Margaux – Berlin – 2013

Zum Aperitif:  Winzersekt von der Nahe –  Weingut Korell

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Dazu: Himbeere, Earl Grey  – Valenciano, Couscous, Alge, Ingwer – Knusper mit Minze  – Knäckebrot, Rote Bete, Lauch –  Austern Melba, Polnische Vinaigrette & Pfahlmuscheln

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Als Amuse Bouche:  Jahreszeiten aus dem Garten & Gemüsebrot

Eine wohlschmeckende Gemüsetapenade, orientalisch gewürzt. Dazu ein buntes Gemüsebrot.

02a Gemüsebrot

03 Steinköhler

Steinköhler „Graved Style“, Kaisergranat,, Meerrettich, Schwarzwurzel, Honig, Senf

04 Forelle-Linsen

„Forelle Müllerin“ & Saure Linsen,  Mandeln, Zitrone & Petersilie

05 Spinat

“Ein Teller Spinat“, Eigelb, knusprige Kartoffeln, getrocknete Basilikumsaat, & Perigord-Trüffel

06 Lamm

Lamm & Puntarelle – eingelegte Paprika, Joghurtcreme & Couscous

07 Paprikasorbet

Paprika, Himbeere & Engelwurz, Kandierte Oliven & Orange

08 Rumtopffrüchte

Rumtopffrüchte und Bratapfelsorbet

09 Finale

Final – Kaffee & Anis –  Oliven Macaron – Ingwergranitée, Limone & Basilikum – Berliner Pfannkuchen – Mohn Schaum Kuss

Besucht am 21.03.2013 (abends)

Speisekarte

Zicklein

Nieren

01 Nieren

Geschmorte Zickleinschulter und Dünnung, Löwenzahn, peruanische Kartoffeln und Rotweinsauce

02 Zicklein

Rotwein

03 Rotwein

Ausstellung Deutsch-französischer Vertrag

Ansprache anlässlich der Ausstellung Deutsch-französischer Vertrag.

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Ein Wochenende nach Paris, Besichtigung des Eifelturms, eine Fahrt auf der Seine, danach ein Essen in einem guten Restaurant. Vielleicht auch nur ein Baguette mit Ginette .

Vielleicht auch ein Urlaub in der Provence  oder eine Bootsfahrt auf dem Canal du Midi. Oder es geht in den Norden in die Normandie mit ihren Kreidefelsen, eine Besichtigung des Städtchens Honfleur und die Besichtigung der Landungsstrände. Natürlich darf auch eine Besichtigung von  Mont-Saint-Michel nicht fehlen.

All dies ist heute 68 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges für uns fast zur Selbstverständlichkeit geworden.

Völlig anders dagegen das Verhältnis beider Völker beider Völker in den letzten Jahrhunderten.

Es ist daher ein besonderer Verdienst der beiden alten Männer Charles de Gaulle und Konrad Adenauer die diesen Vertrag ausgearbeitet und am 22. Januar 1963 unterschrieben haben.

Versöhnung, Jugend, Europa und Solidarität beschreiben im Wesentlichen die Grundzüge des deutsch französischen Vertrages. Es gab Zeiten da war man Rivale, Gegner  ja sogar so genannte Erbfeinde. Die beiden Weltkriege waren Tiefpunkte der Beziehung beider Völker. Besonders die Verbrechen der Nazi Herrschaft müssen immer in Erinnerung bleiben.

Botschaft dieses Vertrages ist, aus Feindschaft kann tiefe Freundschaft entstehen. Mehr als 85 %  der Bevölkerung in beiden Ländern haben ein gutes, ja ein sehr gutes Bild des jeweilig anderen Landes.

Zu den Grundlagen dieses guten Ergebnisses gehören zweifelsfrei auch die über 2000 bestehenden Städtepartnerschaften. Bereits acht Jahre vor dem Abschluss des Vertrages entstanden die ersten deutsch-französischen Partnerschaften. Besonders Dörfer und Städte in der Nähe der Grenzen beschlossen diese Partnerschaften.

Bereits 1962 gab es einen  Beschluss der damaligen Gemeindevertretung Altenbauna der wie folgt lautete:

Der Verschwisterung der Gemeinde mit Städten und Gemeinden anderer Länder in Europa  wird einstimmig zugestimmt.

Es hat dann aber noch bis 1983 gedauert bis wir unsere erste Städtepartnerschaft geschlossen haben. Hier muss man immer wieder den früheren Bürgermeister Heinz Grenacher erwähnen, der aus der Erfahrung aus seiner badischen Heimat eine Partnerschaft mit einer französischen Stadt bevorzugte.

Diese Partnerschaft mit der normannischen Stadt Vire wird dieses Jahr 30 Jahre alt. Dies wird sowohl im Mai 2013 in Vire als auch im Frühjahr 2014 in Baunatal gebührend gefeiert.

Ich wurde mich freuen, wenn viele von ihnen mit uns feiern wurden. Selbst 1000 km mit dem Auto oder dem Bus oder auch das Problem der fremden Sprache sollte sie nicht davon abhalten.

Kommen wir zurück auf diese Ausstellung. In amüsanter Art  wird hier die Partnerschaft und die Freundschaft vorgestellt.

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Die persönlichen Beziehungen der Regierenden werden hier wunderbarer Weise gezeigt. Dies auch über Parteipolitische Gegensätze hinweg.

Da ist es auf der einen Seite der deutsche Sozialdemokrat Schmidt und der bürgerliche Valéry Giscard oder auf der anderen Seite der Sozialist Mitterrand und auf deutscher Seite der Christdemokrat Helmut Kohl. In jüngster Vergangenheit dann Schröder und Chirac und seit neuestem Holland  und Merkel

In diesem Sinne wünsche ich der Ausstellung viel Erfolg

Zum Schluss ein Satz von meinem französischen Freund André Poulain:

Vergeben ja, vergessen nein.

Es lebe die deutsch-französische Freundschaft und es lebe die Freundschaft der beiden Städte Baunatal und Vire.

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Ein Produkt – fünf Gänge

Ein Produkt (Poularde) und fünf Gänge und aus dem Gerippe wurde eine Brühe gekocht und eingefroren.

00 Das Produkt

Das Produkt. Poularde ca. 2.2 kg schwer vom Biohof Hirschler in Eubach.

01 Salat mit Leber

Salat mit Leber

02 Flügel

Die Flügel mit einer Tomatensauce.

03 Suppe

Suppe mit Nudeln und Magen.

04 Keulen

Gefüllte Keule mit Vanillekarotten.

05 Brust

Die Brust auf Rahmwirsing.

BIB France 2013

Auszeichnung

Im neuen Michelin France 2013 wird das Restaurant „Manoir de la Pommeraie“ in Vire  mit einem

BIB ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch an Masako & Julien GUERARD aus unsere Partnerstadt.

BIB Gourmand

Im Restaurantführer Guide Michelin steht Bibendum als Symbol für die Kritik „Bib Gourmand“, mit der Restaurants ausgezeichnet werden, die „sorgfältig zubereitete und preiswerte Mahlzeiten“ anbieten.

Hier mein Bericht aus dem November 2012

https://29alwi.wordpress.com/2012/11/19/le-manoir-de-la-pommeraie-vire/

 

Restaurant Palio 30.12.2012

Silvester 2012

Fürstenhof Celle 29.12.2012 – 01.01.2013

Restaurant Palio 30.12.2012

Es lief schief an diesem Abend was schief laufen konnte. Aber der Reihe nach. Wir hatten das dreitägige Silvesterarrangement im Fürstenhof zu Celle gebucht. Zu diesem Arrangement gehörte auch eine Abendessen am Sonntag den 30.12.2012 im Palio.

Das Restaurant gehört laut „Gault Millau“ zu den besten italienische Restaurants in Norddeutschland und wird mit 16 Punkten bewertet. Demensprechen hoch waren unsere Erwartungen.

Nach einer wunderschönen Theateraufführung im Barock Theater zu Celle sind wir gegen 17:45 Uhr wieder zurück im Hotel. Laut Programm ist ein Abendessen ab 18:00 Uhr im Restaurant Palio vorgesehen. Ich erkundigte mich extra an der Rezeption.

Frage: „Was heißt ab 18:00 Uhr, kann ich auch um 18:30 Uhr oder 19:00 Uhr kommen.“

Antwort: „Natürlich, es  steht Ihnen völlig offen um wie viel Uhr Sie zum Abendessen kommen“.

Also geht es wieder auf unser Zimmer und wir ruhen uns ein wenig aus. Es ist 18:10 Uhr und ein Anruf aus der Rezeption.

Frage: „Das Restaurant fragt nach ob wir nicht zum das Abendessen kommen. Es sei schon nach 18:00 Uhr.

Ich völlig verwundert: “Ich habe doch gerade nachgefragt, was es heißt ab 18:00 Uhr, und ihre Antwort lautete sie können zu jeder Zeit das Abendessen einnehmen. Ich werde so gegen 18:45 Uhr im Restaurant sein. Teilen Sie dies bitte mit“.

Als wir gegen 18:45 Uhr in das Restaurant kommen, ist dies bereits voll besetzt und es ist ziemlich laut. Die nette Bedienung begleitet uns zu unserem Tisch am Fenster. Dieser ist hübsch eingedeckt, aber für zwei Personen doch ziemlich klein. Relativ schnell steht ein Glas Prosecco auf dem Tisch, gut gekühlt und auch wohl schmeckend. Auch Brot, Grissini Stangen und eine Thunfisch Creme werden rasch serviert. Besonders das Landbrot schmeckt lecker. Der jungen Bedienung gebe ich  mit auf den Weg, dass meine Ehefrau Probleme bei Zwiebeln hat und sie bitte in der Küche Bescheid geben soll, dass die Zwiebelkruste beim Hauptgericht nicht mit serviert werden soll.

Es ist noch nicht einmal eine Minute vergangen, als die Servicekraft bereits mit der Vorspeise vor uns steht. Wir haben noch nicht einmal ein Stück vom Brot gegessen, geschweige ein Schluck Prosecco getrunken, und sollen nun wie in einem Schnellrestaurant den ersten Gang vertilgen. Nein danke, mit uns nicht.

Außerdem muss ich feststellen, dass auf dem Vorspeisenteller meiner Frau nicht die an versierte Wachtel liegt, sondern eine Scheibe Bresaola. Auf meine Frage hin warum diese Veränderung, meint die Servicekraft schnippisch, an der Grundsubstanz der Wachtel wären auch Zwiebeln dran und ich hätte doch drauf hingewiesen, dass meine Frau keine Zwiebel vertragen würde. Ich daraufhin, ich habe ihn doch  gesagt, dass nur beim Hauptgericht diese Zwiebelkruste entfallen sollte. Man merkt sie ist verärgert, nimmt die Teller und geht wieder zur Küche.

Nachdem wir unseren Prosecco aus getrunken und vom leckeren Brot und von der Thunfisch Creme genossen haben, wird dann auch der Weißwein eingeschenkt. Ab diesem Zeitpunkt läuft der Service wieder in normalen Bahnen.

Zu dem Menü:

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Vorspeise:

Wachtelbrust mit Morcheln gefüllt auf Salat von Chicorée,

Fenchel und Orangen, mit Limoncello-Vinaigrette

Hauptspeise: (leider ohne Bild)

Kalbfilet unter weißer Zwiebelkruste auf Gremolata-Croutons,

Zitronen-Kapernsauce, Blattspinat und Tompinamur-Polentapüree

Dessert:

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Variationen von Sambuca und Kaffee

Sambucacreme mit Mandelgebäck

Krokant- Kaffee Semifreddo mit karamellisieren Früchten

und Eis von Latte Macchiato mit Olivensauce

Fazit: Alles ganz nett angerichtet, aber der gewisse Pfiff fehlte bei allen drei Gängen. Von einem Restaurant mit 16 GM Punkten erwarte ich etwas mehr. Die Schwierigkeiten am Anfang lagen wahrscheinlich an der nicht vorhandenen Kommunikation zwischen Rezeption und Restaurant. Darunter darf allerdings der Gast nicht leiden.

Zum Abschluss hatte ich im Übrigen noch ein interessantes Gespräch mit Küchenchef Helmut Griebl.

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Roulade mit Romanasalatkopf

Roulade mit Romanasalatkopf, Kräutersaitlingen, Kartoffelplätzchen.

Roulade

Roulade

Fleischscheiben aus der Oberschale leicht flach klopfen,  salzen und pfeffern. Die Scheiben mit Senf bestreichen, Scheiben vom Bauchspeck darauf verteilen und kleine Gewürzgurken sowie Karottenstifte auf den Speck legen. Die Längsseiten der Rouladen über die  Füllung klappen und aufrollen.

Zum Schmoren Butterschmalz erhitzen und  die Rouladen darin rundherum anbraten. Danach  herausnehmen und klein geschnittenes Wurzelgemüse wie Möhren, Sellerie, Petersilienwurzel sowie  Zwiebel- und  Porreewürfel im Butterschmalz  anrösten, Tomatenmark dazugeben und mit Rotwein ablöschen. Gemüsefond aufgießen und Gewürze dazugeben. (Salz, Pfeffer, Knoblauch. Ingwer, Rosmarin)

Die Rouladen in den Topf geben und zugedeckt bei ca. 140° schmoren.

Die Rouladen aus dem Topf  nehmen. Den Schmorfond durch ein Sieb in einen anderen Topf geben und einkochen lassen. Rotwein dazu gießen evtl. nachwürzen und bis zur gewünschten Konsistenz weiter einkochen. Die Rouladen in die Sauce geben und darin erwärmen.

Romanasalatkopf:

•1 Mini-Romanasalatkopf

• Butter

• frisch gemahlenes Meersalz

• frisch gemahlener Pfeffer

Den Romanasalatkopf der Länge teilen. Die Butter in einer großen Pfanne zerlassen und die Romanasalathälften zuerst auf der aufgeschnittenen Innenseite in der Butter anbraten. Bei kleiner Hitze mit  geschlossenem Deckel in der Pfanne ca. 5 Min garen. Dann wenden und weitere 5 Min. garen.

Würzen mit frisch gemahlenem Salz und Pfeffer.

Kräutersaitlinge

Die Pilze in Scheiben schneiden und in eine beschichteten Pfanne ohne Zugabe von Fett anbraten.

Sobald die Saitlinge Farbe angenommen haben, kommt ein Stück Butter in die Pfanne. Gewürzt wird mit Salz und mit Five Spice.

Kartoffelplätzchen

3 mittelgroße Kartoffeln

2 Eier, 80 Gramm Mehl

40 Gramm Butter, Olivenöl

etwas Muskat, getrockneter Majoran, Salz

Kartoffeln kochen und ausdampfen lassen. Schälen und pressen. Die Eiern, Mehl, Muskat, Majoran und Salz mit Kartoffeln zu einem Teig verarbeiten. Den Teig mit der  Hand zu einer Kugel rollen und flachdrücken. In Butter-Öl Mischung goldbraun braten.