ein Gericht mit kleinen handwerklichen Fehlern, auch in der Zusammensetzung.

 Hauptgericht

 

3. Arme Ritter mit Vanilleeis- und sauce. (4.00€)

Feiner Vanillegeschmack, die drei Scheiben „Arme Ritter“ kross ausgebraten. Guter Abschluss.

 Dessert

 

Getränke: Wir entschieden uns für den 2007 Böddiger Berg, glasweise ausgeschenkt. Der „Böddiger Berg“ ist der nördlichste Weinberg in Hessen. Feiner fruchtiger Geschmack.

Speisekarte: http://speisekarten.wordpress.com/2009/02/07/der-grischafer-bad-emstal/

 

 

Restaurant „Le Bréard“ Honfleur

 

Le Breard
Le Breard

Samstagabend in Honfleur 26.07.08

Das Restaurant „Le Bréard“ liegt im Herzen der Stadt. Vom Hafen sind es ca. 2-3  min. zu Fuß. Vom Place Sainte Catherine sind es nur ca. 20 m.

In 2 in einander gehende Räume auf 2  unterschiedlichen Ebenen für ca. 30 Personen und einem schönen Innenhof kann man die kreative Küche von  Fabrice Sebire genießen. Die Räume sind in Beige und Braun gehalten. Farbtupfer bringen  Gemälde und Skulpturen.

Fabrice Sebire hat u.a. bei Guy Martin und Alan Senderes gearbeitet.

Die Speiskarte bot 2 Menüs  mit 4 Gängen für 26 € bzw. 34 € plus Amuse Bouche. Ala Carte wurden

5 Vorspeisen von 16-25 € sowie 3 Hauptspeisen von 25-27 €, Käse für 7 € sowie 5 Dessert für 12 € angeboten. Für die Leistung die folgte ein gutes Preis/Leistungsverhältnis.

Amuse Bouche

Zum Auftakt kleine gefüllte Blätterteighäppchen, danach eine Schale Fond von Krustentieren, abgedeckt mit einem nicht definierbaren Schaum.

Schlichter „Gruß aus der Küche“ aber mit gutem Geschmack.

Dazu als Aperitif ein Cocktail „Normandy“

1.Gang

Hummer mit Pfifferlingen und  Nüssen im Hummerfond.

Der  halbe Hummer hatte viel Geschmack, etwas zu viel Pilze, die Nüsse störten mit ihrem Geschmack den guten Hummerfond.  Dazu ein 2006  Sancerre

Hummer - Le Breard
Hummer - Le Breard

 2. Gang

Steinbutt mit Lauch und Muschelfond.

Perfekt gegrillter Steinbutt,  der Fond hatte ein bisschen  zu viel Salz abbekommen.

Steinbutt
Steinbutt

2a. Gang

Ochsenfilet mit Mangold und frittierten Zwiebeln

Auf den  Punkt gebratenes Fleisch,  die frittierten Zwiebeln waren eigentlich überflüssig,  die kleinen gefüllten Mangoldtaschen schmeckte nach mehr.

3.Gang

Saverin von weißer Schokolade.  Püree und Sorbet von der Mango.

Ein warm-kaltes Vergnügen  zum Abschluss. Das Sorbet war zart schmelzend und nicht zu süß.

Dessert
Dessert

3a. Gang

Souffle von Früchten mit einem Exotischen Früchtesalat.

Wie man im Bild erkennt ist das Souffle schön aufgegangen. Der Salat serviert in einer sehr kleinen Portion. Hier hat man das Wort „klein“ wörtlich genommen.

Dessert
Dessert

Zum Abschluss

Kaffee und ein Jahrgangscalvados. Dazu ein Stückchen Sandkuchen und in einem hohen Glas Quark mit Basilikum- und Mangopüree.

Fazit: Moderne französische Bistroküche

 

 

 

Restaurant La Fontaine – Bernay

La Fontaine
La Fontaine

Restaurant La Fontaine

In 2 Räumen sowie auf der Terrasse werden Grill- sowie normannische Gerichte serviert. Außerdem ist noch eine Bar vorhanden. Freundlicher Empfang und bei den sommerlichen Temperaturen werden wir gleich auf die Terrasse geführt. Hier stehen leider nur billige Kunststoffmöbel, die nicht den stabilsten Eindruck machten. Und in der Tat, obwohl mein Begleiter nicht besonders viel wiegt, bei einer Bewegung krachte der Stuhl zusammen. Das war aber auch das einzige negative an diesem Abend.

Als Aperitif wurde ein Pommeau ausgewählt, Brot und Butter wurden schnell serviert, so dass der erste Hunger gestillt werden könnte. Es werden 5 Menüs von 16.00 € – 47 € sowie ein Kindermenü bis 12 Jahre für 8,50 € angeboten.

Aus der Karte wählten wir a la Carte:

Als Vorspeise : Crotin de Chavignol  mit Salat.

Der Käse leicht gegrillt auf einem gegrillten Bauernbrot dazu ein grüner Salat mit Tomate.   Eine einfache aber schmackhafte Vorspeise.

Als Hauptgericht:  Gegrillte Entenbrust mit Lauch und Kartoffeln.

Leider wurde dieses Gericht  mit einer typischen dicken Sahnesoße serviert, die Entenbrustscheiben Medium serviert.

Diesmal wurde auf einen Käsegang verzichtet da ja bereits in der Vorspeise Käse ausgewählt wurde

Dessert: Apfeltarte mit einen Schuss Calvados

am Tisch flambiert sowie eine Kugel  Apfelsorbet,  ein schöner Abschluss mit einer typischen normannischen Spezialität.

Als Getränk: Zwei  gut gekühlte Flaschen Cidre braut.  Kaffee und ein  Glas Calva rundeten den Abend ab.

Kosten pro Person : 54 €

Besucht am 24.07.2008

Hotel Acropole in Bernay

Hotel Acropole - Bernay
Hotel Acropole - Bernay

Hotel  Acropole in Bernay

Das Hotel liegt südlich des Städtchens Bernay an der D 438. Das Hotel verfügt über 51 Zimmer. Die Standartzimmer kosten 58 €, die Komfortzimmer 68 €. Unser Zimmer in der „Komfortklasse“ ist für französische Verhältnisse gut ausgestattet.  Das WC ist vom Badezimmer getrennt angeordnet. Das Badezimmer mit Badewanne und Waschbecken ist relativ klein, leider fehlt eine Ablagemöglichkeit  und ein Haken oder Handtuchhalter. Vorsicht ist bei der Benutzung der Dusche angesagt. Warm und kalt sind verdreht angeordnet.

Es sind 2 Betten vorhanden 1x 1.40 x 2,00 m und einmal 0,90 x 2,00 m. So können 3 Personen (2 Erwachsene + 1Kind) relativ preiswert übernachten. Das Frühstück kostet pro Person 8 € zusätzlich und bietet mehr als den sonst üblichen französischen Standart. Autos können auf dem großen Parkplatz vor dem Hotel abgestellt werden. Wenn möglich sollte man ein Zimmer zum Garten hin bestellen. Die vorbeiführende D 438    ist leicht störend.

Ein kleines Schwimmbad ist vorhanden, dies kann bei Bedarf mit einer Rundkonstruktion abgedeckt werden.

Das Essen wird im Grillrestaurant  „La Fontaine“ eingenommen. Das Restaurant wird getrennt vom Hotel geführt.

 Übernachtet am 24.07.2008

Hotel de la Tour – Honfleur

Hotel de la Tour Honfleur

An einem Samstag, Ende Juli, unangemeldet in Honfleur ein Zimmer zubekommen ist nicht einfach.  Nach zwei Versuchen landeten wir im Hotel de la Tour. Bereits im Jahre  2005 haben wir in diesem Hause übernachtet. Das Haus wurde inzwischen zum positiven hin renoviert.  Die freundliche Dame am Empfang erläuterte, dass die Übernachtung pro Zimmer am Wochenende 119 € kosten wurde, die Kosten vom Dienstag- Donnerstag aber nur 59 €. Ein saftiger Aufschlag für Wochenendgäste. Das Hotel liegt in der Nähe des Hafens, gegenüber dem großen gebührenpflichtigen Parkplatz in der Quai de la Tour.

 

Das Auto konnten wir direkt vor dem Hotel abstellen, wir sparten so die Parkplatzgebühren. Leider lag das Zimmer zur Straße hin. so dass man den Verkehrslärm bei offenen Fenster bis weit nach Mittenacht ertragen musste. Bei einer Reservierung sollte man also auf Zimmer in Richtung Innenstadt bestehen. Das Zimmer sowie das Bad sind zweckmäßig eingerichtet. Es gab genügend Ablagemöglichkeiten. Das Bad mit Badewanne und Dusch-vorhang, Waschtisch mit seitlich viel Ablagemöglichkeiten, großer Spiegel, Fön. Das Frühstück wurde nicht im Hotel eingenommen, sondern in einem kleinen Cafe am Hafen.

Übernachtet am 26.07.2008

Hotel-Restaurant Le Gue du Holme – Ducey

Hotel  Le Gue du Holme

Le Gué du Holme
Saint-Quentin-sur-le-Homme
50220 Ducey
Tél. : 02 33 60 63 76
Fax : 02 33 60 06 77
e-mail : info@le-gue-du-holme.com
http://www.le-gue-du-holme.com/

 In der Nähe der Stadt Avranches und nicht weit von der Bucht des Mont St. Michel liegt dieses bezaubernde Hotel Restaurant in dem kleinen Dorf  Saint-Quentin sur le Home. Das Hotel verfügt über 10 Zimmer. Im Erdgeschoss liegt auch ein behindertengerechtes Zimmer. Die Zimmer haben fast alle Blick in einen kleinen Garten, hier kann man bei schönem Wetter auch das Frühstück einnehmen.   Die Zimmer sind gut ausgestattet. Wie so häufig in Frankreich sind WC und Bad getrennt. Das Bad relativ klein, mit Badewanne und Waschtisch versehen, großer Spiegel über dem Waschtisch. Leider fehlt bei der Wanne eine Duschabtrennung. Die Gefahr, das Bad unter Wasser zusetzen, ist daher groß.

Hinter dem Haus gibt es ein Parkplatz der nachts abgesperrt wird.

Freundlicher Empfang durch die Dame des Hauses. Typisches französisches  Frühstück ab 08.00 Uhr.  Das Hotel gehört der Châteaux & Hotels de France an. Zimmerpreis 60-95 €.

Eingang
Eingang

Restaurant  Le Gue du Holme

Der Empfang und die vor gelagerte kleine Bar sind in einem warmen Holzton, mit Steinfußboden und dezenten Licht freundlich gestaltet. Es gibt zwei Speiseräume. Während der Speiseraum zur Straße hin ebenfalls in Holz und Brauntönen gehalten ist, strahlt der andere in Weiß mit Blick in den Garten. Letzterer war bei unserem Besuch einer Gesellschaft vorbehalten, so dass wir im vorderen Raum Platz nahmen. Das Restaurant war sehr gut besucht, auch von Personen die nicht im Hotel übernachteten.

Bar
Bar

Wir wurden an einen weiß gedeckten Tisch geleitet der angenehm dekoriert war. Als Aperitif wurde ein Cocktail „Normandy“ gewählt.  Ein Teller mit 3 kleinen Häppchen stand schnell auf dem Tisch.   Dazu  kleine Baguette, die unaufgefordert auch nachgelegt wurden und ausreichend Salzbutter der Normandie.

Zur Auswahl stehen 3 Menüs sowie 10 Vorspeisen davon 4 verschiedene Hummerzube-reitungen, 4 Fischgerichte, 3 Fleischgerichte sowie ein Kindermenü, separate Dessertkarte.

Wir wählten das Menü „Gourmand“, 4 Gänge für 48 €, dazu zum 1. Gang ein Glas „Coteaux de Saumur“ das Glas 0.01 l  zu 5 E und ein halbe Flasche „Moulin de la lagune zu 23.50 €

1. Amuse Bouche

Kleine Tomate gefüllt mit Ziegenkäse, Melone mit Schinken und ein Schälchen Tapenade, dazu für jeden zwei Scheiben Baguette.

Einfacher, aber schmackhafte Auftakt. Lediglich die Tomate mit Füllung war Kühlschrank kalt.

Amuse Bouche 1
Amuse Bouche 1

 2. Amuse Bouche

 Lachs grob durch den „Wolf“ gedreht, luftige Creme.

Amuse Bouche 2
Amuse Bouche 2

 1. Gang – Foie Gras mit Apfelmus, Caramel

 Die Foie Gras leicht mit Calvados parfümiert,  gefüllt mit Rhabarber.  Eine schöne Zusammenstellung der Aromen, Lediglich der Caramel war eigentlich überflüssig.

Leber
Leber

 2. Gang – Lamm mit  Sommerknoblauch, Kartoffelpüree und Lammjus.

 Eine rosa gebratene Scheibe vom Carre und 2 Scheiben vom Rücken waren gut gewürzt, hatte aber leider kaum „Lammge-schmack“, luftiges Püree und leichter Jus. Bei 4 Gängen hatte dieser Gang etwas mehr auf dem Teller haben können.

Lamm
Lamm

  3. Gang –  Käse der Normandie

 Auf einem Wagen wurden ca. 25 verschiedene gut gereifte Käsesorten vorgefahren. Wir wählten Camembert, Livarot und Pont l’ Évêque  sowie ein in Asche gewälzter Ziegenkäse.

Käse
Käse

 4.Gang – Apfelsorbet mit Calvados

 Ein einfaches aber wohlschmeckendes Dessert als Abschluss.

Dessert
Dessert

Mit einem Calvados „Doyen d’Age“ Groult Pas d’auge und einen „Cafe ou inffusion“  wurde ein typisches normannisches Abendessen beschlossen.  Wer die südwestliche Normandie besucht oder auf den  Weg in die Bretagne ist, sollte hier einen Stopp einlegen.

Besucht am  25.07.08

L’etable Bad Hersfeld

Ein Stern im Michelin und 16 Punkte im GM, gewisse Erwartungen  werden durch diese Bewertungen aufgebaut. Nach GM 08 ist  L’etable „eine der interessantesten und kreativsten Gourmetadressen der Republik“. Auch Bernd Matthies lobte das Haus in Essen und Trinken. Nach meinen Besuch kann ich allerdings diese Lobeshymnen nicht ganz nachvollziehen. Sieht man allerdings allein die Regionen Nordhessen, Südniedersachsen, Ostwestfalen  steht L’etable mit an der Spitze. Auf die gesamte Republik bezogen sind die Bewertungen nach meiner Meinung zu hoch ausgefallen. Ein Fazit vorweg, die einzelnen Gerichte liegen zwischen 14 und 15 Punkten, der Stern kam vielleicht zu früh. Küchenchef Benedikt Faust, der u.a. bei Juan Amador und im Hotel Burg Greifenstein gearbeitet hat, sollte mehr Mut zum Würzen haben.

Das Restaurant ist im Erdgeschoss des Hotel und Restaurantkomplexes „Zum Stern“   untergebracht. Der ehemalige „Stall“ ist in seinem Grundkonzept mit seinen drei kleinen, in einander übergehenden, Räumen beibehalten worden. Bedingt durch diese Beibehaltung sind die Räume allerdings fensterlos.

Freundlicher Empfang  durch eine junge Dame, die uns, kaum dass wir Platz genommen hatten,  nach einen Aperitif fragte. Wir entschieden uns für einen Ruinart Brut 0,1 l für 10,5 €. Danach kamen 5-6 verschiedene Sorten Brot mit Butter,  so konnte  der erste Hunger gestillt werden. Brot und Butter wurden im laufe des Abends großzügig nachgelegt.

Die Speisekarte bietet drei Menüs an, die mit unterschiedlichen Gängen  bestellt werden können.  Das L’ etable Menü mit 5 Gängen  für 78 €, mit einem Weinmenü + 30 €. Als 6 Gang Menü für 89 € plus Weinmenü für 36 € wird ein Romantik Menü angeboten. Ein Kennlern-Menü mit 3 Gängen für 39 €, dieses wird ohne Amuse Bouche und Petit Fours angeboten. Wir entschieden uns für das L’etable Menü  mir 4 Gängen für 71 €, dabei wurde das Dessert aus dem Romantik Menü gewählt.

 Die Amuse Bouche scheinen der Versuch zu sein, seinen „Lehrmeister“ Juan Amador nachzueifern. Da wird mit Reagenzgläser und Molekularküche gearbeitet, ohne aber auch nur im Geringsten den Lehrmeister zu erreichen. Gelungen waren ein Kalbschwanzcroustillant und der Shrimscocktail en Pipette.

Amuse Bouche
Amuse Bouche

1.Gang

Hummer mit Schwarzwurzel, Trüffel & Aioli

Hummer
Hummer

Der Salat lauwarm angemacht, leider völlig ungewürzt. Sowohl Trüffel als auch Aioli nicht schmeckbar.

Die Hummerschaumsuppe dagegen gut abgeschmeckt, das Beste an diesem Gang.

2.   Gang

Seeteufel& Schweinebauch mit Graupen und Zuckerschoten.

Seeteufel& Schweinebauch
Seeteufel& Schweinebauch

Auch hier vermissten wir die Gewürze, saftig der Schweinbauch, die Zuckerschoten als Süppchen serviert, außerdem verloren sich noch ein oder zwei? klein geschnittene Schoten auf dem Teller.

3. Gang

Filet vom Jungbullen mit Sauce Bérnaise, Kartoffelgratin & Champignons.

Filet vom Jungbullen
Filet vom Jungbullen

Unsere Diskussion mit dem Maitre wegen den Gewürzen zeigte Wirkung. Diesmal gut abgestimmt, lediglich das Kartoffelgratin schmeckte recht fad. Auch die  Champignons wurden als Süppchen serviert. Benedikt Faust scheint ein Faible für Suppen zu haben.

4. Gang

Mango & Buttermilch

Ein erfrischender Abschluss mit einem Mangosorbet, einer Tarte von Mango& Buttermilch sowie Buttermilchfrappe mit Mango.

Mango & Buttermilch

 Zum Abschluss Espresso und dazu kleine Aufmerksamkeiten aus der Küche, z.B. Dampfnudel mit  Vanillesoße, Karamelleiskonfekt und Mohnküchlein. Dazu eine After Eight Lolli, auch hier ließ Amador grüßen.

 

Ich selbst blieb Alkoholfrei, nur den Probeschluck habe ich mir genehmigt, der ausgesucht Rotwein von M. Schneider begeisterte alle.

Eigentlich ein gelungener Abend, vielleicht waren meine Erwartungen durch verschiedene Berichterstattungen zu hoch angesetzt.

Meine Kritikpunkte habe ich im übrigem mit dem Maitre ausgiebig diskutiert.

Restaurant „Le Pave d’ Auge“.

Pave d'Auge - Eingang
Pave d'Auge - Eingang

Zweite Station meiner kulinarischen Reise im Nov. 07 in die Normandie war das Dorf Beuvron-en-Auge.  Beuvron-en-Auge, gelegen im malerischen Pays de Auge, gehört zu den schönsten Dörfern Frankreich und steht unter Denkmalschutz. Mitten in diesen kleinen Ort steht die ehemalige Markthalle im normannischen Fachwerk und beheimatet das * Restaurant „Le Pave d’ Auge“.

Normannisches Fachwerk nicht nur außen, sondern auch im Innenbereich mit seinen bis unter dem Dachfirst reichenden Gebälk.

Die ca. 35 Plätze waren an diesen Freitagmittag bis auf einen Tisch für 6 Personen besetzt.  Obwohl nicht angemeldet konnten  wir einen interessanten Gourmetnachmittag erleben.

Als Aperitif wurde ein „Kir Normandie“ gewählt, als Amuse bouche wurde ein Süppchen von Krustentieren in Espressotassen serviert. Dazu normannisches Landbrot und Butter. Obwohl die Normandie ja das Butterland schlecht hin ist, wurde nur ein kleines Stück serviert. Dies ist allerdings in der Normandie leider kein Einzelfall.

Nun zu der Speisekarte

3 Menüs mit verschiedenen Varianten werden angeboten.

Menü 1 mit einer Vorspeise, Hauptgericht, Käse und Dessert für 38,00 €

Menü 2 mit 4 Gängen plus Käse und Dessert für 58.00 €

Menü 3 mit einer Vorspeise, Hauptgericht, Käse und Dessert für 52,00 €

 

Ich entschied mich für Menü 1 das wie folgt serviert wurde

1. Gang           Frittierte Streifen vom Fischfilet mit einer Tomaten-Orangen Sauce.

                        Eine Art verfeinerte Fischstäbchen mit einer gut gewürzten Sauce.

2. Gang           Brust und Keule vom Fasan mit Rosenkohl und  Apfel

Die Brust auf den Punkt gebraten, die Keule ausgelöst und mit den Innereien des Vogels gefüllt. Die Beilagen konnten nicht überzeugen. Der Rosenkohl  leider mehr als bissfest serviert, der Apfel fast als Apfelmus.

Pave d'Auge - Fasan
Pave d'Auge - Fasan

3. Gang           Käse vom Wagen

                        Die Entscheidung viel auf die drei großen der Normandie.

                        Alle drei Käse auf den Punkt gereift.

4. Gang           Tarte Tatin mit Vanillecreme und Apfelsorbet.

                        Ein Dessert wie es oft in der Normandie serviert wird, hier aber in völlig neuer Form.

In einem hohen Glas wurden die einzelnen Komponenten von unten nach oben wie

folgt geschichtet. Eine geschmacklich hervorragende Vanillecreme, warme Apfelspalten, Sahne und das Apfelsorbet, dazu eine knusprige Blätterteigstange.

Kaffee, kleine Süßigkeiten und ein Calvados beendeten ein gelungenes Mittagsmahl.

Pave d'Auge
Pave d'Auge

„La Terrasse et Assiette“ – Honfleur

„La Terrasse et Assiette“

Das Restaurant liegt im Herzen der Altstadt von Honfleur. Außen unverputztes Mauerwerk, innen normannisches Fachwerk.

Herzlicher Empfang durch die Eigentümerin, als Aperitif ein normannischer Pommeau. Dazu kleine Blätterteighäppchen gefüllt mit allerlei Meeresgetier.

Als Amuse bouche wurde in einem hohen Glas eine Mouse von der Jakobsmuschel mit einem Krustentierfond serviert. Geschmacklich in Ordnung, jedoch sehr schlecht aus dem hohen Glas zu bekommen.

Ich entschied mich für das 4 Gang – Menü für 29 €, für das dann gelieferte ein sehr günstiger Preis.

  1. Scheibe von der Entenstopfleber mit einer Zwiebelkonfitüre.

Die Leber leicht mit Vanille gewürzt, die Zwiebelkonfitüre brachte eine gewisse Süße mit, passte sehr gut zur Leber. Der beste Gang.

  1. Jacobsmuscheln gebraten mit Chicorée und einer Granatapfel Sauce.

Die Muscheln kurz gebraten, der etwas herbe Chicoree übertönte dabei leider den feinen Muschelgeschmack. Die Sauce schmeckte nach nichts, dafür aber eine leuchtend rote Farbe auf dem Teller.

  1. Camembert eingepackt in Speck und gebraten mit Pfefferkaramell und Salat.

Mit gebratenem Camembert habe ich so meine Probleme

  1. Brochette von frischen Früchten mit Sauce Chocolat und einem Litchegranite.

Sehr einfaches Dessert.

Aufmerksamer Service

Das Restaurant „La Terrasse et Assiette“ wurde geschlossen und wird als „Restaurant Cote Resto“ mit neuen Besitzern  weitergeführt. http://www.cote-resto-honfleur.com/